Sie hatten sich umsonst Sorgen gemacht.
Die Elitären blieben unter 5 %. Hamburg blieb
eine weltoffene Stadt. Ging ja auch gar nicht anders. In ihren Hafen
liefen Schiffe als aller Herren Länder ein. Und in Fuhlsbüttel
wurde am Spaceport weiter gebaut.
Elsa kam auf
Anforderung Dr. Schmidts vorbei und sah sich Cthulhus Statue genauer
an. Fand aber nichts, was vorübergehende Stadtparkbesucher hätten
veranlassen können. sich vor ihr zu verneigen.
„Cthulhu Stuff“,
meinte sie nur, bevor sie sich verabschiedete. „Wir können nur
raten, wie sie das machen.“
Die Statue blieb,
Menschen verneigten sich vor ihr, und alles war gut?
Nein, denn es gab
wieder Gewalttaten.....
Heinrich
Schneider schloss die Haustür auf, hing seine Jacke weg, ging ins
Wohnzimmer und fläzte sich neben Emma auf die Couch. Im dritten
Programm lief ein Spielfilm.
“Eine
Hitze ist das hier. Selbst abends kühlt es nicht ab. Haben wir noch
Bier im Kühlschrank?”
“Das
weißt du doch, bist nur zu faul, um aufzustehen.”
“War
ein anstrengender Tag heute. Mussten unsere Berichte machen. Der
Schreibkram bringt mich noch um.”
Emma
verschwand in der Küche und kam nach einer Weile mit zwei Warsteiner
und einem Teller geschmierter Brote zurück..
.
“Das waren noch Filme, was Heinrich? Den Vincent Price könnte ich
mir immer wieder ansehen.”
“Hat
der nicht auch den Doktor van Helsing in Dracula gespielt?”
“Nee,
das war Peter Cushing.”
“Wie
heißt der Film hier?”
“The
House of Wax.”
Als
der Film zu Ende war, seufzte Schneider: “Ich weiß nicht, früher
müssen Mordfälle weitaus interessanter gewesen sein.”
“Auf
Sankt Pauli gibt es doch auch ein Panoptikum. Heinrich, guck doch mal
nach, ob nicht auch da Leichen unter dem Wachs versteckt worden
sind.”
“Nun
übertreib nicht, Emma. Oder wenn du schon dabei bist, dann lass mich
auch mal. Stell dir vor, du kaufst Entenfutter, gehst in den
Stadtpark und fütterst die Enten regelmäßig damit, dann stellst du
fest, dass diese jeden Tag zehn Zentimeter größer werden und
findest heraus, das Entenfutter war radioaktiv. Das willst du dem
Gesundheitsamt melden, schlägst dort am Eingang mit dem Kopf gegen
den Türrahmen und merkst, dass auch du ständig gewachsen bist.”
“Ich
finde, du solltest den Kommissarberuf an den Nagel hängen und
Drehbuchautor werden.”
“Sei
mal ruhig Emma, da ist was passiert.”
Sie
hörten dem Nachrichtensprecher zu: “Während der Abendstunden ist
auf der Strecke Bargteheide - Hamburg-Hauptbahnhof ein älterer
Mann aus einem Vorortszug gefallen. Nähere Einzelheiten über diesen
Hergang sind nicht bekannt.”
Schneider
kratzte sich am Ohr. “Ist ja gediegen. Die Türen gehen doch nicht
von allein auf.”
Emma
zappte von einem Kanal zum anderen. “Was gibt es denn sonst noch?
Inspektor Derrick, deine Konkurrenz, Heinrich.”
“Tja,
abgesehen von den interessanten Fällen gibt es auch schöne Frauen
in seiner Sendung. Das unterscheidet Fernsehen von der tristen
Wirklichkeit.”
“Nun
lass den Kopf nicht hängen, Heinrich.” Emma zerzauste seinen
Haarschopf. “Du hast doch mich.”
“Na
Udo, was sagt die Bild heute?” Udo Schmitz blickte von seiner
Zeitung hoch. “Guten Morgen, Heinrich. Da ist ein Mann aus dem Zug
gefallen. Im Gerichtsmedizinischen haben sie die Leiche
identifiziert. Ein sechzigjähriger Gutsbesitzer aus Hamburgs
Umgebung. Der Name ist Fritz Rödiger.”
“Ich
rufe Müller-Hermann an, damit er uns informiert, falls ihm was
auffällt.”
“Es
sei denn, die Tür hatte einen Defekt, sonst halte ich es für
unmöglich, so mir nichts dir nichts aus dem Zug zu plumpsen.” Udo
erhob sich und goss sich Kaffee ein. “Selbst wenn er die Außentür
mit der Toilettentür verwechselt hat, kann die Außentür während
der Fahrt überhaupt geöffnet werden?”
“Gute
Frage, Udo. Gehen wir der Sache nach, ruf mal bei der Bahn an,
welcher Zug das war und ob der Waggon noch eingesetzt wird.”
Udo
griff zum Hörer.
“Wir
haben Glück, der Waggon steht in Maschen auf dem Abstellgleis.”
Dort
angekommen, ließen sie sich vom Bahnmeister den Waggon zeigen.
“Haben
Sie die Türen schon überprüft?”
“Nee,
wir sind noch nicht dazu gekommen.”
“Sie
erlauben, dass wir uns das mal ansehen.” Schneider riss die Tür
auf und kletterte in den Wagen.
“Welche
war es denn?”
“Weiß
ich nicht. Probieren sie doch alle aus.”
“Bleibt
uns wohl nichts anderes übrig. Udo checkst du die Türen im hinteren
Teil?”
Fehlanzeige.
Alle Türen schlossen, konnten jedoch während der Fahrt geöffnet
werden.
Sie
fuhren zurück. Im Büro fand Schneider einen Zettel auf seinem
Tisch. Müller-Herrmann erbat seinen Rückruf.
“Hallo
Doktor, worum gehts?”
“Herr
Schneider, der Mann, der aus dem Zug gefallen war, hatte LSD
geschluckt, und zwar eine beachtliche Menge.”
“Wir
sind schon auf dem Weg zu Ihnen.”
Schneider
und Udo verließen das Amtsgebäude und gingen die Landwehrstraße
zum Gerichtsmedizinischen Institut hinunter. Der Himmel war
wolkenlos, die Sonne brannte.
“Hallo,
Dr. Müller-Herrmann, schön kühl haben Sie es hier. Wen haben Sie
denn da beim Wickel?” Schneider deutete auf eine Leiche, die
geöffnet auf dem Seziertisch lag.
“Ist
nur ne Leiche,” winkte Müller-Hermann ab, “Am besten, wir gehen
nach nebenan.”
Sie
nahmen in seinem kleinen Büro Platz.
“Können
Sie uns sagen, wie sich LSD auswirken kann?”
Müller-Hermann
lehnte sich im Sessel zurück.
“War
in den sechziger Jahren zu Zeiten der Hippies ziemlich populär. Es
handelt sich um Lysergsäurediethylamid, ein halbsynthetisches
Präparat aus der Mutterkorndroge, einem Pilz, der auf Roggen
parasitiert. LSD wirkt bereits bei einer Dosis von einem Zehntelgramm
und führt zu Bewusstseinsveränderungen, führt zu ‘guten’ oder
zu ‘schlechten’ Trips.
“Was
ist denn ein ‘guter’ Trip? Eine Nacht mit Pamela Anderson? Und
ein ‘schlechter Trip’? Eine Nacht mit Herta? … na lassen
wir das.”
Müller-Herrmann
verzog keine Miene. “Meinen Sie unsere ehemalige Justizministerin?
Es gibt Schlimmeres. ‘LSD-Psychosen’ führten in den sechziger
Jahren in vielen Fällen zum Selbstmord.”
Udo
erhob sich. “Dann ist es ja klar. Der Mann hat die Zugtür
aufgerissen und ist aus dem Zug gesprungen. Bleibt nur die Frage: Hat
er das Zeug freiwillig eingenommen?"
Schneider
bedankte sich und sie machten sich auf den Rückweg.
“So,
LSD, wie?”
“Ich
erinnere mich, viele, die das Zeug schluckten dachten, sie könnten
fliegen und waren vom Balkon gesprungen.”
“Udo,
lass dir sagen, wo der Mann gewohnt hat. Wir sollten uns das
ansehen.”
“Tremsbüttel,
und dort,” Schneider blickte rechts durch das Wagenfenster, “dort
haben wir das schöne Schloss. Vornehme Gegend. Wie lange müssen wir
noch fahren?”
“Gleich
haben wir es geschafft.” Udo lenkte den Wagen in eine Seitenstraße
und hielt vor einem schmiedeeisernen Tor. Mannshohe Mauern umgaben
das Anwesen. Schneider stieg aus, klingelte und identifizierte sich
über die Sprechanlage. Das Tor öffnete sich und sie fuhren noch
etwa hundert Meter weiter, dorthin, wo sich eine Villa auf einem
Hügel räkelte. Sie stiegen aus und gingen zum Eingang hoch.
Schneider sah sich um. Ein südländisch aussehender junger Mann
putzte einen schwarzen Mercedes und blickte zu ihnen hoch. Die Tür
war offen, eine junge Frau stand in ihrem Rahmen.
“Kommissar
Schneider und Inspektor Schmitz? Bitte kommen Sie herein.”
Sie
folgten der Frau.
Donnerwetter,
dachte Schneider, von hinten genau so hübsch wie von vorn.
“Bitte
nehmen Sie Platz. Darf ich Ihnen etwas anbieten?”
Sie
setzte sich ihnen gegenüber.
“Danke,
nein. Ich nehme an, Sie sind Frau Rödiger. Wir sind gekommen, Ihnen
unser Beileid auszusprechen und möchten einige Fragen stellen.”
Schneider sah auf ihre Bluse, dann auf ihr Gesicht, dass von einer
Mähne kastanienbraunen Haares eingerahmt wurde.
“Frau
Rödiger. Wie beurteilen Sie den Hergang, den Unfall. Es war doch
einer?”
“Herr
Kommissar. Ich kann es mir überhaupt nicht erklären. Mein Mann
musste noch einmal in die Stadt und nahm den Siebenuhr-Zug von
Bargteheide. Ich begreife nicht, wie so etwas passieren konnte.”
“Hatte
Ihr Mann Feinde?”
Die
Frau blickte irritiert. “Aber nein. Sie wollen doch nicht damit
sagen, dass Fritz aus dem Zug gestossen wurde?”
“Selbstverständlich
nicht. Wir sind um die Aufklärung des Sachverhaltes bemüht und
müssen daher alle theoretischen Möglichkeiten durchdenken.”
Schneider
erhob sich. “Frau Rödiger, wir möchten Sie nicht länger stören,
bedanken uns noch einmal.” Er zog eine Visitenkarte aus seiner
Brusttasche und gab sie ihr.
“Sollte
ihnen noch etwas einfallen, rufen Sie uns an oder besser noch,”
Schneider lächelte sie an. “Besuchen Sie uns einmal. Ich würde
mich darüber freuen.”
Die
Frau blickte Schneider in die Augen und reichte ihm die Hand, strich
mit ihrem Daumen über seinen Handrücken.
Sie
verließen die Villa und als sie den Weg von der Villa zum Tor
entlangfuhren, bemerkten sie einen südländisch aussehenden jungen
Mann, der mit einem kleinen Traktor den Rasen mähte.
“Moment
mal, ist das der Gleiche, der vorhin den Wagen geputzt hatte, oder
laufen mehrere davon herum?”
“Tote
Hose, was?” meinte Udo und lenkte den Wagen zur Autobahn.
“Kann
ich nicht sagen, die Frau sah doch umwerfend aus.”
“Ich
schätze sie auf etwa fünfunddreißig und wenn ihr Mann sechzig
Jahre alt war, wieviel sind sechzig weniger fünfunddreißig?”
“Har,
Har. Ich weiß nicht,” Schneider sah, wie sie die Ausfahrt
Rahlstedt hinter sich ließen, “ich weiß nicht, ich sollte mir das
Haus noch einmal etwas näher ansehen. Und wie macht man so etwas
ohne Durchsuchungsbefehl?”
“Dir
wird schon was einfallen” lachte Udo.
Am
nächsten Tag erhielt Schneider einen Anruf vom Empfang. “Herr
Kommissar, hier ist eine Frau Rödiger, die Sie sprechen möchte.”
“In
Ordnung, schicken Sie sie hoch.”
“Udo,
hast du gehört? Frau Rödiger kommt hier hoch.”
Udo
blickte kurz vom Bildschirm hoch, dann stand er auf und ging zur Tür.
“Ich geh mal kurz in die Kantine.”
Jemand
klopfte an die Tür. Schneider öffnete sie.
“Frau
Rödiger, kommen Sie rein und nehmen Sie Platz. Wollen Sie einen
Kaffee?”
“Nein
danke, Herr Kommissar.”
“Ist
Ihnen noch etwas eingefallen, was uns weiterhelfen kann?”
Die
Frau sah bleich aus, sie schien nervös.
“Ich
glaube schon. Ich habe zu Hause etwas entdeckt, das meinem Mann
gehörte und vielleicht Licht auf diesen Fall werfen kann. Sie müssen
es sich bei mir zuhause ansehen.”
“Wann
passt es Ihnen?”
Die
Frau stand auf und ging zur Tür.
“Gegen
acht Uhr abends? Ist es Ihnen recht?”
“In
Ordnung. Ich werde da sein.”
“Udo,
sie will mich morgen abend gegen acht Uhr in ihrem Haus sehen, will
mir etwas zeigen.”
“Fragt
sich nur, ob es das ist, was du erwartest? Geh da nicht allein hin,
Heinrich.”
“Gut,
ich werde Emma mitnehmen,” lachte Schneider. “Was soll da schon
passieren.”
“Also,
ich muss noch mal los.” Schneider erhob sich und zog seine Jacke
über. “Es geht um den Mann, der aus dem Zug gefallen ist.”
“Heinrich,
du hast doch noch gar nichts gegessen.” Emma war besorgt. “Denke
daran, keinen Alkolhol auf nüchternen Magen und bleib nicht so lange
weg.”
Als
Schneider seinen Wagen vor der Villa abstellte, stand Frau Rödiger
bereits im Eingang, wartete auf ihn. Sie trug einen Strandanzug.
“Herr
Kommissar, kommen Sie, setzen wir uns auf die Terrasse. Haben Sie
schon etwas gegessen?”
Schneider
folgte ihr durch den Salon. Sie öffnete eine Glastür, die nach
draußen führte.
“Nun,
ich habe dafür noch keine Zeit gehabt.”
“Nehmen
Sie doch Platz. Alonso wird uns etwas zurechtmachen, nicht wahr?”
Erst
jetzt bemerkte Schneider den südländisch aussehenden jungen Mann,
der sich im Schatten der Terasse aufgehalten hatte und nun im Haus
verschwand.
Sie
nahmen an einem kleinen Tisch auf der weitläufigen Terrasse Platz.
Schneider blickte auf einen großen Swimmingpool, auf einige
Liegestühle.
“Frau
Rödiger. Sie wollten mir etwas zeigen. Um was geht es?”
“Karin,
Herr Kommissar. Ich heiße Karin.”
Sie
griff nach der Flasche Martini und füllte sein Glas.
“O
je, die Flasche ist leer. Zum Glück habe ich noch eine zweite.”
Sie öffnete die Flasche und schenkte ihr Glas voll.
“Eis,
Herr Kommissar? Muss ich Sie denn immer Herr Kommissar nennen? Wie
heißen Sie nun wirklich?”
“Heinrich.”
“Prost
Heinrich. Es ist immer noch heiß, nicht wahr? Ich glaube, ich sollte
ein Bad nehmen, bevor wir etwas essen. Wie ist es mit Ihnen?”
Sie
fing an, ihr Oberteil auszuziehen. Dann entledigte sie sich ihres
Strandanzughöschens.
Schneider
schluckte, als er ihren knappen Bikini sah, aus dessen Oberteil ihre
Üppigkeit zu entkommen versuchte.
“Ich
habe keine Badehose mit.”
“Macht
nichts. Schwimmen Sie doch ohne. Damit Sie sich nicht diskriminiert
fühlen, mache ich es auch. Heinrich, machst du mal auf?”
Sie
wandte ihm ihren Rücken zu. Er nestelte an dem Verschluss, öffnete
ihn. Sie schüttelte das Oberteil ab und zog den Slip über ihre
Beine nach unten.
“Und
nun du.”
Er
spürte die Wärme ihres Körpers, als sie ihm die Jacke auszog.
Schweigend lockerte sie seine Krawatte, knöpfte sein Hemd auf, zog
es mit seinem Unterhemd zusammen über seinen Kopf. Sie kniete auf
den Boden, löste die Gürtelschnalle, knöpfte die Hose auf und zog
sie mit seinem Slip zusammen herunter.
“Wow!”
Wieso hatte sie auf einmal Basedow? Schneider wurde heiß.
“Ich
springe besser ins kalte Wasser.” Er hechtete in den Swimmingpool.
“Nicht
so schnell, Heinrich, warte auf mich.” Es platschte, er drehte sich
um und sah, wie sie auf der Stelle schwamm. Er näherte sich ihr,
versuchte sie zu umarmen, doch lachend entwand sie sich ihm.
“Karin
du machst mich wahnsinnig,” rief er und tauchte. Er hielt seine
Augen geöffnet, sah, wie sie unter Wasser auf ihn zuschwamm. Je
näher sie kam, desto bedrohlichere Formen nahm sie an. Schneider
schwamm an die Wasseroberfläche, schnappte nach Luft und brüllte
verzweifelt, als er sah, wie die grinsende Fratze eines Haies ihr
zähnebestücktes Maul aufriss und ihn zu verschlingen drohte. Panik
packte ihn und er schlug heftig um sich. Etwas Schweres drückte
seinen Körper nach unten. Jemand schrie: “Alonso, hilf mir, ihn
unter Wasser zu halten, ich schaff es nicht allein!”
Bevor
seine Sinne schwanden, wurde er von einem strahlenden Licht
geblendet. War es der Übergang in ein anderes Dasein?
“Hier
spricht die Polizei. Kommen Sie aus dem Wasser und heben sie die
Hände über den Kopf!”
“Er
wird gleich aufwachen. Lassen Sie ihn einen Tag bei uns, dann hat er
es überstanden.”
Schneider
schlug die Augen auf. Er befand sich in einem Krankenzimmer, sah, wie
Emma sich über ihn beugte.
“Emma!
Es war ein Alptraum. Gut, dass du da bist.”
“War
ich da auch drin?”
“Natürlich
nicht. Auch nicht Vincent Price, obwohl es einer der Filme schien, in
denen er hätte mitspielen können.”
“Wer
ist denn Vincent Price?”
Schneider
drehte seinen Kopf zur Seite, erblickte Udo.
“Heinrich,
das mit dem Flankenschutz und dem Hausdurchsuchungsbefehl war eine
gute Idee von dir gewesen. Gleich nachdem du das Haus betreten
hattest, waren wir über die Mauer gestiegen und hatten das Anwesen
beobachtet. Wir hatten euch immer im Blickfeld.” Udo grinste.
“Das
LSD haben wir in ihrer Schlafzimmerkommode entdeckt. Wusstest du,
dass sie vor ihrer Heirat Apothekerin gewesen war?”
“Danke
Udo,” flüsterte Schneider und schlief ein.
“Na
Udo, was sagt die Bild heute?” Udo Schmitz blickte von seiner
Zeitung hoch. “Guten Morgen, Heinrich. Wieder erholt? Sieh selbst.”
Udo hielt Schneider die Zeitung hin.
‘Dem
Polizeiteam unter Kommissar Heinrich Schneider und Inspektor Udo
Schmitz ist es gelungen, den Fall aufzuklären, der vor einigen Tagen
mit dem Sturz von Georg Rödiger aus dem Zug Bargteheide – Hamburg
Hbf begann. Unter körperlichem Einsatz fand Kommissar
Schneider heraus, dass es Karin Rödiger, die Frau des Ermordeten,
sowie Alonso Perucci, ihr jugendlicher Liebhaber waren, die Fritz
Rödiger zu einem LSD-induzierten Selbstmord getrieben hatten.’
“Körperlicher
Einsatz,” brummte Schneider. “Vielen Dank nochmal Udo. Ich hätte
Schwierigkeiten gehabt, Emma zu erklären, warum ich nackt in den
Swimmingpool gesprungen bin.”
“Da
siehst du mal, was der Beruf uns abverlangt,“ lachte Udo.
“Diskretion ist Ehrensache.”