martedì, aprile 30, 2013



Asimov´s Science Fiction, June 2013

„Precious Mental“. Robert Reed ist der Dr. Mabuse der SF. Er schreibt und schreibt und schreibt. Zuerst las ich ihn in „Fantasy & SF“. Jetzt lese ich ihn auch in „Asimov´s“. Wer weiß, wo er sonst noch auftaucht. Auf der anderen Seite: Je mehr man schreibt, desto besser wird man ja. Wenigstens was Romane und Geschichten betrifft. Und wer will sich nicht verbessern. Wohl doch eine ganze Menge Leute, denen das egal ist. Reed gehört auch zu denen, die ihre Geschichten in ein Buch einarbeiten. Seine zusammengebastelte Welt ist ein riesiges, von einer unbekannten Rasse konstruiertes Raumschiff, das durch das Universum geistert und Individuen aller Rassen gratis oder gegen Bezahlung mitreisen läßt. Dafür sorgen auf dem Schiff geschulte Kapitänsgenerationen. Pamir ist einer der Trittbrettfahrer. Er brachte es bis zum Kapitän, wurde aber wegen einer bizarren Liebesgeschichte gefeuert und tauchte im Schiff unter.

Reed mixt Multiverse, Quantenmechanik, Unsterblichkeit, Regeneration in die Story. Pamir nimmt die Identität eines durch Strahlung Sterbenden an und taucht als Triebwerksexperte wieder auf. Dann wird er von Menschen entführt. Auftraggeber ist ein Kejjas, der sich Tailor nennt und schon Millionen von Jahren auf dem Buckel hat. Er gehört einer Rasse an, die über Schiffe mit Pulsantrieb verfügte, mit denen sie aufgebrochen war, um Wesen aufzuspüren, von denen sie meinte, dass sie die Herren der Galaxis seien. Pamir soll ein von Tailor gefundenes Kejjas-Schiff auf Vordermann bringen. Tailor will damit nach seinen verschollenen Brüdern suchen.

Sie finden nichts. Pamir reißt das Kommando des Kejjas-Schiffes an sich und findet den Weg zurück zum Riesenschiff.

Fazit: Reed bringt in die Story so viele Techniken ein, dass bis auf Ausnahmen auch von Explosionen zerfetzte Menschen, in Autoklaven, so einer Art Stargate Särgen, wieder zusammengesetzt werden können. Die Handlung der Story zieht sich über hunderte von Jahren hin. Na, dafür ist sie doch relativ kurz, lol.

Einen Satz fand ich ganz gut. Dem Sinn nach: „Aus Langerweile begann sie etwas über Antriebe zu lernen.“ Das hätte ich auch machen sollen. Man langweilt sich doch oft als junger Mensch und gammelt durch die Gegend. Was hätte ich in der Zeit alles lernen können. Im fortgeschrittenen Alter geht es öft wieder weiter. Wenn ich mir die Schnarchnasen ansehe, die den Nachmittag vor der Bar sitzen.....


lunedì, aprile 29, 2013


Analog Science Fiction and Fact, June 2013

 
enthält den dritten Teil des Vierteilers „Dark Secret“ von Edward M. Lerner. Da wird sicher ein Buch draus. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet. Für eine Kurzgeschichte wäre das ungewöhnlich. Einmal aus der des Ingenieur Blake, der mit seiner Frau Rikki und einigen Auserwählten einen von der Künstlichen Intelligenz des Raumschiffs entdeckten Planeten anfliegt

und sich dort mit 1200 oder waren es 12000 Embryonen ansiedelt, da vorauszusehen ist, dass zwei Neutronensterne kollidieren und ein daraus hervorgehender Gamma Ray Burst alles Leben im Sonnensystem vernichten wird. Der Leser lernt die Mannschaft näher kennen. Die Schiffspsychologin Li, die für den harmonischen Umgang der Mannschaft zuständig ist, hat ihre eigenen Vorstellungen und fällt der Delusion of Grandeur zum Opfer. Mit anderen Worten, sie versucht sich als Herrscherin über 6 Menschen und denen, die aus Embryos hervorgehen sollen, zu profilieren. Sie versucht mit Carlos, dem Nanotechniker, eine Front gegenüber dem Rest der Besatzung zu bilden. Sie hat vor, für Carlos, für sich und alle Kinder einen Herrschaftsbereich zu errichten, dem die anderen zuliefern sollen.

Lis Tick soll von ihrer Mutter herrühren, die als Politikerin auf der Erde Erfolg hatte und die Tochter dominierte. Ist das glaubhaft? Hätte sie ihre Absicht so unter Verschluß halten können, bis sie auf dem Planeten gelandet sind? Wer testet eigentlich Psychologen?
 

Ich fand dann die Geschichte „Out in the Dark“ von Linda Nagata gut. Es ist ja angedacht, und das geht aus sporadischen Pressemitteilungen hervor, dass sich einige phantasievolle Unternehmen vorstellen, Raumschiffe in den Asteroidengürtel zu senden, um dort nach Bodenschätzen zu suchen. Ich könnte mir das für Seltene Erden vorstellen.

In der Geschichte nun kommt ein Prospektor aus dem Gürtel zurück, in dem er neben Mineralien auch seine Frau gefunden hat. „Zurück“ heißt hier Sato Raumstation. Protag der Story ist nicht der Schürfer, sondern ein Beamter der Commonwealth Polizei, dessen Faksimile auf die Raumstation gesandt worden war, um die Beiden in Augenschein zu nehmen. Der Frau aus dem Asteroidengürtel, auf der Station nicht registriert, wird eine legale Existenz zugesprochen. Officer Pana, der Polizist der Raumstation, geleitet sie durch den bürokratischen Dschungel. Zeke Cloy, Faksimile und Polizist erhält seine Inkarnation durch die Künstliche Intelligenz der Station und nimmt seine Arbeit auf.

Kurz und gut: Er checkt das Vorgehen des zuständigen Polizisten und verhört die Frau. Heraus kam, dass diese vor zig Jahren mit einem Prospektorenschiff in den Asteroidengürtel geflogen war, dort eine Havarie erlitt und sich in Stasis hatte versetzen lassen, in der sie die Jahre überlebt hatte. Sie wurde von ihrem jetzigen Mann gefunden, wiederbelebt und flog mit ihm unter einem anderen Namen zur Station. Sie änderte ihren Namen, um ihrem Backup auf dem Mars ein sorgenfreies Leben mit ihren Kindern zu ermöglichen. Cloy war sich mit Officer Pana einig, den Vorgang zu den Akten zu legen.

Also ganz einfach. Hätte der Protag auch gleich drauf kommen können, lol.

domenica, aprile 28, 2013


So, bin wieder zurück

Hatte etwas in Hamburg zu erledigen und ich war hin und hergerissen zwischen fliegen und fahren.

War gut, dass ich mich fürs fahren entschieden hatte. So konnte ich locker noch einen Verwandtenbesuch in Bremen machen.
 
 
 
 
Und ich hatte Gelegenheit, meinen Astra mal hoch zu boosten. Ist ja doch etwas anderes als mit 70 auf Landstraßen herum zu zuckeln. Bei den Baustellen gab es ein paar kitzlige Situationen, aber der Wagen zischt aus dem Gefahrenbereich ab wie eine Rakete, wenn es denn sein muss. Und auch bei Regen fährt er souverän schnell. Wenn Wilson Picket durch den Wagen dröhnte, fühlte ich mich high. Mit meinem Pickup kam ich ja nicht schneller als 130 km/h. Mit diesem hier jedoch. Wenn mir keine Baustellen und Brummis im Weg standen. Und der Opel ist besser für einen gerontologischen Test geeignet. Fazit: Es geht noch.



sabato, aprile 20, 2013



Albedo 43

Das irische Magazin kommt immer heraus, wenn es gerade mal Lust darauf hat, und enthält Geschichten einiger Autoren, die wohl gerade einen PubCrawl in Dublin hinter sich gebracht haben. Mit dem Geld, das sie für ihre Geschichten bekamen. Immerhin, denn mir ist das noch nie passiert, obwohl ich vor Jahren ein paar Stories in Small-Press Anthologien unterbringen konnte..

Toll ist es natürlich auch bei „Albedo“ nicht. Für 1000 Wörter gibt es nun 6 Euro anstatt der Hälfte. Da schreibe ich doch lieber einen Beststeller, lol. Und maximal zahlt „Albedo“ für 8000 Wörter. Für darüber hinausgehende wird nichts mehr bezahlt.

Bevor es mit Geschichten losgeht, werden Ergebnisse einer Umfrage präsentiert, die Auskunft darüber geben sollen, welche Themen für Autoren dieser Tage relevant sind. Einige dieser Punkte:

Schreiben, schreiben; E-Books; Marketing; E-Book Piraterie.

Nun zu den Geschichten. Nur eine hatte einen Anstrich von SF. Eher eine Mischung von SF und Horror. Allein die Verbrechen, für die Insassen des Swamp-Lagers bestraft wurden, erspare ich mir aufzuzählen. SF-Komponenten sind Spaghetti-Men, zwei Monde über Papilio, die in das

Lager verbannten Kreaturen diverser Welten. Unter ihnen zwei weibliche Nokts, deren Vagina in ihrem Kopf steckt. Dann der Sumpf um das Lager herum, der Fliehende absorbiert.

Bambam, Kumpel des Protags Peñero hält es nicht mehr aus und fällt nachts in der Baracke über die Nokts her, die wiederum seine Pigmente aufsaugen. Das alles ist für einen SF-Fan nachzuvollziehen. Dass die Sphagetti-Men, nach dem die Gefangenen den Grund und Boden um die Lagerbaracke herum bearbeitet haben, ihren Trenchcoat öffnen und die von ihren Körpern hängenden schwarzen Tentakeln als Saatgut verwenden. Das kann man gedanklich ja auch noch verdauen. Doch dann nehmen die Spaghetti-Men ihre Masken ab und die Gefangenen werden in ein hinter der Maske erscheinendes Schwarzes Loch hineingezogen um selbst zu Spaghetti-Men zu werden. Das kann man doch nur verstehen, wenn man sich LSD reingezogen hat.

Auf der anderen Seite: Wer weiß, was noch alles auf die Menschheit zukommt. Für sie sind doch erst ein paar Millionen Jahre vergangen und „you have seen nothing yet“.




giovedì, aprile 18, 2013


Andromeda Nachrichten 241

Beeindruckendes Titelbild. Neu ist wohl, dass unter dem Mantel von „Andromeda“ der Verlag AndroSF p. Machinery entstand, der deutsche Sf-Romane und -Kurzgeschichten herausgibt.

Es gibt eine Notiz über die Wiederauflage von Sun-Koh Geschichten, die 1933-1936 in Heftform erschienen waren. Jetzt hat sie der Verlag Dieter von Reeken herausgebracht.

Ich sehe Con-Termine. Vom Oldie-Con ist nichts zu sehen. Ich wühle im Internet herum. Im Fandom Observer lese ich nur etwas über den aus dem Jahre 2011. Was gibt’s sonst noch? Gaisbauer, Gustav.

Ich finde seine Homepage. 30.5. - 2.6. also. Hotel Restaurant Gabriele, Bründlsberggasse 14, 83246

Unterwössen, Tel.: 0049 (0) 8641-97570. Ich habe mal die Zimmerverfügbarkeit überprüft. Nichts mehr frei. Man könnte zwar über das Fremdenverkehrsamt eine andere Pension buchen. Aber ich lasse es mal bleiben.

Der MucCon wäre auch interessant. Er ist mit dem SFCD Jahrescon verknüpft. Soll vom 25. - 27.10 im Bürgerhaus Garching, Börsenplatz 9, 85748 Garching bei München stattfinden. Www.muc-con.org. Was mich wundert: der MucCon ist Anhängern der phantastischen Literatur gewidmet und ich kann nicht erkennen, wie der SFCD dazu passt. Mit Zwergen und Elfen habe ich nichts am Hut.

Jürgen Lautner schreibt vom DortCon, der im März stattfand. Thema war die Technische Singularität. Können die Menschen sich nicht abschminken, ein Teil davon zu werden? Sie gehört den Maschinen. Anscheinend gab es allerhand über Steampunk zu erfahren. Hätte mich auch interessiert. Lautner gab zwei Vorträge über das Thema.

Satt gibt es wieder über Bücher, Verlage deutschsprachiger SF und Fantasy zu lesen. Hermann Urbanek stellt in seiner Literatour eine nicht enden wollende Liste von Neuerscheinungen vor. Ist doch was, wenn Leute so viel schreiben. Ich selbst bin froh, wenn ich meine Blogeinträge zustande bringe.

Neben einem Interview mit dem Filmemacher Rainer Erler gibt es dann die üblichen Spalten. Und

2014 findet der SFCD-JahresCon in Schwerin statt. Am 18.-20. Juli.

Ich selbst werde wohl nächsten Dienstag mit meinem neuen Astra in zwei Tagen nach Hamburg hochdüsen. Vermutlich dann vom Mittwoch an bis zum Freitag im IBIS-Hotel an der Pappelallee absteigen. Ich muss mir mal wieder ein Brötchen mit Bismarckhering reindrücken, lol.
























Im Spiegel-Artikel „Messis Freiheit“

von Dirk Kurbjuweit kann man herrlich sehen, was gutes Schreiben ausmacht. Es geht um Architektur und den Architekten Wolf D. Prix, der den Auftrag ergatterte, die EZB-Zentrale in Frankfurt am Main neu zu bauen.

Ich zitiere mal: „....in der Architektur wurde das Schützende der Gebäude ebenfalls zum Thema, sagt Prix, neben der Schwerelosigkeit, was sich am besten an der Liege von Le Corbusier zeigte, denn die
ahme die liegend-schwebende Position der Astronauten in ihren Raumkapseln nach. „Das ist kein Zufall“, sagt Prix.

Nun könnte man nachschlagen und herausfinden, dass Le Corbusier seine Liege im Jahr 1928 entworfen hat, als die Raumfahrt noch eine Utopie war, aber es wäre kleinlich, Prix damit widerlegen zu wollen. In seinem Denken der großen Zusammenhänge gibt es keinen Zeitpfeil, auf dem ein Tag brav dem anderen folgt....“ Zitat Ende

Was hätte ich anstelle dessen geschrieben? Dümmeres natürlich. Wie zum Beispiel: „Der Mann hat sie wohl nicht alle. Die Liege wurde entwickelt, als Raumfahrt ein Konzept war und in Büchern beschrieben wurde.“ Ein höchst uneleganter Gegensatz zu dem was Kurbjuweit zu Papier gebracht hatte.










mercoledì, aprile 17, 2013



Interzone 245, New Science Fiction and Fantasy, Mar-Apr 2013

Aufmachung gut wie immer. Illustrationen hinreißend. Was die Stories angeht: Die Mehrzahl wäre besser in „Black Static“, dem Horror-Magazin der TTA-Press aufgehoben gewesen. Die einzig pure SF-Geschichte ist „The international Studbook of the Giant Panda“ von Carlos Hernandez. Sie ist reichlich schräg.

Auf dem Panda Mission Campus soll die Fortpflanzungsfähigkeit von Pandas sichergestellt werden. Roboter, aussehend wie Riesenpandas, sollen diesen einige Tipps geben. Die Roboter bewegen sich nach Anleitungen von Menschen, die diese Bewegungen in einem Anzug durchführen, der virtuell mit den Robotern verbunden sind. Eine Journalistin, der Protag, wird angeheuert, den weiblichen Part zu übernehmen. Männlicher und weiblicher Pandaroboter geben den echten Tieren eine Life-Show. Das ist der Plan. Protag Gabrielle wird angewiesen, sich auszuziehen, den Anzug anzulegen, sich auf den Boden zu knien und den Arsch in die Luft zu recken, lol. Ihr Partner, der ebenfalls in einem Anzug steckt, soll den Part des Pandamännchens übernehmen.

Jetzt kommt eine Terroristengruppe ins Spiel, die es darauf anlegt, das Projekt auszuhebeln. Sie wirft der Panda Mission vor, mit ihm gegen Gottes Gebot zu verstoßen. Während die Protag ihren Hintern und damit den des weiblichen Pandaroboters in die Höhe reckt, dringt ein Terrorist in den Campus ein. Der Partner der Protag macht sich mit seinem Roboter auf Terroristenjagd, während ein männlicher Panda den weiblichen Roboter bespringt.

Alles ganz schön und gut. Interessant wäre es gewesen, wenn der Panda den Protag besprungen hätte. Aber wäre das noch SF gewesen?


lunedì, aprile 15, 2013


Oblivion

Vorgestern haben wir uns den Film angesehen. Auf jeden Fall knallt es schön, und die Drohnen sind auch flink, und ich mag Drohnen*. Der nun auch schon etwas älter aussehende Tom Cruise passt gut in die Handlung. Ich will nun nichts über die Handlung berichten, da der Film gerade angelaufen ist. Nur so viel: Erstens ist es anders, und zweitens als man denkt.

*An alle Bastler: Vergesst Elektrische Eisenbahnen, es gibt eine Do-It-Yourself Gruppe für Drohnenbauer. Seht euch die Homepage an. Das neue Ding.

domenica, aprile 14, 2013



Exoskelette sind im Kommen.

Die Idee ist alt, stammt aus der SF. Siehe Heinleins 1959 „Starship Troopers“, Marvel Comics „Ironman“. Zur Zeit ist Lookheed Martin dabei letzte Hand an HULC zu legen. Human Universal Load Carrier. HULC wurde für das Militär entwickelt. Soldaten können mit ihm ein paar Kilos mehr auf ihre Schultern wuchten.

Dann das Unternehmen Argo. Es verkaufte so um 20 Exoskelette an Patienten in Europa, die ihre Beine nicht mehr bewegen konnten.

Hier ein Foto aus der „Business Week“, das eines Exoskelettes von Ekso Bionics.


mercoledì, aprile 10, 2013



Fantasy & Science Fiction, Mar/Apr 2013

Albert E. Cowdreys „The Assassin“ gefiel mir am besten. Meistens schreibt er spooky stuff, Spukgeschichten, deren Handlung im tiefen Süden der U.S.A abläuft, vor allem in Lousianna. Diesmal sind es keine Geister. Protag Andy soll den Weltpräsidenten töten. Dass es nun eine Weltregierung gibt, finden einige Gruppen gar nicht gut und schmuggeln Andy in das Pentagon ein, wo der Präsident eine Rede halten soll. Das Attentat ist ein Flop. Andy wird erwischt, gefoltert und in ein Gefängnis der Tuamotu Penal Colony gesteckt. Die Strafkolonie befindet sich auf einer tropischen Insel.

Andy gelingt mit Hilfe von Freunden der Ausbruch. Er wird nicht verfolgt, kommt bei Eingeborenen unter und lebt mit ihnen unter einfachen aber idyllischen Bedingungen. Er nimmt sich eine Bewohnerin der Insel zur Frau. Wendepunkt: Er wird mit anderen gewahr, dass die Gefängnisinsassen auf einen alten Schoner gebracht werden, der in einer Bucht vor Anker liegt. Das Schiff fährt aufs Meer hinaus und wird von einer Fregatte versenkt. Das soll nicht ungeahndet bleiben und es ergibt sich ein weiterer Mordauftrag.

Mit Hilfe von Gleichgesinnten gelingt es Andy, diesen zu erfüllen. Opfer ist der Chef der Weltsicherheitsbehörde. Einen Präsidenten gab es nicht mehr, da die Administration der Welt von Maschinen durchgeführt wird. Andy inzwischen für tot erklärt, gelingt es, sich unerkannt auf seine Idylle zurückzuziehen.


lunedì, aprile 08, 2013



Asmov's Science Fiction, April/May 2013

Es gibt einige Briten, die Stories in „Asimov's“ veròffentlichen. Spricht für die Qualität dieser Autoren. Neil Asher ist einer von ihnen. Seine Story „The other Gun“ ist eine embedded Story, Bestandteil einer Trilogie. Nachteil für den Leser. Obwohl die Handlung in sich abgeschlossen ist, bildet sie den Ausschnitt eines Bildes, das der Leser zur Gänze in sich aufnehmen möchte. Protag ist Tuppence, der sich als Cyborg verdingt und mit seiner weiblichen Begleitung, einem als Saurier zusammengeflickten Humanoiden seinem extraterristrischen Klienten eine Waffe aufspüren soll, um eine Rasse zu vernichten, die das Volk des Klienten bis auf diesen dezimiert hat.

Am Ende stellt sich heraus, dass der Alien die Wahrheit verdrehte. Er wird durch Tuppence und Harriet vernichtet. Der Twist: Die Rasse war wirklich mörderisch. Harriet, der Saurier mit humanem Innenleben, arbeitete für sie.

Und nun? Muss man sich alle drei Bücher kaufen, um zu sehen, wie die Story zu der Trilogie passt?




Analog Science Fiction and Fact, May 2013

Obwohl „Analog“ mein bevorzugtes SF-Magazin ist, haben mich die Stories dieser Ausgabe nicht vom Hocker gehauen. H.G. Stratmanns „Prometheus“ brachte mich zum Gähnen. Der gleichnamige Film war interessanter. Jedesmal wird mir anders, wenn ich eine Geschichte aus der Perspektive von Aliens lese, mir ihre Namen wie Hk-Tyja, TP-Tyja und CST-Tyjo merken muss.

Ich fand die 2. Folge von Edward M. Lerners „Dark Secret“ in dieser Ausgabe am besten, obwohl sich dort auch nichts Weltbewegendes abspielte. Jedoch machte die Charakterisierung der Personen neugierig auf das, was noch kommen würde. Der 1. Teil der vorhergehenden Ausgabe war lahm, da es dort nur um die Exploration eines fremden Planeten ging, der eine Schiffsmannschaft mit 12.000 Embryonen aufnehmen soll. Es war so ähnlich, wie die Beschreibung Edgar Alan Poes, wie er einen Waldweg hinabspazierte. In „Dark Secret“ war es etwas felsiger, lol.

Stammzellen revisited.

Dass es mit der Verwendung von Stammzellen interessanter wird, zeigt der Artikel „Der Zellenzüchter“ aus dem letzten Spiegel. In ihm wird die Arbeit des Unternehmens Advanced Zell Technologz (ACT) und seines Chefwissenschaftlers Robert Lanza beschrieben. Er arbeitet mit induziert pluripotenten Stammzellen und steht in Konkurrenz mit Shiniya Yamanaka aus Kobe, über den ich etwas in einem vorhergehenden Eintrag gepostet hatte. Es tut sich etwas.


mercoledì, aprile 03, 2013

Fandom Observer 286

Sun Koh, der Erbe von Atlantis. - Dieter von Keeken brachte die 1933 – 1936 erschienenen Romanhefte neu heraus. Ist doch was.

Wie üblich gibt es Fanzinebesprechungen, die von Büchern, etwas über Filme, z.B. Hänsel und Gretel, die nun gegenüber der Märchenfassung recht hot aussieht. Dann lese ich etwas über Marvel Comics und zu guter Letzt einen Bericht über den DortCon.


Scientific American, Nov 2012

Vor 35 Jahren startete die Voyager 1 und ist jetzt 18.2 Milliarden km von der Sonne entfernt. Nun wird der interstellare Raum durchflogen.

„The inner life of Quarks“. Partikel werden immer kleiner. Die These ist nicht neu. Als meine Mutter und meine Tante eine Leihbücherei unterhielten, und das war in den 50ern und 60ern, las ich schon einen SF-Roman, in dem Menschen auf Atomen lebten. Der Teilchenzoo war jedoch noch nicht so ausgeprägt. Im Standard-Modell haben wir Quarks und Leptonen. Quarks sind entweder Protonen und Neutronen. Leptomen sind Elektronen. Dazu noch: Quarks bestehen aus drei Generationen: 1. Up, down; 2. Charme, Strange, 3. Top, Bottom. - Leptonen: 1. Elektron Neutrino, Elektron; 2. Muon Neutrino, Muon; 3. Tau Neutrino, Tau.

Die Theorie geht dahin, dass Quarks und Leptonen aus Preonen bestehen in einer Dimension von weniger als 10 hoch minus 18. Wenn ich nur wüsste, wo die Symbole im Open Office stehen?

„Grow your own Eye“. Wenn das so einfach wäre. In Kobe, Japan, versuchen sie es mit embryonalen Stammzellen. Womit sonst? Zuerst die Augenhöhle, dann die Retina. Versuche, Stammzellen über ein Gerüst wachsen zu lassen, waren nicht von Erfolg gekrönt. Forscher versuchen es nun mit einer Nährlösung und Feeder-Zellen. Diese veranlassen die Stammzellen, sich in die gewünschten Körperzellen zu umzuformen. In diesem Fall dienen sie der Entwicklung des menschlichen Auges. Wie das mit den Feeder-Zellen funktioniert, habe ich entweder überlesen, oder es stand nicht im Artikel. Ergebnis: Die Zellen bauten eine Augenhöhle, die mit einer Retina ausgekleidet war. Es wird angestrebt, sie bei den Augenerkrankungen Makulare Degeneration, Retinitis pigmentosa und bei Glaukoma einzusetzen.

„Global Warning, faster than expected?“. Ja, lol. Und zwar durch Feedback Loops. Betrüge die Erderwärmung nur 2 Grad Celsius, könnten wir uns ruhig zurücklehnen. Doch dann passiert es. Eis schmilzt auf dem Meer. Wasser erwärmt sich und läßt noch mehr Eis schmelzen. Abschmelzen von Permafrost setzt mehr CO2 und Methan frei, die noch mehr Permafrost abschmelzen. Übrigens hatten wir in Grönland vor 55 Millionen Jahren Krokodile in Grönland. So lange wird es mit der hiesigen Klimaerwärmung wohl nicht dauern. In den letzten 100 Jahren gab es eine durchschnittliche Erwärmung von 0.8 Grad Celsius. Meinungen über die Rasanz der künftigen Erwärmung driften auseinander. Bewohner von Küstenstädten sollten jedoch ihre Badehose nicht aus den Augen verlieren.

„The Strangest Bird“. Damit ist der Penguin gemeint. 60 Millionen von Jahren haben sie überlebt, Die Urahnen wuchsen in Neuseeland auf und breiteten sich von dort auf allen Kontinenten aus, entwickelten einen Wärmeaustauscher, der es ihnen ermöglichte sich an extrem kalten Orten niederzulassen.

„America´s Science Problem“. Hier wird der Irrglaube von US-Politikern aufs Korn genommen, Politikern beider Parteien, was die Wissenschaft angeht. Hoffentlich bekommen sie nicht die Oberhand. Wir haben schon genug Talibane. Als die Ausgabe erschien, war Wahljahr. Scientific American stellte den beiden Kandidaten Fragen zur Wissenschaft. Bei ihren Antworten hatten die Republikaner die schlechteren Karten. Man hört nicht viel darüber, ob es auch in Deutschland Typen in hervorragender Position gibt, welche Darwins Entwicklungstheorie leugnen, nicht an die Erwärmung des Klimas glauben, das Alter der Erde auf 2000 Jahre schätzen. Vermutlich ist das eine US-amerikanische Bizzarität.

„Autism and the technical Mind“. Hols der Geier. Was heißt Autism auf Deutsch? Durch meine lange Abwesenheit aus Deutschland entfallen mir doch wenig gebrauchte deutsche Wörter. Nun, ich sag mal „Autismus“. Der Autor berichtet über eine Studie, die diese genetische Krankheit zum Inhalt hat. Danach haben Autisten häufiger als Andere Ingenieure, Mathematiker und Wissenschaftler anderer technischer Disziplinen als Eltern, Großeltern. Interessant ist, dass Autisten 4 x häufiger bei Jungen auftreten. Vielleicht gibt es eine Verbindung zu Studienwahlfächern von Jungen und Mädchen.

„A new Enlightenment“. Ein Fakt ist, so beschreibt es der Artikel, wenn man in seinen Aktionen völlig rational vorgeht, dann irgendwann auf ein Paradox stößt. Marquis de Condorcet, ein Anführer der Französichen Revolution, wird erwähnt. Idealistischer Bursche. Er schrieb: „Die Zeit wird kommen, wenn die Sonne auf einen Planeten freier Menschen scheint, die nur Vernunft als ihren Meister anerkennen und mit dem Gewicht der Ratio Anzeichen von Aberglauben und Tyrannei in Keim ersticken werden“. Von dieser Zeit sind wir auch jetzt noch weit entfernt, sag ich mal. Dann wurde Condorcet von den Jakobinern ins Gefängnis gesteckt und starb einen Tag danach. Tja, so kann es einem gehen, der etwas rational durchziehen will.

Oder jetzt die italienischen Wahlen. Die Leute bekommen einfach nicht hin, eine Regierung auf die Beine zu stellen. Insofern ist der Artikel natürlich bescheuert. Denn Irrationalität erzeugt sicher noch weniger ein vernünftiges Ergebnis. Und eine große Anzahl von Italienern hat nun mal den Hang nicht weiter zu denken, wie eine fette Sau springt.

Ok. Das war ein Beispiel von mir. Der Autor bringt das Prisoner´s Dilemma ins Spiel. Ich will nicht näher darauf eingehen, kann gegoogelt werden. Als Erleuchtung dient nun die Quantenmechanik, die bei Entanglement, der Verbindung eines Partikels mit einem anderen, nicht erlaubt, dass eine Partei ihr Vorgehen in letzter Minute ändert. Sollte sie es tun, ändert sich das Vorgehen der anderen Partei mit. Das hilft dabei, Paradoxe auszuschalten.