domenica, dicembre 30, 2007

Albedo 32

Das irische SF-Magazin enthält ein Interview mit Christopher Priest, einem populären britischen SF-Autoren. Die Geschichten selbst, von denen es sieben gibt, überzeugen nicht. Die Themen waren alle schon einmal da. So bei der Story “Times winged Chariot” von Nicola Caines.
Die Protagonistin Caroline glaubt, dass sie von Aliens entführt und nach einigen Experimenten an ihr wieder freigelassen worden war. Nach Jahren stellt sich heraus, dass ihre Vermutung zutraf, denn sie wird jünger, je älter sie wird. Oder sagen wir einfach, je älter sie wird, desto jünger sieht sie aus. Und irgendwann ist der Zeitpunkt erreicht, dass ihre Tochter die Mutterrolle übernimmt, während Caroline nicht erkennen kann, dass ihre Rückentwicklung stoppen würde. Sie beschliesst, ihr Leben zu beenden.

Folgende Bücher wurden besprochen: William P. Robertson: Lurking in Pensylvania, D. Harlan Wilson: Pseudo City, Jeff Vandermeer: Shrieks: An Afterword, Brett L. Renwick: Wired for Chaos, Niall Lacey: Boarg of the Lake, Kala Trobe: Magick in the West End, Joy Ward: Haint, Ken Bruen: Dublin Noir: The Celtic Tiger vs. The Ugly American, Mark. Z. Danielewsky: House of the Leaves, Ken McLeod: Newton’s Wake.

mercoledì, dicembre 26, 2007

Phantastisch, 4/2007

Diese Ausgabe habe ich schnell durchgearbeitet, die Autoreninterviews überschlagen, und davon gab es ein paar. Mit John Scalzi, Andreas Brandhorst, Andrzej Sapkowski und Günter Merlau. Interviews zu lesen bringt mir nichts. Sollte ich wieder zu schreiben anfangen, mache ich mein eigenes Ding. Einen Artikel fand ich interessant, ‘Ein schrecklich ungezogenes Kind’, Olaf Kemmlers Artikel über Philip Josè Farmer, seine in den Jahrender Entstehung skandalöse Novelle ‘The Lovers’, in der ein Raumfahrer sich in einen weiblichen Alien verliebte, der seinen Insektenkörper in eine menschliche Gestalt verwandeln konnte. Es muss in den 60ern gewesen sein, in denen Rock n’ Roll über uns hereinbrach, als ich das Buch las, freizügig und schockierend für jene Zeit. In Kontrast dazu bumsen wir in Second-Life, dem SF-Internetspiel, dass die Heide wackelt und niemand stört sich daran. Es wird mit Strapons, Paddles und Ketten kinkiger online BDSM getrieben und das erscheint fast normal. Kann man daran ablesen, wie sich im Laufe von vierzig Jahren die sexuelle Einstellung geändert hat? Ich meine ja. Und das Phänomen Second Life trägt dazu bei. Freundinnen von mir aus Florida, Australien und dem UK finden nichts daran ihre Konventionen über den Haufen zu werfen. Zwei wurden Bi und die dritte hält sich männliche Sklaven. Eine von ihnen sieht ihre Freundin jetzt mit anderen Augen, vertraute sie sich mir an. Stelle ich mir vor, dass schon eine Millionen auf Second Life abonniert sind frage ich mich: Steht uns eine neue sexuelle Revolution ins Haus?

Christian Hoffmann bring einen Beitrag über Flann O’ Brian, einen der meist gelesenen irischen Autoren. ‘The Third Policeman’, ein Kultbuch. Ich habe es irgendwo liegen, schon vor Jahren gelesen. Skurril, ein Wahnsinnsbuch. Jedem zu empfehlen. Der Autor selbst hat sich zu Tode gesoffen. Das Buch hat es überlebt und macht noch immer Furore.

Carsten Polzin stellt den Film ‘Five’ vor, Stefan Pannor Jeff Smiths Comic ‘Bone’. Achim Schnurrer bringt in der Rubrik ‘Klassiker der phantastischen Literatur’, den ersten Teil über Michail Bulgakow.



martedì, dicembre 25, 2007

Interzone, Science Fiction & Fantasy, 213

Hip Hip, die Dezember Ausgabe, ich habe mich durch die Interzones hindurchgearbeitet. Zwei Stories dieser Ausgabe befassen sich mit China und Azteken.. Reiner Zufall, den sich die Redakteure zunutze gemacht haben. Nur, mir gefiel eine andere Story besser, die von John Phillip Olsen: The Men in the Attic. Eine Download Story, oller Tobak? In Wirklichkeit war es ein Upload. Download behandelt den Bewusstseinstransfer auf einen externen Speicher. In dieser Story stellt ein Regimegegner sein Gehirn Dissidenten zur Verfügung, in dem sie sich verbergen können. Ihr Körper wird von der Polizei künstlich am Leben erhalten, in der Hoffnung,
dass der Eigner wieder zurückkommt.

Kyle, der Gastgeber, besitzt ein Restaurant und hat eine Familie, die nichts von seinen Aktivitäten in der Widerstandsbewegung weiß. Er lebt in Angst, dass sie ihm auf die Schliche kommen, und als ein Politiker sich in seinem Gehirn einnisted, beginnt sich die Polizei tatsächlich für ihn zu interessieren.

Des weiteren gibt es einen Bericht über den Nippon 2007 WorldCon in Yokohama, Japan.
Folgende Filme wurden besprochen: Riding the Bullet, The invincible Iron Man, Messages, Flight of the living Dead: Outbreak in a plane, Bacterium, The Prisoner, Gandahar, The Time Masters.

Buchbesprechungen: Christopher Barzak: One for Sorrow, Randall Silvis: In a Town called Mundomuerto, Paul Leppin: Blaugast, A World of Decline, Terry Pratchet: Making money, Lucius Shepard: Dagger Key and other Stories, Gregory Benford and Elisabeth Malartre: Beyond Human, Tobias S. Duchell: Ragamuffin, Charles Stross: The Merchants’ War, Gene Wolfe: Pirate Freedom, Robin McKinley: Dragon Haven, Karl Schroeder: Queen of Candescence.


mercoledì, dicembre 19, 2007

Interzone, Science Fiction & Fantasy, 212

Die Geschichte ‘JIHAD’ von Will McIntosh war für mich die beste dieser Ausgabe, obwohl der Hintergrund schwierig zu durchschauen ist. – Auf den Straßen herrscht Anarchie. Ein Cop übergibt sich. Erst kommt der Mageninhalt, dann Blut und dann nichts mehr. Er ist tot. Aus einem Labor sind die Erreger dafür in die Freiheit entkommen. Wettlauf in der Herstellung von bakteriellen Kampfstoffen. Junge Wissenschaftler bilden Terrorgruppen, um den Spuk zu beenden. Sie haben vor Viren, die sie Dr. Happy nennen, in die Öffentlichkeit zu blasen. Nebenwirkung, leichte Kopfschmerzen, Hauptwirkung: ein pazifistisches Gefühl. So wird versucht, einen Krieg nicht ausbrechen zu lassen.

Die Protagonistin Ange hat es nicht einfach. Sie unterstützt die Terrorgruppe, jedoch nicht aktiv, weil sie ihren Doktor in botanical Biotech machen will. Und ihr Doktorvater will sie bumsen. Als ob das nicht genug wäre. Ein Brutalterrorist lässt Anges Hund explodieren, nachdem er von ihr eine Abfuhr erhalten hatte.

Es endet so, dass sie dem Doktorvater ihre Faust ins Gesicht schlägt, die Verwandten sie zum Doktor machen, da offizielle Stellen nicht mehr aktiv sind und der Brutalterrorist ihr einen kleinen Hund schenkt.

Die Beschreibung klingt zu nüchtern, es ist aus der Warte der Protag gesehen, eine höchst emotionale Achterbahnfahrt.

Die Frau sieht phantastisch aus. Im “Spiegel” 50/2007 auf Seite 154. So gut wie Avatars meiner Freundinnen im Second Life. Doch ist sie nicht das Wahre, die Hightech Sexpuppe Andy. Extras sind Blowjob System, stufenlos regelbar, spürbarer Puls usw. Der Spiegelbeitrag berichtet von der Vision einiger Künstlicher Intelligenz Experten, dass Roboter in einer nicht allzu fernen Zukunft die besseren Liebhaber seien. Anlass war David Levys Buch ‘Love and Sex with Robots. The Evolution of Human-Robot Relationships’. Levy hält den Trend zum Sex mit Robotern für unvermeidlich.

Sag ich ja auch immer J. Ausgemalt habe ich mir das jedenfalls. Siehe folgende Stories von mir:
http://keylmann.googlepages.com/dieter http://keylmann.googlepages.com/kopflos
http://keylmann.googlepages.com/pizza&cola



giovedì, dicembre 13, 2007

Interzone 211, Science Fiction & Fantasy, July/August 2007

Eine weitere Ausgabe durch. Diese ist Michael Moorcock gewidmet. Eine, so wie ich herausfand, Ikone britischer SF, obwohl er schon seit 10 Jahren in Texas lebt. Nun ja, da habe ich auch schon mal gewohnt, in Dallas. Zwei Mal. – Von M. Moorcock hatte ich noch nie etwas gelesen. Nun gibt es ein Guest Editorial von ihm, dann ein Interview und einen Romanausschnitt (London, my Life or The Sedentary Jew).

Es gab wieder einige gute Geschichten. Bei ‘Exvisible’ von Carlos Hernandez geht es um eine Sohn-Vater Beziehung. Der Sohn, dessen Mutter der Vater vor der Geburt verlassen hat, macht den Vater ausfindig. Dieser ist an Krebs erkrankt und der Sohn arrangiert einen Bewusstseinstransfer. Nun, das Bewusstsein auf eine Harddisk zu transferieren ist ein alter Hut. Zumindest in der SF. Doch durch den Hyperraum zu fliegen ist ja ebenfalls nicht neu. Zuerst die Dekonstruktion, die Amputation sämtlicher Körperteile in Sequenz. Hernandez beschreibt die inneren Konflikte des Sohnes. Wie er sich von seinem Vater in Stich gelassen fühlt, und sich trotzdem dazu durchgerungen hat, Dekonstruktion und Transfer zu bezahlen. Er fiebert dem Moment entgegen, in dem er den Kopf des Vaters auf dem Wohnzimmerschrank sieht. Ein Vater, der nicht mehr davonlaufen und aus dem Gefühl der Einsamkeit nichts anderes tun kann, als sich mit ihm zu unterhalten.

Von David Langford gab es Ansible, den periodischen SF-Klatsch, aus dem hervorging, das M. John Harrison für 2007 den Arthur C. Clarke Preis gewonnen und £ 2007 für seinen Roman ‘Nova Swing’ erhalten hat. – Sagte ich schon, dass M. John Harrison mein derzeitiger Lieblingsautor ist, und Nova ein literarisches Fanzine von mir war?

Folgende Filme wurden besprochen: Pirates of the Caribbean 3, Spider Man 3, Bridge to Terabithia, Neverwhere, Headspace, The Lost Room, Charmed, White Noise: The Light, Forbidden Planet.
Der letztere hatte mich, als er heraus kam, stark beeindruckt. Erstens der Robot, und zweitens das Monster, das mit Hilfe der verstorbenen Aliens das Bewusstsein des Vaters in ein angreifendes Monster transformierte. Und dann die Schöne des Films. Doch an Schönheiten mangelt es auch im Second Life nicht.

Was die Bücher angeht: Richard K. Morgan: Black Man, Alastair Reynolds: The Prefect, David Gunn: Death’s Head, Colin Harwey: Lightning Days, Tony Ballantyne: Divergence, Eric Brown: Helix, Steven Erickson: Reaper’s Gale.




lunedì, dicembre 10, 2007

Interzone 210, Science Fiction & Fantasy

Neben David Langfords ‘Ansible’, der SF-Chatterbox, in der unter der Rubrik ‘Thog’s Masterclass’ Bolzen wie folgender stehen: “Dept. of wicked winks and unclad fish. ‘Her breasts winked at him, and he chastitised himself as he felt a stir of arousal. [....] He was sixty centimeters taller, but she wiggled like a lithe, naked eel until a final shrewd twist toppled him from the bed. (David Weber, Empire from the ashes, 1993)’”.

Dave Martin interviewt Steph Swainston und Douglas A. Sirois. Unter den Stories gab es mehrere, die mich beeindruckt hatten. Ich nehme mir Steven Francis Murphys ‘Tearing down Tuesday’ vor.
Posttechnologische Welt. Kyle sucht Tuesday, einen der Komatsu Construction Roboter. Saturday und Sunday erzählen ihm, Tuesday sei in Audreys Werkstatt. Kyle findet Tuesday dort, zerlegt, den veschlammten Kopf auf dem Boden liegend. Audrey beabsichtigt Tuesday’s Teile zu verhökern. Die Summe seiner Teile ist mehr wert als der Roboter selbst. Tuesday ist Kyles Freund und Kyle nimmt Audrey das Versprechen ab, ihm Tuesday auszuhändigen, wenn er bis zum nächsten Sonntag 700 der gängigen Währung aufbringen würde.

Background der Geschichte ist die Stimmung, und das Treiben im Ort. Christlich, bigott, posttechnisch und gegen Kyle gerichtet. Kyle, dessen Vater vom Sheriff erschossen worden war. Der Reverend, eine der Säulen der Ortsgemeinschaft, steckt Kyle Geld zu, gegen sexuelle Gefälligkeiten, bis es Kyle zuviel wird. Kyle bekommt das Geld zusammen und schneidet dem Reverenden die Kehle durch. Tuesday ist noch zerlegt. Audrey erzählt, Tuesday habe nicht weiter leben wollen. Die Erinnerung an das, warum der Sheriff Kyles Vater erschossen hatte, hatte ihn nicht los gelassen. Kyle nimmt das nächste Luftschift und verlässt den Ort.

Das ist eine Story mit einer vielleicht nicht allzu fernen Zukunft. In einer anderen, ‘Preachers’ von Tim Lees geht es auch um einen Jungen, dessen Vater aus dem Schrott, der nach den großen Wirren übrig geblieben war, Gegenstände herstellte. Er schraubte, lötete, schweisste, so lange Objekte aus der alten Zeit vorhanden waren. Auch hier, posttechnologisches Zeitalter. Während in meiner Jugend Raumschiffbesatzungen Protagonisten waren und ganze Imperien auf und untergingen. Wie auch immer, gute Geschichten kommen in beiden Szenarien zustande. Es hängt vom Autoren ab.

In ‘Mutant Popcorn’ bespricht Nick Lowe folgende Filme: Sunshine, The last Mimsy, Inland Empire, The Science of Sleep, Ghost Rider, TRINT.
John Clute nimmt sich die Bücher vor: Lucius Shepard: Softspoken, Brian W. Aldiss: Harm, Ben Bova: The Sam Gunn Omnibus, Stephen Baxter: Conquerer, Nick Griffither: Dalek I loved you. Susan M. Bernardo & Graham J. Murphy: Ursula K. Le Guin, a critical companion, Albert Sanchez Pinòl: Cold skin, Guy Gavriel Kay: Ysabel, Steve Aylett: And your point is? Scorn and meaning in Jeff Lint’s fiction. Mat Coward: So far, so near. Stephen Hunt: The court of the air.



lunedì, dicembre 03, 2007

Mein Pickup

Revision war angesagt. Die zweijährige. In der Motorisazzione Civile in Ferrara (ein staatlicher TÜV) haben sie nach acht Jahren gesehen, dass mein Pickup, ein Ford Ranger, eine Anhängerkupplung besitzt, die im Kraftfahrzeugschein nicht verzeichnet ist. Also die Kupplung abmontieren und noch mal hin.
Ich könnte die Revision auch in der nächsten autorisierten Stelle machen lassen, nur die meckern dann, und das haben sie schon, dass die Größen der Reifen, die mein Pickup draufhat, ebenfalls nicht im KFZ-Schein stehen. Dies wird in Ferrara freundlicherweise übersehen. Die prüfen nur Licht und Bremsen, und nun die Anhängerkupplung. Italien in seinem Schlendrian.

Interzone, Science Fiction & Fantasy, 209
25th Anniversary issue

Es dauert, meinen Schreibtisch zu entrümpeln. Diese Ausgabe ist von April 2007 und extrem
Englisch. Das ist kein Nachteil. Mit dieser Ausgabe begeht Interzone ihr 25jähriges Jubiläum und enthält Stories einiger populärer britischer SF-Autoren. Geschichten oder Romane kenne ich von Alastair Reynolds, M. John Harrison und Gwyneth Jones. Harrison war mein favorisierter Autor. Sein Viriconium hatte mich zu einigen SF-Stories inspiriert. Die Geschichte in dieser Ausgabe ist jedoch eine Schreibübung. Wenigstens auf den ersten Blick, vielleicht steckt mehr dahinter. Es geht um einen Privatdetectiv, der von Nachbarn, Freunden Vermisster gerufen wird, deren Verbleib ausfindig zu machen. Und es gibt auch diese, sie haben sich aus ihrem Leben, dass sie führen
wollten, abgemeldet. Sitzen ihrer Frau am Frühstückstisch verständnislos gegenüber. Sind aus ihrem eigenen Leben verschwunden. Hier ist es die Frau, die sagt, mein Mann ist nicht mehr da.
Ihr sitzt eine Hülle gegenüber, mit der sie nichts anfangen kann.

Und dann die Geschichte ‘Tears for Godzilla’ von Daniel Kaysen. Die liest sich so, wie P spricht. P ist eine meiner Freundinnen aus dem Second Life. Im Ersten und realen Leben wohnt sie in Cambridge, ist um die 40, single und hat gerade einen neuen und langweiligen Job angetreten. Am Computer, der sie auch nach Feierabend nicht loslässt. Nun wurde sie Mistress. “Oh, ich bin ganz und gar verrückt, hahaha, was habe ich gemacht? Ich habe mir noch einen weiteren Sklaven zugelegt.” BDSM Szenerie im Second Life, whips, paddles, floggers, cages, chains. “Ich muss nicht ganz dicht sein”, sie versteht sich selbst nicht mehr. “Was mache ich nun, ich kann nicht aufhören, omg!” Sklaven sind ihr neues Hobby. Zum schiessen. Doch zurück zur Geschichte: Ein Horrorautor erhält eine E-Mail von einer alten Flamme. Es gelingt ihm nicht, Phantasie und Realität auseinander zu halten, wenn er mit Amanda im Coffeeshop ansteht. Er sieht wie Amanda erbleicht und dreht sich um. Ein Mann hält sich den Kopf mit schmerzverzerrtem Gesicht und stößt ein Heulen aus, das eines Mannes in Agonie. Dann fällt er zu Boden. Aus seinem Kopf rinnt Blut und anderes dunkles Zeug, die sich zu einer Lache formen, und der Protagonist sagt zu Amanda, “Wir gehen besser.” Er zieht Amanda aus dem Local, der blutende Mann springt vom Boden auf und folgt ihnen. Es ist Amandas Ex.
Dann sitzen sie sich im Café gegenüber, Amanda und er. Sie sagt nicht viel. Fast nichts. Hat er was falsch gemacht. Wenn ja, was? Ist etwas passiert? Wenn ja, wo? Oder war sie so von Natur aus? Dem Horrorautor fallen tausend Gründe ein, warum es mit ihm und Amanda nicht funktionieren würde. So wie sich P das Gehirn malträtiert, wie sich ihre neue Manie, sich im zweiten Leben männliche Sklaven zu halten, auf ihr Befinden auswirken wird.

Nick Lowes ‘Mutant Popcorn’ behandelt folgende Filme: The Fountain, Arthur and the Invisibles,
Eragon, Night at the Museum, It’s a Boy-Girl Thing, Deja vù.
Folgende SF-Romane wurden besprochen: Kim Stanley Robinson: Sixty Days & Counting, Sergei Lukyanenko: The Day Watch, Ken MacLeod: The Execution Channel, Naomi Novik: Temeraire: Black Powder War, Robert J. Sawyer: Rollback, Charlie Huston: No Dominion, Ed Gorman: The collected Ed Gorman, Charles Stross: Glasshouse.

giovedì, novembre 29, 2007

Interzone, Britain’s longest running Science Fiction Magazine, 208


Ausgabe 208. Wer hätte gedacht, dass sich Interzone so lange hält. Und ich habe noch eine Anzahl
weiterer Ausgaben zu beackern. Sie haben sich bei mir angesammelt. Nun ja, Second Life.... .

Die Story, die ich diesmal vorstelle ist reichlich lang, doch meine Beschreibung bleibt kurz. “Islington Crocodiles” von Paul Meloy ist eine Story, die sich langsam entwickelt.

Ray Cade träumt seinen Favoritentraum. Er befindet sich in einem Schloss. Vor einem König defilieren nackte Frauen. Ray erschiesst den König, setzt sich auf dessen Thron und brüllt: “Der König bin jetzt ich.” Ray ist jedoch nicht die Hauptfigur der Story. Das ist Steve Iden, ein Mann für ausgefallene Jobs. Z.B. Bukkake DVDs aus Amsterdam nach London zu schmuggeln. Als ob das verboten wäre. Bukkake ist, so habe ich in SL gelernt, wenn nackte Männer im Kreis um eine auf den Boden liegende nackte Frau herumstehen und auf sie wichsen. Soviel zum erzieherischen Effekt von SL. Wie auch immer, Steve wird von seinen Auftraggebern zu einem anderen Job verdonnert, mit ihnen einen bestimmten Stein aus der Bank von England herauszubrechen. Sie machen das, und bringen ihn Rays Wohnung, in der Steve erklärt wird, dass der Stein die Kraft und Energie Londons enthält. Ray haut mit einem Schwert den Stein entzwei und brüllt: “I am the fucking king now.” Ein paar Wochen später sitzt Ray im Irrenhaus.

Jetzt geht es erst richtig los. Steve verliebt sich in Claire, Rays Schwester, sie wird später schwanger und die Hölle bricht los. Es geht zu wie bei Quartermass. Portale öffnen sich über London, und gewaltige Maschinen erscheinen am Himmel. Plummer, jemand aus Steves Gruppe bringt ihn dazu, mit ihm Claire aus deren Wohnung herauszuholen, da, so wie er sagt, Monster durch die Portale kommen werden, um das Baby aus Claire herauszuschneiden.

Das Baby gehört zu den Kindern, die das Chaos auf der Erde beenden sollen. Plummer ist einer der Guten, ein Helfer der den wenigen Ausserplanetarischen, welche sich auf dieses Ereignis vorbereitet haben, zur Seite steht.

Am Ende stoßen Monster durch die Portale auf die Erde. Eines von ihnen erwischt Claire und hält ein Messer für das Baby bereit. Doch dieses wehrt sich. Mit den anderen Kindern zerstört es die Eindringlinge. Plummer öffnet ein Portal für Steve und Claire, die nach Zögern mit ihrem Baby für immer von der Erde verschwinden.

Neben anderen Geschichten wird Elizabeth Hand interviewt. Es gibt Film- und Buchbesprechungen. Susanna Clarke und Neil Gaiman erzählen, in welcher Weise sie ShortStories produzieren.


domenica, novembre 25, 2007

Fantasy & Science Fiction, Dec 2007

‘Who brought tulips to the Moon’? von S.L. Gilbow

Das Thema ist nicht neu, ich erinnere an den Film “Soylent Green” (1973) mit Charleton Heston. Aber immer aktuell, lol.

Mr. Hudson ist mit Sohn und Schwiegertochter auf den Mond geflogen. Er ist 94 Jahre alt und wie seine Schwiegertochter meint, ist es jetzt für ihn soweit.

“Smooth Passing, we make the next step easy”, steht auf einem Schild im Lunacy Park. Schwiegertochter Laura drängt zur Eile, sie drängt immer. An der Rezeption sind sie noch einmal gehalten, ihr Einverständnis für den nächsten Schritt zu geben. Sohn Danny gibt das Formular ab und alle drei legen ihre Hand auf den Pad.

Mr. Hudson verbringt den nächsten Tag, und den letzten vor dem Schritt in das Reich der Toten in
Gesellschaft einer alten Dame, die sich auch für den Übergang entschlossen hat. Nur, Mr. Hudson
wurde gedrängt. Von seiner Schwiegertochter. Sie drängt immer.

Er wundert sich, dass er am nächsten Tag wieder aufwacht und ist geschockt, als ihm sein
Sohn die Urne von Laura zeigt. Danny hatte ihren Namen in das Formular eingetragen. Mr. Hudson
ist erleichtert und traurig zugleich. Doch so traurig auch wieder nicht.

martedì, novembre 20, 2007

Fuer meine Kurzgeschichten habe ich eine andere Website gebaut, weil der andere Provider die vorherige nicht mehr unterstuetzt. So sind meine Stories nun auf Google zu finden. Siehe auf der rechten Seite unter Homepage. Diese wird noch um einige Bilder ergaenzt.
Albedo 33,

Das Magazin aus Dublin enthält Science Fiction, Fantasy und Horror sowie Stories gemischt mit diesen Genres. Andrew McKenna’s ‘Barrelhouse’ ist eine davon.

Das Zentrum der Stadt ist zum Slum verkommen. Ein Junge rettet sich aus seinen Tiefen in das Barrelhouse der Righteous Fellowship of the Lord. In den Augen des Jungen eine von Mönchen geleitete Sozialstation. Er wird aufgenommen, ihm wird eine Zelle zugewiesen, unter die Dusche gesteckt, wieder herausgezogen und grün und blau geprügelt. Der Junge nannte sich Blowjob, nun heisst er Tobias. Für freie Unterkunft und Verpflegung soll er sogenannte Mischräume reinigen. Die Mönche stellen Seife und Öle her, die unter den Armen in fernen Ländern verteilt werden. Tobias wird ein anderer Junge zur Seite gestellt, der mehr daran interessiert ist herauszufinden, was aus dem oberen Stock in die Silos fliesst. So klettert er die Leiter zur Tankfüllung hinauf und fällt hinab.
McKenna hält die düstere Spannung aufrecht. Und je mehr Tobias den Tod in den Räumen riecht, desto verzweifelter versucht er zu entkommen. Ohne Erfolg.

Wenn es SF ist, dann die einer sehr nahen Zukunft. Ist es Horror, dann ist es der von gestern. Die Story ist empfehlenswert.

Andere Geschichten dieser Ausgabe sind kürzer, aber nicht besser. Interviews gibt es mit Geoff Ryman und Sam Millar. Darüber hinaus einen Beitrag über Self Publishing und Buchbesprechungen.

sabato, novembre 17, 2007

Andromeda Nachrichten 215

ist das Magazin des Science Fiction Club Deutschlands, über 200 DIN A4 Seiten stark. Und der Redakteur ist wieder ein anderer: Michael Haitel.Er war es schon einmal und hatte es gut gemacht.
Bei ihm konnte ich ein paar meiner Geschichten unterbringen. Wenn mir Second Life etwas mehr Zeit ließe, würde ich mal wieder eine Story zu Papier bringen. Vielleicht sollte ich mir einmal wieder die Zeit dafür nehmen.

Herbert W. Frankes achtzigster Geburtstag wird gewürdigt. Professor, Kybernetiker, Media-Künstler und SF-Autor.

Es gibt einen Artikel von Georg Joergen. Der ist Risszeichner. Auf über sechs Seiten sind die Hefte aufgeführt für deren Raumschiffe Joergen Zeichnungen geliefert hat. Nicht nur für Raumschiffe, auch fur Kaufhäuser, Gleiter, Hibernationskammern, Waffen. Es ist, so meine ich, schon stark, sich in einen Schwerlast Transportgleiter einzuarbeiten.

Borg Krämer schildert den Inhalt neuer SF-Filme. Birgit Fischer gibt die Zeitpunkte von Cons und Treffs bekannt. Nun, die Termine sind Vergangenheit, da Andromeda schon seit Monaten auf meinem Schreibtisch liegt. Es gab Berichte über MiniCons. Auf dem Starport Darmstadt – Alternative Welten Con war Jean Luc Picard, Patrick Stewart zu sehen. Und dann (meistens bebrillte) SF-Fans.

Ausführlich werden Romane und Geschichten der Kandidaten fuer den Deutschen SF-Preis (DSFP) beschrieben. Mit einigen hatte ich in der Vergangenheit per E-Mail oder Webkommentar Kontakt: Armin Rößler, Desirée und Frank Hoese, Uwe Post.

Karl. E. Aulbach bearbeitet die Sparte Fantasy, Armin Möhle die Fanzines. Gerd Frey berichtet über PC Games. Seitdem ich in Second Life eine Insel, eine Country Bar, eine Bildergalerie, mein Winter- sowie mein Sommerhaus unterhalte, habe ich für andere Computerspiele keine Zeit mehr.

Hermann Urbanek machte seine LiteraTour, berichtet über Neuerscheinungen von SF- und Fantasy Büchern und Heften. Eine überraschende Anzahl dieser Produkte kommt im Erscheinungszeitraum von Andromeda auf den Markt.

In Michael Haitels Musik-Sparte schreibt Ralf Boldt über phantastische Motive in der Alternativen Musik. Boldt bearbeitet darüber hinaus die Perry Rhodan Spalte. Den hatte ich gelesen, als ich ziemlich jung war. Und den Rhodan gibts noch, wo ich ziemlich alt bin. Band 2387. Hum. Ja. Toll?
Oder ein Zeichen von Verblödung der Leserschaft?

Buchbesprechungen findet man in der Spalte Reisswolf. Ich werde mit SF-Magazinen zugebaggert. Die Bücherspalte brauche ich daher nicht zu lesen. – Am Schluss finde ich Wissenschaftsbeiträge und SF-Stories von Mitgliedern.

So langweilig Andromeda erscheinen mag, da viele Sparten, Artikel bei mir auf wenig Interesse stoßen, so muss ich doch den Fleiß, die Sachkenntnis der Beitragenden anerkennen.


venerdì, novembre 16, 2007

Fantasy & Science Fiction, Oct/Nov

Dieses Magazin, eine Doppelausgabe mit 240 Seiten, hat seinen Inhalt zur Fantasy verlagert. Und die Science Fiction Stories sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Wenig von fremden Planeten und deren Bewohnern, Raumflügen, Abenteuern. Die Zukunft ist dichter herangerückt, fast mit Händen zu greifen. Meine favorisierte Story dieser Ausgabe ist eine moderne Geistergeschichte, weit entfernt von Science Fiction.

In der Geschichte ‘Two weeks after’ von M. Ramsay Chapman geht es um den Taxifahrer Jack und um seinen Fahrgast April. Jack fährt April zu ihrem Haus. In zwei Stunden, so machten sie es aus, würde er sie wieder abholen. April steigt aus, geht ins Haus und sucht ihren Mann Kyle auf. April ist tot, und das seit zwei Wochen. Autounfall. In Jacks Taxi.

Jack, der ebenfalls tot ist, sucht seine Frau Patty auf. Die Geschichte beschreibt die Reaktion von Kyle und Patty, welche die ganze Skala an Emotionen umfasst. Jack bringt seiner Frau einen totsicheren Aktientip mit dem Rat, Aktien dieser Gesellschaft zu kaufen und für fünf Jahre zu halten.

Nach zwei Stunden fährt Jack mit seinem Taxi vor und holt April mit seinem Taxi wieder ab. Keine Ahnung wo sie hinfahren.

martedì, novembre 06, 2007

Asimov’s Science Fiction, Dezember 2007

Nun, Alan Steele setzt seine Saga um den Planeten Coyote mit ‘The Pride of Cucamonga’ fort, in dem ein Renegat von der Erde sich als blinder Passagier auf den Weg zu diesem Planeten macht. Er wird dort ins Gefängnis geworfen und später freigekauft, um als Shuttle Pilot auf einem Raumschiff Dienst zu tin.

Man sieht sofort, dass es ein Buch werden soll, das aus diesen Geschichten besteht. Steele pumpt die Geschichten auf. Er sagt, was die Leute im einzelnen essen, was für Bier sie trinken. Der Protag ist etwas einfältig, und das in Ich-Form, lol. Nun ja.....

Eine andere Story, ‘do {this}’ von Stephen Graham Jones enthält so gut wie keine Handlung. Nur dieses. Ein Junge versucht des Nachts seinem Computer Sätze zu entlocken, die darauf schließen lassen, das er intelligent ist. Vorher hat sein Vater mit ihm über den Mittagstisch hinweg diskutiert und behauptet, dass die Metapher das Instrument sei, dass uns sprachlich von anderen Lebewesen unterscheide. Der Junge baut einen Wortgenerator und verbindet diesen mit einem elektronischen Wörterbuch, um zu sehen, was das Program daraus macht. Wenn der PC dann mit einem anderen PC kommuniziert um dessen Sprachschatz zu testen, bleibt es dem Jungen sowie dem Leser vorbehalten zu behaupten, der PC sei zu Intelligenz fähig.


mercoledì, ottobre 31, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, December 2007

Irgendwann müssen die Ideen doch versiegen, könnte man glauben. Ist nicht so, Autoren ziehen sie aus den unterschiedlichsten Schubladen. In ‚“Domo Arigato,“ says Mr. Roboto’, geht es um den Prospektor Calley, der von einer Minengesellschaft beauftragt wurde, im Asterioidengürtel einen Claim abzustecken. So weit so gut, ein alter Hut. Der Umstand, dass auf dem gleichen Asteroiden ein weiteres Schiff gelandet ist, macht das Vorhaben komplizierter.

Es geht um einen Space Elevator sprich Fahrstuhl, für den, um einen solchen zu bauen, die Nanotechnologie bereitstand. Diesen von oben nach unten zu konstruieren, war ein technisches und wirtschaftliches Erfordernis. Das Material konnte aus kohlenstoffhaltigen Chondritmeteoren gewonnen werden. Dieser Asteroid, aufdem die beiden Raumschiffe standen, war einer.

Das zweite Raumschiff, zu dem sich Calley bewegt, ist japanisch. Pilot ein drei Meter hoher Roboter, ein Ausbund an künstlicher Intelligenz, der behauptet, dass er für seinen Auftraggeber den Asteroiden beanspruche. Dann kommt ein Solarsturm auf.

Stunden später taucht der Roboter vor Calleys Schiff auf und erzählt, der Sturm habe seine Funtion so beinträchtigt, dass er sein eigenes Schiff nicht zur Erde zurückzuführen in der Lage sei. Da der Roboter seinen Anspruch nur dann legalisieren kann, wenn er auf der Erde auftaucht, musste Calley die Bedingung stellen, dass der Roboter auf seinen Claim verzichtete, wenn er mitgenommen werden wollte.

So geschah es. Calley brachte die CPU des Roboters sowie seinen eigenen Anspruch auf den Asteroiden nach Haus.

sabato, ottobre 27, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, November 2007

In der Story ‘The Suit’ von Bud Sparhawk geht es um Zukunftsprobleme aus dem Alltag, und in diesem Falle um einen Anzug mit einem defekten Programm. Unpatched, wie der Protag sagt. Das Anzugprogramm hat nicht mitbekommen, dass sein Eigner Milch hätte bestellen müssen. Es gibt ein milchfreies, kalorienarmes Frühstück, denn die Badezimmerwaage hatte Übergewicht festgestellt, und die Toilette einen überhöhten Zuckergehalt im Urin.

Besass die defekte Version 6.3 für den Icherzähler den Vorteil, dass er nicht mit instant messages von anderen Anzügen bombardiert wurde, so wurmte es ihn dennoch, dass er keine Profile und Visitenkarten mit anderen Anzugträgern austauschen konnte. Version 7.0 war angekündigt, und der Protag machte sich daran einen Anzug mit diesem Programm zu kaufen. Er war noch nicht an Lager. Der Käufer entschloss sich zu einem Jacket und einem paar Schuhe. Das Programm des Verkaufsroboters war auch nicht ausgereift. Der Protag merkte es, als ihm Frauenpumps angeboten wurden. Eine junge Frau fand sie attraktiv genug, um sich welche zuzulegen. Protag und Verkaufsroboter einigten sich auf ein paar Loafers für Männer. Doch als er das Paket zu Hause auspackte, waren es diese Frauenpumps. Dann klingelte das Telefon, und die nette Käuferin aus dem Geschäft erzaehlte ihm, dass sie seine Loafers in der Wohnung habe, dass sie die Pumps sofort bräuchte, weil sie die Verabredung zu einer Party habe.

Der Protag irrte mit dem Schuhkarton durch die Strassen und verfluchte den Umstand, dass sein Anzugprogramm nicht das Profil mit der Adresse der Frau hatte herunterladen können.

Am Schluss der Geschichte fanden sie sich beide in ihrer Wohnung. Die Programme liessen sie ausgeschaltet.

Als ich die Geschichte las, kam mir Second Life in den Sinn. Jeder unserer Avatare hat ein Profil über seine Vorlieben, Fähigkeiten, Orte, die er gern besucht. Wie in der Story, nur dass dort die Profile des Gegenüber vom Anzugprogramm heruntergeladen werden, und sich im Second Life jeder das Profil eines anderen sich in der Nähe befindlichen Avatars ansehen kann. Dort gibt es Kühlschränke nur zur Dekoration, desgleichen kommen Avatare ohne Essen aus. Doch wird auch in dem Internetspiel heftig geflirtet und Sex hat dort einen höheren Stellenwert als im Zukunftsambiente der eben geschilderten Geschichte.

mercoledì, ottobre 24, 2007

Die 5. Etage hat keinen Empfang.

Das ist ein dickes Ei. Ich sitze im Ibis Hotel Pappelallee in Hamburg und kann mit meinem Laptop nicht ins Internet einloggen.

Saesse ich in der 2,3,4 Etage haette ich mit einem Voucher Code einloggen koennen, aber so. Kein second Life. Nun das first Life war schon anstrengend genug. Ich habe mir in Hamburg die Hacken abgelaufen und den Hintern abgefroren. Gut, dass meine Girls aus dem Second Life nicht sehen, wie abgenutzt ich aussehe. Es war meine Mutter, sie wollte unbedingt in ein Heim, obwohl sie mit 91 noch ganz lustig in ihrer Wohnung herumtuetert. Nun, ja, Aufforderung an mich, in Hamburg mal nach dem Rechten zu sehen. Rein in die German Wings, die mich von Bologna nach Koeln flogen und dann stand ich abends verloren auf dem zugigen Flughafenbahnhof. Das Reisecenter hatte geschlossen und ich machte das naechst Logische, ich fuhr mit der S-Bahn zum Koeln Hauptbahnhof, wo ich so gegen 22:00 noch einen Zug erwischte, so dass ich gegen 2:30 morgens am Flughafenhotel in Hamburg ankam.

Heute haben wir fuer meine Mutter wohl einen Platz gefunden. Sie bekommt in den naechsten Tagen Bescheid. Ich machte Einkaeufe fuer sie im Supermarkt, holte Geld von der Post und kaufte auch fuer mich ein: Schwarzbrot, eingelegten Heering, Unterhemden, Burlington Socken fuer 9 Euro das Paar (man goennt sich ja sonst nichts) und nen Wecker, denn ich muss morgen frueh hoch. Meine Mission ist fuers erste hier beendet. Der Umzug wird im Dezember stattfinden, da das Altenheim gerade umgebaut wird.

Und dann die Behoerdengaenge. Die Dame von der DAK war sofort ansprechbar und bescheinigte, dass meine Mutter, solange sie noch autonom ist, keinen Pflegezuschuss erhalten wird. Dann ging ich zum Sozialamt und mir wurde gesagt, die haetten nur von 8:30 eine Stunde geoeffnet. So stiefelte ich heute morgen ein zweites Mal dahin. Zwei Frauen tackerten vorbei ohne zu gruessen und verschwanden in ihren Zimmern. Ich sass als Behoerdenopfer im Korridor und wurde in der ersten Viertelstunde nicht hereingerufen. Tja, so ist das in Deutschland. Ich machte mich davon, zur Not kann ich auch anrufen. Meine Zeit lief davon, ich musste mit der Heinleiterin sprechen, was wir auch taten.

Gestern sass ich noch im IBIS-Airporthotel und hatte Glueck. Zum einen, weil ich ein deutsches Laptop-Anschlusskabel erwischt hatte. Mein italienisches passte in keine Steckdose. Zum anderen, gab es einen Hotpoint von einer Steffie, den ich mir fuer den Internetanschluss zunutze machte, um meine Lieblingsfreundin Anske zur Verzweiflung zu bringen. Das macht die Liebe im Second Life. Es ist so einfach Freundschaften zu schliessen und Pixelsex zu machen. So rumst es jeden Tag dort irgendwo in den Beziehungen. Waere ich nur ein Geek, der nichts anderes im Sinn hat als Programme zu schreiben und irgendetwas in Second Life zu bauen, gaebe es eine Aura der Langeweile um mich herum. Doch so lebe ich eine staendige Soap Opera.

Nun gut, OpenOffice auf meinem Laptop vergibt keine Sonderzeichen ueber Shortkeys. Man moege mir die fehlenden Umlaute nachsehen. Ich hoffe nur, dass ich morgen frueh den Zug nicht verpasse, der um 6:46 Richtung Koeln abfaehrt.



24.10.07 6:20

Der kleine Warteraum zwischen Gleis 13a und 14a ich mit meinem Laptop auf dem Schoss, die blaue Reisetasche und die des Laptops zu meinen Fuessen. Bremsen kreischen durch den Morgen, Lautsprecheransagen scheppern ueber die Bahnsteige hinweg. Neben mir sitzen ein Schwarzer und ein Asiate und spielen mit ihren Handys. Schwanzersatz? Ich wuerde in den U.S.A. Als Kaukasier eingestuft und ich habe nie begriffen warum. Vorher hatte ich mir bei McDonalds ueber der Wandelhalle einen McMuffin reingezogen. Ein paar Penner pennten in den Sitzen. Sonst war es ruhig. Und eine Tasse Kaffe. Neben mir haelt der Zug, der ueber HH-Harburg, Winsen, Lueneburg, Bad Bevensen,Uelzen, Celle nach Hannover faehrt.
Meiner soll um 6:46 abfahren. Jetzt ist es 6:30. Besser, ich packe meinen Laptop ein und gehe zum Abschnitt D. Dort wird mein reservierter Platz warten: Wagen 260, Platz 23.


24. 10.07 13:10

Ich sitze vor Gate 40 auf dem Koelner/Bonner Flughafen und warte auf meinen Flieger. So wie auf dem Hamburger Hauptbahnhof gibt es keinen kostenlosen WiFi Zugang. Die Telekom hat alles mit Beschlag belegt. 1 Stunde 18 Euro per Kreditkarte. Teuer, oder nicht? Dann lohnt es sich doch, mit dem Internet so lange zu warten, bis ich wieder zu Hause bin.

martedì, ottobre 16, 2007

Asimov’s Science Fiction, September 2007

‘My heart as dry as dust’ von Kim Zimring war mein Favorit dieser Ausgabe. Eine Geschichte, in der ein Konflikt die Hauptrolle spielt.

Afrika. Adija wird zur Hinrichtung in ein Stadion geführt. Auf dem Weg zum Schafott denkt sie an den Implant, den sie sich injiziert hatte und an den Grund, der sie hierher gebracht hatte. Ein Retrovirus.

Adija hatte ihn als Impfstoff bereitgestellt ohne zu sagen, dass die Chance bestand, dass um die 10 % gesunder Menschen sterben würden, um 100 % Aidskranke zu retten. – Und sie starben. Und der Implant wirkte, als Adija am Galgen hing. Ihr Hirn wurde weiterhin mit Sauerstoff versorgt. Doch hatte sie nicht damit gerechnet, dass man sie tagelang am Strick hängenlassen würde.


domenica, ottobre 07, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, Oct 2007-10-07

Unter den sechs Stories finde ich die Novelettes ‘El Dorado’ von Tom Ligon und ‘The Hangingstone Rat’ von Barry B. Longyear am interessantesten. Bei ‚El Dorado’ geht es um den Prospektor Victor Gundag, der einen goldhaltigen Asteroiden ausgemacht hat und versucht, andere Schatzsucher von seinem Fund abzulenken, bis er den Claim hat registrieren lassen. Er bekommt nicht mit, dass ein extraterrestrisches Signal aufgefangen wird, das ankündigt, unser Sonnensystem und damit die Erde zerstören zu wollen. Gundags Prospektorenkollegen machen mit ihren Scannern ein Ramjet-Raumschiff aus, das in Richtung Sonne fliegt. Die Unterhaltung der Schatzsucher über eine Ablenkung des Fluges bestätigt den Anspruch von Analog auf Hard-SF, das heißt auf technisch-wissenschaftlich ausgerichtete Stories.
„Searcher: I’m having a brain fart, guys. Honestly, I just passed gas and it gave me a wild idea. An interstellar Ramjet is designed to collect interstellar hydrogen, at something like maybe one atom per cubic centimeter, right? Any hydrogen is actually a pretty pathetic fusion fuel. It’s hard to light off, it’s the reaction rate limiter in stars and it only produces about 1 MEV of usable energy from that positron. The same should be true of the Ramjet. The Deuterium-Deuterium fusion chain makes about 27 times that and it lights off a hell of a lot easier. We’ve got deuterium and we can move it relatively quickly. So anybody here up to calculating what would happen when you put a hundred tons of deuterium, and maybe some Helium-3 for good measure, at maybe a million times the density of interstellar hydrogen, in the pass of a machine designed to eat and burn interstellar hydrogen?”

Am Ende rammt Gundag den interstellaren Ramjet, der dadurch abgelenkt, an der Sonne vorbei schiesst, nachdem Gundag sich schlüssig bewiesen hat, dass er mit dem Goldasteroiden nichts hätte anfangen können, würde das Sonnensystem explodieren.

The ‚Hangingstone Rat’ hingegen ist eine Kriminalgeschichte mit Harry, einem Detective, der mit einer Katze verheiratet ist und wie Basil Rathbone aussieht. Wer ist Basil Rathbone? Sein Kollege, eine Ente, dessen Bewusstsein wie Harry vor dem klinischen Tod seines Körpers übertragen worden war, und er werden zu seinem Truppenübungsplatz gerufen, auf dem eine Ratte liegt, die vor ihren Augen explodiert. Shad, die Ente verschwindet, Harry wird verletzt ins Krankenhaus gebracht. Es dauert eine Weile herauszubekommen, dass es kein Unfall war, und es dauerte noch länger auf den Täter zu kommen, einen korrupten Polizisten, der mit Shad zusammengearbeitet hatte und nun für einen Governeursposten kandidiert.

Die Handlung war nicht ungewöhnlich, das Setting schon. Harry, ein Mensch, war mit einer Katze verheiratet, und Shad die Ente ebenfalls. Nun ja, Miss Piggy liebte Kermit. Liebe kennt eben keine Grenzen. Und wer redet von Sex? Die Story hat ein Amerikaner geschrieben (grins).

mercoledì, settembre 26, 2007

Asimov’s Science Fiction. Oct/Nov 2007

30 Jahre Asimov’s, erstaunlich. Es gab vorher schon einige gute SF-Magazine wie Galaxy und Astounding, sowie Amazing Stories. Astounding hat sich zu Analog gemorpht. Ich halte die früheren Autoren für besser, obwohl sie es vermutlich nicht sind. Denn es mag an meiner jugendlichen Begeisterung gelegen haben, mit der ich ihre Stories verschlang, während jetzt doch eine gewisse Abgestumpftheit gegenueber außerweltlichen hypothetischen Geschehnissen bei mir Platz gegriffen hat.

Wie auch immer. In dieser Ausgabe gibt es mit ‘Nightfall’ den Reprint einer Isaac Asimov Story, welche Geschichten um Längen schlägt, die von neuen Autoren über das gleiche Thema geschrieben wurden und in dieser Ausgabe zu finden sind. Robert Reed und Carl Frederick kommen nicht an den Meister heran.

Bewohner eines Systems mit sechs Sonnen werden auf das zyklische Ereignis einer Sonnenfinsternis vorbereitet, die alle 2050 Jahre vorkommt und wie die Fundamentalisten predigen, von einer Feuerkatastrophe heimgesucht werden. Der Ablauf: Sonnenfinsternis, Erscheinen von Sternen, Wahnsinn.

Das Umfeld ist ein Observatorium, in dem Wissenschaftler infrage stellen, was die Geschichtsbücher über diesen Zyklus berichten. Sie stellen Experimente mit verdunkelten Räumen an, um herauszubekommen, ob ihr Verstand dadurch geschädigt werden könnte. Doch erst, nachdem das Ereignis eingetreten ist und tausende von Sternen auf sie hinableuchten, fallen auch sie dem Wahnsinn zum Opfer.

lunedì, settembre 17, 2007

Der Spiegel 37/2007

Richard Dawkins wird interviewt. Ich lese das zweite Mal über ihn im Spiegel. Er muss dort Eindruck gemacht haben. Antireligiös, kämpft er in seinen Büchern und Vorträgen um Akzeptanz für seinen Standpunkt. Und es ist komisch. Wieso muss er das? Menschen sind bescheuert.
Es kann doch nicht jede Religion anders und trotzdem richtig sein. Diesen Widerspruch fand Dawkins in jungen Jahren heraus. Und so ist es doch. Nicht alle können richtig sein, aber falsch. Und nun?

Alles Humbug? Logisch. Dawkins, der als Biologe mit seinem Buch ‘Das egoistische Gen’ vor Jahren Furore machte, versucht in seinem neuesten Werk ‘Der Gotteswahn’ davon zu überzeugen, dass der Glaube an Religionen und das was sie darstellen, nicht mit dem Stand der Forschung in Einklang gebracht werden kann.


domenica, settembre 16, 2007

Fantasy & Science Fiction, August 2007

‘Murder in the Flying Vatican’ von Albert E. Cowdrey

Robert Rogers Kohn, pensionierter Oberst der Sicherheitskräfte befand sich in einer ausgedienten Raumstation, nun von Weißen Mönchen bewohnt, eine um die Erde kreisende spirituelle Stätte, in
der Manager ihr Geld zurückließen, um zu meditieren.

Leiter dieses fliegenden Klosters waren der Master, ein in die Jahre gekommener Guru, sowie der Abt, der sich um das Operative kümmerte. Und dann gabe es einen Toten. Vor Kohn, der angefordert wurde, dessen Mord aufzuklären, entfaltete sich ein verwickeltes Szenario.

Die Mönche waren auf der Erde gesuchte Verbrecher, gedeckt durch den Abt. Der Master war durch den Abt mattgesetzt und gefangengehalten. Die mit dem Master verbündete Bordärztin hatte in der Dunkelheit der Abendandacht anstatt der Sicherheitsperson den falschen Mönch umgebracht, einen auf der Erde gesuchten Investmentbetrüger. Dennoch schlug sich Kohn auf die Seite des Masters, und kämpfte mit ihm, der Ärztin und einigen Gästen der Station gegen die Verbrecherbande.

Spannend.

martedì, settembre 11, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, September 2007

Eine weitere Story von C. Sanford Lowe and G. David Nordley. HiTec-Junk, aber die spannendste dieser Ausgabe. ‘Vertex’ baut mit Personen und Handlung auf vergangenen Geschichten auf, in denen es darum ging, mit vier Milliarden Tonnen schweren Impaktoren aus Eisenstäben aus vier Richtungen auf den Mond eines im Raum umher irrenden Planeten zu schießen, um ein Mini-Schwarzes Loch zu erzeugen, dessen Energie für ultralichtschnelle Antriebe ausgenutzt werden könnte.

Zwei Parteien versuchten das Projekt zu sabotieren oder an sich zu reißen, während die Betreiber des Black Hole Projects mit Mühen dagegen hielten und zum Schluss die Partie für sich entschieden.

Eines der Forschungsschiffe hatte das schwarze Loch nach seiner Entstehung eingefangen. Es konnte sich jedoch nicht von ihm lösen, als der megalomane Kapitän eines Kampfraumers das Forschungsschiff zur Aufgabe des schwarzen Loches zwingen wollte und es unter Beschuss nahm.
Die Lösung war zum Lachen. Zuführung von Energie in Form von Wasser aus dem Tank des Raumschiffes. Auf diese Weise wurde das schwarze Loch freigesetzt und dem Verfolger ausgeliefert, der in die vom schwarzen Loch freigesetzte Hawkings Strahlung geriet, zerbarst und in Flammen aufging.

Wie ich das sehe, werden sich die Geschichten über das Black Hole Project in einem Buch wiederfinden.

venerdì, settembre 07, 2007

Der Tod Luciano Pavarottis
hat uns mitgenommen. Meine Frau und ich saßen uns erschüttert am Küchentisch gegenüber und versuchten die Nachricht zu verarbeiten. Niemand ist unsterblich, doch Menschen wie er verdienten es zu sein. Er war von Wert, brachte unzähligen Menschen Freude und seine Werke werden die Zeit überdauern.

martedì, settembre 04, 2007

Im vorletzten Spiegel (35/2007) las ich ein interessantes Gespräch mit dem Hirnforscher Gerhard Roth. In ‘Das Ich ist eine Einbahnstraße’ kristallisierte sich für mich folgendes an wissenswertem heraus:

Es ist unmöglich das Grundgerüst seiner Persönlichkeit zu verändern. Gegenüber stehen sich Verstand, Emotion und unbewusster Antrieb. Der letztere gewinnt.

Roth machte das an einem Beispiel deutlich: “Immer wieder nehme ich mir vor, weniger Termine anzunehmen. Und dann erreicht mich die freundliche Anfrage: “Herr Roth, kommen Sie kurzfristig für einen Vortrag nach München?” Und bald darauf bin ich dort.”

Der unbewusste Antrieb ist wie Roth meint “eine Urform unseres Selbst, die psychische Grundausrüstung, mit der wir auf die Welt kommen.” Gene bestimmen zwischen 20 und 50 Prozent die Persönlichkeit eines Menschen. Später das, was eine Frau während der Schwangerschaft erlebt. Danach die ersten drei Jahre.

Ein weitere Erkenntnis aus dem Gespräch: Wir sehen uns immer positiver als die anderen es tun.

Was ergibt sich daraus? Ich fand mich schon immer gut, und wenn die anderen mich auch so finden, um so besser, und wenn nicht, was soll’s? – Und mein Verstand sagt mir: Eigentlich müsste ich den Schreibtisch aufräumen. Ich schalte dann doch lieber meine PCs ein und versuche im Second Life mit einer Frau zu flirten.

domenica, settembre 02, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, July/August 2007

Eine Doppelausgabe von 240 Seiten. Ziemlich viel Lesestoff, vor allem, wenn ich bei über 30 Grad im Schatten im Liegestuhl einschlafe. Zehn Geschichten, einige pseudotechnisch. Wie die von C. Sanford Love G. David Nordley: ‘Loki’s Realm’. Es geht wieder um das Black Hole Projekt (BHP), in dem aus vier Sternensystemen Impaktoren von vier milliarden Tonnen Schwere aufeinander zurasen sollen, um ein künstliches schwarzes Loch zu erzeugen. Ich meine, das geht sicher einfacher, aber wie auch immer....

Die für mich beste Story dieser Ausgabe ist “The Test” von Kyle Kirkland. Das Thema ist nicht neu. Professor Bartholow Niblet wird auf seinem Heimweg von einem jungen Mann aufgehalten, der eine Riesenfledermaus hochhält, die zu ihm sagt, die Erde sei in Gefahr. Sie, die Fledermaus könne sie, die Erde, und damit Niblet retten, wenn er einen Test bestehen würde. Der Test bestünde darin herauszufinden, ob er frei von Vorurteilen sei.

Prof. Niblet gibt die richtige Antwort, der junge Mann sagt, Niblet habe den Test bestanden und er entschuldigt sich für die hässliche Fledermaus und sagt, diese sei nur eine Attrappe.

“Das war mir klar”, meint der Professor, ein über uns stehendes Wesen kann nur so aussehen wie wir. Plötzlich verschwindet der junge Mann.

mercoledì, agosto 22, 2007

Fantasy & Science Fiction, July 2007

Wenn eine Story von Lucius Shepard auftaucht, kann jedermann sicher sein, dass ich mich dieser Geschichte annehmen werde. ‘Stars Seen Through Stone’ handelt von Vernon, einem Plattenproduzenten, der sich auf unbekannte und neue Bands spezialisiert und sie herauszubringen versucht. Das Setting die Industriestadt Black William, eine Stahl- und Bergarbeiterstadt, der die Industrie abhanden kommt. Leerstehende Fabrikgebäude, verkehrslose Strassen. Vernon, der Protag, hört eine Demo von Joseph Stanky und bemerkt dessen Talent. Um es sich zu sichern, holt er den Mann zu sich und macht mit ihm Aufnahmen, arrangiert kleine Konzerte. Stanky, Sänger, Gitarrist, Minustype. Ungewaschen, nachlässig, Lügner, Trinker, schwach und charakterlos. Ausser, dass er phänomenal singt und spielt.

Eigenartige Lichterscheinungen manifestieren sich in der Stadt, deren Einwohner ungewöhnliche Talente entwickeln. Stahlarbeiter entwickeln ein neues Kaltgussverfahren. Vernons Bekannte beginnt einen Roman zu schreiben, eine Polizistin klärt zurückliegende Fälle auf, jemand entwickelt neue Gartengeräte.

Ausgezeichnete Charakterisierung der Personen, gute Dialoge, und Beschreibungen der Umgebung, und eine Handlung die Seite für Seite an Dichte gewinnt. Vernon und seine Exfrau verlieben sich erneut ineinander. Schon das ein Wunder. Und schließlich kulminiert die Handlung in der Nacht auf dem Messeplatz der Stadt, auf dem die Bürger sich versammeln und von den Lichterscheinungen heimgesucht werden, die von ihren freigesetzte Talente in sich aufsaugen. Parasiten aus einer anderen Dimension.

sabato, agosto 18, 2007

Der Spiegel, 13.08.2007

Wie bekannt, ist Science Fiction eines meiner Hobbies. Wenigstens das Lesen. Im SPIEGEL gab es einen Artikel über Waffentechnik: ‘Krieg der Roboter’. Ein alter Hut für SF-Leser, doch langsam rüeckt das Thema aus der SF in die Realität, wenn man sich die in den U.S.A. entwickelten Waffen und Hilfsgeräte ansieht.

Predator: Ferngesteuerte Aufklärungs- und Kampfdrohne
Swords: Kettengetriebener Minikampfroboter
Gladiator: Kampfroboter
Fire Scout: Unbemannter Kampfhubschrauber
Micro Air Vehicle: 30cm langer Aufklärer
X-47: Unbemannter Tarnkappenkampfjet
Big Dog: Gehroboter als Lastenträger.

lunedì, agosto 13, 2007

Phantastisch, 3/2007

In seinen Werkstattnotizen behandelt Andreas Eschbach das Thema, in welcher Form sich manche Autorenaspiranten vom Schreiben abhalten. Ich zähle die Ausreden auf:

Warten, bis man Zeit zum Schreiben hat.
Auf Inspiration warten.
Nach dem perfekten Tool suchen
Versuchen, von einem erfolgreichen Autor das Geheimnis zu erfahren
Auf das Schreibseminar hoffen, das den Durchbruch bringt
Massives Selbstmarketing
Kurse geben

Interviews gibt es mit Carsten Polzin, Alma Alexander und Wolfgang Jeschke. Polzin ist Lektor und Programmleiter für das Fantasy Program beim Piper Verlag. Er schreibt jetzt für ´Phantastisch´. In dieser Ausgabe unter ´Meilensteine des phantastischen Films´ über den Film ´Phase IV´ von Saul Bass.

Alma Alexander hat mit ‘Die Drachenkaiserin’ ihren ersten Fantasy-Roman veröffentlicht, vorher jedoch etliches an Mainstream geschrieben. Und Wolfgang Jeschke ist SF-Urgestein. Er war Lektor im Heyne-Verlag und SF-Autor. Im SF-Fandom kein Unbekannter.

Robin Haseler beschreibt ein Seminar über ‘Parahistorische Literatur’ an der Uni in Stuttgart. Johannes Rüster schreibt zum Thema SF-Studium in Deutschland den Artikel ‘Phantastik-Forschung – Unendliche Welten’. Er kommt zu dem Schluss, dass es damit wohl nicht sehr weit her ist.

Hans Eschborn gratuliert Herbert W. Franke zum achtzigsten Geburtstag. Franke war neben Walter Ernsting und Karl Herbert Scheer einer der ersten deutschen SF-Autoren der Nachkriegszeit.

Achim Schnurrer berichtet von dem Buch ‘Madame Lai’ von Marlon Brando und Donald Cammell, das auf Betreiben von China Kong, der Tochter einer Geliebten Brandos zum Frühjahr 2007 auf dem Markt erschienen ist.

Schnurrer bringt den zweiten Teil voln ‘William Beckford’, einen Autoren der ‘Phantastischen Literatur’ aus dem 18. Jahrhundert.

Ulrich Blode nimmt sich John Wyndhams ‘The Day of the Triffids’ vor. Der Roman erschien in drei deutschen Verlagen. Und Horst Illmer gibt einen Nachruf auf Kurt Vonnegut.

sabato, agosto 11, 2007

Fantasy & Science Fiction, September 2007

Die Stories ‘Wrong Number’ von Alexander Jablokov und ‘The Merchant and the Alchemist’s Gate’ von Ted Chiang haben mir am besten gefallen. ‘Wrong Number’ ist es. Es fing damit an, dass Stephanie einen hartnäckigen Verehrer während einer Party abwimmelte. Sie gab ihm eine falsche Telefonnummer, die, wie sie später feststellte, mit einem Fluch behaftet war, denn sie schwirrte ihr ständig im Kopf herum.

Stephanies Freundin Marlene, die von sich sagte: “You know I like ‘em big and stupid. I’ll accept complexity in a Cabernet, but never in a man,” hilft weiter, indem sie Stephanie mit einem Automechaniker bekannt macht. Ein Mago nicht nur mit Autos, sondern er bekommt es auch hin, dass diese verfluchte Telefonnummer aus Stephanies Kopf verschwindet, indem er sie mit der richtigen austauscht, als der Bursche, dem sie die Nummer gab, in seiner Werkstatt auftauchte.
Eine Story mit vielen Einzelheiten und ein paar Nebenfiguren, spielerisch, doch nie langweilig.


mercoledì, agosto 08, 2007

Der Spiegel 31/2007

Ich habe die vorletzte Ausgabe aufbewahrt, um über den Artikel “Die Grammatik des Guten” zu schreiben. OK.Jetzt habe ich dazu etwas Zeit. Was war es, das mich derart fasziniert hatte? Im Grunde zwei Dinge: Erstens die Erkenntnis, dass der Mensch mit einer moralischen Verdrahtung auf die Welt kommt. Zweitens die Auffassung, dass der Mensch eine Straftat begeht, weil dies von seinem Gehirn bereits vorgeplant ist. Der Mensch als willenloses Werkzeug, Spielball seines Gehirns?

Wenn ein Mensch fuer sein Verbrechen nicht verantwortlich ist, muss er dafür in das Gefängnis? Nun, diese Frage stellt sich seit Jahren. Ich schrieb damals meine Story ‘Freier Wille’. Es ist dann unverständlich, warum jemand seinen Nachbarn tötet, dann kann es mit der Moralgenetik nicht weit her sein. Ah, lt. Prof. Markowitsch im Spiegel Gespräch ist mit deren Gehirnen etwas nicht in Ordnung. Zum Beispiel eine Mutation am Gen für das Enzym Monoaminooxidase A. Ach so. Am besten gehe ich zum Test in die nächste Apotheke.

Den Beitrag über Bambus fand ich ebenfalls interessant. Es gibt um die 1300 Arten, von denen einige bis 30 m hoch wachsen. Ich habe einen kleinen Gemüsegarten auf dem Land meiner Frau. Wegen meines Schlüsselbeinbruches kam ich nicht dazu etwas zu pflanzen. Sollte ich es mit Bambus versuchen?

martedì, agosto 07, 2007

Asimov's Science Fiction, August 2007

Im Editorial steht etwas ueber '2007 Dell Magazines Award' und wenn man weiter liest, 'for undergraduate Excellence in Science Fiction and Fantasy Writing', bekommt man heraus, dass die Wettbewerber Undergraduate Studenten waren, also Studienfrischlinge. Zu SF gehoert eine Portion Intelligenz, Liebesgeschichten kann jeder schreiben. (oops, ich uebertreibe mal wieder :-))

Robert Silverberg gibt in seinen 'Reflections' Auskunft darueber, wie assyrische und babylonische Schriften entziffert wurden. 'Decoding Cuneiform'. In Felsen gehauene Lettern wurden um das Ende des 19. Jahrhunderts entschluesselt.

James Patrick Kelly zeigt in 'On the Net' Adressen von Websites, die sich mit dem Mars beschaeftigen. Hier sind einige:

http://en.wikipedia.org/wiki/Kim_Stanley_Robinson
http://sse.jpl.nasa.gov/missions/profile.cfm?Sort=Alpha&Letter=M&Alias=Mariner%2004
http://www.nasa.gov/mission_pages/viking
http://www.iki.rssi.ru/IPL/phobos.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Mars_Observer
http://marsrovers.jpl.nasa.gov/home/index.html
http://www.giss.nasa.gov/tools/mars24
http://mars.jpl.nasa.gov/mgs
http://mars.jpl.nasa.gov/odyssey/index.html


'Hormiga Canyon' von RudyRucker und Bruce Sterling ist eine Story, an der beide Autoren ihren Spass gehabt haben muessen. Sie ist mit der Realitaet nicht zu vereinbaren, auch in Zukunft nicht, doch ist sie unterhaltsam..

Stefan Ooertel hat aus Innereien von tausend Handys einen Supercomputer gebastelt mit dem Ziel, die korrekte Version der Stringtheorie zu ergruenden.Was ihn dabei aufhaelt, sind Ameisen, die ihre Groesse veraendern, in Monitor und Computer wandern und diese unbrauchbar machen. Adios Stringtheorie. Oertel und sein Freund Janyson folgen den Ameisen zur einer Erdspalte, von der sie annehmen, dass sie in eine Unterwelt fuehrt, und da Janyson von der Polizei gesucht wird, schwingen sie sich auf ein Oldtimer Indian Motorrad und brausen in das Erdloch. Dort finden sie eine andere Welt und Hyperio, der jede Woche vor Oertels Haus den Rasen maeht. Hyperio kam aus Liebe zu Lola in die Unterwelt. Er hatte Lola bei den Tongva Indianern gekidnapt, dieAmeisen anbeten, wohl aus dem Grunde, weil diese ihre Groesse veraendern konnten.

Hyperio laesst Oertel und Janyson ziehen, nachdem diese zugesagt hatten, sich um seine kranke Frau Lola zu kuemmern, die den Wunsch geaeusserte hatte, in das Land ihrer Vaeter zurueckzukehren zu wollen.

Was an dieser Welt auffaellt ist, dass die Sonne an ihnen vorbeisaust. Eine Minute, so hat Oertel ausgerechnet, ist wie eine Stunde in der Aussenwelt. Mit anderen Worten, die Aussenwelt altert schneller. Ameisen besitzen die Eingenschaft, ihre Groesse von der eines Elefanten zu der eines Nanoteils zu veraendern und Janyson fragt sich, wieso Oertel und er die Ameisen nicht emulieren konnten. Oertel hat die Antwort parat: Subdimensionale kosmische Saiten.
(Nun wird es bizarr). Janyson gelingt es, eine Saite aus dem Gewebe der Raumzeit zu loesen und wirkt ein Armband daraus. Nun, er macht zwei, so dass Oertel und Janyson ihre Groesse ebenfalls veraendern koennen.

Der Ort, in dem sich die Ameisen aufhalten, wo die Cellphone Innereien liegen, erzeugt bei Oertel und Janyson die Gewissheit, dass es Ameisen gewesen waren, welche die Welt erschaffen hatten.aufgrund von Oertels Supercomputerteilen.Eine geschlossene kausale Schleife. Hier schwingt etwas von Jule Vernes 'Reise zum Mittelpunkt der Erde' mit, denn je weiter sie in den Kern des Gebietes eindringen, desto schneller flimmert der Tag und Nachtrhythmus der Aussenwelt. Lola, die Hyperio dem Stamm der Tongva entrissen hatte, wird wieder gesund und kehrt zu ihrem ersten Mann zurueck.

Oertel und Janison machen sich auf den Weg zurueck in die Aussenwelt,.indem sie eine Riesenameise besteigen, die auf dem Weg zur Aussenwelt ist. Die Zukunft hat die beiden im Griff. Segmentierte Fahrzeuge, Ameisen aehnlich, fahren die Autobahn entlang. Ameisen, die dominante Rasse, leben mit Menschen in Eintracht. Oertel und Janyson sehen die kalifornischen Babes und richten sich in der Zukunft ein.

sabato, agosto 04, 2007

Vector, Critical Journal of the British Science Fiction Association, March/April 2007

“Fantastic Cities”, eine Panel Discussion von 2005. Nun, dass sie erst jetzt in ‘Vector’ erschienen ist, macht nichts. Phantastische Städte sind zeitlos. Diskutanten waren Jeffrey Ford, Ian R. MacLeod und Michael Swanwick. Moderatorin: Claire Weaver. Die Namen der Städte zogen an mir vorbei, ohne dass ich Anteil haben konnte. Ich kannte sie nicht. Doch das was hängenblieb, war, die Autoren mochten keine glitzernden, glattverchromten Städte, die wie abgeleckt aussahen. Dann gab es einige Autoren, die sich einen Stadplan anlegten, bevor sie mit der Geschichte loslegten, andere hatten ihn im Kopf.

Stephen Baxter brachte einen Artikel über ‘The Science Fiction of Nevil Shute’. Von Shute habe ich nie etwas gelesen, obwohl mir sein Name geläufig ist. Baxter, der Hard SF schreibt, ist produktiv. Er schreibt einen Roman nach dem anderen und findet Zeit, zwischendurch gut recherchierte Artikel zu schreiben, und dann las er noch die Shute Romane. Wann schläft der Mann?

Ken MacLeod versucht in seinem Beitrag ‘The human as alien’ zwischen SF und Mainstreamliteratur zu unterscheiden.

Adam Roberts schreibt über Stephen Baxters Destiny’s Children Trilogy und behandelt dessen Kurzgeschichten, die in Buchform erscheinen. Handlungen stammen aus Epochen der Trilogie.

Es gibt ein Interview mit dem mir unbekannten James Bacon. Darüber hinaus behandelt Vector eine Liste empfohlener NonFiction Literatur über Science Fiction. Zum Schluss stellt Nial Harrison englische SF-Magazine vor.



lunedì, luglio 30, 2007

Business Week, July 30

Death Bonds, Inside Wall Street’s most macabre investment scheme yet. Wall Streets neue Masche um Geld zu machen.

Was passiert? 90 Millionen USA-Bürger haben eine Versicherungspolice abgeschlossen. Eine Anzahl von ihnen kann oder will später die Prämien nicht mehr zahlen oder die Police aus anderen Gründen zurückgeben. Wallstreet Unternehmen kaufen Policen auf, zahlen die Prämien weiter, fassen die Policen zusammen, bilden sogenannte Death-Bonds (Todesobligationen), die an Investoren weitergegeben werden. Für sie sollen um die 8 % Zinsen herausspringen. Wenn einer der Ex-Policen Inhaber stirbt, kassieren die Wallstreet Unternehmen die Auszahlung der Versicherungsunternehmen. Je älter die Person ist, um so günstiger. Makaber, oder nicht?


venerdì, luglio 27, 2007

Focus, the British Science Fiction Association Magazine for Writers.

For Writers, hum. Ich war einer, ein Writer. Siehe meine Homepage. Jetzt schaffe ich im Second Life. Habe gerade eine Vase gemacht, vorher einen Programmierungskurs besucht, etwas Reggae getanzt und wenn ich diesen Eintrag fertig habe, ist der Tag für mich zu Ende.

Martin McGrath, dessen Filmbesprechungen mich in ‘Matrix’ beeindruckt hatten, ist nun Redakteur dieses Writer-Magazines. Es enthält praktische Tips wie Brian Turners ‘How to market your book on-line’. Simon Morden versucht eine Antwort auf die Frage ‘What makes a good story?’ zu finden. Ich will hier nichts aufzählen. Reicht es doch, wenn ein Leser die Geschichte gut findet und nicht hinterfragt: Warum?

Jetse de Vries versucht in seinem Artikel ‘Lets face the future with a smile’ zu erklären, warum es leichter ist Geschichten mit einem fatalen oder pessimistischen Ausgang zu schreiben und fordert auf, endlich einmal positive Geschichten zu produzieren.

Christopher Priest, dessen Roman ‘The Prestige’ kürzlich verfilmt worden war, gibt eine Masterclass für Autoren. Lektion 1: Point of View. Ich habe mir das Lesen erspart, ich kenne das. Es ist die Perspektive, aus der erzählt wird. Habe es schon bei Damon Knight und Andreas Eschbach gelesen.

Einen Artikel über die Auswahl von Schreibkursen, einen über Scriptwriting (Drehbücher), eine Auflistung von Publikationen von Short Fiction: auf diesen wenigen Seiten hat Focus einen excellenten Service für angehende Autoren eingerichtet. Ich wünschte, der Science Fiction Club Deutschland (SFCD) würde sich auch noch einmal von Grund auf neu erfinden. Vielleicht brächte er dann auch so etwas heraus.

domenica, luglio 22, 2007

Matrix, the media magazine of the British Science Fiction Association

Sie liegt schon etwas länger auf meinem Schreibtisch. Von daher lohnt es nicht, die Bücher der Shortlist für den Arthur C. Clarke Award aufzuführen. Unter den vorgeschlagenen Büchern ist ‘Nova Swing’ von M. John Harrison zum empfehlen, ohne dass ich es kenne. Harrison ist einer meiner Lieblingsautoren. Mit ihm kann man nicht verkehrt liegen.

In seinem Artikel ‘Mars Unlocked’ stellt sich Stephen Baxter fünf Jahre auf dem Mars vor. Wenn schon, dann sollte auf einer Polarkappe gelandet werden. Allein wegen der Nähe zum Wasser. Marskappen sind um drei km dick. Aus ihnen können auch Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des zurückliegenden Wetters gezogen werden.

Es gibt Besprechungen der Filme Apocalypso und Sunshine. Darüber hinaus eine Rezension des Musicals ‘Lord of the Rings’. Es folgen Artikel über Comics. Und schon weiss ich, was in Großbrittanien so läuft.

venerdì, luglio 20, 2007

Asimov’s Science Fiction, July 2007

In dieser Ausgabe liefert Nancy Kress eines ihrer Meisterstücke ab. „Fountain of Age“ ist eine bizarre Liebesgeschichte. Protagonist ist Max Feder, ein Mann über 80, immer noch auf der Suche nach seiner verloren gegangenen Liebe, der Prostituierten Daria, die er in jungen Jahren auf Zypern kennen und lieben gelernt hatte.

Eine Zeitungsnotiz brachte Max auf Darias Spur. Inzwischen mit einem britischen Milliardär verheiratet, war ihr ein Gehirntumor entfernt worden. Im Krankenhaus wechselte Max mit ihr nur wenige Worte, da ihr Mann auftauchte. Sie gab ihm eine Adresse mit, an der einige Tage später ein Bote ihm einen Kreditchip über 500 Millionen Kredits mit einer Nachricht in die Hand drückte. „Lifelong Inc.“ Max kaufte Aktien dieser Gesellschaft. Dann erschien eine Nachricht in den Medien, dass Darias Tumor Zellen mit Proteinen enthielt, die ihr Alter gestoppt, und in andere Personen implantiert, bei ihnen den gleichen Effekt auslösen würden.

Max wurde reich. Das Geld nutzte er, um Daria, inzwischen auf einem Planetoiden abgeschirmt, erneut ausfindig zu machen. Am Ende der Geschichte geling es ihm. Einige Zeit, nachdem heraus kam, dass alle behandelten Personen nach zwanzig weiteren Jahren plötzlich starben. Nancy Kress versteht es, die Spannung in dieser Story aufrecht zu erhalten. Das Ende jedoch fällt ab. Daria wird von einem Attentäter getötet, und Max der inzwischen 86 Jahre alt ist, macht sich daran noch fuer 20 Jahre länger zu leben.

mercoledì, luglio 18, 2007

Noch einen kurzen Überblick auf weitere Artikel der vorgenannten Ausgabe:

Paleontology: ‘Tracking an ancient killer’.
Vor 70 Millionen Jahren fanden Dinosaurier auf Madagaskar in Gondwana ein jähes Ende. Forscher stellten eine verheerende Dürre als Ursache fest.

Atmosphere Science: ‘Methane, Plants and Climate Change’.
Die Entdeckung, daß Pflanzen Methan produzieren und damit zum Treibhauseffekt beitragen, wirft neue Fragen des globalen Managements dieses Phänomens auf.

Information Technology: Making Silicon lase.
Erstmalig gelang es nun, mit Hilfe von Silicon Laserstrahlen zu erzeugen.

Innovation: Spice Healer
Hier geht es um Curry, von dem gesagt wird, dass es gegen Krebs hilft. Genauer, das Curamin. Es soll auch Rheuma und Alzheimer stoppen können. Pharmaziefirmen sind nicht daran interessiert klinische Tests durchzuführen, da sie mit Curry kein Geld machen können.

Consumer Elektronics: ‘Digital TV at last?
In den U.S.A. wird am 17.2.2009 der Schalter umgelegt. Von analog auf digital TV. High definition (HDTV). Es gibt ungefähr 21 Millionen Haushalte mit 45 Millionen Fernsehern, die über eine normale Hausantenne empfangen.. Sollten sich diese zu diesem Datum nicht eine neue Kabelbox oder einen neuen Apparat zugelegt haben, bleibt der Bildschirm leer.

Nanotechnology: Molecular Lego.
Unser Körper enthält ca. 20000 unterschiedliche Proteine. Wissenschaftler versuchen nun, aus ihnen Bausätze zu erstellen, die in der Entwicklung von Enzymen und molekularen Apparaten nützlich sein können.




lunedì, luglio 16, 2007

Scientific American, 02/07

Einen Jahrgang habe ich hier schon sicher ungelesen herumliegen. Eine Ausgabe habe ich wahllos herausgegriffen und durchgeackert. Ich lesen den Artikel 'The Universe's Invisible Hand'. 'Invisible Hand', ich denke an Adam Smith' 'An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations' 1776. Hier jedoch ist es die Dark Energy, aus der das Universum zu 75 % bestehen soll. Man weiss nicht, woraus sie sich zusammensetzt, obwohl sie selbst bei uns in der Kueche sein soll. Wieso wissen wir sowenig von der wirklichen Welt? Die Expansion des Universums sieht danach so aus, dass Galaxien nicht von selbst auseinander driften, sonder das Gewebe, die Dark Energy, in das Galaxiencluster, Galaxien und Schwarze Loecher eingebettet sind. Ebenso die Dark Matter, Materie, die man ebenfalls nicht sieht, aus der das Universum zu 85 % bestehen soll. Zusammen mit der wahrnehmbaren, der baryonischen hat Dark Matter mit Hilfe der Schwerkraft Galaxienhaufen und Galaxien entstehen lassen. Dieses Pulver scheint jedoch verschossen zu sein. Die Bildung von Galaxien und Schwarzen Loechern hat merklich nachgelassen. Die Dark Energy hat leichteres Spiel in ihrem Expansionsdrang mit dem Ergebnis, dass Nachbargalaxien aus dem Bereich von Teleskopen verschwinden werden.

venerdì, luglio 13, 2007

Vor einer Woche habe ich mir eine kleine Insel zugelegt,
Sea Breeze Island und sie soweit bestückt und dekoriert wie es die Anzahl der Prims für 3000 qm erlaubte. Prims? Primitives. Bauformen, aus denen Second Life besteht. Würfel, Quader, Kugeln, Zylinder, Prismen und weitere geometrische Elemente. Aus ihnen bestehen Pflanzen, Steine, Häuser, Möbel, Textilien, Haare usw. Sowie die Möwen, die über meine Insel fliegen, die Schildkröte am Strand, Delphine, die im Küstenwasser spielen, das Krokodil nahe dem Lagerfeuer. Gestern nacht hatte es meine Freundin Souza gefressen und wieder ausgespien. Souza aus Holland, sie hat ihre Bilder in meiner Wintergallerie ausgestellt. Und schon sind wir bei meinen Freundinnen in SL.
Artemisia Delpaso aus Südfrankreich, sie hat sich in den Urlaub abgemeldet, hin zur Camargue, der Zone mit den Wildpferden am Mittelmeer. Aika Pera und Lilly Lane aus Deutschland. Aika ist ab nach Dänemark, und Lilly fährt am Sonnabend weg. Dann Annabella Audina aus Porto Alegre, Brasilien. Sie fährt in die argentinischen Anden zum Skilaufen. Bleiben noch Anske Beattle aus Holland und Polly Portsmouth aus Cambridge in Grossbrittanien.

Ist doch schön wieder etwas mehr Zeit für sich zu haben.

lunedì, luglio 09, 2007

In der Business Week vom 9.7.
gab es einen interessanten Artikel unter ‘A celluloid hero goes digital’.

Technicolor, die Firma, 1915 gegründet, welche Filmen ihre Farbe gab, hat sich im Laufe der Jahre zu einem Unternehmen entwickelt, das Filme technisch verarbeitet. Nun setzt es zum großen Sprung an. Weg vom Celluloid und Filmrollen, hin zum download von Filmen über einen Satelliten auf den Server eines Filmtheaters, das Filme über digitale Projektorsysteme auf die Leinwand bringt.

Früher wäre so etwas Science Fiction gewesen.

sabato, luglio 07, 2007

Margarete Mitscherlich, Medizinerin und Psychoanalytikerin feiert im Juli ihren 90. Geburtstag. Ein Grund für den SPIEGEL, sie zu interviewen. Köstlich. Hier ein Zitat:

SPIEGEL: In den Achtzigern formierten sich neue Bewegungen, diesmal für Umwelt und Frieden, mit Teestube und Sitzblockade. Brauchten die Deutschen eine sanfte Phase nach den Jahren der Aggression?

Mitscherlich: Diese Zeit erscheint nur an der Oberfläche sanft. Die Verbissenheit, mit der in Deutschland Glas, Korken, Papier und Metall getrennt wurden, war auch aggressiv. Eine typisch deutsche Raktion. Man empfindet Schuld – zu Recht, denn der Mensch darf seine Umwelt nicht zerstören -, und dann agiert man im Dienst der guten Sache mit lustfeindlicher Hysterie……



martedì, giugno 26, 2007

Analog, June 2007

In dieser Ausgabe endet Karl Schroeders 'Queen of Candescence'. Ein Space Opera Epos. Es fiel mir schwer da durchzusteigen. In diesem Metallzylinder der Kleinstaaten wechselten Allianzen schneller als Hemden. Zeitweilig verlor ich den Überblick und es ist zu begrüßen, dass die Heroine der Story, Verena Fanning, da durch sah.

Unter Probability Zero läuft pro Ausgabe jeweils eine Short Short Story. Wie kopiert man Bewusstsein? Auf nur zwei Seiten beantwortet Geoffrey A. Landis diese Frage. Nicht mit Nanotechnologie, schließlich enthält ein Gehirn rund 100 Trillionen Synapsen. Eine Biologin, Amanda Quinn, fand eine bessere Antwort mit dem Bazillus Neisseria Meningitidis. Eines, das in der Originalversion Gehirnhautentzündung hervor ruft. Amanda änderte es derart, dass die Bakterien in Zusammenarbeit ihr Gehirn mit allen Neuronen und Synapsen frassen, es in ihre DNA integrierten und damit andere Personen ansteckten. Amanda merkte, dass sie nicht mehr lange zu leben hatte und versuchte in der Zeit die Bazillen dahingehend zu modifizieren, dass sie nicht so schnell zum Tode führten. Dies setzen nun die Personen fort, die sich mit Amandas Gehirn infiziert haben.


Zum Glück ist dies nur eine Story. Doch auf diese Idee muss erst mal jemand kommen.eriH

giovedì, giugno 21, 2007

Phantastisch, 2/2007

Es ist heiß in Italien und ich penne im Liegestuhl auf der Terrasse. Zwischendurch lese ich 'Phantastisch', kann es nicht überfliegen. Die Artikel sind zu interessant. Sie wollen gelesen werden.


Interviews von Greg Bear, Brian Keene, Nick Mamatas und Samit Basu.

Andreas Eschbach schreibt in seinen Werkstatt Notizen über 'Die Kunst der Perspektiven'. Bartholomäus Figatowski beklagt sich über den Mangel an SF in deutschen Schulbüchern.

Kurt S. Denkena behandelt den 'Tantalus Zyklus' aus der Terra-Astra-Heftreihe.

Ulrich Blode bringt etwas über die 'Hard boiled SF des Richard Morgan' und schreibt außerdem über die 'Phantastische Bibliothek Wetzlar'.

Achim Schnurrer schreibt über einen Klassiker der phantastischen Literatur: William Beckford.

Klaus N. Frick über die Heftserie des Zaubermond Verlages 'Professor Zamorra'.

Frick ist auch für Comics zuständig. Hier erzählt er von den französichen 'Estra Muros'.

Am Schluss gibt es von Heiko Langhans einen Nachruf auf Jack Williamson (1908 - 2006).
Alles hiervon mag nicht jeden interessieren, doch etwas ist sicher dabei.