mercoledì, dicembre 30, 2015

Phunkeeduck


Das neueste Fortbewegungsmittel ist Phunkeeduck. Billiger als Segway. Ich glaube, man kommt am billigsten über E-Bay ran.

twitching and playing

Bestimmte Internet-Gepflogenheiten haben Ähnlichkeiten mit denen aus dem Tierreich. Aktivitäten in Facebook zum Beispiel. Wenn ich daran denke, drängt sich mir ein Bild von sich lausenden Affen auf. Keine Abwertung. Ich lause ja auch so zwei Mal im Jahr mit.

Dann sehen wir uns mal twitch an. Man kann Leute beim Computerspielen beobachten. Wie bescheuert ist das denn? 24 Stunden am Tag. Man kann sich beim Spielen aufnehmen und über einen Twitch-Kanal streamen. Lifecasting. Twitch wird über Anzeigen und Sponsoren finanziert und durch den Verkauf von Krimskrams. Inzwischen wird um Preise gespielt. Für die Spieler muss ja auch dabei etwas herausspringen außer dem Ruf ein guter Twitcher zu sein. Sie können sich als Partner registrieren lassen. 12000 gibt es bereits davon. Sie erhalten von Abonnements, Klicken auf Anzeigen und dem Verkauf von Twitchhemden oder was weiß ich, einen Prozentanteil.

Inzwischen ist Google mit gaming.youtube.com eingestiegen, da jemandem im Internet beim Spielen über die Schulter zu sehen, eine Sogwirkung auf die 18- bis 24-jährigen hat.


martedì, dicembre 29, 2015

lemmy und m-kopa

Jetzt hat es Lemmy Kilmister erwischt, Frontman von Motörhead. Hier sein Aceof Spades. Er ist und bleibt eine Legende, der oft in Wacken, Schleswig Holstein, die Hosen zum Flattern gebracht hat.
Nun etwas anderes: Ein interessanter Artikel in der Business Week berichtet von einem Geschäftsmodell in Afrika. Das kenianische Unternehmen M-Kopa Solar vermietet Elektrizität erzeugende Solar-Panel Systeme an die Ärmsten der Bevölkerung, die von 2 Dollar pro Tag ihr Dasein fristet. Kunden machen eine Anzahlung von 25 $ und bezahlen mit täglichen Raten von 45 cents.

Die Gründer von M-Kopa hatten einen Plan, dass das Unternehmen skalierbar sein musste. Die Solar-Panels ersetzen Lampen- und Heizöl. Kurz bevor das Solar-System, das neben dem Panel zwei LED-Lampen, eine LED Taschenlampe, ein aufladbares Radio und Telefonadapter enthält, abbezahlt ist, gibt es weitere Ratenangebote für Produkte wie Fahrräder, Trinkwasserspeicher, Smartphones. 250 000 Solarsysteme sind bereits verkauft, und das ist erst der Anfang.

lunedì, dicembre 28, 2015

2016 wird interessant

Ein paar SF-Magazine, zwei Scientific American liegen noch ungelesen auf unserem Couch-Tisch, und ich mache mich über ein paar Business Weeks her. Eine Ausgabe hat die Klima-Erwärmung als Leitmotiv. Aber so schlimm wird es schon nicht werden. Die Ausgabe kommt auf den zu vernichtenden Stapel. Es gibt eine weitere Ausgabe The Year Ahead 2016. Wird nicht berauschend sein, aber ok. China wird schwächeln. Um gegenzusteuern, wird das Projekt Seidenstraße angeschoben, das die Infrastruktur wie Verbindungswege, Eisenbahntrassen bis nach Europa und nach anderen asiatischen Staaten ausbaut. Darüber hinaus soll der Konsum in China einen größeren Stellenwert bekommen.

Modi, Premier von Indien will eine nationale Verkaufsteuer einführen und die in den einzelnen Regionen jeweils geltende abschaffen.

Wird das Vereinigte Königreich in der Europäischen Gemeinschaft bleiben? Das entscheidet sich nächstes Jahr.

Die Koreaner befürchten die gleiche Altersstruktur zu bekommen wie Japan.

Wenn russische Banken schwächeln, werden sie geschlossen. Bei den italienischen gibt es den bail-in. Schwache Banken werden gerettet auf Kosten der Anleger, deren Bankaktien auf Zero gesetzt wurden. Auch heute gab es Proteste.

Schweden hat im Verhältnis zur Bevölkerungszahl den größten Flüchtlingsanteil. Es wird über die Schwierigkeiten berichtet, im nächsten Jahr damit umzugehen.

In den U.S.A. wachsen Seniorenresidenzen.

Streaming setzt sich durch, s.a. Netflix Effekt.

Cisco versucht das Internet der Dinge zu beherrschen. Ich halte das für eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Wäre ich jünger, würde ich mich Hals über Kopf hineinstürzen. Vermutlich wird dieses Blog in den nächsten Jahren immer mehr von diesem Thema beherrscht. Es geht auch um gesammelte Daten, welche für wirtschaftliche und politische Entscheidungen prägend sein werden.

Für Intel wird es schwieriger, immer kleine Chips zu produzieren. Konkurrenten holen auf.

Ich überschlage mal Einzelhandel (Retailing) und Spiele Gaming. Dann ist Energie noch wichtig. Es bleibt vermutlich bei den niedrigen Ölpreisen. Öl aus Iran kommt hinzu. Solarpanels werden weniger subventioniert. Der Mix ist noch offen.


Politisch wird es in den U.S.A. interessant. Besonders dann, wenn Donald sich zur Wahl stellt und vielleicht auch noch gewinnt, werden wir interessante Zeiten erleben.

venerdì, dicembre 25, 2015

Hype and Hyper


Allen, denen ich es noch nicht gewünscht habe, (und das sind ja nun alle, lol), frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr.

Der Himmel ist grau, das Wetter macht müde, die Temperaturen sind > 0. Deshalb habe ich meine Frau um einen Picard-Tee gebeten. Wie wir alle wissen, trank Captain Picard Earl Grey. Zum Glück gibt es den auch in Italien.

In SPON (Spiegel-Online) las ich etwas über Hyperloop. Elon Musks zu realisierende Idee. Im Grunde, so ein Ding, wie die Rohrpost vor dem Krieg. Bei uns sehe ich es im Supermarkt, wenn die Kassiererin ihr Geld per Druckluft an die Zentralkasse sendet. In den U.S.A. konnte ich damit vom Auto aus Schecks deponieren. Man fuhr vor, steckte den Scheck in einen röhrenförmigen Behälter, den in ein Rohr, drückte einen Knopf und flugs sauste der ins Gebäude.
Hyperloop hat etwas für sich. Einfach schneller. In Kalifornien wird nächstes Jahr eine Teststrecke gebaut. Wenn man sehen will, wo die Musik gemacht wird, sollte man dahin gehen.

Um zu schnuppern, reicht ein 7-wochen Kurs bei der Draper-University aus. Ein weiterer Spiegel-Beitrag berichtete von einer jungen Frau die zur Zeit als einzige Deutsche (stammt aus dem Irak) die Universität besucht. Sie will später Ölfässer durch die Röhren von Hyperloop sausen lassen. In der Draper-University wird gelehrt, wie man ein Start-Up entwickelt. Hängt von einer Reihe von Umständen ab, ob er Erfolg haben wird. Was gibt es da alles? Idee, Geld, Motivation, Stehvermögen, Behörden, Umfeld, Intelligenz etc. etc. Aber für junge ehrgeizige Leute, ist Kalifornien, wenn sie auch noch Grips haben, ein interessantes Biotop. Dort werden immer mehr Wohnhäuser mit W-Lan, Printern, Gemeinschaftsräume für den Ideenaustausch gebaut. Häuser, in denen sich Gleichgesinnte ein Zimmer nehmen, für die Zeit, in der sie in der Stadt tätig sind.
In der Business Week las ich über einen Hacker, der sich bei Unternehmen verdingt, um Schwachstellen in der Informationstechnologie aufzuspüren. Von denen gibt es gerade auch auf dem Medizinsektor mehr als genug. Auch deswegen, weil medizinische Apparaturen für das Internet of Things ausgerüstet werden.

In diesem Artikel ging es um Infusionspumpen, die im Krankenhaus mit einem Server verbunden sind. Über ihn wird bestimmt, welche Pumpe bestimmte Medikamente in einer eingegebenen Quantität verabreicht. Der Server, die Pumpen können gehackt werden. Die FDA (Food and Drug Administration) hinkt hinter her. Wenn alles mit allem verbunden ist, wird es interessant.
Das Fraunhofer-Institut will zwei Dörfer in Deutschland digitalisieren. Technologie lässt sich nicht aufhalten.

In einer weiteren Business-Week-Ausgabe geht es um das Unternehmen Theranos, das mit Blutproben aus dem Finger Geld verdienen will. Ja nun, sagen wir mal, sie will aufgrund ihres einzigartigen Systems die Konkurrenz mit niedrigen Preisen vom Feld schlagen. Chefin Elizabeth Holmes konnte den Milliardär Tim Draper dazu bewegen, eine Million Dollar zu investieren, um ihren Traum möglich zu machen.

Es schien ein gewaltiger Hype gewesen zu sein, zig Krankheiten mit einem Blutstropfen feststellen zu können. Es wurde von der IPO, der Zulassung am Aktienmarkt geschwafelt.

Das Dumme ist, dass die Technologie bis jetzt nur für Herpes zugelassen ist und es an Vergleichstests mit herkömmlichen Systemen mangelt, so dass das amerikanische Gesundheitsamt keine Möglichkeit sieht, die sogenannte Nanotainer-Technologie für weitere Pathologien zuzulassen.

Zur Zeit sieht es so aus, dass die Theranos-Technik nur im Gehirn ihrer Chefin funktioniert. 

giovedì, dicembre 24, 2015

Oldie-Con 2017


Der Oldie-Con 2017 findet am 9.-11. Juni statt. Wer als Oldie etwas langsamer geworden ist, kann ja schon mal damit anfangen, sich darauf vorzubereiten.
Den Oldie-Con in Wetzlar, der stets alternierend zum Con in Unterwössen in Wetzlar standfand gibt es nicht mehr.

Es wurde daher die Frage aufgeworfen, ob es sinnvoll sei, den Con in Unterwössen jährlich stattfinden zu lassen. Das steht nun zur Diskussion an.

lunedì, dicembre 21, 2015

Bad Banks


Vier italienische Banken sind pleite gegangen. Faule Kredite wurden mit Zustimmung der Brüsseler Europabehörden in eine Bad Bank ausgelagert unter der Bedingung, dass Aktionäre ihren Beitrag zu leisten hätten. Der Wert ihrer Aktien wurde auf Null reduziert.  

Während normale Aktien meistens im Besitz von institutionellen Investoren (Banken, Fonds, Versicherungen) waren, wurden Vorzugsaktion der Banca Marche, Banca Etruria, Carife und CariChieti, in Italien Bond Subordinati genannt, den Bankkunden als todsicheres und gewinnträchtiges Investment angedreht. Nun, da sie nichts mehr wert sind, gab es Anlegerproteste noch und nöcher. Ein Anleger, der einhunderttausend Euro verloren hatte, brachte sich um. Weitere werden im Fernsehen interviewt. Das ist der Regierung unangenehm. Man kratzte einiges Geld zusammen und versucht es unter Aufsicht einer bestimmten Person an einige Anleger zurückzuzahlen. Was dabei herauskommt, weiß niemand so recht.

Dieses Thema beherrscht die Seiten der Tageszeitungen. Da geht es um Ersparnisse eines Lebens, die Ignoranz der Anleger, die Frechheit von Bankiers, die das Vertrauen der Kunden missbrauchten. Spareinlagen bis zu einem Betrag von 100.000 Euro sind nicht betroffen.


sabato, dicembre 19, 2015

Chemie

Dow Chemical Co. und DuPont Co. haben fusioniert und BASF an Größe übertroffen. Ich schreibe ein paar lockere Zeilen, weil ich für Dow mehr als zwei Jahre als Programmierer tätig war. Es war 1990 und ich bekam ein Angebot von meinem Vermittler in Hamburg, der mich für ein Jahr bei der Hessischen Allgemeinen Zeitung in Kassel untergebracht hatte. War eine Klasse Zeit, sauste jeden Sonntag mit meinem Opel Omega, der jetzt wieder astrein läuft, von Pingsheim bei Nörvenich über die Autobahn nach Kassel, um am Montag SAP Programme, die noch mit Makro-Assembler geschrieben worden waren und auf Mainframe Computer liefen, zu modifizieren.
Von einer anderen Agentur erhielt ich nun ein Angebot, für zwei Jahre nach Amerika zu gehen. Konnte ich das ausschlagen? Meine Frau hatte nichts dagegen, die war ohnehin nach Italien zurückgefahren und mein Englisch war ganz gut. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon gut zwanzig Jahre die „Business Week“ gelesen, bei Reemtsma, wo ich mal angestellt war, Business-Englisch-Kurse bekommen. Bei Reemtsma hatte ich auch jeden SAP-Kurs mitgenommen, der mir angeboten wurde und der in Walldorf bei Heidelberg abgehalten wurde. Waren wohl um die zwanzig Stück. Also nichts wie hin.
Nun, so schnell ging es nicht. Einige weitere Programmierer und ich mussten in Walldorf für Dow Chemical eine Probezeit durchlaufen, damit sie herausfinden konnten, ob wir für einen Einsatz geeignet waren. Es funzte. Mein Einstieg in das Amerika-Geschäft, wo ich um die zehn Jahre für verschiedene Unternehmen werkelte, mit Pausen in Italien. Am Anfang Business-Class Flüge, dann ging es Jahre später in die Holzklasse, da SAP von Assembler, das nur einige von uns beherrschten zu einer Interpreter-Programmiersprache überging, die leichter zu lernen war. Dann kamen noch die Inder hinzu, welche die Stundensätze unterboten. Monetär ging es bergab, doch das Abenteuer blieb.
Die neu entstandene Gesellschaft DowDuPont hat einen Markwert von 130 Milliarden USD, ist das größte Chemieunternehmen der Welt. Das Hauptquartier bleibt in Midland, Michigan, das um die 42000 Einwohner hat. Stoßverkehr ist dann, wenn die Dow-Leute zur Arbeit fahren und wenn sie wieder zurückkommen. Midlands Einwohner haben eine bessere Schulbildung, als die Übrigen in Michigan, verdienen mit 31.000 $ pro Jahr mehr, als die in weiteren Städten Michigans. Dow wurde 1890 vom kanadischen Einwanderer Herbert Dow gegründet, der dort ein Bleichmittel produzierte. Das Unternehmen hat jetzt um die 53000 Mitarbeiter, von denen 6000 in Michigan tätig sind.
Unsere Programmiertruppe arbeitete zuerst in einem kleinen Gebäude. Es ging darum, SAP-Programme für die Gruppe, die Styrofoam, Schaumstoff in der ganzen Welt herstellte und verkaufte zu implementieren und das Softwarepaket, das die wichtigsten Unternehmerfunktionen wie Einkauf, Verkauf, Materialwirtschaft, Buchhaltung, Berichtswesen enthielt an die Bedürfnisse dieser Gruppe anzupassen. Die Organisation war hervorragend.
Midland selbst hatte weder Wolkenkratzer noch Hochhäuser, nur einen kleinen Stadtkern und viel Gegend. Ich wurde in einer Wohnanlage untergebracht.
Hier einige Fotos. Der Leihwagen, mit dem ich dort herumfuhr war ein Pontiac.












giovedì, dicembre 17, 2015

FSM


Ich wusste es, FSM setzt sich durch. Auf Neuseeland darf die Spaghettzimonster-Kirche Trauungen durchführen. Das ist jetzt amtlich.

Ich selbst bin auf Second Life schon ein paar Jahre Pastafarian. Hier vor dem Altar auf meinem Grundstück. Nudelmessen erhalten immer mehr Zuspruch. Das Flying Spaghetti Monster scheint die Antwort auf die Fragen der unsicher gewordenen Menschen zu sein.

domenica, dicembre 13, 2015

Scientific American, October 2015 und Story "Heiße Milch"



Erst mal vorweg. Ich lese grade bei SPON (Spiegel Online), dass die Kernfusionsanlage Wendelstein läuft. Die Kommentare sind größtenteils positiv. Das ist doch schon mal was, wenn man die sauertöpfischen Kommentare zu anderen Themen liest. Nun, die beziehen sich auch auf die Politiker und das kann man verstehen. Ich will jetzt nicht auch wieder damit anfangen, von Marinehubschraubern zu reden, die nicht über Wasser fliegen dürfen. Und jetzt soll es ja bald den Flüchtlingsausweis geben. Und die Türkei soll die Grenzen dichtmachen. Und so weiter und so fort. Aber das mit der Kernfusionsanlage ist schon klasse. Doch nun zur Ausgabe von Scientific American.

War vorauszusehen, dass es mit dem großmäulig angekündigtem und milliardenschweren Human Brain Project (HBP) nichts wird. Das Geld geht den Bach runter und es kommt dabei nichts herum. Henry Markram, der auch mal am Max Planck Institut für medizinische Forschung gearbeitet hatte, war clever genug, der Europäischen Union das Geld aus dem Kreuz zu leiern, mit dem Vorhaben, das menschliche Gehirn auf einem Rechner zu simulieren. Die Europäische Union war so naiv, die für Großprojekte üblichen Kontrollen (check and balance) nicht durchzuführen. So war Markham selbst jemand, der sein Projekt einer Prüfung unterzog. So ähnlich wie Heckler und Koch im Auftrage des Verteidigungsministeriums seine von ihm hergestellten Gewehre überprüfte, oder die FIFA ihre Ein- und Ausgaben und der TÜV die Abgase von VW-Dieselmotoren. Und die Leute von BER, soll ich weiterschreiben?

Markham ist nun weg vom Fenster, und andere Personen versuchen von dem Projekt unter dem Motto haben Sie es nicht ne Nummer kleiner? zu retten, was zu retten ist.
Im Grunde geht es um Daten, ihre Interpretation. Das bezeugen auch die noch zu besprechenden Beiträge. Zum Beispiel der eines Volkswirtschaftsprofessors der Yale-University. Micro-Lenders, Organisationen, die kleine Geldsummen an die Ärmsten in Entwicklungsländern verleihen, wurden vor etwa zwanzig Jahren gegründet. Wie bei anderen Hilfsmethoden auch, hat sich jedoch niemand Gedanken darüber gemacht, Resultate dieser Hilfen statistisch zu erfassen. Hier war Big Data gefragt und es wurden randomized controlled trials von Hilfsorganisationen in Entwicklungsländern angewandt.

Heraus kam, das Micro-Lenders tatsächlich dazu beitrugen, dass die ärmste Bevölkerungsschicht, die so um 1.25 USD pro Tag verdient, und die ein siebtel der Erdbevölkerung ausmacht, durch von Krediten angeschobenen Aktivitäten zumindest ein Auskommen hat, wenn auch sie dadurch nicht in die Lage versetzt wird, in die Mittelklasse vorzustoßen.

Ein weiterer Kurzbeitrag über Daten, in dem vom ehemaligen Bürgermeister von Cali in Kolumbien versucht wird, herauszubekommen wo die meisten Morde passieren. Übrigens hatte ich mal mit einem hübschen Mädchen aus Cali auf dem Frankfurter Flughafen gesessen. Ich auf meiner Reisetasche, auf den Flug nach Detroit wartend und sie auf ihrem Koffer. Sie wollte nach Seul, um bei der Hochzeit ihrer Schwester mit einem Koreaner dabei zu sein. Sie war in Frankfurt zwischengelandet und ich kratzte mein Spanisch zusammen, um mich mit ihr zu unterhalten. Doch zurück zum Bürgermeister. Er hatte Epidemiologie studiert und versuchte die Ursachen von Morden statistisch zu erfassen. Da fällt mir gerade ein, meine beiden Kripobeamten, über die ich in Kurzgeschichten schreibe, haben sich in meiner letzten gefragt, ob Einsamkeit ein Faktor für Morde sein könnte. Hier ist sie. Danach geht es mit der Besprechung der Artikel weiter:

Heiße Milch

Jalousien filterten. Hitze brachte Staubkörnern das Tanzen bei. Kommissar Heinrich Schneider und Inspektor Udo Schmitz von der Mordkommission hatten ihre Jacken über die Stuhllehnen gehängt und hämmerten in die Tasten. Sie redigierten Berichte. Es gab nichts anderes zu tun.
Dann lehnte sich Udo zurück und fragte Schneider: Heinrich, bist du einsam?

Der sah von der Tastatur hoch und runzelte die Stirn: Einsam? Nö. Wie kommst du darauf?

Ich habe mal darüber nachgedacht, ob Mord durch Einsamkeit ausgelöst werden kann.

Habe ich jemand ermordet? Dann ist mir das entfallen. Schneider lachte. Morde aufgrund von Einsamkeit, überlegte er. Glaube ich nicht. Morde entstehen auch aus Zugehörigkeit zu einer Gruppe heraus. Denke nur mal an Blutrache von Clans.

Doch wenn die Frau davon spricht, ihren Mann zu verlassen, warf Udo ein, dann ist drohende Einsamkeit ein potentieller Faktor.

Schritte wurden hörbar. Dr. Schmidt, ihr Vorgesetzter, kam ins Büro. Tote Zeit, meinte er.
Wir versuchen, erklärte Udo, herauszubekommen, ob Einsamkeit bei Mord eine Rolle spielt.
Schmidt trat zum Fenster und blickte durch die Jalousie. Wie automatisch fuhr seine Hand zwischen den Lamellen entlang. 

Ich habe Frau Runzenstein schon ein paar Tage nicht mehr gesehen. Hier müsste mal Staub gewischt werden.

Sie ist bis übermorgen krankgeschrieben, stellte Udo klar.

Einsamkeit. Schmidt zog den Besucherstuhl heran, setzte sich, schlug die Beine übereinander. Seine Glatze reflektierte das Licht der Leuchtstofflampe.

Einsamkeit ist ein weites Feld. Schmidts Brillengläser funkelten. Aber interessant, aber interessant.

Schmidt erhob sich. Holzmann im Büro nebenan hat einen Flip-Chart. Ich hole ihn mal eben. Schmidt verschwand und kam mit dem Flip-Chart Ständer zurück, den er hinter sich herzog.

Der ist früher auch mal leichter gewesen. Schmidt zog einen der Schreiber hervor.
Ursachen der Einsamkeit. Ich mache eine Tabelle. Schmidt zog zwei Striche und blickte in die Runde.
Was haben wir da?
Frau ist weg, schlug Udo vor.
Frau ist noch nicht da, fügte Schneider hinzu.
Fremde Umgebung, ganz wichtig. Schmidt schrieb weiter.
Meine Oma beschwerte sich häufig, dass sie niemand besuchte, erzählte Udo.
Mangel an Interessen. Schmidt drehte sich zu Udo und Schneider. Das wird komplex. Es kommt auch noch die Intensität der Emotion mit ins Spiel. Wenn die Frau den Mann verlässt, bleibt der Mann hilflos mit einem Gefühl der Einsamkeit zurück. Es wird von Wut überlagert. Wie soll man nun dies Amalgam dieser beiden Empfindungen aufdröseln? Der prozentuale Anteil spielt eine wichtige Rolle.

Schmidt setzte sich. So viel Zeit haben wir nicht. Als ich meine Frau kennenlernte, trafen wir uns während der Mittagspause öfter in einer Kaffeebar, bevor sie wieder zur Arbeit musste. Sie bestellte ein Glas warme Milch. Ich hatte den Barista heimlich zuvor gebeten, die Milch heiß zu machen. Schneider und Udo sahen sich an.

Sie blieb dann länger bei mir, weil sie so lange pusten musste.

Und jetzt bestellen Sie nur noch lauwarme Milch?, fragte Udo trocken.

Schneider prustete los und schlug sich auf die Schenkel. Er stockte, als er sah, dass Schmidt mit hochrotem Kopf aufsprang. Schneider, den Flip-Chartständer bringen Sie nach nebenan. Dann knallte die Tür hinter Schmidt zu.

Udo. Da hast du einen wunden Punkt getroffen, grummelte Schneider und machte sich über seine Berichte her.
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Sleep on it. Auch in diesem Artikel wurde bestätigt: Schlafen ist gesund und wenn man überhaupt nicht schläft, ist es tödlich. Man hat es an Ratten ausprobiert. Schlafforschung existiert schon um die zwanzig Jahre. Was passiert, wenn man zu wenig schläft? Beeinträchtigung von Gehirnfunktionen wie Erinnerung, Emotion und Regulierung des Appetits, das Immunsystem sowie das endokrine System werden geschwächt, mit dem Resultat einer sich entwickelnden Fettleibigkeit.

Neutrinos at the Ends of the Earth. Mit Ends of the Earth ist der Südpol gemeint, unter dem in einer Tiefe von 1,5 km Icecube , ein Neutrinodetector lauert. Der ist mit 86 Sensorenketten versehen, die sich durch einen Kubikkilometer großen Eiswürfel ziehen.

Bekanntlich sind Neutrinos Partikel, die so wenig Masse besitzen, dass sie überall hindurchflutschen können. Auch durch die Erde und dann unverdrossen ihre Bahn weiterziehen. Zwei Hochenergieneutrinos wurden entdeckt, die 1000 fache Energie normaler Neutrinos besitzen. Sie wurden Ernie und Bert genannt. Wer kennt die beiden nicht. Wo sie herkamen, und die danach entdeckt wurden, konnte noch nicht herausgefunden werden. OK, sie kamen aus den Tiefen der Galaxis. Guter Titel für ein B-Movie. Auch dies ist ein Datenproblem. Ich sage mal. Daten sind das Wichtigste überhaupt. Neutrinos sind Bestandteile kosmischer Strahlung und man vermutet schon seit 80 Jahren, dass der Sternentod bei ihrer Entstehung eine Rolle spielt.

The Eat-Gene. Liegt es an einem Gen, dass sich bei prähistorischen Affen veränderte und nun Menschen dick und zuckerkrank werden lässt? So vor Millionen von Jahren gab es Periods of Starvation, Hungersnöte für Primaten, von denen Menschen und Affen stammten. Es ging darum, Fettpolster aufzubauen. Die Veränderung eines Genes, das Urinsäure herstellte, sorgte dafür. Und nun, da es zumindest in der zivilisierten Welt genug zu essen gibt, hat eine Reihe von Menschen darunter zu leiden, besonders, wenn die nur auf dem Sofa hocken. Couch Potatoes.

Stars of the Dead. Astronomische Tabellen wurden in 4000 Jahre alten ägyptischen Särgen gefunden. Eine These geht dahin zu behaupten, dass es sich um Uhren handelt, mit denen anhand der Konstellationen die Zeit gemessen wurde, Eine andere sagt, es handelt sich um die Sicht der Altägypter, dass Verstorbene als Sterne wieder auferstehen.