venerdì, febbraio 29, 2008









Andy the Night-Watch
by Edgar Lee Master
In my Spanish cloak,
And old slouch hat,
And overshoes of felt,
And Tyke, my faithful dog,
And my knotted hickory cane,
I slipped about with a bull's-eye lantern
From door to door on the square,
As the midnight stars wheeled round,
And the bell in the steeple murmured
From the blowing of the wind;
And the weary steps of old Doc Hill
Sounded like one who walks in sleep,
And a far-off rooster crew.
And now another is watching Spoon River
As others watched before me.
And here we lie, Doc Hill and I
Where none breaks through and steals,
and no eye needs to guard.
Spoon River Anthology

venerdì, febbraio 22, 2008

Asimov’s Science Fiction, January 2008

SF Großmeister Robert Silverberg nimmt uns in seiner Spalte ‘Reflections’ mit auf eine Nostalgie Tour, wenn er berichtet, wie er in New Yorker Antiquariaten als Junge in Auslagen mit alten SF-Magazinen herumgestöbert und sie später seiner Sammlung einverleibt hat. Ich finde auch, es ist aufregend, alte Astoundings und Amazing Stories irgendwo zu sehen und sie dann kaufen zu können. Doch werfe ich meine gelesenen SF-Magazine aus Platzmangel ins Altpapier. Wie steht es nun mit dieser Ausgabe von Asimov?

James Patrick Kelly berichtet in ‘On the Net’ über die Gruppe ‘Science Fiction and Fantasy Writers of America’. Auf deren Webpage http://www.sfwa.org/writing/ gibt es eine Unmenge von Beiträgen über das Schreiben. Autorenaspiranten werden sicher dort etwas für sie brauchbares finden. Doch zu zwei Stories aus Asimov.

Rudy Ruckers und Marc Laidlaws ‘The perfect Wave’ ist eine Geschichte über Surfjunkies, die auch in Virtuellen Netzen surfen. Und es kommt wie es kommen muss, eine Minustype und drei coole Surfer sind die Charaktere. Der Störenfried kommt in der realen Welt zum Zuge. Doch Schluss merkt der Leser, dass die Akteure in einer Virtuellen Welt bleiben, in der die Vorzeichen umgedreht sind.

In Mike Resniks ‘Alastair Baffle’s Emporium of Wonders’ lesen wir, wie zwei Männer sich aus einem Altersheim schleichen, um den oben genannten Shop aus ihrer Kindheit zu suchen. Sie finden ihn, obwohl er nur fuer ein bis zwei wochen an einem Ort bleibt. Es ist ein Laden der Taschenspielertricks und der Wunder. Der Shopinhaber ist genau so jung oder alt wie for 70 Jahren, als die beiden Männer noch Kinder waren. Alastair, der Shopkeeper, stellt einen der beiden Männer ein, der zusehends seine Gebrechen verliert und jünger wird, während der andere gefasst seinem Tod entgegen sieht.

lunedì, febbraio 18, 2008

Fantasy & Science Fiction, Jan. 2008

Die Geschichten sind alle gut und einige originell wie z.B. John Kessels ‘Pride and Prometheus’. Nicht weil er Jane Austens Charaktere aus ‘Pride and Prejudice’ benutzt hat, sondern weil er sie mit Dr. Frankenstein ins Setting seiner Geschichte brachte. Miss Mary Bennet, nicht die ansehnlichste der Familie und zu klug, um bei Männern jener Zeit anzukommen, macht die Bekanntschaft mit Dr. Frankenstein, der mit einem Freund aus Europa nach England gereist war, um Materialien einzukaufen. Mutter Bennet, die ihre Hoffnungen begraben hatte, Mary zu verkuppeln, versucht mit allen Mitteln ihre jüngere und hübschere Tochter Kitty an den Mann zu bringen. Die, kaum von einer Erkältung halbwegs genesen, begibt sich mit Mary auf einen weiten Spaziergang auf dem Land. Sie werden von einem Regen überrascht und Mary erblickt eine ungeheuerliche Gestalt, die aus dem Regen auftaucht. Mary zieht Kitty mit sich und eilt nach Haus. Kitty bekommt eine Lungenentzündung und stirbt. Nach ein paar Tagen findet man Kittys Grab geöffnet und ihre Leiche ist verschwunden. Frankenstein vertraut sich Mary an, dass es seine Schöpfung war, die sie gesehen hatte. In dem Pub des Ortes findet Mary Frankensteins Kreatur bei einem Bier. Sie erzählt Mary, er habe Frankenstein gezwungen, ihm eine Frau zu besorgen. Wenig später reisen Frankenstein und sein Freund ab.

Mein Favorit jedoch war Mystery Hill von Alex Irvine. In einer Waldgegend der U.S.A. gibt es eine Touristenattraktion mit einem Minigolfplatz und einem Bach der stromaufwärts fliesst. Ausser Ken, der das Gebiet vor einigen Jahren gekauft hatte, laufen schräge Gestalten wie Little Boozy, dessen Vater zu Zeiten der Prohibition eine Schnappsbrennerei unterhielt, sowie Vera of the forked Tongue herum. Die beiden sind davon überzeugt, dass extraterristische Reptilien die Verursacher dieses Naturphänomens seien. Es erscheint ein Physikprofessor in Gestalt einer jungen Frau, der auf Kens Land Messungen unternehmen möchte. Die Frau erzählt ihm etwas von Stringtheorie, den Saiten, die auf seinem Gebiet die Gravitation verändert haben. Kenn besucht Little Boozy in seiner Baracke und bekommt einen Drink vorgesetzt, der ihn high macht. Später erzählt ihm sein Gastgeber, es handele sich um von ihm gekillte und destillierte Aliens, und er würde das Gebräu auch an Teenager verkaufen, die Kens Minigolfplatz besuchten um da zu tanzen. Wenn sie high waren, so erzählte einer der Teenager Ken später, mussten sie so tanzen und sie spürten, wie jemand sie einlud zu ihm zu kommen, wo immer das auch sei.
Kenn überredet den Professor mit ihm den Übertritt in das andere Universum zu versuchen. Sie positioniert und aktiviert ihre Geräte, dann trinken sie Little Boozes Gebräu, tanzen und finden sich auf einer Touristenattraktion in einem Universum, das von Aliens bewohnt wird. Doch Little Boozy sowie Vera of the forked Tongue treffen dort ebenfalls ein. Die Aliens wissen, dass Little Boozy einige von ihnen getötet und zu Schnaps verarbeitet hat. Er wird gezwungen, dort als Ausstellungsstück zu bleiben. Vera of the forked Tongue bleibt freiwillig, während Ken sowie der Prof nach Haus geschickt werden. Die Story ist wegen der Charaktere lesenswert, ihrer Originalität und wegen der Art in der sie versuchen sich gegenseitig aufs Kreuz zu legen.

venerdì, febbraio 15, 2008








Conrad Siever
By Edgar Lee Masters



Not in that wasted garden
Where bodies are drawn into grass
That feeds no flocks, and into evergreens
That bear no fruit –
There where along the shaded walks
Vain sighs are heard,
And vainer dreams are dreamed
Of close communion with departed souls –
But here under the apple tree
I loved and watched and pruned
With gnarled hands
In the long, long years;
Here under the roots of this northern spy
To move in the chemic change and circle of life,
Into the soil into the flesh of the tree,
And into the living epitaphs
Of redder apples!
aus der Anthologie Spoon River
Im Spiegel steht nicht das erste Mal

etwas über Ärzte in Deutschland, von denen behauptet wird, dass sie ihre Patienten kaputt operieren. In der Ausgabe 7/2008 nun wird auf Abbas Montazem, einen Neurochirurgen hingewiesen, der im Kreiskrankenhaus Bühl Opfer von Schleudertraumen operiert, indem er ihre Halswirbel mit Scheiben, Platten und Drahtschlingen verbindet. Bei manchen scheint es gut zugehen, bei anderen nicht. Die wachen mit schiefem Kopf, hochgerecktem oder betonhartem Hals auf, der sie zwingt ständig in die Luft zu gucken.

Ein Wahnsinn, so meine ich, dass nicht nach anerkannten Richtlinien operiert werden muss, sondern dass jeder Arzt in Deutschland nach eigenem Gutdünken am Patienten herumschrauben kann.
Realitäten, Story Center 2007

Ist die jährliche Kurzgeschichtensammlung des Science Fiction Club Deutschlands (SFCD). Die Geschichten sind durchwachsen. Es gibt einige, die in amerikanischen Magazinen eine throw away line wert wären, andere wiederum sind holprig geschrieben. Die Geschichten sind so so. Ein ‘so’ = fesselnd, ein anderes = überlesenswert. Literarisch hochstehend ist keine. Bei ‘Harey’ von Matthias Falke konnte man einen Ansatz erkennen, nur zeigen hier einige absatzlose Seiten Mangel an Dialogen an. Aber selbst bei Beschreibungen sind Absätze angesagt. Ich hasse Seiten, in denen keiner auftaucht. Aber was heisst literarisch? Gehobener gepflegter Stil? Gutes Deutsch? Was ist mit der Spannung? Korreliert sie mit litararischem Stil? Nein. Spannung ist bei Britta Burmeisters ‘War Party’ vorhanden. Literarisch ist diese nicht, aber zu der Perspektive des Mädchens, das eine War-Event Party besucht, passt der Erzählstil. Burmeister ist konsequent genug, die Protagonistin am Ende der Party umkommen zu lassen. Für mich die beste Geschichte.

Mir gefiel auch die Story von Florian Stummer ‘Jede Generation hat ihre Helden’. Es geht um geklonte Tennisgrößen, die Matches ihrer Originale nachzuspielen haben. Ausnahmen bestätigen die Regel. Von siebzehn stories fand ich die beiden erwähnten gut.

Story Center ist erhältlich bei Andreas Kuschke, Billerbeck 25, D-29456 Schnega.


lunedì, febbraio 11, 2008

Stammtisch-Bote 16

Mit Weihnachtsmotiv. Ist also auch schon alt. Hope Schwagenscheidt, Organisator der SF-Oldie-Kons, hat sich in seinem Blatt des Science Fiction Club Deutschlands (SFCD) angenommen. Vereinsmeiereien muss man wohl auf dieser Ebene begegnen, beispielsweise die Satzung auseinander nehmen und Aktivitäten des Vorstandes dagegen abklopfen. Hope gab sich Mühe, einige konstruktive Vorschläge zu machen, seine negative Kritik jedoch stößt den Leuten im Verein wohl auf, so dass seine Vorschläge von vornherein abgelehnt werden.

Über Thomas Le Blancs Beitrag ‘Science Fiction-Oldies zwischen Zukunft und Vergangenheit’ bekommt man heraus, dass SF-Oldies mehr in die Vergangenheit als in die Zukunft sehen. Das haben SF-Oldies mit anderen Oldies gemeinsam. Erstaunlich, niemand von uns ähnelt Ray Kurzweil, ein Zukunftsforscher, der jeden Tag eine Unmenge von Pillen schluckt, um für den Tag fit zu sein, an dem sein Bewusstsein auf eine Festplatte geladen wird. Wenn dies nicht funktioniert, kann er sich immer nochfrieren lassen. In Le Blancs Artikel ging es hauptsächlich um die Frage: Wem vermache ich meine SF-Sammlung, wenn ich tot bin? Ich habe keine Sammlung, wüsste auch gar nicht, wo ich die unterbringen sollte. Meine Bücher würden entsorgt werden. Heutzutage werfe ich in gewissen Zeitabständen meine SF-Magazine in einen Recyclingbehälter

Übrigens, der nächste SF-Oldie-Kon findet vom 27. – 29.Juni 2008 in Wetzlar statt, im Hotel Burgerhof.


‘Brainscope’ bringt uns einen winzigen Schritt

näher an diesen Taschenanalysator heran, den ein Schiffsarzt auf der ‘Enterprise’ benutzt. Brainscope ist ein Gerät in Handygrösse, mit dem qEEGs (quantitative electroencephalograms) gemessen werden. Die sind ein alter Hut, wurden schon in den dreißiger Jahren erforscht. Die ‘Business Week’ schildert in ihrem Beitrag ‘Don’t put me back Coach’, wie die NFL (National Football League) dieses in Sportplätzen an Footballspielern testet, die bei Zusammenstößen mit anderen Spielern eine Gehirnerschütterung bekamen. Gehirnwellen werden anhand dieses Gerätes mit einer Database von gesunden Personen verglichen, um herauszubekommen, ob der Spieler wieder aufs Feld kann.

domenica, febbraio 10, 2008

Interzone 214, Feb 2008

‘The Scent of their Arrival’ von Mercurio D. Rivera ist so eine Geschichte, die ich selbst hätte vielleicht schreiben können, wenn ich nicht so faul wäre. Oder? So hat sich Rivera die Mühe gemacht, die Handlung aus der Perspektive einer Rasse zu erzählen, deren Kommunikation anhand von Düften und Gerüchen abläuft. Protagonisten haben Namen wie Ember-Musk, Tang-of-Mint, Scent-of-Moss. Dechiffrierer der Rasse versuchen herauszubekommen, was die Mitteilungen des Sternenschiffes, das ihren Planeten umkreist, bedeuten. Der logische Bruch, den ich sehe ist, wieso kann diese Rasse die Sendungen empfangen, wenn sie nur Gerüche und Düfte als Kommunikationsmittel hat?

Wie auch immer, der Leser versteht den Inhalt der Berichte. Die Invasion der Erde aus einem Universum, dessen Horden die Bevölkerung dezimieren, und den vergeblichen Versuch, deren Eindringen aufzuhalten. Dann der Bau eines Sternenschiffes, um von der Erde zu flüchten. Doch die Invasoren reisen mit. Der eindringliche Aufruf, die Invasoren nicht willkommen zu heißen. Dies sei der Fehler gewesen, den sie auf der Erde gemacht hätten, denn sie bedurften einer Einladung des Gastgebers, um über sie herzufallen und sie umbringen zu können. Aber da war die Einladung schon rausgegangen.

Die anderen Stories dind ebenfalls erwähnenswert, nur sind weder Zeit noch Lust vorhanden, diese hier zu beschreiben. – Was Filmbesprechungen angeht, hier sind es die Filme Beowulf, Stardust, The Dark is rising. – Und folgende Bücher wurden besprochen: Sarah Hall, The Carhullan Army; Jack McDevitt: Cauldron; Michael Chabon: Gentlemen of the Road; Ray Bradbury: Dandelion Wine; Cory Doctorow & Holly Phillips, eds.: Tesseracts Eleven; Robert Charles Wilson: Darwinia; Theodore Sturgeon: The Nail and the Oracle: The complete Stories of Theodore Sturgeon, Volume XI; Jef Somers: The electric Church; Michael Moorcock: The Metatemporal Detective; Charles Stross: Halting State; Kelly Link & Gavin Grants, eds: The Best of Lady Churchill’s Rosebud Wristlet.

giovedì, febbraio 07, 2008

Asimov’s Science Fiction, February 2007

Schon ein Jahr alt, habe ich vor ein paar Tagen unter einem Wust von Papier auf meinem Schreibtisch gefunden. Wenn ich daran denke, dass ich in jungen Jahren höchstens einen Locher und einen Becher mit Bleistiften drauf stehen hatte.....

Geschichten in diesem Magazin sind nicht optimal, können sie nicht sein, doch sind sie gut zu lesen. Die meisten von ihnen. Aber es fehlen die Meister, die wirklich Großen. Das war in den 60ern anders. In jenen Jahren tummelten sich Kaliber wie Eric Frank Russel, Theodore Sturgeon, Clifford D. Simak, Robert Sheckley in den Magazinen und wir hingen an ihren Zeilen. Wie auch immer, Zeiten haben sich geändert, die beschriebene Zukunft ist an die Gegenwart herangerückt. In der kleinen Geschichte ‘Cold Fire’ von Tanith Lee ist es jedoch die Vergangenheit.

Die Crew eines Schleppbootes wird von staatlichen Stellen beauftragt, einen Eisberg, der sich in Grönland losgelöst hatte, wieder in den Norden zu schleppen. Sie merkt während der Reise, dass ein Drache im Eis eingeschlossen ist. Die Leute an Bord geraten in Panik und erschiessen sich bis auf die Protagonistin, die das Tau, mit dem der Eisberg gezogen wird, durchsägt und mit dem Schiff in einen Hafen einläuft. In sich ist die Gechichte schlüssig. Von innen betrachtet, jedoch nicht von aussen. Wer würde sich wegen eines Drachens schon erschiessen wollen? Diese Leute stammen aus einer anderen Zeit.

Vielleicht habe ich doch Unrecht. Jack Skillingstead gibt einem den ‘Sense of Wonder’ zurück. So etwas schafft nur die Science Fiction. Auch seine Story ‘The Chimera Transit’ ist einfach gestrickt, doch bring Skillingstead es fertig, dass der Leser mit dem Protag fühlt, als er seiner neuen Freundin mitteilt, dass ihn seine Geliebt Lynn verließ, weil er im Gegensatz zu ihr die Prüfung nicht bestanden hat, die ihn qualifiziert hätte, nach Tau Boo auszuwandern. Nun befindet sich Lynn in der Weite des Raumes und ließ den Protag auf der Erde zurück. Der Leser begleitet ihn bei seinem Ausbruch aus der neuen Liebe, als er sich auf das nächste Raumschiff begibt, ein Schiff ohne Rückkehr; denn diesmal hat er die Prüfung bestanden.

mercoledì, febbraio 06, 2008

Hier eine kurze Geschichte von mir :-)

An der Theke

Ihre Hand spielte mit dem Bierglas, als sie ihn aus halbgeschlossenen Augen ansah.
"Du, bilde mal einen Satz mit Kanon."
Wow, dachte er. Bilde. Höhere Schulbildung, und besser, als wenn sie gesagt hätte: Mach mal nen Satz.
"Weiss ich nicht," meinte er und starrte auf den Mann hinter der Bar. "Sag mal." "Kanonedichnichtsein." Sie lachte, und er sah, wie ihr Pullover hüpfte, mit allem, was darunter war. Er grinste, stellte sich vor, wie er vor Lachen auf ihren Rücken schlug, ihr Gebiss am Barmann vorbei gegen den Spiegel zischte und zwischen den Gläsern landete. Doch nee, so alt war sie nun auch wieder nicht. Er drehte sich zu ihr. Sie war noch ganz gut in Schuss, und, es steckte Leben in ihr.
"Weiss nicht," sagte er später. "Vom Kanon halte ich nicht viel. Da fängt immer einer eher an und hört früher auf."
"Du hast Recht. Duett ist besser." Sie legte eine Hand auf seinen Schenkel. Hallo, dachte er, da ist auch Leben in mir und sah an sich hinab. Der Bierbauch war im Weg.
"Wie ist es," fragte er und kletterte vom Hocker. "Wollen wir singen?"
"Zu mir oder zu dir?" antwortete sie, als sie zum Ausgang schwankten.
Mein Laptop lädt zur Faulheit ein

Er ist so langsam mit seinen 500 Meg Memory. Damit kann ich in Second Life keine großen Sprünge machen. So sitze ich im Wohnzimmer auf dem Sofa und im Second Life im Liegestuhl auf meiner Insel, stecke mir einen Spliff an, höre Reggae und sehe Delphinen zu, die aus dem Wasser springen und ihre Kapriolen schlagen.

Den Spiegel habe ich dadurch locker geschafft, das schon zum Mittwoch. Lachen musste ich über Juan Morenos Beitrag ‘Clements Mini Jobs’. Vielleicht erinnert sich noch jemand, Clements war mal Superminister in Berlin, unter Schröder, und noch immer ist er SPD-Mitglied. Die hat mit ihm nach wie vor ein Problem. Er lobt Margaret Thatcher, ist für Atomkraftwerke, gegen Mindestlohn, längeres Arbeitslosengeld. Ist er nun liberal, oder was? Ein FDP Mann im Schafspelz der SPD. Was meine ich zu alledem? Der Mann hat Recht, bis auf die Atomkraftwerke. Der kleine Mann, den die SPD unterstützt, muss größer werden.

martedì, febbraio 05, 2008

Ich habe meine Edgar Lee Masters Gedichte wieder hervorgekramt und werde einige von ihnen vorstellen. Lee Masters publizierte seine Anthologie Spoon River im Jahre 1914. Es handelt sich um Gedichte ueber die Toten von Spoon River, die ihre Geheimnisse preisgeben.
DOC HILL
I went up and down the streets
Here and there by day and night,
Through all hours of the night caring for the poor
who where sick.
Do you know why?
My wife hated me, my son went to the dogs.
And I turned to the people and poured out my love to them.
Sweet it was to see the crowds about the lawns
on the day of my funeral.
And hear them murmur their love and sorrow.
But oh, dear God, my soul trembled, scarcely able
To hold to the railing of the new life
When I saw Em Standon behind the oak tree
At the grave,
Hiding herself, and her grief!

domenica, febbraio 03, 2008

Fandom Observer 224

Ein Plus dieses Online Fanzines ist dessen Aktualität. Wenn hier Fanzines besprochen werden, dann hat sich auf ihnen noch keine Staubschicht gebildet. – Darüber hinaus gibt es wie gewohnt Buch-, Comicbesprechungen sowie die Rezension des Films ‘Der goldene Kompass’. Dann eine Vorschau auf kommende Filme, phantastische Hörspiele und Radiosendungen. Zum Schluss die ConTermine.

sabato, febbraio 02, 2008

Phantastisch, 1/2008

enthaelt Nachrufe, von denen es in jeder Ausgabe eine Masse gibt, als ob SF-Autoren alle alt seien. Der Eindruck ist selbstverstaendlich verkehrt. Asimov's geben sich Muehe, Studenten fuer Sf-Schriftstellerei zu begeistern, indem sie jedes Jahr ihren Award verleihen, und Autoren wie Charles Stross, Cory Doctorow und Andreas Eschbach stehen ja noch gut im Saft.
Es gibt einen Hinweis auf und Daten ueber Doris Lessing, die 2007 den Nobelpreis fuer Literatur gewonnen hatte. Lessing schrieb Romane, Erzaehlungen,, Reiseberichte. Unter den Erzaehlungen gab es auch einige phantastischer Natur.

Interviews gab es mit Sergej Lukianenko, Dave Duncan, Andreas Wilhelm, Boris Koch sowie Eyke Volkmer. - Interessant war ein Beitrag von Ulrich Blode ueber ein SF-Museum in der Schweiz, das, so steht es hier, einzige in Europa. Das Masison d'
Ailleurs in Yverdon-les-Bains.

Ich koennte nun den zweiten Teil von Achim Schnurrers Biographie Michail Bulgakows lesen, haette ich Interesse daran. Nun, es gibt genuegend davon, zu denen ich nicht gehoere.
Gestern habe ich in Second Life von Weird Tales, einem SF-Kumpan aus Schleswig Holstein gehoert, dass meine Nova und einige Sol Ausgaben auf E-Bay mit 20 Euro gehandelt werden. Die hatten 60 Pfennig in Briefmarken gekostet. Irgendwo muss ich noch eine Ausgabe von Hugo Gernsback aus dem Jahre 1924, die ich in jungen Jahren in London erstanden hatte, im Schrank haben. Wer weiss, was die nun wert ist. Ich sehe Kurzgeschichten, Buchbesprechungen, einen Wissenschaftsbeitrag. Fuer Liebhaber phantastischer Literatur sind die intelligent geschriebenen Beitraege in Phantastisch zu empfehlen.
'Do Cholesterol Drugs do any good?'

Helfen die ueberhaupt? Unter dieser Ueberschrift gibt es einen ausfuehrlichen Artikel in der Business Week. Hier einige Daten: 13 Millionen US-Amerikaner sowie um die 12 Millionen Personen aus anderen Laendern pfeifen sich die Pillen rein, mit denen pharmazeutische Unternehmen 2006 einen Umsatz von 27,8 Milliarden Dollar machten. Jetzt stellt sich heraus, die Pillen nuetzen nur der Pharmaindustrie, wenn es sich um Personen handelt, die zwar hohe Cholesterinwerte im Blut haben, aber noch keine Herzattacke erlitten.

Offizielle Regierungsleitlinien des National Cholesterol Educational Programs (NCEP) empfehlen, dass um die 40 Millionen Amerikaner die Statins = Cholesterinsenker einnehmen sollten. Diese werden zusaetzlich zu Pfizer mit Lipitor von Merck (Mevacor und Zocor), Astra Zeneca (Crestor) und von Bristol-Myers Squibb (Pravachol) vertrieben. Wie ist der neueste Stand?
Ein hoher Cholesterinwert allein sagt noch gar nichts aus. Bei ueber drei Jahre andauernden klinischen Tests fand man heraus, dass bei 100 Testpersonen 3, die ein Plazebo einnahmen, und 2, die Lipitor nahmen, eine Herzattacke erlitten. Mit anderen Worten, 99 Personen hatten keinen messbaren Nutzen. The Number needed to treat (NNT), eine sinnvolle statistische Groesse, ist in diesem Falle 100. Um eine Person vor einer Herzattacke zu bewahren, muessen 100 Personen die Pille einnehmen. Die NNT von Medikamenten ist den meisten Aerzten nicht gelaeufig. Wuerde man dort ansetzen, fielen weitere Medikamente durchs Rost.

Es hat sich herausgestellt, dass Aerzte, die Cholesterinsenker in Anzeigen empfehlen, von der Pharmaindustrie belohnt werden. Das war vorauszusehen, aber nicht gerade der Wahrheit dienlich. Nebenwirkungen sind Durchfall, kognitive Stoerungen und Muskelschmerzen. Und hat man erst einmal angefangen ist man gehalten, sie ein ganzes Leben lang einzunehmen.
Abgesehen davon, dass diese Medikamente fuer Leute mit hohen Cholesterinwerten, die sonst gesund sind, keinen messbaren Nutzen haben, werden diese verleitet zu glauben, auf Aenderungen ihres Lebensstiles verzichten zu koennen. Damit meine ich zur Bewegung hin und zur vernuenftigen Ernaehrung. Eine Couchpotato pfeift sich jeden Tag eine Pille rein, gibt im Jahr um die 1000 Dollars dafuer aus und waere doch besser radgefahren.

Noch ein paar andere interessante Daten: Spanier mit aehnlich hohem LDL (das schlechte Cholesterin) wie das von US-Amerikanern, erleiden halb so viele Herzattacken. Schweizer haben sogar hoehere Werte (vermutlich durch den Kaese, lol) und weniger Herzleiden, australische Eingeborene haben niedrige Werte und mehr Herzattacken.
Wieso helfen Cholesterinsenker bei Leuten, die eine Herzattacke hatten? Statine erzeugen Rho-kinase, ein Enzym, dass Entzuendungen in den Arterien lindert.
Was lerne ich daraus? Es lohnt nicht, seine Cholesterinwerte pruefen zu lassen.

Uebrigens, ich sitze im Zug nach Koeln. Die Freitagsparty gestern im Second Life auf meiner Insel war nett und ich bin froh, dass ich sie nicht habe ausfallen lassen. Es sieht am Anfang immer so aus, als muesste ich dort allein tanzen, aber dann sind wir doch um acht bis zehn Personen, die mitmachen. Bevor ich mich um sechs Uhr wecken liess, traf ich noch meine SL-Freundin Zaza, die als Rechtsanwaeltin in Florida bis spaet in die Nacht hinein arbeitet. Sie hatte ihren ersten Fall vor Gericht und happy, dass sie ihn fuer ihren Kunden gewonnen hat. Das spornt an. Ich sehe sie nur am Wochenende und wenn ich 'sie' meine, dann ist es ihr Avatar.
Das Wetter ist heute schoen, nur wenige Wolken am Himmel. Es muss hier jedoch geschneit haben und ich sehe vereiste Traktorfurchen. Wir fahren gerade in Osnabrueck ein.

venerdì, febbraio 01, 2008

Warum sind Aktien wieder in den Keller gegangen?

Die Frage stellt sich mir, weil meine auch wieder dabei sind. Ich fuehle mich wie ein Kaenguruh, das grosse Spruenge mit leerem Beutel macht. Ausloeser dafuer war leichtsinnige Kreditvergabe durch die Banken in den U.S.A. Um den amerikanischen Traum von einem eigenen Haus am Leben zu erhalten, hat die Regierung Busch nichts dagegen unternommen, dass Hypotheken an Leute vergeben wurden, die gar nicht in der Lage waren, diese zurueckzuzahlen. Es kommt mir so vor wie um das Jahr 2000, als wir vom New Economy Fieber gepackt wurden und glaubten, Internet-Aktien wuerden staendig noch oben gehen. Hier nun, war es der Glaube daran, dass die Haeuserpreise unentwegt steigen wuerden und Hypotheken spielend zurueckgezahlt werden konnten, wenn das Haus verkauft wurde. Nur, der Haeuserboom loeste eine Bauwelle aus, aufgrund derer das Haeuserangebot groesser war als die Nachfrage. Die Haeuserpreise fielen und fallen immer noch. Die Banken gerieten in Panik und erhoehten die Zinsen, welche nun wiederum die Hypothekennehmer nicht mehr zahlen konnten oder wollten. Sie liessen ihre Haeuser im Stich und Banken sowie Gesellschaften, an die Banken diese Hypotheken weiterverkauft hatten, blieben auf ihren CDOs, collateralized debt obligations sitzen. Und das ist nicht alles.
Nehmen wir an, ich habe das aus der Business Week, die ich gerade lese, jemand kauft ein Haus fuer 300.000 Dollar. Auf 240.000 nimmt er eine Hypothek auf und auf die verbliebenen 60.000 Dollar erhaelt er einen Kredit, mit dem er die Zinsen der Hypotheken tilgen und sich mal endlich einen Fernseher mit Plasmaschirm kaufen will, und dann vielleicht noch einen neuen Wagen. Inzwischen sinkt der Preis des Hauses auf 240.000 Dollar. Die 60.000 Dollar an Wert, fuer die der Hausbesitzer den Kredit erhielt, sind weg und die Banken haben das Nachsehen. Sie haben beide ihr Geld verloren, der leichtsinnige Hausbesitzer sowie die leichtsinnigen Banken. Der Konsument kann nicht mehr konsumieren und die Wirtschaft spuert es, zusammen mit den Aktionaeren.