„Was
planen die Verfassungsfeinde?“ Auf jeden Fall ist schon mal klar:
Drei Leute freuen sich. Muss blättern, um zu sehen, wie sie heißen:
Siegmund, Chrupalla, Weidel. Und ihre Wähler sind auch zufrieden.
Und ehe die regieren können, wenn überhaupt, wird noch allerhand
Wasser die Wümme herunterlaufen. Im Moment sind in Deutschland noch
die CDU und die SPD an der Macht. Und ob die Bahn bei der Alternative
für Deutschland pünktlicher fahren würde. Wer weiß, ob wir das
jemals erfahren werden.
So,
nachdem sich die Aufregung über das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt
gelegt hat, blicken die Deutschen wieder auf ihre Sozialreform,
Stellenabbau bei Volkswagen und auf das, was Trump gerade wieder
anstellt. Der normale Alltag ist wieder eingekehrt.
Ach
ja, es gabe noch inzwischen zwei andere Wahlen. In
Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD noch eine gute Figur gemacht. Die
CDU nicht so: Sie ist raus. Und in Berlin hat die Linke die meisten
Stimmen eingeholt.
Und
PISA hat wieder zugeschlagen. Sieht doch noch ganz gut aus.
Jugendliche habe eben anderes zu tun, als lesen, schreiben und
rechnen zu können. Und so schlimm ist es doch gar nicht. Die kommen
schon klar.
An
die Asiaten kommen sie nicht ran. Gebongt. Aber wollen sie auch gar
nicht. Zu viel Stress. Europa ist und bleibt Reiseziel. Und wenn ein
paar wenige außergewöhnlich intelligente Europäer mit Asiaten
mithalten können, ist es doch gut für die.
Dass
Kanada von der EU eingeladen wurde, ein assoziiertes Mitglied der
Europäischen Gemeinschaft zu werden, war wohl eher ein
Wohlfühlmoment, der im Alltag wieder untergeht.
Ein
Bericht über Annalena Baerbock, über die als Aussenministerin in
Deutschland viel geschrieben wurde, und nicht immer höflich. Sie ist
in das Fenster zum Karrierewechsel gesprungen, wurde für eine
limitierte Zeit Präsidentin der Uno-Generalversammlung und wird
danach Professorin für Global Leadership an der University Columbia.
Glückwunsch.,
Mecklenburg-Vorpommern
noch mal. Stralsund. Dort reiste eine Bürgerdelegation aus
Saint-Malo, Betragne an, um eine Städtepartnerschaft zu
verabreden. Die Stralsunder, inkl. Bürgermeister, konnten damit
wenig anfangen. Ausnahmen gab es natürlich. Aber wie es so ist,
Stralsunder sind eben Stralsunder und wollen mit dem Rest der Welt
anscheinend wenig zu tun haben.
Nun,
dass bei Volkswagen zu viel Leute tätig sind, hat sich in
Deutschland auch schon herumgesprochen.
Dann
geht es um einen Job: Museumsaufseher. Der Mann fühlt sich auf
seinem Posten, von dem ein anderer sagen würde, er sei langweilig,
wohl.
Ich
hatte, als ich in Michigan arbeitete, abends zwei Semester
Psychologie studiert und wir mussten ein Researchpaper schreiben.
Mein Titel hieß: „Homeostasis is a platform for reaching a higher
level of Consciousness.“ Mit anderen Worten, wir fangen in einem
niedrigen Stadium an zu lernen, kommen ins Gleichgewicht und springen
von dort weiter, kommen in ein neues Gleichgewicht und
Bewußtsein.
Nur
war das Unsinn. Das erfuhr ich, als ich in einer Zeitung las, dass
eine Fahrstuhlführerin, vom Erdgeschoss zum ersten Stock und
umgekehrt, ihren Beruf so liebte, da sie ständig neues Publikum im
Fahrstuhl hatte, mit dem sie reden konnte. Sie war auf ihrem Level
steckengeblieben. So wie es dem Museumsaufseher geht, der auch keine
weiteren Ambitionen hat. Ich hatte trotzdem eine gute Note bekommen.
In der Klasse zählte mehr, dass man überhaupt was zu Papier
brachte, was auf den ersten Blick vernünftig klang.
Es
gibt einen Wettstreit deutscher Städte, von der jede behauptet, die
älteste zu sein. Was haben wir da? Trier, Kempten, Worms, Heuneburg.
Das
wusste ich auch noch nicht. In der Volksarmee der DDR gab es einige
gute Maler, über deren Werke im Herbst ausgestellt werden. Und das
wars.