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sabato, ottobre 03, 2026

Der Spiegel v. 11.9.2026


 


„Was planen die Verfassungsfeinde?“ Auf jeden Fall ist schon mal klar: Drei Leute freuen sich. Muss blättern, um zu sehen, wie sie heißen: Siegmund, Chrupalla, Weidel. Und ihre Wähler sind auch zufrieden. Und ehe die regieren können, wenn überhaupt, wird noch allerhand Wasser die Wümme herunterlaufen. Im Moment sind in Deutschland noch die CDU und die SPD an der Macht. Und ob die Bahn bei der Alternative für Deutschland pünktlicher fahren würde. Wer weiß, ob wir das jemals erfahren werden.

So, nachdem sich die Aufregung über das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt gelegt hat, blicken die Deutschen wieder auf ihre Sozialreform, Stellenabbau bei Volkswagen und auf das, was Trump gerade wieder anstellt. Der normale Alltag ist wieder eingekehrt.

Ach ja, es gabe noch inzwischen zwei andere Wahlen. In Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD noch eine gute Figur gemacht. Die CDU nicht so: Sie ist raus. Und in Berlin hat die Linke die meisten Stimmen eingeholt.

Und PISA hat wieder zugeschlagen. Sieht doch noch ganz gut aus. Jugendliche habe eben anderes zu tun, als lesen, schreiben und rechnen zu können. Und so schlimm ist es doch gar nicht. Die kommen schon klar.

An die Asiaten kommen sie nicht ran. Gebongt. Aber wollen sie auch gar nicht. Zu viel Stress. Europa ist und bleibt Reiseziel. Und wenn ein paar wenige außergewöhnlich intelligente Europäer mit Asiaten mithalten können, ist es doch gut für die.

Dass Kanada von der EU eingeladen wurde, ein assoziiertes Mitglied der Europäischen Gemeinschaft zu werden, war wohl eher ein Wohlfühlmoment, der im Alltag wieder untergeht.

Ein Bericht über Annalena Baerbock, über die als Aussenministerin in Deutschland viel geschrieben wurde, und nicht immer höflich. Sie ist in das Fenster zum Karrierewechsel gesprungen, wurde für eine limitierte Zeit Präsidentin der Uno-Generalversammlung und wird danach Professorin für Global Leadership an der University Columbia. Glückwunsch.,

Mecklenburg-Vorpommern noch mal. Stralsund. Dort reiste eine Bürgerdelegation aus Saint-Malo, Betragne an, um eine Städtepartnerschaft zu verabreden. Die Stralsunder, inkl. Bürgermeister, konnten damit wenig anfangen. Ausnahmen gab es natürlich. Aber wie es so ist, Stralsunder sind eben Stralsunder und wollen mit dem Rest der Welt anscheinend wenig zu tun haben.

Nun, dass bei Volkswagen zu viel Leute tätig sind, hat sich in Deutschland auch schon herumgesprochen.

Dann geht es um einen Job: Museumsaufseher. Der Mann fühlt sich auf seinem Posten, von dem ein anderer sagen würde, er sei langweilig, wohl.

Ich hatte, als ich in Michigan arbeitete, abends zwei Semester Psychologie studiert und wir mussten ein Researchpaper schreiben. Mein Titel hieß: „Homeostasis is a platform for reaching a higher level of Consciousness.“ Mit anderen Worten, wir fangen in einem niedrigen Stadium an zu lernen, kommen ins Gleichgewicht und springen von dort weiter, kommen in ein neues Gleichgewicht und
Bewußtsein.

Nur war das Unsinn. Das erfuhr ich, als ich in einer Zeitung las, dass eine Fahrstuhlführerin, vom Erdgeschoss zum ersten Stock und umgekehrt, ihren Beruf so liebte, da sie ständig neues Publikum im Fahrstuhl hatte, mit dem sie reden konnte. Sie war auf ihrem Level steckengeblieben. So wie es dem Museumsaufseher geht, der auch keine weiteren Ambitionen hat. Ich hatte trotzdem eine gute Note bekommen. In der Klasse zählte mehr, dass man überhaupt was zu Papier brachte, was auf den ersten Blick vernünftig klang.

Es gibt einen Wettstreit deutscher Städte, von der jede behauptet, die älteste zu sein. Was haben wir da? Trier, Kempten, Worms, Heuneburg.

Das wusste ich auch noch nicht. In der Volksarmee der DDR gab es einige gute Maler, über deren Werke im Herbst ausgestellt werden. Und das wars.

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