giovedì, maggio 31, 2012




Interzone, New Science Fiction & Fantasy.

Wieder eine starke Ausgabe. Demjenigen, der anglophil ist und SF liebt, kann ich „Interzone“ empfehlen. Die Aufmachung ist ansprechend. Mich begeistern die Illustrationen und so seltsam es scheint, diesmal war es eine Fantasy, die mir gut gefallen hat. Elizabeth Bournes „Beasts“. Sie spielt zur Zeit der Französischen Revolution, als Jakobiner Köpfe rollen ließen. Auch Nanon, eine junge Frau, wurde abgeholt zusammen mit Jean, ihrem dreijährigen Sohn. Doch waren es keine Jakobiner, sonder gesichtslose Gestalten in Livree, die mit ihr zu einem Schloß fuhren, das in einem Park lag mit einem Wald drum herum. Gesichtslose Bedienstete trugen auf, sorgten für Bequemlichkeit. Im Wald jagte eine mannshohe zottelige Bestie, die Nanon bei einem ihrer Spaziergänge stellte, und verbat, dass ihr Sohn die mannshohen Rosen im Garten abbrach. Ein Fluch lastete auf der Bestie, so fand Nanon heraus, der Bestie, die einmal ein Mensch gewesen war. Nanon erreichte, dass ihr Sohn wieder in die Zivilisation zurückkehren konnte. Kurz und gut. Die Bestie zeugte mit ihr eine Tochter, Nanon brachte die Bestie um, transformierte die Gesichtslosen in Menschen zurück, machte Gold und Silber des Schlosses zu Geld, schiffte sich mit einer Dienerin ein, um in Amerika Fuss zu fassen. Spannend und gut erzählt.

martedì, maggio 29, 2012


Heute rummste es wieder.

War so gegen 9 Uhr vormittags. Ich war im Haus, hörte, spürte die Vibrationen, und lief aus dem Haus. Mein Schwager war zu der Zeit beim Friseur und erzählte, wie er halb rasiert nach draußen flitzte, der Friseur hinterher. Nachdem der seinen Job getan hat, versicherte er, weitere Kunden nur noch in seinem Garten zu bedienen.
Es war ein Erdstoß der Stärke 5.8. Die Zahl der Toten beläuft sich zur Zeit auf 16. Das Epizentrum ist um 40 km entfernt von dem des vorletzten Sonntag, also weiter weg von uns. In unserer Stadt Cento, unser Dorf ist ein Teil davon, liegt jedoch 11 km entfernt, ist anscheinend das Theater zusammengekracht. Heute abend gibt es eine Sonderausgabe der Zeitung „Resto del Carlino“, die ich mir besorgen werde. Es sind eine stattliche Anzahl von Fabrik- und Lagerhallen zusammengefallen. Tragisch auch für die Unternehmer, denen die Kunden weglaufen könnten, wenn sie ihre Produktion nicht schnell aufzunehmen in der Lage sind.



Asimov´s Science Fiction, July 2012
Die Stories waren nicht überwältigend. Mir fehlt der Überraschungseffekt, der viele Stories in den 50ern und 60ern auszeichnete. Allen M. Steele zum Beispiel schreibt gute Serien, nur diese Einzel-geschichte „Alive and well, a long way from anywhere“ beschreibt das uninteressante Leben Jerry Stones, des reichsten Mannes der Welt, aus der Sicht des Protags Paul Lauderdales, dem Pressesprecher Stones, der das Privileg besaß, als einziger mit Stone reden zu dürfen. Stone verhält sich wie Howard Hughes, der für Jane Russel den Büstenhalter entwickelt hatte. Er zieht sich zurück, hier auf einen Asteroiden, von dem er nicht mehr zurückkehrt. Das war es im Grunde. Das Drumherum ist noch weniger interessant, wie die genmodifizierten Füchse, die mit Stone als Spielgefährten auf dem Asteroiden leben, oder die interplanetarischen Bündnisse, die gegeneinander Krieg führen. Einige waren Kunden von Stones Unternehmen, das interplanetarische Raumschiffe baute. Stone stirbt auf seinem Asteroiden. Das Unternehmen geht pleite und Lauderdales gründet ein eigenes PR-Unternehmen.

Eine Randnotiz
Über Innovationen liest man in Italien fast nichts, und auch in Deutschlands Spiegel kommt es dürftig daher. Interessantes gibt es weiterhin aus den U.S.A. trotz der von dort verursachten wirtschaftlichen Misere. Denn wenn ich die „Business Week“ lese, ist das Land noch immer Top, was Innovationen oder den Weg dorthin betrifft.

Mark Shuttleworth ist zwar Südafrikaner, doch befindet sich seine Firma Canonical in San Francisco. Hatte er sich noch 2002 für 20 Millionen Dollar mit einer Soyuz in den Weltraum schießen lassen, so ist er missionarisch dabei die Linux-Version Ubuntu kostenlos abzugeben. Ich habe noch eine dicke Doku über Coherent, ein anderes Linux Derivat, in meinem Bücherschrank. Linux ist etwas für Nerds. Aber davon gibt es genug.

Oder nehmen wir Daniela Rus, Professor am MIT. Sie arbeitet an einem Hi-Tech-Sand, der in der Lage sein soll, sich anhand von Modellen zu Werkzeugen zusammen zu setzen, die nach Gebrauch wieder in Sand zerfallen. Schon stark. Rus ist von Robotern fasziniert, nachdem sie in Rumänien „Lost in Space“ gesehen hat. Da kann man wieder SF als Innovations-Promotor erkennen.

sabato, maggio 26, 2012

Alle guten Dinge sind drei
Inzwischen habe ich mir einen dritten Desktop besorgt. Der in der Reparatur wird wer weiß wie lange bei unserem Tabakhändler liegen. Lohnt nicht danach zu fragen. Das Gleiche passiert auch mit Fahrrädern. Das meiner Frau war für ein halbes Jahr zur Reparatur. Dann besser noch ein weiteres kaufen. Gebraucht natürlich. Alle guten Dinge sind drei. Nur mit Häusern klappt das nicht. Zu teuer, lol. Wenn das, was wir haben, durch Erdbeben zertrümmert wird, werde ich meine Frau überreden mit mir nach Portugal zu ziehen. Da müsste es noch etwas Preiswertes geben und ich kann dann endlich mein Portugiesisch auf Vordermann bringen. Gestern mussten um die zweihundert Leute ihre Häuser in San Carlo verlassen. 10 km weit von hier. Das Erdbeben hatte Sand und Wasser an die Oberfläche gedrückt. Liquefazione. Es wurde festgestellt, Häuser und Straßen saßen auf einem alten Flußbett des Reno. Nun ist es anscheinend wieder zum Leben erwacht. Es besteht die Gefahr, dass die Häuser dort hinein sacken. Dann ist in Finale Emilia der Supermarkt Coop in seine Tiefgarage geplumpst. Ist schon was los hier. Doch nun zu
Analog Science Fiction and Fact, July/August 2012
„Nightfall on the Peak of Eternal Light“ von Richard A. Lovett und William Gleason ist eine typische Analog Story. Was haben wir da? Eine Siedlung auf dem Mond, einen Flüchtling, der auf der Erde in die chinesische Mafia hineingeheiratet hatte und sie nach Strich und Faden betrog. Dieser Protag, Drew Zeigler, fällt den Sicherheitsorganen auf, ein Auftragskiller, der sich an Zeiglers Fersen heftet, ebenfalls. Zeigler erhält Arbeit in einer Putzkolonne, welche Solarpanele außerhalb der Mondkuppel säubert. Zeigler wird vom Killer aufgespürt und gejagt. Durch seine bessere technische Ausstattung ist der Killer im Vorteil. Nur noch eine Frage der Zeit. Gut, dass die Mondsecurity alles am Monitor verfolgen und einen Hohlspiegel auf den Killer richten lassen kann, so dass der in seinem eigenen Saft verbrutzelt.
Interessant war auch Lovetts Non-Fiction Beitrag „Lets talk. The fine Art of writing Dialog“. Außerdem stellt Lovett einen der Autoren vor, der eine Story in der Ausgabe hat.

giovedì, maggio 24, 2012


Origami,

die Kunst, aus einem zusammengefalteten Stück Papier Objekte zu erschaffen. Wahnsinn, wie viele Akademiker sich damit beschäftigen. Ich las gerade einen Artikel in der „Business Week“ darüber. Erik Demaine, Professor am MIT, versucht mit Mathematik herauszubekommen, was man mit Origami machen kann.

Die Kehrseite ist herauszufinden, wie falten sich Materialien, Moleküle? Proteine zum Beispiel, wenn die Mitochondrien aktiv sind, falten sie sich auf mannigfache Art, je nach dem, welche Aufgabe sie in Zellen haben. William Shih beschäftigt sich mit DNA, die sich selbst zusammenbaut, DNA Origami. Hier ein Video darüber. Googelt man diesen Begriff, stößt man auf einige interessante Beispiele. Einige schaffen es sogar, aus einem Blatt Papier Miniroboter wie die Robobee herzustellen. Wo kann sich der interessierte Laie Kenntnisse über Faltung von Proteinen aneignen? Bei Foldit. Hier ein anderes Video. Foldit ist ein Videospiel, dass man sich herunterladen kann. Der Spieler soll nach bestem Können ein Protein falten und erhält Punkte dafür. Resultate mit hoher Punktzahl werden von Forschern ausgewertet. Damit kann man auch als Nichtexperte Forschungen über Proteine und deren Konfiguration vorantreiben.

mercoledì, maggio 23, 2012

Foto wird später nachgeliefert. Einer meiner PCs, der mit Bookmarks mit meinen Liedern und meinen Fotos, ist beim Tabakhändler in unserem Dorf zur Reparatur. Er sollte sich auskennen. Schließlich hat er ihn zusammengebaut. Nur, das kann dauern. Der Mann hat wegen des Erdbebens sicher andere Dinge im Kopf. Zum Beispiel sollen die Telefonkabel, die am Kirchturm hängen, der abgerissen werden soll, verlegt werden. Dann ist es erst mal vorbei mit Lottomat, Internet und Telefon. Die Post, Bäcker, der Textilladen, sind nicht zugänglich. Der Platz ist wegen des Kirchturms abgesperrt. Drei Kilometer weiter, in Finale Emilia, war das Epizentrum. Dort liegen eine Menge historischer Gebäude in Trümmern, Wohnhäuser zeigen Risse, Menschen halten sich in Zelten auf. In unserem Dorf sind zum Glück nur ein paar Scheunen und ein paar Mauern zusammengefallen.

Scientific American, November 2010

„Why Women live longer“. So um 5 bis 6 Jahre. Der Gerontologe dieses Artikels meint, Männer seien entbehrlicher. Frauen haben einen größeren Anteil am Fortpflanzungsprozess und werden von der Natur daher als wichtiger erachtet. Sieht so aus prämiere die Natur auch verheiratete Männer. Die leben nämlich länger als männliche Singles. Also schnell heiraten Jungs.

„Dark Worlds“. Wie der geneigte Leser sicher erraten hat, geht es um die Dunkle Materie und die Dunkle Energie. Schwarze Materie, für uns nicht sichtbare Partikel. Schwarze Energie, verteilt sich gleichmäßig im Kosmos. Über Schwarze Materie wurde schon in den 30er Jahren spekuliert, dass es von ihr das sechsfache der normalen Materie gäbe. Sie bette Galaxien und Galaxienhaufen in Halos. Schwarze Materie wird durch Berechnung entdeckt. Hoffentlich stimmt die. Enrico Fermi, endlich mal ein Italiener, machte sich über die schwache nukleare Kraft her, die Atomkerne zerfallen läßt. Die entstandenen W- und Z-Partikel sind so schwer, dass irgendetwas auf sie einwirkt. Schwarze Materie. Was ist nun mit den WIMPs (Weakly Interacting Massive Particles)? Da sie nicht mit normaler Materie interagieren und darüber hinaus unsichtbar sind, wären sie ein guter Kandidat für Schwarze Materie. Einige Kosmologen sind der Ansicht, nicht WIMPs seien Schwarze Materie, sondern SuperWIMPs seien es. Unsichtbare Partikel, die nicht mit WIMPs und schwacher nuklearer Kraft interagieren, sonder mit Schwerkraft. Der Autor geht nun in die Vollen und theorisiert, dass es neben WIMPs und SuperWIMPs einen ganzen Zoo neuer Teilchen geben würde, die für uns nicht erfassbare Himmelskörper und Lebewesen erzeugten.

Mann, ich sitze in meinem Arbeitszimmer, meine Frau mit Fiordaliso, unserer Katze, in meinem Pickup, um dort zu schlafen. Die Leute, mit denen ich in unserem Dorf gesprochen habe, verbringen die Nacht wieder im Auto, denn es gab noch ein paar Erdstöße. Andere übernachten in Campern. Ein weiterer legt sich in seinen selbst gebauten Kahn. Ich werde ins Bett gehen. Mit Klamotten. Sollte es länger rumsen, werde ich Stiefel, Jacke packen und mich durch die Haustür katapultieren. Sollte man nichts mehr von mir hören, ist mir die Decke auf den Kopf gefallen. Auf jeden Fall habe ich noch mal gut geschlafen. Ist aber eher unwahrscheinlich. Übrigens habe ich meine sechsmonatige Tuberkulose-Kur in einem Stück überstanden. Das war auch ein Abenteuer.

Zur Zeit läuft die Eurovisions Schlagerparade. Kann man vergessen. Ich bin eher für Uriah Heep. Das war doch noch was. Lady in Black, Free me usw. Die Euroschlager sind doch der reinste Schrott.

Wieder eine Nacht gut überstanden. Ich ziehe mir die Musik von John Lawton herein, einen der Uriah Heep Singer. Ich wünschte, ich könnte so singen. Weiter im Text:

Über Optogenetics wird in „Controlling the Brain with Light“ geschrieben. Anknipsen und ausschalten von Neuronen. Nun, es wird eleganter. Man braucht keine Elektroden mehr in Schädel versenken. Das ist außerdem ungenau, da auch benachbarte Neuronen tangiert werden. Besser geht es mit Optogenetics, einer Kombination von Optik und Genetik. Man fand heraus, dass Bakterien mit ihren Genen ein Protein produzieren, das als Antwort auf einen Lichtstrahl einen Elektronenfluß über Zellmembranen hinweg erzeugt. Proteine wie Bacteriorhodopsin, eine Ionenpumpe, die durch Licht angeworfen wird. Das Gen, das für das Protein kodiert, kann in Säugerzellen wie Neuronen eingeführt werden, die dann durch Licht an und ausgeschaltet werden. Wozu ist das gut? Um herauszubekommen wie mentale Störungen entstehen. Ziemlich mühsam, oder?

Bei „How to build a Supergrid“ werden Vorschläge gemacht, das Stromnetz in den U.S.A. zu modernisieren. Ich glaube, das hat jedes Land nötig. Da ich zehn Jahre in den U.S.A. gearbeitetet hatte, weiß ich über das zusammengeflickte Stromnetz. In vielen Städten ist es nicht in den Boden verlegt. Daher kann ein kräftiger Sturm ganze Viertel in Dunkelheit versenken. Passiert oft. In Deutschland gibt es die Forderung nach Trassen, die vom Meer nach Süddeutschland führen. Überall müssen Stromnetze neuen Bedürfnissen angepasst werden. In dem Artikel wird vorgeschlagen, 765 kV Leitungen zu ziehen, da eine dieser Leitungen 6 bestehende 345 kV Leitungen ersetzen könnte. Nur, der Spaß kostete 60 Milliarden Dollar. Damit ist im Zeichen klammer Kassen schon alles gesagt.

Zwei Kurzbeiträge. Einer davon behandelt den Abbau von Phosphor in Florida. Wenn meine Erinnerung nicht trügt, habe ich schon mal etwas über Phosphor Gewinnung in Marokko geschrieben. In diesem Fall wird Kalziumphosphat Gestein geschürft, pulverisiert und mit Schwefelsäure zu Phosphat Säure konvertiert. Mit jeder Tonne dieser Säure entsteht als Nebenprodukt Phosphor Gips. Der wiederum wird in 200 Fuß hohen Stapeln gelagert, die einen Durchmesser von 400 Acre haben. Ein Acre hat um 4000 Quadratmeter. So kann man die Landschaft auch versauen. Aus einem Stapel dieser Art sickern über die Zeit hinweg um zwei Milliarden Gallonen (1 Gallone um 4 Liter) korrodierendes Wasser hervor, das kleine Seen erzeugt. Florida hat eine Milliarde Tonnen von diesem Gips herumliegen.

Mit „Dr. Unification“ ist der Nobelpreisträger Steven Weinberg gemeint, der mit zwei anderen Physikern die Leptonen entdeckt hatte. Weinberg wird interviewt. Zu der Zeit läuft der Large Hadron Collider um die 6 Monate. Auch hier geht es um Weltformel, Dark Energy, Quantenmechanik, das Higgs Boson. Jetzt, ein paar Jahre später, geht es noch immer darum. Mal abgesehen davon, dass im LHC falsch gemessen wurde, als man behauptete, Partikel flögen schneller als das Licht. Doch das kann nur Supermann.

„Halting the World´s most Lethal Parasite“. Der heißt Plasmodium, gelangt durch Mücken in die menschliche Blutbahn und erzeugt Malaria. Er weilt eine Zeit lang in der Leber, kehrt in den Blutkreislauf zurück, Von dort aus entert er eine neue Mücke und setzt sein Spiel fort. Zur Zeit durchläuft ein Impfstoff bis 2014 klinische Tests. Bisher wurde festgestellt, dass bei der Hälfte von infizierten Kindern keine Malaria ausbricht. Normalerweise wird ein Impfstoff zugelassen, wenn er 80 Prozent der Getesteten schützt. Aber bei der Anzahl von Menschen, so um 2,8 Milliarden, die von der Malaria betroffen sind, wird man eine Ausnahme machen, wenn der Impfstoff das hält, was er verspricht.
















lunedì, maggio 21, 2012

Meine Frau schrie wie ein nicht abgestellter Alarm.

 Es rummste und grummelte. Das Bett vibrierte. Ich fiel hinaus. Um 4:00 morgens. Konfus. „Schnell, schnell, schnell, wir müssen hier raus!“ schrie meine Frau auf italienisch. „Watt´n?“ rief ich und langte nach den Sandalen stürzte zum Kleiderständer, griff mir meinen Bomber. Meine Frau schrie weiter. „Ist nur eine Bombe!“, rief ich. Dabei war es das Erdbeben, das um uns herum einige Kirchtürme, Fabrikhallen und Scheunen flach legte und 7 Tote verursachte. 5.9 auf der Richterskala. So etwas Starkes hatte es hier vor 500 Jahren gegeben. Große Schäden hatten wir in unserer Wohnung nicht. Die umgekippte und durch zwei Stühle aufgehaltene Anrichte kann durch 3 starke Männer wieder aufgerichtet werden. Ein paar Holzbeine hatten sich gelöst. Dann die umgefallene Stehlampe, deren Schirm nun schief auf ihr hängt und meine CDs, die auf der Erde lagen.

Das, was nervte, waren die ständigen Stöße danach, so um die 50. Um 5:00 Uhr Nachmittags hatten wir noch einen kräftigen. Meine Frau und ich saßen in unserem Pick Up. Inzwischen regnete es ununterbrochen. Der Wagen bewegte sich wie ein Schiff im Meer. Wir verbrachten die Nacht in ihm. Sie war ruhig. Jetzt ist es kurz vor neun. Hoffentlich war es das nun.

mercoledì, maggio 16, 2012

Scientific American, October 2010

Das erste, was auffällt: Die Aufmachung. Mehr Hochglanz. Nun ist das schon fast 2 Jahre her, aber endlich kann ich mich darüber freuen, lol. Es gibt eine Spalte „Advances“. Fortschritte also, in der diese mit Kurznotizen für den entsprechenden Monat zusammengefasst werden.

Im ersten Beitrag „How we are evolving“ wird das Ergebnis vorgestellt. Langsamer als angenommen. Genetische Veränderungen im Menschen brauchen mehrere zehntausende von Jahren, wenn sie über diesen Zeitraum dem Druck der Umgebung ausgesetzt sind. Es gibt seltene Ausnahmen wie die der Tibetaner, denen ein Gen mehr rote Blutkörperchen liefert, damit sie sich in dünner Luft behaupten können. Doch allein, um die Hautfarbe der aus Afrika ausgewanderten Menschen zu verändern, brauchte es zigtausende von Jahren. Hier ein paar Daten: 3 Milliarden Paare von DNA-Nucleotiden, die mit G;A;T;C;U bezeichnet werden. Teile von 20000 Genen, die Proteine erzeugen, die Zellen zur Arbeit anregen. Zwei Prozent des Genoms ist für Proteine zuständig, 2 weitere für die Regulierung von Genen. Über die restlichen Prozent weiß man nicht viel. Ich hatte das mal in meinem Romanmanuskript vernudelt, dass ich verzapft hatte, als ich mich selbständig gemacht hatte. Ich muss es mal überarbeiten und in meinem Blog bringen, lol.

Weiter im Text: Single nucleotide polymorphisms, das sollte eigentlich jeder wissen, lol, sind Stellen in Genen, in denen ein Nucleotiden Paar ein anderes ersetzt. Die alternative Version wird Allele genannt. Diese sind es, die Menschen über Generationen hinweg verändern. Die Autoren sind der Ansicht, das aufgrund der gletscherhaften Geschwindigkeit, in der das geschieht, Technologie größere Chancen hat, uns als Menschen nachhaltig voranzubringen.

In „Origami Observatory“ wird der Bau des James Webb Space Teleskops beschrieben. Lt. Artikel sollte es das Hubble Space Teleskop 2014 ablösen. Sehe ich auf die Internet-Seite, hat sich das auf 2018 verschoben. Es wird auf eine Distanz von der Erde gebracht, die es nicht gestattet, es zu warten. Der Beryllium Spiegel wiegt nur 21 kg. Das Anfangsgewicht lag bei 250 kg. Er hat einen Durchmesser von 6.5 Metern. Die riskante Mission war 2010 mit 5 Milliarden Dollar veranschlagt. Die Kanadische und Europäische Raumfahrtagenturen beteiligen sich an den Kosten. Da das Teleskop im arbeitsfähigen Zustand nicht in eine Ariane Rakete passt, sind Spiegel und Sonnensegel zusammengefaltet und werden erst auf Position ausgefahren, wo es alle sechs Monate um den Langrangian Punkt kreisen soll.

„Revolution postponed“. Wenn auch Genetik an Bedeutung gewann, ist sie auch eine Enttäuschung, denn das im Jahr 2000 abgeschlossene „Human Genome Project“ hat zuviel versprochen und bis jetzt nicht viel gehalten. Keine personalisierte Medizin, keine aussagekräftige Genanalyse. Man ging auch davon aus, dass genetische Varianten auf bestimmte Krankheiten schließen lassen würden. Davon kann keine Rede sein. Es gibt zig genetische Veränderungen, die als Ursache in Frage kommen können. Also weiter suchen.

Es gibt einen interessanten Essay von Stephen Hawking und Leonard Mlodinow „The (elusive) Theory of Everything“.Er bezieht sich auf deren Buch „The Grand Design“ und sagt aus, dass das, was wir als Realität wahrnehmen, anders aussehen kann. Wie ein Goldfisch, der meint, dass sein kugeliges Aquarium seine Welt ist. Ich selbst sage immer: Woher weiß eine Ameise, dass sie von einem Lastwagen überfahren wird. Das gibt es in der SF auch, wie wir wissen. Bei Generationsschiffen zum Beispiel, in denen Passagiere nach zig Generationen annehmen, es gäbe nichts anderes als diese ihre Welt. Die Autoren erwähnen Timothy Leary heran, der sich in den 60ern mit LSD zugedröhnt hatte. Dann sah die Welt für ihn anders aus. War das die wirkliche Realität? Könnte man doch glatt eine Story draus machen, lol. Die beiden Autoren sind der Auffassung, es gäbe mehrere Realitäten, so wie es mehrere Stringtheorien gibt, die als gemeinsamen Nenner eine M-Theorie mit allen möglichen Realitäten enthält.

„Robot be good“. Computerwissenschaftler beschäftigen sich mit Maschinenethik, beziehen Asimovs drei Gesetze mit ein, die er 1942 in einer Story artikulierte. In der Geschichte „The Bicentennial Man“ von 1976 jedoch stellte Asimov seine Gesetze in Frage, wenn Bullies dem Roboter befehlen, sich zu zerlegen. Er muss dem zweiten Gesetz gemäß gehorchen und kann sich nicht einmal verteidigen, weil er Gefahr liefe die Vandalen entgegen dem dritten Gesetz zu verletzen. Die Autoren schildern eine Szene im Heim, in denen Roboter Alte pflegen. Einer hält die Fernbedienung für den Fernseher in der Hand. Ein Insasse will Nachrichten sehen, der andere Sport. Was soll der Roboter machen? Wie wird Ethik programmiert? Man müsste Robotern beibringen, welche Aktionen einem Menschen schaden könnten, um diese auszuschließen. Eine knifflige Aufgabe.

Die neue Aufmachung der „Scientific American“ lässt Kurzbeiträge zu. Neben Hawkings Essay gibt es einen über Saugnäpfe von Tintenfischen. Ganglienzellen in den mit Saugnäpfen bestückten Armen fungieren als Mini-Gehirn und steuern autonom ihr Verhalten.

„Desperate for an Autism Cure“ beschreibt die verzweifelten Bemühungen der Eltern autistischer Kinder, diesen zu helfen und sich an Quacksalber wenden. Die sinnlosen Therapien werden im Einzelnen beschrieben.

In „Reinventing the Leaf“ wird ein Weg aufgezeigt, mit Hilfe von künstlichen Blättern saubere Energie zu erzeugen. Wasserstoff. Photosynthese der Pflanzen soll imitiert werden, nur, dass keine Zucker erzeugt werden, sondern mit Hilfe von Nanodrähten in den Blättern von der Sonne ausgestrahlte Photonen in Elektronen umgewandelt werden, die wiederum Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff splitten. Der letztere dient als Antrieb von Motoren.




mercoledì, maggio 09, 2012

Für Drohnen muss ich mich schon früh begeistert haben.

Die U.S.A. sicher auch, denn aus einer der letzten „Business Weeks“ geht hervor, dass das Pentagon sein Budget erweitert hat, um noch ein paar mehr einzukaufen. 2013 sollen es 445 sein, und im Jahr 2022 645. Und im einen der letzten SPIEGEL war zu lesen, es gibt schon einen Kurs an der britischen Uni von Southampton, wo man das Bauen von Drohnen lernen kann. Cool, nicht wahr? Es tut sich etwas.

Ich hatte die Verbreitung von Drohnen als SF-Fan natürlich vorausgesehen  und schon vor Jahren eine Geschichte darüber geschrieben. Ich hatte verbaselt, die auf meine Geschichten-Homepage zu setzen. In einem Corona-Magazin, kann man sie jedoch lesen. Hier ist sie, die Kurzgeschichte eines lange zurückliegenden Monats "Berufswechsel".



martedì, maggio 08, 2012

Fandom Observer 275.

Wie die Zeit läuft. Die Fantasy World Convention 2013 wird angekündigt. Sie soll vom 31.10 – 3.11 in Brighton, England stattfinden. Darüber hinaus gibt es reichlich Infos zu Filmen und Besprechungen. Etwas über Comics: Marvel und Alfonz, den Comic-Reporter. Einige Buchrezensionen.



domenica, maggio 06, 2012

Von der BSFA, der British Science Fiction Association,

erhielt ich eine Broschüre mit Stories, die auf der Shortlist für den BSFA Award 2011 standen, der auf dem EasterCon vergeben wurde.

Die Idee finde ich gut, Stories den Mitgliedern zu schicken. Wäre auch etwas für den SFCD für deutschsprachige Geschichten. Ich selbst fand Nina Allans „The Silverwind“ am besten. Ich kannte sie schon aus „Interzone“. Von den 5, die ich las, kannte ich noch zwei weitere. Al Robertsons „Of Dawn“ (Interzone), Paul Cornells „The Copenhagen Interpretation“ (Asimovs). Übrig blieben Kameron Hurleys “Afterbirth” (http://www.kameronhurley.com) und China Miévilles „Covehithe“ (Guardian). Die fand ich dappig. Es ging um ins Meer gesunkene Ölbohrplattformen, sie sich regenerierten und aufs Festland zumarschierten, dort bohrten, sich vom Petroleum ernährten, Eier legten, aus denen kleine Bohrtürme schlüpften. Lol. Da muss man erst mal drauf kommen. Gewonnen hat „The Copenhagen Interpretation“.

sabato, maggio 05, 2012

Im letzten SPIEGEL

gab es einen Artikel, der sich mit der Ausbeutung von Asteroiden befasst. Ein beliebtes SF-Thema. Es geht um die Asteoriden, die von der Erde aus in wenigen Monaten erreicht werden könnten. Ein Projekt des Unternehmens Planetary Resources. Eine gute Idee, nicht neu, und die Umsetzung ist auch nicht gerade billig. Um 1500 entdeckte Asteoriden könnten schneller erreicht werden als der Mond. Na denn, Glück auf Leute.




Scientific American, September 2010

Es geht ums Ende (nur die Wurst hat zwei; das musste ja kommen, lol). Der erste Artikel steht unter der Überschrift „Why can´t we live forever?“. Es gibt ja einige Arten, die das tun, wie die Hydra, dann der Jellyfisch (Qualle). Und die Menschen leben länger als jemals zuvor. Vor einhundert Jahren waren es noch 25 Jahre weniger, und vor nicht allzu langer Zeit war man der Meinung, älter könne man nicht mehr werden. Es geht weiter. Nur irgendwann läuft die Kodierung in der Zellmaschinerie aus dem Ruder: Krebs, Alzheimer schlagen zu, Organe werden schwächer, Knochen verlieren Mineralien, Venenklappen werden defekt.

Würmer, Fliegen und Mäuse leben länger, wenn sie weniger Nahrung zu sich nehmen. Bei Menschen funktioniert es nicht, weil er einen langsameren Metabolismus hat.

Wann ist ein Mensch tot? In „When does Life belong to the Living?“ Die Frage wird dann interessant, wenn ein Mensch im Sterben liegt und für eine Organspende vorgesehen ist. Hat die Familie entschieden, Lebenserhaltungssysteme abzuschalten, kommt ein Operationsteam zusammen. Schlägt das Herz mehr als eine Stunde ist zu erwarten, dass die Organe für eine Transplantation nicht mehr geeignet sind. Hört es unter einer Stunde auf zu schlagen, wird noch einmal 2 Minuten gewartet um sicher zu gehen, dass es nicht noch einmal anspringt. Der Patient wird für tot erklärt und das OP-Team aktiv.. .

Wie zersetzt sich ein Toter? Es wird in „Dust to Dust“ erklärt. Das wir als Tote auf der Erde bleiben, in welcher Form auch immer, finde ich tröstlich. Es geht nichts verloren, es sei denn, wir werden in ein Schwarzes Loch gezogen. Aber davon später.

Mehrere Faktoren bestimmen Tempo und Ausmass des Verfalls. Temperatur. Ein Ansteigen um 10 Grad Celsius verdoppelt die Geschwindigkeit chemischer Reaktionen. Diese wiederum würden durch Feuchtigkeit und mit Wasser langsamer ablaufen. Säuren und Alkaloide lassen Enzyme, die biologische Moleküle aufbrechen, schneller werkeln. Abschottung von Sauerstoff ließe eine Dekomposition langsamer ablaufen wie bei Ötzie, den man in einer höheren Lage gefunden hat.

Verwesung findet in 4 Stufen statt. Stufe 1: Tage 1-6: Körperzellen brechen auf, Muskeln versteifen (rigor mortis), die Körpertemperatur gleicht sich der Umgebungstemperatur an, die Haut wird erst rötlich, dann wächsern. Blut und Eiweiße zersetzen sich und verursachen Schwefelausdünstungen.

Stufe 2: Tage 7-23. Freigesetzte Flüssigkeiten ernähren Bakterien, Pilze, produzieren eine Reihe von Gasen wie Kohlendioxyd, Methan, Schwefelwasserstoff, Ammoniak, die den Leib aufblähen.

Stufe3: Tage 24 – 50: Maden und Käfer machen sich neben Mikroorganismen über den Körper her. Ist er Sauerstoff ausgesetzt, steigt der PH-Wert an und die Verwesung läuft schneller ab.

Stufe 4: Tage 51 – 64. In diesem trockenen Stadium werden die letzten Gewebereste vom Skelett entfernt. Danach wird die Erosion auch die Knochen zersetzen, es sei denn, sie liegen in mineralhaltiger Erde. In diesem Fall können sich Mineralien mit denen der Knochen verbinden und diese über die Zeit hinweg retten.

Unter „Good Riddance“ werden Objekte und Verfahren vorgestellt, auf die man nach Aussage der Redakteure von Scientific American hätte verzichten können. „Daylight Saving Time“, die Sommerzeit z.B. Sie wurde im späten 19. Jahrhundert von einem neuseeländischen Naturforscher vorgeschlagen, damit er mehr Tageslicht hatte, um Würmer und Insekten zu sammeln. – Space Shuttle. Nun die wurde ja inzwischen ins Museum geschoben. Teflon – Müllhalden - geschlossene Computersysteme - Bunker Fuel (schweres Heizöl für Schiffe) - Gen Patente - menschliche Autofahrer - Bisphenol. Ich überlasse es dem interessierten Leser, nachzuforschen, was es damit auf sich hat.

Der letzte Beitrag beschäftigt sich mit der Zeit. „Could Time end?“. Normalerweise nicht. Was ist jedoch, wenn man in ein Schwarzes Loch fällt? In der Mitte des Loches stieße man auf eine Singularität. Nicht einmal ein fliegenschissgroßer Punkt, sondern Zero, Nichts. Und die Zeitlinie des Menschen endet. Nichts bliebe übrig, in welcher Form auch immer. Und auch, wenn das Universum irgendwann all seine Energie verbraucht hat, in Stasis fällt, wird die Zeit nicht mehr voranschreiten.