mercoledì, luglio 30, 2008



Fantasy & Science Fiction, August 2008

Die längsten Stories sind Fantasy und gute obendrein. Die kürzeste ist 2 Seiten lang und von Scott Dalrymple. “An open letter to Earth” ist zum lachen. Aliens entschuldigen sich für das Kidnappen. Nur sie fanden die Zeugenaussagen im Fernsehen so putzig, dass sie es immer wieder taten. “We would be remiss if we failed to mention the anal probing. For the longest time we swear we thought those were data ports.” Einfach zum kringeln.

Die beste Story jedoch, und das ist SF, kam von Charles Coleman Finley. Im “The political Prisoner” geht es um Max, einen politischen Offizier der Abteilung politische Erziehung, einer der beiden Faktionen, die auf dem Kolonistenplaneten das Sagen haben. Die andere ist der Geheimdienst, für den er ebenfalls arbeitet. Ein Doppelagent eben. Nun, aus einem gelandeten Raumschiff kommend wird er verhaftet und in einem Gefangenenwagen abtransportiert. Da sie an einem Hinrichtungsschafott vorbeikommen bekommt er en passant mit wie ein Andoreaner exekutiert wird. Der hat das Pech von einem anderen Planeten zu stammen, auf dem genetische Modifikation als wissenschaftlicher Fortschritt angesehen wird. Hier jedoch ist es Teufelszeug, die Regierung besteht aus religiösen Rigoristen, so wie in den Südstaaten der U.S.A., nur noch schlimmer. Das mixt sich gepaart mit ausländerfeinlichem Einschlag zu einem Cocktail an Hass, Einschüchterung und Angst.

Max kommt für einige Augenblicke frei, dann wird sein Protektor vom Geheimdienst erschossen und er selbst zu einer Terraforming Station gebracht. Der Hauptteil der Geschichte nun besteht aus dem Leben der Gefangenen dort und zeigt auf, wie sich die einheimischen Gefangenen und die ebenfalls festgesetzten Adoreaner immer sympathischer werden.
Am Ende wird Max vom Kommandeur des Geheimdienstes, für den Max ja ebenfalls tätig war, erkannt und freigesetzt.
Das Thema ist nicht neu. Interessant zu lesen ist die Beschreibung des Gefangenenverhaltens unter diesen harschen Bedingungen, das Terraformen, die Schikanen der Aufseher und man sieht, dass das, was bei uns zur Zeit, siehe Guantamano, geschieht, später auf kolonisierten Planeten ebenfalls ablaufen kann.

domenica, luglio 27, 2008



Analog Science Fiction and Fact, Sept. 2008


Die letzte Ausgabe war vom Mai. Sind US-Amerikaner auch gut organisiert, schliesslich stammen die meisten Management Theorien von ihnen, so haben sie doch Schwierigkeiten Abo-Verlängerungen nahtlos an die alten anzuhängen.
Der Wissenschaftsbeitrag “Follow the Nanobrick Road” von Edward M. Lerner war allein schon die Ausgabe wert. Er bringt mich auf den neuesten Stand, was Nanotechnologie angeht. Er ist nüchtern, down to earth, ein Gegensatz zu K. Eric Drexlers Buch “Engines of Creation: The Coming Era of Nanotechnology.” Das Buch kam 1986 heraus und in ihm sah Drexler sogenannte Assembler voraus, aus Nanoteilchen zusammengesetzte Maschinen, die sich selbst und alles auf der Erde herstellen könnten. Sie brauchten nur Atome zu Molekülen zusammenzusetzen und diese zu gewünschten Produkten. Einfach, wie?
Gerade gestern gab es bei uns “Stargate” im Fernsehen, in dem das Replikantengegenstück von Samantha Carter das Bewußtsein Dr. Daniel Jacksons nach Spuren der Antiken Rasse scannte. Diese Rasse hatte dem Universum die Stargates hinterlassen.Replikanten dieser Serie modifizierten Materialien aus dem Stand mit Hilfe der Nanotechnologie. Drexler selbst ist wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt und hat verworfen, was er seinerzeit geschrieben hatte, denn Nanotechnologie kommt nur schrittweise voran. Wie sehen die nächsten Schritte aus? Lerner meint, es seien Nanokomponenten, die nach und nach gebaut und in einer Komponentenbank gesammelt werden. Aus diesen könnten im Laufe der nächsten fünfzehn Jahre funktionsfähige Systeme entstehen. Weitere 20 Jahre könnten vergehen, um produktionsfähige Fabrikationssysteme arbeiten zu lassen. So viel ist noch zu lernen. Nanotubes, Röhren also, wie lang können sie werden? Ein Nanometer ist ein milliardstel Meter. Die aufgezeigten Schritte zu einem ProduktionsNanosystem wurden vom Foresight Nanotech Institute geplant, eine Roadmap wurde erstellt. Die Natur ist der lebende Beweis dafür, dass organische und anorganische Objekte auf Nanobasis erstellt werden können. Der Mensch strebt danach, dies nachzumachen. Doch alle Proteine zu entwerfen ist bei unserem Wissensstand aussichtslos. Wir kennen zu wenig über deren Faltung, die für ein Protein in vielfacher Form erfolgen kann. Allein Blue Gene, IBMs schnellster Computer, braucht mehrere Wochen Computerzeit, um die Faltung eines einzigen Proteins zu berechnen.
Wie ich im Spiegel las, gibt es bereits Produkte mit Nanopartikeln wie Sonnenschutz, Textilien. Als nächstes sind Nanokomponenten in Fotozellen, Treibstoffzellen, Kabeln, Drähten vorgesehen, bis hin zum Raumfahrstuhl, der sich an einem aus Nanoröhren gefertigten Kabel zur Raumstation hoch-zieht.
Was Raumfahrstühle angeht. Arthur C. Clarke, über den in dieser Ausgabe ein Nachruf erscheint, hatte sich in seinen letzten Jahren intensiv damit beschäftigt.
Kein Geheimnis ist, dass es zwischen Physik und Science Fiction eine Affinität gibt. Lerner, der den Nanoartikel geschrieben hat, ist Physiker und SF-Autor. Stanley Schmidt, Analogs Redakteur, ist gleichfalls Physiker. In dem Leitartikel dieser Ausgabe beklagt er sich darüber, dass es so viele Bücher gibt, die menschliche Schicksale, Konfliktsituationen, Liebe usw. beschreiben, mit anderen Worten den Menschen in den Mittelpunkt stellen, ohne Wissenschaft und Technik mit einzubeziehen. Es ist offenkundig, dass Fächer wie Mathe, Physik, Chemie, Biologie in den meisten Ländern nicht sehr beliebt sind. Jugendliche, die sich mit Fächern wie diesen beschäftigen, werden als Nerds, Geeks, Dorks abgetan. Aber letztendlich werden sie als Erwachsene zufriedener sein, als diejenigen, die sich mit wiederholbaren Tätigkeiten ihr Arbeitsleben versauen.
Analog ist von der Tradition her, schliesslich ging es aus John.W. Campbells “Astounding” hervor, das amerikanische Magazin der Hard SF. Beispiel: Die Story David W. Goldmanßs “Invasion of the Pattern Snatchers”. Der Titel ist in Anlehnung an Jack Finneys SF-Roman “Invasion of the Body Snatchers”, der zwei Mal verfilmt worden war. 1956 und 1978. Das zweite Mal mit dem schröcklichen Donald Sutherland. Zurück zu den Pattern Snatchers.
Die Affiliated Planets Unified Defense Force kämpft um die Vorherrschaft in dem von Menschen bewohnten Weltraum. Planeten, die nicht zur Allianz gehören, wird eine Mikrobe in die Atmosphäre gesprüht, aufgrund derer nur Mädchen geboren werden. Doch auf der Welt Nieuw Vlaanderen funktioniert das nicht. Surgeon-at-Arms Roald Vik von der 3rd Armored Biomedical Brigade muss selbst nach dem Rechten sehen, und er findet sich in einem Krankenbett auf dem Planeten wieder. Er täuscht Amnesie vor und findet heraus, dass er sich in Quarantäne befindet, da er sich mit Besnoitia Speecki angesteckt haben soll. Dermanyssus Speecki ist ein Parasit, der den Menschen als Wirt benutzt, auf dem Planeten jedoch nicht mehr vorhanden gewesen war.
Er bewirkt in dem Befallenen neurophysiologische Veränderungen, die darin gipfelten, dass der Wirt seinen Parasiten nicht mehr erkannte. Das Antibiotikum Koningmyzin hatte den Parasiten auf Nieuw Vlaanderen ausgerottet und damit auch neurale Störungen, deren Ursache nicht bekannt war, verhindet. Der Parasit unterdrückte, dass logische Muster, Pattern, im Leben erkannt werden konnten. Erst nach seiner Ausrottung wurde Statistikern gewahr, dass die Anzahl von Frauen im Verhältnis zu den Männern stark zugenommen hatte. Man fand das modifizierte Bakterium und entwickelte ein Gegenmittel.
Vik wird als geheilt entlassen. Man gibt ihm das Gegenmittel für seinen Planeten mit auf den Weg, sagt jedoch nicht, dass er sich zweimal im Jahr erkälten wird und über seinen Planeten ein Virus propagiert, welches verhindert, dass Nieuw Vlaanderen, sein Name, seine Position erkannt werden können.. Damit sind Bewohner jenes Planeten vor Zugriff und Attacken der Allianz geschützt.

venerdì, luglio 25, 2008

Shit, zu spät :-)

Ich wollte mal wieder bei www.schreib-lust.de mitmachen, war aber so oberflächlich, dass ich die deadline übersah. Es war der 22. Juli und das Thema war ´das letzte Mal´. Nun, es wird das letzte Mal sein, dass ich eine deadline übersehe. Aber meine Geschichte war ohnehin noch nicht das Gelbe vom Ei. Wenn man ein paar Jahre nicht mehr geschrieben hat und sich nicht aufs Schreiben konzentriert, kann man keinen Blumentopf gewinnen. Wie auch immer, ich lade meine Story hier mal ab. Die nächste wird hoffentlich besser.


Rückkehr

Unter dem Licht der Mittagssonne wurden Details sichtbar. Der Landeplatz glich einer Kraterlandschaft. Niko gab die Koordinaten ein, um das Raumschiff sicher zu landen.. Mühsam erhob er sich aus seinem Sessel, um wieder hinein zu fallen. Seinem Körper war diese Schwerkraft nicht mehr vertraut und wo war das Empfangskommitee?
Eine Viertelstunde saßen sie auf der zerklüfteten Rollbahn, bevor sich zwei Funktionäre in weissen Schutzanzügen vor ihnen aufbauten.


"Als ich dich das letzte Mal sah, trugst du Zahnspangen."
Nikodemus saß im Rollstuhl, Lena ebenfalls, durch eine Glaswand getrennt.
"Und jetzt trage ich ein Gebiss." Lenas Hand zitterte.
Hinter ihnen hatten sich Roboter aufgebaut, deren augenlose metallisch glänzenden Köpfe nichts über ihre Fähigkeit verrieten, selbständig zu denken..
.
Sie saßen Quarantäne. Seine Mannschaft und er hatten drei Jahre im Weltraum verbracht, während die Erde siebzig hinter sich gelassen hat.. Zeit war relativ, wer wusste das nicht,
und doch überwältigte ihn der Schock, als er auf die alte Frau hinter der Scheibe sah, die er als Teenager in Erinnerung hatte.
"Als ich das letzte Mal welche gesehen habe, waren Rollstühle motorisiert. Warum diese nicht?"
"Dafür gibt es doch Roboter." Auf einem Bildschirm wurden Menschen von Robotern exekutiert.
"Sind das auch eure?"
"Nein, es sind die der anderen", antwortete Lene ohne sich umzudrehen.
"Scheißspiel", rief er seinen Kollegen zu, die sich mit wem auch immer durch die Glaswand unterhielten oder gelangweilt umher sahen. "Warum sind wir auf Quanrantäne? Es ergibt keinen Sinn."
"Roboter, die Rollstühle schieben und Menschen umbringen", gab ein Kamerad von sich. "Was ist passiert?"
Das Personal war sicher schon beim Studium der Logbücher, oder wurde auch das von Robotern übernommen? Und sie würden ein paar Tage brauchen bis sie zu dem Punkt in dem Protokoll kamen, an dem die Mannschaft einen bewohnbarten Planeten entdeckt hatte.
"Wir befinden uns im Krieg." Lena sagte das so beiläufig, als ob es der Normalzustand sei. Vielleicht war er es. "Ich gehe besser", rief sie über ihre Schulter hinweg.
"Und wer gewinnt?", rief eine Frau aus der Mannschaft ihr nach. "Die anderen."
"Und warum Krieg?" "Es fing mit einem Patentstreit an." Niko hörte die Worte kaum.
"Das letzte Mal war alles friedlich." Niko sah sich in einer Reihe mit seinen Kameraden vor dem Präsidenten, der sie in den Weltraum verabschiedete, um den überlichtschnellen Antrieb zu testen. Und nun?
Dieses Mal zwei Männer in Schutzanzügen und eine Phalanx von Robotern, die sie am Raumschiff abgehlolt hütten. Einen Tag später kamen Lena,und andere Besucher.
Ein Schlag erschütterte das Gebäude. "Achtung Bombenalarm. Achtung Bombenalarm. Alles in die Bunker." Die Roboter drehten sich um und verschwanden..
"What the fuck? Was ist? Wer greift uns an und wo sind die Bunker?" Granaten rissen das Rollfeld auf. Eine Wand fiel in sich zusammen.
"Zurück ins Schiff", schrie Niko und griff nach den Rädern des Rollstuhls. Unter dem Heulen der Raketen, dem Rumsen der Mörser und dem Krachen der Einschläge bewegten sie sich zum Schiff zurück. Im Fahrstuhl atmeten sie auf. Sie schleppten sich zu ihren Plätzen. Langsam löste sich das Raumschiff von der Erde und machte sich auf den Weg zu ihrem neuentdeckten Planeten.

mercoledì, luglio 23, 2008


“Yes, we can!”

Ich fange an, die Titelgeschichte “Obama für Deutschland” im neuen Spiegel zu lesen. Ich zitiere: “Hubertus Heil, Generalsekretär der SPD, hat schon versucht, mit Obamas Wahlkampfparole Stimmung zu machen. “Yes, we can!” krähte er seinen Genossen zu. Vergeblich. Charisma steckt nicht in Worten, sondern in Rednern.” Zitat Ende.

Hier in Italien hat Walter Veltroni, Chef der linken Partito Democratico das Gleiche versucht und ist damit auf den Bauch gefallen. Die letzte Wahl hat er gegen Berlusconi haushoch verloren. Ich finde den Satz ohnehin idiotisch. So um die 60 Prozent der Menschen sind Idioten, das sagte schon mein Geschichtslehrer, um die 30 Prozent Mittelmaß, da gehöre ich wohl auch zu und um die 10 Prozent bringen uns voran. Nur Gruppen haben Macht. Wenn jemand zu fleißig, zu tüchtig ist, sorgen sie oft dafür, daß der kein Bein an die Erde bekommt. Das ist so, als wenn jemand den Akkord nach oben oder nach unten versaut, indem er entweder mehr gute Stücke oder mehr Ausschuss produziert. Beides wird von der Gruppe unterbunden. Oder wie sieht es aus mit Leuten, die meinen, eine Steuererklärung sollte auf einem Bierdeckel Platz haben und das Rezept gleich mitliefern. Auch das wurde mit fadenscheinigen Gründen hintertrieben. Menschen wie Obama mögen Aufbruchstimmung erzeugen, nur was nützt das, wenn Wallstreetgeier und Banker sowie Bush mit seiner unsäglich teuren Kriegsführung die Wirtschaft zugrunde richten können. Es ist doch so, dass bei unterschiedlichen und gleich mächtigen Interessengruppen man sich nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen kann. Und jetzt noch einmal den Spruch “Yes, we can!” Wie hohl klingt das?

Ich finde Berlusconi, so seltsam es klingen mag, erfrischend. Ein Clown und Spinner, zugegeben. Aber zugleich ist er Mover and Shaker, ein Macher. Als erstes machte er ein Gesetz, das ihm Immunität während der Legislaturperiode sichert. Damit hat er sich die Justiz vom Hals geschafft, die, so lahmarschig sie sonst ist, Zeit gefunden hat, Berlusconi an den Kragen zu wollen. Hatte ich schon erzählt, dass das Oberste Gericht, die Cassazione sein Urteil von 1999 widerrufen hat, in dem es behauptete, dass es keine Vergewaltigung sei, wenn das Opfer Jeans trüge. Das erinnert mich an die Katholische Kirche die vor einigen Jahren meinte, Gallileo sei wohl zu Unricht beurteilt worden. Berlusconi hat nun die verhasste kommunale Grundsteuer, die ICI, abgeschafft und die Müllberge in Neapel beseitigen lassen. Er tut was und weil er im Machterhalt talentiert ist und auf Interessengruppen pfeift, bringt er etwas zustande.

“Yes, we can!” Warten wir ab, ob Obama nur Sprüche klopft. “Yes, we can!” Dann mach mal.

martedì, luglio 22, 2008

Phantastisch 3/2008

Horst Illmer gibt einen Überblick auf neue Hörbücher. Ich erinnere mich noch daran, als wir in unserer Science Fiction Gemeinschaft Hamburg SF-Hörspiele produziert und die Geräusche dafür mit Haushaltsgegenständen hinbekommen hatten. Das war Anno Dunnemals. Nun gibt es Hörbücher.

Interview werden Richard Morgan, Will Elliott, Uschi Zietsch. Es wird ein Buch von Abdourahman A. Waberi besprochen. “In den Vereinigten Staaten von Afrika”. In Europa und Nordamerika toben Bürger- und Stammeskriege. Na denn....

Bernard Caw schreibt von Battletech-Romanen, in denen die Menschheit in Hohlräumen der Erde lebt und auf deren Oberfläche Kampfmaschinen wüten.

Carsten Polzin sieht sich für uns den phantastischen Film “Deluge” aus dem Jahre 1933 an.
Christian Humberg berichtet über die phantastische Hörspielserie “Die schwarze Sonne”.
Christian Hoffmann bringt uns den Vater der russischen phantastischen Literatur Nikolai Gogol nahe.

Ein Nachruf auf Arthur C. Clarke darf nicht fehlen. Dann gibt es noch einen auf den Perry Rhodan Autor Ernst Vlcek, den ich mal auf einem SF-Oldie-Con gesehen hatte.

Achim Schnurrer portraitiert den Roland Kohlsaat, der Comics für die Kinderserie Sternchen produziert hatte.

Götz Roderer unterhält uns in seiner wissenschaftlichen Kolumne mit den neuesten Theorien über das Universum. Was gibt es da? Die Stringtheorie natürlich. Im Grunde ganz einfach. Wir haben ausser den uns bekannten Dimensionen Höhe, Länge, Breite und Zeit noch 7 weitere, so dass wir auf 11 kommen. Die sieben zusätzlichen sind zu Plankkonstanten von 10-35 zusammengerollt. Was
die Zeit angeht, ist sie doch ein feststehender Faktor, der physikalisch keine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennt. Das sind Konstrukte unseres Gehirns, das nicht die Zeit als Dimension zu sehen in der Lage ist. Es wird nun angenommen, dass unser Universum mit vielen anderen in einem Hyperraum von elf Dimensionen existiert und die Gravitation aus unserem Universum in den Hyperraum sickert.

Interessant, das Ganze. In dem Maße, in dem ich meine aufgelaufenen Scientific Americas durchackere, in dem Maße werde ich schlauer und kann mehr darüber berichten.

Wie immer ist Phantastisch Gedankenfutter und jedem Interessierten zu empfehlen.

sabato, luglio 19, 2008


Warum werden Australier ihre Wolle nicht mehr los?

Weil sie ihren Merinoschafen den Arsch glatthobeln. Und das ohne Betäubung. Grund, das faltige Hinterteil von Merinos ist Biotop für fleischfressende Maden. Die Prozedur, Mulesing, wurde nach John Mules benannt, der sie vor rund siebzig Jahren zum ersten Mal anwandte. Sie wird von der Tierschutzorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) heftig kritisiert. Um dreißig Firmen wie Benetton, H & M, Timberland, Hugo Boss, kaufen ihre Wolle jetzt woanders. Wer will auch Pullover aus Wolle dieser armen Viecher tragen.
Die News aus der Business Week vom 21.7. zeigen doch, was Business fuer ein mannigfaltiges Spektrum umfasst.

domenica, luglio 13, 2008


Scientific American, January 2005

Wieder eine durchgeackert. Erinnert mich an Astronomie, je tiefer man ins All sieht, desto älter sind die Galaxien zu dem Zeitpunkt, an dem sie sichtbar sind. Je tiefer die Scientific Americans in meinem Stapel liegen, desto älter sind sie.

In dieser Ausgabe wird unter “A bad fix for Hubble?” darüber spekuliert, ob die Reparatur durch Roboter nicht zu riskant ist. Alles was ich nun weiß ist, dass sie gelungen ist.

Hans Moravec wird vorgestellt. Er ist Robotics Ingeneur und Programmierer, stark von der Science Fiction beeinflusst. Arbeitet im Robotic Institute der Carnegie Mellon Universität und er war es, der behauptete, eines Tages würde das Bewusstsein des Menschen in einen Computer geladen. Auch meint er, dass um die 96 Prozent der Lebenwesen auf der Erde aussterben werden, unter ihnen die Menschen. Roboter werden unser Erbe übernehmen.

Im Artikel “Immunity’s early warning system” beschreibt Luke A.J. O’Neill das Innate und das Adaptive Immune System. Es geht um Pathogene, Cytokine, Makrophagen, Monocyten, B-Zellen, Antigene, Rezeptoren. Einer von ihnen ist der Toll-Like-Rezeptor (TLR). Er wurde von Christiane Nusslein-Volhard entdeckt. Toll ist das deutsche Wort toll. Vom Sinn her wäre ‘eigenartig’ wohl genauer gewesen, jedoch Eigenartig-Like-Rezeptor hörte sich noch seltsamer an. Toll steht in diesem Kontext für ‘weird’ = eigenartig, seltsam. Der Körperbau von Fruchtfliegen gerät durcheinander, wenn der TLR fehlt. Rezeptoren dieser Art aktivieren das Verteidigungssystem einer infizierten Zelle.

Im Artikel “The midlife crisis of the cosmos’ berichtet Amy J. Barger, dass die Zeit der Geburten grosser Galaxien vorbei ist. Vor etwa zehn Milliarden Jahren war im Universum eine höhere Aktivität zu verzeichnen. Die Galaxien waren größer als die, die zu unserer Zeit Sterne in die Welt setzen. Scheiben von Materie, die um supermassive schwarze Löcher mit einem Gewicht von milliarden Sonnen kreisen, werden von diesen absorbiert. Das im Zentrum unserer Milchstraße befindliche schwarze Loch ist nur noch schwach aktiv, da es keine Materie mehr in seiner Umgebung hat, von der es sich hätte ernähren können. Die Formation von Sternen wird nun in Galaxien mittlerer Größe ausgelöst und irgendwann sind auch diese am Ende. Im Weltall wird es ruhiger werden, je mehr es expandiert.

W. Wayt Gibbs beschreibt in “Considerate Computing” Bemühungen, Personal Computer, Faxmaschinen, Handies, andere Telefone, dazu zu bringen, den Anwender nur dann zu behelligen, wenn dieser Zeit dafür hat, damit er konzentriert arbeiten kann. Damit sind sie jedoch noch nicht weit gekommen. Und überhaupt, hätten sie erst mal mit den Telefonen in Privathäusern angefangen, um Anrufe von Call-Centern rauszufiltern. Ich bringe ein paar Schlagworte, aus denen sich jeder selbst ein Bild zusammensetzen kann: Date and time, ambient acoustics, conversation in progress, interaction with computers, gaze direction, location, wireless signal, deadlines, schedules.

“Capturing a killer virus.” Es geht um den tödlichen Grippe Virus, der um 1918 über 40 Millionen Menschen getötet hatte. Diesen haben sich Wissenschaftler nun mitVirusabschnitten aus Leichenteilen zusammengebastelt um herauszubekommen, warum gerade dieser so virulent war. Sie müssen noch weiter daran arbeiten, da noch kein brauchbares Ergebnis vorliegt.

Im folgenden Artikel geht es um Quantum Kryptographie, mit deren Hilfe Mitteilungen mit einem unbrechbaren Code verschlüsseln werden können. Es geht um Qubits, Heisenbergs Unschärfetheorie und um die Erfindung Charles Bennets, der die Kryptographie auf Basis der Quantenmechanik mitentwickelte. Genug davon, bevor mir der Kopf platzt, und das bei einer Hitze von 34 Grad im Schatten.

Am Schluss der Ausgabe widersprechen Psychologen der Auffassung, dass ein weniger ausgeprägtes Selbstbewusstsein zu schlechteren Ergebnissen in Studium und Beruf führt. Menschen mit erhöhtem Selbstvertrauen verstehen es jedoch, glücklicher und aktiver zu leben.

venerdì, luglio 11, 2008


Italienische Rasta dürfen haschen

Das oberste Gericht, die Cassazione hob ein Urteil auf, dass einem Italiener, der Hanf im Garten angebaut hatte, schuldig sprach. Er behauptete, er sei Rasta. Und so meinte die Cassazione, das sei natürlich was anderes, da es für Rastas eine heilige Pflanze sei, die der Meditation und Kontemplation diene. Danach kann der Freigesprochene soviel weed anbauen, wie er will, wenn es seinem persönlichem Gebrauch und dem anderer Rastas diene.

Die Cassazione hatte vor Jahren ein anderes Ei gelegt als es urteilte, eine Frau sei nicht vergewaltigt, wenn sie Jeans trüge. In dem Fall hätte sie dem ‘angeblichen’ Vergewaltiger geholfen, die Hose herunter zu bekommen.

giovedì, luglio 10, 2008


Kernkraft – Ja bitte?

So steht es im letzten Spiegel. Das Pendel bewegt sich zurück. In den 50er Jahren sahen wir in der Klasse den Dokumentarfilm ‘Unser Freund das Atom’, dann bekamen wir beim Bund eine Strahlenschutzplane und ein Strahlendosimeter. Erstere hatten wir bei einem Atomangriff über unseren Kopf zu ziehen, letzteres mussten wir am Hals tragen. Es gab die bekannten Zwischenfälle in den Reaktoren, Probleme bei der Endlagerung und jetzt, wo Strom-, Gas- und Treibstoffpreise in die Höhe schnellen, ist die Atomtechnik wieder in, mit allen ihren vielen Unbekannten.

sabato, luglio 05, 2008




Kleidung für übergewichtige Kinder

Die gleiche Ausgabe der Businessweek brachte einen anderen interessanten Artikel mit “Bigger Kids want to dress cool too”. Kleidung für übergewichtige Kinder wird in den U.S.A einen Zuwachs bis 2012 von 41 Prozent haben. Da tut sich ein Markt auf. Der Prozentsatz an übergewichtigen U.S.-Amerikanern ist nachweislich höher als der an Europäern mit den gleichen Problemen. Ich hatte eine Menge dieser Couchpotatoes gesehen. Den Trend zur Verfettung scheint es jedoch in allen zivilisierten Ländern zu geben. Ich liege auf der Terrasse in meinem Gartenstuhl und sehe auf meinen Bauch, aus meinen Augenwinkeln, und denke, noch zu heiß zum Radfahren, deshalb zurück zum Thema. Leute, hier tut sich eine Marktlücke auf. Kleidung für dicke Kinder. Macht was daraus. Stellt das Zeug her und verkauft es online.



Bei diesen Petroleumpreisen

und der erstaunlichen Zahl von 30 Millionen Tonnen pro Jahr, die auf US-Müllhalden gekippt werden, lohnte es sich, über Bioplastik nachzudenken. Ein Material, das sich zu Erde kompostieren lässt. Langsam kommt die Produktion in Gang.

Eine Anzahl von Unternehmen nimmt die Produktion auf. Aus der Business Well vom 30.6. sehe ich, wie Metabolix, Mirel genannt, in Behältern von genmodifizierten Mikroben erzeugt wird. Sie ernähren sich von Glukose des Getreides, formen den Zucker in Fette um, die etwa 80 Prozent des Gewichtes der Zellen ausmachen. Diese werden geerntet, getrocknet und zu Scheiben geformt.

Bioplastik ist zur Zeit teurer als die konventionelle, aber es ist abzusehen, dass sie mit erhöhtem Ausstoß die aus Petroleum hergestellte ablösen wird. Hoffentlich.

giovedì, luglio 03, 2008


Urknall im Labor

Mit ‘Big Bang’ hatte ich vor Jahren eine Story geschrieben, die annähernd das widergibt, was sich jetzt in Wirklichkeit abspielt, ohne die in der Story geschilderte Konsequenz einer drohenden Vernichtung der Erde. Nun wird der LHC (Large Hadron Collider) bald eingeschaltet, wie der Spiegel in seiner letzten Ausgabe berichtet. Ein Teilchenbeschleuniger mit einem Ring von 27 km Länge, durch das Schwärme von Protonen gejagt werden, deren Kollision nahe an den Urknall herankommen soll. In diesen Buchteilen einer Sekunde werden Temperaturen von einigen Billionen Grad Hitze freigesetzt. Es soll ein Quark-Gluonen Plasma entstehen, das sich für zehn Billionstel Sekunden nach dem Urknall bildete, ein Brei, der nach dem Zerfall durch geringe Unebenheiten dafür sorgte dass sich später Galaxien bildeten.

Der Urknall fand vor ungefähr 13.7 Milliarden von Jahren statt. Jetzt suchen wir nach schwarzer Materie, schwarzer Energie, Higgs Bosonen, versuchen die String Theorie, die Theorie der Super Symmetrik zu erhärten oder zu beweisen. Hier ist sicher nicht der Platz ausführlich darauf einzugehen, obwohl es darüber genügend Artikel in meinen Scientific Americans gibt. Das LHC könnte dazu beitragen, eine Welttheorie zu entwickeln, die alle bisher aufgestellten zusammenfasst. Vielleicht kann nachgewiesen werden, wie lt. Stringtheorie Teilchen aus anderen Dimensionen in unsere eigene dringen.

mercoledì, luglio 02, 2008

Fantasy & Science Fiction, July 2008

Nun gut, hier stehen Geschichten, mit denen man etwas anfangen kann. “Fullbrim’s Finding” von Matthew Hughes zum Beispiel. Doldan Fullbrim war verschwunden. Das sagte seine Frau Caddice. Freelance Discriminator der Alten Erde, Henghis Hapthorn machte sich auf die Suche nach ihm und fand heraus, dass Fullbrim mit seinem Raumschiff nach Greylag geflogen war. Ein Planet, auf dem sich sehr wenig befand, wie ein kleiner Raumflugplatz, eine Bar. War es eine Bar? Eher ein Hotel, aber das war es auch nicht. Es enthielt Zellen, wie der Innkeeper Hapthorn erzählte. Darin lagen, saßen, standen diejenigen, die dem steinigen Pfad in die zerklüfteten Berge gefolgt waren, um nach dem Sinn des Lebens, der Substanz hinter der Form, zu forschen. Sie waren mit trübem Blick und leergefegtem Gehirn zurückgekehrt und Froust, der Innkeeper gab ihnen eine Zelle zum leben, aus der sie nicht wieder herauskamen. Sie antworteten ihm nicht, wenn er sie über ihren Aufenthalt in den Bergen ausfragte.

Hapthorn und Froust entdeckten Fullbrim auf einem Hügel. Fullbrims Geist schien so leer wie der aller anderen, die sich in die Berge gewagt hatten. Es war aus Fullbrim nichts herauszubekommen, er schluchzte nur und Froust steckte ihn zu den anderen. So machte sich Hapthorn auf den Weg, an dessen Ende sich eine Höhle auftat, und er kam zurück, in einem Stück, alert wie eh und je. Was unterschied ihn von den anderen? Jene hatten, so fand er heraus, die Perfektion gesucht, die hinter dem sichtbaren Schaum des Universums verborgen war. Nur gab es sie nicht, diese Perfektion. Die Sucher, wie Haphtorn auch, begegneten einer Einheit, welche ihre Gestalt annahm. Die Geschichte war die, wie Hapthorn Froust erzählte, dass dieses Universum eine defekte Ausführung war. Ein missglückter Entwurf, von dem sich der oberste Schöpfer abgewandt hatte um danach das perfekte Universum zu erzeugen. Da sein Helfer an diesem Werk, an diesem Universum hing und es nicht zerstören wollte, wurde er überall dorthin verbannt, wo er diesen Entwurf realisiert hatte. Für die Besucher war es eine Enttäuschung. Das idealisierte Universum hatte sich als defekter Entwurf erwiesen. Der in der Höhle hausende Helfer war dazu verurteilt worden, die Menschen darüber aufzuklären, und wurde bestraft, ihre Enttäuschung mit zu erleben.

Es gab weitere gute Geschichten in dieser Ausgabe, und das Lesen hat Spaß gemacht.apH

martedì, luglio 01, 2008




Fünfzig Jahre Emanzipation. Was vom Mann noch übrig ist.

Der Spiegel befasst sich in der vorletzten Ausgabe mit diesem Thema. Mit anderen Worten: Der Mann wird demontiert, disassembled. Mädchen und Frauen befinden sich auf der Überholspur. In der Schule sind sie fleissiger, schneiden mit ihren Noten besser ab, und sind später tüchtiger, und, es wird ja schon daran gearbeitet, eines Tages braucht der Mensch für die Fortpflanzung keinen Mann mehr. Der Mann, eine aussterbende Spezies? – Doch wenn ich mir die Dynamik in der Virtuellen Welt des Second Life betrachte, sieht es für den Mann so schlecht nicht aus. Viele Frauen, auch im Realen Leben so dominierend, werden im Second Life plötzlich zu Sklavinnen, die sich dem Mann zu Füßen werfen, ihn anbeten, lieben und auf sein Wort warten. Und ich frage mich, warum ist das so?

Auf diesem Second Life Foto bin ich mit meinen Sklavinnen Mawumba und Yumigon zu sehen.
Sie brauchen Anleitung, wollen wissen, wo es lang geht. Von ihnen gibt es mehr als man sich vorstellen kann. Second Life wimmelt von ihnen. Warum? Das ist eine Untersuchung wert.

Der Mann nimmt jedoch seine Demontage wahr, wenn sich seine Frau einen anderen sucht. Es gab Monate, da wurde jeden zweiten Tag in Italien eine Frau umgebracht, weil sie sich einem anderen zugewandt hatte. Eifersucht? Eher wohl die Erkenntnis des eigenen Versagens, das durch das Verhalten der Frau der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Frauen wechseln Partner häufiger als Männer. Die Zeichen sind daher widersprüchlich. Der Mann wird sich einmal neu definieren müssen. Familienoberhaupt, Versorger? Das kann er sich in dem Maße abschminken, in dem die Frau das Geld nach Haus bringt und dem Mann im Berufsleben irgendwann den Rang ablaufen wird. Liebhaber? Wenn ich mir im Second Life die Anzahl der Frauen ansehe, die dort eine lesbische Beziehung eingeht, dann ist es damit auch nicht so weit her. Frauen scheinen für viele Geschlechtsgenossinnen die besseren Liebhaber zu sein, und das, was im Second Life passiert, wirft seinen Schatten in die Reale Welt. Die Demontage des Mannes setzt sich fort.¨