mercoledì, marzo 26, 2008


Analog, Science Fiction and Fact, April 2008

“The Beethoven Project” von Donald Moffitt nimmt die Musikindustrie aufs Korn. Bei Divergence, Inc. gehen die Verkaufszahlen den Bach runter. Lester, ein neuer Mitarbeiter, macht den Vorschlag Beethoven dazu zu bringen, eine zehnte Symphonie zu komponieren. Das wäre doch der Knaller. Mach mal, sagt sein Boss und die auf Zeittourismus spezialisierte Firma Alternative Solutions wird beauftragt, Lester in Beethovens Jahre zu schicken. Lester, wie Leute aus Beethovens Umgebung gekleidet, fällt dort nicht auf und er macht Komponisten einen Vorschlag, den dieser unmöglich abschlagen kann: Die Implantation einer Cochlea, die sein Gehör wieder herstellen würde.

Mit einem künstlichen Gehör in seine Zeit zurücktransportiert, profiliert sich Beethoven als Pianist vor Fürstenhäusern, sammelt Beifall, Geld und Ruhm ein und macht alles andere, als eine zehnte Symphonie zu schreiben. Die Konkurrenz bring eine neue Serie heraus: Beethoven am Piano: Improvisationen seiner Welttournee, und sie profitiert davon. Wie sollte Lester die Pleite ausbügeln. Er macht einen neuen Vorschlag: Wie wäre es mit Schuberts Vollendeter?

sabato, marzo 22, 2008

Analog, Science Fiction and Fact, March 2008

Ich lese zum ersten Mal etwas von Catherine Asaro. Sie wurde als vielseitige Person beschrieben:
Ballettänzerin, Physikprofessor, Ex-Präsident der Science Fiction and Fantasy Writers of America. Sie schreibt, so wurde berichtet, steamy SF- und Fantasy Bücher. In Analog ist es ihre Story ‘The Spacetime Pool’. Aus dieser geht hervor, dass es wohl eher eine Mixture dieser beiden Genres ist:

Janelle, Mathematikstudentin, wird durch ein Dimensionsloch in eine von groben Rittern beherrschte Welt geholt. Zwei Brüder bekämpfen sich, einer von ihnen, der weniger grausame, wird Janelle zur Frau nehmen. Diese findet alte Bücher die ihr sagen, dass Menschen, die es besser wussten, sich vor langer Zeit aus dieser mittelalterlichen Welt verabschiedet hatten, in dem sie ein Dimensionsloch konstruierten.. Janelle versucht aus den Büchern herauszufinden, wie sie in ihre eigene Welt zurückkehren könnte, doch letztlich, nach etlichen gefährlichen Abenteuern, erliegt sie dem Einfluss ihres Entführers.

Die Story ist spannend geschrieben, auch wenn sie an ein Computerspiel erinnert, und die Quantenmechanik aus den alten Büchern im Zusammenhang mit der Ritterwelt absurd erscheint. Aber dann wieder, ohne diese Bücher würde es für Janelle zu langweilig.

In James C. Glass’ Geschichte ‘Helen’s last Will’ wird ein bekanntes Thema behandelt. Blanche ging zu Advanced Technologies, um ihre Schwester noch einmal vor ihrer Beerdigung zu sehen. Der Körper war jedoch bereits vernichtet, während ihr Kopf, so sagte man Blanche, tiefgefroren war. Soweit die Parallellen zum wirklichen Leben, in dem die Alcor Life Extension Foundation in Arizona komplette Körper oder Individuen einfriert. Das war es dann schon im realen Leben. Die Köpfe warten auf was? Auf einen neuen und gesunden Körper? Auf den Download in einen Computer? Blanche war misstraurisch und sie startete einen Prozess. Es kam zu einem Hearing und dem Resultat, dass die Schwester als künstliche Intelligenz wieder auftauchte..

giovedì, marzo 20, 2008

Archaisches Beuteschema
Warum finden immer weniger Frauen den Mr. Right? Im letzten Spiegel wurde ein Paartherapeut interviewt. Nun, Frauen wollen immer noch, und das geht schon seit der Steinzeit so, den erfolgreicheren, ueberlegenen Mann. Nur wird das in dem Grade schwieriger, in dem die Frauen tüchtiger und qualifizierter werden, tüchtiger und qualifizierter als Männer. Dann bleiben sie doch lieber Single.

mercoledì, marzo 19, 2008


Arthur C. Clarke starb mit 90 Jahren in Sri Lanka.

Ich erfuhr es aus meiner Zeitung ‘Il Resto del Carlino’ vom 19.3.2008. Hier ist die Übersetzung:

‘Sein Name war unlöslich mit ‘2001, Odyssee im Weltraum’ verbunden, das von Stanley Kubrik in eines der Meisterwerke der Filmkunst verwandelt worden war. Aber Arthur C. Clarke war nicht nur einer der Meister der Science Fiction. Mit neunzig Jahren erlosch sein Leben in Sri Lanka, wo er den größten Teil seines Lebens verbracht hatte.

Clarke wurde in Minehead in Somerset (England) geboren. Als Junge las er enthusiastisch alte SF-Zeitschriften und nach dem Gymnasium, als es ihm nicht gelang, in eine Universität zu kommen, arbeitete er als Staatsangestellter.

Während des zweiten Weltkrieges war er als Radarexperte in der Royal Airforce tätig und nahm erfolgreich an den Entwicklungen teil, die es England erlaubten auf der Gewinnerseite zu stehen. Nach dem Krieg machte er seinen Doktor am Londoner King’s College. Als sein wichtigster Beitrag zur angewandten Wissenschaft kann die Idee angesehen werden, dass geostationäre Satelliten ein ideales System für die Telekommunikation seien. Eine geniale Intuition, jetzt weitaus mehr geschätzt als im Moment der Konzipierung. Er entwickelte seine Idee in einem Artikel mit dem Titel ‘Can rocket stations give worldwide radio coverage?’ (‘Können Raketenstationen zu einer weltweiten Radioreichweite beitragen?’), veröffentlicht in Wireless World in 1945.

Wegen dieses Beitrages ist der geostationäre Orbit auch als Clarke Orbit bekannt. In den ersten vierziger Jahren, als er noch in der RAF arbeitete, fing er an, seine ersten Science Fiction Stories an Magazine zu verkaufen. Er arbeitete für eine kurze Zeit an Science Abstracts bevor er 1951 seine Laufbahn als Vollzeit SF-Autor begann. Seit 1956 lebte er in Sri Lanka, in Colombo. Im Dezember 2007, anlässlich seines neunzigsten Geburtstages, zeichnete er eine Nachricht auf, die in You Tube zu sehen ist. Der Schriftsteller war auch Präsident der Interplanetary Society und Mitglied des Underwater Explorer’s Club (sowie Ehrenpräsident der British Science Fiction Association, -key).

Der Roman ‘2001, Odyssee im Weltraum’ ist der bekannteste von mehr als hundert Titeln, die von Clarke produziert worden waren. In 1968 war Clarke Co-Autor des Films, den Kubrik vier Jahre nach ‘Dr. Strangelove’ und ‘Lolita’ herausbrachte. In einem der wohl wichtigsten Momente in seiner Karriere als Regisseur.

(aus ‘Il Resto del Carlino vom 19. März 2008)

domenica, marzo 16, 2008

Fantasy & Science Fiction, March 2008

Unter den Geschichten dieser Ausgabe fand ich zwei besonders gut. Albert E. Cowdreys ´The Overseer´, der Aufseher, spielt in der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges 1861 – 1865, und zwar in Mississippi. Cowdrey, dessen Stories zum grossen Teil New Orleans als Hintergrund haben, entfaltet hier eine Familiensaga.

Einwanderersohn Lerner erzählt, wie sein Vater in Mississippi Land kauft, Baum-
wolle anbaut, die er von seinen Negersklaven pflücken läßt. Ein Aufseher hilft ihm, die Sklaven zur Arbeit anzutreiben. Dieser schwarzgekleidete dürre Mann hatte ein Auge auf Lerners Cousine geworfent. Lerner verbringt seine Jugend mit Royal, einem farbigen Jungen, von Lerners Vater gezeugt. Lerner opponiert gegen den Aufseher und wird zur Strafe auf ein College geschickt. Bevor er weggeht, nimmt er Royal das Versprechen ab, den Aufseher zu erschießen, falls der sich seiner Cousine nähern sollte. Und es dauert auch nicht lange, dann ist der Aufseher tot und Royal geflohen.

Der Aufseher hilft Lerner als Dämon über die Fallstricke des Lebens hinweg. Lerner wird zum Dieb und Mörder, um an Geld zu kommen, nachdem der Vater das Landgut zugrunde gesoffen hatte. Der Aufseher macht Lerner zu einem reichen Mann, in dem er ihm Hinweise auf Baumwollgeschäfte gibt.

Nach Kriegsende kommt Royal als Politiker aus dem Norden in den Mississippi zurück und läßt sich zum Senatoren wählen. Der Aufseherdämon sieht die Zeit gekommen, sich an Royal zu rächen und zwingt Lerner dazu, seinen Freund zu erschießen. Lerner erleidet einen schweren Unfall und ist dazu verdammt, in einem Rollstuhl zu sitzen. Morse, ein Schwarzer, wird sein Pfleger und gibt sich ihm als Sohn zu erkennen. Lerner sieht, dass Morse versucht, an seinen Safe heranzukommen und legt sich eine Pistole unter das Kopfkissen. Beide erscheinen, Morse, dann der Aufseher. Dieser will Lerner zwingen, Morse zu erschießen. Lerner nimmt die Waffe und erschießt sich selbst. Der Aufseher verlor eine Seele und gewann mit Morse eine neue.
K.D. Wentworths ´Exit Strategy´behandelt ein anderes Thema aus der Sicht eines Teenagers. Charlsie hat keinen Bock mehr zu leben. “Everything sucks”, she said, “trying to make friends and keep them, when they are all two-faced bitches, trying to learn the most boring stuff in the universe and then cough it back up for tests just so that one day I can work for practically nothing at some boring job. I´m tired of curfews, rules, fads, boyfriends, parents, especially my dad. Can you believe he even wants me to tell how to wear my freaking hair.”

Sie erzählt das oben geschriebene einem Priester der Church of Second Life. Erm, das ist ein anderes Second Life, hat nichts zu tun mit Linden Labs. Der Priester, ein Mann mit Boxerstatur, heißt Sister Angela. Er war mal eine, auch physisch. Nun hat sie Blumenkohlohren. Charlsie lässt sich nicht entmutigen, sie will ihr Leben geben und als irgendjemand wieder auferstehen.

Charlsie, die vorgibt, schon 18 Jahre alt zu sein, wird von der Kirche für eine Probezeit aufgenommen, in der sie es sich noch einmal überlegen kann. Sie arbeitet für die Kirche. Der Vater bekommt das mit und schickt Charlsie zu einem Psychologen. Charlsie hat genug davon und läuft zur Kirche zurück. Vater und der Psychologe spüren sie dort auf. Einer der Priester erkennt in dem Vater Charlene, die ihr Leben der Kirche zur Verfügung gestellt hatte und dann als Charlsies Vater Charles weiterlebte. Es stellte sich heraus, dass er es Charlsie nicht zumuten wollte, den Einstieg in ein neues Leben verkraften zu müssen.

Ende gut alles gut. Charlsie darf in der Kirche weiter arbeiten und findet es cool, in ihrem Vater eine Freundin gefunden zu haben, mit der sie im Einkaufszentrum herumziehen konnte um Kleider, Schminke und Ohrringe zu kaufen.

martedì, marzo 11, 2008




Asimov´s Science Fiction, March 2008

Es ist gut, dass Sheila Williams, der Editor dieses Magazins, sich auch auf neue Autoren einlässt, so kommen doch ein paar Fundstücke an das Licht. Aber die Experten unter den Schreibern liefern die besten Geschichten. So wie Carol Emshwiller. Mit ´Master of the Road to Nowhere´gelang ihr das Kunststück, dass ich ihre Geschichte keiner Kathegorie zuordnen konnte. Vielleicht ist es Science Fiction, aber dann weit ausgelegt, denn die Handlung könnte sich auch in unserer Gegenwart abspielen.

Es geht um einen Gruppenältesten, den Ich-Erzähler, um seine Gruppe, die sich dadurch von anderen Menschen unterscheidet, in dem sie nach ihrem eigenen Verhaltenskodex lebt und handelt. Sie ist auf der Suche nach einem nie gefundenen legendären Tal, in der Absicht, sich dort niederzulassen. Ein Mann an einem Kreuzweg weist ihnen den Weg dorthin, einen Pfad, der in die Berge führt. Das Tal finden sie nicht.

Ein Teil der Gruppe bleibt in den Bergen, der andere Teil geht hinunter in die nächste Stadt. Der von der Gemeinschaft gewählte Älteste hat für Unterkunft, Kleidung und Nahrung zu sorgen. Er sieht sich in der Stadt um und stiehlt, findet ein verlassenes Haus, in dem seine Leute Unterschlupf finden. So weit so gut. Doch dann verliebt er sich in eine Frau aus der Gruppe, und macht ihr Avancen. Er spürt, dass er der Frau nicht gleichgültig ist. Das Verhalten der beiden stösst bei den anderen auf Widerwillen und die Gruppe holt einen Mann ihres Clans herbei, der auf Wanderschaft gegangen war. Er soll in einem Kampf mit dem Gruppenältesten dessen Rang für sich beanspruchen. Der Neue gewinnt und der Geschlagene muss die Gruppe verlassen. Doch er nimmt die Frau mit. Die empörte Gemeinschaft schickt ihm eine Weise Frau nach, die ihm mit einer Sichel den Kopf vom Rumpf trennen soll. Der Ausgestoßene, seine Frau sowie ein auf Wanderschaft geschickter junger Mann der Gruppe wehren die Frau ab, als sie von dieser entdeckt werden. Sie gehen in die Berge, finden das gelobte Tal, bauen dort ihr Haus und wenn immer sich Menschen nähern, stellt der Mann sich auf den Kreuzweg und zeigt ihnen die falsche Richtung.

Ich nehme an, Emshwiller hat sich von Zigeunern inspirieren lassen. Was ist der SF-Teil in dieser Geschichte? Dass die Gruppe sich aufgrund ihrer Regeln nur zu Fuss bewegen darf? Dass die Gruppenälteste sich anmacht, mit ihrer Sichel dem Gruppenkodex Genüge zu tun? Die Gruppe und ihr Verhalten kommen der SF wohl am nächsten.

Die Geschichte ist spannend geschrieben. Ich wollte wissen, wie es mit dem Burschen weiter ging.
aus Business Week vom 10.3.2008

Das Abbröckeln der Mittelschicht

ist ja nicht auf Deutschland beschränkt. Dieser Trend ist schon seit Jahren in den USA zu beobachten. Die letzte Ausgabe der Business Week brachte mit ihrem Artikel ´In Ohio, it´s really about the economy´.

US Amerikaner legen schon Geld zur Seite, wenn ihre Kinder klein sind, um sie später auf ein College schicken zu können. Viel Geld geht für eine Krankenversicherung drauf, und noch mehr ärztliche Behandlungen, wenn der Patient nicht versichert ist. Das sind um die 30 – 40 % der Amerikaner. Nun kommt die Hypothekenkrise hinzu. Viele Häuser stehen leer, wie die auf dem Foto und sind unverkäuflich aufgrund des Überangebots, des Vandalismus und des Mangels an Käufern. Ein weiterer Trend führt zum Schwund der Mittelklasse. Die Umwandlung gutbezahlter Jobs in schlechdotierte.

Dieser Artikel beschreibt die Situation im Staat Ohio. Seit dem Jahr 2000 sind dort 236.000 Fabrikjobs verschwunden, ein Schwund von 23.3 %. Ein Beispiel: In Ohio hatte General Motors gut verdienende 63.200 Angestellte und Arbeiter, jetzt sind es 12.300. Wal-Mart hatte schlechdotierte 15.100, jetzt wuseln 52.000 Abhängige in den Läden herum.

lunedì, marzo 10, 2008


Martian Museum of Terrestrial Art

Marsianisches Museum Irdischer Kunst.


Die Barbican Art Gallery, Barbican Centre, Silk St, London EC2Y 8DS zeigt zeitgenössische Kunst als ein Museum, das eine Leihgabe von Marsianern präsentiert.

Tickets 8 £

Quelle: Ansible 248 von David Langford



sabato, marzo 08, 2008


Fantasy & Science Fiction, February 2008

Dieses Magazine wird von Frauen wohl mehr gelesen als Analog und Asimov’s, weil es Fantasy enthält. Vielleicht aber auch nicht, denn Drachen, Prinzen, Hexen sind in diesen Stories selten oder gar nicht zu finden. Was ist mit Engeln? In ‘If Angels fight’ erzählt Richard Bowes, wie der Ich-Erzähler von der Mutter eines Freundes gebeten wurde, nach ihrem Sohn zur forschen, obwohl der schon viele Jahre unter der Erde liegt. Der Protag, der Ich-Erzähler, findet ihn schließlich in den Köpfen einzelner Personen, die er kannte oder kennenlernen würde. Und er brachte ihn in die Familie zurück.

Bowes beschreibt dies in einem faszinierenden Stil, der mich packte und an der Suche teilhaben ließ. Ich fand auch einen Ausdruck, den ich im Second Life, wo vorwiegend englisch gesprochen wird, sicher verwenden kann: ‘When the mood’s upon him, he can charm a dog of a meat wagon.’
Im letzten Spiegel fand ich zwei Bemerkungen ganz witzig.

Nun, ueber die erste sollte man nicht lachen, aber ich musste es trotzdem:
'Die Angst vor dem Abstieg greift um sich. Stabil ist die Lage nur ganz unten. Wer einmal dort angelangt ist, hat kaum noch eine Chance, wieder aufzusteigen.'

Der Begriff 'stabil' besitzt einen positiven Aspekt. Nur in diesem Falle ist es genau das Gegenteil. Nachzulesen im Artikel 'Wo ist die Mitte?' des Spiegels 10/2008. Im Jahr 2000 gehoerten 62 Prozent zur Mittelschicht, inzwischen sind es 54 Prozent.

Als ich vor 50 Jahren zum ersten Mal nach Italien fuhr, sagte man mir, da gibt es nur eine Ober- und eine Unterschicht. Es fehlt der Mittelstand. Man kann das jetzt noch von suedamerikanischen Laendern behaupten, waehrend es in Westeuropa zu einem Aufschwung gekommen war. Doch nun scheint das Pendel zurueckzuschwingen.

Aus SF-Sicht koennte es wie folgt aussehen.
Es gibt eine hochqualifizierte vollbeschaeftigte Elite, die in bewachten und abgeschirmten Staedten wohnt, waehrend die unbeschaeftigte Mehrheit um diese Staedte herum wuselt. Im Grunde kann man das mit den heutigen Favelas in den brasilianischen Staedten gleichsetzen oder den Banlieus in Paris.

Die Autoritaeten versuchen mit genetischen Mitteln die Intelligenz der
Unterschicht zu verstaerken und sie zu schulen, damit sie zur Elite aufruecken kann; denn qualifizierte Kraefte werden immer gesucht.

Eine negative Variante waere, Langzeitarbeitslose auf die Toilette zu setzen, sie an ein ein VR-Geraet anzuschliessen, dessen Spiel sie sich nicht entziehen koennen. Sie bekommen morgens, mittags und abends einen von diesen Soylent Green-Keksen.

Aufstaende der Unterschicht sind nicht auszuschliessen und die Elite macht sich daran, ein Generationsschiff zu bauen, um sich von der Erde zu verabschieden. Leere Forschungsinstitute werden von den Zurueckgebliebenen als Spielhallen mit tausenden von Dattelautomaten und Alkoholauschank benutzt. Doch gibt es immer weniger Bier in dem Masse, in dem verschlissene Abfuellautomaten nicht ersetzt werden koennen. Das Gleiche gilt fuer Autos, Bahnen, Flugzeuge und hochwertige Konsumgueter. Am Ende faellt man in eine Primitivwirtschaft afrikanischen Zuschnitts zurueck.

Vielleicht faellt jemandem noch etwas anderes ein. Der letzte Ansatz ist wohl doch nicht serioes genug, dennoch das Problem muss durchdacht werden, um zu serioesen Vorschlagen zu kommen, sonst ist es fuer die Menschheit zu spaet.

Der zweite Satz, ueber den ich gelacht habe, ist der von Gerald Asamoah, deutscher Nationalspieler: “Solange wir an der Spitze bleiben, kann keiner an uns vorbei.”

venerdì, marzo 07, 2008


Wissenschaftliche Paarung
Wissenschaft zeigt, wie man, obwohl verheiratet, glücklich sein kann.
Von H. Gernsback, Mitglieder der amerikanischen Physikergesellschaft

Was gäbe der Durchschnittsmann oder die Frau dafür zu wissen, ob seine oder ihre künftige Ehe ein Erfolg oder ein Fehler werden würde. Zur Zeit ist die Ehe ein Lotteriespiel. Es scheint unmöglich zu wissen, wie sich ein künftiger Partner entwickeln wird. Durch bestimmte Grundlagen, die leicht ermittelt werden können, kann man das Risiko einer Wahl eingrenzen. Wir gehen mit großer Sorgfalt vor, wenn es um die Zucht von Pferden, Hunden und Katzen geht, aber wenn es um uns selbst geht, sind wir äußerst nachlässig und benutzen weder unseren Kopf noch unsere Mittel, die uns die Wissenschaft zur wissenschaftlichen Aufzucht in unsere Hände legt. Es gibt gewisse Grundtests, die zur Zeit vorgenommen werden können und deren Resultate einem zu einer glücklichen Ehe verhelfen können.

Körperliche Anziehung ist das Hauptmerkmal einer erfolgreichen Ehe. In der Illustration links unten, auch auf unserem Umschlagbild, zeigen wir, wie körperliche Anziehung für beide Partner ermittelt werden kann. Beide Ehekandidaten sind mit Elektroden an den Handgelenken versehen, die mit einem Pulskurvenmesser verbunden, den Pulsschlag messen. Um die Brust eines jeden befindet sich eine Kette, die mit einer durch einen Gummischlauch abgedeckten Feder gesichert ist. Ein Ende des Schlauches ist geschlossen, das andere Ende mit einem Manometer und mit einer Trommel mit Aufzeichnungsstift verbunden. Dieser Stift zeichnet auf dem unter ihm hinweglaufenden Papier die Kurve der Atmung auf. Um den Arm eines jeden Partners befindet sich ein aufblasbares Band, das mit einer Trommel verbunden, Muskelkontraktionen aufzeichnet.

Mit Hilfe dieses Instrumentariums ist es möglich Emotionen eines jeden zu ermitteln, wenn sie sich umarmen oder küssen. Wenn die Apparatur ein bestimmtes Maximum bei den Partnern nicht erreicht, zeigt es fehlende körperliche oder sexuelle Anziehung.

Zweitens haben wir einen Sympathie-Test zwischen zwei Partnern. Das Bild links oben zeigt, wie der Fachmann Blut der Hand eines der Personen entnimmt. Die junge Frau scheint mit der gleichen Apparatur versehen zu sein, nur dass der elektrische Pulskurvenmesser nicht aktiv ist. Konsequenterweise werden Muskelkontraktionen und plötzliches Atemholen der Frau aufgrund der Aufregung der Frau über den Fachmann auf einem Band aufgezeichnet. Wenn ein bestimmter Schwellenwert nicht erreicht ist, kann man davon ausgehen, dass die sympathische Reaktion der Frau nicht ausreicht. Der gleiche Test muss selbstverstänlich auch mit dem Mann durchgeführt werden, um seine Reaktion zu testen.

Drittens, vermutlich werden mehr Ehen durch unangenehme Körpergerüche des Partners zerstört als durch andere Ursachen. Ein unangenehmer Körper- oder Mundgeruch kann eine gute Ehe zu einer schlechten werden lassen. In dem Bild oben rechts sehen wir, wie die Kandidaten dazu gebracht werden, den Körpergeruch des Partners einzuatmen, keine angenehme Aufgabe, aber notwendig, wenn wir nicht prüde sind Es ist besser diese Dinge vor einer Ehe herauszufinden, als wenn es zu spät ist.

Viertens. Nervenfunktionsstörungen haben einen hohen Prozentsatz von Ehen zerstört. Die beiden paarungswilligen Individuen sollten unter keinen Umständen hochnervös sein. Wenn der Mann ruhig ist und die Frau sehr nervös oder umgekehrt, wird kein großer Schaden angerichtet, weil die Natur oppositionelle Kräfte ins Gleichgewicht bringt. Das Unglück beginnt wenn beide Personen extrem nervös sind. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kann angenommen werden, dass ihre Ehe nicht zufriedenstellend verlaufen wird. In der Abbildung rechts unten sind beide Personen mit dem gleichen Apparat ausgestattet wie zuvor beschrieben. Dann, ohne dass sie es merken, wird hinter ihnen ein lautes Geräusch, wie z.B. ein Revolverschuss, produziert. Die nervöse Reaktion beider Partner kann sehr gut auf einem Band festgehalten werden, und wenn beide die gleiche zeigen, sollte eine Hochzeit nicht stattfinden.

Natürlich gibt es eine große Anzahl weiterer Tests, die vorgeschlagen werden können, um die vorgenannten zu ergänzen, aber die vier hier aufgezeigten sind vermutlich die Grundlage und deshalb die wichtigsten.

Vergrößerte Abbildungen der Trommel, des Manometers und des Brustapparates um die Trommel zu bedienen, sind ebenfalls aufgezeigt.a

Science and Invention in Pictures, April 1924, uebersetzt von -key

giovedì, marzo 06, 2008


The New Science and Invention in Pictures, April 1924


Der ältere Herr, der neben Rainer Eisfeld auf dem Cover seines Buches abgebildet ist, Hugo Gernsback, gab diesen Vorläufer des SF-Magazins ‘Amazing Stories’ heraus. Die Seiten wurden über die Ausgaben hinweg numeriert. Auf Seite 1198 gibt es den Beitrag ‘Scientific Mating’ = ‘Wissenschaftliche Paarung’ (s.a. Umschlagsbild). Die Leute waren unserer Zeit weit voraus (lach).

Ich werde später beschreiben, wie es funktioniert. Vermutlich überrascht es mich genauso wie euch.

martedì, marzo 04, 2008

Rainer Eisfeld: Die Zukunft in der Tasche:

Science Fiction und Sf-Fandom in der Bundesrepublik – Die Pionierjahre 1955 – 1960

Ein Glücksfall, dass sich in der Person des Autors ein deutscher SF-Fan und ein Professor der Politikwissenschaft vereinigt haben. Wir lesen die Aufarbeitung eines Abschnittes der Geschichte des deutschen SF-Fandoms unter Einbeziehung zeitgeschichtlicher Abläufe, persönlicher Erfahrungen sowie Insiderwissen, dass durch die Aktivitäten Eisfelds im SF-Fandom jener Jahre gespeist wurde.

Es begann mit Utopia Heften und Walter Ernsting. Der, eine Mischung aus SF-Fan, SF-Autor und Abhängiger eines Verlages, danach Gründer des Science Fiction Club Deutschlands (SFCD), musste zwischen diesen ungleich gelagerten Interessen einen geistigen Spagat vollbringen. Doch gelang es ihm, die Stunde zu nutzen. Dabei kam ihm die Fortschrittsgläubigkeit jener Zeit zur Hilfe, in der Futurologen wie Robert Jungk im Fernsehen von sich selbst lenkenden Fahrzeugen schwärmten, wo in Schulklassen Dokumentarfilme wie ‘Unser Freund das Atom’ gezeigt wurden, wo Nierentische und Tütenlampen ein futuristisches Ambiente in Wohnzimmern kreirten.

Eisfeld arbeitete plastisch Spannungsfelder, Interessenkonflikte zwischen Clubs, deren Autorenpräsidenten sowie einem zunehmend anarchischen Fandom heraus, das seine Energie aus freien Fanzines und deren Leserschaft, sowie clubungebundenen SF-Städtegruppen bezog. Den SFCD gibt es noch. Eine Boje mit Schnarchsignal, die in seichten Gewässern dümpelt.

Eisfelds Buch brachte Erinnerungen hervor, Bilder einer Abzugsmaschine, von Sechzehnjährigen, die mit hektographierten Seiten um einen Tisch herumlaufen. Wir machten Hörspiele, tauschten kleine besprochene Tonbänder mit SF-Fans aus aller Welt, schrieben Artikel, Kurzgeschichten, veröffentlichten Fanzines, reisten, besuchten Gleichgesinnte und Conventions, versuchten ein freies Fandom auf eigene Beine zu stellen.

Auf dem Buchumschlag sehen wir Eisfeld mit Hugo Gernsback, dem Gründer des ersten SF-Magazines in den U.S.A.. Der Hugo, der jährlich auf einem SF-WorldCon für den besten SF-Roman, die beste Kurzgeschichte, das beste SF-Magazin etc. etc. vergeben wird, wurde nach ihm benannt.

Ich selbst musste dann zur Bundeswehr, dann brach der Rock n’ Roll über uns herein und ich saß später mit einer elektrischen Eko-Gitarre, die mir meine Mutter geschenkt hatte, in der ersten Reihe eines Gitarrenkurses und übte ‘Apache’ von den Shadows.

lunedì, marzo 03, 2008

Ahh, die 50er Jahre,

hausbacken und verklemmt, aber wir seilten uns in die Welten der Science Fiction ab. Nun, die 60er waren natürlich besser, Rock n’ Roll hielt uns im Bann. Doch wieder zurück zu Resopaltischen und Tütenschirmlampen. Ich habe gerade das Buch von Rainer Eisfeld durch und werde später noch mal darauf zurückkommen. ‘Die Zunkunft in der Tasche, Science Fiction und SF-Fandom in der Bundesrepublik. Die Pionierjahre 1955 – 1960’. 215 Seiten stark, Preis 25.00 Euro, herausgebracht vom Verlag Dieter von Reeken. Jedem zu empfehlen, der sich über die Anfänge des SF-Fandoms in Deutschland orientieren möchte.

Es hat mich nun doch gejuckt, nach meinen Fotoalben zu greifen.


































1) B.Doetze, K. Reibe, H. Margeit, R. Sikor, K. Eylmann. Ich war Vorsitzender der Science Fiction Gemeinschaft Hamburg und sass natuerlich an der Stirnseite des Tisches, lol.

2) A. Bechmann, R. Sikor, W. Schoenefeld, B. Doetze, F. Witschel, K. Reibe, K. Eylmann

3) A. Bechmann, K. Sorgenfrei, B. Keilich, R. Sikor, K. Reibe, B. Doetze, K. Eylmann, F. Witschel, H. Erdmann

Hier sind wir auf dem Nordwest Con 1959 in Hannover

4. W. Kowalke, K.H. Scheer, W. Breivogel, M. Kwiat, H. Bingenheimer, K. Eylmann

5) H. Margeit, K. Reibe, M. Erdmann, M. Kwiat, K. Eylmann, K. Sorgenfrei, H. Erdmann

6) K. Eylmann, J. Parr, W. Scholz, W. Ernsting, W.D. Rohr, G. Ohmacht, E. Nolte, W. Kowalke, K.H. Scheer, W. Breivogel

Nun ist es soweit.

Ich habe einen SL-Partner. Zaza. Manche heiraten in SL, wir machen soetwas nicht. Partnerschaft, ist das nun wilde Ehe? Wie auch immer. Zaza ist Rechtsanwältin in Florida, soweit es ihr Real Life betrifft. Und sie ist witzig, nett und sexy. So macht das Second Life Spass. Das Real Life ohnehin. Aber man gönnt sich ja sonst nichts. Und eine Nebenfrau kann ja auch nicht schaden, solange sie sich im Virtuellen Raum aufhält. Gestern feierten wir unsere Partnerschaft auf meiner Insel.
Fandom Observer 225

Es gibt einen Nachruf auf Werner Giesa, den Autoren der Heftromanserie Professor Zamorra (lol). Nun, das lol (laughing out loud) war von mir und bezog sich nicht auf den Nachruf. Dann lese ich ein Interview mit Michael Haitel, dem Macher des SFCD, der die Redaktion des Nachrichtenfanzines Andromeda wieder in die Hand genommen hat. Was ihn mir sympathisch macht ist, er nimmt Kurzgeschichten mit rein.

Fanzines, Comics, Hörspiele, Bücher werden besprochen. Dies ist nun lustig, es gibt unter ‘Das erste Mal – Den Mysterien der Scheerschen Bücher und ihren Erscheinungsdaten auf der Spur’ eine Zusammenfassung der Aktivitäten Karl Herbert Scheers (Granaten Herbert) und eine Aufzählung seiner Bücher, die er in den 50er Jahren verzapft hatte. Es war die Zeit der Leihbücher. Meine Mutter und eine meiner Tanten hatten auch eine Leihbücherei in ihrem Tabakwarengeschäft. Die Pornos, waren mehr Softpornos, waren hinter anderen Büchern versteckt. Scheers Bücher hatten sie jedoch nicht in ihrem Sortiment. Scheer war auch Vorsitzender des Stellaris SF-Clubs, so weit ich es in Erinnerung habe, und außerdem Verfasser von Perry Rhodan Heften.

Besprechungen von SF-Filmen, so wie die Aufzählung von Con-Terminen, runden diese Ausgabe ab, die ich jedem SF-Fan empfehlen kann.


domenica, marzo 02, 2008

Analog, Science Fiction and Fact, Jan/Feb 2008

Eine special double issue von 240 Seiten. Sie kommen jetzt wieder, Analogs und Asimovs. Der Distributor hat jetzt meine Abo Erneuerung wieder im Griff, oder war es die italienische Post?
Joe Haldemans Seriengeschichte ‘Marsbound’ liest sich wie ein Schulaufsatz. Nichts gegen Haldeman, er ist ein populärer SF-Autor und er hat es hinbekommen, wie eine Neunzehnjährige zu schreiben, die sich mit ihrem Bruder und den Eltern daran macht, für fünf Jahre auf dem Mars zu leben. Beeindruckend, mit welcher Sorgfalt die technischen Details beschrieben werden, und was sich während der Fahrt im Spacelift, auf der Startplatform und zum Schluss auf dem Mars abspielt. Verwoben ist die dazu erforderliche Technik mit der Handlung und den Emotionen des Mädchens, dessen Sexualität unter restriktiven Bedingungen Freiraum sucht.

Das Analog im Geiste von John W. Campbell jr. fortgeführt wird und damit harte SF veröffentlicht, versuchte ich schon früher in meinem Blog rüberzubringen. Geoffrey A. Landis Story ‘The Man in the Mirror’ ist ein weiteres Beispiel dafür. – Eine Gruppe von Bergleuten fliegt auf den Astroiden Sedna im Trans-Neptun Gürtel auf der Suche nach Ammoniak, das an Kolonisten der inneren Planeten zu Höchstpreisen verkauft werden kann. Während des Anfluges erblicken sie auf der Oberfläche des Himmelskörpers einen ausgedehnten Artefakt in Form einer dunklen Scheibe. Der Schichtleiter Lynn Rockloss macht sich nach seiner Schicht mit einem Motorschlitten auf den Weg dahin. Er bemerkt, dass es sich um einen riesigen Parabolspiegel handelt und seilt sich ein Stück ab um das Objekt zu untersuchen. Das Seil reisst jedoch und Rockloss rutscht zur Mitte hinab und zur anderen Seite wieder hinauf. Es gibt keine Reibung, doch kommt er nicht an den Rand des Spiegels sondern rutscht wieder zurück. Wie ein Perpetuum Mobile. Nun geht es ihm darum, für die Zeit, in der sein Sauerstoffvorrat nicht aufgebraucht ist, seine Physikkenntnisse anzuwenden, um aus dem Spiegel wieder herauszukommen.

Auch die anderen Geschichten haben einen technischen Flavor. Und die Artikel selbstredend. Tom Ligon schreibt über einen kleinen Fusionsreaktor. Wer sich dafür interessiert, klicke auf folgenden URL: http://fusor.net.newbie/Ligon-QED-IE.pdf