Zuerst war es still. Fast. Denn ein
paar Jogger waren schon unterwegs. Doch lagen die meisten Menschen
noch in ihren Betten, als einige Mannschaftsbusse der
Roboterversuchsanstalt im Stadtpark eintrafen, sich Türen öffneten
und Gruppen von Robotpolizisten sich in Reihe stellten, um aus einer
Seitenstraße heraus in den Stadtpark zu marschieren.
Die großen Fenster der City-Nord
gelänzten unter dem Licht der aufgehenden Sonne, als Schneider und
Udo ihre Wagen in die Tiefgarage fuhren. Sie sahen Dr. Schmidt, der
dort herum wanderte.
"Ah, da seid ihr. Sie kommen. Die
Robotpolizisten beziehen bereits ihre Position. Fehlt nur noch das
Raumschiff."
"Wird das gleiche sein, was wir
aus dem Flugzeug beobachteten," meinte Schneider. "Sie
werden kaum ein anderes gebaut haben."
"Gehen win und sehen es uns an",
rief Schmidt und stürmte aus der Garage. "Ihm nach", rief
Udo, und sie gingen hinterher.
Sie sahen die Busse, sahen die
Polizisten. Dann einen schwarzen Punkt am Himmel, der größer wurde,
sich zu einer Untertasse formte und auf der Wiese landete.
"Ruhig bleiben," rief Elsa,
die sie zwischen den Polizisten entdeckten, die sich um das
Raumschiff herum aufbauten. "Es sind Freunde."
Eine Rampe wurde ausgefahren, eine Tür
fuhr hoch und um die hundert Fishies kamen aus dem Schiff hervor.
Teilten sich in drei Gruppen. Dann erschien Christine. Sie sah toll
aus, fand Udo. War grün, trug einen Stachelkamm und hatte breite
Füße. Das störte Udo nicht. Er war versucht, zu ihr hinzulaufen
und seinen Arm um sie zu legen.
"Wir haben uns aus
unterschiedlichen Interessenlagen heraus für drei Besuchsgruppen
entschieden. Eine Gruppe geht mit mir ins Planetarium, eine andere
mit Elsa in die Kumsthalle und eine dritte macht mit Schneider und
Udo eine Hafenrundfahrt."
"Herr Schneider und Herr Udo",
rief eine Stimme aus einer Gruppe heraus. Ein Fishy lief auf die
beiden zu, zog einen anderen hinter sich her. "Oh, dass ich Sie
hier wiedersehe. Sie haben mir meinen Sohn zurückgegeben. Komm
Fred," meinte sie zu ihrem Sohn, "wir wechseln die Gruppe,
und machen bei der Hafenrundfahrt mit."
Ein paar Neugierige standen hinter den
Polizisten. Einige sprachen in ihr Handy, gestikulierten. Ein
Fernsehwagen rückte an. Die Menge schwoll.. Schrieh auf, als ein
riesiger Polyp aus dem Raumschiff hervorkam, die Rampe herunter ging
und eine große steinerne Statur hinter sich herzog, die er vor dem
Raumschiff abstellte.
"Das ist Tramobap, ein Bruder
Cthulhus, der Cthulhus Statue als Gastgeschenk für die Autoritäten
Hamburgs mit gebracht hat, in der Hoffnung, dass sie einen besonderen
Platz in diesem schönen Park finden wird."
Inzwischen war ein Hubschrauber neben
den Polizisten gelandet. Ein seriös gekleideter Mann mittleren
Alters kam heraus, stellte sich neben Christine auf:
"Es ist eine besondere Ehre,
Tramobap und die Fishies auf dem Stadtpark begrüßen zu können. Hat
sich doch Hamburg als erster Zugangsort für Weltraumflüge auf der
Erde etabliert. Für weitere Flüge aus dem Kosmos werden wir auf
unserem Flughafen Fuhlsbüttel ein besonderes Teil einrichten. Der
Statue Cthulhus werden wir einen hervorgehobenen Platz im Stadtpark
widmen. Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Aufenthalt in
Hamburg." Dann zog sich der Mann in seinen Hubschrauber zurück
und flog davon.