lunedì, ottobre 30, 2006

Phantastisch 4/2006

Neues aus anderen Welten. Intelligent gemacht. Das vierteljährlich erscheinende Magazin ist ein Genuss. Die Beiträge sind Spitze, und 4.50 € pro Ausgabe gut angelegt.

‘It’s alive’ – Ein Streifzug durch Bilder in der angloamerikanischen Phantastik’ von Rainer Zuch konzentriert sich auf einige Geschichten, in denen Bilder eine Rolle spielen. Poe: das Bild als Vampir (The one Portrait), Wilde: Das Bild als Ich (The Picture of Dorian Gray), James: Das Bild als Erinnerung (The Mezzotint), Blackwood: Das Bild als Tor und Bannraum (The Man who was Milligan), Lovecraft: Das Bild als Realität (Pickman’s Model), Ligotte: Die Realität als Bild der Realität (The strange Design of Master Riguolo), Barker: Das Bild als Welt (Weave World). – Die Macht der Bilder, ihr Einfluss auf den Ausgang der Stories. Interessant zu sehen, wie Autoren dies beschrieben haben.

Unterhaltsam die ganze Ausgabe. Andere Beiträge. Horst Illmer:Update – Nachrichten & Neuerscheinungen; Andreas Eschbach: Das Arbeitszimmer des Schriftstellers (Werkstattnotizen – Teil 9);Nicole Rensmann interviewt Marianne Eschbach; Olaf Funke: Barbaren im Weltall (Cartoon); Carsten Kuhr interviewt Jonathan Stroud; Ulrich Blode: Algernon, Charlie und Daniel Keyes; Nick Mamatas: Reise zwischen Himmelskörpern (Story); Achim Schnurrer: Gustav Mayrink (Klassiker der phantastischen Literatur); Bartholomäus Figalkowski: Kein Kind ist illegal – Margaret Haddix (Schattenkinder-Reihe); Thomas Harbach interviewet Catherine Asaro; Jakob Schmidt: Abfallprodukt (Story); Ulrich Blode interviewet Hannes Riffel; Thomas Harbach: Trash & Treasury (Kolumne); Götz Roderer: König Laurins Gedanken (Wissenschaft).

domenica, ottobre 29, 2006

Vector, the critical Journal of the British Science Fiction Association, July/August 2006

Widmet sich dem Arthur C. Clarke Award, einem Preis für den besten in Großbritannien veröffentlichten SF-Roman. Interessant ist, dass in keinem der Artikel die Höhe des Preisgeldes erwähnt wurde. Nun, der Betrag gleicht dem Jahr, in dem der Preis vergeben wird. Diesmal ₤ 2006.

Der Preis ist zwanzig Jahre alt und wird jedes Jahr vergeben. Er ist zugleich Empfehlung, sich ein Buch oder mehrere der nachstehend aufgezählten zuzulegen:

1987: The Handmaid’s Tale – Margaret Atwood; 1988: The Sea and Summer – George Turner;1989: Unquenchable Fire – Rachel Pollack; 1990: The Child Garden – Geoff Ryman;1991: Take Back Plenty – Colin Greenland; 1992: Synners – Pat Cadigan;1993: Body of Glass – Marge Piercy; 1994: Vurt – Jeff Noon;1995: Fools – Pat Cadigan; 1996: Fairyland – Paul J. McAuley;1997: The Calcutta Chromosome; 1998: The Sparrow – Mary Doria Russell;1999: Dreaming in Smoke – Tricia Sullivan; 2000: Distraction – Bruce Sterling;2001: Perdido Street Station – China Mieville; 2002: Bold as Love – Gwyneth Jones;2003: The Separation – Christopher Priest; 2004: Quicksilver – Neal Stephenson;2005: Iron Council – China Mieville; 2006: Air – Geoff Ryman.

Von den in Vector besprochenen Büchern wurden die folgenden als besonders lesenswert empfohlen:Daniel Abraham: A Shadow in Summer; Kevin Brockmeier: The brief History of the Dead;Conor Corderoy: Dark Rain; James Morrow: The last Which Finder; Robert Charles Wilson: Spin.
Matrix, The News Magazine of the British Science Fiction Association, Aug/Sept. 2006

Hier geht es um geplante SF-Filme und über SF-Filme, die in Kinos laufen wie ‘A Scanner Darkly’, ‘A Lady in the Water’, ‘Superman returns’, ‘District B13’, ‘Click’, ‘My Super Ex-Girlfriend’, ‘Renaissanace’, ‘Cars’, ‘Monster House’.
Dann gibt es Fernsehen satt. Mich lässt es kalt. Das italienische sieht anders aus: gewagte Ausschnitte, Botox aufgeblasene Lippen und Politclowns.

Von SF-Fans produzierte Filme werden kritisiert, über vermarktete Dr. Who Puppen geschrieben. Wer kennt die Daleks? Ich, vermutlich als einer der wenigen, die Dr. Who im 3. Programm des NDR gesehen hatten. Vor mehr als dreißig Jahren, als alte Schwarz-Weiß Horror und SF-Filme unter dem Titel ‘Mumien, Monster, Mutationen’ liefen. B-Movies von Roger Corman zum Beispiel. Herrlich.

Tom Hunter inverviewt Christopher Campbell, der eine Reihe von Ölgemälden mit Themen von John Wyndhams SF-Roman ‘Day of the Triffids’, geschaffen hat.

Es taucht ein Artikel über Charles Fort auf. Über Fort hatte ich bereits in ‘Phantastisch’ gelesen. Charles Fort (1874 – 1932) befasste sich mit dem Studium anomaler Vorgänge. In heutiger Zeit würde er sich für die Kreise in Kornfeldern zuständig erklärt haben. 1973 wurde die ‘Fortean Times’ ins Leben gerufen, eine Zeitschrift, die sich mit seltsamen und obskuren Vorgängen beschäftigt. Leute, die an das Zeug glauben, gibt es zu Genüge.
Zum Schluss schreibt Andy Sawyer von der Science Fiction Foundation über den 1920 veröffentlichten Roman ‘A Voyage to Arcturus’. Das war’s. Zweifellos für Engländer interessanter, doch auch für uns aus dem europäisch fremdspachigen Raum fällt das eine oder andere ab.
‘Glücklicher ohne Gott’

Mit diesem Artikel bringt der SPIEGEL einen Beitrag über den Vorzeige-Atheisten Richard Dawkins, einem Zoologen der Oxford-University, der in einem Gotteshaus in Cambridge nichts Gutes über den Gott aus dem Alten Testament zu sagen hatte. Und er ist nicht allein. Bei vielen Wissenschaftlern herrscht die Meinung vor, dass Weltreligionen nicht zu vereinbaren seien. Dies sei das Übel an sich, schürt Konflikte, führt zu Kriegen und lässt folgern, dass alle Religionen und der in ihnen dargestellte Gott Hirngespinste sind. So meine ich auch, da alle Religionen hausgemacht sind, kann ihr Inhalt schon aus diesem Grunde nicht der Wahrheit entsprechen. Was soll das also alles?

Von meiner brasilianischen Namorada habe ich mich getrennt und schon liegt sie mit Bluthochdruck im Krankenhaus. Die Ärzte haben sie in Schlaf versetzt und versuchen den Blutdruck zu normalisieren.
Ich schrieb ihr, ich habe keine Zeit mehr für Liebe im Internet (ist ohnehin lächerlich), bedankte mich für die schönen Stunden und bot ihr meine Freundschaft an. Das löste einen Wutanfall und ihren Aufenthalt im Krankenhaus aus. Hoffentlich geht es ihr bald besser und hoffentlich versucht sie mir nicht wieder auf die Pelle zu rücken. Vorsichtshalber habe ich ihre e-mails und das MSN blockiert. Das gibt mir wieder mehr Zeit, um Geschichten zu schreiben.

Und damit komme ich zu einem weiteren SPIEGEL-Artikel, ‘Club Methusalem’, der Romane über das Thema ‘älter werden’ behandelt. Bücher von Philip Roth, Helmut Kasarek und anderen. Romanfiguren, alt oder älter als ich. Es geht um alte Männer, jüngere Frauen und den Wunsch alter Männer, es jungen gleich zu tun. Im Grunde pathetisch, und warum ich mich darauf eingelassen hatte, als Mann mit 67 Jahren mit einer 47-jährigen Brasilianerin im Internet herumzubalzen, kann ich nur auf meine Neugier zurückführen, die sehen wollte, wie so etwas funktioniert. Ich weiß es jetzt und damit ist es gut, für meine Namorada war es schlecht. Sie liegt mit gebrochenem Herzen im Krankenhaus. Dass ihre Freundinnen der Chaträume nicht gut auf mich zu sprechen sein werden und eine Treibjagd auf mich veranstalten werden, davor kann mich auch mein guter Ruf als Discjockey nicht schützen. Ich geht auf Tauchstation. Nach meiner Abschieds E-mail hatte ich mir eine zusätzliche Blutdruckpille reingepfeffert. Damit geht es mir gut. Das hätte meine Ex auch machen sollen.

giovedì, ottobre 26, 2006


Asimov’s Science Fiction, Dec 2006

Das Vorwort ‘How my heart breaks when I hear that song’ und Robert Silverbergs Artikel ‘Flashing before my Eyes’ überschlage ich. Sie sind für hundertprozentige Sfler. Nur so viel sei gesagt: Sheila Williams Editorial befasst sich mit dem Urheberrecht der Gegenwart und Zukunft, während Robert Silverberg das Buch ‘Transformations: The Story of the Science Fiction Magazines from 1950 to 1970’ bespricht. Silverberg erinnert sich an die goldenen SF-Jahre der 60er, in denen Autoren wie Alfred Bester, Eric Frank Russell, Robert Sheckley, Theodore Sturgeon auftauchten und in Astounding, Amazing Stories, F & SF und Galaxy zu lesen waren. Kann ich nachvollziehen, hatte ich mir die Magazine doch am Bahnhofsstand besorgt. Zu der Zeit war ich Lehrling bei Stilke, der Firma, die Bahnhofsbuchhandlungen betreibt und ich bekam dreißig Prozent Rabatt auf jedes Taschenbuch.

Was die Geschichten dieser Ausgabe angeht, finde ich Christopher Priests ‘A Dying Fall’ und Michael Swanwicks ‘Lord Weary’s Empire’ erwähnenswert.

In der ersten Geschichte fällt ein Mann vor die U-Bahn und bevor der Zug über ihn hinweg rollt, wird sein Bewusstsein von Erinnerungen überflutet, von Bildern seines Fallschirmspringerlehrgangs in Belgien, den er viele Jahre zuvor absolviert hatte. Im Grunde trivial. Der Protag denkt daran, wie er sich auf dem Boden abrollt, führt das Manöver auf den Gleisen durch und kommt mit dem Leben davon. Doch wie Priest es beschreibt, ist meisterhaft.

In der zweiten Geschichte geht es um den Turm von Babel, durch dessen Eingeweide Züge fahren und in dem sich ein Heer von Verzweifelten versammelt hat, das sich gegen die Menschen von Außen zu Wehr setzt.
Heute las ich im neuen Spiegel einen Bericht über die sogenannte Unterschicht, Leute die keine Arbeit haben und sich notgedrungen mit Transferzahlungen des Staates über Wasser halten. Die Automatisierung geht weiter. Wird das soziale Netz halten? Wenn Globalisierung und Automatisierungen immer weitere Opfer erzeugen, wenn Arbeit nur noch auf wenige Köpfe verteilt wird, wird es zu spät sein. Man sollte schon jetzt gesellschaftliche Veränderungen ins Auge fassen, die in die Richtung gehen, jedem Menschen zu einer Beschäftigung zu verhelfen. Der Kapitalismus ist dafür nicht geeignet. Also muss der Staat her. SF-Stories sollten diese Zukunft beschreiben.

venerdì, ottobre 20, 2006

Asimov’s, September 2006

Es hat länger gedauert Asimov’s durchzulesen. Liegt wohl daran, dass mein Liegestuhl schon an der Wand der Garage lehnt.

Sheila Williams Editorial befasst sich mit den ‘2006 Asimov’s Readers Awards’. Es gibt immer Preise für irgend eine Geschichte. Hat ja auch sein Gutes, hilft, dass die Leute bessere Geschichten abliefern. Eine davon ist John Kessel’s ‘Sunlight or Rock’, eine im Grunde banale Handlung. Erno, der in einer schäbigen Ein-Zimmer Wohnung lebt, für die er gerade mal die Miete aufbringt, trifft im Flur auf seinen Nachbarn Alois, der sein ganzes Geld in eine künstliche Hand investiert hat. Alois zeigt Erno Funktionen dieser Hand, die aufzuzählen eine Seite füllen würde. Kurz und gut. Erno verzockt seine Ersparnisse bei Pferderennen, wird aus seiner Wohnung geworfen, findet Alois tot herum liegen, nimmt ihm die Hand ab und macht sich damit aus dem Staub. – Was ich an dieser Story gut fand war heraus zu finden, dass man mit banalen Ereignissen eine lesenswerte Story erzeugen kann, wenn die Handlung in eine futuristische Umgebung eingebettet ist.

venerdì, ottobre 13, 2006

Analog, Science Fiction and Fact, Oct 2006

Unter ‘Needle with a Nametag’ bezieht sich Stanley Schmidt in seinem Editorial auf den Ausdruck ‘like a needle in a haystack’ und auf RFIDS (Radio Frequency ID Tags). Chips, die von der Idee her den Bar-Code der Produkte in den Supermärkten ersetzen sollen. Während man mit der Supermarktkarre an der Kasse vorbei rauscht, werden RFIDs gelesen, Beträge summiert. So weit so gut. Nur was ist, wenn dein Ausweis, deine Unterwäsche so ein Ding enthalten und am Ende du. Den gläsernen Menschen gibt es noch nicht, jedoch wirst du immer transparenter.

Da ich die November-Ausgabe schon gelesen habe, überschlug ich den ersten Teil von Rollback, Robert Sawyers mehrteiliger Story. Den zweiten besprach ich vor gut einer Woche. – Die anderen Geschichten dieser Ausgabe hauen mich nicht vom Hocker. Eine Besprechung erspare ich mir.

Einer der Wissenschaftsbeiträge, der von Richard A. Lovett, beschäftigt sich mit Erdbeben in der Region von Sumatra, erklärt die neuesten Forschungsmethoden und Instrumente, mit denen Erdbeben gemessen werden.
Die Kolumne ‘The Alternate View’ enthält John G. Cramers ‘Back in Time trough other Dimensions’. Es geht um die Möglichkeit, ein Signal zu empfangen bevor es abgeschickt wurde. Dem stehen in unserem Universum die Gesetze der Physik im Weg. Doch die String-Theorie zeigt Möglichkeiten auf. Außer Gravitonen gibt es Neutrinos: e, mu und tau und vermutlich sterile Neutrinos, nach deren Existenz gesucht wird. Theoretisch besitzen diese die Eigenschaft, unser Universum zu verlassen und vor dem Zeitpunkt einzutreten, zu dem sie emittiert wurden. - Nun gut, sage ich. Das deckt sich mit dem Verständnis der Zeit, dass diese eine Dimensionskonstante ist. In anderen Worten, sie wird nur von unserem Gehirn in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eingeteilt. Diese gibt es in Wirklichkeit gar nicht.

lunedì, ottobre 09, 2006

Phantastisch, neues aus anderen Welten, 3/2006

Allein Horst Illmers Nachrichten sind es wert, die Zeitschrift zu lesen. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass Doris Lessing auch SF-Romane schreibt. Jetzt hat sie wieder einen heraus gebracht, die Fortsetzung zu ‘Mara und Dann’, der 2001 heraus kam. – Außer Nachrichten über Bücher und deren Autoren, werden Hörbücher, neue Lekundärliteratur und ‘Science Fiction & Fantasy in den Medien’ angesprochen.

Unter ‘Wer ist eigentlich José Saramago?’ wird der Werdegang des portugiesischen Nobelpreisträgers besprochen. Saramago wird in ´Phantastisch´erwähnt, weil er mit seinem Buch ‘Ensaio sobre a cegueira’ (die Stadt der Blinden) einen phantastischen Roman geschrieben hat, in dem Stil der Kurzgeschichten Borges. – Ich hatte schon von José Saramago gehört, in meinem Italienisch Unterricht, in dem sich meine Lehrerin und ein brasilianischer Schüler über ihn und seine Bücher unterhielten. – Wenn ich meinen Portugiesichkurs von Langenscheidt beendet habe, werde ich für eine Woche nach Lissabon fliegen und mir ‘die Stadt der Blinden’ auf portugiesisch besorgen.

Wie immer gibt es in ‘Phantastisch’ eine Reihe Buchbesprechungen, die Fortsetzung der ‘Werkstattnotizen’ Andreas Eschbachs. Lou Valero und Thomas Harbach interviewen Dan Brown. – Olaf Funke bringt einen Beitrag über das Comic mit Courtney Crumrin. – Es gibt einen Artikel von Max Pechmann über die Charakteristik des modernen japanischen Horrorfilms. – Von Christian Stiegler lesen wir etwas zu phantastischen Formen deutscher Literatur. -Thaddaios Apostolos Alexander schreibt über den Mars, die Menschen und die Marsianer. – Zum Schluss lässt uns Götz Roderer Vernor Vinges Gedankengängen über den countdown zur Singularität verfolgen. Wer mehr über die Singularität erfahren möchte, sollte Vinge, Charles Stross, Hans Moravec und Ray Kurzweil lesen. Googeln hilft ebenfalls weiter. – Singularität ist im Grunde das Ziel, zu dem die Menschheit transzendiert, wenn sie ihr Wissen ständig erweitert und sich nicht vorher umbringt.

venerdì, ottobre 06, 2006

Interzone 206, Britain’s longest running Science Fiction Magazine

hat seinem Redaktionsteam zwei Leute hinzugefuegt, darunter Liz Williams, die schon einige SF-Romane veröffentlicht hat. Ich nehme an, dass sie gefragt worden ist, eingereichte Manuskripte zu beurteilen.
David Kessler erzählt im Beitrag ‘Life under Latex’, wie er im Film ‘American Werewolf’ den Werewolf spielte und welchen Zwängen er sich auszusetzen hatte. Eingezwängt in Latex (grins). Fotos zeigen, der Bursche sah zum fürchten aus.

Von den Geschichten war Chris Beckets ‘Karel’s Prayer’ ein Hammer. Es geht um Karel Slade, der in seinem Hotelzimmer aufwacht und sich wundert, warum sein Wecker nicht funktionierte. Dann findet er das Badezimmer verschlossen und hört das Telefon läuten. Er wird auf den Korridor gebeten. Nur den gibt es nicht. Er sieht einen Raum mit drei Sesseln und zwei Männern. Slade wird in den mittleren Sessel gedrückt, Schellen schliessen sich um Hand- und Fußgelenke. – Die beiden Männer sind Agenten der Regierung und verhören Slade, nicht als Direktor der Christians for Human Integrity, sondern als Mitglied der Soldiers of the Holy Ghost, einer Terroristenorganisation die sich einen Namen machte, in dem sie Genlabors zerstörte. – Mit Good Cop - Bad Cop Methoden versuchen die Männer aus Slade Namen und Adressen der Rädelsführer heraus zu bekommen. Slade betet zu Gott, er möge ihm beistehen als ihm Folterung angedroht wird und er weigert sich standhaft die Fragen zu beantworten, bis er von den beiden Agenten in Labor mit Reproduktionswannen geführt wird, in denen unentwickelte Clone auf ihre Fertigstellung warten. “Sie sind einer von ihnen”, sagt ein Agent zu Slade. “Das Original sitzt mit seiner Frau im Restaurant.” Der Agent schaltet Mikrofon und Kamera ein und Slade sieht und hört sich. Die Agenten fahren schwerere Geschütze auf. Als Kopie habe er ohnehin eine geringe Lebenserwartung. Slade wurde bedeutet, er könne sich eine Tortur ersparen, wenn er auspacke. Slade macht es. Er nennt Namen. Dann erfährt Slade, er habe nicht die ganze Wahrheit erfahren. In Wirklichkeit sei er das Original und sein Doppelgänger im Restaurant die Kopie. Der würde ohnehin in ein paar Wochen an Herzversagen sterben. Dann richtete einer der Agenten seine Pistole auf Slade und schoss.
Die Story fand ich deshalb gut, weil man nicht wusste, was nun der Wahrheit entsprach, und wie sich die Geschichte entwickeln würde. Sie blieb spannend bis zum letzten Buchstaben.

Es gibt Film- und Buchbesprechungen. Die Bücher zu nennen, spare ich mir. Die Filme sind: Superman Returns, My Super Ex-Girlfriend, The Lake Home, Pirates of the Caribbeans, Dead Man’s Ghost, Cars, Angel-A, District 13.

mercoledì, ottobre 04, 2006

Der neue Fandom-Observer ist erschienen.

Für deutschsprachige SF-Fans das On-line Nachrichtenfanzine. Fangen wir oben an. Vorwort, eine Würdigung Heinz Jürgen Galles zum 70. Geburtstag. Der Mann hat sich fast sein ganzes Leben hindurch mit SF beschäftigt, Lexika, Fachartikel, Bücher verfasst und ist noch immer an Wirken.
Besprechungen von neu erschienenen SF- und Phantastik-Magazinen, Fanzines, Büchern sowie von Hörspielen. Es gibt einen Bericht vom ElsterCon in Leipzig, Biographien der anwesenden Autoren.

martedì, ottobre 03, 2006

Vector, the critical Journal of the British Science Fiction Association.

Enthält Beiträge über ausländische SF. Zum einen wird südafrikanische Science Fiction besprochen, dann interviewt SF-Autor Ian Watson den argentinischen Übersetzer Marcial Souto. Dan Hartland bespricht SF-Kurzgeschichten von Zoran Zivkowic. Den kenne wir aus meiner Besprechung von ‘Phantastisch’.Der Mann ist populär geworden. – Michael Froggatt berichtet über das goldene Zeitalter der Soviet SF in den 60er Jahren. SF wurde von der russischen Regierung gefördert, da sie mit der Fortschrittsideologie des Kommunismus verknüpft werden konnte. Das Gleiche gab es auch bei den Nazis. Ich erinnere mich an Hans Dominiks ‘Wettflug der Nationen’. Die schnellsten und zuverlässigsten Flugzeuge besaßen die Deutschen. So stand es in seinem Roman. Sie machten 1000 km/h. Dominiks Bücher wurden ‘Zukunftsromane’ genannt, heute wäre es SF.
Aus welchem Grunde auch immer, derart positiv eingestellte Romane gibt es in Deutschland nicht mehr. Liegt wohl daran, dass wir kein totalitäres Regime haben. Jetzt würde etwas über einen Transrapid darin enthalten sein, der mit Schmackes gegen die Wand fährt.

Es folgen Buchbesprechungen. Empfohlene Bücher sind: Andreas Eschbach, (unser Eschbach): The Carpetmaker, Michel Houellebecq: The possibility of an Island, Margo Lanagan: Black Juice, John Sladek: Keep the Giraffe burning. Vom gleichen Autoren: Alien Accounts, The Lunatics of Terra und The Steam-driven Boy and other Strangers.

domenica, ottobre 01, 2006

Matrix, The news magazine of the British Science Fiction Association, June/July 2006

Ist eben typisch britisch. Man sieht auf ein Foto mit Juliet E. McKenna und ihrem Glas Guinness, die positiv über britische SF zu berichten weiß ‘Reasons to be cheerful’.

In Science News gibt es eine Notiz über Boston Dynamics ‘Big Dog’, einen vierbeinigen Roboter, der dort Lasten zu transportieren in der Lage ist, wo kein Fahrzeug hin kommt. Er ist dafür vorgesehen, Ausrüstung von Soldaten zu transportieren.

Bei Tom Hunter geht es wieder einmal um die von den Engländern geliebte Nabelschau. Was ist SF? Ist sie wirklich so isoliert, wie man vorgibt? Was kann uns zeitgenössische Kunst in dieser Hinsicht raten?
Andy Sawyer, Ihr wisst schon, der von der Science Fiction Foundation Collection, hat alte SF-Abenteuergeschichten von ‘Eagle’ ausgegraben, von denen ich noch nie etwas gehört habe.
Unter dem Titel ‘Science Fiction must die’ geht es bei Sean Timarco Baggaley um eine weitere Nabelbetrachtung. Der Beitrag enthält ein Foto mit Anne McCaffrey und Isaac Asimov auf einem Con 1969.
Es folgt ein Interview mit Geoff Ryman, dann der Beitrag David Murphys, der mit ‘Confession of a self distributor’ Tipps und Hinweise gibt, wie man sein im Eigenverlag veröffentlichtes Buch vermarkten kann.
Stephen Baxter behandelt das alte Thema ‘Are we really alone?’ Mit anderen Worten: ‘Gibt es nur uns Menschen im Kosmos?’ Baxter stellt Meinungen und Theorien vor. Meine eigene Antwort ist: JA. Beweise mir doch einer das Gegenteil.

Martin McGrath und Claire Weaver bringen Filmneuigkeiten und stellen Filme vor wie: Ultraviolet, Slither, Alien Autopsy, Scary Movie 4, Silent Hill, V for Vendetta, Tristan + Isolde, The Thief Lord, Wolves in the Walls.
Phantastisch! Neues aus anderen Welten.

Dieses Magazin ist noch vom 2. Quartal, als der Tod Robert Sheckleys aktuell war. In meiner Jugend hatte ich ihn gern gelesen. Seine Geschichten voller Spannung, Exotik und mit Humor angefüllt. Er verstand es, fremde, in seinem Kopf entstandene Welten dem Leser nahe zu bringen.

Phantastisch bringt Interviews mit Thomas Finn, Matt Ruff, Marcel Feige und Zoran Zivkovic. Andreas Eschbach warnt in seiner Kolumne ‘Werkstattnotizen’ vor akuter Dramaturgitis. Man sollte Schreiblehrbücher nicht zu wörtlich nehmen. Er hat wohl Recht. Bücher dieser Art enthalten eine Unzahl nützlicher Hinweise, nur, was nützt das alles, wenn man kein Talent hat und die Ratschläge buchstäblich befolgt. Es wird ein Fiasko. Eschbach meint “Mit Büchern über das Handwerk des Schreibens ist es, kurz gesagt, wie mit Büchern über Sex: Natürlich kann man etwas lernen, und wenn man überhaupt niemanden hat, der einem die Grundlagen erklärt, ist so ein Buch besser als nichts. Aber – großes ABER – man wird kein um so besserer Liebhaber, je mehr man davon liest.”

Horst Illmer besuchte das Semester ‘Science Fiction: Theory, Film and Writing’ der Universität Würzburg und berichtet.

Achim Schnurrer beschreibt in einem zweiten Teil Leben und Wirken von Leo Perutz in der Rubrik ‘Meister der phantastischen Literatur’. Es gab doch mehr von diesen Autoren, als ich annahm. Phantastische Literatur hat nichts mit Fantasy zu tun.

Was Fantasy angeht, dafür gibt es den Wolfgang Hohlbein Preis, der mit 10000 Euro dotiert vom Überreuter Verlag ausgeschrieben wird. Im letzten Jahr wurden über 800 Manuskripte eingereicht. Kann man das Lesen dieser Texte mit Masochismos gleichsetzen? Ich wenigstens hatte meine Schwierigkeiten, monatlich 30 Kurzgeschichten bei Schreib-Lust zu lesen und zu bewerten.

In der Kolumne ‘Trash & Treasury’ behandelt Thomas Harbach Bücher des serbischen Autoren Zoran Zivkovic. Ich hatte einige seiner Stories in ‘Interzone’ gelesen.
Social Networking für Pre-Teens.

Das gibt es also auch. Ein Orkut oder MySpace für 8-12 jährige, wo diese Webpages entwerfen und mit Gleichaltrigen kommunizieren können.

Hier einige Adressen: www.clubpenguin.com www.imbee.com www.neopets.com
www.whyville.net www.tweenland.com

Quelle: Business Week
Interzone 204, Britain’s longest running Science Fiction Magazine

Wie schon früher geschrieben, die Aufmachung ist gelungen, Farbillustrationen, Hochglanzpapier und einige gute Geschichten. Einige bewegen sich an den Rändern des SF-Mainstreams. Gut, es gibt mit Interzone ein Magazin, das diese Ränder besetzt. Als Leser muss ich in Kauf nehmen, dass Geschichten dieser Art für den Durchschnittsleser nicht leicht zu verstehen sind. ‘The Rising Tide’ von C.A.L. ist ein Beispiel. Die Geschichte aufzudröseln ist nicht einfach:

Raleigh Marsonnet, freier Bürger der United Starion Republic entfernt sich vom Silver Tower, in dem eine Business-Konferenz abgehalten wird. Die Elite der Reichen wird von einigen geachtet, von anderen gehasst. Marsonett bekommt dies in einem Laden zu spüren, in dem er einen Schleier Jenna duGeddons kaufen will. Marsonnet ist über Biomines informiert, die sich in der Atmosphäre von Geddes, der Welt Jennas, replizieren und Flüge von und auf diese Welt verhindern sollen. Geddes wird als Planet der Barbaren und als Keimzelle von Revolutionären angesehen. Marsonnet muss mit ansehen, wie der Silver Tower in die Luft fliegt. Er bekommt mit, dass das Raumschiff mit dem Code der Biomines verschwunden ist. Wie sich herausstellt, hat Marsonnet die Biomines entwickelt, darüber hinaus die Encapsulation, ein organisches Erzeugnis, das Erinnerungen über Jahrhunderte hinweg erhält. Geddes, von einem schwarzen Meer beherrschte Welt. Vincent McCullough, der den Biomine Code stahl, soll sich auf diesem Planeten aufhalten. Marsonnet fliegt mit einigen Agenten dort hin. Er triff auf Jenna. Inzwischen kommt die Flut, das Wasser umhüllt ihren Körper und es wird offenbar, das schwarze Meer lebt. Marsonnet hatte sich seiner bedient, um die Encapsulation, den Erhalt von Erinnerungen, zu entwickeln. McCullough, Jennas Lover, führt Marsonnet in Jennas Studio. Dort hängt ihr Kunstwerk, eine Leinwand, in das hunderte schreiender Gesichter eingewoben sind, von Menschen, die ihr das schwarze Meer zugeführt hatte, deren Erinnerungen auf der Leinwand weiter leben und vergeblich auf ihre Befreiung warten.
Die Story endet damit, dass Marsonnet erschossen wird, ins Meer fällt und in Jennas Gemälde landet, aus dem er wie alle anderen dort Eingeschlossenen nie mehr herauskommen wird.
SF triff auf Horror.