domenica, novembre 26, 2006


Second Life, ein virtuelles Phänomen

Ich las zuerst darüber in der Business Week. Second Life von Linden Labs ist eine Kreuzung von Social Network (wie MySpace), Online Spiel, und Business. So um die 8000 Nutzer hängen zu jeder Zeit bei Second Life im Internet. Über eine Million sind registriert. Sie kaufen, verkaufen, chatten, wandern auf Inseln umher, bauen Häuser, schließen Geschäfte ab, flirten, und machen sicher noch andere Dinge, von denen ich nichts weiß. Es soll eine Frau gegeben haben, die sich im virtuellen Second Life einen Liebhaber angeschafft hat und von ihrem realen Mann scheiden ließ.

Immer mehr Firmen der realen Welt richten sich zusätzlich in Second Life ein. Samuel S. Palmisano, der Boss von IBM tummelt sich dort mit einem von ihm konstruierten Avatar. Seine Leute konstruieren dort eine Umgebung ähnlich der Verbotenen Stadt in China, bauen eine Riesenhalle, in der Palmisano eine Rede vor 8000 Angestellten halten wird, deren Avatare sich in dieser Halle versammeln werden. Es gibt inzwischen über vierzig Grossunternehmen in Second Life, wie Sony, Adidas, Reebok, American Apparel. IBM wird in Second Life um die einhundert Millionen Dollars ausgeben. Ist doch was, nicht? Was versprichts sich IBM davon?Den Verkauf von Software, Servern und Programmen für dreidimensionale Welten.
Die einfache Mitgliedschaft kostet nichts, aber alles darüber hinaus geht dann doch ins Geld. Second Life hat eine eigene Währung, den Linden Dollar, der über den LindeX in USDollar konvertiert wird. 250 Linden Dollar haben in etwa den Wert von einem USD. Und dann gibt es die Hacker, welche die friedliche Idylle aufmischen. – Unter der Überschrift “Aufruhr in der Cyberwelt” brachte der SPIEGEL in der letzten Ausgabe eine Notiz, dass seit einer Woche ein illegales Programm das Geschäft in Second Life durcheinander bringt. Es ermöglicht Spielern, fertige Häuser, Möbel oder Kleider anderer Spieler zu kopieren, ohne dass man für diese Objekte zu bezahlen braucht. Copybot nutzt eine technische Lücke im System aus.

In der letzten Business Week nun gibt es einen Artikel, in dem Unternehmen vorgeschlagen wird, wie sie Second Life nutzen können. Ich will nicht im Einzelnen drauf eingehen, nur so viel. Es gibt Protestmärsche in Second Life, Bomben gehen hoch, Geschäfte von Multinationalen werden zerstört. Alles so wie im wirklichen Leben.
Second Life expandiert ständig. 2003 waren es nur 1500 Mitglieder, jetzt sind es über eine Million. Gemietetes Land wuchs von 7137 acres im Jahr 2005 auf 52463 im Oktober 2006. Inzwischen haben sich über 2000 Leute eine Insel zugelegt, und es gibt über 12000 Unternehmungen, die dort Profit machen. Die meisten sind Familien- oder Einzelbetriebe.Inseln kosten je nach Größe bis zu 5000 US Dollar und 780 US Dollar monatliche Wartung. Dies leisten sich nur Großunternehmen. Während einfache Leute für 5 US Dollar bereits 512 Quadratmeter erwerben können. Es wird über Paypal abgerechnet.

Ich selbst habe nun keine Lust, mich dort länger aufzuhalten. Trotzdem habe ich mich dort registrieren lassen, eines persönlichen Eindruckes. Weit bin ich noch nicht gekommen.

Ich habe mir also die BasicVersion zugelegt. Die kostet nichts. Avatar auswählen. Meiner ist ‘Boy Next door’. Namen zulegen ‘Klaus Thibaud’, Bedingungen akzepieren, die Installation auf den Computer laden und los geht es mit einem Orientierungsspaziergang auf der Insel. Man sieht einige andere Avatars, mit denen man sich unterhalten kann. Nun, man kann einen Papageien zum sprechen bringen, sein Outfit tauschen, fliegen, bis zum Ende des Pfades gehen, um dann in die eigentliche Virtuelle Welt des Second Life einzutauchen. Das behalte ich mir fuer spaeter vor.

sabato, novembre 25, 2006

Was gibt’s Neues in meiner Blogosphäre

Bei einem meiner PCs musste ich die Festplatte formatieren, denn ein paar Driver richteten dort das Chaos an. Es ist der Computer mit Windows 98, Extended Version. Word und IE wurden in nicht kalkulierbaren zeitlichen Abständen blockiert oder zum Absturz gezwungen.

Nur die einzelnen Programme wieder zu installieren war ein Drahtseilakt. Vor allem mit dem ADSL-Programm hatte ich meine Schwierigkeiten und es brauchte fünf Anläufe, bis ich es in einen brauchbaren Zustand überführt hatte. Während der Installation verlangte es auf die Windows-CD zuzugreifen, nur die Plattenluke ließ sich nicht öffnen. Wie sollte ich dann die CD tauschen? – Zum Glück hatte ich vorher die Audioprogramme von Creative installiert, mit deren Hilfe sich die CD-Klappe öffnen ließ. Gewusst wie.

Zur Zeit bin ich dabei, alle Daten aufzuspielen, die ich vorher auf CDs gesichert habe. Darüber hinaus downloadete ich erneut MSN und Mediaplayer. Es fehlen noch die Google Toolbar und dann sicher einige Programme und/oder Daten, von denen ich jetzt noch nicht weiß, dass ich sie zu sichern vergaß.

domenica, novembre 19, 2006

Asimov’s Science Fiction, Oct/Nov 2006

Eine Doppelausgabe von 240 Seiten. Und dann habe ich eine neue Fantasy & Science Fiction durchzulesen. Darüber hinaus wurde ich eingeladen, eine Geschichte für eine Anthologie zu schreiben. Meine Scientific Americans durchzulesen..., ich möchte wissen, wann ich dazu komme. Ich lerne jeden Tag portugiesisch, und moeble meine Spanisch-Kenntnisse wieder auf. Darüber hinaus nehme ich mir jeden Tag Zeit für meine brasilianische Freundin, sammle internationale Midis. Ich bin mehr als ausgelastet. Doch zurück zu Asimov.

In ihrem Vorwort berichtet Sheila Williams von Robert Lesser und seiner erstaunlichen Pulp-Art Sammlung. Das waren Zeiten, als Titelbilder von Amazing Stories Raumfahrer mit kantigen Gesichtszügen, spärlich bekleideten Frauen und bug eyed Monsters zeigten. Solche Pulp-Art zu sammeln, halte ich für ein Vergnügen.

Die beste Geschichte dieser Ausgabe ist eine der nahen Zukunft. ‘Biodad’ von Kit Reed. Nicht sehr lang, aber sie hat es in sich. – Eine Mutter, deren zwei Kinder von einem Samenspender stammen, hat nach jahrelangen Nachforschungen diesen Vater ausfindig gemacht und kommuniziert mit ihm über das Internet. Sie will ihn überraschen. Aufgeregt macht sie sich mit ihren Kindern in einem Camper auf den Weg. Die Kinder teilen die Begeisterung der Mutter nicht und als die Mutter ihren Camper vor dem Haus des Vaters parkt, merken sie, dass er ebenfalls nicht von ihrer Ankunft entzückt ist. Und jetzt wechselt die Perspektive. – Vielleicht, so denkt der Vater, ist es diesmal die Richtige und er zeigt ihr sein Haus, den kleinen Turnsaal, das Spielzimmer, den Unterrichtsraum. Doch als die Mutter hinter dem Haus den Verschlag mit zehn eingepferchten Kindern sieht, zückt sie ihr Handy um die Polizei anzurufen. Das war ihr Fehler. Auch sie war nicht die Richtige denkt der Vater und wirft die Frau zu den anderen in den Brunnenschacht. Danach macht er sich daran die beiden Kinder aus dem Camper zu holen.

venerdì, novembre 17, 2006


In der vorletzten Spiegel-Ausgabe

gab es zeitgleich zu einem Artikel in der Business Week eine Titelgeschichte zur Umwelt. ‘Achtung Weltuntergang’ hieß der übertrieben wirkende Titel und das Titelbild war reisserisch. Schließlich hat die Erde im Laufe ihres Lebens zig Klimaänderungen erfahren und ihr hat es nichts ausgemacht. Und wir müssen damit leben.

Unser Umweltbewusstsein ist jedoch ausgeprägter als noch vor einigen Jahren. Die Industrie springt auf den ‘Rettet die Umwelt-Zug’. Es wird für sie interessant. Profite locken. Und sie bereitet sich auf eine Vorreiter-Rolle vor. Toyota und Honda bei wasserstoffgetriebenen Autos, Solarzellen und Windmühlenproduzenten machen Geschäfte, und für Personen mit dem richtigen Riecher brechen die guten Zeiten herein. So kommt zum Beispiel auf dem Gebiet der Bio-Treibstoffe die Geldmaschine in den richtigen Takt. Die Business-Week beschreibt einen amerikanischen Farmer, der mit anderen in Ethanol- und Biodieselanlagen investiert, die sein Getreide und die Sojabohnen profitbringend in Additive und Diesel umwandeln. Sein Getreide wird er zu besseren Bedingungen los. Die Nachfrage nach Getreide steigt ständig. Und für jemanden mit Geschäftssinn sollte es auch bei uns Möglichkeiten geben auf dem Ökologie-Sektor Geld zu machen.

Biotreibstoff hat Zukunft.

martedì, novembre 14, 2006


RIP Jack Williamson

Er ist gestern gestorben, so las ich es in der UNITA, als ich mich von meiner Fahrradrunde in die Bar verzog. 98 Jahre. Letztes Jahr hatte er das STONEHENGE GATE geschrieben. Bis zum Schluss war er der Science Fiction treu geblieben.

Vor dreißig Jahren hatte ich einen seiner Romane für Wolfgang M. Biehler, den damaligen Herausgeber der Sankt Pauli Nachrichten übersetzt. Biehler war SF-Fan und gab auch Taschenbücher heraus. Was er jetzt macht, oder ob er überhaupt noch lebt, weiß ich nicht.

Wie auch immer. Williamson war einer der wenigen, die eine zünftige Space Opera schreiben konnten. Seine bekannteste war THE LEGION OF SPACE.

lunedì, novembre 13, 2006

Andromeda Nachrichten 212.

Das Fanzine des Science Fiction Club Deutschlands bleibt statisch und lädt zum Gähnen ein. Wie das Bundesgesetzblatt. Ist etwas übertrieben, aber..... . Sparten wie Literatour, Reisswolf, Fantasy, Fanzines, Cinema, Perry Rhodan, Science, Games haben in dem Fanzine ihre Berechtigung, nur fehlt der Witz, das Geistreiche, Intellektuelle, die Herausforderung an den Leser. Hier wird der SF-Fan auf das Level eines Freundes der elektrischen Einsenbahn gestellt und damit wird der SF selbst ein Bärendienst erwiesen. Wie soll ein Freund der elektrischen Eisenbahn je eine gute SF-Story zu Papier bringen können?
Dieses Fanzine dümpelt. Es dümpelt in seichten Gewässern.
Fantasy & Science Fiction, September 2006

Harlan Ellison, Autor aus SF-Urgestein, stellte eine Idee vor, zu der er nie eine Geschichte, wie er meinte, hatte schreiben können. Natürlich Unsinn; denn man bekommt bei gutem Willen zu jeder Idee eine Geschichte hin. – In dieser Ausgabe werden drei vorgestellt, die auf dieser Idee basieren. Was für eine? Ich schreibe es ab. Englisch kann jeder, oder?

‘Lady Luck is wending her way through a gambling venue. Could be a Vegas or Atlantic City casino, a Mississippi riverboat, a 1930s betting parlor, a horsetrack, a cockfight in Havana, a slot machine gallery in a private men’s club in London, a paramutual parlor, or any other locale.

I see her in my mind’s eye view as looking a lot like Milton Caniff’s Dragon Lady. But she can be any age, size, appearance, upholstered female one chooses. I see her svelte and slinky: Rita Hayworth singing “Put the Blame on Mame,” Lena Horne on Catfish Row, Veronica from the Archie comics, Marta Toren in “Paris Express.” Others may see her as nine year old with a teddy bear, eighty years old with a walker, obese in a homestead sackdress pulling a slot handle, or just average looking, a pleasant seeming Everywoman.

She is wending, touching one guy, then another, letting the men win a hand or a roll or a spin. Nothing much. She’s doing her job.

But then, a guy comes in, sees her, and is “struck by the hammer.” A la The Godfather. He is smitten beyond measure. Smit – TEN. Smited, smote, smoot, knocked on his ass with True Love. He follows her around. He can see her.

The only problem is, he won’t leave her alone. He dogs her, sycophantic and smooten. She cannot get rid of the guy. – And the other, uh small complication is: This guy is the biggest loser who ever walked the Earth.”

Das war’s. Nichts Weltbewegendes und es kamen ein paar Geschichten zu diesem Thema, die ebenfalls nichts Aufregendes an sich hatten. – Nun zu anderen Beiträgen.

Eine Frau mit dem Namen Julie Philipps grub einen Briefwechsel zwischen Ursula K. Le Guin und James Tiptree Jr. aus. Wer SF liest, kennt Ursula K. Le Guin. Wer sie nicht kennt, sollte googeln. James Tiptree zu kennen ist schwieriger, denn sie ist tot. Ja, eine Frau mit dem Namen Alice B. Sheldon. Sie war SF-Autorin und arbeitete für die CIA. Am Ende brachte sie ihren Mann und sich selbst um. Sie konnte ihn im hohen Alter nicht leiden sehen. Mehr ist auch hier über Google erreichbar. Ein Schriftwechsel dieser Art wird nur 100%ige Sfler interessieren. Ich bin 50%iger.

‘Perfekt Stranger’ von Amy Sterling Casil ist eine Geschichte, die Unbehagen erzeugt. Es geht um eine Familie in der nahen Zukunft. – Der Vater erzählt, doch geht es um seinen Sohn Denny. Die beiden leben mit der Mutter Carolyn in einem Haus, dass sich um das Wohlergehen der Familie bemüht. Es unterhält sich mit dem Vater, legt bei Bedarf Handtücher bereit, stellt die Zimmertemperatur ein. Mach also Dinge, die ein Haus tun sollte, wenn es technisch auf der Höhe ist. – Denny besaß einen Herzdefekt, der im Mutterleib genetisch behoben wurde. So kam er gesund zur Welt, fing mit drei Jahren an zu lesen, doch fiel er später in der Schule bei Mathematik zurück. Ein Anlaß, dass Carolyn einen Arzt beauftragte, durch eine weitere Gentherapie Dennys Brain Power zu erhöhen. Unter Unbehagen gab der Vater seine Zustimmung. Danach interessierte sich Denny nur noch für Mathematik. Das schloss Sport und Bewegung aus. Denny wurde dick. Und so kam es, dass Denny einer weiteren Gentherapie unterzogen wurde mit dem Ziel, sein Gewicht zu verringern. – Die Beharrlichkeit der Mutter machte den Vater unbehaglich, der feststelle, dies war nicht mehr sein Sohn und sich die ganze Zeit fragte: Von wem hat Denny diese blauen Augen?

sabato, novembre 04, 2006

‘Der Klassenmampf’,

unter diesem Titel brachte der letzte Spiegel einen Artikel, in dem er meint ‘die oben essen immer besser und teurer. Die unten essen immer schlechter und billiger.’ Da gibt es Sternenköche, Supermarkt-, Wochenmarktkunden, Junkfoodesser. Ist das alles einen Artikel wert? Ich verstehe nicht, warum man sich nicht einfach und gesund ernähren sollte. Warum muss man ein Restaurant aufsuchen? Halte ich für Unsinn. Gemüse gibt es an jedem Stand, Salat ebenfalls. Als ob der Mensch nicht imstande sei, zu Hause was Vernünftiges auf den Tisch zu bringen. Der Unterschied zwischen Ober- und Unterschicht besteht, aber was soll’s? Wenn Leute bereit sind, ihre Zeit in Restaurants zu vertrödeln und dafür noch Geld ausgeben. Ich habe Besseres zu tun.