Coversong Roads

domenica, novembre 17, 2019

Der Spiegel v. 9.11.2019




„Wenn Sparen arm macht“ ist der Main-Article von 12 Seiten. Tja, irgendwie dumm, dass die Zinsen für Sparbücher und Obligationen geschrumpft sind. Generell werfen auch Aktien zur Zeit keinen Gewinn mehr ab, obwohl deren Kurse bei einem kräftigen Aufschwung in die Höhe schiessen werden. Immer noch die beste Anlageform. Sparbuch bringt überhaupt nichts. Dann kann man des Geld auch so auf dem Konto stehen lassen, um für den monatlichen Bedarf gepolstert zu sein, oder das Geld unter die Matratze schieben in der Hoffnung, dass die Wohnung nicht abbrennt. Aktien sind auch wegen ihrer Dividenden vorzuziehen, wenn Unternehmen welche ausschütten. Vor dem Kauf prüfen. Im Grunde hätte das, was ich eben geschrieben habe, als Artikel gereicht, lol.

Im Leitartikel wird gefordert, dass Huawei sich in Deutschland nicht am 5G-Netz beteiligt. Dumm gelaufen, als Siemens die Telefonsparte aufgelöst hat. Die Fernmelder sollten sich an Südkorea orientieren. Dort läuft 5G bereits. Jedoch über den Tellerrand hinwegsehen, hat die Regierung nicht drauf, sonst hätte sie bereits die Digitalisierung von Estland auf das eigene Land übertragen. Geht eben alles viel zu langsam. Deutschland braucht kleinere Ministerien. Mit 2000 Beamten oder mehr pro Ministerium, sind Abläufe kompliziert und daher schwerfällig. Aber wem sage ich das. Versteht doch jeder.

Der Spiegel, vermutlich auch andere deutsche gedruckte Medien, besitzt die Eigenart herauszufinden, welche Personen, die nach dem letzten Weltkrieg öffentliche Ämter bekleidet oder eine wirtschaftliche oder kulturelle Rolle gespielt haben, Nazis oder Nazi-Sympathisanten waren. Wen interessiert das? Denn die meisten von ihnen sind tot. Diese Artikel könnten jenen Platz machen, welche in die Zukunft gerichtet sind. Es gibt genügend Erfindungen, Projekte, deren Beschreibung dazu beitrüge, die Technik-Skepsis weiter Teile der Bevölkerung zu schwächen.

Alpha-Synuclein Verklumpung = Parkinson = Schüttellähmung. Ich wollte den Artikel über die Dame, die Parkinson riecht, übergehen, warf dann doch einen Blick darauf und fand ihn lehrreich, weil er Informationen über diese Nervenkrankheit preisgab, die ich nicht kannte. Es gibt kein Heilmittel, man kann das Leiden jedoch für 10 Jahre oder so kontrollieren. Ist doch schon mal etwas. Die Engländerin, welche die bei Parkinson vorherrschenden Moleküle riechen kann, treibt die Forschung an, weil jetzt eine Geruchsmaschine entwickelt wird, welche die entsprechenden Moleküle ebenfalls erkennen soll. Dadurch kann, bevor sich die Krankheit manifestiert, eingegriffen werden.

Proteste der Bevölkerung: Gelbwesten in Frankreich, Rebellion in Chile, im Irak. Irgendwann geht es sicher auch in Italien los, wenn sich aufgrund des miesen Investitionsklimas ausländische Unternehmen aus diesem Land entfernen. Sehen wir bei Whirlpool, bei Arcelormittal.

Taranto. Ich wusste nicht, das Taranto auf deutsch Tarent heisst. Mann, die haben noch 20 Grad Celsius, bei uns sind es nur 12. Wärmeres Klima, nichts wie hin, aber dann wieder. Da produziert das Unternehmen ILVA Stahl und vergiftet die Atmosphäre. Klima: Warm aber ungesund.

In Spiegel-Online (SPON) entwirft der Spiegel-Korrespondent in Italien ein düsteres Bild für dieses Land, in dem ich die Ehre habe zu wohnen. Ich bringe nur die Überschriften: „In Schönheit sterben“, „Rechtsunsicherheit und wirre politische Eingriffe“, „Mehr Defizit, mehr Schulden“, „Italiens Industrie: abgehängt“. Man merkt an den deutschen Kommentaren zu diesem Beitrag, dass Deutsche Italien und deren Einwohner sehr schätzen und verurteilen die einseitige Berichterstattung. Ich meine, der Korrespondent hat Recht, aber man lebt trotzdem gut in diesem Land. Noch.

So, jetzt muss ich mich wieder auf einen Song konzentrieren, auf Van Halen: Can´t stop loving you. War mir neu, dass Van Halen kein Sänger, sondern der Name einer Band ist, nach dem Gitarristen Eddie Van Halen. Wenn ich Van Halen im Autoradio hörte, ging ich auf einen anderen Sender. Schien mir zu laut, während ich mir von Sammy Hagar in den USA Kassetten kaufte die ich in meinem Pickup abspielte. Vor allen Dingen „Marching to Mars“, volle Pulle, SF-Fan eben :-). Noch immer ein Wahnsinns-Song. Und vor einigen Tagen fand ich heraus, dass Sammy Hagar auch einer der Lead Singer bei Van Halen war. OK, er singt auch den Song, welchen ich mir jetzt einübe: „Can´t stop loving you“.





mercoledì, novembre 13, 2019

Business Week, dd. Sept. 23, 2019





Einige Berichte sind nicht mehr aktuell, bedingt durch die verzögerte Lieferung jeder Ausgabe. So dieser, der beschreibt, wie Japaner damit kämpften, die Bierproduktion zu erhöhen wegen der dortigen Rugby-Weltmeisterschaft, die inzwischen stattgefunden hat. Rugby-Fans, vor allem die aus Australien und England, sind starke Bier-Konsumenten. 2018 trank der Japaner 53.5 Liter. Australier, Engländer und die Fans aus Irland trinken doppelt so viel.

Justin Kan, einer der Twitch-Gründer, machte nun ein Startup, das Rechtsanwälte verleiht. Twitch wird von Amazon betrieben. Jetzt um 10 vor 12:00 Uhr gibt es bei League of Legends 110.883 Zuschauer, Death Stranding 42940, Fortnite 24542. Second Life, in dem ich zu Hause bin, hat 27123 aktive Teilnehmer. Die Amis schlafen noch, am Abend werden es mehr. So kann man auch seine Zeit verbraten.

Der Rechtsanwalt-Verleih wird von Unternehmen angenommen, da das Startup mit Mitgliedsbeiträgen arbeitet und billiger ist als die 1500 $ pro Stunde Raten, welche renommierte Partnerschaften verlangen.

Trump hat 28 Milliarden Dollar an US-Bauern ausgeschüttet, weil die durch den Handelskrieg zwischen den USA und China einen Verlust an Einnahmen hinnehmen mussten. Die Farmer sind ein Kontingent, das Trump gewählt hatte. Nun mehren sich die Zweifel bei ihnen, ob der Handelskrieg wirklich so eine gute Idee war.

Eine weitere Story erzählt von einem Chinesen, der die Regierung in Lesotho davon überzeugt hatte, er würde eine Schafwolle Exportfirma gründen. Lesotho ist eine kleine afrikanische Nation in der Nähe Südafrikas. Die Regierung gab ihm das Monopol, welches die Schäfer zwang, die Wolle bei ihm abzuliefern. Die Wolle verschickte er, nur zahlte er nie.

Der Hauptbeitrag handelt von Mary Barra, der Vorstandsvorsitzenden von General Motors, das zur Zeit mit einem Streik der Arbeiter zu kämpfen hat. Noch nicht alles. Barra versucht GM forsch auf elektrische Fahrzeuge umzustellen und befindet sich, wie die Vorsitzenden aller KFZ-Unternehmen in der Situation zu entscheiden, welcher Zeitpunkt der Einführung am günstigsten ist. Es stellt sich die Frage, brechen die Umsätze der Verbrenner weg, weil die Kunden damit rechnen, dass sie bald einen Elektrofahrzeug kaufen müssen, und dann werden die ersten elektrischen Fahrzeuge nur zögerlich akzeptiert mit der Konsequenz, dass die Aktien in den Keller fallen. - Deutsche und andere europäische Unternehmen lassen es mit E-Wagen langsam angehen. VW prescht etwas vor. Das hat im Hinblick auf die Konkurrenz den Vorteil, dass VW-Fahrzeuge im Bewusstsein potentieller Konsumenten einen höheren Stellenwert haben. Darüber hinaus arbeitet GM an fahrerloser Technologie. Lassen wir uns überraschen von dem Unternehmen, das diese Technologie als erstes auf den Markt bringt.

Und dann geht es um das von Trump ausgehebelte Obamacare, den Versuch einer nationalen Krankenversicherung für alle US-Bürger. Berichtet wird von einem älteren Ehepaar aus Phoenix, Arizona. Der Mann bekommt einen Herzanfall, wird mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus transportiert, wo er einer Bypass-Operation unterzogen wird. 6 Monate später erhält das Paar eine Rechnung über 244.447,91 Dollar. Es hatte vorher eine kurzfristige Versicherung abgeschlossen, in der ihm vom Broker alle möglichen Vorteile vorgesponnen wurden, die sich später als unwahr herausstellten. Health Care, das amerikanische Gesundheitswesen kannst du vergessen. Das Ehepaar überweist nun 10 $ pro Monat an das Hospital, um seine guten Absichten zu dokumentieren.

Und zum Schluss wird die Frage gestellt, was sich die deutsche Firma Bayer dabei gedacht hat Monsanto für 63 Milliarden Dollar zu kaufen. Monsanto stellt Roundup her, ein Unkrautvernichtungsmittel. Es enthält Glyphosat, von dem behauptet wird, das es Krebs beim Menschen erzeugt. Die vom Hodgkin Lymphoma befallenen, strengen nunmehr Prozesse gegen Bayer an. Der Krebs befällt weisse Blutzellen und ist bei geringen Fortschritt noch heilbar. Als der Kauf von Monsanto realisiert wurde, gab es bereits mehr als 5000 Kläger gegen Monsanto. Bayer hat sich mit dem Kauf anscheinend in den eigenen Fuss geschossen.




lunedì, novembre 11, 2019

Analog, Science Fiction and Fact, Sept/Oct. 2019




Keine Story ist bei mir hängen geblieben. Meinen Eintrag will ich nicht mit diesem Satz beenden, also gehe ich noch mal durch die Ausgabe. Es gibt ein paar lahme Geschichten mit folgenden Inhalten:

Ein ausserirdisches Objekt wird entdeckt und später als ein Raumschiff erkannt. Menschen machen sich daran, von der Erde eine bemannte Rakete zu starten, um sich dem Raumschiff zu nähern und mit den Insassen zu kommunizieren.

Es fliegt ein dicker Gesteinsbrocken auf einen kolonisierten Planeten zu. Es werden Abwehrmassnahmen getroffen, die nichts bewirkt hätten, wären nicht ein paar Erdbewohner im Anflug, die mit den Kolonisten in Kontrakt getreten, den Meteor sprengen.

Ein Raumschiff kann nicht an eine Station andocken und daher nicht auftanken, läuft Gefahr abgetrieben zu werden. Ein ehemaliger Colonel hilft, in dem er sich anleint, aus dem Schiff springt, mit seinen Körperraketen zum Dock der Raumstation gleitet, und das Raumschiff langsam heranzieht. - Und so geht es immer lustig weiter. Die Geschichten sind nicht schlecht, aber von einem `Sense of Wonder`, der einen als junger SF-Fan überfiel, ist nichts mehr übrig geblieben.


Glitch

Heute hatte ich mir eine EGDS machen lassen, eine Esofagogastroduodenoscopia (alles klar?). Vor einem Monat hatte ich jeden Tag Weintrauben gegessen (ist toll, mit Käse), und da ich GERD (gastroesophageal reflux disease) habe, mein Speiseröhrenverschluss funktioniert nicht mehr so richtig, machte sich das in Form von Magenschmerzen bemerkbar. Da sie nicht weggingen (inzwischen wurde es besser), fragte ich meinen Arzt, ob es angebracht sei, eine EGDS machen zu lassen. Er war positiv. Damit es schnell ging, machte ich es privat und wählte am Freitag die entsprechende Nummer. Heute ist Monat. Alles erledigt, sieht gut aus. Ich wollte bezahlen und las, dass es auch online geht. Man tippt eine Referenznummer ein, seinen Codice Fiscale, seine Kreditkarten-Nummer, den Namen eines E-Mail Kontos. So stand es im Internet. Ich fing an und hörte auf, weil das Dokument als nicht bezahlbar abgelehnt wurde. Eine Erklärung fehlte. Ich nehme mal an, dass mein Codice Fiscale nicht angenommen wurde, weil er zeigt, dass ich Ausländer bin. Nichts mit Online. Muss also Morgen noch einmal zum Krankenhaus düsen, um an einem Automaten zu bezahlen.

Auf der Webseite steht nicht, an wen man sich wenden könnte, um den Vorfall zu melden. Denn dass mit der Programmierung etwas schief gelaufen ist, steht ausser Frage. Das ist ja noch gar nichts, um das Wort eines früheren Abteilungsleiters zu benutzen. Da wird noch was auf uns zu kommen.

Ich erinnere mich an eine Situation, als wir bei der Cigarettenfirma Reemtsma, in der ich damals als Programmierer arbeitete, die Kostenrechnung auf Grenzplankostenrechnung umstellten. Wer mehr über Grenzplankostenrechnung wissen will, kann das in dem Buch „Grenzplankostenrechnung und Datenverarbeitung“ von Hans-Georg Plaut, Heinrich Müller und Werner Medicke nachlesen. Grenzplankosten sind die variablen Kosten je Produkt, welche kostenrechnerisch spezifisch untersucht werden. Also dröselten wir das kg Rohtabak auf, errechneten die variablen Kosten, vergassen darüber jedoch auszuweisen, was das Kilo insgesamt kostete. Wir amüsierten uns darüber. Waren eben noch angenehme Zeiten. Ich wollte damit sagen, wenn bei relativ simplen Dingen wie diesem so etwas hoch kommt, wie wird es mit der „Smart City“ und dem Internet of Things erst aussehen? - Angenehme Zeiten, deswegen, weil unsere Abteilung an einem Seminar von Plaut, Müller, Medicke in Kronsberg im Taunus teilnahm und wir später ein Lokal aufsuchten. Jemand bestellte einen Halben, einen halben Liter Bier, für jeden und rief: „Ich zahle die 20. Runde, wer bezahlt die 19? Es ging dann bis auf 1 runter. Könnte ich jetzt nicht mehr.








venerdì, novembre 08, 2019

Der Spiegel v. 2.11.2019




behandelt als Hauptthema die politische Korrektheit. „Über echte und gefühlte Grenzen des Sagbaren“. So um die 60 Prozent der Deutschen stimmen lt. Spiegel folgender Aussage zu: „Heutzutage muss man sehr aufpassen, zu welchen Themen man sich äussert. Es gibt viele ungeschriebene Gesetze, welche Meinungen akzeptabel und zulässig sind und welche eher tabu.“

Meinungsdiktatur. Gut ist es in Italien, wo man alles Mögliche von sich geben kann. Niemand stört sich daran bis auf die, welche unangemessen beleidigt wurden. Balotelli, zum Beispiel. Verständlich.

Der Spiegel selbst hat Meinungsdiktatoren wie den Journalisten Jörn Meyn, der den Aufsichtratschef von Schalke 04 Tönnis aufs Korn genommen hat, nachdem er von seiner 3-monatigen Auszeit wieder in den Verein zurückgekehrt ist.

Warum das als Rassismus gilt als Tönnis sagte (Es geht um eine potentielle Klimasteuer) „Warum gehen wir dann nicht her und geben das Geld … unserem Entwicklungsminister? Der spendiert dann jedes Jahr 20 grosse Kraftwerke nach Afrika. Dann hören die auf, die Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn´s dunkel ist, wenn wir die nämlich elektrifizieren, Kinder zu produzieren?“

Also noch mal, was ist daran rassistisch? An dem, was Tönnies sagte, ist doch was dran. Und es ist nicht einzusehen, dass linksgestrickte Zensoren in Medien der Bevölkerung beibringen wollen, was korrekt und unkorrekt ist. Sollte das überhand nehmen, sollten sie sich auf eine robuste Gegenreaktion und einen satten Wähleranstieg für die AfD gefasst machen.

Und dann kommt Frau Kramp-Karrenbauer mit dem Vorschlag für Einsätze der Bundeswehr in Krisenregionen. „Globale Verankerung“ ist, so meint der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, ja ganz nett, und auch erforderlich, aber nicht machbar. Es fehlen Gerät und Personal.
Klar ist, dass Schiffe, die nicht schwimmen, Hubschrauber, die nicht fliegen, Soldaten mit Gewehren, die um die Ecke schiessen, nicht weit kommen. Der Vorschlag war wieder ein Schuss in den Ofen.

Man kann es aber auch anders sehen. Gerade, weil Deutschland gefordert ist, seinen Beitrag zur Dämpfung von Krisen zu leisten, muss auf schnellstem Wege die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr wieder hergestellt werden. Und ein Plan für einen Auslandseinsatz ist der Ansporn.

Kanzlerin Merkel selbst meint, den Vorschlag hätten sie schon gehabt, nur habe sie ihn nicht realisieren können, weil die SPD dagegen war. Nach dem Motto: „War doch schon alles da. Geht nicht.“

Ein Artikel über „Deep Learning“, eine Komponente der Künstlichen Intelligenz (KI), beschreibt, dass die mit dieser Software ausgerüsteten Maschinen das einfache Rechnen noch nicht drauf haben und ohnehin sich durch große Datenmengen wühlen müssen, um relevante Ergebnisse zustande zu bekommen. Hier steht „Dem Computer muss man beibringen, dass ein Ding nicht an zwei Orten zugleich sein kann.“ Die Wege sind verschlungen, die Zeit immens, bis ein Computer den Menschen beibringt, dass ein Ding doch an zwei oder mehreren Orten sein kann. Denken wir an die Quantentheorie und an´Paralleluniversen.



lunedì, novembre 04, 2019

Business Week, dd. Sept. 16, 2019




Im letzten Eintrag schrieb ich „McDonald wird unter dem Chef Easterbrook moderner“. Jetzt ist er weg. Der Easterbrook. Er hatte sich mit einer Mitarbeiterin eingelassen. Consensual, in gegenseitigem Einverständnis. Trotzdem, er wurde entlassen. - Wir Hamburger sehen das nicht so eng. Schliesslich hatten wir schon in den 70ern die Salambo Life – Show in der Grossen Freiheit auf St. Pauli. Vielleicht wollte Easterbrook nur die Möglichkeiten austesten, wie man den Umsatz bei McDonald in die Höhe treiben könnte.

Auf dem Titelblatt fragt die „Business Week“ „Can you trust Generics?“ und antwortet „Nope“. Mit einem anderen Wort: „Nö“ und erörtert das an einem Beispiel mit Valsartan, einem Medikament gegen Bluthochdruck. Ursprünglich wurde Valsartan vom pharmazeutischen Unternehmen Novartis unter dem Namen Diovan verkauft. 2011 lief das Patent aus, und Valsartan konnte von jedem hergestellt werden, der die Möglichkeit dazu besass. Zum Beispiel die chinesische Firma Huahai.

Das Medikament wurde generisch. Huahai benutzte ein schneller wirkendes und preiswerteres Lösungsmittel als Novartis: dimethylformamide (DMF). Nur enthält dieses Mittel N-Nitrosodimethylamine (NDMA). Zwei Gramm davon töten einen Menschen in zwei Tagen, ein Milligramm verändert Körperzellen und produziert Tumore. Im generischen Valsartan wurde das Zeug entdeckt, 17 Mikrogramm in einer Pille, die in 30 Ländern verkauft wird. Die Verunreinigung wurde erst 2018 von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA entdeckt. Business Week berichtet von einer Amerikanerin, welche die generische Ausgabe von Valsartan eingenommen hat, auch deshalb, weil dort „generisch“ von der privaten Krankenversicherung vorgeschrieben wird, und danach einen 5 cm grossen Tumor mit sich herumtrug.

Was lernen wir daraus? Generisch ist nicht immer gut. Wichtig ist es, das Ursprungsland zu kennen. Die meisten generischen Medikamente werden in China und Indien hergestellt. Auf der Packung sollte der Name des Herstellungslandes stehen. Bei „China“ ist, wie man liest, Vorsicht angezeigt.

Ein anderer Artikel berichtet über einen Pizzahersteller, der versucht seine Restaurants für die Generation Z attraktiv zu machen. Das sind die Leute die Mitte bis Ende der 90er Jahre geboren wurden, und die sich nicht zu schade sind, etwas mehr für eine Pizza zu zahlen (10 $), wenn sie wissen, dass die Mitarbeiter der Pizzeria mit 14 $ einen höheren Stundenlohn erhalten als die der Mitbewerber (9.80 $ im Schnitt).

Trotzdem weicht die Bleibezeit der Mitarbeiter von &Pizza, wie die beschriebene Firma heisst, nicht signifikativ von der eines Mitbewerberangestellten ab, und der Chef zerbricht sich den Kopf darüber, warum das so ist. Er meint, und da sieht man mal, es reicht nicht, einfach einen Laden aufzumachen, ein gutes Produkt herzustellen und dann zu denken, jetzt läuft es, er meint also: Du musst digital kompetent sein, es muss eine kreative Komponente geben, du musst inspirational sein, politisch, willens deine Überzeugung durchzusetzen. Du must technologisch auf der Höhe sein, die Jugend und ihre Arbeitsmotivation verstehen.“ Hier ist ihre WebSite

Und zum Schluss seht euch die Bilder von Vija Celmins an.

Es ist schon spät. In Second Life gibt es heute „Open Mic“, wo jeder 2 Songs vortragen kann. Ich muss sie noch einüben: „Time is running out“ und „Sing for Absolution“ von Muse. Wobei der letztere SF-Fans ansprechen müsste.



venerdì, novembre 01, 2019

Business Week dd. Sept. 30, 2019




In China starten sie damit, das Gesundheitssystem umzubauen. Mit der Ping An Good Doctor App können Patienten, die in Entfernung vom nächsten Krankenhaus leben, einen Service abonnieren, der es ihnen erlaubt, sich online von Fachärzten untersuchen zu lassen.

Ein anderer Artikel beschreibt die Flight Shame, welche die nördlichen Länder Europas ergriffen hat. In Deutschland wird ja auch gefordert, dass man weniger fliegen sollte, um zu verhindern, dass Kohlenstoff in die Atmosphäre geblasen wird. In Italien ist das noch nicht angekommen, und erst recht nicht in den USA, wo nur ein paar langsame Züge herumzuckeln. Dort gibt es keinen Ersatz für den Flieger.

Unter der Überschrift „Europa´s Anti-Immigrant Leaders have a Secret“ wird dargestellt, dass Ungarn, Polen, Rumänien Ausländer in ihr Land lassen, weil sie nicht genügend Arbeitskräfte besitzen. In Ost-Europa wächst die Wirtschaft am schnellsten. Die Arbeitskräfte sind weiss, christlich und stammen aus der Ukraine und aus Belarus. Sinnvoller als bei uns die Nigerianer, die jeden Tag in Ferrara als Pusher aufgegriffen werden oder vor den Supermarkt-Eingängen herumstehen. Neben den Europäern sind es noch Inder, Vietnamesen und Leute aus der Mongolei, die in den östlichen Ländern als Arbeitskräfte angeheuert werden. Lässt sich wohl am ehesten mit der ersten Türkenwelle vergleichen, als Deutschland nach dem Krieg Arbeitskräfte fehlten.

Es gibt einen Beitrag über den eventuellen Brexit. Den lasse ich mal beiseite, da immer noch nicht geklärt ist, ob und wann der stattfindet.

McDonald wird unter dem Chef Easterbrook moderner. Haben wir hier in Cento auch schon gemerkt, als die Bestellautomaten kamen und das Essen an den Tisch gebracht wurde. Ich ging, wenn immer es möglich war, in den USA zu Burger King, weil der Patty besser schmeckte. Gut war es dort auch, dass man Ketchup und Cola kostenlos nachfüllen konnte. McDonald wiederum hatte den Vorteil, dass man dort gut frühstückt. Ich machte das in Plano, einem Vorort von Dallas, als ich noch in einem Hotel übernachtete. Dann zog ich in die Courtyards ein. Hier ein Foto. 



Alle drei Häuser war ein Swimming Pool. Ich arbeitete gleich um die Ecke und sprang in der Mittagspause ins Wasser, da es in Dallas kontinuierlich heiß war.

Der Artikel über die Mongolei ist auch interessant. Um Ulan Bator, der Hauptstadt stehen unzählige kleine Zelthäuser, sog Gers, während sich, bedingt durch das kapitalistische Wirtschaftssystem in der Stadt selbst eine gut verdienende Mittelklasse gebildet hat.

Die Mongolei ist reich an Bodenschätzen. Das englisch-australische Unternehmen Rio Tinto ist dort der größte Erzerzeuger und wird von vielen Bewohnern des Landes als Eindringling betrachtet. Nur ist der Kontrakt auf viele Jahre ausgelegt und der Präsident des Landes, Battulga Khaltmaa hütet sich, Rio Tinto aus dem Land zu werfen, wohl wissend, dass er deren Technologie benötigt.

Und ganz zum Schluss. Wenn jemand einen Schlafanzug für 600 Dollar von Olatz Schnabel kaufen möchte. Hier ist die URL https://olatz.com/products/made-to-order-men/ . Mir persönlich reicht meiner für 9.95 €.





Der Spiegel v. 26.10.2019





bringt einen ausführlichen Bericht über den potentiellen Niedergang der deutschen Autoindustrie. Ist schon beeindruckend, dass bei dem Google-Waymo System, welches ein selbstlenkendes Fahrzeug steuert, ein Passagier nur alle 18.000 km in das System eingreifen zu braucht, während das bei BMW zur Zeit alle 58 km im Schnitt der Fall ist.

Trotzdem scheint Alarmismus verfrüht zu sein. Autos werden sicher weiterhin in Deutschland hergestellt, nur die Software kommt aus den USA. Ist wie bei den Telefonen, die von Android gesteuert werden. Da Autos mit elektrischem Antrieb aus weniger Teilen bestehen (ein Antrieb ist von 1400 auf 200 Teile reduziert), geht der Bedarf an Arbeitskräften zurück. Das weltweit. Aber bevor das wirksam wird, gehen noch zig Jahre ins Land. Zur Zeit sind es lt. Spiegel 1.75 Millionen in Deutschland Beschäftigte.

MDR ist Mitteldeutscher Rundfunk, richtig? Er ist Mitglied im deutschen Rundfunkverband ARD, dem Stationen aus allen möglichen Bundesländern angehören. Intendanten der anderen Stationen rümpfen die Nase über den MDR, der in Ostdeutschland sitzt, weil er Shows mit Menschen ausstrahlt, die hin und wieder rechte Sprüche ablassen.

Obwohl mir die rechte Stimmungslage exotisch und rückwärtsgerichtet vorkommt, sehe ich nicht, warum man dem MDR einen Vorwurf daraus machen sollte, dass er sein aus zu großem Teil aus AfD-Wählern bestehendes Publikum bedient. OK, wenn der Badenweiler gespielt wird, ist es an der Zeit da mal genauer hinzusehen. Aber so weit ist es noch nicht.

Ein weiterer Artikel behandelt den Cube, ein SmartHome, das in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofes entsteht. Es wird KI (Künstliche Intelligenz) mit rund 7500 Sensoren enthalten. Einige kritisieren es. Ich finde es gut, ist eine interessante Spielwiese für IoT-Experten. SmartHomes und SmartCities lassen sich ohnehin nicht vermeiden. Ist doch prima, wenn man an Projekten dieser Art arbeiten kann.

Das war es für Heute. Das politische Zeug habe ich aussen vor gelassen. Seichtes Geplätscher mit Wasserdampf.








lunedì, ottobre 28, 2019

Business Week, September 2, 2019



Gestern abend wollte ich im Online-Computerspiel Second Life Karaoke machen und losschmettern. Nur war das Programm ausgefallen. Die Ingenieure suchten nach dem Problem, man solle etwas Geduld haben. Ich googelte nach Roger Corman und sah mir auf You Tube das B-Movie „The Attack of the Crab-Monsters“ zur Hälfte an.

Dann kam das Wahlergebnis aus Thüringen, wo die AfD ein erstaunliches Ergebnis erzielte. Ich dachte an B-Movies, als ich das las. Ich meine, das Volk dort ist exotisch, fast alien. 25 % der Wähler wählte AfD. Und von jungen Leuten die meisten. Nur Rentner hielten der CDU die Stange. Nicht verwunderlich, Rentner sind lahm, die CDU auch. Doch Rentner sterben weg. Dann rollt die AfD die Bundesrepublik auf. Wenn ihren Anhängern Schaum vom Mund tropft und ihre Augen anfangen rot zu leuchten, dann Kamera hinhalten für ein schönes Heim-B-Movie Video.

Periodische Tabelle, Elemente sind Stichworte, die in dieser Ausgabe Hauptdarsteller sind. Elemente des Periodensystems sind nach Anzahl der Protonen in aufsteigender Form tabelliert. Die Tabelle ist nun 150 Jahre alt. Ihr Schöpfer war der russische Chemiker Dmitri Mendeleev. Er ordnete die ihm damals bekannten Elemente. Zur Zeit haben wir 118 davon. Die ersten 94 kommen in der Natur vor, die weiteren wurden von Teilchenbeschleunigern erzeugt.

Business Week erforschte die ökonomische Seite der Elemente und brachte einige interesseante Informationen darüber. Ich nenne nur einige Beispiele:

Mit Nr. 1, Hydrogen (Wasserstoff) fängt es an. In Norwegen wird in der Nähe des Hafens Berlevag eine Windfarm gebaut, die mit einem sog. Electrolyzer Wasserstoff für Autos, Gabelstapler, Busse und Lastwagen erzeugen wird. Zur Zeit liegen die Kosten über den herkömmlichen, mit Öl betriebenen Erzeugungsstätten. Es muss also preiswerter werden; denn bis 2025 sollen Wagen mit Verbrennungsmotoren in Norwegen verschwinden. Es ist geplant, dass danach bis 500.000 mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge auf Norwegens Strassen fahren.

Nr. 2, Helium. Dient nicht nur zum Aufblasen von Luftballons. Im Gegensatz zu einigen anderen Elementen wird Helium wirklich benötigt: Zum Schweissen, Chromatografie, Medizinische Laser, Optische Fiber, ICBMs, Raumfahrt. Der Large Hadron Collider benötigt in einer Woche 120 Tonnen Helium. Helium ist superleitend. Jedes MRI-Gerät benötigt Helium. Wenn eine Heliumfabrik ausfällt, schiesst der Preis um 100 oder mehr Prozent in die Höhe.

Zwei Geologen nun haben in Tanzania eine Quelle in einem See gefunden, aus der Helium sprudelt. Das Dumme ist, es liegt dort in einer unzugänglichen Gegend, und es müssten erst einmal Strassen dorthin gebaut werden.

Nr. 11 Sodium Chloride = Salz. Ein Amerikanischer Unternehmer errichtete eine Anlage, die Meerwasser Salz entnimmt und dieses teuer an Restaurants verkauft. Amerikaner essen ja alles Mögliche. Das Salz den Blutdruck in die Höhe treibt, scheint einige nicht zu stören.

Seltene Erden in Grönland. Das muss Trump jemand ins Ohr geflüstert haben, der mal eben locker Dänemark Grönland abkaufen wollte. Und dann noch die potentiellen Ölvorkommen unter dem Meeresboden.

Neodymium, Praseodymium, Dysprosium, Terblum. Elemente dieser Art werden in Hi-Tech Erzeugnissen inklusive Waffen benötigt. Wie bekannt, kommen seltene Erden hauptsächlich in China vor, die ungern bereit sind, diese Elemente abzugeben.

Der Preis von Elementen oszilliert gewaltig, je nach dem, ob, welcher und wofür Bedarf vorhanden ist.

Nr. 76, Osmium zum Beispiel wird durch das Osmium Institut, Germany vermarktet. Leiter ist Ingo Wolf, der durch die Welt reist und für das rare Metall Käufer sucht. Rar deshalb, weil in rund 10000 Tonnen Platin-Erz nur etwa 30 g Osmium enthalten sind. Die Seltenheit dieses Metalls ist der Trigger, der Menschen veranlassen soll, es zu kaufen.

Generell ziehen diese Elemente Leute an, die sich aus welchen Gründen auch immer, näher damit beschäftigen und ein Business daraus machen. Es sind Typen, die was Aussergewöhnliches machen und Spass dabei haben. Wenn sie auf die Schnauze fallen, Pleite gehen, stehen sie wieder auf und machen etwas anderes. Besser, als das ganze Leben am Sessel zu kleben und abends um 5:00 nach Hause gehen.

Kurz gesagt, eine interessante Ausgabe. Es gibt Infos, ausführliche und kurze, über jedes Element. Wäre ich jünger, bewahrte ich sie auf. Dumm, dass die persönliche Zukunft immer kürzer und damit der Aktionsspielraum immer kleiner wird. Daran muss noch gearbeitet werden.

So, jetzt geht es zur zweiten Hälfte von „Attack of the Crab Monsters“.


sabato, ottobre 26, 2019

Phantastisch 4, 2019




Also die vorletzte noch zu besprechende „Business Week“ behandelt Elemente der Periodischen Tabelle und liefert Beiträge dazu. Starker Tobak. Es dauert, bis ich sie durch habe. So widme ich mich erst einmal einer leichter zu besprechenden Literatur zu, weil ich da viel überschlagen kann. Das ist „Phantastisch“. Wie schon früher erwähnt, lese ich keine Autoren-Interviews. Die vergisst man ohnehin wieder.

Horst Illmer bringt Nachrufe. Rutger Hauer ist der populärste in dieser Zeit Verstorbene. Blade Runner war stark. - Es gibt eine Kurzvorstellung deutschsprachiger neuer SF- und Fantasy Literatur. Es kommen doch eine Reihe von Büchern auf den Markt.

Ein Artikel beschäftigt sich mit Büchern, die zum 50. Jahrestag der Mondlandung diesen Trabanten als Handlungspunkt haben. Es werden Mond-Comics besprochen. - Achim Schnurrer beendet seine Serie Cinderella, Belzebub und ich.

Es gibt eine Besprechung der SF-Serie „Orville“. Davon habe ich zum ersten Mal gelesen. Leider gibt es auf You Tube nur Trailer davon. - Ein weiterer Beitrag behandelt „Krimis in alternativen Welten“.

Klaudia Seibel von der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar bringt einen interessanten Beitrag über den Umgang mit dem Klimawandel in der Literatur anhand zweier deutschsprachiger Bücher: „Hologrammatica“ v. Tom Hillenbrand und „Die Reinsten“ v. Thore D. Hansen.

Von Menschen allein kann das Klimaproblem nicht gelöst werden. Ich sage mal, die sind zu doof. Es braucht KI (Künstliche Intelligenz), die nun wiederum ihre Absichten nicht preisgibt. Wie sich die vorgenannten Autoren das vorstellen, kann in ihren Büchern nachgelesen werden.

Matthias Hofmann nimmt sich John W. Campbell Jr.s „Ding aus einer anderen Welt“ vor. Die mehrfach verfilmte Story „Who goes there?“ Der erste 1951 gezeigte Film hatte mich als Kind stark beeindruckt.

venerdì, ottobre 25, 2019

Der Spiegel v. 19.10.2019





Die Amerikaner haben sich aus Syrien entfernt. Nun, nicht ganz. Heute las ich in Spiegel Online (SPON), dass sie Truppen in eine Zone mit Erdölvorkommen verlegen wollen, um die Quellen zu schützen. Vor wem? Vor der ISIS, wie sie sagen.

Der Spiegel hat dem Abzug der Amerikaner aus der Zone nahe der Türkei eine Titelgeschichte gewidmet, und meint, der Sieg der Despoten in Syrien (Putin, Assad, Erdogan) zerstöre ein Volk, stärke die ISIS und bedrohe Europa. Das letztere doch wohl nur, wenn Europa Moslems ungefiltert reinlässt. - Inzwischen haben sich Erdogan und Putin geeinigt, dass Erdogan für einige Tage nicht gegen die Kurden vorgehen wird, welche nahe der türkischen Grenze in Syrien lebten. Es werde eine kurdenfreie Pufferzone eingerichtet. Soweit alles klar.

Doch dann kommt Verteidigungsministerin Frau Kramp-Karrenbauer mit dem Vorschlag einer internationalen Syrienschutztruppe. Für einige Tage wurde im Spiegel-Online im Forum darüber diskutiert mit der überwiegenden Meinung: Das war wohl nichts. Stimmt ja. Der Drops ist gelutscht, die Würfel sind gefallen und die Frau hat gezeigt, dass sie kein Gefühl für Timing hat und wir alle wissen, sie hat auch kein funktionierendes Heer. In unserer italienischen Zeitung stand nichts darüber. Gut so. Vollkommen irre – levant.

Der Essay „Die Demokratie schafft das“ von Dirk Kurbjuweit nimmt die Ausage eines Exponenten der Protestgruppe Extinction Rebellion als Aufhänger. Der meinte: „Wenn eine Gesellschaft so unmoralisch handelt, wird die Demokratie irrelevant“. Mit der unmoralischen Handlung bezeichnet er die Lahmheit, mit der Regierungen gegen den Klimawandel vorgehen. Ist was dran, eine koordinierte globale Anstrengung ist erforderlich, um das Klima zu lassen, wie es ist. Klappt nur nicht. Und Demokratien werden nicht in Dikaturen umschlagen, nur weil Extinction Rebellion es fordert.

Kurbjuweit ist weiterhin für Demokratie. Dauert alles ein bischen länger, meint er, auch weil jedem die Chance gegeben wird, mitzureden und am Entscheidungsprozess teilzunehmen. Alles schön und gut, sage ich nun. Nur wenn sich Regierungen anderer Staatsformen als effizienter erweisen und auf längere Sicht den Fortschritt für sich gepachtet haben, wird die Demokratie gar nicht anders können, als sich in eine Diktatur umzuwandeln, um nicht den Anschluss zu verlieren.

In einem Artikel über Mikrochips, die sich einige Mitarbeiter des schwedischen Ablegers des Reisekonzerns TUI implantieren lassen, um mit NFC (Near Field Communication) Türen öffnen und den Computer anwerfen zu können, wird auf die Vorzüge und die Bedenken zu dieser Technologie hingewiesen.

Ich erinnere mich, dass ich Ende der 90er in den USA Aktien einer Firma gekauft hatte, inzwischen habe ich den Namen vergessen, die Chips unter die Haut setzte. Bei Vieh, um entlaufende Kühe schneller einfangen zu können, und bei Alten, um entlaufende Altersheim-Angehörige schneller zu finden. Die Chips arbeiteten natürlich nicht mit NFC; denn das ist nur auf kurze Entfernung, bei Körperchips 4 cm, wirksam. Die amerikanischen enthielten GSP-Sensoren.

Mal abgesehen von China (AliPay und WeChat) sind die nordischen Länder auch im Bezahlen per Telefon, Karte voraus. Vermutlich wird der Körper-Chip später auch dafür herangezogen werden. Kürzlich wurde in Italien der Vorschlag gemacht, auch für Kleinstbeträge die Karte benutzen zu müssen (BancoMat, Kreditkarte), um den Steuerbetrug einzudämmen, doch das stiess auf Proteste, weil sich kleine Geschäfte einen POS (Point-of-Sales – Scanner) für 800 Euro hätten anschaffen müssen. Verstehe nur nicht, warum die italienische Regierung sich nicht bei den Schweden erkundigt, wie die bei der Einführung vorgegangen sind. Unbegreiflich, dass keine Gruppe loszieht, um sich bei fortschrittlicheren Behörden anzusehen, wie die arbeiten.

Über Salvini und dessen Bemühungen um sein Come-Back gibt es einen Beitrag. Er braucht nur darauf zu warten, dass die jetzige Regierung implodiert, dann gibt es Neuwahlen. Italienische Regierungen haben es ja an sich, im Gegensatz zu denen anderer Staaten, keine Legislaturperiode zu halten. Salvini hat dann die Chance nach den Neuwahlen die Regierung zu führen. Klar, dass die auch nicht hält, aber der Cappuccino schmeckt.



martedì, ottobre 22, 2019

Asimov´s Science Fiction, July/August 2019



Sie kam nach der September/Oktober Ausgabe. Wer war es? Die italienische Post?, die amerikanische? Ein Zollbeamter?

Erst einmal etwas anderes. Beppe Grillo, Gründer der 5-Sterne Partei, von denen einige Mitglieder in der italienischen Regierung sitzen, machte in seinem Blog den Vorschlag, Anziani, Alte also, sagen wir mal, Rentner, das Wahlrecht zu entziehen, da sie keine Zukunft vor sich haben, um die sie sich Sorgen machen müssten und es würden sowieso immer mehr, so dass die Wählerbalance aus dem Gleichgewicht kommt. Gebt den Jungen mehr Spielraum, dann wächst auch deren Interesse zur Wahl zu gehen.

Nun dieser Vorschlag kam nicht so gut an, aber warum sollten unkonventionelle Ideen nicht diskutiert werden? Was mir fehlte war der Vorschlag, dass es auch eine Altersobergrenze für Politiker geben sollte. Sagen wir: 40 Jahre.

Ich erinnere mich an einen SF-Film, der Name ist mir entfallen, den ich vor 20 – 30 Jahren gesehen hatte. Dort wurden jedes Jahr alle Leute, die ein bestimmtes Alter überschritten, während einer Feierlichkeit in einem Kreis aufgestellt, von einem Magneten hochgezogen, und dann waren sie weg, Renten wurden eingespart. Oder nehmen wir „SOYLENTGREEN IS PEOPLE!!!“ Beppe, deinen Vorschlag kannst du noch optimieren :-). Foto

Doch jetzt zu Asimov. Hängen geblieben ist die Story „Waterlines“ von Suzanne Palmer“. Sie hatte einmal einen Hugo bekommen. Diese Story nun spielt auf dem Planeten Erax. Auf dem Land schürfen Menschen nach Erzen, im Wasser, das den größten Teil der Planetenoberfläche ausmacht, sind Aliens heimisch, die auch nicht von Erax stammen. Protag der Story ist Ray Landham, der Oberflächen Administrator, dem mitgeteilt wird, dass er Besuch aus dem Meer erhält. Es ist ein Walker. So viel wissen die von der Erde. Walker sind Riesenroboter, intelligente Einheiten, die von den Wasserbewohnern konstruiert, mit denen in Symbiose leben.

Der Walker bringt einen Behälter mit, in denen Teile toter Erdbewohner stecken. So nimmt die Story ihren Lauf. Am Ende stellt sich heraus, dass es sich um Teile von Yetis handelt, von Schneemenschen, die auf der Erde für schwere Arbeiten herangezüchtet worden waren. Auch hier auf Erax wurden sie benötigt. U.A. für Waffenschmuggel von Erdrebellen, eine Art AfD, welche sich zum Ziel gesetzt hatten, Erax von den Wasserbewohnern zu befreien.

Ray Landham und seine Leute vereitelten mit Hilfe der Walker das Vorhaben, obwohl es trickreich eingefädelt worden war.

An außerplanetaren Geschichten fällt auf, dass die Handlung meistens grob gestrickt ist. Feine Nuancen sind eher in Storys aus der Nahen Zukunft untergebracht. Hier war klar, dass die Gerechtigkeit siegt. In unserer Nahen Zukunft ist das nicht so sicher.

sabato, ottobre 19, 2019

Der Spiegel v. 12.10.2019



Alltäglicher Judenhass in Deutschland. Wahnsinn. Jetzt gibt es schon eine Titelgeschichte darüber. Es gibt eine beträchtliche Anzahl von Leuten in Deutschland, die etwas gegen Juden haben. Das ist jedoch nicht neu. War schon immer so. Ich erinnere mich daran, dass ich als Jugendlicher in Hamburg Winterhude mit dem Rad herumfuhr und in der Nähe des Osterbek-Kanals an einem Gasometer, auf dem in grossen, weissen Lettern „Juden rein“ geschrieben war, vorbei kam. Ich fand das damals lustig. Heute begreife ich nicht mehr, wieso. Und wenn man bedenkt, was Leute dieser Religion für tolle Leute hervorgebracht haben, ist es noch unbegreiflicher. Ich schlage vor, alle Judenhasser einzusammeln und für 20 Jahre in chinesische Umerziehungslager zu stecken.

Im „Spiegel“ wird der Terror-Akt in Halle beschrieben. Dann gibt es etwas über die Pro-Klima-Aktivisten, ein Interview mit Bayerns Markus Söder, der der CSU einen modernen Anstrich geben will. Sicher nicht verkehrt. Es wird über eine Homöopathie-Debatte der Grünen berichtet. Auch das ist irre, wenn Krankenkassen Mittel bezahlen, die unwirksam sindm, und dass ein Teil der Grünen Homöopathie für sinnvoll hält.

Der Artikel „Sie haben es geschafft“ berichtet von Leuten, die als Flüchtlinge in Deutschland Fuss gefasst und aufgrund ihrer Qualifikationen einen guten Job bekommen haben. Sicher hätte ein Einwanderungsgesetz geholfen, Qualifizierte in das Land zu lassen und dem Rest die Einreise zu verweigern. Die Unzufriedenheit in Deutschland wäre geringer.

Fleischproduktion mit Todesopfern. Mangelnde Hygiene-Kontrollen der Behörden. In Italien scheinen sie gut organisiert zu sein. Hier ist es die N.A.S., Nuclei Antisofisticazioni e Sanità dell'Arma, die 1962 ins Leben gerufen wurde. Eine Abteilung der Carabinieri, die zum italienischen Heer gehören.

Der demokratische Präsidentenkandidat Biden wird vorgestellt. Sieht so aus, als hielte der „Spiegel“ nicht viel von ihm. Die Konkurrentin Elizabeth Warren kommt besser weg. Sie hat eindeutig mehr drauf. Aber so wie ich es sehe, wird Trump das Rennen machen. Und damit wird uns die politische Achterbahnfahrt auch in den nächsten Jahren erhalten bleiben.



martedì, ottobre 15, 2019

Fortune, September 2019



Im Leitartikel wird die letzte italienische Regierung als eine klassifiziert, die keine positiven Ergebnisse erzielt hat. Jetzt haben wir eine neue. Laut Zeitungsberichten sucht sie verzweifelt nach finanziellen Resourcen, um die Wahlversprechungen zu erfüllen. 3 Milliarden Euro braucht sie noch dafür. Mal sehen wieviel Fortune-Ausgaben diese Regierung am Leben bleibt.

Der Bereichsleiter der Arbeitsagentur Randstat für Italien meint, dass der italienische Arbeitsmarkt positive Tendenzen aufweist. Viele Arbeitskräfte gehen in Rente, die Arbeit wird komplexer. Weniger Arbeitskräfte rücken nach. Der Bedarf ist da, nur: Ein Teil des Nachwuchses ist nicht qualifiziert, um die Anforderungen der Unternehmen zu erfüllen. Um diese Aussagen wabert heiße Luft; denn ein großer Teil der Firmen selbst kann die Fortschritte der Digitalisierung aus Unkenntnis gar nicht nutzen. Wenn die Manager das nicht erkennen, nützen auch die best ausgebildeten Arbeitskräfte nichts.

Ich lese einen Kurzbeitrag über „I grandi burners“. Ehemalige Startups, die auf den Network-Effekt setzen, die aufgrund ihrer Skalabilität, dh den ungebremsten Zuwachs in allen zugänglichen Nationen Verluste machen, um am Ende als Sieger aus der Wettbewerbsschlacht hervorzugehen, um Kasse zu machen. Zweifel über die Wirksamkeit dieses Vorgehens sind angebracht, wenn man sich die Ergebnisse von Unternehmen wie TESLA, UBER, LYFT, SNAP ansieht. Heute las ich in Spiegel-Online (SPON), dass sogar die Post, welche mit ihrem E-Scooter Furore machte, den Hersteller dieser E-Nutzfahrzeuge verkaufen möchte. Die Wagen fahren umweltschonend, nur drücken sie die Bilanz der Post um einen zweistelligen Millionenbetrag nach unten. Mit anderen Worten, auch die deutsche Post verbrennt Geld.

Im Zusammenhang mit der Tatsache, dass in den letzten 10 Jahren 9000 Bankfilialen dichtgemacht wurden, werden einige Fintech Startups vorgestellt, die nur im Internet arbeiten. Fixe Kosten werden eingespart, aber bevor diese Fintechs den konventionellen Banken das Wasser abgraben, werden noch einige Jahre draufgehen. Ich persönlich sehe keinen Vorteil darin, ein Konto bei einer Fintech Bank zu eröffnen. Die macht auch nichts anderes, als Geld herum zu schieben.

Dann gibt es was über die Werbeindustrie, was mich wenig interessiert. Etwas über die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Das ist aus meiner Sicht wichtiger, da es hier um die Verbesserung lebensnaher Bedürfnisse geht. Meine Krankengeschichte, d.h die Unpässlichkeiten und deren Behandlung, ist in einer Datenbank des Gesundheitssystems gespeichert, so dass die Ärzte im Krankenhaus Zugriff darauf haben. Schon mal gut. Aber es gibt noch reichlich Raum für Verbesserungen. Der Umgang mit Rezepten z.B, vorsinflutlich. Es wird Zeit, dass die Prozeduren optimiert werden.

Vielleicht kann Professor Mauro Ferrari helfen. Ferrari wurde interviewt. Er war Direktor eines amerikanischen Krankenhauses in Houston und wird ab 2020 das European Research Council leiten. Von dem ausgehend, was er in dem Interview von sich gegeben hat, scheint er Kompetenz zu besitzen, die das europäische Gesundheitssystem voranbringen könnte. Digital Health, ein digitales System, das uns in Zukunft immer mehr umgeben wird, ist für Ferrari eine epochale Umstellung, in denen „errori bestiali“ tierische Fehler, entstehen können. Hoffen wir, dass es nicht soweit kommt. Bio-Ingenieure stossen auf Nano-Technologen, es wird auf jeden Fall interessant. Ferrari schilderte seinen Werdegang. Er war ein cleverer Navigator. Wenn ihm eine neue Stelle angeboten wurde,redete er sich ein: „E´il sogno della mia vita“, es ist der Traum meines Lebens. So kam er von der Astronomie zur Mathematik zur Ingenieurwissenschaft zur Biologie zur Medizin. Gehört eine ausreichende Resilienz dazu, sich nach Fehlern und Schicksalsschlägen immer wieder aufzurappeln und weiter zu machen. Aber solche Leute brauchen wir.

Global 500. Chinesen holen auf. Die Fortune Global 500 beziehen sich auf Jahreseinnahmen eines Unternehmens. An der Spitze steht WalMart der USA, dann kommt SinopecGroup – China, Royal Dutch Shell der Niederlande. Volkswagen steht auf Platz 7. Italien hat einige: ENI, Generali, Poste Italiane, EXOR, ENEL, Intesa Sanpaolo, Unicredit. Bei 500 gelisteten Unternehmen nicht viel. Aber besser als nichts.

Unter „La Caduta e l´ascesa della Realta Virtuale“ wird die Hoffnung zerstört, dass sich Virtual Reality unter den Konsumenten durchsetzt. Nun, wer will mit so einem klobigen Gerät auf dem Kopf mit den Händen wild in der Luft herumfuchteln. Kein Komfort, hoher Preis. Facebook kommt mit Oculus auch nicht weiter. Wagnis-Fonds investieren weniger in VR. Eine Nische verspricht Zuwachs. Lernen und Training an Maschinen der Industrie. Siehe die Website des Unternehmens Strivr.

Eine Abart der Virtual Reality, Augmented Reality (AR) ist zur Zeit vielversprechender. Sie kombiniert VR-Elemente mit der Realität über ein Smartphone. Aber auch findet der Konsument noch wenig Einsatzmöglichkeiten. Irgendwann kommen sie, aber bis dahin fliesst noch eine Menge Wasser die Wümme hinunter.








domenica, ottobre 13, 2019

Asimov`s Science Fiction, Sept/Oct. 2019





Epische Story, „Winter Wheat“ von Gord Sellar. Eine Familien-Geschichte aus der kanadischen Weite. Nahe Zukunft. Die Farmer sind gezwungen, von Monsanto und Konsorten jedes Jahr die neueste Saatmischung zu kaufen. Die fertigen Pflanzen werden mit Dürre, Insekten, Parasiten fertig und gehen gegen resistente Erreger vor, die sich ein paar Saaten zuvor immun gemacht haben. Ein Familienvater macht sich daran, Saatgut herzustellen, mit dem man sich international gegenüber den Unternehmen aufstellen kann.

Was den Reiz der Geschichte ausmacht, ist die Beschreibung, wie der Sohn, der eher praktisch veranlagt sich mehr für Eishockey als für Saatgut interessierte, von dem Enthusiasmus seines Vaters und des Mädchens, das er heiratet mitgerissen wird. Seine Frau studiert Mikrobiologie und Jimmy, der Protag kann gar nicht anders, als mitzuziehen.

Landwirtschaft und Biologie zu studieren wird unter dem Gesichtspunkt Künstlicher Intelligenz und Automatisierung immer interessanter. Die Story, in der landwirtschaftliche Maschinen Tag und Nacht die Arbeit verrichten unter Berücksichtigung des Zustandes von Wetter, Pflanzen und des Mineralienhaushaltes im Boden, deutet darauf hin, wie Technik und Forschung die Agrikultur beeinflussen werden. Das geht über das Herkömmliche hinaus, was zur Zeit gelehrt wird. Wie die Beantwortung der Frage: Wenn Farmer A dies und das anbaut, wie kann Farmer B, mit der gleichen Bewirtschaftungsfläche, einen höheren Ertrag als Farmer A erwirtschaften. Schon interessant. Aber da sollte man schon etwas über interaktive epigenetische Marker wissen, lol.

Die Automatisierung in der nahen Zukunft ist eine Quelle für alle möglichen SF-Stories. Denken wir nur daran, in welcher Form Künstliche Intelligenz unsere Zivilisationen zerstören könnte. Überall dort, wo sie zum Einsatz kommen wird, wäre es für sie möglich: In Krankenhäusern, Transportmitteln, im Finanzwesen, Militär, der Verwaltung, der Informatik. Schlummernde Zeitbomben.

In Kanada war ich mal für einen Tag. War 1992, als ich in Stamford, Ct bei Clairol Hair Products mit einem anderen Deutschen bei der Einführung von SAP-Programmen mitarbeitete. In Stamford kaufte ich mir den Jeep Wrangler. Ich fahre den immer noch. Die Stadt liegt am Atlantik. Abends lag ich am Strand und sah ein paar Burschen dort mit einem Jeep herumfahren. Stark, dachte ich. So einen kaufe ich mir auch. Und da ich zu der Zeit einen Ford Taurus als Mietwagen hatte, der ja auch etwas kostete, lohnte es sich. Nun, als mein Job zu Ende war, nahm ich mir vor, meine früheren Kollegen in Michigan zu besuchen, wo ich vorher beschäftigt war , schwang mich in meinen Jeep, überquerte die Provinz Ontario ausgehend von Buffalo mit seinen Niagara-Fällen und kam in Flint wieder in die Staaten. In Ontario fiel mir nichts Interessantes auf, alles weit und flach, aber das war es in Michigan auch. In Midland, MI landete ich gleich wieder einen neuen Job bei Dow Chemical, fuhr wieder zurück nach Stamford und flog jede Woche nach Midland. Nicht direkt, erst einmal über Detroit und dann nach MBS, Midland, Bay City, Saginaw. Der Flughafen bediente alle drei Städte. Northwest Airlines. Gibt es jetzt nicht mehr, ging in Delta auf. Die Flugzeuge kleine Puddle-Jumper, 10 – 30 Personen. Es gab Erdnüsse. Manchmal musste man seinen Kopf einziehen, wenn man durch den Gang zu seinem Platz trabte. In Stamford wohnte ich zuerst im Marriot Hotel. Nach ein paar Wochen sah ich mich nach einem Zimmer um, besorgte mir in Stamford die Social Security Card. Das ging Ruck-Zuck. Ist sinnvoll, wenn man sich ein Bankkonto einrichten will. Mein deutscher Kollege musste nach drei Monaten wieder nach Deutschland zurück. Ohne akademischen Grad bekam er kein Arbeitsvisum. In Deutschland hielt er sich gut über Wasser. Mich hatte der Diplom-Betriebswirt davor bewahrt, der mir vor langer Zeit zugefallen war. Und...wir hatten zum ersten Mal Line Dancing miterlebt, in einer Bar, die wie eine Eisdiele aussah. Es gab nur einen Song dafür. Wenn der „Electric Slide“ spielte, stürzte alles auf die Tanzfläche. Wir natürlich auch, obwohl wir keine Ahnung hatten. Später, in South Carolina, lernte ich es dann richtig.








venerdì, ottobre 11, 2019

Der Spiegel v. 5.10.2019




Ich glaube, zwei Ausgaben der „Business Week“ liegen bei der italienischen Post in einer Ecke. Vielleicht fällt es dort irgendwann jemandem auf.

In unseren Zeitungen Il Resto del Carlino und La nuova Ferrara hat der Nazi-Mord in Halle ein paar Seiten belegt. Und heute lese ich wieder etwas. Nicht gut für Deutschland. Antisemitismus, kann ich überhaupt nichts mit anfangen. Irre, wie die Nazizeit jüngere Leute beeinflussen kann. Ich meine, kann da nicht mal jemand Gesellschaftsforschung betreiben und Vorschläge machen, wie so etwas abgestellt werden kann?

Wenn man den Artikel über Azteken liest, die der Spiegel zum Gegenstand ihres Main Articles gemacht hat, drängen sich Assoziationen auf. Azteken haben Artifakte aus Mörtel und Schädeln erstellt, die von enthaupteten Gefangenen stammten. Auch nicht gerade die feine, englische Art. So ist doch zu begrüßen, dass der Spanier Hernan Cortes dort mit List und Gewalt aufgeräumt hat. Leider hat es bei Adolf jemanden wie Cortes nicht gegeben.

Ein kurzer Artikel bringt etwas über Quanten-Computer, an denen u.a. Google arbeitet. Eine Rechenaufgabe, für deren Lösung herkömmliche Computer 10.000 Jahre benötigten, löst der Quanten-Computer mit 53 Q-Bits in 3 Minuten. Ist doch schon was. Sicher wird es noch Dekaden dauern, bis so ein Computer sinnvoll eingesetzt werden kann. Doch dann ist die Künstliche Intelligenz fortgeschritten und könnte sich dieser Problematik annehmen, unter Vernachlässigung der Menschen.

Fliegende Kraftwerke, die Energie des Jetstreams ausnutzen, der sich ständig über die Erde bewegt, könnten eine Lösung für grüne Energie sein. Es wird daran gearbeitet.

Was den Klimawandel betrifft. Ich lebe in der Po-Ebene. Es sieht hier noch gut aus. Wird wohl auch noch für einige Jahre so bleiben. Deshalb mache mir keine Sorgen, die überlasse ich jüngeren Leuten.

venerdì, ottobre 04, 2019

Der Spiegel v. 28.9.2019




Trump als Titelbild mit der Überschrift „Der Deal zuviel“. Der Spiegel sollte sich darauf einstellen, dass Trump auch in der nächsten Legislaturperiode Präsident ist.

Der Artikel über das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINB) bestätigte das, was jeder von uns weiss. Saftladen. Mehr als Tausend Mitarbeiter wuseln vor sich hin, beschaffen Eurofighter mit 31 % Einsatzbereitschaft, Schützenpanzer PUMA 27 %, Unterstützungshubschrauber Tiger 24 %, Transportflugzeug A400M 38 %. Schiffe, die nicht schwimmen, Gewehre, die um die Ecke schießen wurden gar nicht erst erwähnt. Mit nachgeordneten Behörden kommt die BAAINB auf 11400 Dienstposten.

Ein Beitrag über Greta Thunberg zeigt auf, dass bis auf junge Leute und ein paar Forscher die Erdbevölkerung den Klimaveränderungen zu wenig entgegensetzt. Es wird noch interessant.

Schmerzmittel: Opioid-Analgetica. Sie machen abhängig. Nach meiner Lungenoperation bekam ich Morphin infiltriert, verspürte danach keine Schmerzen und wurde high. Kam mir komisch vor, aber manche Leute mögen das und versuchen die nachbleibende Wirkung durch stärkere Dosen zu kompensieren. Der Zug auf dem Gleis ins Elend und in den Tod. 2016 42249 Opioid -Tote in den USA. Amerikaner übertreiben eben. Aber auch in Deutschland wächst die Anzahl der Nutzer. Dabei sind lt. Spiegel Opioide bei chronischen Schmerzen nicht wirksamer als gängige Painkiller. Ich selbst nehme keine, muss man eben durch.

Norwegen ist das Gastland der bevorstehenden Buchmesse. Ich sollte auch mal wieder eine Kurzgeschichte zu Papier bringen. So schlecht bin ich gar nicht.