giovedì, maggio 31, 2007

Meine digitale Kamera hat ihren Geist wieder aufgegeben, werde mir wohl eine neue zulegen. Wie auch immer,

Der Spiegel, Nr. 22

Mit ‘Gott ist an allem schuld, der Kreuzzug der neuen Atheisten’ bringt der Spiegel im Grunde nur Selbstverständliches. Nur sehen das nicht alle so, lol.

Ich zitiere aus dem Spiegel: ‘Die Zeit ist reif für neues atheistisches Denken.’

‘Ich glaube nicht, und das ist auch gut so.’

‘Wenn es um Zeus, Apollo, Ra, Wotan, das Goldene Kalb oder das fliegende Spaghettimonster geht, sind Sie doch auch ein Atheist. Ich setze nur eben einen weiteren Gott auf die Liste.’

‘Der alttestamentarische Gott ist einer der unangenehmsten Charaktere der Literaturgeschichte. Eifersüchtig und ungerecht, ein Rassist, Schwulenhasser und Kinderkiller, ein übler Korinthenkacker, Megalomane und ethnischer Säuberer.’

‘Stellen wir uns eine Welt vor ohne Religion. Es gäbe keine Selbstmordbomber, keinen 11. September, keine Kreuzzüge und Hexenverfolgungen, keinen Israel-Palestina Konflikt, keine Massaker in Bosnien, keine Verfolgung von Juden als Christenmörder, keine Nordirland-Unruhen, keine hochgeföhnten Fernsehprediger in schimmernden Anzügen, die leichtgläubigen Leuten ihr Geld aus der Tasche ziehen.’

Die letzten drei Zitate stammen von Richard Dawkins, dem Autoren des ‘Das egoistische Gen’. So wie ich es verstand, meint er in dem Buch, das wir ohnehin nur gengesteuert sind und alles andere, wie wir denken, was wir fühlen, völlig belanglos ist.

Hier die zehn Gebote des Atheisten:

1. Du sollst nicht glauben
2. Du sollst dir kein Selbstbildnis machen und es Gott nennen
3. Du sollst keinen Gott neben dir dulden
4. Du sollst keinen Schöpfer haben
5. Du sollst deine Kinder ehren und sie deshalb mit Gott in Frieden lassen
6. Sei gut auch ohne Gott
7. Du sollst keine anderen Götter neben der Wissenschaft haben
8. Liebe deinen Nächsten ohne schlechtes Gewissen
9. Du sollst den Sabbath nicht ehren
10. Du sollst nicht knien als Schöpfer

Wie dem auch sei, und wenn Dawkins und Konsorten tausendmal Recht haben, und sie haben Recht: Menschen glauben und machen diese Welt zu einem düsteren Ort.

martedì, maggio 29, 2007

Den festen Job habe ich schon wieder aufgegeben.

Ich kam bei Utopia an, wollte wissen wo ich eine Toga herbekommen konnte, fragt zig mal nach und bekam keine Antwort. Das ärgerte mich, so kündigte ich den Job. Nun bin ich in Second Life wieder ohne Arbeit, aber auch nicht abhängig, was mir lieber ist, als bei irgendwelchen Dusseln angestellt zu sein.

lunedì, maggio 28, 2007



Start-Up

Tanzen und weibliche Avatars ins Bett zerren reicht auf die Dauer nicht aus. So mache ich mich auf und suche nach anderen Tätigkeiten.

1. Massage, 2. Consulting, 3. einen festen Job.
1. Massage

In der Oasis & Tiki Bar gibt es einen Massageraum mit drei Betten. Aika Pera, Lilly Lane und ich haben mit Erlaubnis der Besitzerin dort ein Plakat aufgehäengt in der Hoffnung, Kunden zu ködern, die unsere Massagen bezahlen. Kein einfaches Unterfangen, da dort jeder massieren kann, wann, wenn und wen er will.


2. Consulting

mend broken hearts counseling service

"better be passionately unhappy than snore in happiness" (Romy Schneider)

In SL we notice an ongoing tendency of unhappy companionships with heart wrenching outcome which in ultimate consequence lead to separations. That hurts, that hurts a lot. You may perceive a sense of emptiness, that your second life is without sense and direction.

Let me get you life back on track by talking to me and getting the answers which may help you to plan ahead in order to get a new fullfilled second life.

Visit my studio and make an appointment. If I am not on-line send me an off-line IM. I will get back to you as soon as possible.

Charges: 100 L$ for half an hour.

Das ist meine Werbung in SL, wird wohl dauern, bevor Kundschaft eintrudelt. Aller Anfang ist schwer.


Einen festen Job. – UTOPIA Inc.



Ich bekam ihn bei der UTOPIA Inc., einer Dienstleistungsgesellschaft, für die Tänzerinnen, Escorts und Sicherheitspersonal arbeiten sollen. Ich auch, als Dolmetscher und Pressesprecher. Darüber hinaus wird ein Laden aufgemacht. Es gibt bereits ein Tanzlokal mit drei Sälen. Einen Garten für formale Tänze, und zwei Säle für die Mitglieder der UTOPIA Inc. Zusätzlich existieren Räume, in die sich Klienten mit den Escorts zurückziehen können.

Gestern wohnte ich dem Briefing bei. Es ging darum, Ideen für wöchentliche Events zu finden, mit denen die Gesellschaft populär gemacht werden soll. Ich steuerte ‘Wet T-Shirt Contest’, und eine Art ‘King of the hill’ bei, in denen knapp bekleidete Frauen auf einem Brett über dem Swimmingpool sich gegenseitig ins Wasser schubsen. Die letzte auf dem Brett bekommt einen Preis. Ich schlug Poesie als weiteres Event vor, in der bestimmte Wörter enthalten sein sollen. Am nächsten Sonnabend starten wir jedoch mit einem Skulpturen-Wettbewerb.

Und heute abend wird es eine Toga-Party geben.oH

venerdì, maggio 25, 2007

Fantasy & Science Fiction, April 2007

Eine Special Gene Wolfe Ausgabe. Warum? Keine Ahnung. Von Wolfe ist nur eine Story enthalten, aber er soll einer der besten SF-Autoren unserer Zeit sein. Nun denn. Es gibt einige Beiträge über ihn. Neil Gaimans “How to read Gene Wolfe”, Michael Swanwicks “The Wolf in the Labyrinth” and Michael Andre-Driussis “Gene Wolfe: The Man and his Work”.

Wenn mir auch nicht klar ist, warum Wolfe in dieer Ausgabe gefeiert wird, so sieht man einen Schimmer davon in seiner Geschichte ‘Memorare’. – Es ist mehr als das, vielleicht ein Wetterleuchten; denn die Story läuft auf mehreren Ebenen ab.

Zum einen ist die Handlung einfach. March Wildspring versucht einen Scoop zu landen, indem er im Asteroidengürtel Mausoleen aufspürt, die Verwandte Verstorbener dort errichtet haben. Eines davon, Number 19, ist ein kompletter Asteroid, aus dem noch nie jemand, der ihn aufgesucht hatte, zurückgekehrt war. Ebene 1.

Auf der zweiten Ebene sehen wir das Beziehungsgeflecht der Figuren. March nimmt Kontakt mit Kit auf, der Frau, die er seit Jahren hofiert und versucht seinen Scoop an sie zu verkaufen. Kite ist Repräsentant einer Fernsehgesellschaft und bietet March Robin Redd, eine Toningeneurin an. Später sieht er, Robin ist seine Ex-Frau, die Jim Redd heiratet hat. Sie war diesem davon gelaufen und zu Kit geflohen.

Vor diesem Hintergrund läuft die Handlung bis zu ihrem dramatischen Ende ab, als Kit auf der Flucht aus Number 19 von einer Tür zersägt wird. Alle anderen, die vorher Number 19 aufsuchten, waren dort geblieben. Sie sahen besser aus, fühlten sich gesünder und jeder Gedanke an eine Rückkehr zur Erde war ihnen abhanden gekommen. Marchs Videocamera brachte die Wahrheit an den Tag und zerstörte die Illusion.

lunedì, maggio 21, 2007

Der Spiegel Nr. 20

Die letzte Ausgabe beschäftigt sich mit der Frage “Wieviel Computer verträgt ein Kind?”. Wieviel Computer vertrage ich denn als alter Zausel? “Weniger, als ich spiele.” Es schlaucht, jede Nacht bis 24 Uhr in einem Second Life Club zu tanzen. Am nächsten Morgen hänge ich um 6:00 wieder dran. Das ist bei Typen wie mir nicht anders als bei Kindern, die Abhängigkeit von der Pixelwelt. Man kommt sicher davon los, wenn es hart auf hart geht, doch zieht diese Welt die Individuen in sich hinein. Was sagt die Neuronik dazu?

“Durch Lernprozesse bilden und verstärken sich bestimmte Leitungen, wenig genutzte verkümmern.”…. “Die betroffenen Kinder haben häufig sprachliche und motorische Defizite. Zudem besteht regelrechte Suchtgefahr, die das Gehirn bei der virtuellen Erlebnisreise zur Ausschüttung von Botenstoffen veranlasst, die dem Kind ein schnelles Wohlgefühl vermitteln..” Meine Freundin Sugarray Shnyder aus Melbourne erzählte mir gerade heute, dass sie gestern Second Life von der Platte geputzt hatte, und heute hat sie es wieder aufgespielt. Lol.

Second Life macht süchtig. Aber ich bin in guter Gesellschaft, wenn sogar die Wissenschaftszeitschrift ‘Nature’ eine Filiale in Second Life errichtet. Ideen und Personen zusammenbringen, war die Idee dafür und tatächlich gibt es in SL eine Unmenge an Konferenzen und Kursen, die Ideen und Wissen weitergeben. Parties, Sex, shoppen, kommunizieren, lernen und Geld verdienen. Kein Wunder dass man sich in diesem Leben gern aufhält.

giovedì, maggio 17, 2007

Andromeda Nachrichten 214

Dieses Nachrichten Fanzine des Science Fiction Club Deutschland ist und bleibt langweilig. Wenigstens für mich. Ich glaube, irgendwann schreibe ich eine Austrittserklärung. Deutsche SF-Romane, die dort besprochen werden, lese ich ohnehin nicht. Dann die Fanzines, die mir gleichgültig sind, dann gibt es etwas über SF-Filme und das war es schon. An den Konventions nehme ich auch nicht teil. Es war reine Nostalgie, die mich bewegt hatte, Mitglied zu werden. Ich dachte, ich könnte an frühere Zeiten anknüpfen, in denen ich als 16jähriger selbst ein Fanzine herausbrachte. Doch die Nostalgie hat sich jedoch verflüchtigt.

mercoledì, maggio 16, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, May 2007

Die Stories dieser Ausgabe sind keine Pageturner, ziemlich dünn. Nun ja, die 3. Folge von Karl Schroeders ‘Queen of Candesce’ hingegen war ein Kliffhänger. In ihr geht es um Intrigen, Kämpfe, Spionage in dem von Schroeder skizzierten Weltgeflecht. Verena Fanning, die in Schroeders vorangegangener 4-teiligen Serie aus dem Inneren einer künstlichen Sonne einen Schlüssel entwendet hatte, der diese desaktivieren könnte, besteht in der laufenden Serie weitere Abenteuer, in denen sie ihre Kaltblütigkeit unter Beweis stellt. Der dritte Teil endet als Kliffhänger, es geht um eine Entscheidung auf Leben und Tod, die aber erst im nächsten Teil der Geschichte getroffen wird.

venerdì, maggio 11, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, April 2007

Irgendwann wiederholen sich die Themen doch, mit dem Mindwiping zum Beispiel. Las schon mehrere Stories dieser Art. In der Geschichte ‘Trial by Fire’ lässt Shane Tourtellotte ein Team von Wissenschaftlern Mindscanning an Verbrechern durchführen und sie in einem Symposium darüber in Washington berichten. Es ist natürlich mehr als das. Gehirnareale, in denen sich abartige Gedanken manifestieren werden durch den Gehirnabdruck normaler Menschen überlagert.
In dem Moment, in dem die Vorträge ablaufen, wird Washington von einer ausländischen Macht mit einer Atombombe attackiert. US-Kollaborateure werden gefasst und einem Mindwiping unterzogen. Die Geschichte endet damit, dass beschlossen wird, an jedem US-Bürger einen Scan durchzuführen, um Verbrechen von vornherein auszuschliessen.

Ist das weit hergeholt? Es fehlen nur die technischen Voraussetzungen, oder?

giovedì, maggio 10, 2007

Fantasy & Science Fiction, March 2007

Abgesehen von Matthew Hughes ‘The Helper and his Hero’, eine Story, die ich im vorhergehenden Eintrag kurz angerissen hatte, ist Ron Goularts ‘The Devil Bats will be a little late this Year’ erwähnenswert.

Scriptwriter Frank Kennison hat sich auf Horrorfilme spezialisiert. Filme wie Nosebleed, Nosebleed II, the invisible Mummy, The mysterious Carton of Chinese Noodles. Kennison kennt sich in diesem Genre aus und ist daher nicht überrascht, als ihm seine dritte Ex-Ehefrau von einem Geist erzählte, der sie in ihrer Villa heimsucht.
Ulrich Zillbusher, er hieß so, als er noch lebte, war Carolyns Liebhaber mit okkulten Neigungen. Sie warf ihn aus dem Haus, und als er aggressiv wurde, erschlug sie ihn mit einem Küchengerät und begrub ihn im Keller ihrer Villa. Das war sicher der Grund, dass er ihr als Geist nachstellte und ihr das Leben mit Hilfe von drei Dämonen zur Hölle machte.
Wie Frank und Carolyn Ulrich und seine Helfer mit Hilfe eines Exorzisten loswurden, reizt zum Lachen.

lunedì, maggio 07, 2007

Fantasy & Science Fiction, February 2007

Mit “The helper and his hero” knüpft Matthew Hughes an seine früheren Geschichten an. Die von ihm konstruierte innere Welt der noösphere existiert neben der realen und Guth Bandar, der Protag Hughs Stories, war im Institute for instructive improvement ausgebildet worden, in dies kollektive Unterbewusstsein einzutauchen und zu navigieren.
Er ist nicht der Einzige. Kriminelle, sektiererische Elemente interagieren in der noösphere mit dem Ziel, Bandars Versuche, einen Mord aufzuklären, zunichte zu machen. Die Einwohner der noösphere bleiben passiv bis auf einen Helden, der in der realen Welt sein Alter Ego in einem Detektiv besitzt und Bandar unterstützt.

Hughes erzeugt Spannung wie in seinen Vorgängerstories. Das Buch “The Commons” mit Bandar wird im Juni auf den Markt kommen und wird von mir ungelesen empfohlen.

domenica, maggio 06, 2007

Der Verband ist ab, aber es macht noch klick. Lol. Wenn der Orthopäde auf den Bruch drückt. Der Knochen ist also noch nicht solide. Einen Monat keine Eimer schleppen oder Gewichte heben. Ja nun. Und meine Digitalcamera machte wieder Bilder. Wieso jetzt und nicht voher, ist mir ein Rätsel.

Asimov’s Science Fiction, March 2007

In der Story ‘The Sanguine’ von John Grimsley ist Morgan einer derer, die einmal im Jahr bei Kriminellen für kurze Zeit die Erinnerung wieder erzeugen, um ihnen die Schwere ihres Verbrechens bewusst zu machen. Die andere Zeit leben sie mit gefälschter Memory ein normales Leben, so wie Morgan selbst, der sich eingerichtet hat. Doch nun ist er selbst an der Reihe. Morgan erkennt in der Beamtin, die ihn der Prozedur unterzieht, seine Ex-Frau wieder, erinnert sich daran, dass er bei einem Unfall seine beiden Söhne in den Tod geschickt hat und etwas bleibt bei ihm hängen, als er mit falscher Erinnerung sein Leben wieder aufnimmt.

Erwähnen möchte ich eine Story von Brian Stableford, ‘Doctor Muffet’s Island’. Stableford schreibt ähnlich wie Jack Williamson, der mit 98 Jahren gestorben ist. Der schrieb 1928 eine seiner ersten und 2006 seine letzte SF-Geschichte. Williamson schrieb vorwiegend Space Operas und Stableford lehnt sich daran an, obwohl die Insel Doctor Muffets auf der Erde liegt.