giovedì, novembre 30, 2017

Der Spiegel v. 23.11.2017

“Stunde Null” im “Spiegel”. Ja nun, einschläfernde Politik nutzt sich ab. Stattdessen war Aufbruchstimmung angesagt. Die einem saturierten und bequemen Publikum beizubringen ist nicht einfach, gar unmöglich. Und Politiker, gleich ob Merkel oder Schulz, denken nicht weiter als eine fette Sau springt. Schulz sieht man den Frust an, Merkel ist cooler. Nur das bringt die Deutschen auch nicht weiter. Es ist wohl besser, man löst Deutschland in Europa auf, wie auch die anderen Nationen der EU und versucht in einem neuen Anlauf etwas Fortschrittlicheres auf die Schiene zu bringen. Das würde auch die Ineffizienz europäischer Streitkräfte, welche in dem Artikel “Der Nebel des Krieges” beklagt wurde, beheben.
Und Elon Musk wird als Illusionskünstler beschrieben. Er schiebt Projekte an, die nicht alle mit Erfolg beendet werden. Diese Aussage zu treffen, halte ich für verfrüht. Musk ist mir schon deswegen sympathisch, weil er viel SF gelesen hat. Und er hat Milliarden gemacht. Eine Kombination, die einen Macher mit Phantasie geschaffen hat. Tesla, SpaceX, Hyperloop, um nur einiges zu nennen. Wer sonst würde so etwas auf die Beine stellen wollen?
Ein Artikel über chinesische Lifestreamer ist auch interessant. Ich würde gern mitmachen. Nur ist mein Chinesisch noch nicht gut genug. Zwei Wörter reichen wohl nicht. Und dann würde ich als alter Fuzzi wohl auch nicht mehr genug Follower anziehen.
“Blockchain”, die in einem anderen Beitrag behandelt wird, ist schon etwas anderes. Ist Blockchain das nächste große Ding? Zeitungen und Zeitschriften nehmen sich ihrer an. Auf YouTube gibt es Videos darüber. Es wird viel und schwammig darüber geredet. Mit BitCoin und Satoshi Nakamoto fing es an. Ob Nakamoto ein Individuum oder eine Gruppe ist, weiß niemand. Wie auch immer, er gab 2008 ein Papier heraus und dann ein Programm, welches BitCoinMining enthält, die Erstellung von BitCoins.
Das ist das Phantastische, sie werden durch Computer erstellt, welche mathematische Probleme zu lösen haben. Gleichzeitig wird ein neuer Block der Kette hinzugefügt, der die letzten Transaktionen mit Bitcoin enthält. Da die Gleichungen immer komplexer werden, gibt es inzwischen auf das Mining spezialisierte Maschinen, die eine Menge Strom verbrauchen. Inzwischen, so sagt man, überschreitet die Gesamtheit der BitCoin-Herstellung mit ihrem Stromverbrauch den einer kleinen Nation.
Die Blockchain, auf viele Computer ausgelagert, registriert jede mit BitCoin durchgeführte Transaktion und ist durch ihre Verschlüsselung mit sha256 hash unknackbar.
Die Blockchain kennt nur Sender und Empfänger. Jeglicher Mittelsmann ist ausgeschaltet. Die Transaktion wird einem Datenblock zugefügt, ist der reif, um an die Kette zu kommen, wird er vorher durch die mathematische Prozedur verschlüsselt.
Es ist Geld aus dem Nichts. Eine Coin ist nun um die 10000 Euro wert. Der Tabakhändler unseres Dorfes hatte 80 Bitcoins für ein paar Euro erstanden und später verkauft als ein BitCoin 800 Euro wert war. Jetzt wo der Wert bei 10000 Euro liegt, verdrängt er es. .
Ich sehe mir hin und wieder Videos über BitCoins und BlockChains an und stieß dabei auf eine interessante Kryptowährung, die auf einer Blockchain basiert und Nutzern zufließt, wenn sie auf der Steemit-Website bloggen und Follower anziehen. Die Währung kommt ebenfalls from nowhere, also aus dem Nichts. 2016 wurde in einem Wert von 1.300.000 Dollar ausgezahlt. Die Steem Dollars können in BitCoin umgetauscht und von dort in die vorherrschenden nationalen Währungen.  
So, ist Blockchain nun das nächste große Ding? Es geht nicht nur um Kryptowährung, sondern mit ihr kann man alles Mögliche abwickeln, seien es Eigentumsübertragung, Vermietungen, Dienstleistungen und IoT-Prozeduren. Wenn ein industrieller Sensor einen Vorgang in einem industriellen Prozess erfasst und der Aktuator darauf reagiert. Die Kosten können in der Blockchain festgehalten und später summiert werden.
Es ist alles drin.

lunedì, novembre 27, 2017

Business Week v. 23. October

Ein Blick auf Italien von außen.
Wenn man über Italien etwas in italienischen Zeitungen liest, geht man wie selbstverständlich darüber hinweg. Nicht, dass die Informationen falsch sind, aber es geht um eine sich wiederholende Nabelschau.
Lese ich in der “Business Week” über Italien, sehe ich genauer hin, denn so sieht uns das Ausland. Der Journalist wundert sich, dass Italien trotz der immensen Schulden nicht in Krisenmodus läuft. Er meint Italien “kicks the can down the road”. Wenn es zum Beispiel von der EU ermahnt wird, schafft es Italien noch immer, schmerzhafte Reformen aufzuschieben und die EU zu vertrösten, so wie es am Anfang das Registrieren von Flüchtlingen übersehen und diese weiter nach Norden hat ziehen lassen. So lange das gut ging. In der Krise hat Italien nichts unternommen, um dagegen anzukämpfen sondern gewartet, bis sie vorbei ging.
Und es gibt genug, was man ändern müsste. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit, die bereits erwähnten hohen Staatsschulden, die Armut, in der mehr als vier Millionen Personen leben. Und doch werkeln Italiener vor sich hin ohne zu rebellieren. Es gibt freie Krankenversicherung, freie Universitäten. Ein Zustand, von dem US-Amerikaner nur träumen. Und eine Flasche Wein, für die man im italienischen Supermarkt weniger als 3.50 Euro bezahlt, kostet in der gleichen Qualität 20 USD in Amerika.
Gute Kleidung kostet in Italien ebenfalls nicht viel. Als ich meine Mutter vor Jahren in Hamburg besuchte, flog ich nach Berlin, und fuhr von dort mit der Bundesbahn nach Hamburg. Ich brauchte ein paar Unterhosen. Bei Karstadt Hamburg kostete eine um 37 Euro. In dieser Preislage waren sie in allen Geschäften dort zu kaufen. Billigere fand ich nur bei C & A in Berlin. Deutschland ist empfindlich teuer, in allen Dingen. Mit meiner deutschen Rente komme ich daher in Italien weitaus besser hin. Zumal ich auch keine Miete bezahlen muss. Und dann das Essen, der Cappuccino. Da übersieht man doch glatt ein paar Löcher in den Strassen.

Baby-Influencer in den U.S.A.
Inzwischen ist es schon soweit, dass Kinder auf YouTube Spielzeug empfehlen und deren Marketing-Power so gewachsen ist, dass Spielzeugunternehmen die Hälfte ihres Budgets aus dem Fernsehen abziehen und in YouTube-Kanäle und deren Influencer investieren. Das wird auch irgendwann in Europa geschehen.

Raketen aus dem 3-D Drucker.
Zwei junge Ingenieure versuchen es. Sie entwickelten und bauten erst einmal den Drucker mit dem sie weltraumtüchtige Raketen herstellen wollen. Ihr Unternehmen heißt Relativityspace.
Und Frankfurt hat keinen Bock auf Londoner Financeboys.
Wohnungen würden teurer, es müssten neue Restaurants hinzukommen und überhaupt, was soll das alles. Ich will jetzt nicht schon wieder herummotzen. Aber zukunftsoffenes Verhalten sieht anders aus.

venerdì, novembre 24, 2017

Der Spiegel vom 18.11.2017

Was gab es im letzten “Spiegel” interessantes?
Dass Kindererzieher so schlecht bezahlt werden? Hätte das nicht mal jemand beheben können. Daran sieht man, wie bescheuert das politische System agiert.
Der Beitrag über Flixbus ließe mich wünschen, jünger zu sein. Weite Strecken reisen für so wenig Geld ist doch stark. Mit solchen Bussen könnte man durch ganz Europa kurven.
Und dann der Beitrag “Eritreischer Campari”.  Es war neu für mich, dass die italienische Kolonialverwaltung von Abessinien solche tollen Gebäude für die Stadt Asmara gebaut hat. Wahnsinns Stil. Wenn Eritrea nicht so schlecht regiert werden würde, wäre es ein Tipp, sich das mal anzusehen. Ein buntes Gemisch guter italienischer Architekten aus den dreißiger Jahren hat Asmara mit retromodernen Gebäuden einzigartig gemacht.
Was Stil und Mode angeht, haben Italiener was drauf. Ich sehe es, wenn ich abends in Second Life im italienischen Karaoke singe. Die italienischen weiblichen Avatars tragen die modischsten und elegantesten Kleider. Unschlagbar.

giovedì, novembre 23, 2017

CounterClock und Jamaika

CounterClock 30.
Wolf von Witting hat sich wieder reingehängt und so viel Stoff veröffentlicht, dass ich das E-Fanzine erst mal in die Download Datei gepackt habe, um es mir später anzusehen. Man benötigt Ruhe und Zeit.
Solche Fanzines sind Klasse. In meiner Inbox fand ich auch eine E-Mail von Robert Lichtman, dem Herausgeber von Trap Door. Nur, als ich die Anlage öffnete, sah ich, dass sie eine vietnamesische Message war, in der behauptet wurde, dass meine CPU überliefe. Trap Door war ein Druckerzeugnis. Der Übergang zum E-Fanzine war wohl schiefgelaufen.

Jamaika
Nun zu dieser Jamaika-Story. Ich finde es gut, dass die Politik in Deutschland deformiert wurde. Lindner hat zugeschlagen und Lahmärsche schockiert. Politik ist zu langsam, zu altbacken. Ob Lindner eine brauchbare Alternative aus dem Zylinder zaubern kann, bleibt abzuwarten. Aber wie sagte Gonzo in der Muppet Show? Der Start funktioniert schon mal. Nur bei der Landung klappt es noch nicht so.

Phantastisch 68, Ausgabe 4



Allein wegen Horst Illmers Teils 2 der Studie über H.G. Wells lohnt es sich diese Ausgabe zu lesen.Wells ist ein tolles Beispiel darüber, was ein Mann bei günstigen Bedingungen alles aus sich machen kann. Ein Wahnsinn, wie produktiv der Mann war.
Der Beitrag über neue Kinder- und Jugendbücher hingegen interessierte mich, da ich nicht mehr in diese Kategorie falle. Die Autorenbeschreibung der Kanadierin Margaret Atwood fand ich gut.

Mit einem Preis von € 5,95 ist das Magazin preiswert und irgendwas Interessantes befindet sich in jeder Ausgabe.

Interzone 272, Sept-Oct 2017, New Science Fiction and Fantasy


Erika L. Satifka „The Goddess of the Highway“. Ist eine Mischung von SF und Fantasy. An die Göttin der Autobahn glaubt Harp, der mit den Plastikinserts, der mit seinem Laster über die Hightway donnert. Die Story beschreibt ein Kastensystem. Dumme wie Harp tragen Plastikabdeckungen über den Schläfen, die durch Elektroden mit ihren Hirnen verbunden sind. Die Mit Eisenklappen sind etwas schlauer, dann Silber, Gold und die mit Platinklappen haben sich alles ausgedacht.
Platin stösst auf Plastik. Da kann ja nur eine zauberhafte Romanze bei herumkommen. Harp und Spike, die mit den roten Haaren. Gut für ein Road-Movie.

Sollten nicht Überlegungen angestellt werden, ein Kastensystem wie das beschriebene weltweit einzusetzen und alle Politiker auf dem Plastikkontinent anzusiedeln? Nerds auf dem Platin-Erdteil?So wie ich es sehe, werden Nerds ohnehin einmal alle zusammen leben. Aus Selbsterhaltungsgründen. In ferner Zukunft wird die Lücke, die Wissende von Ignoranten trennt, so gross sein, dass ein Zusammenleben unmöglich ist. Elysium als Konsequenz und erste Etappe, mit dem Ziel, sich noch weiter von der Erde, wo Dumpfbacken sich gegenseitig niedermachen, zu entfernen.

mercoledì, novembre 22, 2017

AndromedaNachrichten 259


Heute kam der Techniker vorbei, von einem Subunternehmer der Telecom Italia. Er meinte, die Linie sei in Ordnung, es läge an meinem Modem. Ich sagte, es geht auch nicht mit dem D-Link Modem. Das sei zu alt und nicht kompatibel, entgegnete er. Nun bin ich auf der Suche nach einem Telecom Italia Modem. Gar nicht so einfach. Ich werde jetzt alle Telecom Läden in der Nähe abgrasen in der Gewissheit, dass sie kein ADSL-Modem auf Lager haben. Und ich wäre auch nicht erstaunt festzustellen, dass es auch mit solchen Modems nicht geht. Doch nun weiter im Text:

Andromeda Nachrichten 259
Mit einem Satz von Nachrufen. Waldemar Kumming starb dieses Jahr. Seine farblich hektographierten Munich Round Up-Seiten, die ich als sechzehnjähriger in meinem Briefkasten fand, warf ich später mit den anderen Fanzines weg. Horst Schwagenscheidt hätte mich deswegen sicher verprügelt. Aber Rock n´Roll war angesagt. Zuletzt sah ich Waldemar auf einem Oldie-Con.
Was Cons betrifft, las ich in Andro ein paar interessante Berichte über den World-Con in Helsinki. Jürgen Lautner, der auf zig Cons gewesen ist, war der Sense of Wonder, wo ein Fan mit aufgerissenen Augen und offenem Mund den Con verinnerlicht, inzwischen abhanden gekommen. Er interessiert sich mehr für die negativen Seiten wie lange Wege, mäßiges Essen, schlechte Akustik und ähnliches. Dieses gelesen, wäre auch mir eher danach gewesen die Stadt zu besichtigen und den Con nur für kurze Zeit anzulaufen.

Der Bericht von Ralf Belling über den gleichen Con beschreibt die positiven Seiten. Klar ist, dass man in der Jugend eher an ausländischen Fans interessiert ist und mit ihnen über den Con hinaus in Verbindung bleiben möchte. Im Alter heisst es eher: “Been there, done that, got my T-Shirt”. Der Rest von Andro ist Spartengedöns.

martedì, novembre 21, 2017

Bin wieder da


Xing Lai = Aufwachen. Ich habe ein paar Akzente weggelassen. Aber unter diesem Motto stand der letzte “Spiegel”. Untertitel: Warum China schon jetzt Weltmacht Nr. 1 ist - ein Weckruf für den Westen.
Leute, das wird schwierig, ganz schwierig. Wenn Chinesen in ein paar Monaten einen Wolkenkratzer hochziehen (zugegeben, ein paar davon fallen auch wieder um), dann dauert es in Italien so um Jahr, keine kleine Straßenbrücke zu reparieren. Umleitung geht ja auch. Und muss jetzt in öffentlichen Gebäuden eine dritte Toilette eingebaut werden? Wird dadurch die Eröffnung des Berliner Flughafens um weitere 20 Jahre verschoben?
Vor einem Jahr sah ich das Video über eine Computer-Messe in Kalifornien. Junge Chinesen flitzten dort herum, sahen sich alles an. Selbst Saudi Arabien hat gemerkt, dass, wenn es mit dem Öl einmal vorbei ist, es wieder in die Steinzeit zurück fiele. Eine Smart City muss her. Aber Deutschland hat ja noch Weisswasser in der Oberlausitz und die AfD. Die wird es schon richten.

Eintritt in die Rente nach Beruf
Aus einem Artikel unserer italienischen Zeitung “Il Resto del Carlino” geht hervor, dass die italienische Regierung vor hat, das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre zu erhöhen. Ausnahmen sollen für Berufe gelten, in denen harte körperliche Arbeit verrichtet wird.
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martedì, novembre 14, 2017

Der Spiegel v. 4.11.2017

Gerade den vorletzten “Spiegel” durch. Allein der Leitartikel, lol. Unter der Überschrift “Digitaler Darwinismus” wird gefordert, dass Unternehmens-Aufkäufe viel strenger kontrolliert werden. Dass geregelt werden muss, wem die Daten gehören und drittens, dass Falschmeldungen und Hass nicht toleriert werden dürfen.
Der Zug ist längst abgefahren. Journalisten und Politiker stehen noch am Bahnhof herum.
Trump wurde eine Anzahl von Seiten gewidmet. Man merkt, gegen dieses Phänomen sind Journalisten machtlos. Besonders solche, die politische Korrektheit auf ihre Fahnen geschrieben haben.
Der “Spiegel” sollte nicht mehr über Politik berichten; denn die ist zu banal. Es gibt keine schnellen Ergebnisse, so wie es das Leben in unserer Zeit erfordert. Sie hinkt der Technologie in anderen Ländern hinterher und ist nur noch peinlich.
Sexismus-Debatte. Was in meinen Augen wichtig ist, ein Gefühl dafür zu entwickeln, das einem zeigt, wie das Gegenüber tickt und sich darauf einstellt. Für einige Gehirne mag das zu schwierig sein, die sollten sich lieber mit Sudoku beschäftigen.
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz wurde interviewt. Ihre Aussage, dass bei den Schülern das Niveau für Deutsch und Mathematik gesunken ist, zeigt wohl einen Trend an, der auch auf die heterogene Schülerschaft zurückzuführen ist. Viele Mädchen moslemischer Zuwanderer können aus familiären Gründen nicht die Schule besuchen, und die Jungens aus den Familien sind zu doof. Das drückt den Durchschnitt. Ich behaupte, höhere Mathe ist wichtig, sonst kann mich sich in der Zukunft einen guten Beruf abschminken. Ich selbst habe auch keine Ahnung, habe aber Glück gehabt. Für Digital Signal Processing benötigt man mathematische Kenntnisse, für Big Data, dessen Verarbeitung ebenfalls. Letzten Endes basiert in der Zukunft alles auf Daten, die von Menschen und Maschinen verarbeitet werden. Das geht auch aus dem Artikel “Computer gegen Krebs” hervor, in dem von dem Vorhaben der Internet-Unternehmen wie Microsoft und Google berichtet wird, mit Hilfe von Daten und Künstlicher Intelligenz die Ursprünge von Krebs besser zu analysieren und zu verstehen.
Der Artikel “Träumer” war auch interessant. So um 1919 wurde in München eine Regierung ausgerufen, die aus Künstlern bestand, welche Literatur in Wirklichkeit verwandeln wollten. Keine Demokratie, es war anders, aus Träumen geboren, die jedoch an   krachend an der Realität scheiterten. So ähnlich, wie der Ansatz der Piraten, die sich auch übernahmen und in der Bedeutungslosigkeit verschwanden. Schade drum; denn so, wie die Politik heute funktioniert...

sabato, novembre 11, 2017

Kryptowährungen

Ich müsste mich um FinTech kümmern. Ein interessantes Gebiet. Finanzwirtschaft unter technologischem Blickwinkel. Nur komme ich noch nicht einmal dazu, mein Buch über Blockchain zu lesen.
Die Stadt Zug in der Schweiz ist, wie die “Business Week” berichtet, ein Mekka für Kryptowährungsmanager geworden, wie zum Beispiel die Ethereum Foundation oder die Bitcoin Suisse AG.
Die Stadt Zug und dessen Bürgermeister begeben sich auf ein glitschiges Pflaster, denn diese Kryptowährungsleute machen Initial Coin Offerings (ICO) mit eigener Kryptowährung, um ein Projekt anzuschieben. Investoren kaufen die Münzen in einer bestimmten Kryptowährung, die von keiner staatlichen Stelle überwacht wird, in der Hoffnung, dass das Projekt Gewinn abwirft und den Wert der Münzen erhöht. Unter den Anbietern befinden sich Betrüger, bei denen sieht der Investor sein Geld nicht wieder.
Inzwischen gibt es zig Kryptowährungen, von denen BitCoin die wichtigste und älteste ist.
Ein Vorteil dieser Währungen ist, dass jede ihrer Transaktionen über die Blockchain in einem digitalen Hauptbuch festgehalten wird und ein Vorgang bis in alle Einzelheiten rekonstruiert werden kann.  

martedì, novembre 07, 2017

Das geht doch gar nicht

Im Besucherraum eines Gefängnisses in Rheinland-Pfalz soll ein Insasse seine Ehefrau vergewaltigt haben. Im dem Raum waren zeitgleich auch andere Besucher anwesend.
Die Staatsanwaltschaft meinte, das sei ein Rätsel, das gelöst werden müsste um herauszufinden, wie es so weit kommen konnte.
Tja. Ich höre jemanden sagen: “Das geht doch gar nicht.”
Dazu fällt mir ein Artikel einer meiner letzten “Business Week” ein “You may hug your screen”. In den U.S.A. wurde von dem Unternehmen Securus Technologies ein System entwickelt, mit welchem Verwandte Gefängnisinsassen im Besucherzimmer per Bildschirm erreichen. 20 Minuten Kommunikation kosten sie 15 Dollar. Immer mehr Gefängnisse dort werden mit diesem System ausgestattet.
Da höre ich jemanden in Deutschland sagen: “Das geht doch gar nicht.”

lunedì, novembre 06, 2017

Spiegel v. 26.9.2017

Die in der Post verschütt gegangene Ausgabe des Spiegel habe ich nun auch durch. Es ging deswegen schneller, weil ich die Artikel über die Bundestagswahl überschlug. War Schnee von gestern. Und Politik finde ich immer langweiler. Öder ist noch als die deutsche ist die italienische. Aber beide haben gemeinsam, dass sie, die Politik, im Verhältnis zum Aufwand nur heiße Luft erzeugt.
Ein Lichtblick im Spiegel Online war der Kommentar, der unter dem Titel stand, dass man mehr Science Fiction lesen sollte. Die Leser waren einhundert prozentig der gleichen Ansicht. Es ist doch noch nicht alles verloren. Wo ist die Partei, die sich das zunutze macht? Und damit sind wir wieder bei der öden Parteienlandschaft.
Noch einmal, über die Hälfte der Ausgabe war Politik. In die Tonne. Der Artikel “Zeit für einen Neustart” beschäftigt sich mit der Digitalisierung. Schon besser. Nur, es wird nicht … besser. Bei dem Anteil der Glasfaserverbindung am Breitband liegt Deutschland an 29. Stelle. Gut, dass ich nicht weiß, an welcher Stelle Italien liegt.

domenica, novembre 05, 2017

Geht wieder aufwärts mit Second Life

Bin im Second Life, immerhin sind wieder 51.000 User zur gleichen Zeit Online (waren schon mal auf 40.000 abgesackt) und mache im italienischen Karaoke mit. Wenn ich nicht singe, lese ich in der “Business Week” und  schreibe diesen Eintrag und dann höre ich mir auch noch an, was die anderen singen, wenn sie gut sind. Habe ich Talent oder was? :-)
Eine Story über einen New Yorker Anwalt, der Fälle wegen Rassendiskriminierung übernimmt und wie es in den U.S.A üblich ist beträchtliche Summen kassiert. Warum geht das in Deutschland nicht? Leute der AfD und NeoNazis müssten doch bei jeder Diskriminierung angreifbar sein. Man müsste natürlich vorher herausfinden, wie man sie beim Geldbeutel packt. Dies gelöst, wäre es eine herrliche Einnahmequelle. Jetzt frage ich mich: Warum habe ich in Deutschland kein Jura studiert? Ich meine, mit meiner Science Fiction Vorbildung, die einem unkonventionelle Ideen in den Kopf setzt, wäre ich groß rausgekommen.

sabato, novembre 04, 2017

Spiegel v. 28.10.2017

Wieder ein “Spiegel” in der Post und ich habe den alten durch. Oh, der neue ist vom 26.9.. Habe ich gar nicht vermisst. Ich wunderte mich schon, dass der Spiegel am Freitag kam. 

Der Titel “Ich - Forscher entschlüsseln wie Persönlichkeit und Intelligenz entstehen” ist reisserisch. Denn mit entschlüsseln hat es wenig zu tun, was im Artikel stand. Im Grunde war schon alles bekannt: Entspannte werdende Mütter bringen entspannte und intelligente Kinder zur Welt. Und da Mütter mit Männern oberer Gehaltsgruppen entspannter sind…  usw.
Dann sah ich eine Anzeige für den Mercedes Pickup. Kostet um die 50.000 Euro. Wahnsinn. Für meinen Ford Ranger hatte ich 1997 15.000 Dollar bezahlt und er läuft noch immer wie eine eins. Wir fahren gleich damit los, um Holz für den Kamin zu holen. Die 2018 Ausgabe kostet um die 24.000 Dollar.
Das Holz ist in der Garage. Weiter im Text :-). Es sieht so aus, als ob die Rechtsprechung Polygraphen, also Lügendetektoren zulassen möchte. Im Amtsgericht Bautzen fing es an und wer weiss, wo es aufhört. Ist wohl mit dem zu vergleichen, wenn Krankenkassen für homöopathische Mittel zahlen. Gleicher Schwachsinn.
Volkswirt Reiner Klingholz wird interviewt. Er vertritt die Meinung, dass das Wirtschaftswachstum nachlassen wird, da die Digitalisierung im Gegensatz zu epochalen Erfindungen der Vergangenheit nicht so viel bringt. Und dann kracht das soziale Gefüge zusammen.
Ich selbst bin eher der Meinung, es wird gerade wegen der Digitalisierung zusammenbrechen. Warten wir es ab.

venerdì, novembre 03, 2017

Asimov’s Science Fiction Sept/Oct 2017


Wieder 200 Seiten durch. Ich frage mich, ob Lesen im Alter anstrengender ist. Für 200 Seiten benötige ich immer Tage und schaffe es einfach nicht wie Commander Data den Text in einer Minute durchzubekommen. Ich googelte und fand heraus, dass Lesen die Augen anstrengt, aber das wusste ich schon vorher,  und dann stieß ich auf eine Frauen-Webseite, in der es für einige Foristinnen schon anstrengend war, aus dem Bett zu kommen. Depression. Gut, dass man davon verschont bleibt.
In diesen zweihundert Seiten befinden sich wieder Stories von James Gunn. Ein SF-Autor, den ich schon in Astounding, Galaxy gelesen hatte, die ich mir in den sechziger Jahren in der Buchhandlung im Hamburger Hauptbahnhof kaufte. Der Mann schreibt noch immer toll. SF, die von fremden Planeten, fremden Rassen und Menschen handelt. Autoren wie Gunn vermittelten uns jungen Leuten den Sense of Wonder. Der Mann ist jetzt 94 Jahre alt und schreibt von einer Transzendenz-Maschine. Vier Stories habe ich von Gunn über dieses Thema gelesen. In jeder wurde ein Planet, dessen Bewohner und die Auswahl beschrieben, in der der Erwählte sich mit intelligenten Lebewesen anderer Planeten in einem Raumschiff auf dem Weg zu dieser Maschine machen sollte.
Gunn schreibt Cliff-Hanger; denn die Stories hören auf, wenn ein Angehöriger einer der beschriebenen Rassen in das Schiff steigt und auf den Abflug wartet.
Was mir an Asimov´s nicht gefällt ist, wenn es Geister- und Vampir-Stories enthält. Interessant ist auch meine Beobachtung, dass es jetzt eine Reihe von Sf-Stories gibt, die sich mit den Auswirkungen der Klimaänderungen ergeben. Wasser dringt in Gebäude ein, Autos sind untauglich. Menschen müssen zum Supermarkt rudern. Suzanne Palmer schreibt in “Books of the risen sea” wie sich Plünderer in die leeren Häuser ergiessen und der Held mit Hilfe eines defekten Roboters alle Hände voll zu tun hat, sich ihrer zu erwehren.