Coversong Roads

sabato, marzo 23, 2013



Scientific American, Oct 2012

„State of the World´s Science“, in anderen Worten: Wie sieht es mit der Wissenschaft in der Welt aus? Gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass die Schwellenländer mehr Resourcen in die Forschung pumpen. Die Aussage dieses Artikels: Wissenschaft is umso effektiver, je Länder übergreifender sie betrieben wird. Interessant ist, dass neben den BRIC-Ländern auch die Türkei seit 1995 sechs mal so viel finanzielle Mittel in die Forschung und Entwicklung gepumpt hat. Die Anzahl der Wissenschaftler ist um 43 % gestiegen. Deutschland steht immer noch sehr gut da. Die Gelder für Forschung kommen letztendlich der Wirtschaft zugute. Internationale Forschung erhöht Output. Restriktive Einwanderungsgesetze stehen dem entgegen, doch das Internet hilft.

Interessant, dass Italien noch zu den 10 Ländern mit dem größten Forschungsoutput gehört. Bei diesem Chaos hier ist das verwunderlich und so wie ich es sehe, wird es aus dieser Gruppe bald herausfallen.

„Why Germany still makes things“.

Da wundern sich die Amerikaner, lol. Ich sage: Weil wir gut darin sind. Es kommt immer noch auf das Land an, die Kenntnisse, den Willen seiner Menschen, auf die Infrastruktur, die Gesetze, auf die Zusammenarbeit von Forschung und Industrie. In diesem Artikel wird das an einem Beispiel der Technischen Universität München und BMW deutlich gemacht. Es geht darum, ein schnelleres Verfahren zu entwickeln, Kohlenstoff-Komposit herzustellen. Was in Deutschland hilft, ist das Wechseln von der Forschung in die Industrie und umgekehrt. Natürlich ist in dem Land auch nicht alles Gold. Innovation ist dort seltener als in den U.S.A. Die Leute haben Phobien gegenüber dem Fortschritt, meckern viel. Denken wir nur an die Gentechnik, genmanipulierte Pflanzen, Fracking. Doch die Forschung schreitet zügig voran. Es gibt ein Scoreboard über „The Worlds best Countries in Science“: USA; Germany, China, Japan, UK, France, Canada, South Korea, Italy.

In einem anderen Artikel wird gefragt: „Can China keep rising?“ Obwohl das Land die höchste Studentanzahl hat, entsprechen 80 Prozent nicht dem internationalen Standard.

„Citizen Science O.“

Hier schwurbelt ein Professor, Präsident der Arizona State University. Dort haben sie, so berichtet er, traditionelle Fächer wie Biologie, Geologie, Astronomie aufgegeben und in einer Schule der Erdkunde und Raumfahrt zusammengefasst. Grund ist: STEM (Science, Technology, Engineering und Mathematic) begeisterten nur 20 Prozent der Studenten. Die anderen machten einen Bogen um diese Fächer. Die Rekonfiguration der Fächer soll das ändern.

„The other 1 Percent“

Das sind die anderen. Die einen, von denen in diesem Artikel nicht die Rede ist, sind die 1 Prozent, die den größten Anteil des Vermögens einer Popolation besitzen.

In diesem Artikel geht es um Full Professors. Volle Professoren, hoffentlich nicht sternhagelvoll, lol.

Es ist der höchste Professorenrang in den U.S.A. Der Autor meint, bei Akademikern macht es Sinn, sie unterschiedlich zu bezahlen. Die U.S.A. Erzeugen die meisten Nobelpreisträger, wissenschaftliche Veröffentlichungen und Patente. Ihre Universitäten sind am besten ausgestattet. Sie locken die besten Akademiker in das Land, stellen mehr Resourcen für sie bereit, bezahlen besser als andere Länder. In Deutschland und Frankreich Professoren 4500 Euro. Das sind 55 Prozent dessen, was sie in den U.S.A verdienen könnten. Dort verdienen produktive Professoren vier bis fünf mal soviel wie jemand, der gerade anfängt.

Innerhalb der U.S.A gibt es auch Abwanderungsbewegungen in private Institutionen, die besser als staatliche zahlen. Wäre das etwas für mich gewesen? Wenn ich jünger gewesen wäre, sicher. Nur hätte ich erst mal den Master, dann den Doktor machen müssen. Ich hatte mich für Psychologie interessiert.

Anschließend wird Paul Nurse, Präsident der British Royal Society interviewt. Er meint, dass China und Indien wissenschaftlich so stark aufholen, sei ein Plus für die Forschung generell. Stimmt, oder?

„The Language of the Brain“.

Wird von den Autoren ziemlich hochgepusht. Im Grunde bleibt vom Ergebnis ihrer Untersuchungen

nur übrig, dass der Zeitpunkt, zu dem Impulse von Nervenzellen als Gesamtheit an andere über Axone und Synapsen übertragen werden, für ihre Interpretation eine Rolle spielt. Für die Untersuchungen wurde das optische System des Menschen benutzt, da dies am besten erforscht ist.

Objekte, die sich nicht verändern, sind gespeichert und werden nicht jedes Mal wieder interpretiert. Bis vor kurzem war es nur möglich, das Signal eines einzigen Neurons zu erfassen. Heutzutage können die Impulse einer Neuronengruppe erfasst werden..Hierbei geht es um die Verfolgung von Zacken, die entstehen, wenn die elektrische Spannung einen Schwellenwert überschreitet.

„Ecosystems on the Brink“.

Ökosysteme können kippen. Wenn z.B. Düngemittel in einen See laufen. Forscher haben einen an der Grenze von Wisconsin und Michigan getestet. Sie bevölkerten den See mit Barschen, die ansässige kleine Fische weg fraßen. Diese hatten Kleintiere wie Wasserflöhe gefuttert, welche sich nun überproportional vermehren konnten und sich von Algen ernährten. Ergebnis: Der See wurde klarer.

In dem Artikel wurden eine Reihe von Beispielen aufgezeigt, in denen das System kippte. Leicht zu erkennen. Wenn im Yellowstone National Park die Wölfe dezimiert werden, werden Bäume zerstört. Elche, die diese fraßen, konnten sich großzügiger vermehren. Forscher versuchen nun anhand von mathematischen Modellen zu erkennen, wann ein Ökosystem umzukippen droht.

„The Higgs at last“.

Higgs-Boson. 1964 hatte Higgs ein Research Paper verfasst. Zwei Wochen zuvor gab es schon eines von Englert und Brout. Danach das von Guralnik, Hagen und Kibble. Das vom Cern entdeckte Boson ist Teil des Standard Modells, ein Set von Theorien, die Teilchenphysik erklären. Das Higgs-Boson ist Teil eines ätherischen Elements, das den Kosmos durchzieht und Partikeln Masse verleiht.

Zuvor wurden Quarks, Gluonen, W- und Z-Bosonen entdeckt. Higgs war das Teilchen, das noch fehlte. Jetzt ist es da. Und nun?

Ursprünglich hatten die U.S.A vor, einen SSC (Superconducting Supercollider) zu bauen. Wurde zu teuer. Das Higgs Boson kann nicht direkt beobachtet werden, es würde zu schnell in andere Partikel zerfallen. Alle Daten der CMS- und Atlas-Experimente, die im CERN liefen wurden gespeichert und in ihrer Gesamtheit durchsucht.

„True Wisdom of Psychopaths“.

Scheint gerade en Vogue zu sein. Außer dem Artikel im „Scientific American“ las ich ein Interview im Spiegel darüber und sah eine Episode Star Trek, die auf das Thema anspielte.

Für den Autoren gibt es einen gemeinsamen Nenner bei Sadam Hussein, Hanibal Lecter und einen konzentriert operierenden Neurochirurgen. Sie haben weder Mitleid noch Mitgefühl, sind fokussiert, fähig, Menschen zu manipulieren und sie für ihre Ziele einzuspannen. Das letztere ist beim Neurochirurgen natürlich nicht der Fall. Doch Mitleid und Mitgefühl leistet er sich genau so wenig wie ein Manager. Es sind knallharte Typen, zielgerichtet und von Erfolg verwöhnt.

Man stelle sich die Charakterzüge eines Psychopathen wie Knöpfe eines Mischpultes vor, mit dem Furchtlosigkeit, Fokus, Mangel an Emphatie und mentale Härte optimal eingestellt sind. Bei Kriminellen sind zusätzlich Agressivität, die Lust am Manipulieren hochgedreht.

Im Spiegel No. 10 gab es ein Interview mit dem Psychologie-Professoren Borwin Mandelow über dessen Buch „Wer hat Angst vorm bösen Mann“. In seinem Buch versucht er zu ergründen, wie Psychopathen wie Stalin, Hitler, Serienkiller ticken. Die Einzelheiten des Interviews sind mir abhanden gekommen. Es schlägt jedoch in die gleiche Kerbe wie der „Scientific American“ Beitrag.

Was nun die Startrek Episode angeht. Vielleicht erinnert sich jemand an die Szene, wo auf Worf ein Fass im Shuttle-Raum fiel und er sich eine Reihe von Wirbeln brach. Die Ärztin Beverly Crusher versuchte Worf mit herkömmlicher Behandlung das Leben zu erleichtern. Die eingeflogene Neurochirurgin schlug eine neuartige ungetestete Operationsmethode vor, mit der Worfs Rückgrat durch ein neu erzeugtes substituiert werden konnte. Das ließ mich an den Artikel denken. Hier war die dafür erforderliche Skrupellosigkeit ein Plus. Worf hat sich für den Austausch entschieden, weil er als Krüppel in seiner Welt nicht hätte existieren können, ohne permanenten mentalen Schaden zu erleiden.






domenica, marzo 17, 2013


Interzone 244, Jan-Feb 2013

Die englische TTA-Press hat die von ihr veröffentlichen Stories aufgeteilt in SF (Interzone), Horror (Black Static), Crime (Crime Wave). Hin und wieder erhält der Verlag exzellente Geschichten, die er nicht in diese Kategorien einordnen kann. Dafür gibt es künftig die Beilage FLUX.

In der englischen Presse hängen Leute herum, die mit SF nichts anfangen können. Robert McCrum zum Beispiel schreibt im „Guardian“: „Science Fiction is the cockroach in the house of books: It survives on scraps and never goes away.“ (Quelle: David Langfords "Ansible").

Technik wird zunehmend komplexer und damit auch SF. Es wimmelt von Genetik, damit von Mitochondrien, RNA, DNA, von Schwarzen Löchern, schwarzer Materie und was weiß ich nicht alles. Davon war in den 60ern noch nicht die Rede. Junge Leute lernen vermutlich darüber in der Schule, nur alle anderen hängen zurück. So ist SF unserer Tage nicht einfach zu verstehen. Wenn schon, wie ich im vorhergehenden Beitrag schrieb, die Aufnahmefähigkeit der Menschen für die heutige Technologie und erst recht nicht für die von morgen ausreicht, so setzt SF unserer Zeit noch eins drauf.

„Sky Leap – Earth Flame“ von Jim Hawkins zum Beispiel. Protag sind die beiden Teenager Mariam und Victor, in deren Hirn die Künstliche Intelligenz „Axon“ eingesetzt ist. Diese ist jedoch nur Ausläufer eines biologischen Hirns, welches so lange mit erzeugten Neuronen angereichert wird, bis es einen Tank ausfüllt, der ein Fassungsvermögen von 300 menschlichen Gehirnen hat. Mariam, Victor und Axon erhalten den Auftrag ein verschollenes Schiff aufzuspüren, welches den Auftrag hatte, ein Fragment Schwarzer Materie so abzulenken, dass es nicht, wie vorhergesehen, in vierhundert Jahren alles Leben in dem Teil der Milchstrasse auslöscht, in dem sich die Erde und andere von Menschen besiedelte Planeten befinden.

Die drei fliegen mit einem Raumschiff los, das eine Länge von gut 2 km hat. Die Teilnahme von Axon ist für das Manövrieren des Schiffes erforderlich. Sie suchen und finden das verschollene. Axon rastet aus. Die Ärzte des gefundenen Schiffes kurieren es zu Tode. Miriam und Victor übernehmen das Kommando über beide Schiffe, schließen ihre Hirne mit denen der Mannschaft des gefundenen Schiffes zusammen und machen sich daran, die Schwarze Materie von ihrer Bahn abzubringen. Es geht um Quantenschaum, Schwarze Materie, Schwarze Löcher, die inferiore Gyrus Region des Hirns, um nur einiges zu nennen. Fantasy ist einfacher.




sabato, marzo 16, 2013


Marina Weisband - Wir nennen es Politik

Das Buch wurde im letzten SPIEGEL besprochen. Ich kann mich mit ihren Aussagen identifizieren. Ein Grund für mich, das Buch nicht zu kaufen, da es für mich vermutlich nichts Neues bringt.

Hier einige ihrer Aussagen aus dem SPIEGEL: „Wir leben längst in der Zukunft, nur nicht nach ihren Regeln.“ Klar, oder? HiTec zieht an den Menschen vorbei. Die Entwicklung überrollt uns. „Digitales Proletariat der digitalen Revolution, vergleichbar mit dem Proletariat der Industriellen Revolution.“ Ist natürlich noch eklatanter als anno dunnemals, da unsere Gesellschaft immer mehr zur Wissensgesellschaft wird. Ich, in meinem fortgeschrittenen Alter, muss gegen den Ausfall meiner Hirnzellen ankämpfen. Und nun denken wir mal an die Leute, die ihr Hirn noch weniger benutzen als ich. Konsequenz ist, so sagt Weisband „Was wir nun brauchen, ist ein Grundeinkommen für alle, denn kein Mensch darf in dieser Gesellschaft Existenzängste haben, weil das die Partizipation unmöglich macht.“

Einverstanden. Nur, was heißt schon Partizipation. Denken wir dabei an die letzten Wahlen in Italien. Das reinste Chaos als Ergebnis. Und die Piraten, die sich im Internet angiften. Piraten, deren Aushängeschild die Weisband war, bevor sie sich entnervt ausgeklinkt hat, gehören dem digitalen Proletariat an, ohne dass sie dessen gewahr werden. Denn außer twittern und Facebookeinträgen haben die nichts drauf. Liquid Feedback, dieser Abstimmungsmechanismus läuft nach Hörensagen noch immer nicht rund und es hat schon Jahre auf dem Buckel. Theorie und Praxis klaffen auseinander, und Piraten sind ignorant und psychisch zu labil, um diese Lücke überbrücken zu können.

Ein weiterer Versuch, politische Parteien auszuhebeln, wird in Italien gestartet. Ob es Beppe Grillo mit seinen Anhängern gelingt, an deren Stelle ein vom Internet gespeistes partizipatorisches System zu setzen, werden wir abwarten müssen. Auf jeden Fall hat er in Italien die Parteienlandschaft hübsch aufgemischt.

Gesellschaftliche Umbrüche. Es könnten turbulente Zeiten auf uns zukommen. Wenn die Parteien versagen, die Teilnahme am Internet außer Hassausbrüchen nichts bringt, muss ein Zentralcomputer her, der die Welt regiert. Zukunftsmusik? Sicher, aber wenn die technologische Entwicklung in dieser Schnelligkeit weiter an uns vorbei zieht, wird daraus sicher schneller Gegenwart, als wir uns das heute vorstellen können.









venerdì, marzo 15, 2013




Fantasy & Science Fiction, Jan/Febr 2013

250 Seiten. Da musste ich erst mal durch. Und wenn nur eine Story SF ist, die anderen Fantasy, Horror, dann ist das Arbeit. Die SF „Watching the Cow“ stammt von Alex Irvine. Die Schwester des Protags war in einem Unternehmen beschäftigt, das Spiele für VR-Konsolen entwickelte. In ihrem Labor schickte sie aus Versehen einen Impuls an jede dieser Konsolen, der die Spieler erblinden ließ. Im Gegensatz zu ihren Eltern nehmen die Kinder es gelassen hin, da sie plötzlich mit den Mitspielern off-line kommunizieren können. Der Protag, dessen Kinder ebenfalls betroffen sind, tut sich mit seiner Schwester zusammen, um die Kinder wieder in ihren früheren Zustand zu versetzen. Am Ende können diese zwar wieder sehen, jedoch sind die Eltern nicht glücklich darüber, dass die Spieler telepatisch über den Erdball kommunizieren können. Die neue Generation ist auf einer höheren Entwicklungsstufe gelandet.

Obwohl ich SF vorziehe, so fand ich in dieser Ausgabe Desmond Warzels Story „The Blue Celeb“ am besten. Setting ist Harlem. Ist als New Yorker Stadtviertel bekannt, das in der Mehrzahl von Farbigen besiedelt ist. Aus Erfahrung weiß ich, dass es in jeder größeren Stadt solche Viertel gibt. Es wird einem abgeraten des nachts dort umherzuschlendern.

In dieser Story unterhalten Bill, der Erzähler und Joe, beide Vietnam Veteranen in Harlem ihren Friseurladen, vor dem seit Tagen ein blaues Auto steht. Frank, ein Polizist, der sich in der Verwaltung nach oben gearbeitet hat, lässt sich als Stammkunde die Haare schneiden. Die beiden Friseur erzählen ihm, dass jeder der, ob Junkie, Dieb, oder aus Neugier in das Auto gestiegen ist, am nächsten Tag tot aufgefunden wurde. Frank beschließt, den Wagen abschleppen und verschrotten zu lassen. Als die drei vor dem Laden ein Bier aufmachen, fallen Schüsse. Frank springt in seinen Wagen und fährt dorthin. Joe, dem es mit Bill zu langweilig wurde, stiefelt ihm nach. Er kommt mit Franks Auto zurück, zieht ein totes kleines Mädchen heraus und legt es in den blauen Wagen. Frank begreift sofort, dass Joe meint, der Wagen funktioniert auch anders herum. Frank erscheint mit anderen Polizisten und ruft eine Ambulanz herbei. Stunden später trifft eine Frau ein, geht auf Joe zu, umarmt ihn und bedankt sich. Sie wisse nicht, wie er es gemacht habe, aber im Krankenhaus seien Einschuss- und Austrittslöcher verschwunden und ihre Tochter wieder yum Leben erwachtg.

Trotzdem lassen die drei, Bill, Joe und Frank den Wagen abschleppen und von der Schrottpresse in einen Metallwürfel verwandeln.


lunedì, marzo 11, 2013



Asimov's Science Fiction, March 2013

Kristine Kathryn Rusch zitiert Werner Heisenberg, bevor sie mit ihrer Story „Uncertainties“ loslegt. „`When we know the present precisely, we can predict the future,` is not the conclusion but the assumption. Even in principle we cannot know the present in all detail....“

Ich stelle mir vor, wie sich jedes Atom, jedes Molekül verhält und leite davon die Zukunft ab. Ginge das? Meine Moleküle inbegriffen. Ausgehend von der allumfassenden Kenntnis der Gegenwart und der nahen Zukunft agiere ich. Geht nicht. Ich kann es nicht, mein Laptop auch nicht, lol. Doch darauf wird es irgendwann einmal hinauslaufen. Ein Wettrennen. You have seen nothing yet :-). Lt. Quantenmechanik verhält sich ein beobachtetes Quantenteil anders als ein unbeobachtetes. Oder auch nicht. Ungewiss. Wat nu? Ich beobachtete alle Moleküle, weiß wie aufgrund ihrer Prozesse die Zukunft aussähe. Wenn ich wollte, könnte ich auch die Vergangenheit hervorholen, aufgrund der Molekülkonstellation in der Gegenwart und zurückrechnen. Wenn ich nicht beobachte, verhalten sich Atome und damit Moleküle anders. Aber wie? Keine Ahnung. Dafür haben wir Quantenmechanik und später Quantencomputer. Stellen wir uns einen Superquantencomputer vor. Er sammelt Info über alles auf der Welt und damit auch über sich selbst in Real Time, analysiert und manipuliert sie, dass sie in das ebenfalls analysierte Kriterienraster passt. Beim Frühstück dachte ich an einen Schwarzfahrer. Den würde es natürlich nicht mehr geben.Iterieren wir mal rückwärts. 1. Kontrolleure erwischen ihn auf frischer Tat. 2. Er wird umgepolt. Keine Ahnung, wie das passiert. Aber da alle Moleküle manipuliert werden können, ist das kein Problem. Geht über „Brave New World“ hinaus. Aber wer will schon Schwarzfahrer in der Gesellschaft, lol. Das Verbot von Genmanipulation an Pflanzen in Deutschland wird nur einige Jahre dauern, und in einigen Jahrhunderten ist die Genmanipulation von Menschen alltäglich. Irgendwann wird sich die Menschheit Maschinen unterordnen und einen Computer als Autorität anerkennen. Damit es schneller geht, benötigen wir eine neue Religion. Freiwillige vor :-)

„Feral Moon“ von Alexander Jablokov hat alles, was eine SF-Story ausmachen kann. Attacke auf den Marsmond Phobos, der von den Phobs besiedelt wird. Bescheuert ist, dass kein Grund für die Attacke auf den Mond angegeben wird. Der Mond wurde zuvor nur von Touristen besucht, und nun fallen Unionstruppen über ihn her. Unverständlich. Vermutlich geht es um Vorherrschaft im Sonnen-System. Zur Zeit ist es auf der Erde ja ruhig. Mal sehen, was die Chinesen machen, wenn sie die U.S.A in allen Bereichen überholt haben. Wie auch immer, auf Phobos geht es rund. Im Detail werden Taktik der irdischen Truppen, die unterirdische Struktur von Phobos beschrieben. Der Protag, Preceptor Kingsman, geschieden, aus dem Militärgefängnis entlassen, wird der Truppe als Beobachter zugeteilt. Er besitzt die Entscheidungsbefugnis, die Operation abzubrechen. Ins Gefängnis kam er, weil er die Lage nach der Eroberung von Kalatra, wo immer das auch war, falsch eingeschätzt hatte. Nach der Eroberung rebellierte das Volk und es kam zu erheblichen Verlusten unter Kingsman Soldaten.

Kingsman läßt auf Phobos den Angriff laufen und am Ende erringen seine Truppen den Sieg mit Hilfe von Schrotträumern, die Phobs-Soldaten nach und nach aus dem Orbit polken. Damit ist Kingsman rehabilitiert und bezieht mit ein paar Gefolgsleuten Position auf einem Asteroiden, den er zu einer Station umbaut, die dazu dient, eventuelle Angreifer von den äußeren Planeten abzufangen.


venerdì, marzo 08, 2013



Analog Science Fiction and Fact, April 2013

Edward M. Lerner startet die 4-teilige Serie „Dark Secret“. Mehrteilige Stories werden oft zu Romanen verwurstet. Sie haben den Nachteil, dass es lahme Strecken in ihnen gibt. Der Anfang hier zum Beispiel. Der Protag landet mit seiner Frau irgendwo außerhalb des Sonnensystems mit seinem Shuttle, während das Raumschiff sich im Orbit befindet. Die beiden klettern über Stock und Stein. Das wars dann schon. Dann kommt die Rückblende, lol.

70 Jahre vorher. Der Protag ist dort auch schon erwachsen. Die Leute altern also langsamer. Er befindet sich auf dem Mars und erhält die Info, dass ein GRB, ein Gamma Ray Burst bevorsteht, der das Sonnensystem trifft. Blöd ist nur, dass man nicht erfährt, von welchem explodierenden Stern er verursacht wird. Wie auch immer. Alles Leben auf dem Sonnensystem ist zum Untergang verurteilt. Der Protag wird einer Mannschaft zugeordnet, die mit einem Raumschiff, das mit einem DED (Dark Energy Drive) ausgestattet ist, einen bewohnbaren Planeten ausfindig machen soll. Sie fliegen los. - Wenn ich den vierten Teil gelesen habe, werde ich über das Ergebnis berichten.

Eine andere Story dieser Ausgabe, „Launch Window“ von Sarah Frost, fand ich nun interessant. Protag Misty macht sich auf, ihre Schwester zu besuchen, die sich anschickt mit anderen in den Weltraum vorzustoßen. Misty muss den Spacelift benutzen, der mehrere Tage benötigt, bis zur Spaceplatform hochzufahren. Dort angekommen, trifft sie zu spät ein, um mit dem Shuttle zum Startplatz zu fliegen. Eine Staatsangestellte, die dort ebenfalls hin will, nutzt ihre Autorität zu erreichen, dass Misty und sie mit einem RAM-Jet zum Startplatz geflogen werden. (Über einen RAM-Jet habe ich vor Urzeiten in meinem Blog geschrieben).

Misty trifft ihre Schwester, versucht sie zum Bleiben zu überreden. Doch die lässt sich nicht umstimmen. Misty erkennt, wie sehr es der am Herzen liegt, in den Kostmos vorzustoßen. Die

Beamtin tröstet Misty und zieht ein Schreiben hervor, das sie autorisiert, den Start des Raumschiffes zu verhindern und das ganze Projekt abzubrechen.

Misty entreisst der Frau das Schreiben, verbrennt es. Die Frau spuckt Gift und Galle, während das Schiff abhebt.

Gut gemacht, sage ich. Wo kämen wir denn hin, wenn irgendein Regierungsangestellter die Träume der Menschheit zerstörte? :-)








giovedì, marzo 07, 2013

Im letzten Spiegel

las ich einen Beitrag über Desktop-Printing, in diesem Fall 3-D-Druck. Der Tester probierte den Replicator 2 aus, der 2249,10 Euro kostet. Wer sich für 3-D-Druck interessiert, wird sicher über Google genug Infos finden, die beschreiben, was der Tester im Spiegel zu Papier gebracht hat.

Für einen Massenmarkt ist es sicher zu früh, aber für industrielle Projekte ist er tauglich. Nur Otto Normalverbraucher, so wie ich, kann sich nicht vorstellen, was er damit anfangen soll. Von
www.thingiverse.com  kann man sich Druckvorlagen herunterladen.

domenica, marzo 03, 2013



mit Fanzinebesprechungen. Es gibt eine Vorschau auf den DORT CON, der am 9. und 10.3 in Dortmund stattfinden wird. Mir noch etwas zu kalt, sonst wäre ich mal hingedüst. Schon allein wegen Charles Stross, von dem ich coole Stories gelesen habe.

FO bringt die Nebula Awards 2013 Shortlist. Gewinner werden im Mai bekannt gegeben.

Ich lese die Nachricht, dass der Ernst Wurdack Verlag eine neue SF-Buchreihe, D9E-die neunte Expansion, herausgeben wird. Viel Erfolg.

Ich sehe einen Nachruf auf Otfried Preussler, Kinderbuchautor. Dann gibt’s Filmbesprechungen.

FO, immer gut für monatliche Informationen aus dem SF-Leben. Wenn es eingestellt wird, muss unbedingt etwas ähnliches her.

sabato, marzo 02, 2013



Phantastisch 1/2013

Die vorherige Ausgabe ist wohl flöten gegangen. Diese nun vermittelt über das Editorial, dass das Magazin 13 Jahre besteht. Lange Zeit, Hut ab.

Horst Illmer bringt einen Nachruf auf Harry Harrison (1925 – 2012). Er wurde in Stamford, CT geboren. In Stamford habe ich gearbeitet. War mein zweiter Job in den U.S.A, bei Clairol Hairproducts. Der einzige Laden, den ich kenne, in dem Mitarbeiterinnen mit aufgedonnerten Frisuren herumliefen und Männer Krawatte trugen. Ich musste mir schnell eine in der Mall besorgen. War eine mit Mickymäusen, lol. Stamford liegt am Atlantik, eine Bahnstunde von New York entfernt. Der nächste Flughafen ist White Plains im Staat New York. In einem der reichsten Counties der U.S.A. Die Einwohner konnten ihn bewußt klein halten, um nicht vom Fluglärm gestört zu werden. Waren interessante Monate. Am Strand las ich William Gibson, sah Jungs im Jeep herumfahren, kaufte mir einen Wrangler und schickte ihn nach Bremerhaven. Hat jetzt neue Reifen bekommen. Besuchte an der University of Connecticut einen Abendkurs über Wirtschaftsrecht und lernte mit einem deutschen Kollegen in einer Kneipe den „Electric Slide“. Den eifachsten Line Dance, den es gibt.

Was einem alles zu Stamford einfällt, lol. Zurück zu „Phantastisch“. Illmer schreibt über neue Hörbücker und Sekundärliteratur. - Interviewt werden Bernd Perplies, Carsten Polzin, Tom & Stephan Orgel, Andrea Sorrentino. Ich komme mir arrogant vor, wenn ich sage: Ich weiß nicht, wer sie sind. Vermutlich bin ich nur ignorant. Eine Ausnahme macht Carsten Polzin, aber auch nur deshalb, weil er in „Phantastisch“ wiederholt interviewt worden war. Er ist Programmleiter bei Piper Fantasy. Obwohl ich für Fantasy nichts übrig habe, verzapfte ich auch mal eine Vampirstory. War gar nicht so schlecht. Hier ist sie.

Es gibt einen Beitrag über Harlan Ellison. Streitlustiger Autor, der gern Gerichte bemüht.. Aber die von ihm herausgegebenen Anthologien „Dangerous Visions“, so geht aus diesem Beitrag hervor, sollen toll sein. Na, bei den Altmeistern der 60er und 70er kein Wunder. Ellison selbst hat zahlreiche Preise wie Hugo, Nebula erhalten.

Wer sich für Tolkien und seinen Hobbit interessiert, ist bei dem Artikel „Auf den Hobbit gekommen“ sicher gut aufgehoben.

Achim Schnurrer stellt in dem Artikel „Verbotenes Schreiben“ Menschen vor, die unter erschwerten Bedingungen (Gefängnis, Verbannung, Exil) populäre Werke verfasst haben. Dazu passt auch Schnurrers Artikel über Sergej Prokofjev, der in Russland zu Stalins Zeit komponierte und in seinem vorübergehenden Exil in den U.S.A schriftstellerisch tätig war.

Sonja Stöhr bringt etwas über die Comics „Fables“ und Christian Endres schreibt über die Comic-Legende Joe Kubert, der 2012 gestorben ist. Neben anderen zeichnete er Tex-Comics, die meine Frau so gern liest.


venerdì, marzo 01, 2013


Nach dieser Parlamentswahl ist Italien gelähmt.
 
Wenn nur der Komiker Beppe Grillo und seineLeute nicht so abgeräumt hätten. Ist natürlich unortodox, aber die Ideen seiner Gruppierung kommen beim Volk an, wie Einstellung der Zahlung von Staatsknete an die Parteien. Jeder Parlamentarier sollte freiwillig auf einen Teil seines Einkommens verzichten. Abschaffung der Provinzen, von Dienstwagen. Einstellung der Arbeit an einer Hochgeschwindigkeitstrasse nach Frankreich (das ist natürlich idiotisch). Monatliche Zahlung an Bürger ohne Einkommen. Antikorruptionsgesetz, Abschaffung der von Monti wieder eingeführten Grundsteuer. Plan für umweltfreundliche Energie. Verschlankung der Bürokratie.

Was ich besonders gut finde ist, dass Grillo sich für das Internet in der Gesellschaft einsetzt. Obwohl er gegen Gummimauern anrennen wird, ist seine Gruppe die einzige, die verkrustete parlamentarische und gesellschaftliche Strukturen aufzubrechen versucht. Der Zug der technischen Entwicklung zieht doch an uns vorbei. Wir müssen draufspringen und mitfahren.

Der Sozialdemokrat Bersani und seine PD wollen nicht mit Berlusconis PDL koalieren und Grillo nicht mit Bersani, vermutlich auch nicht mit Berlusconi. Damit ist die Gesetzgebung gelähmt. Die verwaltende Regierung ist eine lahme Ente, die nichts in die Wege leiten kann.

Wichtig wäre es, wenn Grillo die nötige Stimmenmehrheit bekäme, um Italien umzukrempeln und moderner zu machen. In Deutschland sind die Piraten gescheitert, weil sie keine Themen anpackten und nur Nabelschau betrieben. Das ist bei Grillo nicht der Fall. Der will alle anderen Parlamentarier rausschmeissen. Die meisten tun nichts weiter als fressen, saufen, quatschen, raffen.








giovedì, febbraio 28, 2013


Bin bei meiner letzten „Business Week“ Ausgabe.
 
Dann kommt SF wieder a die Reihe. BW wird von Bloomberg herausgegeben, gehört letztendlich dem New Yorker Bürgermeister gleichen Namens. Ich glaube, den größten Profit bringen Wirtschaftsreports. Wirtschafts-TV haben sie auch. Ich habe da reingehört.


Goldman Sachs will 5 Prozent seiner Angestellten feuern. Aus dem Video geht hervor, wie diese bewertet werden. 20 Prozent Top, 70 Prozent Middle, 10 Prozent Bottom. Die letzte Kategorie ist die der Aspiranten jedes Jahr entlassen zu werden. Dieser Beurteilungsprozess geht auf Jack Welch von General Electric zurück, auf Neutronen Jack, lol. Der ist schon lange pensioniert. Seine Taten jedoch wirken im US-Unternehmertum nach.

Interessant, dass die meisten Angestellten, die im Beurteilungsgespräch erfahren, dass sie am Boden herumkrebsen, nicht von selbst gehen und woanders einen Job annehmen, was für sie besser gewesen wäre.

giovedì, febbraio 21, 2013


An Restaurants in dem Dorf, in dem ich wohne gibt es nur eines, das „Carlino“. Um das herauszufinden benötige ich keinen PC. Was bietet mir nun Hightec an?

Yelp.it  ist ein Ableger der amerikanischen Site. Ich suche nach einem Restaurant in Ferrara, der nächstgelegenen größeren Stadt, etwa 30 km von uns entfernt, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Yelp findet nichts, obwohl es, wie es schreibt, Facebook benutzt.

Was ist mit Groupon? Ich müßte meine e-mail Adresse angeben. Keine Lust, mit Reklame zugemüllt zu werden. Und LivingSocial? Die verweisen auf Letsbonus.com. Auch wollen sie wieder meine e-mail Adresse.

Ich kenne noch GraphSearch von Facebook. Das funzt. Dort sind einige Restaurants aus Ferrara abgelegt. Interessant ist, dass Facebook die Ergebnisse von Graph Search nicht an Yelp weiter gegeben hat.








mercoledì, febbraio 20, 2013


Piraten und Schwarm

War wohl nichts. In der letzten „Spiegel“-Ausgabe gibt es einen Artikel über sie und die Art, wie sich die Piratenpartei zerlegt. Sie wollten Schwarm sein und sind doch nur ein Haufen. Wäre interessant, wenn Neuro-, Gesellschaftswissenschaftler, Zoologen diese Gruppierung untersuchten.

Eines ist sicher, Ameisen sind ihnen überlegen. Die haben Ziele und arbeiten daraufhin. Piraten hingegen haben Wut im Bauch, wenn sich einer von ihnen hervortut und ätzen so lange im Internet, bis der die Faxen dicke hat. Das war es dann auch schon.

Schade drum, die politische Landschaft hätte interessanter ausgesehen. Nur muss eine Partei konstruktiv sein, Visionen und Ziele haben und auf sie zu arbeiten.

sabato, febbraio 16, 2013


Ray Kurzweil bei Google

Futurologe, Erfinder und Meister der Platitüden: „There is a lot of suffering in the world. Some of it can be overcome if we have the right solutions.“

Nun hat ihn Google als Director of Engineering eingestellt. Eines seiner Bücher habe ich irgendwo im Bücherregal. Wenn ich es finde, werde ich checken, wie weit seine Prognosen sich bis jetzt mit der Wirklichkeit decken. Sein neues Buch kam letzten November heraus: „How to create a mind, The Secret of human thought revealed.“ Manchmal kommt er mir wie ein Snake Oil Vendor vor, obwohl er beachtliches geleistet hat. Und wir brauchen Leute, die mit Begeisterung in der Zukunft herumstöbern und uns mitzureißen versuchen. In dieser Hinsicht sind Amerikaner besser drauf als Deutsche.

Der „Scientific American“ kann man entnehmen, dass Forscher noch mit der Stange im Nebel herumstochern, wenn es darum geht herauszubekommen, wie das menschliche Gehirn arbeitet. Tröstlich, dass Google und Kurzweil nun dabei sind, die Menschheit auf eine höhere Ebene zu hieven.

giovedì, febbraio 14, 2013



Vector, the critical journal of the British Science Fiction Association, Winter 2012

Was `critical`angeht, sind wohl Buchbesprechungen gemeint. Schließlich ist Margareth Thatcher, auf der britische SF-Jünger herumgehackt hatten, schon eine Weile weg vom Fenster. „Vector“ hat London im Visier. Grund: WorldCon 2014. Redakteure und andere Gestalter weisen darauf hin, daß London oft Mittelpunkt von SF-Stories, -Romanen, -Filmen, -Fernsehserien gewesen ist. Es fing mit H.G. Wells „War of the Worlds“ an und läuft weiter mit Dr. Who. Dann haben wir Torchwood und ich erinnere mich an Quatermass. Von dem es etwas auf You Tube gibt. Immer noch beeindruckend.

London ist auf jeden Fall einige Reisen wert. Um dort zu leben, wäre es mir zu teuer. Das erste Mal fuhr ich dorthin, als ich 19 Jahre alt war. Mein Anzug war gebügelt und mein Englisch grottenschlecht. Mit dem Zug fuhr ich von Hamburg nach Hoek von Holland. Dort dümpelte ich mit der Fähre im Hafen, wurde in der Kabine fast seekrank. Setzte mit der Fähre nach Harwich über und übernachtete dort im Bahnhofshotel, träumte das erste Mal auf englisch, was für mich ein Hallelujah-Effekt war. Dann ging es mit dem Zug nach London, wo ich in Paddington unterkam. Einige Tage später fuhr ich mit der Eisenbahn nach Manchester, wo über ein Fanzine eine Party angekündigt war. Die Leute füllten mich mit Punsch und luden mich in einer Badewanne ab. Ich pflegte meinen Kater noch für ein paar Tage in dem gastfreundlichen Haus und fuhr weiter nach Newcastle, um Don Allen zu besuchen, der für unser literarisches Fanzine NOVA aus England berichtete. Danach setzte ich mich wieder in den Zug und es ging über Schottland und die Irische See, wo wir nun wirklich alle seekrank wurden, nach Belfast, wo ich den Fanwriter John Berry heimsuchte, der mich in seinem Haus aufnahm. Fantastisch. Er lebt jetzt in England. Ich hatte über „Trapdoor“, ein amerikanisches Fanzine von ihm gehört. Der Anzug sah inzwischen ungebügelt aus.

Später war ich noch einige Male in London. Der letzte Besuch vor ein paar Jahren. Ich ging in den Mega-Store „Forbidden Planet“ in der Shaftesbury Avenue. Stark, dass der sich so lange gehalten hat und ein Muß für den SF-Fan. Unnötig zu sagen, dass ich das Telefonbuch im Hotel auf Museen und Kunstgalerien abklopfte. Eintritt war gratis, das Wetter war schön, und dann gab es noch in der Gallery of Arts am Trafalgar Square eine Vincent van Gogh Ausstellung. Was will man mehr? Fehlte nur noch, dass ein UFO im Hyde Park landete. Mit dem monatlichen Treff der BSFA in einer Kneipe und dem Ministerium für Silly Walk (you tube) ist London eine Stadt, in der ein SF-Fan sich wohlfühlen kann.

Andy Sawyer, der die SF-Sammlung der University Liverpool verwaltet, wenn ich mich recht erinnere, bespricht den SF-Roman „Proud Man“ von Murray Constantine aus seinem Sf-Fundus. Das Buch kam 1934 heraus.

Unter den Buchbesprechungen befindet sich eine von Stephen Baxter. Er nimmt sich den Dr. Who Tie-In „The Wheel of Space“ vor und versucht den Standort der Raumstation zu bestimmen. Er findet heraus, dass sie sich dort, wo sie im Buch angegeben ist, nicht befinden kann. En passant lernen wir die Wörter „perihelion“ und „aphelion“ kennen. Objekte im Orbit am nächst und am weitest gelegenen Punkt zur Sonne.


lunedì, febbraio 11, 2013


Mein Klon


Mein Klon ist es, er ärgert mich.

Weiß er doch immer mehr als ich.

Langsam wird es mir zu dumm.

Ich bring ihn um.

domenica, febbraio 10, 2013



Focus, the British Science Fiction Association´s Magazine for Writers.

Ob man Autor ist oder nicht, man bekommt es. Nicht verkehrt. Erstens hat man dafür seinen Mitgliedsbeitrag berappt, und zweitens können auch Nichtautoren sich zum Schriftsteller entpuppen. Es fühlte sich so an, als habe die BSFA ihren Geist aufgegeben. Keine Druckerzeugnisse, auch das Internet Newsmagazine hatte sich aufgelöst und ich wollte schon mein Abonnement aufkündigen. Die Langsamkeit war mein Freund.

Das Grundthema dieser Ausgabe: Veränderungen bei Buchveröffentlichungen. Autoren wurden interviewt oder gebeten, etwas zu diesem Thema zu schreiben. Drei mir bekannte sind James Patrick Kelly, Michael Swanwick, Kristine Kathryn Rusch. Und der Tenor ihrer Beiträge ist: Alles ist komplexer geworden, man muss sich anpassen. Einige Autoren machen es widerwillig. Andere loten die Vielzahl der Möglichkeiten aus: Eigenverlage, Print-on-Demand, Web Publishing, e-books, audio-books. Rusch meint sogar, der Agent sei überflüssig geworden. Man sollte die Vermarktung seines Buches selbst in die Hand nehmen. That´s the Spirit. Der Autor muss sich also kümmern. Leute fürs Editing, Proof-Reading, Umschlaggestaltung anheuern und das Marketing selbst besorgen. Klar, dass einige Autoren Schwierigkeiten damit haben, Social Networks einzusetzen, Lesungen zu organisieren, in Blogs investieren etc. etc.

Von diesem Thema abgesehen gibt es noch andere lesenswerte Beiträge. Was zum Beispiel bringt ein Master in Creative Writing? Una McCormack schreibt über Tie-In Novels, Romane die aus neuen Episoden der Fernsehserien wie Star-Trek und Dr. Who bestehen.

Hal Duncan versucht eine Antwort auf die Frage „How to write a Sentence?“ zu geben. Er meint natürlich einen guten Satz und versucht den schlechten

“a sweeping blade of flashing steel riveted from the massive barbarians hide enameled schield as his rippling right arm thrust forth, sending a steel shot blade to the hilt into the soldiers vital organs“ lesefähig zu machen.

Über Decision, Excision, Precision, Concision kommt er auf

„From behind his leathered targe, steel flashed, brawn rippled, and the barbarian sank his blade in the soldier´s guts, thrust it up to the hilt.“

Don't forget: Eight Squared Con ist der traditionelle Eastercon. Er wird vom 29.3. bis 1.4 in Bradford, England, stattfinden. Dazu wird wie im letzten Jahr eine Tweet Fiction Competition stattfinden. Eine SF-Story auf 140 Zeichen zu komprimieren ist eine Herausforderung. So etwas könnte der SFCD auch einmal machen.


sabato, febbraio 09, 2013


Also ich war der erste vorne links bei unserem abendlichen Dauer-Umtrunk.


Abloesung

SF-Story
 
Fröhlich pfeifend verliess Hauptfeldwebel Müller sein Amtszimmer, lief die Treppe zur Werkstatt hinunter und schob das Stahltor zur Seite, dann stand er im Freien und liess sich von der Morgensonne bescheinen. Instandsetzungskompanie 3/176. Dem Spiess war der Laden ans Herz gewachsen. Jeden Tag stand er vor dem Tor, wenn seine Jungs von der Unterkunft zur Werkstatt marschierten. Er hörte sie singen: “Nach der Heimat geht mein heisses Sehnen, nach der Heimat will ich wieder hin. Und sie scherzten (das letzte Drittel der Kompanie brüllte “wohl unters Hemd “) Liebchen aber weinte…..” Sie würden jetzt an der Artilleriekaserne vorbeimarschieren, an den Soldaten vorbei, die ihre Köpfe durch die Fenster steckten und lachten.
Es dauerte nicht mehr lange und Unteroffizier Weissmüller führte sie in Marschformation um die Ecke.
“Abteilung…. halt!”
“Rechts…um!”
“Kompanie….stillgestanden!” Hacken knallten zusammen. Es klackte ein paar Sekunden zu viel.
Weissmüller grüsste. “Herr Hauptfeld. Kompanie ist zur Befehlsausgabe angetreten.” Müller wandte sich an die Kompanie. “Guten Morgen Soldaten!”
Die brüllten: “Guten Morgen, Herr Hauptfeldwebel webel webel webel!”
Auch das klappt nicht, dachte Müller, aber er wars zufrieden. Schliesslich waren seine Jungs Mechaniker und keine Gardeelite.
“Kompanie….wegtreten!”
Müller blickte auf die Uhr, Hauptmann Maier, der Kompaniechef, hatte ihn in die Offiziersmesse befohlen.
Er riss die Tür auf und blickte verdutzt in den Raum. An der Wand standen zehn chromblitzende Gestalten, bewegungslos. Brigadegeneral Schmidt und Hauptmann Maier kamen auf ihn zu.
“Müller, schön dass Sie da sind, wir möchten Ihnen Ihre neue Kompanie vorstellen.” Hauptmann Maier stellte sich vor die Roboter:
“Kompanie….stillgestanden!” Hacken knallten.
“Guten Morgen Soldaten!”
“Guten Morgen Herr Hauptmann!”
“Soldaten, rührt euch!”
Die Roboter fielen in ihre Passivität zurück.
General Schmidt sah, Hauptfeld Müller wurde blass und Schmidt legte ihm seine Hand auf die Schulter..
“Kommen Sie Müller. Setzen Sie sich erst mal und nehmen Sie einen Schluck.” Schmidt drückte Müller in einen Sessel und ein Glas Cognac in die Hand.
“Also passen Sie auf, Müller. Es sind Roboter vom Typ ST7310, die wir in der Instandhaltung einsetzen wollen, eine Weiterentwicklung des stationären Typs ST6310, der bereits seit mehreren Jahren in der Autoindustrie arbeitet.”
Schmidt erhob sein Glas: “Prost, Müller. Auf einen neuen Abschnitt in der Militärgeschichte. Ihre Soldaten werden die Robo-Kameraden innerhalb eines Jahres einweisen und dann mit einer Bombenabfindung nach Hause geschickt. Was sagen Sie dazu?”
Müller blieb stumm, blickte ausdruckslos auf den General, der versuchte, einen fröhlichen Eindruck zu machen.
“Die neue Kompanie wird in zwei Schichten arbeiten. Die dritte benötigt sie zum Aufladen. Die Station hierfür kommt in die Soldatenunterkunft.”
Hauptmann Maier gesellte sich zu ihnen.
“Müller, wir tauschen nur die einfachen Soldaten aus. Vom Unteroffizier aufwärts bleibt alles beim alten. Wir benötigen sie zur Überwachung, um zu verhindern, dass die Roboter ausser Kontrolle geraten. Übrigens haben sie auch schon bei der Artillerie angefangen umzustellen.”
Die Gedanken wirbelten in Müllers Kopf herum.
“Meine Herren, das geht mir unter die Haut. Ich habe mich so an meine Soldaten gewöhnt, an die Leute mit ihren Eigenheiten und Schwächen. Nun wird alles so perfekt und fehlerfrei. Ich werde keine Leute mehr in den Bau schicken können. Zusammenscheissen macht auch keinen Spass mehr; dafür wird es keinen Grund mehr geben. Wird ein stinklangweiliger Job, nur, ich bin schon zu alt, um mir einen anderen zu suchen.”
General Schmidt deutete auf die Roboter. “Es ist für uns alle eine gewaltige Umstellung. Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass die Armee in ferner Zukunft ohne Menschen auszukommt. Andere Nationen arbeiten ebenfalls daran. Wir können nicht wollen, dass wir als einziges Heer in einem Krieg den Feinden unsere Soldaten als menschliches Kanonenfutter anbieten.
Ein Robo-Soldat wird aktiviert und Ihrer Truppe zugeordnet. Er wird sich dort alles ansehen. Das, was dieser Robo-Soldat hört und sieht, hören und sehen auch alle seiner Kameraden, einer ihrer Vorteile. Dieser Robo-Soldat wird alles tun, was Ihre Soldaten machen. Er wird als Bestandteil der Kompanie mitmarschieren und Fahrzeuge reparieren. Kommen Sie mit, Müller.”
General Schmidt erhob sich und ging auf einen der Roboter zu.
“Max, nehmen Sie Haltung an. Berichten Sie.”
Der Roboter strand stramm. “Herr General, keine besonderen Vorkommnisse.”
“Max, Sie gehen jetzt mit Hauptfeldwebel Müller in die Werkstatt und lassen sich von den dortigen Soldaten einweisen. Sie werden das Gleiche machen wie alle anderen Angehörigen der Truppe, zum Beispiel morgens von der Unterkunft zur Werkstatt und abends wieder zurückmarschieren.”
“Jawohl Herr General.”
“Also Müller, hier haben sie ihn. Sollte irgendetwas aus dem Ruder laufen, Sie wissen, wo Sie mich finden können.”

“Max kommen Sie mit!” Müller sah den Roboter nicht an, als sie gemeinsam zur Werkstatt gingen.
Müller übergab Max einem Werkstattmeister, stieg die Stufen hoch, die zu seinem Büro führten, setzte sich und vergrub das Gesicht in seinen Händen.
Nach ein paar Wochen war es soweit. Sie hatten ein Jahr veranschlagt, doch schon nach einigen Wochen hatten die Roboter alles gelernt, was es zu lernen gab. Die alte Kompanie war nach Hause entlassen worden. Den Abend zuvor hatten sich alle sinnlos betrunken. Alles was an Emotionen hochkommen konnte, war sichtbar geworden. Sie hatten gelacht, geweint, sich umarmt; denn jetzt war alles vorbei, würde der Perfektionismus einziehen, die Schwächen mit den menschlichen Soldaten verschwinden.
Es war morgens und Müller stand vor dem Tor der Werkstatt. Die neue, chromblitzende Kompanie war auf dem Weg von der Unterkunft dorthin und Müller hörte den Gesang:: “Nach der Heimat geht mein heisses Sehnen, nach der Heimat will ich wieder hin. Und sie scherzten (und das letzte Drittel der Kompanie brüllte “Wohl unters Hemd “) Liebchen aber weinte…..”
Unteroffizier Steinmüller blickte automatisch zu den Fenstern der Artilleristen. Die aufgehende Sonne spiegelte sich auf den metallenen Köpfen in den offenen Fenstern. “Ha, ha, ha, ha.”
Nach einer Weile bog er um die Ecke. Vor dem Werkstatttor stand Hauptfeld Müller.
“Abteilung…. halt!”
“Rechts…um!”
“Kompanie….stillgestanden!” Hacken knallten. Es klackte ein paar Sekunden zu viel. Weissmüller grüsste. “Herr Hauptfeld. Kompanie ist zur Befehlsausgabe angetreten.” Müller wandte sich an die Kompanie. “Guten Morgen Soldaten!”
“Guten Morgen, Herr Hauptfeldwebel webel webel webel!”
Und Müller fiel ein Stein vom Herzen.

venerdì, febbraio 08, 2013

Maple Syrup = Ahorn Sirup

Sirup wird bei uns aus Zuckerwasser, Rübensäften gewonnen und in der Lebensmittelindustrie als Süssstoff eingesetzt, während US-Amerikaner ihn auf Pfannkuchen schmieren. Er enthält um die 60 Prozent Zucker und trägt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dazu bei, dass ein beachtlicher Teil der Amerikaner aus den Nähten platzt.

Der Sirup wird März und April, wenn das Eis weggeschmolzen ist, aus Ahornbäumen gezapft. Für 2012 wurden geschätzte 96.1 Millionen Pounds produziert. Pound ist etwas weniger als unser Pfund, es werden wohl um die 45 Millionen Kilo sein mit einem Wert von 270 Millionen Dollar. Um das Zeug besser vermarkten und die Produzenten besser betreuen zu können, wurde eine Genossenschaft gegründet, die Federation of Quebec Maple Syrup Producers. Das ist alles nicht aufregend. Schließlich gibt es Ähnliches überall auf der Welt, mit anderen Produkten. Portugiesische Korkeichen, malaysische Gummibäume, unsere Landwirtschaft etc. etc.

Was aufhorchen lässt ist, dass Genossenschaften dieser Art von bestimmten Gruppen in Kanada als sozialistische Agenturen angesehen werden, die bekämpft werden müssen. So stahl man Sirup im Wert von 18 Millionen Dollars aus einem Lagerhaus der Federation, um ihn auf dem freien Markt zu verkaufen. Die Federation hat sich in den Augen der Rebellen zu einem bürokratischen Monstrum entwickelt. Nun, das denken ja auch viele über die Europäische Union. Die Federation versteht sich als Hüter der Ahornsirupproduktion. Leute, die in die Federation eintreten wollen, um Sirup zu produzieren, warten auf die Allokation von Land auf Jahre hinaus. Wenn sie bereits Land und Ahornbäume gepflanzt haben, dürfen sie die Produktion nicht ohne Genehmigung der Federation initiieren. 1200 Produzenten stehen auf der Warteliste.

Nun, die Genossenschaft will den Preis hochhalten. Verständlich. Das Ganze erinnert mich an Ayn Rands "Atlas shrugged", das ich für den Augenblick zur Seite gelegt habe, da ich erst mal meine periodischen Druckerzeugnisse durchackern muss. Rands Schinken enthält bizarre industrielle Zusammenschlüsse, welche die Protagonisten des Romans zur Weissglut bringen. Doch darüber mehr, wenn ich das Buch durchgelesen habe.

giovedì, febbraio 07, 2013


Jetzt was anderes:
 
 Lt. „Business Week“ ist der Kerl so gemein, hat es aber geschätzt auf 11 Milliarden Dollar gebracht, lol. Lt einer Umfrage steht er einem Unternehmen vor, für das es sich am wenigsten zu arbeiten lohnt. Im Gegensatz zu jedem Management Lehrbuch behandelt er seine Mitarbeiter mies und macht trotzdem Geld. Charlie Ergen, Boss und Mehrheitsaktionär von Dish Network, einem Fernsehprovider mit 14 Millionen Abonnenten. Im Unternehmen hat er eine symbolische Drehtür, durch die seine Manager ins Unternehmen kommen und wieder gehen. Weil er alles selbst bestimmt. Abonnementspreise usw. Ich sage mal. Wenn er den richtigen Riecher hat, warum nicht?

Manager wurden getriezt wie andere Mitarbeiter auch. Eine Abteilungsleiterin verließ das Unternehmen ausgepowert nach 10 Jahren und traf Ergen in einem Restaurant. Der fragte sie, ob sie sich das Gesicht habe liften lassen. Nein, meinte sie, das kommt nur daher, weil ich nicht mehr für dich arbeite, lol.

Es sind Kleinigkeiten, die hier hochgespielt werden. Z.B., wenn sich ein Mitarbeiter verspätet, geht direkt eine Mitteilung an den Abteilungsleiter. Wenn es schneit und friert, wird den Mitarbeitern empfohlen, sich in der Nähe ein Hotelzimmer auf ihre Kosten zu nehmen. Ok. Das ist abartig. Es darf nicht vom Haus aus für die Firma gearbeitet werden. Es gibt keine Unternehmenskreditkarte. Gibt man Trinkgeld über 15 Prozent hinaus, wird die Differenz vom Gehalt abgezogen.

Mobbing ist doch schlimmer. Der Leiter der Organisations-Abteilung, in der ich arbeitete, war so einer. War wohl in den 70ern. Er kreiste um uns herum und lauerte nur darauf, dass jemand etwas verkehrt machte. Sensible Typen konnte er vergraulen. Auf der anderen Seite war der Mann gut. Die Organisations-Abteilung wurde mit der Datenverarbeitung zusammengelegt und für uns gab es satt zu lernen. Ich wurde Programmierer. Der Mann wurde Hauptabteilungsleiter. Ein harter Knochen. Er forderte und förderte in der Art, dass er jedem Kurse anbot. Ich riss mich darum war aber gleichzeitig so aufmüpfig, dass er mich auch am Ar*** hatte und rauszubimsen versuchte. Ich erhöhte meine Drehzahl. Arbeit im Büro hängt ja neben anderen Dingen auch von der Drehzahl ab. Muss ich aufdrehen, kann ich es langsam tuckern lassen? Wie tickt der Mann, der dir den Auftrag gab? Kann man sagen: „Ouuuuu, das wird etwas dauern,“ und dann erklären, warum? Und der Mann nimmt dir das ab? Und dann hast du genügend Spielraum, deine Arbeit ohne Stress zu erledigen? Oder musst du gleich ranklotzen? Wie gesagt: Ich erhöhte meine Drehzahl, besetzte bei Gruppenpräsentationen den Platz am Overhead Projektor und gab ihn für Stunden nicht mehr ab. Der Kerl sollte mir nicht sagen, dass ich mich nicht einsetzte, lol.

Aus dem privaten Bereich sickerte es durch, dass seine Frau betrunken von der Polizei aufgegriffen worden war, weil sie es zu Haus nicht mehr aushielt. Gleichzeitig wurde bekannt, dass der Betriebsrat auf ihn aufmerksam geworden war. Auf der Betriebsversammlung wurden anonyme Briefe an den Betriebsrat vorgelesen. Darunter einer wie „Warum ist Herr XXX noch da?“

XXX war unser Hauptabteilungsleiter. Der war dann plötzlich weg. Es war dem Vorstand zu viel geworden. Ein Klasse-Manager, wäre er kein Mobbing-Freak gewesen.

Wie gesagt, auch Ergan, der in der „Business Week“ beschriebene, ist ein harter Knochen. Das beste ist, mal eine Strecke unter Leuten wie diesem zu arbeiten, um seine eigenen Leistungen zu verbessern und später mit dem erworbenen Können und Wissen zu einem anderen Unternehmen zu gehen, um etwas besser zu sein, als die Kollegen. Reicht doch.