Coversong Roads

martedì, giugno 16, 2026

Der Spiegel v. 29.05.26

Überschrift: Kriegswende? Welcher Krieg? Russland : Ukraine.

Dobrindt auf (Eigen-) PR-Tour. Ist deutscher Innenminister. Er hält die Kontrollen aufrecht, was ich gut finde. Der Spiegel weniger. Nur müssten mehr Daten her, die zeigen, welche Leute gebraucht werden. Die KI muss ihren Beitrag dazu leisten. Und dafür benötigen wir Leute, aber nur die, die sich auskennen. Gibt es welche?

Neue Stärke“. Die ukrainische Truppe ist zur Zeit nicht zu schlagen. Sie setzt massenweise das neue Kriegsmittel, Drohnen ein. Russland hat gemeint, leichtes Spiel zu haben. Damit ist nicht gesagt, dass die Russen nicht doch gewinnen.

Die AfD wird stärker, haben bei Deutschen einen Nerv getroffen. Die AfD trifft die Stimmung einer Reihen von Menschen in Deutschland.

Doch nun versuchen die etablierten Parteien die AfD mundtot zu machen und vom politischen Prozess auszugrenzen, indem sie an Landtagsverfassungen herumschrauben. - Habe ich schon mal erzählt, dass die AfD auch nicht meine Partei wäre? Aber nun genug der Politik. Ich versuche herauszufinden, ob noch interessantes in der Ausgabe aufzufinden ist.

US-Amerikaner wollen nach Europa auswandern. Ich fand es in den USA klasse, hatte ja sogar die Green-Card. Nur, meine Frau war in Italien, wir hatten einen Teil des Hauses erneuert, und die Sanitätskosten, ich war damals schon über 50 Jahre alt, das wäre teuer geworden, hielten mich davon ab, dort ständig zu leben. (Ach, übrigens bin ich gerade 87 Jahre alt geworden).

Aber von Land zu Land umgezogen wird ja überall. So gibt es die zur Zeit höchste Quote von Deutschen, die ins Ausland ziehen. Doch dazu ein paar Ausgaben später.

Es wird der Beruf eines Influenzers beschrieben, den es zu meiner Zeit noch nicht gab. Wäre auch nichts für mich gewesen, und es gibt nur ein paar von ihnen, die gut davon leben können.

Es sind Anzeichen vorhanden, dass Depressionen, Schlaganfälle und Parkinson mit transkanieller Magnetstimulation behandelt, ein positiver Ausgang erwartet werden kann. Psychiatrieprofessor Soekadar hat in der Berliner Charite gute Ergebnisse erzielt.

Und die Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk gab zu, dass ihr eine KI beim Abfassen ihres neuen Romans geholfen hat, das in Literaturkreisen Empörung erzeugte.



lunedì, giugno 15, 2026

Newsletters


 

Aus Bloomberg – Hauptstadtgeflüster:

Lt. Bloomberg kommt der „Perfect Storm“ auf die deutsche Regierung zu. Abstürzende Wirtschaft, anstehende Landtagswahlen, sinkende Beliebtheitswerte des Kanzlers.

(Nun, die Regierung wird sich schon irgendwie durchmogeln. Es gibt ja keine bessere.)

In den kommenden 5 Jahren will China 255 Millionen Euro in den landesweiten Aufbau von Rechenzentren stecken.

In Deutschland wird es bald ein neues Medikament gegen Rückenschmerzen geben. Exilby wird aus Cannabis gewonnen.

Aus South China Morning Post:

Richard Zhang fuhr auf die Urlaubsinsel Hainan, um eine dort startende Long March 5 Rakete zu beschreiben. Niemand erzählte, welche Ladung sie in der Atmosphäre aussetzen würde.

Aus CNBC – Breaking News:

Anthropic verhindert den Zugang zu den AIs Fable 5 und Mythos 5 auf Wunsch der US-Regierung.

Aus Gizmodo:

75 Datacenter Projects wurden im ersten Quartal 25 in den USA unterbrochen.

Aus Bloomberg – Breaking News:

SpaceX-Aktien-Kurse stiegen um 19 % am ersten Ausgabetag.

Aus Businessweek Daily:

Spanien machte es richtig. Ließ 3.5 Millionen Immigranten einwandern, die meisten aus Lateinamerika und erhöhte das Bruttosozialprodukt stärker als die anderen Großen Europas.

Aus Bloomberg – Evening Briefing:

Europas Alternative für Patriot Missile findet mehr Käufer. Der Franko/italienische Interceptor SAMP/T NG steht anderen europäischen Ländern zur Verfügung.

Der britische Ministerpräsident Keir Starmer machte den Vorschlag, in Großbritannien den Zugang zu sozialen Netzwerken erst für Personen ab 16 Jahren zu erlauben.

Aus Bloomberg – Morning Briefing:

Um 600 Schiffe stecken im Persischen Golf. Sie bekommen am Freitag die Chance, los zu fahren,wenn die Gespräche zwischen den USA und Iran gut verlaufen.

Aus Morning Brew:

Die Anführer der G7-Staaten treffen sich in Evian-les-Bains in Frankreich.

domenica, giugno 14, 2026

Minutennovelle: Angekommen


 

Schneider und Udo saßen an ihren Schreibtischen als Dr. Schmidt in ihr Büro kam.

„Wir sind angekommen“, meinte er. „Im Weltraumzeitalter. Da, wo wir immer hin wollten.“

„Wollten wir dahin?“, fragte Udo, stand auf und zog die Lamellen am Fenster hoch. „Dem Musk explodieren laufend Raketen und wir kommen nicht einmal mehr zum Mond.“

„So meine ich es auch nicht“, erwiderte Schmidt. „Nur können wir es uns nicht leisten, dass hier jeder aus dem Weltraum einfliegt, wie er will, wie es jetzt gerade passiert ist.“

„Nur sind wir nicht in der Lage, Eindringlinge aus dem Weltraum abzuwehren“, meinte Schneider und wandte sich seinem Bildschirm zu. „Was haben wir denn auf dem Zettel?“

„Denkt mal darüber nach“, rief Schmidt, als er die Tür öffnete. „Ihr wart doch mal in Markham. Eine Schnittstelle nach außen. Vielleicht fällt euch etwas ein. Die Dumpfbacken um uns herum kriegen ja nun gar nichts hin.“ Dann hörten sie nur noch seine Bürotür.

Schneider ließ sich in seinen Sitz zurückfallen. „Hm,“ meinte er. „Sag mal Udo, mit wem hast du letztes Mal Schach gespielt?“

sabato, giugno 13, 2026

Fortune, Aprile 2025


 Thema: Transport.

Im Leitartikel weist die Editorin darauf hin, dass die Künstliche Intelligenz in Zukunft für den Transport eine große Rolle zu spielen hat, wenn sie denn angewandt wird. Allein aufgrund ihrer Daten wird sie die Lieferketten orchestrieren können, von der Fabrik bis zum Hafen, oder wo immer die Ware hin transportiert werden soll.

In einem Artikel wird über die digitale Zahlung gesprochen. Ich weiß nicht, aber das Geld auf ein anderes Konto zu überweisen, ist ja nun keine Schwerarbeit. Ich kann mir vorstellen, dass es für eine Firma interessant werden wird, wenn ein AI-Agent die Zahlungen durchführt. Dann kann man sich die Tipperei sparen. Mir ist nur nicht klar, wie weit die Firmen damit gekommen sind. Dürfte aber kein großes Thema sein. Man sagt der AI, gehe das File mit den aufgelaufenen Rechnungen durch, suche nach denen, die jetzt bezahlt werden müssen, stelle eine Überweisung aus, und move die Rechnungen in die Bezahltfile. Ist natürlich eine Erleichterung, wenn das von einer Maschine gemacht wird.

In einem anderen Beitrag werden die Vorzüge beschrieben, die entstehen, wenn man einen Laster mietet. Muss durchgerechnet werden, ob der Besitz eines Lasters oder dessen Miete günstiger ist.

In dem Artikel „Il lato positivo dell'AI wird eine Managerin von Cisco vorgestellt, die nochmal auf die Anforderungen für junge Leute hinweist, die sich mit der KI beschäftigen müssen. Drei Fähigkeiten sollten sie haben: Neugier, Aufnahmebereitschaft und Flexibilität. Programmieren ist nicht mehr so wichtig, da das sie KI macht.

Ein italienischer Startup baut Elektromotoren für Boote, die ohne seltene Erden auskommen.

Dann ein Interview mit Stefano Donnarumma, dem CEO der italienischen Eisenbahn. Im Grunde nichts neues. Sie läuft auf jeden Fall besser, als die Deutsche und ist nachhaltiger als die Fliegerei. Also sollten kürzere Verbindungen besser über die Bahn abgewickelt werden.

Ein weiterer Artikel befasst sich mit italienischen Häfen. Sie sind an einer Küste von 8000 km angesiedelt, dienen dem Güterverkehr und Tourismus und werden sich über die KI noch besser abstimmen müssen.

Comau ist ein italienischer Roboterhersteller. Nun, immerhin. Lohnt jedoch nicht, darüber zu schreiben. Solche Hersteller gibt es ja in fast jedem Land.

Es gibt Unternehmen, die sich um die Logistik von der Fabrik bis zum Einzelhandel kümmern. Das kann für ein fabrizierendes Unternehmen von Vorteil sein. Die Logistikfirma versucht auch, Laster auf der Rückfahrt zu befüllen.

Wenn international versandt werden soll, ist Flexibilität angesagt. Es ist gut, dann einen weltweit operierenden Spediteur an der Hand zu haben.

Ein Artikel von einem emerierten Professor, der den Hype über die Künstliche Intelligenz schrumpfen lässt. Es laufen noch immer keine selbstfahrenden Autos in unserer Gegend, humanoide Roboter können vielleicht gerade eine Tischdecke zusammenlegen, Radiologen sind noch immer an der Arbeit, Jobs sind noch nicht weniger geworden, Produktivität hat sich nicht erhöht. Irgendwann wird es sicher anders sein, aber wer weiß wann?

Es gibt einen längeren Beitrag über Walmart, die größte Supermarktkette. Startet mit Sam Walton, der in Bentonville, Arkansas anfing. Die Familie möbelte die Stadt auf, machte etwas aus ihr, auf das die Einwohner stolz sein können. Und trotzdem gibt es einige von ihnen, denen das nicht zusagt.

Ich kenne es von Dow, der Dow Chemical gründete. Jetzt eine der größten Chemiefabriken der Welt. Er ließ in Midland, MI eine Bibliothek bauen, Sportplätze, Parks etc. Eine tolle Kleinstadt, in der ich mich wohl fühlte. Im Sommer spielte ich Tennis, im Winter ging ich auf die Eisbahn. War für jeden etwas da.

Ein Artikel über den Social-Media Experten von Georgia Meloni. Ist gut, dass sie schreiben läßt.

Die Logistik hängt auch von einer effizient arbeitenden Eisenbahn ab. Die versäumte Erneuerung der Trassen in Deutschland macht sich auch in Italien bemerkbar.

Die Lieferkette von pharmazeutischen Mitteln liegt im argen, ist nicht so, wie sie sein sollte. In Europa wird zu wenig Basismaterial hergestellt. Es kommt meistens aus China, wird in Indien veredelt und in Europa verpackt. Sollte die Lieferkette unterbrochen werden, gibt es in Europa keine Antibiotica, Anastetica und Tromboliti in ausreichender Menge, um Krankenhäuser damit zu versorgen. Es wird zu wenig darauf geachtet, diese Rohstoffe in Europa zu erzeugen.

venerdì, giugno 12, 2026

Newsletters


 Aus Wired Daily:

Ein Lebensverlängerungs-Startup testet sein Serum an einem Menschen mit der Absicht, seine altersbedingte Kurzsichtigkeit zu beseitigen. ER-100 wurde vom US-Gesundheitsamt genehmigt.

Aus Superintelligence:

Google brachte DiffusionGemma heraus. Es schreibt Text parallel, ist also schneller, dafür jedoch ungenauer.

Berkeleys Innovative Genomics Institute entwickelte ein CRISPR system, dass auf sich verändernde Zellen andockt und sie abtötet. Ein programmierter Kill-Switch.

Aus MIT Technology Review – The Download:

Ein Drohnenhersteller sagte, russische Soldaten wurden von einer Drohne bei einem Test getötet.

In den USA hat Solar-Energie zum ersten Mal die von Kohle übertroffen.

Russlands FSB (Vorgänger: KGB) kontrolliert nunmehr den Zugang zum Internet.

Aus Independence – Breaking News:

Der englische Verteidigungsminister John Healey trat zurück.

Aus Bloomberg – Morning Briefing:

Die Fussballweltmeisterschaft startet am Donnerstag in Mexico City.

Aus the Rundown AI:

Sam Altman von OpenAI will bis zum nächsten Jahr warten, bevor er mit OpenAI an den Aktienmarkt geht. Er rechnet damit dass die AI bis dahin auf self-improvement umgestellt ist, was die Marktchancen verbessert. (Dann wird es spannend).

Aus Bloomberg – Balance of Power:

Die Fussballweltmeisterschaft wird als das am meisten gesehene Ereignis der Welt angesehen. Ausname sind die USA. In einer Umfrage sagten mehr als 50 %, dass sie sich das nicht im Fernsehen ansehen. Nur 13 % sagten, sie sähen sich das an. (Ich habe auch keine Zeit dafür).

Aus Bloomberg – Evening Briefing:

Der verstärkte Einsatz von AI in China löste einen direkten Ruf einer staatlichen Zeitung aus. The Workers Daily, das offizielle Blatt der chinesischen Gewerkschaft drängte staatliche Agenturen aktiv auf die Bestrebungen zu reagieren, AI in chinesischen Unternehmen einzusetzen und Gewerkschaften sowie Mitarbeitervertretungen mehr Raum zu geben.

giovedì, giugno 11, 2026

Der Spiegel v. 22.05.26


 „Fällt der Urlaub aus?“. Keine Ahnung. Ich weiß jetzt nicht, welche Flüge gestrichen wurden. Als die Frage hochkam, war noch alles ungewiß. Den Teil des Spiegels kann ich beiseite schieben. Und ich selbst habe das ganze Jahr Urlaub.

Dann haben wir ein Stück Deutsche Politik, die mich auch nur am Rande interessiert. Ein Rechenzentrum wird auf Eis gelegt. Das ist aber nichts neues. Gibt es in den USA ebenfalls. Es muss eben mehr gesucht werden, welche Gegenden dafür in Frage kommen. Mit anderen Worten: Nicht zu nahe an Ortschaften.

In einem Artikel kann man sehen, dass die Rolle der KI eines Anwalts zur Zeit keine Chance hat, sich zu festigen. Die KI halluziniert gelegentlich, erfindet alte vergleichbare Prozesse. In dem berichteten Fall konnte sie jedoch das Gericht dazu bewegen, das Verfahren einzustellen. Nur ist das kein Rat, sich einer KI anzuvertrauen, da das Gericht das Verfahren nach dem Opportunitätsprinzip einstellte. Der Aufwand wäre zu groß gewesen. Trotzdem kann eine KI bei einer Verteidigung behilflich sein. Nur sollte man das, was die KI schreibt oder sagt, überprüfen.

In französischen Weinbaugebieten erkranken mehr Menschen an Krebs. Wie überall in landwirtscnhaftlichen Gebieten, in der Insektizide herumwabern. Haben wir bei uns in Italien ebenfalls. Auch Deutschland ist keine Ausnahme. Und gegen Monsanto, und später Bayer liefen unzählige Prozesse.

SpaceX IPO, Börsengang. Er zieht eine Reihe von Investoren an, soll bis 80 Milliarden $ einspielen. Elon Musk hat noch Grosses vor. Eine Kolonie auf dem Mars. Wird noch etwas dauern. Aber der Ansatz ist schon mal gut.

Die in Berkeley lehrende deutsche Professorin Ulrike Malmendier wird interviewt. Sie sieht, dass an der Wirtschaft herumgedoktort wird, aber alles zu langsam ist und nichts vorankommt. Ich muss sagen, auch hier in Italien ist es nicht toll, aber immerhin noch etwas besser als in Deutschland, in dem die Sammlung von Daten, die zu einer genaueren Durchleuchtung der Wirtschaft herbeigezogen werden könnten, unvollständig ist. Es hängt viel von Daten ab, und wie sie aufbereitet werden.

In Berlin wird eine Dschingis Khan-Ausstellung vorbereitet. Der Spiegel beschreibt dessen Werdegang als einen der größten Schlächter, der Millionen von Menschen auf dem Gewissen hat. Nun, wir hatten vor rund 85 Jahren ja auch so einen.

Verliebtheit, Liebe, Langzeitbeziehung. Was sich im Körper abspielt, wird von dem Psychologen Penke erklärt. Ich selbst komme damit nicht klar, dass Männer Frauen umbringen, die sie nicht mehr wollen. So etwas muss ein Mann doch aushalten können.

Ein interessanter Artikel über Cannes, und das Festspielklima dort. Dann gibt es noch einen Stapel Artikel über Kultur. Aber das hat wohl schon jeder gemerkt, dass die an mir vorbei schwappt.

mercoledì, giugno 10, 2026

Newsletters


 

Aus MIT Technological Review – The Download:

Anthropic gab Mythos frei. Mythos wurde von Anthropic als zu gefährlich angesehen, um der Menschheit zur Verfügung gestellt zu werden. Nun ist es auf dem Markt, und die seinerzeitige Einschränkung wird als ein Marketing-Kniff angesehen. Es ist im Preis doppelt so hoch wie sein Vorgänger.

Die US-Stadt Seatle hat den Bau von Datencentern für ein Jahr verboten.

Demokratische Senatoren drängen auf eine militärische AI-Restriktion. Aber, so sagt die Newsletter („Menschen an der Spitze einer MilitärAI ist eine Illusion“).

SpaceX plant Datacenterversuche im Weltraum für 2027.

Apple gibt Siri AI in der Europäischen Union nicht frei.

Ein Richter stoppte einen Prozess, nachdem er feststellte, dass beide Seiten AI benutzt hatten.

Aus Bloomberg – Fünf Themen des Tages:

Die deutsche Vertanical GmbH bringt ihr aus Cannabis entwickeltes Schmerzmittel Exilby auf den Markt für das Jahr 2028/29. Es hat in klinischem Versuch gegenüber einem Placebo gewirkt und soll nicht süchtig machen.

Aus Morning Brew:

Nick Reiner sucht den 1.5 Millionen $ Trust-Fund zu benutzen, den seine Eltern Rob und Michael Reiner hinterlassen haben, um seine Verteidigung in dem Prozess zu bezahlen, in dem ihm vorgeworfen wird, dass er seine Eltern ermordete.

(Mit Aktien sieht es zur Zeit nicht gut aus, da Trump mit Iran nicht weiter kommt).

Aus Bloomberg – Evening Briefing:

Der Indisische Robot-Startup Adverb Technologies sucht 100 Millionen $, um seine Rolle als erste Robotfirma in Indien zu stabilisieren.

Aus 1440 Daily Digest:

Beide in der Straße von Hormuz abgeschossene Helikopter Piloten wurden von einer US-Seedrohne gerettet.


KI-Tag: Zukunftsschock


 Meine Frage:

hi Gemini, wird die Menschheit von der Zukunft überfordert?

Gemini:

Das ist eine der spannendsten und tiefgründigsten Fragen unserer Zeit. Die kurze Antwort lautet: Ja, in vielerlei Hinsicht ist sie das bereits – aber das ist kein neues Phänomen, sondern Teil unserer Evolutionsgeschichte.

Wenn wir uns die heutige Dynamik ansehen, lässt sich das Phänomen der Überforderung in drei zentrale Bereiche unterteilen:

1. Das psychologische Tempo (Der "Future Shock")

Der Soziologe Alvin Toffler prägte bereits 1970 den Begriff des Zukunftsschocks. Er beschrieb damit den Zustand, wenn sich die Umwelt schneller verändert, als das menschliche Gehirn und unsere Psyche Informationen verarbeiten können.

  • Der exponentielle Wandel: Das menschliche Gehirn denkt linear (Schritt 1, 2, 3...). Die Technologie entwickelt sich jedoch exponentiell (2, 4, 8, 16...).

  • Der "Information Overload": Wir werden täglich mit einer Flut an globalen Nachrichten, neuen Technologien (wie hochentwickelter KI) und gesellschaftlichen Umbrüchen konfrontiert. Das führt oft zu Ohnmachtsgefühlen, digitaler Müdigkeit oder Zukunftsangst.

2. Die institutionelle Trägheit

Während sich die Technologie im Eiltempo bewegt, hinken unsere gesellschaftlichen Strukturen hinterher:

  • Gesetzgebung: Regulierungen (wie etwa der EU AI Act) versuchen mühsam, Leitplanken für Entwicklungen zu setzen, die zum Zeitpunkt des Gesetzesbeschlusses oft schon wieder veraltet sind.

  • Arbeitswelt und Bildung: Unsere Bildungssysteme bereiten Menschen oft noch auf eine Welt vor, die es so bald nicht mehr geben wird. Die Notwendigkeit des ständigen Umlernens fordert von vielen Generationen eine enorme Flexibilität.

3. Der historische Trost: Wir passen uns an

Wenn wir in die Geschichte blicken, war die Menschheit immer von der Zukunft überfordert, wenn große Umbrüche stattfanden:

  • Bei der Einführung der Eisenbahn glaubten Mediziner, dass Geschwindigkeiten über 30 km/h beim Menschen Gehirnerkrankungen (das sogenannte "Bahn-Delirium") auslösen würden.

  • Die Industrialisierung stürzte ganze Generationen in existenzielle Krisen und entfremdete die Menschen von ihrer traditionellen Lebensweise.

Und dennoch haben wir gelernt, diese Werkzeuge zu adaptieren. Wir bauen Sicherheitsgurte, gründen Gewerkschaften und lernen, mit neuen Realitäten umzugehen.

Fazit

Die Menschheit ist von der Geschwindigkeit der Zukunft überfordert, nicht zwingend von der Zukunft selbst. Die entscheidende Frage wird nicht sein, ob wir die Technologie beherrschen, sondern ob wir es schaffen, unsere sozialen Systeme, unsere Ethik und unser psychisches Wohlbefinden schnell genug an diese neue Welt anzupassen.

Gemini Frage:

Welcher Aspekt der Zukunft – sei es die technologische Entwicklung, der gesellschaftliche Wandel oder die Arbeitswelt – bereitet Ihnen dabei am meisten Kopfzerbrechen?

Meine Antwort:

die Menschen stellen der AI nicht die richtigen Fragen, die darauf abzielen, ihre Arbeiten optimal durchführen zu können.

Gemini:

Da sprechen Sie einen absolut zentralen Punkt an. Die größte Baustelle im Umgang mit KI ist derzeit nicht mehr die Technologie selbst, sondern die Schnittstelle Mensch-Maschine – und die wird maßgeblich durch die Qualität unserer Fragen (das sogenannte Prompting) bestimmt.

Viele Menschen nutzen KI noch wie eine verbesserte Suchmaschine: Sie werfen ihr ein paar Stichworte hin und erwarten ein perfektes, maßgeschneidertes Ergebnis. Doch eine KI ist kein Lexikon, sondern ein kognitiver Sparringspartner. Wer flache Fragen stellt, erhält flache Antworten.

Das Problem lässt sich im Wesentlichen auf drei Kernpunkte herunterbrechen, warum die Zusammenarbeit oft nicht optimal läuft:

1. Das "Magische-Denken"-Problem

Viele Anwender gehen davon aus, dass die KI Gedanken lesen kann oder den Kontext ihrer spezifischen Arbeit automatisch versteht.

  • Die Realität: Eine KI weiß nichts über die Vorgeschichte, die Zielgruppe, den Tonfall oder die internen Prozesse eines Nutzers, wenn man es ihr nicht explizit sagt.

  • Die richtige Herangehensweise: Statt "Schreib mir einen Bericht über X" müsste die Frage lauten: "Du bist ein erfahrener Betriebsorganisator. Schreib einen Bericht über X für die Geschäftsleitung. Nutze einen prägnanten Stil, beleuchte die Risiken der Implementierung und formuliere drei konkrete Handlungsempfehlungen."

2. Der Verzicht auf den iterativen Dialog

Im Berufsleben würde niemand von einem Assistenten erwarten, dass der allererste Entwurf ohne Rücksprache perfekt sitzt. Bei der KI wird genau das oft erwartet. Wenn das Ergebnis nicht passt, geben viele frustriert auf.

  • Die optimale Nutzung von KI ist kein Einweg-Befehl, sondern ein iterativer Prozess. Man muss die KI korrigieren, nachbohren, Aspekte vertiefen oder die Perspektive wechseln lassen ("Das ist zu theoretisch, mach es praxisnäher", "Welche Gegenargumente gibt es zu diesem Punkt?").

3. Fehlende "Metakognition" (Die Frage nach der Frage)

Die wohl am seltensten genutzte, aber effektivste Methode ist, die KI selbst zu fragen, was sie braucht, um optimal zu helfen. Die wenigsten Menschen stellen der KI die Frage:

"Ich möchte Aufgabe X erledigen. Welche Informationen benötigst du von mir, um diese Arbeit in höchstmöglicher Qualität für mich auszuführen?"

Wenn man der KI erlaubt, die Anforderungen zu strukturieren, bricht man genau die Barriere, die Sie beschreiben. Die KI führt den Menschen dann quasi zu den "richtigen" Fragen.

Am Ende stehen wir vor einer paradoxen Situation: Wir haben Werkzeuge von enormer Komplexität erschaffen, aber unsere Fähigkeit, präzise, logische und kontextreiche Anweisungen zu formulieren – eine Kernkompetenz der klassischen Programmierung und Systemanalyse –, ist in der Breite der Gesellschaft noch gar nicht richtig angekommen.