sabato, marzo 23, 2013



Scientific American, Oct 2012

„State of the World´s Science“, in anderen Worten: Wie sieht es mit der Wissenschaft in der Welt aus? Gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass die Schwellenländer mehr Resourcen in die Forschung pumpen. Die Aussage dieses Artikels: Wissenschaft is umso effektiver, je Länder übergreifender sie betrieben wird. Interessant ist, dass neben den BRIC-Ländern auch die Türkei seit 1995 sechs mal so viel finanzielle Mittel in die Forschung und Entwicklung gepumpt hat. Die Anzahl der Wissenschaftler ist um 43 % gestiegen. Deutschland steht immer noch sehr gut da. Die Gelder für Forschung kommen letztendlich der Wirtschaft zugute. Internationale Forschung erhöht Output. Restriktive Einwanderungsgesetze stehen dem entgegen, doch das Internet hilft.

Interessant, dass Italien noch zu den 10 Ländern mit dem größten Forschungsoutput gehört. Bei diesem Chaos hier ist das verwunderlich und so wie ich es sehe, wird es aus dieser Gruppe bald herausfallen.

„Why Germany still makes things“.

Da wundern sich die Amerikaner, lol. Ich sage: Weil wir gut darin sind. Es kommt immer noch auf das Land an, die Kenntnisse, den Willen seiner Menschen, auf die Infrastruktur, die Gesetze, auf die Zusammenarbeit von Forschung und Industrie. In diesem Artikel wird das an einem Beispiel der Technischen Universität München und BMW deutlich gemacht. Es geht darum, ein schnelleres Verfahren zu entwickeln, Kohlenstoff-Komposit herzustellen. Was in Deutschland hilft, ist das Wechseln von der Forschung in die Industrie und umgekehrt. Natürlich ist in dem Land auch nicht alles Gold. Innovation ist dort seltener als in den U.S.A. Die Leute haben Phobien gegenüber dem Fortschritt, meckern viel. Denken wir nur an die Gentechnik, genmanipulierte Pflanzen, Fracking. Doch die Forschung schreitet zügig voran. Es gibt ein Scoreboard über „The Worlds best Countries in Science“: USA; Germany, China, Japan, UK, France, Canada, South Korea, Italy.

In einem anderen Artikel wird gefragt: „Can China keep rising?“ Obwohl das Land die höchste Studentanzahl hat, entsprechen 80 Prozent nicht dem internationalen Standard.

„Citizen Science O.“

Hier schwurbelt ein Professor, Präsident der Arizona State University. Dort haben sie, so berichtet er, traditionelle Fächer wie Biologie, Geologie, Astronomie aufgegeben und in einer Schule der Erdkunde und Raumfahrt zusammengefasst. Grund ist: STEM (Science, Technology, Engineering und Mathematic) begeisterten nur 20 Prozent der Studenten. Die anderen machten einen Bogen um diese Fächer. Die Rekonfiguration der Fächer soll das ändern.

„The other 1 Percent“

Das sind die anderen. Die einen, von denen in diesem Artikel nicht die Rede ist, sind die 1 Prozent, die den größten Anteil des Vermögens einer Popolation besitzen.

In diesem Artikel geht es um Full Professors. Volle Professoren, hoffentlich nicht sternhagelvoll, lol.

Es ist der höchste Professorenrang in den U.S.A. Der Autor meint, bei Akademikern macht es Sinn, sie unterschiedlich zu bezahlen. Die U.S.A. Erzeugen die meisten Nobelpreisträger, wissenschaftliche Veröffentlichungen und Patente. Ihre Universitäten sind am besten ausgestattet. Sie locken die besten Akademiker in das Land, stellen mehr Resourcen für sie bereit, bezahlen besser als andere Länder. In Deutschland und Frankreich Professoren 4500 Euro. Das sind 55 Prozent dessen, was sie in den U.S.A verdienen könnten. Dort verdienen produktive Professoren vier bis fünf mal soviel wie jemand, der gerade anfängt.

Innerhalb der U.S.A gibt es auch Abwanderungsbewegungen in private Institutionen, die besser als staatliche zahlen. Wäre das etwas für mich gewesen? Wenn ich jünger gewesen wäre, sicher. Nur hätte ich erst mal den Master, dann den Doktor machen müssen. Ich hatte mich für Psychologie interessiert.

Anschließend wird Paul Nurse, Präsident der British Royal Society interviewt. Er meint, dass China und Indien wissenschaftlich so stark aufholen, sei ein Plus für die Forschung generell. Stimmt, oder?

„The Language of the Brain“.

Wird von den Autoren ziemlich hochgepusht. Im Grunde bleibt vom Ergebnis ihrer Untersuchungen

nur übrig, dass der Zeitpunkt, zu dem Impulse von Nervenzellen als Gesamtheit an andere über Axone und Synapsen übertragen werden, für ihre Interpretation eine Rolle spielt. Für die Untersuchungen wurde das optische System des Menschen benutzt, da dies am besten erforscht ist.

Objekte, die sich nicht verändern, sind gespeichert und werden nicht jedes Mal wieder interpretiert. Bis vor kurzem war es nur möglich, das Signal eines einzigen Neurons zu erfassen. Heutzutage können die Impulse einer Neuronengruppe erfasst werden..Hierbei geht es um die Verfolgung von Zacken, die entstehen, wenn die elektrische Spannung einen Schwellenwert überschreitet.

„Ecosystems on the Brink“.

Ökosysteme können kippen. Wenn z.B. Düngemittel in einen See laufen. Forscher haben einen an der Grenze von Wisconsin und Michigan getestet. Sie bevölkerten den See mit Barschen, die ansässige kleine Fische weg fraßen. Diese hatten Kleintiere wie Wasserflöhe gefuttert, welche sich nun überproportional vermehren konnten und sich von Algen ernährten. Ergebnis: Der See wurde klarer.

In dem Artikel wurden eine Reihe von Beispielen aufgezeigt, in denen das System kippte. Leicht zu erkennen. Wenn im Yellowstone National Park die Wölfe dezimiert werden, werden Bäume zerstört. Elche, die diese fraßen, konnten sich großzügiger vermehren. Forscher versuchen nun anhand von mathematischen Modellen zu erkennen, wann ein Ökosystem umzukippen droht.

„The Higgs at last“.

Higgs-Boson. 1964 hatte Higgs ein Research Paper verfasst. Zwei Wochen zuvor gab es schon eines von Englert und Brout. Danach das von Guralnik, Hagen und Kibble. Das vom Cern entdeckte Boson ist Teil des Standard Modells, ein Set von Theorien, die Teilchenphysik erklären. Das Higgs-Boson ist Teil eines ätherischen Elements, das den Kosmos durchzieht und Partikeln Masse verleiht.

Zuvor wurden Quarks, Gluonen, W- und Z-Bosonen entdeckt. Higgs war das Teilchen, das noch fehlte. Jetzt ist es da. Und nun?

Ursprünglich hatten die U.S.A vor, einen SSC (Superconducting Supercollider) zu bauen. Wurde zu teuer. Das Higgs Boson kann nicht direkt beobachtet werden, es würde zu schnell in andere Partikel zerfallen. Alle Daten der CMS- und Atlas-Experimente, die im CERN liefen wurden gespeichert und in ihrer Gesamtheit durchsucht.

„True Wisdom of Psychopaths“.

Scheint gerade en Vogue zu sein. Außer dem Artikel im „Scientific American“ las ich ein Interview im Spiegel darüber und sah eine Episode Star Trek, die auf das Thema anspielte.

Für den Autoren gibt es einen gemeinsamen Nenner bei Sadam Hussein, Hanibal Lecter und einen konzentriert operierenden Neurochirurgen. Sie haben weder Mitleid noch Mitgefühl, sind fokussiert, fähig, Menschen zu manipulieren und sie für ihre Ziele einzuspannen. Das letztere ist beim Neurochirurgen natürlich nicht der Fall. Doch Mitleid und Mitgefühl leistet er sich genau so wenig wie ein Manager. Es sind knallharte Typen, zielgerichtet und von Erfolg verwöhnt.

Man stelle sich die Charakterzüge eines Psychopathen wie Knöpfe eines Mischpultes vor, mit dem Furchtlosigkeit, Fokus, Mangel an Emphatie und mentale Härte optimal eingestellt sind. Bei Kriminellen sind zusätzlich Agressivität, die Lust am Manipulieren hochgedreht.

Im Spiegel No. 10 gab es ein Interview mit dem Psychologie-Professoren Borwin Mandelow über dessen Buch „Wer hat Angst vorm bösen Mann“. In seinem Buch versucht er zu ergründen, wie Psychopathen wie Stalin, Hitler, Serienkiller ticken. Die Einzelheiten des Interviews sind mir abhanden gekommen. Es schlägt jedoch in die gleiche Kerbe wie der „Scientific American“ Beitrag.

Was nun die Startrek Episode angeht. Vielleicht erinnert sich jemand an die Szene, wo auf Worf ein Fass im Shuttle-Raum fiel und er sich eine Reihe von Wirbeln brach. Die Ärztin Beverly Crusher versuchte Worf mit herkömmlicher Behandlung das Leben zu erleichtern. Die eingeflogene Neurochirurgin schlug eine neuartige ungetestete Operationsmethode vor, mit der Worfs Rückgrat durch ein neu erzeugtes substituiert werden konnte. Das ließ mich an den Artikel denken. Hier war die dafür erforderliche Skrupellosigkeit ein Plus. Worf hat sich für den Austausch entschieden, weil er als Krüppel in seiner Welt nicht hätte existieren können, ohne permanenten mentalen Schaden zu erleiden.






domenica, marzo 17, 2013


Interzone 244, Jan-Feb 2013

Die englische TTA-Press hat die von ihr veröffentlichen Stories aufgeteilt in SF (Interzone), Horror (Black Static), Crime (Crime Wave). Hin und wieder erhält der Verlag exzellente Geschichten, die er nicht in diese Kategorien einordnen kann. Dafür gibt es künftig die Beilage FLUX.

In der englischen Presse hängen Leute herum, die mit SF nichts anfangen können. Robert McCrum zum Beispiel schreibt im „Guardian“: „Science Fiction is the cockroach in the house of books: It survives on scraps and never goes away.“ (Quelle: David Langfords "Ansible").

Technik wird zunehmend komplexer und damit auch SF. Es wimmelt von Genetik, damit von Mitochondrien, RNA, DNA, von Schwarzen Löchern, schwarzer Materie und was weiß ich nicht alles. Davon war in den 60ern noch nicht die Rede. Junge Leute lernen vermutlich darüber in der Schule, nur alle anderen hängen zurück. So ist SF unserer Tage nicht einfach zu verstehen. Wenn schon, wie ich im vorhergehenden Beitrag schrieb, die Aufnahmefähigkeit der Menschen für die heutige Technologie und erst recht nicht für die von morgen ausreicht, so setzt SF unserer Zeit noch eins drauf.

„Sky Leap – Earth Flame“ von Jim Hawkins zum Beispiel. Protag sind die beiden Teenager Mariam und Victor, in deren Hirn die Künstliche Intelligenz „Axon“ eingesetzt ist. Diese ist jedoch nur Ausläufer eines biologischen Hirns, welches so lange mit erzeugten Neuronen angereichert wird, bis es einen Tank ausfüllt, der ein Fassungsvermögen von 300 menschlichen Gehirnen hat. Mariam, Victor und Axon erhalten den Auftrag ein verschollenes Schiff aufzuspüren, welches den Auftrag hatte, ein Fragment Schwarzer Materie so abzulenken, dass es nicht, wie vorhergesehen, in vierhundert Jahren alles Leben in dem Teil der Milchstrasse auslöscht, in dem sich die Erde und andere von Menschen besiedelte Planeten befinden.

Die drei fliegen mit einem Raumschiff los, das eine Länge von gut 2 km hat. Die Teilnahme von Axon ist für das Manövrieren des Schiffes erforderlich. Sie suchen und finden das verschollene. Axon rastet aus. Die Ärzte des gefundenen Schiffes kurieren es zu Tode. Miriam und Victor übernehmen das Kommando über beide Schiffe, schließen ihre Hirne mit denen der Mannschaft des gefundenen Schiffes zusammen und machen sich daran, die Schwarze Materie von ihrer Bahn abzubringen. Es geht um Quantenschaum, Schwarze Materie, Schwarze Löcher, die inferiore Gyrus Region des Hirns, um nur einiges zu nennen. Fantasy ist einfacher.




sabato, marzo 16, 2013


Marina Weisband - Wir nennen es Politik

Das Buch wurde im letzten SPIEGEL besprochen. Ich kann mich mit ihren Aussagen identifizieren. Ein Grund für mich, das Buch nicht zu kaufen, da es für mich vermutlich nichts Neues bringt.

Hier einige ihrer Aussagen aus dem SPIEGEL: „Wir leben längst in der Zukunft, nur nicht nach ihren Regeln.“ Klar, oder? HiTec zieht an den Menschen vorbei. Die Entwicklung überrollt uns. „Digitales Proletariat der digitalen Revolution, vergleichbar mit dem Proletariat der Industriellen Revolution.“ Ist natürlich noch eklatanter als anno dunnemals, da unsere Gesellschaft immer mehr zur Wissensgesellschaft wird. Ich, in meinem fortgeschrittenen Alter, muss gegen den Ausfall meiner Hirnzellen ankämpfen. Und nun denken wir mal an die Leute, die ihr Hirn noch weniger benutzen als ich. Konsequenz ist, so sagt Weisband „Was wir nun brauchen, ist ein Grundeinkommen für alle, denn kein Mensch darf in dieser Gesellschaft Existenzängste haben, weil das die Partizipation unmöglich macht.“

Einverstanden. Nur, was heißt schon Partizipation. Denken wir dabei an die letzten Wahlen in Italien. Das reinste Chaos als Ergebnis. Und die Piraten, die sich im Internet angiften. Piraten, deren Aushängeschild die Weisband war, bevor sie sich entnervt ausgeklinkt hat, gehören dem digitalen Proletariat an, ohne dass sie dessen gewahr werden. Denn außer twittern und Facebookeinträgen haben die nichts drauf. Liquid Feedback, dieser Abstimmungsmechanismus läuft nach Hörensagen noch immer nicht rund und es hat schon Jahre auf dem Buckel. Theorie und Praxis klaffen auseinander, und Piraten sind ignorant und psychisch zu labil, um diese Lücke überbrücken zu können.

Ein weiterer Versuch, politische Parteien auszuhebeln, wird in Italien gestartet. Ob es Beppe Grillo mit seinen Anhängern gelingt, an deren Stelle ein vom Internet gespeistes partizipatorisches System zu setzen, werden wir abwarten müssen. Auf jeden Fall hat er in Italien die Parteienlandschaft hübsch aufgemischt.

Gesellschaftliche Umbrüche. Es könnten turbulente Zeiten auf uns zukommen. Wenn die Parteien versagen, die Teilnahme am Internet außer Hassausbrüchen nichts bringt, muss ein Zentralcomputer her, der die Welt regiert. Zukunftsmusik? Sicher, aber wenn die technologische Entwicklung in dieser Schnelligkeit weiter an uns vorbei zieht, wird daraus sicher schneller Gegenwart, als wir uns das heute vorstellen können.









venerdì, marzo 15, 2013




Fantasy & Science Fiction, Jan/Febr 2013

250 Seiten. Da musste ich erst mal durch. Und wenn nur eine Story SF ist, die anderen Fantasy, Horror, dann ist das Arbeit. Die SF „Watching the Cow“ stammt von Alex Irvine. Die Schwester des Protags war in einem Unternehmen beschäftigt, das Spiele für VR-Konsolen entwickelte. In ihrem Labor schickte sie aus Versehen einen Impuls an jede dieser Konsolen, der die Spieler erblinden ließ. Im Gegensatz zu ihren Eltern nehmen die Kinder es gelassen hin, da sie plötzlich mit den Mitspielern off-line kommunizieren können. Der Protag, dessen Kinder ebenfalls betroffen sind, tut sich mit seiner Schwester zusammen, um die Kinder wieder in ihren früheren Zustand zu versetzen. Am Ende können diese zwar wieder sehen, jedoch sind die Eltern nicht glücklich darüber, dass die Spieler telepatisch über den Erdball kommunizieren können. Die neue Generation ist auf einer höheren Entwicklungsstufe gelandet.

Obwohl ich SF vorziehe, so fand ich in dieser Ausgabe Desmond Warzels Story „The Blue Celeb“ am besten. Setting ist Harlem. Ist als New Yorker Stadtviertel bekannt, das in der Mehrzahl von Farbigen besiedelt ist. Aus Erfahrung weiß ich, dass es in jeder größeren Stadt solche Viertel gibt. Es wird einem abgeraten des nachts dort umherzuschlendern.

In dieser Story unterhalten Bill, der Erzähler und Joe, beide Vietnam Veteranen in Harlem ihren Friseurladen, vor dem seit Tagen ein blaues Auto steht. Frank, ein Polizist, der sich in der Verwaltung nach oben gearbeitet hat, lässt sich als Stammkunde die Haare schneiden. Die beiden Friseur erzählen ihm, dass jeder der, ob Junkie, Dieb, oder aus Neugier in das Auto gestiegen ist, am nächsten Tag tot aufgefunden wurde. Frank beschließt, den Wagen abschleppen und verschrotten zu lassen. Als die drei vor dem Laden ein Bier aufmachen, fallen Schüsse. Frank springt in seinen Wagen und fährt dorthin. Joe, dem es mit Bill zu langweilig wurde, stiefelt ihm nach. Er kommt mit Franks Auto zurück, zieht ein totes kleines Mädchen heraus und legt es in den blauen Wagen. Frank begreift sofort, dass Joe meint, der Wagen funktioniert auch anders herum. Frank erscheint mit anderen Polizisten und ruft eine Ambulanz herbei. Stunden später trifft eine Frau ein, geht auf Joe zu, umarmt ihn und bedankt sich. Sie wisse nicht, wie er es gemacht habe, aber im Krankenhaus seien Einschuss- und Austrittslöcher verschwunden und ihre Tochter wieder yum Leben erwachtg.

Trotzdem lassen die drei, Bill, Joe und Frank den Wagen abschleppen und von der Schrottpresse in einen Metallwürfel verwandeln.


lunedì, marzo 11, 2013



Asimov's Science Fiction, March 2013

Kristine Kathryn Rusch zitiert Werner Heisenberg, bevor sie mit ihrer Story „Uncertainties“ loslegt. „`When we know the present precisely, we can predict the future,` is not the conclusion but the assumption. Even in principle we cannot know the present in all detail....“

Ich stelle mir vor, wie sich jedes Atom, jedes Molekül verhält und leite davon die Zukunft ab. Ginge das? Meine Moleküle inbegriffen. Ausgehend von der allumfassenden Kenntnis der Gegenwart und der nahen Zukunft agiere ich. Geht nicht. Ich kann es nicht, mein Laptop auch nicht, lol. Doch darauf wird es irgendwann einmal hinauslaufen. Ein Wettrennen. You have seen nothing yet :-). Lt. Quantenmechanik verhält sich ein beobachtetes Quantenteil anders als ein unbeobachtetes. Oder auch nicht. Ungewiss. Wat nu? Ich beobachtete alle Moleküle, weiß wie aufgrund ihrer Prozesse die Zukunft aussähe. Wenn ich wollte, könnte ich auch die Vergangenheit hervorholen, aufgrund der Molekülkonstellation in der Gegenwart und zurückrechnen. Wenn ich nicht beobachte, verhalten sich Atome und damit Moleküle anders. Aber wie? Keine Ahnung. Dafür haben wir Quantenmechanik und später Quantencomputer. Stellen wir uns einen Superquantencomputer vor. Er sammelt Info über alles auf der Welt und damit auch über sich selbst in Real Time, analysiert und manipuliert sie, dass sie in das ebenfalls analysierte Kriterienraster passt. Beim Frühstück dachte ich an einen Schwarzfahrer. Den würde es natürlich nicht mehr geben.Iterieren wir mal rückwärts. 1. Kontrolleure erwischen ihn auf frischer Tat. 2. Er wird umgepolt. Keine Ahnung, wie das passiert. Aber da alle Moleküle manipuliert werden können, ist das kein Problem. Geht über „Brave New World“ hinaus. Aber wer will schon Schwarzfahrer in der Gesellschaft, lol. Das Verbot von Genmanipulation an Pflanzen in Deutschland wird nur einige Jahre dauern, und in einigen Jahrhunderten ist die Genmanipulation von Menschen alltäglich. Irgendwann wird sich die Menschheit Maschinen unterordnen und einen Computer als Autorität anerkennen. Damit es schneller geht, benötigen wir eine neue Religion. Freiwillige vor :-)

„Feral Moon“ von Alexander Jablokov hat alles, was eine SF-Story ausmachen kann. Attacke auf den Marsmond Phobos, der von den Phobs besiedelt wird. Bescheuert ist, dass kein Grund für die Attacke auf den Mond angegeben wird. Der Mond wurde zuvor nur von Touristen besucht, und nun fallen Unionstruppen über ihn her. Unverständlich. Vermutlich geht es um Vorherrschaft im Sonnen-System. Zur Zeit ist es auf der Erde ja ruhig. Mal sehen, was die Chinesen machen, wenn sie die U.S.A in allen Bereichen überholt haben. Wie auch immer, auf Phobos geht es rund. Im Detail werden Taktik der irdischen Truppen, die unterirdische Struktur von Phobos beschrieben. Der Protag, Preceptor Kingsman, geschieden, aus dem Militärgefängnis entlassen, wird der Truppe als Beobachter zugeteilt. Er besitzt die Entscheidungsbefugnis, die Operation abzubrechen. Ins Gefängnis kam er, weil er die Lage nach der Eroberung von Kalatra, wo immer das auch war, falsch eingeschätzt hatte. Nach der Eroberung rebellierte das Volk und es kam zu erheblichen Verlusten unter Kingsman Soldaten.

Kingsman läßt auf Phobos den Angriff laufen und am Ende erringen seine Truppen den Sieg mit Hilfe von Schrotträumern, die Phobs-Soldaten nach und nach aus dem Orbit polken. Damit ist Kingsman rehabilitiert und bezieht mit ein paar Gefolgsleuten Position auf einem Asteroiden, den er zu einer Station umbaut, die dazu dient, eventuelle Angreifer von den äußeren Planeten abzufangen.


venerdì, marzo 08, 2013



Analog Science Fiction and Fact, April 2013

Edward M. Lerner startet die 4-teilige Serie „Dark Secret“. Mehrteilige Stories werden oft zu Romanen verwurstet. Sie haben den Nachteil, dass es lahme Strecken in ihnen gibt. Der Anfang hier zum Beispiel. Der Protag landet mit seiner Frau irgendwo außerhalb des Sonnensystems mit seinem Shuttle, während das Raumschiff sich im Orbit befindet. Die beiden klettern über Stock und Stein. Das wars dann schon. Dann kommt die Rückblende, lol.

70 Jahre vorher. Der Protag ist dort auch schon erwachsen. Die Leute altern also langsamer. Er befindet sich auf dem Mars und erhält die Info, dass ein GRB, ein Gamma Ray Burst bevorsteht, der das Sonnensystem trifft. Blöd ist nur, dass man nicht erfährt, von welchem explodierenden Stern er verursacht wird. Wie auch immer. Alles Leben auf dem Sonnensystem ist zum Untergang verurteilt. Der Protag wird einer Mannschaft zugeordnet, die mit einem Raumschiff, das mit einem DED (Dark Energy Drive) ausgestattet ist, einen bewohnbaren Planeten ausfindig machen soll. Sie fliegen los. - Wenn ich den vierten Teil gelesen habe, werde ich über das Ergebnis berichten.

Eine andere Story dieser Ausgabe, „Launch Window“ von Sarah Frost, fand ich nun interessant. Protag Misty macht sich auf, ihre Schwester zu besuchen, die sich anschickt mit anderen in den Weltraum vorzustoßen. Misty muss den Spacelift benutzen, der mehrere Tage benötigt, bis zur Spaceplatform hochzufahren. Dort angekommen, trifft sie zu spät ein, um mit dem Shuttle zum Startplatz zu fliegen. Eine Staatsangestellte, die dort ebenfalls hin will, nutzt ihre Autorität zu erreichen, dass Misty und sie mit einem RAM-Jet zum Startplatz geflogen werden. (Über einen RAM-Jet habe ich vor Urzeiten in meinem Blog geschrieben).

Misty trifft ihre Schwester, versucht sie zum Bleiben zu überreden. Doch die lässt sich nicht umstimmen. Misty erkennt, wie sehr es der am Herzen liegt, in den Kostmos vorzustoßen. Die

Beamtin tröstet Misty und zieht ein Schreiben hervor, das sie autorisiert, den Start des Raumschiffes zu verhindern und das ganze Projekt abzubrechen.

Misty entreisst der Frau das Schreiben, verbrennt es. Die Frau spuckt Gift und Galle, während das Schiff abhebt.

Gut gemacht, sage ich. Wo kämen wir denn hin, wenn irgendein Regierungsangestellter die Träume der Menschheit zerstörte? :-)








giovedì, marzo 07, 2013

Im letzten Spiegel

las ich einen Beitrag über Desktop-Printing, in diesem Fall 3-D-Druck. Der Tester probierte den Replicator 2 aus, der 2249,10 Euro kostet. Wer sich für 3-D-Druck interessiert, wird sicher über Google genug Infos finden, die beschreiben, was der Tester im Spiegel zu Papier gebracht hat.

Für einen Massenmarkt ist es sicher zu früh, aber für industrielle Projekte ist er tauglich. Nur Otto Normalverbraucher, so wie ich, kann sich nicht vorstellen, was er damit anfangen soll. Von
www.thingiverse.com  kann man sich Druckvorlagen herunterladen.

domenica, marzo 03, 2013



mit Fanzinebesprechungen. Es gibt eine Vorschau auf den DORT CON, der am 9. und 10.3 in Dortmund stattfinden wird. Mir noch etwas zu kalt, sonst wäre ich mal hingedüst. Schon allein wegen Charles Stross, von dem ich coole Stories gelesen habe.

FO bringt die Nebula Awards 2013 Shortlist. Gewinner werden im Mai bekannt gegeben.

Ich lese die Nachricht, dass der Ernst Wurdack Verlag eine neue SF-Buchreihe, D9E-die neunte Expansion, herausgeben wird. Viel Erfolg.

Ich sehe einen Nachruf auf Otfried Preussler, Kinderbuchautor. Dann gibt’s Filmbesprechungen.

FO, immer gut für monatliche Informationen aus dem SF-Leben. Wenn es eingestellt wird, muss unbedingt etwas ähnliches her.

sabato, marzo 02, 2013



Phantastisch 1/2013

Die vorherige Ausgabe ist wohl flöten gegangen. Diese nun vermittelt über das Editorial, dass das Magazin 13 Jahre besteht. Lange Zeit, Hut ab.

Horst Illmer bringt einen Nachruf auf Harry Harrison (1925 – 2012). Er wurde in Stamford, CT geboren. In Stamford habe ich gearbeitet. War mein zweiter Job in den U.S.A, bei Clairol Hairproducts. Der einzige Laden, den ich kenne, in dem Mitarbeiterinnen mit aufgedonnerten Frisuren herumliefen und Männer Krawatte trugen. Ich musste mir schnell eine in der Mall besorgen. War eine mit Mickymäusen, lol. Stamford liegt am Atlantik, eine Bahnstunde von New York entfernt. Der nächste Flughafen ist White Plains im Staat New York. In einem der reichsten Counties der U.S.A. Die Einwohner konnten ihn bewußt klein halten, um nicht vom Fluglärm gestört zu werden. Waren interessante Monate. Am Strand las ich William Gibson, sah Jungs im Jeep herumfahren, kaufte mir einen Wrangler und schickte ihn nach Bremerhaven. Hat jetzt neue Reifen bekommen. Besuchte an der University of Connecticut einen Abendkurs über Wirtschaftsrecht und lernte mit einem deutschen Kollegen in einer Kneipe den „Electric Slide“. Den eifachsten Line Dance, den es gibt.

Was einem alles zu Stamford einfällt, lol. Zurück zu „Phantastisch“. Illmer schreibt über neue Hörbücker und Sekundärliteratur. - Interviewt werden Bernd Perplies, Carsten Polzin, Tom & Stephan Orgel, Andrea Sorrentino. Ich komme mir arrogant vor, wenn ich sage: Ich weiß nicht, wer sie sind. Vermutlich bin ich nur ignorant. Eine Ausnahme macht Carsten Polzin, aber auch nur deshalb, weil er in „Phantastisch“ wiederholt interviewt worden war. Er ist Programmleiter bei Piper Fantasy. Obwohl ich für Fantasy nichts übrig habe, verzapfte ich auch mal eine Vampirstory. War gar nicht so schlecht. Hier ist sie.

Es gibt einen Beitrag über Harlan Ellison. Streitlustiger Autor, der gern Gerichte bemüht.. Aber die von ihm herausgegebenen Anthologien „Dangerous Visions“, so geht aus diesem Beitrag hervor, sollen toll sein. Na, bei den Altmeistern der 60er und 70er kein Wunder. Ellison selbst hat zahlreiche Preise wie Hugo, Nebula erhalten.

Wer sich für Tolkien und seinen Hobbit interessiert, ist bei dem Artikel „Auf den Hobbit gekommen“ sicher gut aufgehoben.

Achim Schnurrer stellt in dem Artikel „Verbotenes Schreiben“ Menschen vor, die unter erschwerten Bedingungen (Gefängnis, Verbannung, Exil) populäre Werke verfasst haben. Dazu passt auch Schnurrers Artikel über Sergej Prokofjev, der in Russland zu Stalins Zeit komponierte und in seinem vorübergehenden Exil in den U.S.A schriftstellerisch tätig war.

Sonja Stöhr bringt etwas über die Comics „Fables“ und Christian Endres schreibt über die Comic-Legende Joe Kubert, der 2012 gestorben ist. Neben anderen zeichnete er Tex-Comics, die meine Frau so gern liest.


venerdì, marzo 01, 2013


Nach dieser Parlamentswahl ist Italien gelähmt.
 
Wenn nur der Komiker Beppe Grillo und seineLeute nicht so abgeräumt hätten. Ist natürlich unortodox, aber die Ideen seiner Gruppierung kommen beim Volk an, wie Einstellung der Zahlung von Staatsknete an die Parteien. Jeder Parlamentarier sollte freiwillig auf einen Teil seines Einkommens verzichten. Abschaffung der Provinzen, von Dienstwagen. Einstellung der Arbeit an einer Hochgeschwindigkeitstrasse nach Frankreich (das ist natürlich idiotisch). Monatliche Zahlung an Bürger ohne Einkommen. Antikorruptionsgesetz, Abschaffung der von Monti wieder eingeführten Grundsteuer. Plan für umweltfreundliche Energie. Verschlankung der Bürokratie.

Was ich besonders gut finde ist, dass Grillo sich für das Internet in der Gesellschaft einsetzt. Obwohl er gegen Gummimauern anrennen wird, ist seine Gruppe die einzige, die verkrustete parlamentarische und gesellschaftliche Strukturen aufzubrechen versucht. Der Zug der technischen Entwicklung zieht doch an uns vorbei. Wir müssen draufspringen und mitfahren.

Der Sozialdemokrat Bersani und seine PD wollen nicht mit Berlusconis PDL koalieren und Grillo nicht mit Bersani, vermutlich auch nicht mit Berlusconi. Damit ist die Gesetzgebung gelähmt. Die verwaltende Regierung ist eine lahme Ente, die nichts in die Wege leiten kann.

Wichtig wäre es, wenn Grillo die nötige Stimmenmehrheit bekäme, um Italien umzukrempeln und moderner zu machen. In Deutschland sind die Piraten gescheitert, weil sie keine Themen anpackten und nur Nabelschau betrieben. Das ist bei Grillo nicht der Fall. Der will alle anderen Parlamentarier rausschmeissen. Die meisten tun nichts weiter als fressen, saufen, quatschen, raffen.