mercoledì, gennaio 30, 2013



Analog, March 2013

Jetzt ist es offiziell: Redakteur Stanley Schmidt, der „Analog“ 34 Jahre betreut hat, ist zurückgetreten und hat seinen Job Trevor Quachri übergeben. Schmidt will sich auf das Schreiben konzentrieren. Vielleicht lese ich irgendwann etwas von ihm in „Analog“.

In dieser Ausgabe hat mich Sean McMullen mit „The Firewall and the Door“ überzeugt. Im Jahr 2200 wird das unbemannte und ferngesteuerte Raumschiff „Argo“ in den Weltraum geschossen, um den Stern Centauri A anzusteuern, zu umfliegen und den Kurs auf Gliese einzuschlagen. Ein Meteorstück prallt auf das Schiff und spaltet es in zwei Teile, die autonom weiter arbeiten. Das Schild der „Argo“ ist eines davon. Das Kontrollzentrum stellt fest, dass es abbremste und auf Wells, den einzigen erdähnlichen Planeten von Centauri A, zusteuert. Aufnahmen der „Argo“, ein internationales Projekt, das Trillionen Dollar gekostet hat, finden ihren Weg in jedes Wohnzimmer. Die Bevölkerung hat aufgrund der zur Verfügung gestellten Steuergelder ein Anricht darauf. Der Protag, ein technisch interessierter Richter, verfolgte den Flug der Argo am Fernseher.

Trillionen Dollar. Hier wird es unwahrscheinlich. Die US haben nicht mal das Geld, ihre Infrastruktur in Ordnung zu bringen. Das wird in zweihundert Jahren nicht anders sein. Auf der anderen Seite hat die EU gerade mal eine Milliarde Euro für das „Human Brain Project“ locker gemacht. Aber damit bekommt man natürlich kein Raumschiff wie die „Argo“ gebaut.

Nachdem das Kontrollzentrum die Bremsung des Schildes bemerkte, ließ der Leiter Leutnant Ashcroft festnehmen. Dem Protag wurde die Anhörung zu dem Vorgang übertragen. Sie war öffentlich. Die Rechtssprechung war dahingehend umgestaltet, der Bevölkerung besseren Zugang zu Verfahren zu geben, um es ihr zu erlauben, eine Meinung zu bilden. Die schlug sich in Social Networks wie „Spacebook“ nieder.

Ashcroft war der „Mission Continuity and Disaster Recovery Officer“. Er hatte sich darum zu kümmern, dass die „Argo“ trotz Beschädigung weiter flog. Es funktionierte in der Weise, dass in der „Argo“ Ashcrofts Virtuelles Hirn mit flog, welches dann den autonomen Weiterflug garantieren sollte, wenn die Fernsteuerung des Kontrollzentrums versagte.

Bei der Vernehmung kam heraus, dass Ashcroft und sein Virtuelles Hirn den Planeten Wells untersuchen wollten und es für eine Verschwendung hielten, nach Gliese weiter zu fliegen. Ashcroft war es auch, der sein Virtuelles Hirn dazu gebracht hatte, das Schild von der Argo abzusprengen. Der Meteorunfall war vorgeschoben.

Ashcroft wurde verurteilt und gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Das Schild ließ sich auf den Planeten Wells fallen, teilte dem Kontrollzentrum noch kurz die Anwesenheit von Lebewesen mit. Danach weigerte es sich, darüber hinaus gehende Informationen zu senden.

Damit hielt es die Tür für den Bau eines weiteren Raumschiffes auf.


lunedì, gennaio 28, 2013



Scientific American, September 2012.

Diese Ausgabe versucht die Frage zu beantworten, in welche Richtung die Wissenschaft steuert.

Der Technophile David Pogue ist in seinem monatlichen Kurzbeitrag der Ansicht, dass die DVD durch streaming Movies abgelöst werden wird. Mag für Filme zutreffen. Ich finde, für Fernsehserien sind DVDs das Optimum. Habe ich die Disks, und einmal bezahlt, kann ich sie mir so oft ich will, danach kostenfrei ansehen. Wir sehen uns jetzt noch mal „Star Trek, Next Generation an“. Wüsste nicht, woher ich die gestreamt bekommen könnte. Sind auch gut zum Sprachen lernen. Spanische Untertitel. Das ginge beim Streaming flöten. Auch das Streaming-Angebot an Filmen ist, wie der Mann zugibt, noch ziemlich mager.

„Superhumanity“. Wir sind so gebaut, dass wir in primitiven Zeiten gut zurecht kamen. Nun, bis auf die kurze Lebensspanne. Diese hat sich verlängert, aber sonst sind wir doch die Alten geblieben. Die Technik hat uns schon jetzt überholt. Wir sind gezwungen uns anzupassen. Ist zwar cool aber für alte Zausel quasi unmöglich. Für Jüngere mit ausreichender Gehirn Plastizität, ist die Wissenschaft das geeignete Mittel, körperliche und geistige Fähigkeiten voranzubringen.

„Can wie keep getting smarter?“ Der Flynn-Effekt wird nach James R. Flynn benannt. Dieser Mann aus Neuseeland hat herausgefunden, dass Menschen jedes Jahr um 0.3 Prozent intelligenter werden. Ich mit meinem Alter muss also ziemlich dumm sein. Menschen werden moderner, können mit Computern umgehen, abstrakter denken und damit den Intelligenzschub verstärken. Na ja, wenn ich mir die Alten hier in diesem Dorf ansehe, hat er wohl Recht. Über die jungen Leute weiß ich zu wenig. Von ihnen sind in Italien ungefähr ein Drittel arbeitslos. Wenn diese Generation klüger ist als unsere, hat es noch nichts gebracht. Stimmt wohl irgendetwas nicht am gesellschaftlichen System. Sieht mehr nach ägyptischen Verhältnissen aus, die über Südeuropa hereinbrechen.

„The Case of the Sleeping Slayer“. Story mit einer Kurve. Es gibt im Staat Minnesota ein „Regional Sleep Disorder Center“, in das sich der aus Kenia stammende Benjamin begeben hatte, weil er schlafwandelte. Bei ihm wurde eine Schlafstörung mit dem Namen Non-Rem Parasomnia festgestellt. Es war eine weitere Untersuchung geboten, ein neuer Termin vereinbart. Doch der Mann kam nicht. Er hatte inzwischen seine Frau umgebracht. Im Schlaf, wie er behauptete.Es ist ja nicht so, dass das Gehirn im Schlaf vollkommen abschaltet. Einige Teile sind weiterhin beschäftigt. Benjamin hatte eine diagnostizierte Schlafstörung und man hätte ihm abnehmen können, dass er seine Frau umgebracht hatte, ohne dass er bei Bewußtsein war. Es kamen jedoch immer mehr Einzelheiten ans Licht, die ihn überführten.

Ich selbst träume jede Nacht. Indiana Jones Träume. Jede Nacht führe ich ein aufregendes Leben mit Hindernissen. Der hellste Wahnsinn. Könnte ich tauschen, würde ich meine Traumwelt zur Realität machen und nur träumen, dass ich auf dem Sofa sitze und für den Blog schreibe.

„How we all will live to be 100“. „All“ ist wohl nicht ganz richtig. Vor drei Tagen wurde eine Nachbarin beerdigt. 82 Jahre alt. Vor einhundert Jahren war das Durchschnittsalter in den U.S.A. 54 Jahre. Ein Baby, was jetzt geboren wurde, erreichte in den U.S.A ein Durchscnittsalter von 78 Jahren. Danach müsste ich eigentlich schon tot sein. In diesem Artikel werden zwei Gründe genannt warum wir sterben. 1. Körperzellen akkumulieren Schadstoffe. 2. In zunehmendem Alter sind wir Krankheiten wie Alzheimer, Krebs, Herzschäden ausgesetzt. - Ich kann den Unterschied nicht sehen, letztendlich geht doch alles darauf zurück, dass die Zellen unseres Körpers nicht mehr programmgerecht funktionieren. Und jetzt geht es wieder los mit Rapamycin, das Mäuse älter werden lässt. So wie ich es sehe, wird nur Technik weiterhelfen. Austausch von Organen, von Hirnzellen, Download von Bewußtsein und Erinnerungen. Sprechen wir in 1000 Jahren noch mal darüber, lol.

„Mind in Motion“. Gelähmte Menschen bewegungsfähig zu machen. Eine Möglichkeit: Das Exoskeleton. Die Idee kommt aus der SF. Brasilianische Forscher arbeiten mit Wissenschaftlern aus Europa und den U.S.A an einem Projekt, dessen Resultat einem gelähmten Jungen ermöglichen sollen, bei der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien den zeremoniellen Anstoß auszuführen..

Es geht darum, Signale von Neuronen aufzufangen und an das Exoskeleton weiterzugeben. Ob es funktioniert, bleibt abzuwarten; denn Mikrodrähte sind in das Gehirn zu implantieren, welche Signale von 4000 bis 6000 Neuronen auffangen müssen. Diese werden mit Hilfe von Software-Algorhythmen in Bewegungsabläufe umgewandelt.

In „The Edge of Ambition“ werden technische Errungenschaften unserer Zeit aufgezeigt.
 
„Delta Works“ Ein Wasser abweisendes Netzwerk aus Kanälen, Deichen und Dämmen von 16000 km Länge in Holland. Arbeiten an diesem Projekt dauerten ein halbes Jahrhundert.

„Triton 36000/3“. Unterseeboot mit einer Sicht von 360 Grad.

„Neural Processing Cores“. IBM arbeitet an diesen Chips, welche das Gehirn von Tieren nachbilden sollen. Die Jungs sind doch schon ziemlich weit damit gekommen, seit der Mr. Watson die erste Lochkarte vorgestellt hat. Das Unternehmen fand ich etwas Geheimnis umwittert. Ich hätte dort gern gearbeitet. Programmierer fand ich cool. Als ich bei Osram Glühlampen verkaufte stand ich abends neben einem Programmierer im Hamburger Star-Club. Wir standen am Notausgang, hatten gute Sicht auf Bühne und Tanzfläche und mussten dem Kellner 50 Pfennig in die Hand drücken, damit er uns da stehen ließ. Die Kellner waren Schlägertypen und wir twisteten elegant um Blutlachen auf der Tanzfläche herum. Na ja. St. Pauli. Zurück zu IBM. Bei Reemtsma wurde ich Betriebsorganisator und Programmierer. Wir programmierten IBM Mainframes wie 1401, 360 und Minicomputer wie die schräge 1 mit Cobol, Assembler und der /1 Programmiersprache. PCs kamen erst später. Meinen ersten Laptop kaufte ich 1987 in Köln. Einen Toshiba mit rotem Plasmaschirm, Ich schleppte das Ding zur Arbeit in die U.S.A und musste einen Schraubenzieher benutzen, um die Spannung zu ändern.

„New Safe Confinement“. Der Welt größte Sarkophag seit der Pyramide von Gizeh. 2015 soll das Atomkraftwerk von Tschnernobyl umschließen. Die Hülle wird 300 m entfernt vom Atommeiler zusammengesetzt und danach zum Kraftwerk gerollt und drübergestülpt.

„Internet“ benötigt keinen Kommentar.

„Programmable Stem Cells“. Stammzellen. Auch darüber wurde schon genug geschrieben.

„International Space Station“. Sie kostete 140 Millionen Dollar, besitzt 15 Räume und rauscht mit 27.000 km/h um die Erde herum.

„Microrobotic Spies“. Drohnen in Form von Kolibris, Fliegen, Bienen können Videos aufnehmen und zur Zentrale senden.

„Mponeng Goldmine“. In Südafrika wird tief geschürft, bis zu 3 km tief. Temperaturen werden dort von 60 Grad Celsius mit Hilfe von Eis, was in die Tiefe gepumpt wird, auf rund 27 Grad gesenkt.

„Endurance Robot“. Von der NASA entwickelt, soll er Seen unter der Antarktis erforschen und später herausfinden, was unter der Eisschicht des Jupitermondes Europa liegt.

„Machines of the Infinite“. In den 50er Jahren beschäftigten sich die Mathematiker Gödel und Neumann mit der Frage, ob Computer jedes Problem lösen können. Leicht und schnell zu lösende Probleme werden P-Probleme (polynominal time) genannt. Alle anderen sind NP-Problems. NP ist zum Beispiel das Travelling Salesman Problem. Die Frage: Ist P = NP? P und NP sind Komplexitätsklassen. Die Frage wurde bis heute nicht gelöst. Ich überlasse das Problem anderen, da ich nicht hindurch steige.

„Questions for the next Million Years“.

Wie fing Leben an? Sind Naturkonstanten wirklich festgeschrieben? Wie häufig kommen Mega-Erdbeben vor? Werden wir uns entwickeln, um fatalen Krankheiten zu widerstehen? Wie smart werden sie? (Wenn Primaten kognitiv fähiger werden). Wie explodieren massive Sterne? (Darüber schrieb ich schon etwas). Wie verwittern Materialien? Was zeichnet eine neue Species aus? Steht das Universum auf dem Kopf? Werden unsere Köpfe größer? Wie werden Geburten in höherem Alter unseren Körper verändern? Gibt es Protonen für immer?

„The Great Climate Experiment“. Well, darunter stand: How far can we push the Planet? Ich meine, solange, bis er explodiert, lol. Wird interessant, wenn wir an die Umweltverschmutzer wie China denken, auch wenn sie gegensteuern. Im italienischen Taranto hat ILVA, die größte Stahlkocherei Europas über 40 Jahre Gift gepustet, das zu Krebs führte, wie vor einigen Monaten eine Studie aufzeigte. Jetzt hat sich die Magistratur entschlossen, die Manager unter Hausarrest zu stellen und dort liegende Endprodukte nicht ausliefern zu lassen. So um 10.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr. Die Regierung versucht mit einem Dekret den Laden am Laufen zu halten, kommt aber gegen die Richter nicht an.

Treibhausgase werden weiterhin in großem Mengen freigesetzt, Meerwasser wird kohlensäurehaltiger. Es wird 120 m ansteigen, wenn alles Eis weggeschmolzen ist. Dann haben wir die Adria vor unserem Haus, falls es noch nicht weggespült worden ist. Na, wir haben noch die Alpen, in die wir flüchten können. Da gibt es auch weniger Erdbeben. Wie auch immer, wir befinden uns bereits in dem Prozess, in dem das Wüstenklima auf Italien übergreift. Und es gibt immer noch Republikaner in den U.S, welche die Erwärmung des irdischen Klimas für ein Manöver von Wissenschaftlern halten, um sich Geld vom Staat zu sichern.

„Beyond the Quantum Horizon“. Wie der olle Heisenberg schon meinte: „Es gibt nur eins. Entweder die Position oder die Geschwindigkeit.“ Nun, ich habe ihm die Worte in den Mund gelegt, aber darauf läuft es hinaus. Beides geht nicht. Heisenbergs Principio di Indeterminazione heißt wohl Heisenbergs Unschärferelation. Tja, mit einem Quantumcomputer, der Qubits benutzt, die entweder an und aus, an und an, aus und aus oder aus und an sind. Was den Bau so schwierig macht, ist Dekohärenz, welche Resultate zerstört. Sollte er funktionieren, wird er alles bisher da gewesene in den Schatten stellen und helfen, dass die Menschheit in großem Massstab ihr Wissen erweitert. Pech, dass ich das nicht mehr mit bekomme.




giovedì, gennaio 24, 2013

Alt und einsam? Muss nicht sein.

Es gab einen Artikel in einer der letzten SPIEGEL-Ausgaben über Alterseinsamkeit. Kommt häufig vor. Wenn der Partner gestorben ist, kann dies zu Depressionen, zur Vermüllung der Wohnung führen etc. etc.

Ich zitiere mal einen Leserbrief zu diesem Thema: "Ich bin 85 und habe folgendes Rezept gegen eventuelle Einsamkeit. Seit vier Jahren bin ich glücklicher Einwohner der virtuellen Welt "Second Life", ich bin dort ebenso glücklich verheiratet, habe eine große Familie, viele Hunde und Katzen auf einer wunderschönen Insel. Warum kommt diese, doch fast jedem alten Menschen mögliche Alternative in Ihrem Artikel nicht vor? Sind die übrigen Grufties alle nur Volksmusikliebhaber oder Tattergreise?"

Tja. Da ist was dran. Ich hänge ja auch schon 6 Jahre in "Second Life" herum. Nur, wenn ich mir die Alten in meinem Dorf ansehe, werden die meisten von ihnen gar nicht mit einem Computer umgehen können. Woher auch? Bis vor kurzem standen die meisten von ihnen jeden Monatsanfang im Postamt an, um sich ihre Pension auszahlen zu lassen. Mit dem technischen Kram einer Überweisung wollten sie nichts zu tun haben. Inzwischen hat die Monti-Regierung dekretiert, dass Pensionen von mehr als 1000 Euros auf ein Konto zu überweisen sind. Das werden sie wohl noch gerade hinbekommen.

Es ist erwiesen, dass Technik an den meisten Menschen vorbei zieht. Sich ständig auf dem Laufenden zu halten fällt ihnen schwer. Ich selbst bin ja auch schon von gestern. Habe noch nicht mal ein Smartphone, zwar einen Twitter- und Facebook-Account. Gehe dort aber selten rein. Und um eine App schreiben zu können, müsste ich mir erst mal ein Buch kaufen.

venerdì, gennaio 18, 2013




Andromeda Nachrichten 240

Der MUCCON 2013, gleichzeitig Jahres Con des SFCD, findet am 26./27. Oktober in München statt. Wenn nichts dazwischen kommt, bin ich wohl mal dabei. Wäre doch was.

Andromeda startet mit Harald Wassers Beitrag „Zwischen den Zeilen ist die Welt grenzenlos“. Eine Abhandlung über das Konstrukt eines Romanes, einer Geschichte. Ich selbst lese unter anderem „Atlas Shrugged“, einen Roman, dessen Inhalt wert ist analysiert zu werden. Wenn ich die tausend Seiten durchgelesen habe, werde ich einiges davon in diesem Blog besprechen.

Jürgen Lautner schreibt über die zweite Steampunk Convention in Fond-de-Gras, Luxemburg. Er berichtet über den Buchmesse-Con vom Oktober, über den MucCon 2012 in München. Die SF-Variante Steampunk behauptet ihren Platz auf den Cons, auf denen ansonsten die Fantasy vorherrscht. Nette Idee, sich als Lektorin auf dem Münchner Con fürs redigieren einer zehnseitigen Kurzgeschichte versteigern zu lassen.

Birgit Fischer erzählt von einem Abend mit Jesco von Puttkamer, der inzwischen von uns gegangen ist.

Bei den für 2013 anstehenden Veranstaltungen ist der OldieCon nicht aufgeführt. Schlapp. Hier sind die übrigen:

Dort.Con, Dortmund, 09. - 10.03., www.dortcon.de

Eastercon, Bradford,UK, 29.03. - 01.04., www.eightsquaredcon.org

Eurocon, Kiev,Ukraine, 11.04. - 14.04., www.eurocon.org.ua

Aethercircus, Stade, 04.05. - 05.05. , aethercircus.blogspot.de

FedCon, Düsseldorf, 09.05 – 12.05., www.fedcon.de

GarchingCon, 17.05. - 19.05., www.garching-con.net

RPC Roleplay Convention, Köln, 01.06. - 02.06, www.rpc-germany.de

Das war es, abgesehen von Spartenbeiträgen, die den größten Teil des Inhalts bestreiten. Hat mir gefallen.

Erstaunlich ist, dass die British Science Fiction Association es nicht mehr schafft, ihre Druckerzeugnisse zu erstellen. Es ging schon damit los, dass „Matrix“, das Nachrichtenmagazin mit der Begründung verschwand, die Neuigkeiten seien schon von Gestern, wenn sie gedruckt würden. Internet sei doch viel aktueller. Nur dann war „Matrix“ dort auch verschwunden. Von den anderen Magazinen war auch nichts mehr zu sehen. Keine Manpower. Ich fand die Beiträge ausgezeichnet und meinte, Andromeda könnte sich an ihnen ein Beispiel nehmen. Aber nicht daran, lol.






giovedì, gennaio 17, 2013




Scientific American, August 2012



The Benevolence of Black Holes“. Schwarze Löcher scheinen Dauerthema zu sein. So wie ich es verstanden habe, benehmen sie sich fast wie Waschmaschinen. Sie sind nur aktiv, wenn sie etwas zu verarbeiten haben, genug Materie in der Nähe ist, die sie verschlucken. Das im Zentrum unserer Galaxis besitzt die Masse von 4 Millionen Sonnen. Also moderat. Es strahlt beträchtliche Mengen an Energie aus und hält die Galaxis am Köcheln. Gerade so, dass jedes Jahr ein paar Sonnensysteme entstehen. Für Erde und uns war es vorteilhaft. Es gibt keine übermäßigen Turbolenzen und in unserer Ecke der Galaxis bleibt es ruhig.

The joyful Mind“. Das Hirn ist ja schon lange kartographiert. Man hielt Wunsch und Genuß nicht auseinander. Man steckte Elektroden in Rattenköpfe, und wenn die Tiere zum Essnapf liefen, war man der Ansicht, das Genußzentrum sei angepiekst. Es war das Wunschzentrum. Das des Genusses liegt woanders

New Life for ancient DNA“. Es ist nicht wie im Film „Jurassic Park“, aber ein Ansatz. Vorfahren der Mammute lebten vor 2 Millionen Jahren in den Subtropen der afrikanischen Steppe. Dann zogen sie nach Sibirien just in dem Moment, als die Pleistocene Eiszeit anbrach. Verknöcherte, gefrorene, mummifizierte Reste wurden dort aus dem Permafrost gegraben. Forschern gelang es, das mytochondrische Genom von Mammuten herzustellen, später das eines kompletten Zellkerns. Dadurch war es möglich, genetische Unterschiede zwischen Mammuten und Elefanten der Neuzeit ausfindig zu machen. Ein erster Schritt, Klone aus ausgestorbenen Tieren zu erzeugen?. Die Forscher sind skeptisch.

Deadly Rays from the Clouds“. Der Titel gleicht dem eines B-Movies. Man hat festgestellt, dass bei Gewitter Gamma- und Röntgenstrahlen freigesetzt werden. Diese stünden mit elektrischen Entladungen in 80 km Höhe in Verbindung. So dachte man. Entladungen dieser Art werden Sprites, also Geister, Kobolde, genannt. Ein rotes Licht, dass sich kilometerweit ausdehnte.

Man fand schließlich heraus, dass Antimateriepartikel entstanden. Positronen also, die bei Kollision mit Elektronen Gamma- und Röntgenstrahlen erzeugen. Schäden sind nicht zu befürchteten, da Flugzeugpiloten angewiesen sind, Gewitterwolken zu meiden.

Building a better Science Teacher“. Mathe, Physik, Chemie usw. Die U.S.A sind anscheinend nicht mit viel qualifizierten Lehrern gesegnet. Immerhin wurde erkannt, dass es meistens an ihrer Ausbildung liegt, wenn Schüler gut abschneiden. Mit anderen Worten, Lehrer mit wissenschaftlichen Abschlüssen haben bessere Schüler. - Wie auch in Deutschland, wo die Schulhoheit bei den Ländern liegt, bestimmen die Staaten in den U.S über die Vorbereitung von Lehrern. Häufig jedoch springen qualifizierte Lehrer nach einigen Jahren ab, weil sie keine Lust mehr haben sich bei schlechter Bezahlung mit Schülern abzugeben. Ich hätte auch keine. Nur gut, dass es noch Idealisten gibt.

Quiet little Traitors“. Körperzellen, die aufgehört haben, sich zu teilen. Ist das gut? Man nahm es an. Zum einen war man der Meinung, dass derartige Zellen keinen Krebs erzeugen. Jedoch auf der anderen Seite förderten sie das Altern, da keine neuen Zellen hergestellt wurden. Der Witz: Das Gegenteil ist der Fall. Diese Zellen setzen Botenstoffe frei, die benachbarte Zellen veranlassen sich fortgesetzt zu teilen und Tumore zu bilden. - Welche Möglichkeiten gibt es, die Entstehung dieser

Senescent Cells“, wie sie auf englisch heißen, zu unterbinden?. Keine. Man kann sie nur verlangsamen, dadurch dass man weniger isst, nicht raucht und sich bewegt. Ja nun. Sich bewegen, bei diesem Scheisswetter. Und dann gibt es das Medikament Rapamycin. Darüber gab es auch schon mal etwas in meinem Blog. Von Bakterien der Osterinseln erzeugt, soll es Leben verlängern.

Tja, bei Ratten. Außerdem macht es Testobjekte anfälliger für Diabetes und schwächt das Immunsystem. Lieber weniger essen?

Which Species will die?“ Der letzte Beitrag veranschaulicht die Bemühugen von Umweltschützern Methoden auszuarbeiten, wie bei limitierten Resourcen die größtmögliche Anzahl von gefährdeten Species gerettet werden kann. Verschiedene Auswahlmethoden werden diskutiert wie „Function First“. Welche Funktion üben von der Auslöschung bedrohte Tiere und Pflanzen aus? „Evolution first“. Ist mit der Rettung die genetische Vielfalt gesichert?


mercoledì, gennaio 16, 2013


Ich habe hier noch ein „SFCD Intern“ herum liegen.
 
Vielleicht weiß es noch nicht jeder:
SFCD-Con ist dieses Jahr in München. 2014 soll er in Schwerin sein.
2015 gibt’s Anfang Juli einen Con in Wetzlar. Da hatten wir ja schon Oldie-Cons. Nette kleine Stadt mit preiswerten und guten Restaurants.
Der SFCD-Con selbst ist für 2015 in Leipzig geplant.
Der World-Con 2014 soll in London stattfinden. Dieses Jahr in San Antonio, Texas.
Der Euro-Con dieses Jahr in Kiew und 2014 in Dublin.

domenica, gennaio 13, 2013



BLUUP POING


Ich konnte nicht widerstehen. Hier ist er, „Don Martin, die MAD-Werke der Zeichner-Legende, Band 1, 1956 – 1967.

Horst Margeit, der SFGH-Intellektuelle und Co-Redakteur von „NOVA“ (SFGH = Science Fiction Gruppe Hamburg), deren Vorsitzender ich war, und ich waren begeisterte MAD-Leser. So hatten wir Alfred E Neumann auf dem Titel unseres Nachrichtenzines „Goshoboyoboy“. Ich Dussel, und Mann war ich überheblich, jetzt bin ich perfekt, hehe, hatte kein Datum drauf geschrieben. Muss aber so in den Anfängen der 60er gewesen sein.
 

Ich würde „Don Martin“ ja gern auf den Couchtisch platzieren, aber da hat meine Frau schon ihre Superman- und Tex Willer-Hefte ausgebreitet. Ich sehe einen erbitterten Kampf um einen Platz auf mich zukommen.

Ach so, außerdem habe ich mir den Astra GTC zugelegt, damit ich schneller zum Oldie-Con komme.


giovedì, gennaio 10, 2013

Zur Zeit fahre ich auf The Smiths und auf Morrissey ab.

Der letztere war Lead Sänger bei The Smith. Die Band hat sich aufgelöst. Morrissey macht allein weiter. Er ist Kult. Seht Euch die Videos auf You Tube an. Morrissey hat keine herausragende Stimme, es geht um die Song Texte. Lohnt sich seine Shows auf You Tube anzusehen.

lunedì, gennaio 07, 2013

Terraforming  (Minuten-Novelle)

Zuerst verendeten Kühe, Schafe, die anderen Tiere, dann die Menschen.

Nun, ganz so war es ja nicht. Sie verendeten nicht, es veränderte sie. Ein Raumschiff, das die Erde umkreiste, den Sauerstoff in Methan umwandelte und alles, was lebte, in Röhren transformierte. Röhren, die in die Erde eingelassen, sich unter Methanstürmen biegend, den verbliebenen Sauerstoff aufsaugten und als Methan in die Atmosphäre abgaben.

Es war nicht zu sehen. Doch als Apotheker Schmidt hinter der Tonbank steif wurde und sein Kittel zu Boden fiel, wusste ich, das Raumschiff stand über unserem Ort, und ich lief zur Tür hinaus.

Terraforming, so hieß es im Fernsehen. Sie formten die Erde um. Das Hubble-Teleskop hatte eine Armada von Raumschiffen ausgemacht, die sich unserem Planeten näherten. Methanatmer.

Anne und ich hätten davon laufen können. Wie lange? Wir mochten nicht. Wir waren zu alt. Ich stellte mich mit meiner Frau ans Fenster. Eine silbrig glänzende Säulengestalt schüttelte sich unter dem Wind, der durch den Hof fegte. Unser Knecht Johann stand fest verwurzelt hinter dem Misthaufen. Dann wurde die Luft knapp, und ich fiel in Ohnmacht. Als ich wieder erwachte, sah ich Anne mit ganz anderen Augen an.

Langweilig

Zehn Mal hab ich sie gefragt,
Elf Mal hat sie ja gesagt,
Doch nun frage ich nicht mehr
Und mach mich über Erdbeerkuchen her.
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Fiel mir heute morgen im Bett ein, lol.

sabato, gennaio 05, 2013



Mann, jetzt muss man seine Fotos ins Picasa Album laden, bevor man sie in den Blog stellen kann.
Stelle man sich vor, dass Otto Normalverbraucher da durchsteigen muss.


Scientific American, July 2012

„Why we help“. Zu Zeiten Charles Darwins herrschte bei Wissenschaftlern die Meinung vor, helfen bringe nichts. Es brächte keinen Vorteil, würde man einem Konkurrenten helfen, seine Gene zu erhalten. Es galt das Recht des Stärkeren. Warum helfen Leute dann? Nicht helfen ist kurzsichtig. Hilft man nicht, kann man keine Hilfe erwarten, wenn man sie benötigt. Man hat konstatiert, wie wie Neigung zur Hilfe mit der Zeit die Oberhand gewinnt. Man kann dies auch anhand der Spieltheorie wie „The Prisoner´s Dilemma“ heraus bekommen.

In „Reading the Red Planet“ wird die zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Ausgabe noch nicht durchgeführte Landung des Marsrovers beschrieben. Wie wir wissen, wurde die Landung zum Meisterstück.

„Secrets of the HIV Controllers“. Es gibt infizierte Personen, deren Immunsystem das HIV-Virus im Schach hält, ohne dass sie Medikamente einnehmen müssen. Helfer T-Zellen kommandieren als Generäle die Landser der Killer T-Zellen dorthin, wo HIV-Viren zugeschlagen haben, um sie dort zu eliminieren. Das Dumme ist, Viren befallen auch Helfer T-Zellen. Killer T-Zellen sind dann auf sich selbst angewiesen und irren in der Blutbahn herum. Die Autoren fanden heraus, dass die Controller, infizierte Personen, die ohne Medikamente auskommen, genetische Abweichungen auf Chromosom 6 haben, aufgrund derer Killer T-Zellen von Viren befallene schneller erkennen und vernichten können. In diesem Falle können sich HIV-Zellen nur langsam vermehren und werden vom Immunsystem, dem ausreichend Generäle angehören, in Schach gehalten.

„Fleet of Foot“. Eine Unzahl an Schläuchen und Verbindungsmuttern und vier Metallbeine. Ein Robot-Packesel, Cheetah genannt, der das Gepäck von Soldaten im Einsatz schleppen soll. Gepäckmärsche werden auch nicht mehr das sein, was sie früher waren. Wir mussten noch am Ende der Grundausbildung 30 km mit Gepäck durch die Gegend latschen.

Der Cheetah soll max. 30 km/h schnell sein. Der Original-Cheetah erreicht 120 km/h. Klar, dass man beim Robot schon deshalb ein paar Abstriche machen muss, weil er Lasten zu tragen hat, lol. Der von der DARPA gesponserte Cheetah wird von Boston Dynamics hergestellt.

„Witness to the Antarctic Meltdown“. Die Antarktis verliert pro Jahr 190 Milliarden metrische Tonnen. Wahnsinn, kann man sich kaum vorstellen. Muss ich noch mal nachlesen, lol. Billion sind Milliarden bei uns, richtig? Dann stimmts. Es geht abwärts, obwohl im Inneren mehr Schnee fällt, der durch Verdunstung aufgrund höherer Temperaturen entsteht. Die Zunahme kann jedoch nicht den Verlust des Eises und seiner Gletscher kompensieren. 300 bis 600 dicke Eisfelder brechen weg und lassen die dahinter befindlichen Gletscher ins Meer rutschen. Zur Zeit rechnet man damit, dass sich der Wasserspiegel bis zum Jahr 2100 um 18 – 60 cm anhebt.

„Nobel Pursuits“. 62 Treffen von Nobelpreisträgern hat es bisher gegeben. Sie finden in Lindau am Bodensee statt. Einige veröffentlichten im „Scientific American“ über ihr Gebiet. Auszüge wurden vorgestellt. Sehr lehrreich. Hier einige Titel: Arthur H. Compton: The Secret message of the Cosmic Ray (1933), Riccardo Giacconi: X-Ray Stars (1967), Hans A. Bethe und Gerald Brown: How a Supernova explodes (1985), Steven Weinberg: Life in the Universe (1994), Ernest O. Lawrence and J.W. Beams: What is Light (1928); Maria G. Mayer: The Structure of the Nucleus (1951), Emilio Segre and Clyde E. Wiegand: The Antiproton (1956), Martinus J.G. Veltman: The Higgs Boson (1986), Arthur L. Schawlow: Optical Masers (1961), Hans A. Bethe, Richard L. Garwin, Kurt Gottfried, Henry W. Kendall: Space-Based Ballistic-Missile Defense (1984), Wayne M Itano and Norman F. Ramsey: Accurate Measurement of Time (1993), Andre K. Geim and Philip Kim: Carbon Wonderlang (2008).

„The Rat that laughed“. Neben Affen lachen auch Ratten, wenn sie gekitzelt werden. Hat das schon mal jemand mit Schweinen probiert? Quiecken die? Das bedeutet nicht, dass sie Humor besitzen. In diesem etwas nichtssagenden Artikel wurde Lachen in Joyful Laughter = Fröhliches Lachen, Taunting Laughter = Herausforderndes Lachen, Schadenfreude = Schadenfreude, Tickling Laughter = kitzelndes Lachen kategorisiert.

„Machines that think for themselves“. Computer können aus Erfahrung lernen, wenn sie so programmiert sind. Bei Tieren incl. Menschen ist das ja der Fall. Üblich sind unterschiedliche Lernarten wie Supervised Learning, Reinforcement Learning. Beim Supervised Learning bewertet ein Mensch im Computer gespeicherte Daten. Der Computer benutzt diese Bewertungen für künftige Berechnungen.

Reinforcement Learning ist bei Aktionssequenzen angezeigt. Auswahl verschiedener Pfade und Methoden. Führt z.B. Methode C zu einem besseren Ergebnis, wird die vom Computer übernommen. Der Autor meint, dass zuviel Computerpower nicht gut für das Lernen ist, da der Computer sich sonst auch dort auf die Suche machen würde, wo es gar nichts zu suchen gibt. Limits sind beim Lernen erforderlich. Wichtig ist auch, daß dafür genügend Daten zur Verfügung stehen, aus denen der Computer seine Schlüsse zieht.






giovedì, gennaio 03, 2013


Hier ein Gedicht aus meinen abendlichen Country & Westernbar Besuchen in Amerika
 
Der Gockel
 
Wenn ich auf dem Boden stehe
und mich in einem Spiegel sehe
hält die Zeit für mich dann an,
bin ich nicht ‘ne Pracht von Mann?
Cowboyhut und Cowboyhemd,
die Gürtelschnalle aufgeklemmt,
machen aus mir einen Gockel,
hier stösst mich keiner von dem Sockel.
Die Musik fängt zu spielen an,
wo sind die Frauen? Nichts wie ran.
Im Two-Step kenn ich mich doch aus,
da hab ich doch den Bogen raus.
Mit Horseshoe Flip geht es dann los,
Ich dreh die Frau, warum denn bloss?
Weil wichtig ist vor allen Dingen,
man muss die Frau zur Geltung bringen.
Dann kommt die Promenade dran,
auf mich kommt es dabei nicht an.
So lass ich sie zur Musik drehn.
Ich bin der Gockel, sie ist schön.
 


Kommt jetzt zusammen mit Armin Möhles „Fanzine Kurier“ heraus. Klar, dass jetzt mehr Fanzines besprochen werden, oder? Denn von denen gibt es immer weniger.

Dann Buchbesprechungen, darunter die des Jahrbuches „Das Science Fiction Jahr 2012“.

Rainer Eisfeld berichtet über die Ausstellung „Science Fiction in Deutschland“, die im Haus der Geschichte, Willy Brandt-Allee 14 in Bonn bis zum 10.3.2013 stattfindet.

Es gibt einen Jahresrückblick, Film-Notizen und -Besprechungen. Aufmachung: Farbig und gut zu lesen.

mercoledì, gennaio 02, 2013


Ich habe mir „Soylent Green“ noch einmal angesehen.
 
 Vorher sah ich es in den siebzigern. Starker Film. Soylent Green is people. Arghh. Doch der Mensch gewöhnt sich an alles. Auch, nachdem Charlton Heston das herausbekommen hat, dürfte sich nicht viel ändern. In dem Setting des Films wächst ja nicht mehr viel auf der Erde.



In unserer Wirklichkeit wird das Getreide zwar teurer, das Wasser knapper; doch mit neuen Bewässerungstechniken und genetisch modifiziertem Getreide werden wir uns wohl über die Zeit retten.

martedì, gennaio 01, 2013

Minuten Novelle Test im Altersheim

Hier eine Minuten-Novelle von mir, die ich so um 2004 geschrieben hatte. Das Thema wird sicher mit der Zeit aktueller, ist aber nicht neu. Denke man nur an den Film "Soylent Green".



Test im Altersheim


Laura sah ihren Mann bekümmert an. Es ging schon seit einem Monat so: Herrmann blickte nicht vom Frühstückstisch hoch, sah Laura nicht in die Augen, trank seinen Kaffee, nahm die Tasche und verließ grußlos die Wohnung.

Als Herrmann mit den beiden Achtzigjährigen in ein Altersheim fuhr, spürte er das gleiche Unbehagen wie die Tage zuvor. Dann stand er im Speisesaal des Seniorenheimes ‘Schöner Leben’ auf dem Podium vor krakeelenden Senioren und versuchte sich Gehör zu verschaffen.

“Darf ich Ihnen Heinz und Erich vorstellen? Sie sind achtzig Jahre alt, so alt wie die meisten von Ihnen.” Heinz und Erich blickten über die Senioren hinweg.

“Heinz, Erich, warum seid ihr heute hier?”

“Ich will was sagen.” Heinz setzte sich auf einen Stuhl.

“Was?”

“Wie schön das Sterben ist.” Erichs Gesicht glich einem grinsenden Totenkopf.

“Woher wisst ihr das?”

“Ich war schon mal tot.” Heinz legte Erich einen Arm um die Schultern.

“Und doch seid ihr hier.”

“Nun, ich war nur halb tot.” Erich legte Heinz einen Arm um die Schultern.

“Was habt ihr gesehen?”

“Mein ganzes Leben, und dann schwebte ich über meiner Leiche.” Die beiden glichen um achtzig Jahre zu spät auf die Welt gekommenen Siamesische Zwillingen.

“Habt ihr Angst gehabt?”

“Nein, denn ich hab ihn gesehen,” antworteten die Beiden.

“Was?”

“Den weißen Tunnel.”

“Und was ist dahinter?”

“Engel.” Heinz und Erich breiteten die Arme aus.

“Würdet ihr das wieder machen?”

“Was?”

“Sterben.”

“Ja, aber ich werde noch gebraucht.” Die beiden Alten erhoben sich und stellen sich an Herrmanns Seite.

“Heinz, Erich. Habt Dank für Eure Worte.”

Hermann wandte sich ans Publikum.

“Wie steht es mit Euch. Werdet Ihr noch gebraucht? Denkt darüber nach.”

Schwester Irmgard erhob sich aus der zweitenZuschauerreihe.

“Herrmann, vielen Dank für Ihre Worte. Morgen wird euch Senioren das Frühstück ans Bett gebracht. Auf dem Tablett findet ihr eine Tüte mit weissem Pulver. Schüttet es in den Kaffee und trinkt ihn aus. Dann seid ihr tot.”

Herrmann drehte sich zu den beiden Alten auf dem Podium.

“Heinz, Erich, ist das nicht ein herrlicher Zustand?”



Konferenzsaal der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BFA).

Herrmann blickte in die Runde und ergriff das Wort. “Tagesordnungspunkt: Rundschreiben Bundesministerium fuer Finanzen Nr. 12887, Begrenzen des Höchstrentenalters für Rentner auf achtzig Jahre.”

Herrmann hatte sich noch nie so einsam gefühlt. Und seine Kollegen?

“Der monatliche Test ist abgeschlossen.”

Für jeden Teilnehmer standen eine Schale Gebäck, ein leeres Glas, eine Flasche Wasser und eine Tüte mit weissem Pulver auf dem Konferenztisch. Herrmann goss Wasser in sein Glas und schüttete das Pulver dazu. Die Kollegen machten es ihm nach.

“Wir haben das Verhalten in zwanzig Altersheimen untersucht. Jeweils zehn Prozent der Insassen hat das Pulver genommen, die meisten waren in den Achtzigern.”

Heinz sah jeden Einzelnen seiner Kollegen an: “Anfang nächsten Monats wird jedem Rentner im Alter von achtzig Jahren oder mehr eine Tüte dieses Pulvers zugeschickt. Gleichzeitig startet unsere Kampagne mit Heinz und Erich im Fernsehen.”

Herrmann erhob sich. “Ich verabschiede mich jetzt von Ihnen” und trank das Glas aus.

Das taten seine Kollegen auch.







Auf das Jahresende wartend

, habe ich meinen langsamen Schlepptop im Wohnzimmer aufgebaut und neben mir einen Ordner mit meinen schriftlichen Ergüssen aus den Jahren 2002 und 2003, die irgendwo im Internet verschollen sind.

Ich stoße auf die Alcor Life Extension Foundation in Scottsdale Arizona, in der man sich einfrieren lassen und in besseren Zeiten wieder auftauen lassen kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man kurz vorher gestorben ist. Dann muss es vor dem Verwesungsprozess gemacht werden.

Inzwischen gibt es auch eine Gesellschaft in Deutschland. Hier mehr darüber.

Der Futurist Ray Kurzweil, Autor des Buches "The Age of the Spiritual Machine" wird sich, wie er sagt, auch einfrieren lassen. Er futtert zwar jeden Tag hunderte von Vitamin-Kapseln, aber irgendwann ist es auch beim ihm soweit. "Wired News" hatte ihn interviewt. Dort sagte er: "Vielleicht funktioniert das Auftauen nicht; aber wenn man es nicht macht, funktioniert es auf gar keinen Fall.

So um 2002 hatte ich zwei Geschichten darüber geschrieben: "Ewiges Hoffen" und "Was bleibt...".

Allen Lesern ein frohes neues Jahr