giovedì, marzo 29, 2012

Fantasy & Science Fiction, March/April 2012

Im Gegensatz zu Asimov´s ist keine Story bei mir hängen geblieben. So seltsam es klingt: In dieser Ausgabe von 250 Seiten fand ich Lucius Shepards Besprechungen der Filme „Melancholia“, „Los Chromocrimenes“ und „Iron Sky“ weit interessanter.

„The German Website Copy Machine“. Das ist das Gute an der “Business Week”. Sie ist investigativ. Zum Beispiel gibt es einige Deutsche, die von Chinesen abgekupfert haben, wie man abkupfert. Hier von amerikanischen Internet Unternehmungen. Dazu benötigt man nicht viel Phantasie, aber Chupze und Durchsetzungsvermögen. Die Brüder Mark, Oliver und Alexander Samwer haben das anscheinend. Mit hundert ins Leben gerufenen Knockoffs verdienen sie sich dumm und dösig. Die Dachgesellschaft Rocket Internet sitzt in Berlin und ist so um eine Milliarde Dollar wert. Das Arbeitsklima ist aggressiv. Die Leute arbeiten täglich von neun bis dreiundzwanzig Uhr und wer nicht spurt wird gefeuert.

„I am the most aggressive guy on the internet on the planet. I will die to win and I expect the same from you.” Ist eine der e-mails von Oliver Samwer an seine Beschäftigten. So etwas möchte ich mal in Italien sehen, lol. Da sind schon die Linken gegen. Monti versucht ja gerade, das Arbeitsrecht zu reformieren. Mal sehen, was dabei rumkommt.

Ich selbst hatte ja mal eine nette Webseite bei Tiscali für meine Stories und Gedichte. Irgendwann jedoch konnte ich nichts mehr hochladen und habe das Zeug schon seit geraumer Zeit auf einer Google-Seite. Nur ist die vorfabriziert und damit phantasielos. Ich muss mich mal drum kümmern.


SAP

Der 68jährige Hasso Plattner, einer der fünf SAP-Gründer, wurde im letzten Spiegel interviewt. SAP stellt Unternehmenssoftware her und ist eine 40jährige Erfolgsstory. Die Gründer kamen von der IBM und hatten eine Idee. SAP ist in allen interessanten Ländern der Erde vertreten und brachte es 2011 auf einen Umsatz von 14,2 Milliarden Euro. In den 80ern arbeitete ich bei Reemtsma als Programmierer in Hamburg, als die SAP-Software dort auf den Großcomputern implementiert wurde. Ich nahm jeden Kurs mit, der angeboten wurde, machte mich 1987 selbständig und modifizierte SAP-Programme in Unternehmen. 1990 – 2000 dann vorwiegend in den U.S.A.. Am Anfang lief noch Assembler auf Mainframes, dann bot SAP Client-Server Modelle für PCs an, auf denen ABAPs, Interpreter Programme liefen und noch immer laufen. Nun gibt es lt. Plattner anscheinend eine Hochleistungsdatenbank, die gerade eingeführt wird und noch schnellere Ergebnisse erzielt. Da kommen wir zur Spiegel-Frage, warum SAP das einzige große deutsche Software Unternehmen ist? Lt. Plattner denken die Deutschen zu klein und norgeln. Sie müssten auch mal rumspinnen. Stimmt, im Gegensatz zu den Amis sind Deutsche nörgeliger. Man muss sich nur mal die Foren in Spiegel Online ansehen. Aber gegenüber früher ist es schon eine ganze Ecke besser geworden. Die jungen Leute sind angenehm im Umgang. Die Ollen waren viel nörgeliger. Ich erinnere mich daran, als wir aus den U.S.A. in Frankfurt eintragen, brüllte ein Flughafenbeamter bei der Gepäckausgabe herum. „Treten Sie bitte zurück!! Alle zurücktreten!! Wo laufen Sie hin! Treten Sie zurück!“ Und das auf deutsch. Die Amerikaner waren vollkommen eingeschüchtert, lol. So etwas gibt es wohl nur noch bei Neo-Nazis. Aber die Leute im Flughafen bei der Ankunft zu beschäftigen, wäre wohl der letzte Hohn.



sabato, marzo 24, 2012

Asimov´s Science Fiction, April/May 2012

Starke Ausgabe. Nicht nur im Umfang (190 Seiten). David Ira Clearys „Living in the Eighties“ spielt mit meinen Erinnerungen. Es geht um zwei ältere Punkrocker. Clayton und Bob. Bob ist Protag und Ich-Erzähler. Clayton weist Bob auf eine Webseite hin, mit deren Hilfe man zeitreisen kann. Clayton will in die Zukunft, um seine Diabetis zu kurieren. Ein paar Zehen sind ihm schon abgefallen. Bob will in die Vergangenheit, um sie für seine Ex-Freundin Gretchen, die mit ihrem Wagen in einem Kanal ertrunken war, zu ändern.

Der Vibe dieser Story ist faszinierend. Starke Stimmung. Schließlich war auch ich mal Rocker, bzw spielte in zwei Rockbands, wenn auch in den 60ern. Über den Scheiß, den wir gebaut haben, könnte ich Bände erzählen, lol. Klar, dass sich die Musik unterschied. Wir spielten Johnny Kidd and the Pirates, Rolling Stones, Beatles, Wilson Picket, Gerry and the Pacemakers, während sich die beiden Punker Bon Jovi, Sisters of Mercy, New Order, Bronski Beat, Metallica, Simple Mind reinzogen. Nur diese Scheiß-auf-alles- was-nicht-Musik-ist - Stimmung, die durch uns waberte, ist auch in dieser Story vorhanden. Musik nun ist auch ein Katalysator für die Zeitreisen. Die Webseite von myfourthdimension.org war eindeutig. Das Flackern des Bildschirms würde, wenn mit einer speziellen Musik synchronisiert, den 40 Hertz-Zyklus unterbrechen und den Thalamus mit den spatial-temporären Strukturen der parietalen und occipitalen Lappen verbinden. Ist doch klar, oder? Lol.

Bob reiste mehrere Male in die 80er, sah Gretchen, wurde fast verrückt vor Eifersucht, als er sein früheres Selbst bei ihr fand. Er kannte ihre Bücher wie „Probabiltiy Theory und Computable Functions“, „Modern Algebra“, ihre Doktorarbeit „Lie Variables Applied to N-Space Topologies“. – Das erinnert mich an die free educational Website, die mir durch die „Business Week“ zugänglich wurde. 

Bob konnte zwar die Vergangenheit verändern; doch nicht so wie gewünscht. Diesmal war er es, der mit Gretchen, seinem früheren Selbst und dessen Kumpel in den Kanal fuhr. Gretchen ertrank erneut. Clayton hatte im Jahr 2050 die Kur gegen Diabetis auf seinen USB-Stick geladen, sich Notizen gemacht. Zurückgekehrt jedoch waren die Infos verschwunden. Erinnerungen waren das einzige, was zurückblieb.

Und ich selbst habe ein paar neue Inspirationen für Karaoke-Songs, obwohl Punk, Goth etwas außerhalb meiner Geschmacksrichtung liegen. Zur Zeit stehe ich auf Amy Winehouse und Brian Ferry.




martedì, marzo 20, 2012

Fandom Observer 273

Die Zeit rennt.

Ich habe seit Tagen einen neuen Fandom Observer in meiner Mailbox. Muß ein paar Worte drüber verlieren, sonst werden es Wochen. „Fictionfantasy sucht die 1000 besten phantastischen Romane“. Das ist ja phantastisch, lol. Es werden Magazine angekündigt: Phantast (der Name spricht für sich), Alfonz. Das letzte ein Comic-Magazin. Unter der Artikelüberschrift „Die orbitalen Visionen des Küpperpunk Korhonen“ gibt es etwas über den SF-Autoren Thorsten Küper, der im Second Life Lesungen organisiert und etwas über das Online-Spiel Second Life selbst. Dass es 28 Millionen eingetragene Benutzer hat, bezweifle ich, aber es spielen noch einige. Ich selbst zum Beispiel singe als Klaus Thibaud Karaoke. Falls jemand von Euch dort auftaucht, sende er mir eine IM (Instant Message).

Ich lese einige Rezensionen. Wie üblich von Filmen, Büchern, Magazinen, TV-Serien. Ein neuer Perry Rhodan schreibt über seine Tätigkeit. Fandom Observer hält uns auf dem laufenden.



lunedì, marzo 19, 2012

Kim Dotcom

Megaupload.com

Gut Ding hat mal ein Ende. Kim Schmitz aus Kiel, der sich legal in Kim Dotcom umbenannte und zum Schluss diese Hütte in Neuseeland gemietet hatte, hat viel Spaß gehabt. Aber irgendwie standen die Amis nicht so drauf, dass man bei Megaupload so viel gratis herunterladen konnte. Die Amerikaner haben einfach keinen Humor. Sie ließen das Geschäftsmodell platzen. Warum ließen sie Kim und den Nutzern nicht das Vergnügen. Jetzt muss der Mann zittern, dass er an die U.S.A. ausgeliefert wird. Die sperren Leute ein und werfen erst mal den Schlüssel weg. Obwohl so eine File-Sharing Site ja nicht das Herunterladen besorgt, insofern ist es ein „Secondary infringement“. Dürfte also gar nicht strafbar sein. Ich bin also für die kostenlose Verbreitung von Kunst. Es reicht doch, wenn Künstler durch ihre Shows Geld bekommen.





sabato, marzo 17, 2012

Maker Movement, die Macher Bewegung

Maker Movement.

DIY = Do It Yourself. Es geht um Electronics. Daraus ist eine Bewegung entstanden, die von Unternehmen wie Adafruit Industries alimentiert wird. Adafruit verkauft alle möglichen elektronischen Gadgets, auch Sets, die zum Basteln herausfordern. Ich selbst habe keine Ader dafür. So vor 30 Jahren hatten ein Arbeitskollege und ich sich mal in einen Elektronikkurs an der Ingenieurschule am Berliner Tor eingeschrieben. Nach dem vierten Besuch blieben wir weg. Dieses ewige Gestöpsel und Ausrechnen von Ohm, Volt, Ampere usw. War nichts für uns.

Unternehmen wie Sparkfun Electronics versuchen zum Basteln anzuregen. Die Bewegung ist Open Source. Mit anderen Worten: Man gibt seine Ideen weiter und Quellcodes für Programme ebenfalls. So in der Art wie das Android System für Handys von Google. Das hilft natürlich, der Maker Bewegung neue Mitglieder zuzuführen.

3D Robotics stellen Baukästen zur Entwicklung von Modellflugzeugen her, auf die eine Kamera montiert werden kann. Privatdrohnen. MakerBot Industries verkauft Bausätze zur Herstellung von 3D Druckern. Wer daran interessiert ist, sollte sich das mal näher ansehen.




venerdì, marzo 16, 2012

Obamas Drohnen

Roboter auf dem Schlachtfeld.

Das Thema gewinnt an Fahrt. Noch ist es mit den Drohnen nicht soweit und man kann lang und breit darüber diskutieren, ob sie jemals Feinde erschnüffeln werden können. Gesichtsscanner, Gang, DNA? Wie auch immer: Obama steht auf Drohnen, wie der letzte SPIEGEL noch einmal bekräftigt. Unter Bush startete all 47 Tage eine, nun hebt alle 4 Tage eine ab. Um die 2000 Menschen wurden von ihr exekutiert. Was fehlt noch? Dass sie sich selbst herstellen, fortentwickeln und sich ihre Feinde selbst aussuchen und zu einem ihnen genehmen Zeitpunkt aktiv werden.

Ich wollte eigentlich hier zu einer Drohnengeschichte verlinken, die ich mal geschrieben hatte. Nur finde ich sie nicht mehr. Im Falle, dass sie mir über den Weg läuft, verlinke ich sie in einem anderen Post.



mercoledì, marzo 14, 2012

Analog, Science Fiction and Fact, May 2012

“The End of Ordinary Life” von Daniel Hatch. Nahe Zukunft. In Alaska, wo die Handlung abläuft, werden Fischerboote mit Wasserstoff angetrieben. Der Leser bekommt mit, wie Menschen in Alaska leben. Dafür ist die Handlung etwas mager. Protag Tom fliegt für die Gesellschaft seines Onkels Menschen in Alaska von einem Kleinstadtflughafen zum anderen. Die U.S.A. haben zu Kanada ein gespanntes Verhältnis, dann gibt es den Mr. Shaw, der Goldstaub nach Kanada schmuggelt. Tom soll ihn dazu über die Grenze fliegen. Ihm sind inzwischen drei Freundinnen abhanden gekommen. In einer Riesenhalle findet er sie schließlich wieder, in die er mit Mr. Shaw von der Homeland Security eingeliefert wird. Deren Helikopter hatten Tom und Mr. Shaw zur Landung gezwungen. Sie bekommen heraus, daß politisch Verdächtige in dieser Halle interniert worden waren. Shaw erzählt Tom, dass ihm ein Alien so um die zwanzig Jahre lang, den Goldstaub übergab, den er ins sichere Kanada transportierte.

Eine kanadische Einsatztruppe befreit alle aus der Halle und fliegt sie nach Kanada aus. Tom verdingt sich bei Mr. Shaw als Pilot, um ihm bei einem Projekt zu helfen, dass Shaw mit dem Alien abwickelt. Über das Projekt schweigt sich der Autor aus. Eines ist sicher, er hat etwas gegen die Homeland Security. Die Story ist flott geschrieben. Die Beschreibungen Alaskas trösten über die magere Handlung hinweg.

Robert J. Sayers „Trigger“ geht mit dem vierten Teil zu Ende. Ist es übertrieben zu schreiben, dass es unverhältnismäßig ist, wenn der angeschossene U.S.-Präsident mit einer Operation „Counterpunch“ Pakistan mit seinen 200 Millionen Einwohnern dem Erdboden gleichmachen will? Und das, weil Terroristen ein paar Bomben in einigen amerikanischen Städten haben hochgehen lassen? – Der Präsident läßt die Flieger starten.

Es kommt anders. Der auf ein paar Personen konzentrierte Link weitet sich aus. Immer mehr Menschen werden davon betroffen. Jeder bekommt mit, was der andere denkt. Damit hat ein kriegerischer Akt schon im Ansatz keine Chance mehr und die Menschen verhalten sich mehr und mehr wie ein Schwarm.










domenica, marzo 11, 2012

6.3.2012. So, ich sitze in der A319

und warte auf den Abflug nach Köln/Bonn. Meine Mutter ist mit 95 Jahren gestorben und jetzt muß die Beerdigung angeleiert werden. Ich war gerade aus Copparo gekommen, wo meine Lungen geröngt und mir wieder neue Antibiotika verabreicht wurden, da rief mich das Altersheim an, dass meine Mutter im Sterben läge. Nach einer weiteren Viertelstunde: „Nun ist sie von uns gegangen“.

Bevor ich eincheckte, hatte ich mit den den Tücken der Flughafenparkplatzverwaltung zu kämpfen. Die Parkplätze sind auf zwei Etagen angelegt. Ich fuhr wie immer zur Schranke der Rampe, die nach oben führte. Drückte den Knopf. Kein Ticket. Wieso? Und führ meinen Jeep zurück. Die Ampel war rot. Die Ampel für die Erdgeschossrampe jedoch war grün. Normalerweise war es umgekehrt. Ich fuhr ins Erdgeschoss, auf gleicher Ebene also. Dann sah ich, dass die Parkplätze durch diagonale Bänder abgesperrt waren, mit einem Schild, was androhte, daß widerrechtlich geparkte Wagen abgeschleppt werden würden. Doch standen andere Wagen bereits auf einigen dieser Plätze. Ich stelle meinen dazu. Die Ampel war grün, ich hatte mein Ticket, die Verwaltung ist bescheuert und das ist Italien, wo man riskieren muss.

Das Flugzeug rollt rückwarts aus der Position. Das Altersheim hatte mir freundlicherweise ein Beerdigungsinstitut vermittelt. Die benötigen eine Scheidungsurkunde meiner Mutter. Mir ein Rätsel, wo ich die hernehmen soll und warum die für eine Beerdigung gebraucht wird. Wir werden sehen. Ich habe ein One-Way Ticket gebucht, da ich nicht weiß, was auf mich zukommt. Dauert es zu lange, fliege ich zwischendurch nochmal zurück. Ich bin mit reichlich Lesestoff ausgestattet. Bahntickets und Hotel sind gebucht. Wir starten.

Landeanflug. In Bologna hatten wir frisches und windiges Wetter. In Köln sieht es trübe aus, dafür sind die Weiden saftig. Das Flugzeug wackelt. Zweckbauten, Reihenhäuser, der Rhein, Gleisanlagen, Autobahnen. Es regnet. So bin ich nur einige Male durch den Bahnhof gelaufen, wo ich mich im IBIS-Hotel eingecheckt habe, und habe mir bei McDonald einen MacRib reingedrückt, den es in Italien nicht gibt. Bei RTL2 sah ich mir die Stonehenge Apocalypse an. War etwas wirr, denn mir wurde nicht klar, warum mittels Stonehenge und Pyramiden Terraforming gemacht wurde, indem man Asche in die Atmosphäre blies. Ich schrieb schon mal über einen Vorgang dieser Natur, daß Pflanzen, Tiere und dann auch Menschen durch mangelnde Sonneneinstrahlung eingehen würden. Doch das mit Absicht? Wofür?

Der Negativposten meiner Fahrt war der Anlaß. Aber meine Mutter dümpelte nur noch so vor sich hin und im Grunde war es für sie eine Erlösung. Positivposten waren Tapetenwechsel sowie der Fakt, dass man mehr Zeit zum Lesen hatte. Vornehmlich während der Bahnfahrt. Ich habe eine weitere "Scientific American" durch.

7.3. Wahnsinn, sie haben sogar russisches und arabisches Fernsehen. Ibis hat aufgestockt. Vom Kölner Dom schallten die Glocken herüber.

Scientific American, July 2010. „Is the Universe leaking Energy?“ Hat das Universum ein Leck?

Wollten wir das nicht schon immer wissen? Lol. So wie es aussieht, nein, obwohl es Energie verliert und damit dem Erhaltungsgesetz widerspricht. Ausdehnung, Rotverschiebung sind Ursachen dazu.

Medikamente können alles mögliche anrichten. Ich meine, 6 Monate Antibiotika schlucken, um Tuberkelbazillen auszurotten. Ich bin jetzt im sechsten, obwohl bei der histologischen Untersuchung meines wegoperierten Lungenknotens keine einzelne Bakterie gefunden worden war. Der hellste Wahnsinn. – Jetzt sitze ich im Zug auf dem Weg nach Hamburg. Wir überqueren den Rhein. Erinnerungen: Mein erster Job als selbständiger Programmierer war bei Reynolds Tobacco in Köln gewesen. 1987. Ich hatte ein kleines Zimmer in der Innenstadt und konnte den Rosenmontagszug von dort aus fotografieren. ABAPs (allgemeine Berichtaufbereitungs Prozessoren) waren noch Assembler Makros. Später wurden es Interpreter Programme. Aber das war Zukunft.

Zurück zum Magazin: „DNA Drugs come of Age“.Ironisch, mit welchem Optimismus Forscher schreiben, wenn sie über ihre Arbeit an Medikamenten berichten. Jahre später fallen die meisten in klinischen Tests durch. Es fehlt, so sehe ich es, eine Killermethode. In positivem Sinne natürlich, lol. Eine Methode, mit der sich Medikamente schnell und sicher entwickeln lassen. Hier werden zwei Wege bschrieben, Impfstoffe herzustellen. Zum einen mit Plasmiden, zum anderen mit Adenoviren. Plasmide sind kleine DNA-Ringe, die Proteine eines Pathogens produzieren, wenn sie in Körperzellen eingeschleust werden. Das Protein ruft eine Immunreaktion hervor. Nur war diese beim Test nicht stark genug. Der Autor beschreibt die Anstrengungen, die unternommen wurden, um die Reaktion zu verstärken.

Interessant war der Artikel „War Machines“ Roboter auf dem Schlachtfeld. Darüber habe ich, glaube ich, schon geschrieben. Zu dem Thema gibt es auch gut geschriebene SF-Stories. Ich erinnere mich an eine, in der die Menschheit ins Innere der Erde geflüchtet war, dort lebte und den Robotern auf der Oberfläche die Kriegsführung überlassen hatte. Von diesen wurden die Menschen über die Kampfhandlungen ständig ins Bild gesetzt. Bis eines Tages die Neugier eines Menschen, der sich zur Oberfläche gearbeitet hatte, auffliegen ließ, dass die Roboter schon seit Jahren miteinander Frieden geschlossen hatten, die Menschen jedoch im Unklaren ließen, damit diese nicht wieder an die Oberfläche kamen um Sch... zu bauen.

Die Anzahl unbemannter Systeme fürs Schlachtfeld wächste rasant. Die U.S.-Streitkräfte besaßen 2003 noch nichts davon. 2004 waren es schon 150. 2005 waren es 2400 und heutzutage gehen sie weg wie warme Semmel.

Inzwischen gibt es welche, in denen der Soldat an seinem Heimatort den 8-Stunden Tag an einem Joy-Stick verbringt, mit Drohnen ein paar Talibanen killt und abends wieder zu Haus bei seiner Familie ist.

„Hun, wie war dein Tag?“ „Ach nichts besonderes. Wieder ein paar Terroristen weniger.“ „Willst du noch ein paar Kartoffeln, Schatz?“

Der Autor warnt davor, dass sich unbemannte Systeme verselbständigen könnten. Darüber gibt es ja auch Stories. Dann wird es natürlich interessant. Besonders für U.S. Amerikaner und deren Gegnern. Schnarchnasen in Italien kriegen so etwas nicht auf die Reihe. Vielleicht ganz gut so.

Wo sind wir jetzt? Ah ja, Essen. Mit „Clean Energy from filthy Water“ wird ein System vorgestellt, mit dem in Kalifornien einige Kommunen aufbereitete Abwässer in die Tiefe pumpen, wo sie auf vom Magma erhitzte Felsen treffen, Dampf erzeugen, der Turbinen antreibt, die Strom herstellen. Clever.

„Winged Victory“. Das kann man kurz abhandeln. Man nahm früher an, dass sich Vögel erst nach dem Aussterben der Dinosaurier entwickelten. Durch neue Funde und DNA-Checks wurde offenkundig, sie existierten schon zu Saurierzeiten und überlebten die Katastrophe, welche die Dinos dahinraffte.

Der letzte Beitrag nun „How Babies think“ ist auch interessant. Kognitive Psychologen stellten bei Tests mit sehr jungen Kindern, dass ihr Gehirn wie das von Wissenschaftlern arbeitet. Kinder experimentieren auf Teufel komm raus, sie sind geschickte Statistiker. Experimente wie diese werden unbewußt durchgeführt. „Babies are designed to learn,“ behauptet die Autorin Alison Gopnik, Psychologieprofessorin und Professor der Philosophie. Erwachsene hingegen müssen sich anstrengen, und ich erst mal, lol. Mein Portugiesisch ist immer noch unter aller Sau. Aber irgendwann klappts. Die Zeit, die Zeit... Ich schreibe diesen Blog und auf dem anderen PC sehe ich Blob. Nur den Trailer, denn jetzt kommt schon auf Winamp „The amazing transparent Man.“ Portugiesisch also. Wenn ich meine Kur hinter mich gebracht habe, wird ein Opel Insignia bestellt, damit ich wieder längere Strecken hinter mich bringen kann. Mein oller Opel Omega ist inzwischen 24 Jahre alt. Der macht es nicht mehr. Dann gehts runter zur portugiesischen Algarve. Faro hat auch ein IBIS-Hotel.

Dauert nicht mehr lange, dann bin ich in Hamburg. Ich lese im SPIEGEL den Artikel von dem Tod eines amerikanischen und eines deutschen Soldaten. Wie wird er in der respektiven Heimat aufgenommen? Zitat: „Viele Bundeswehrsoldaten vermeiden es, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Zu viele haben schon erlebt, dass ihnen „Mörder“ hinterhergerufen wird. (Fast forward: US-Soldat erschießt schlafende Dorfbewohner) so stehts in einem anderen Spiegel. Jetzt würde mich nicht wundern, wenn U.S. – Soldaten als Mörder bezeichnet werden würden. (Fast backward)

Diese Rufer sind Idioten. (Nach der neuesten Spiegel-Notiz bin ich mir jedoch nicht mehr so sicher) Dies gab es, als ich in den 60ern Soldat war, noch nicht. Ich war immer in Uniform aus der Kaserne gelaufen. War doch bequemer. Stiefel aus, Halbschuhe an und weg. Einmal hatte ich in der Hast einen Ausgehschuh und einen schwarzen Turnschuh angezogen. Das merkte ich erst, als man mir auf der Rückfahrt in der Hochbahn auf die Füße starrte. Ouch, lol.

10.3. Ich sitze wieder im Zug. Heimfahrt. Gerade Münster hinter mich gelassen. Im Zug läßt sich einfach besser lesen und schreiben. Schweizer Waggons, härter und unbequemer. Endstation Chur. Bis jetzt ist alles reibungslos verlaufen. Ich hatte sogar die Scheidungsurkunde gefunden und nachgereicht, obwohl mir noch immer nicht klar ist, wozu man eine Scheidungsurkunde für eine Beerdigung braucht. Diese wird auf Wunsch meiner Mutter anonym durchgeführt. Ich halte so etwas für modern und zeitgemäß und unkompliziert.

Und schließlich. Ein Parkautomat war kaputt. Der Parkplatz noch abgesperrt. Aber mein Wagen war nicht abgeschleppt.







sabato, marzo 03, 2012

Scientific American, March 2010

Learning the hard way. So um um 1860 wurde offenkundig, dass amerikanische mit Baumwolle beladene Schiffe oft Feuer fingen. Es lag an Bullaugen, die im Gegensatz zu den auf europäischen Schiffen wie Brenngläser wirkten.

Bei „The Moon that would be a Planet“ geht es um Titan. Dieser Saturnmond ist größer als der Planet Merkur. 2005 wurden von der Huygens Sonde interessante Aufnahmen gemacht. Auf Titan gibt es Seen, Dünen. Nicht aus Wasser, nicht aus Quartz, vielmehr Seen aus Methan, Sand aus Hydrocarbon, dunkel wie Kaffeesatz. Der Titan dreht sich alle 15 Erdtage um sich selbst, seine Atmosphäre ist um etwa 200 Grad kälter.

In „The Brain´s Dark Energy“ wird im Grunde das behauptet, das ich bei der Kurzbesprechung eines Spiegel Interviews mit einem Hirnforscher erwähnte. Das Gehirn sei auch in Zeiten stark beschäftigt, von denen man annahm, es würde eine Ruhepause einlegen. Tätigkeiten, die in keiner Relation zu einem externen Ereignis stehen. Forscher nennen es „dunkle Energie des Gehirns“, weil sie nicht wissen, was da passiert. Man nimmt an, Planung und Organisation, von dem unser Bewußtsein nichts mitbekommt.

Und mal wieder etwas über Nuklearfusion: „Fusion´s false Dawn“. Wahrscheinlich trügt mich die Erinnerung. Aber war da nicht mal was mit einem Tauchsieder und wie Physiker behaupteten, damit könnten sie eine Kernfusion erzeugen? Das war ein Witz. Physiker träumen weiter. Auf kleinstem Raum die Sonne nachahmen. Ein System benutzt Laser, das andere versucht Plasma durch Magnete zusammenzuhalten. Zum einen gibt es die National Ignition Facility (NIF) in Livermore, Kalifornien mit ihren 192 Lasern, die auf eine Zielkammer mit einem „Goldhohlraum“ feuern. Die außere Schicht eines Zielkügelchen wird abgebrannt und das Innere auf eine hundertfache Dichte von Blei komprimiert. Dieser plötzliche Anstieg von Dichte und Temperatur soll die Verschmelzung erzeugen.

Mit Wasserstoff fängt es an. Seine Isotopen Deuterium und Tritium werden zusammengepresst. Es entstehen Helium, ein Neutron und Energieüberschuss. Das war das Lasermodell. Der ITER in Frankreich hingegen will versuchen, Plasma von Deuterium und Tritium zu erzeugen. Starke Magneten sollen dafür sorgen, dass das Plasma an Ort und Stelle bleibt. Miktrowellen werden benutzt es auf über 150 Millionen Grad zu erhitzen. Nur in Praxis klappt das nicht. Bei ITER schon deswegen, weil er noch gar nicht fertig gebaut ist, lol. Doch, Versuche gab es ja schon. Und die Forscher arbeiten weiter daran. Die Fusion müsste kontinuierlich ablaufen. Schließlich ist es das Zielt, daraus Energie für die Bevölkerung zu erzeugen. Zur Zeit hört die Fusion nach Sekundenbruchteilen auf und das Plasma flutscht aus seiner Umklammerung..

„Evolution of Minerals“. Auf der Erde gibt es die meisten von ihnen, so um 4000. Ist doch eine Menge. Die ersten entstanden, als Sonnen anfingen zu explodieren. Mikroskopische Kristalle aus Diamanten und Graphit. Kohlenstoff also. Ur-Mineralien. Unsere Sonne fing an, sich vor 4,6 Milliarden Jahren zu entzünden. Das, was (einen Beitrag zuvor) die Fusionsspezialisten auf der Erde vorhaben, Der um die Sonne kreisende Staub, in ihrer Hitze gebadet, formte sich zu Klumpen aus Eisen-Nickel Legierungen, Silikaten etc. Es entstanden Meteore und in unserer Zeit SF-Stories, in denen wagemutige Bergleute mit ihren Raumschiffen diese Himmelskörper aufsuchen und ausbeuten. Die Erde selbst verwandelte sich im Verlauf ihrer Geschichte. Vor 4,4 Milliarden Jahren sah sie aus wie wir uns den Hades vorstellen, bestand aus Basalt, Magma und Lava. Ich habe kein Interesse, einzelne Mineralien wie Tourmalin etc, die durch Schmelzvorgänge enstanden, aufzuzählen. Später fing die Erde an zu rosten, als der erste Sauerstoff entstand. Neue Mineralien. Schließlich kamen Kälteepisoden, und wieder entstanden andere. Dann fing es an zu grünen. Mal sehen, was danach kommt. Wahrscheinlich ein Wüstenplanet. Wüst ist er ja schon, lol.

Der nächste Artikel „Toxic Gas Life Saver“ hätte von Gutenberg stammen können; denn in Leserbriefen der folgenden Ausgabe schrieben einige Forscher, darüber hätten sie schon vorher berichtet, nämlich, dass der nach faulen Eiern riechende Schwefelwasserstoff, in 800 Teilchen per Million (ppm) eingeatmet zum Tode führen würde, in noch winzigeren Mengen jedoch benevolente Effekte habe. Das Gas könnte dazu verwandt werden, Schlaganfälle, Infarkte und Bluthochdruck zu behandeln. Würmer, die einer niedrigen Gaskonzentration ausgesetzt sind, würden 70 % länger leben. Ich frage mich, was ist mit Stinkbomben, und wo bekomme ich die in Italien her, und was würde meine Frau dazu sagen, wenn ich jeden Tag eine in der Wohnung losließe?
„Worm Charmers“. Das habe ich schon gewußt. Schließlich heißen sie Regenwürmer. Wenn es regnet, kommen sie an die Oberfläche. Im Artikel wird nun festgestellt, dass die Würmer auf die Oberfläche flüchten, wenn der Boden vibriert. Toll. Ich erinnere mich an die Zeit, als ich bei Reemtsma in Hamburg Othmarschen arbeitete. Die Fenster gingen von der Decke bis zum Boden und boten eine herrliche Aussicht auf den Park, der sich bis zur Elbe hinabzog. Reemtsma hatte sogar Kellnerinnen. Sicher ist es jetzt auf Selbstbedienung umgestellt. Im Park sah man Möwen, die auf dem Gras herumtrampelten, um den Boden zum Vibrieren zu bringen und Regenwürmer zur Flucht an die Oberfläche zu veranlassen. Grund für die Flucht war lt. Artikel die Furcht vor Maulwürfen. In den U.S.A. gibt es professionelle Wurmsammler, die Eisenstangen in den Grund schrauben und damit im Boden Schwingungen erzeugen. Nur eine andere Methode.

Zum Schluss werden Klimakontroll-Experimente beschrieben, in denen schon mal vorweggenommen wird, was noch auf uns zukommt, wenn wir die Erderwärmung nicht in den Griff bekommen. Erderwärmung??? Im Februar war es saukalt.