venerdì, febbraio 27, 2009

Interzone, Science Fiction and Fantasy, February 2009

Ich schrieb schon mehrere Male: Stories in Interzone, dem britischen SF-Magazin, das nun schon 220 Ausgaben herausgebraucht hat, passen nicht recht in die glatte SF-Story Landschaft. Sie sind bizarrer. Wie ‚Sinner, Baker, Fabulist, Priest; Red Mask, Black Mask, Gentleman, Beast’ von Eugie Foster.

Űber die Bűrger des Landes wacht eine maskierte Kőnigin. Masken tragen sie alle in diesem Land.
Die Wohnung des Bűrgers besteht aus einem Schlafraum, einer Kűche und einem Maskenzimmer. Jeden Morgen stűlpt er eine Maske űber. Metallen maskierte Gendarmen wachen darűber. Dotterblume steht fűr Mord, Blau fűr junge Frauen, Schwarz fűr Sex, Orange fűr Agonie, der Jaspis fűrs Kokettieren, Weiβ fűr Gehorsam, Rot fűr Offenbarung, Diamanten fűr den Tod.

Der Protagonist lässt den Leser daran teilhaben, was ihm beim Tragen der unterschiedlichen Masken zustőβt. Er wird von der Dienerin seiner Geliebten entfűhrt, indem sie ihm eine Gehorsamsmaske aufsetzt. Sie begeben sich unter die Halle der Maskenmachergilde. In einem Raum ist eine diamantene Maske ausgestellt, die der Kőnigin gehőrt. Als er gezwungen wird, sich die Maske aufzusetzen erfährt er, dass die Wissenschaftler der Kőnigin auf ihr Geheiβ diese Masken entwickelten, die Bűrger abzulenken, indem sie die in den Masken einprogrammierten Szenarien erlebten, um sie von Mord und Totschlag und anderen kriminellen Aktivitäten abzuhalten. Das einzige, was in diesem Land kriminell ist, wenn tagsűber keine Maske getragen wird. Der Protag muss miterleben, wie die Frau, die ihm die Augen geőffnet hat, von einem Gendarmen getőtet wird und er beschlieβt Chaos in das System zu bringen.

Am Anfang kam ich mit dieser Story nicht klar. Nun ist es fűr mich die beste dieser Ausgabe.

domenica, febbraio 22, 2009

Fantasy & Science Fiction, February

Shadow of the Valley von Fred Chappell war gut zu lesen. Es geht um Shadows, Schatten also, die in Chappells Geschichten ein unentbehrlicher Bestandteil des Menschen sind. In dieser nun geht es um den Lehrling eines Schattenhändlers, der von seinem Meister beauftragt wurde, in einem entlegenen Tal seltene Pflanzen auszugraben und heimzubringen. Pflanzen, fűr die eine starke Nachfrage herrscht. Der Platz ist tődlich, Menschen, die in das Tal gekommen waren, hatten ihre Schatten verloren und verendeten.

Der Protag, der sich Stalwart nennt, stellt eine Truppe aus Wrackpiraten zusammen, die das Geld lockt und sie machen sich auf den Weg. Sie gehen des Nachts, um so wenig Schatten wie nur mőglich zu werfen und haben Műhe bis zum Morgenanbruch mit ihren gesammelten Pflanzen aus dem Tal herauszukommen. Als der Tag heranbricht und die Gruppe das Tal noch nicht verlassen hat, rűcken sie zusammen, so dass nur ein undefinierbarer Schatten exisitiert, der schwerer zu zerstőren ist. Einer der Gruppe verliert jedoch die Nerven und lőst sich von ihr. Ihn trifft das Schicksal.

Eine andere gute Geschichte, von Kristine Kathryn Rusch als die beste der letzten vergangenen Jahre angesehen ist Jack Cady’s ‚The Night we buried Road Dog’.

Hier geht es um das spärlich besiedelte Montana in den U.S.A., um die einsamen Autobahnen und die Autos, die dann doch darűber hinweg jagen. Jesse, baut einen Autofriedhof, der immer mehr Autos aufnimmt. Jesse jagd űber Autobahnen, um den Road Dog zu jagen, der auf Toilettenwände seine Sprűche kritzelt. Jesse, so stellt sich heraus, ist die Road Dog, wenn er nicht Jesse ist.

Die Story wurde 1993 mit dem Nebula Award ausgezeichnet. Die Beschreibung der Landschaft und ihrer Leute kommt gut rűber. Die Story ist lang, spannend und mysteriős.

lunedì, febbraio 16, 2009


Business Week, February 9, 2009

Englischkundigen empfehle ich Amer Bhidés Artikel zu lesen, der sich damit beschäftigt, wieso Banker in der Lage waren, die Krise zu produzieren, in der wir zur Zeit leben. Erzählt wird von John Maynard Keynes und Frank Knight der Dreiβiger, dem Verlauf der Ökonomie und dem Schlamassel von heute. Bhidé hat das einfache Rezept parat, dass Banken sich wieder auf ihre eigentliche Tätigkeit beschränken, Einlagen zu verzinsen und Kredite zu vergeben.


Analog Science Fiction and Fact, March 2009

Das Interessante an Analog sind die technisch wissenschaftlichen Ideen der Stories. Zum Beispiel „Lifespeed“ von Carl Frederick. Robert, der Protag, ein Chemiker und ehrgeiziger Fechter tritt gegen Lars an, der fűr seine auβerordentliche Schnelligkeit bekannt ist, und er verliert. Lars erzählt ihm, dass ihn das Leben langweile. Die anderen Menschen seien zu langsam in ihrer Reaktion, es sei, als ob er in seiner persőnlichen Zeit mehr erledigen kőnne.
Robert stiehlt Lars Handtuch und analysiert Lars’ Schweiβ. Er findet erhőhte Konzentrationen von
Norepinephrin, Dopamin, und 5-Hydroxytryptamine. Damit ist alles klar J. Das konnte ja nicht gutgehen. Besonders, als Robert sich diese Neurotransmitter einspritzt, um schneller zu werden, da er beim nächsten Ausscheidungskampf gewinnen mőchte. Diese Art von Doping ist nicht rűckgängig zu machen, so beginnt auch fűr Robert die Langeweile.

Wenn es um Teile eines Buches geht, wie bei Robert J. Sawyers „Wake“, beginnt auch die Langeweile fűr den Leser. Ich schrieb, glaube ich, schon einmal darűber. Caitlin, ein blindes Mädchen aus Texas, wird von einem japanischen Neurochirurgen ausersehen, sein Eye-Pod zu tragen, ein Implantat, das dem Gehirn die Signale der Natur so verändert, dass es sie sehen kann. Dieses Implantat kann Webseiten interpretieren und Caitlin stellt im Laufe der Zeit fest, dass sich im Web ein Bewusstsein entwickelt. Caitlin, die nichts davon erzählt, beginnt, dem Web-Bewusstsein die Welt zu erklären.

Wer wissen will, wie sie das macht, sollte dieses Buch lesen. Nur, will das jemand?

sabato, febbraio 07, 2009

Asimov’s Science Fiction, February 2009

Hin und wieder bringen Autoren Stories, die ein Teil ihres Romanes sind, an dem sie gerade arbeiten. Wie Judith Berman zum Beispiel, deren Story ‚Pelago’ dem Roman ‚Invisible House’ entnommen wurde.

Was zuerst als Nachteil angesehen wird, gibt der Geschichte später ihren Charme. Das verkorkste English, in dem die Besatzungsmitglieder eines Schiffes kommunizieren, mit dem sie nach Pentagon fliegen, um den Repairman zu suchen. Der Schiffsbesitzer braucht den Mann, um defekte Tűren zu reparieren, die es dem Schiff ermőglichen, durch den Raum zu springen. Chiyela lieβ sich vom Captain des Schiffes anheuern, obwohl sie wusste, dass er fűr den Tod ihrer Familie verantwortlich war. Sie tauchen in den Ozean der kűnstlichen Welt von Pelago, um den Repairman zu suchen, der sich jedoch aus dem Staub macht. Am Ende der Story hat Chiyela den Tod ihrer Familie nicht rächen kőnnen und ist in der Achtung des Captains gestiegen, da sie es war, die durch ihre Reinheit die Passagen in Pelago hatte őffnen kőnnen.

Die Geschichte war schwierig zu verstehen, da der Autor die Charaktere nicht nur in der verkorksten Sprache hatte reden lassen, sondern alles daran setzte, auch die Objekte des Settings mit fremden Ausdrűcken zu befrachten. Doch die Glaubwűrdigkeit der Story hat darunter nicht gelitten.

giovedì, febbraio 05, 2009


Scientific American 2/2009

Naked Singularity

Ich habe die letzte ´Scientific American´ erwischt, obwohl ich noch ganze Jahrgänge zu lesen habe. Dieser Artikel ist es wert erwähnt zu werden. Pankaj S. Joshi versteht es anschaulich zu machen, wann und wie schwarze Löcher entstehen. Nämlich dann, wenn einem Stern, weit gigantischer als unsere Sonne, der Treibstoff ausgeht und in sich zusammenfällt, dass aus einem Durchmesser von mehreren Millionen Kilometer etwas kleineres als ein i punkt und damit eine Singularität entsteht. Schwarze Löcher bestehen aus dieser und aus einem Ereignishorizont, der Aussenstehenden verwehrt, was mit der Singularität geschieht.
Doch nun postulieren Physiker, dass es nackte Singularitäten gibt, jenen, in denen der Ereignishorizont feht, die es den Wissenschaftlern ermöglichen sollten, Prozesse zu ergründen, die in den Singularitäten entstehen. Es werden Quantenprozesse vermutet, denen mikroskopisch kleine Objekte ausgesetzt sind, und deren Effekte unvorherbar sind, da niemand weiss, was dort passiert und die herkömmlichen physikalischen Gesetze ausser Kraft gesetzt sind. Nackte Singularitäten, die von einem außenstehenden Beobachter eingesehen werden können, helfen daher weiter diese Quantenprozesse zu verstehen.

domenica, febbraio 01, 2009


Andromeda Nachrichten 224

Mit ‘UFOs űber Eberstadt’ beschreibt Jűrgen Lautner die Spacedays 2008, in denen Modelle, die sich auf SF-Filme, Fernsehserien oder Bűcher beziehen, ausgestellt und prämiert wurden.

Dann geht es weiter. Lautner berichtet űber den Buchmesse Con in Dreieich, in denen Verlage der Unterhaltungsliteratur ihre Horror- und Fantasyromane ausgestellt hatten. Ich nehme an, die muss man nicht unbedingt gelesen haben.

Hőr- und andere Bűcher werden besprochen, Hefte, Filme und Verlagsprogramme fűr dieses Jahr vorgestellt, dann Computerspiele. Der Raumschinken ‚Raumschiff Orion’ von Anno dunnemals wird vorgestellt. Eine der wenigen deutschen SF-Serien. Damals haben die Leute riskiert, heute sehen sie auf die Aktienkurse. Es gibt etwas űber Perry Rhodan, dann einen Wissenschaftsbeitrag űber die indische Mondsonde Chandrayaan-1 und anderes.

Die Ausgabe ist handwerklich gut gemacht. Sie kőnnte ein paar Artikel enthalten, die den Geist stimulieren. Ja nun, Modellbauer sind keine Feuilletonisten sondern Bastler. Mir fehlen spritzige Artikel. SFCDler kommen mir vor wie Maulwűrfe, die das Tageslicht sehr selten sehen.