domenica, febbraio 28, 2016

Stoibers legendäre Transrapid-Rede

Gestern war ich auf Edmung Stoibers Transrapid Rede gestoßen. Jemand bekräftigte, dass sie Kunst sei.
 In der Tat. Seine Reden sind der Stoff, aus dem Legenden gemacht werden. Wer hatte denn jemals so leidenschaftlich deutsche Technologie propagiert. Solche Leute fehlen uns heute. Hier einige You Tube-Ausschnitte.Gestern war ich auf Edmung Stoibers Transrapid Rede gestoßen. Jemand bekräftigte, dass sie Kunst sei. In der Tat. Seine Reden sind der Stoff aus dem Legenden gemacht werden. Wer hatte denn jemals so leidenschaftlich deutsche Technologie propagiert. Solche Leute fehlen uns heute. Hier einige You Tube-Ausschnitte.

lunedì, febbraio 22, 2016

Silicon Valley "Awesome"

In der „Zeit-online“ las ich einen interessanten Artikel über das Silicon Valley. David Hugendick beschreibt die Einstellung derjenigen, die dort als Informatiker und Kodierer arbeiten. Gute Laune und viel Arbeit schließen sich nicht gegenseitig aus.
Dann fand ich in einer „Business Week“-Ausgabe den Artikel „Coders like us“, in der von Schwarzen erzählt wurde, die Informatik studiert haben und sich auf die Suche nach einem Job begeben. Sie haben weitaus schlechtere Karten als die Weißen. Aber das ist ja nichts Neues.
Im Winter 1991 ging ich ins Delta College in Bay City in Michigan, um mich zu einem Psychologie Abendkurs anzumelden. „Allgemeine Psychologie“. Den der „Angewandten Psychologie“ hatte ich schon hinter mich gebracht. In einer Klasse gab es noch freie Plätze, die war in Saginaw, eine Stadt, in der überwiegend Schwarze wohnten, während ich in Midland arbeitet, wo Schwarze mit der Lupe gesucht werden mussten.
Nun, die Zusammensetzung der Klasse war: 1 Latino, drei Weisse (die in den U.S.A. Aus unerfindlichen Gründen Kaukasier heißen) und der Rest Schwarze. Der Lehrer war auch ein Afroamerikaner. Der Unterricht war lebendig und interessant und der Lehrer bombardierte uns mit wilden Verschwörungstheorien. Zum Beispiel meinte er, AIDS wäre von Weißen absichtlich unter den Schwarzen propagiert mit dem Ziel, diese auszurotten.
Alle zwei Wochen gab es Tests über das Gelernte. Die Politik des Colleges war, dass, wenn Schwarze in einer Klasse waren, die Testnoten für alle um einen Punkt nach oben geschoben wurden. Solche Prozeduren gibt es auch heute noch in vielen Colleges der U.S.A.
Dieser Artikel nun schildert, das Schwarze bestimmte Universitäten besuchen, in der sie unter sich sind. Eine davon ist die Howard University in Washington. Und nun ein Job in Silicon Valley. Dort gibt es eine beträchtliche Anzahl von Kids, die schon zu kodieren anfangen, bevor sie die Grundschule besuchen. Später machen sie bei Hackathons mit, gehen auf Probe in Start-Ups. Es sind die Wow-People, die mit Enthusiasmus die Informatik und alles, was damit zusammenhängt, aufsaugen. Schwarze tun sich schwerer. Google und Konsorten halten sich lieber ihre Wow-Gemeinde.
Die U.S.A. als Land der unbegrenzten Möglichkeiten machen aus Sch..... Bonbons. Aus Gifs zum Beispiel animierte Blickfänger, die von den Abnehmern bezahlt und dann für die Werbung eingesetzt werden. Ich trug gerade mal „Gif“ ins Suchfeld meines Computers ein und bekam einen Windows Gif Animator auf den Schirm. Ich suchte die Dokumentation dazu und erhielt die Nachricht, dass dazu ein Modul gehörte, welches jedoch kein Bestzandteil von Windows 8.1 sei. Soviel zu Gifs und Giffy.



giovedì, febbraio 18, 2016

„Lügenpresse“?


Der Spiegel wollte in seinem Beitrag Die Vertrauensfrage von seinen Lesern wissen, warum so viele Bundesbürger den Journalisten nicht mehr trauen. Da fallen einem ja tausende von Gründen ein. Ich habe einige als Antwort aufgezählt, die ich auch hier zum Besten gebe.


Ich beziehe mich nur auf den „Spiegel“, da ich als in Italien lebender keine anderen deutschen Presseerzeugnisse lese.
Was mich störte war, dass es Monate, bevor die Flüchtlinge aus Ungarn nach Deutschland zogen, keine Vorwarnung gegeben hat mit der Aufforderung an die Regierung, sich auf die Mengen von Menschen vorzubereiten, die jetzt nach Deutschland einwandern. Wenn zu diesem Zeitpunkt Verhandlungen mit anderen EU-Staaten geführt worden wären, hätte man ein Einwanderungesetz verabschieden können, das den Flüchtlingen die Möglichkeiten und Grenzen für eine Einwanderung aufgezeigt hätte, abhängig vom Verhandlungsergebnis mit anderen EU-Staaten. Das, was Frau Merkel mit „wir schaffen das“ überdeckt, ist der Mangel an Planung für solche Fälle.
Weiterhin las ich keinen Beitrag im „Spiegel“, der die potenziellen Risiken der Aufnahme einer derartig hohen  Anzahl von Flüchtlingen aufgelistet hat, zusammen mit entsprechenden Maßnahmen, diese Risiken zu minimieren. Das hätte Regierungsmitglieder zu zügigem Handeln veranlassen können.
Dass die Bamf tausende von Asylanträgen vor sich hinschob, war ein Witz und hätte viel schärfer von der Presse kritisiert werden müssen. In diesem Zusammenhang wäre es sinnvoll gewesen, einen Beitrag zu bringen, der eine Digitalisierung der Prozeduren aufgezeigt hätte. Mit einer entsprechenden Skalierbarkeit hätte jede Menge von Anträgen zügig bearbeitet werden können.
Ein weiterer kritischer Punkt, mit dem sich die Presse hätte beschäftigen müssen, ist die Dynamik von Abschiebungen, die von den Bundesländern gespeist wird.
„Der Spiegel“ dümpelte die ganze Zeit über in seichtem Fahrwasser, versuchte mit der moralischen Keule
Ein Manko der Presse, also auch des „Spiegel“ ist ja, dass sie nur den Ist-Zustand aufzeigt und dann ein paar verschwurbelte kritische Kommentare abliefert. Mir scheint das zu wenig. Es sollten konkrete Vorschläge von der Presse auf den Tisch gelegt werden, um Regierungsmitgliedern und Ministerien auf die Sprünge zu helfen; denn allein schaffen die es nicht. An den Schalthebeln der deutschen Macht gibt es keine Maker and Shaker. Ich sehe nur schlaffe Figuren, im Gegensatz zu den Leuten in Österreich, Ungarn, Polen, Schweden und Dänemark sowie Großbrittanien.
Der „Spiegel“ hätte darüber hinaus auch die Handlungsfähigkeit der europäischen Institutionen wie die Forex unter die Lupe nehmen sollen, die doch die europäischen Grenzen kontrollieren sollte. Ich habe mich schon immer darüber gewundert, warum diese Agentur in Polen stationiert ist, wo doch die Flüchtlinge in Griechenland und/oder Italien anlanden.
Statt dessen hat der „Spiegel“ mit seinen Kommentaristen eine nebulose von allen Sachzwängen befreite aber politisch korrekte Willkommenskultur ausgelebt, mit denen ein Großteil der Bundesbürger nichts anfangen kann.
Die schlaffe Regierung sowie die politisch korrekte Presse werden von einem Großteil der Bevölkerung, zu dem auch ich gehörte als realitätsfremd und daher als unglaubwürdig angesehen.
Beim „Spiegel“ trifft es nur insoweit zu, als Tatsachen mit Meinungen vermischt werden. Würden Sie sich darauf beschränken, nur Geschehnisse darzustellen und Ihre Meinung für sich zu behalten, wäre es ein Schritt, wieder das Vertrauen Ihrer Leser zu erwerben.



Profilbild

Ich habe mein Profilbild geändert. Ich kann mich in den Schatten, in die Sonne stellen, vor unterschiedlichem Hintergrund. Geht einfach nicht mehr. Mit 76 sehe ich nicht mehr wie 18 aus, lol

mercoledì, febbraio 17, 2016

Kostenlose E-Bücher und -Geschichten

stellt genug kostenlosen Lesestoff für den Bildschirm zur Verfügung, dass es für ein Leben reicht. Es ist auch ein Haufen SF dabei. Zum Beispiel Ray Bradburys Story A little Journey aus Galaxy August 1951, aus den Zeiten der Hochblüte der SF. Cool.


Mir wird der Lesestoff sicher nicht ausgehen. Andernfalls wüsste ich, wo ich kostenlose SF-Klassiker auftreiben könnte.


Fahrdienstleiter Bad Aibling


Er hat einen Fehler gemacht. Jeder macht welche. Dieser war tödlich. Deshalb wird sicher Anklage gegen ihn erhoben.
Es war ein Fehler. Der Mensch ist fehleranfällig. Bei dem Stand der Technik ist es angebracht zu überlegen, ob Maschinen nicht Fehler, die Tote und Verletzte als Konsequenzen haben, abfangen können. Maschinen sollten, wenigstens in einer Übergangsphase, nicht selbständig entscheiden, aber zumindest eingreifen, wenn es offenkundig ist, dass der Mensch einen Fehler begeht.

Fehlermöglichkeiten herauszufinden, zu klassifizieren und geeignete maschinelle Hilfestellungen zu entwickeln, wäre eine permanente Aufgabe. Packen wir es an.

Interzone 262, New Science Fiction & Fantasy, Jan-Feb 2016



Es muss was dran sein an Geschichten, die hängen bleiben, wenn man ein Magazin zur Seite gelegt hat. Ich nenne ihn den Permanenz-Effekt, lol. Und hier ist es die Story The Water Walls of Enceladus von Mercurio D. Rivera.

Das Thema: Der Körper der Protagkünstlerin ist von einem Virus zerstört und unkenntlich gemacht, dass sich Menschen, mehr oder weniger offen, mit Grausen von ihr abwenden. So unterzeichnet sie einen Kontrakt, für 5 Jahre auf einem alienen Planeten zu singen, der von den Wergens bewohnt wird. Die können gar nicht genug von ihr bekommen. Sie folgen ihr auf Schritt und Tritt, lauter Stalker, bis es ihr zu viel wird und sie sich vornimmt, den Kontrakt zu brechen und zu den Menschen zurückzukehren.


Nach einigen Widerständen gelingt es ihr, sich in einen Raumfrachter zu werfen, der auf dem Weg zur Erde ist. Auf einer Raumstation erfährt sie schließlich, dass die Wergen schon seit Jahren ein Gegengift entwickelt hatten, dass den Auswirkungen des Virus ein Ende bereitet. 

martedì, febbraio 16, 2016

Scientific American, February 2016




Auf dem Titelbild ist der Planet X abgebildet. Ein Planet, den bisher niemand sah und der vielleicht nur in der Phantasie einiger Forscher existiert.

The Search for Planet X.
Vielleicht könnte man ein B-Movie draus machen. Im Kuiper Belt geistern allerhand Himmelskörper herum. Planet X könnte einer von ihnen sein. KBOs, Kuiper Belt Objects haben eine Umlaufbahn um die Sonne, die von der der Planeten unseres Sonnensystems abweicht. Als sich die Planeten während einer chaotischen Phase aus der Gasscheibe um die Sonne bildeten, waren ihre Bahnen instabil. Manche wurden Hunderte von Millionen von Kilometern nach draußen getragen. Dazu könnte auch eine Supererde gehören. Eine Planetenart, die zu den häufigsten entdeckten Exoplaneten zählt. So, nun machten die Astronomen Annahmen, wo würde ein derartiger Planet heutzutage positioniert sein, wenn er zur chaotischen Zeit sich in Jupiternähe befunden hätte und sie kamen zum dem Schluss, dass er in einer stark elliptischen Umlaufbahn sein würde, die, wenn sie zu eng wäre, den Planeten in den Raum hinausschleudern würde.

Einige Himmelskörper, die um die Sonne kreisen, haben eine Umlaufbahn, die um die viertausend Jahre dauert. Aus dem synchronisierten Verhalten dieser Eisplaneten oder Planetoiden schließen einige, dass da draußen noch eine Supererde sein muss. There is something out there. Hört sich stark nach X-Files an, lol.

Bitter Taste Bodyguards. Die meisten Geschmacksrezeptoren gibt es auf der Zunge. Claro. Von denen, die bitter-süß identifizieren, haben wir um die 25 Arten. Bitter wird vom Organismus als heikel angesehen. Der Geschmack könnte durch Pathogene erzeugt werden. Nun kam heraus, dass es auch Geschmacksrezeptoren in anderen Teilen des Körpers gibt. Sie üben dort ihre Immunfunktion aus: Schlagen Alarm, bilden Stickstoffmonoxid, das Bakterien abtötet und setzen die Bewegung von Zilien in Gang. Stark: ich brauche bei Google Crome nur das englische Wort eingeben und dazu schreiben in german und schon steht das deutsche Wort da.

Chronische Rhinosinusitis, von der anscheinend eine stattliche Anzahl von Menschen befallen ist, wird ebenfalls durch Geschmackrezeptoren gedämpft.
Aber wie das Leben so spielt: Eine Menschengruppe ist nur mit der insensitiven Variante des Proteins T2R38 ausgestattet. Das Protein ist Synonym des bitteren Geschmackrezeptors. Nur hier hilft er nicht.

Collective Wisdom of Ants. Hier hat die Natur Erstaunliches vollbracht. Muss etwas gedauert haben. Ein kollektives Verhalten von Lebewesen, hier Ameisen. Niemand sagt ihnen, was zu tun ist. Die Natur hat mit ihnen Algorithmen entwickelt, welche ihnen aufzeigen, wie und wo sie am effizientesten ernten. Die Biologin, die sich jahrelang mit kollektivem Verhalten beschäftigt hat, meint, dass die Natur eine ganze Palette von Algorithmen offeriert, die auf Brauchbarkeit hin untersucht werden sollten. Die Leute von der Piratenpartei hätten sich mal mit ihr in Verbindung setzen müssen. Aber dann wiederum, die haben ja noch nicht mal ihr internes Wahlsystem auf die Reihe gekriegt. Doch das muss man anerkennen: Die Idee war stark. An deren Realisierung sollte weiter gearbeitet werden. Vielleicht in einer Gruppe aus Soziologen, Mathematikern und Informatikern. Interdisziplinäre Arbeitsgruppen gibt es viel zu selten.

The Quantum Hack.
Wenn es Quantum Computer gibt, ist die heutige Datenverschlüsselung obsolet, denn die kann von einem Quantum Computer geknackt werden. Sie muss durch die Quantum Verschlüsselung abgelöst werden. Ziemlich heikel, denn fast alle Daten, die verschlüsselt werden, sind mit der RSA-Verschlüsselungstechnik gesichert. Das auf der ganzen Welt umzustellen wird ein Mammutunternehmen. Es wird geschätzt, dass es um 2030 soweit sein wird, dass Quantencomputer auf den Markt kommen. Ein Quantenzustand ist ja, wie jeder weiß, wenn die Katze lebt und zugleich tot ist, wenn man nicht hinsieht. Und erst wenn man den Sarg öffnet, lebt sie oder ist tot. So können Bits zugleich ein- und ausgeschaltet sein, also eine 0 oder eine 1 aufweisen. Nur bei der Quantenkryptographie geht es um Lichtquanten, um Photonen, die durch ein Glasfiberkabel sausen. 
Ein Quantencomputer mit 1000 qbits kann 21000 mögliche Zustände haben. Das ist größer als die Anzahl von Partikeln im Universum. China arbeitet daran, eine 2000 km lange Fiberglasleitung als Teil eines Quantennetzwerkes von Peking nach Shanghai zu ziehen. Und wir haben hier in Italien auf dem Land ein so lausiges Internet, dass die You Tube-Karaoke Videos zuckeln. Statt das der Renzi über solche Lappalien wie Homo-Ehen nachdenkt, sollte er erstmal die Telecom anhalten das Internet auf Vordermann zu bringen.

Six Billion in Africa. Der Kontinent wird voll, lol. Noch ist es nicht so weit, aber wie der Mann vom Worldwatch Institut schreibt, hat Afrika zur Zeit so um die 1.2 Milliarden Bewohner. Bei anhaltender Vermehrungsrate werden es bis zum Ende des Jahrhunderts bis zu 6 Milliarden sein. Wie der Autor beschreibt, war es in den 90ern verpönt, über Bevölkerungsexplosionen zu schreiben. Das soll sich jetzt gegeben haben. Nun schreibt er. Und der Björn Höcke würde es mit Genugtuung aufnehmen, würde er die Scientific American lesen. Ist schon ein bisschen dünn, den Höcke als puren Völkischen Beobachter abzutun. In Afrika braut sich etwas zusammen. Die Geburtenraten sind zu hoch. Zumindest bei den Unterprivilegierten, die statistisch 5.4 Kinder haben. Grundschulabgänger ziehen 4.3 Kinder groß, die mit Mittelschulabschluß 2.7 und Uni-Abgänger 2.2 Kinder.
Diese Zahlen lassen sich schwer reduzieren. Sie speisen sich aus einer Anzahl von Faktoren. Unter diesen spielen Religion, hohe Sterblichkeit junger Kinder, Abhängigkeit der Erwachsenen von der Arbeit ihrer Kinder. Je mehr Kinder, desto höher der Status einer Frau.

Stellen wir uns mal vor, der afrikanische Kontinent verdorrt aufgrund der Klimaänderung und seine Einwohner wandern in benachbarte Erdteile. Dann war das ja noch gar nichts, was heutzutage passiert. In diesem Zusammenhang gibt es einen interessanten Beitrag von Rick Rowden aus Neu Delhi: Das Ende des Mythos, Afrika hat sich nie wirklich entwickelt. Zu lesen im ipg-journal.de. Er meint, der Anstieg des Bruttosozialproduktes in einer Reihe von afrikanischen Ländern lag an dem Preisanstieg von Rohstoffen. Das sei jetzt vorbei. Na ja, die Chinesen hatten auch eine Menge von Kapital investiert. In Afrika hapert es jedoch an der fehlenden Industrie, dann die Abhängigkeit von landwirtschaftlichen Produkten und von Rohstoffen.

Aber noch ist die Hoffnung nicht verloren. Der olle Malthus 1766 1834 hatte ja seinerzeit auch schon einmal vor der Katastrophe einer Übervölkerung gewarnt. Doch dann setzte die industrielle Revolution ein und die Katastrophe implodierte. Das Gleiche kann in Afrika mit Technologiesprüngen geschehen.

The Power oft the Infant Brain. In der Kindheit gibt es kritische Perioden, in denen Verbindungen innerhalb des Gehirns in rasantem Tempo gebildet werden. Zu ergründen wird versucht, was diese Perioden auslöst, und was sie beendet. Das Ziel ist, Verbindungen auch bei Erwachsenen zu restaurieren.


venerdì, febbraio 12, 2016

Avengers, Alien_2 und Faxkopie



Avengers habe ich mir inzwischen auf You Tube reingezogen. Zur Zeit sehe ich mir über ein paar Tage verteilt Aliens 2 an.

Asimov´s Science Fiction Jan/2016
Müsste schon wieder eine neue Ausgabe kommen. Schließlich befinden wir uns schon im Februar. Robert R. Chase hatte in der Geschichte etwas über Ambulanz-Fahrer. Was ich gut fand war die Beschreibung, dass wenn er sein Horn ertönen ließ, die Autos automatisch zur Seite auswichen. Das hat Google vielleicht noch nicht in das Programm der selbstlenkenden Autos eingebaut.

Die Story White Dust von Nathan Hillstrom fand ich noch besser. Es gibt ein Direktorium, ein besseres Politbüro, welches Margery, dem Protag, angewiesen hatte, einen Soldaten in die Kampfzone zu faxen. Margery ist von den Socken, als der Klon Gewissensbisse bekam. Er hätte doch beim Abschlussball seiner Tochter sein müssen. Klone sind verbrauchbar, werden oft im Kampf getötet, und jetzt fängt dieser an, von seiner Tochter zu erzählen.

The Slab, die Platte ist Alien Technology. Sie zerstört sich und die Kopie des gefaxten Menschen wenn sie meint, dass ihre Technologie ausspioniert wird. Margery war sich sicher, dass das Original des Soldaten nicht mehr den nötigen Kampfenthusiasmus aufbrachte. Aufgrund ihrer Kenntnis, dass bei Erstellung einer neuen Kopie die alte zerstört wurde, kehrte sie die Prozedur um und ließ den Slab glauben, dass das Original des Sodaten eine Kopie sei und die Kopie das Original. Sie erzeugte eine neue Kopie der vermeintlichen und zerstörte damit das Original.


Nun, bevor ich den Leser komplett verwirre, sei nur gesagt, dass auch eine Kopie Margerys sich gegen sie und ihr unethisches Verhalten auflehnt und diese in weißes Pulver verwandelt. Aufstand der gefaxten Kopie. 

giovedì, febbraio 11, 2016

Gravitationswellen

Nun wurden sie entdeckt. Ich erhielt die Mitteilung auf Handy und Tablet. Natürlich habe ich schon lange vorher eine Geschichte darüber geschrieben. Ich bin ja nicht von gestern, lol.

Wellenjäger

    Freitag Abends im Blind Horse Saloon von Livingston und das Bier fließt in Strömen, Musik und Gebrüll martern die Trommelfelle, Tänzer schwingen ihre Beine, Billardkugeln klacken, Würfel rollen, Bardamen wieseln. 
  “Jack, komm! Sie spielen den Watermelon Crawl!”
  Jack Benning hatte keine Lust, und er sah, wie Wendy auf die Tanzfläche stürzte, sich lachend zwischen den jungen Frauen und Männern einreihte. Nun, Wendy lachte oft. Er setzte sich an die Theke und rückte seinen Cowboyhut tiefer ins Gesicht. Ein alter Mann brabbelte vor sich hin.
  Jack drehte sich zur Tanzfläche. An der Außenseite ließen Two-Stepper ihre Damen wie Kreisel drehen.  
  “Irgendetwas ist da draußen.”
  Jack wandte sich um. Der alte Mann starrte auf eine leere Flasche. Jack sah, der Mann war wirklich alt, mindestens so alt wie sein Vater. Bestimmt schon um die vierzig oder fünfzig. Sein kahler Kopf hätte wie ein Totenschädel gewirkt, wenn der dichte, graue Bart nicht gewesen wäre, der sich über die untere Hälfte seines Gesichtes ausbreitete. Und jetzt hielt er Jack in seinem flackernden Blick.
 “Nun, mein Junge, sie haben eine Menge Geld ausgegeben, und wofür? – Nochn Bier, und eins für den jungen Mann hier! – Wofür? Gravitationswellen jagen. Mit Laserstrahlen und Spiegeln, in zwei langen Röhren. Und jede Vibration stört da nur, wie die von Lastwagen. Die fahren da nun nicht mehr, und dennoch… irgendetwas ist da draußen.”
  Der Alte schob Jack eine Flasche Bier zu.
  “Prost, mein Junge.”
  “Danke, Sir.”
  Eine Weile blieben sie stumm. Der Tanz war zu Ende. Jack sah, Wendy blieb auf der Tanzfläche und unterhielt sich mit ihren Nachbarn. Sie strahlte über das ganze Gesicht. Sie kann gar nicht anders, dachte Jack. Einmal Cheerleader, immer Cheerleader. Er sah sie im Geiste am Rande des Footballfeldes herumhüpfen: Gimme an L! Gimme an I! Gimme a G! Gimme an O! L I G O!
  Jack hatte darüber im Livingston Enquirer gelesen, über die Forschungsanlage,  Laserstrahlen, die durch zwei kilometerlange Zementröhren jagten.
  “Sie arbeiten im LIGO, Sir? Wofür steht das eigentlich?”
  “Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory.”
  “Ah.” Jacks Blick wurde leer. Der Alte verzog seinen Mund zu einem schiefen Grinsen und hob seine Flasche. “Ich heisse Al.”
  “Angenehm, ich bin Jack. Im LIGO, was machen Sie da?”
  “Sagte ich doch. Wir jagen Wellen, Gravitationswellen.”
  “Wow.”
  Janet Jacksons Bump in the Dark dröhnte durch den Saal. Die Two-Stepper hatten die Tanzfläche verlassen, auf der die Line-Dancer frenetisch herumhüpften. Wendys kurzer Rock, blonde Haare wehten, Augen blitzten. Jack starrte wie hypnotisiert auf Wendys schlanke Beine in den roten Cowboy Stiefeln, die in immer schnellerem Rhythmus über den Boden flogen. Wenn Engel tanzen, wo waren ihre Flügel?
  Wie von weitem hörte er die Stimme des alten Mannes. “Vor fast fünfzehn Milliarden Jahren gab es eine inflationäre Expansion des Universums, die es aussehen liess wie ein Faltenrock. Dabei entstanden die ersten Gravitationswellen.”
  Jack folgte Wendys Tanzfiguren wie in Trance.
  “Wellen dieser Art öffnen uns ein neues Fenster zum Universum. Sie entstehen auch, wenn Sterne explodieren, Schwarze Löcher kollabieren und sich Neutronensterne bilden. Jedoch, wenn sie die Erde erreichen, sind sie so schwach, dass sie sogar durch die Kräfte, die bei der Anziehungskraft des Mondes entstehen, hundertmillionenfach überlagert werden.”
  Jacks Blick löste sich von den Tanzenden.
  “Kurz und gut. Unsere Laser haben noch keine gemessen. Zuerst waren es Vibrationen von Lastwagen, welche die Strahlen ablenkten. Wir haben sie daher aus dem Umkreis von einhundert Kilometern verbannt.”
  Der Mann schüttelte den Kopf und haute mit der Faust auf den Tresen.
 “Irgend Etwas ist da draußen. Unsere Laser weichen immer noch von ihrer Bahn ab. Und es sind keine Gravitationswellen.”
  Er schien erregt, fast ängstlich. Jack wurde von seiner Unruhe erfasst. Von was redete der Mann? Hat wohl zu viel X-File Folgen konsumiert. Jack lachte verkrampft.
  “Al, vielleicht sollten Sie mit Dana Scully und Fox Mulder darüber sprechen.”
  Es kam ein langsamer Tanz. Wendy winkte und Jack verschwand zwischen den Tanzenden. Als sie von der Tanzfläche gingen, war Al nicht mehr da.

  Einige Kilometer vom LIGO entfernt, liegt malerisch mitten in einem herbstlich rotgefärbten Wald von Ahornbäumen die Foxcroft Farm. Dort, wo Jack und Wendy ihre Pferde in Pension gegeben hatten, standen sie vor den Ställen und legten die Sättel auf.
  “Der Mann hat mich neugierig gemacht.” Jack zog die Gurte an. “Irgendetwas hatte ihn geängstigt.”
  Sie schwangen sich auf die Pferde und ritten gemächlich den Waldweg entlang, brachten die Pferde in Trab und bald darauf ließ Jack seinen Wallach in einen Galopp fallen. Der Wind pfiff ihm um die Ohren. Wendy folgte ihm, dann jagten sie Seite an Seite über den Trail. Sie 7überquerten eine Lichtung, dahinter lösten Kiefern und Fichten die Ahornbäume ab. Die Zufahrtstrasse zum LIGO tauchte auf. Rechts zog sich ein hoher metallener Zaun entlang.
  “LIGO, Eigentum der National Science Foundation – Betreten verboten. Wieso das? Ich sehe nur diese eine große Röhre.”
  “Von dem Gebäude vor uns geht noch eine zweite ab,” rief Wendy und deutete nach vorn. Zur Röhre aus Zement, die neben ihnen am Zaun entlang lief, verlor sich eine weitere zwischen den Kiefern. Beide standen im rechten Winkel zueinander und hatten ihren Ursprung in einem flachen Gebäude, das vor ihnen lag. Ein paar Wagen standen davor. Das Tor war durch eine elektronische Schliessanlage gesichert.
  “Nicht mal nen Pförtner haben sie hier, den man ausfragen könnte,” meinte Jack missmutig. Unschlüssig verharrten sie vor dem Tor.
  Es wurde still um sie herum. Die Geräusche der Natur, das Zwitschern der Vögel, das Zirpen der Grillen wichen bleiernem Schweigen. Das Grau des Himmels wurde schwefelgelb, tauchte das Gebäude vor ihnen in ein unwirkliches Licht. Gelbgrün, gleich Fackeln, leuchteten die Tannen. Jack stockte der Atem.
  “Jack! Die Pferde!”, rief Wendy. Wiehernd bäumten sich die Tiere auf. Nur mit Mühe gelang es Wendy und Jack, sich im Sattel zu halten. Sie hörten erregte Stimmen.
  Zwei Männer rannten aus dem Gebäude. Einer von ihnen eilte zum Tor, öffnete es, lief zu seinem Wagen, während der andere den Motor seines Autos startete. Die Wagen rasten durch das Tor und waren in wenigen Augenblicken verschwunden.
  Jack sprang von seinem Pferd.
  “Wendy, unsere Chance! Sie haben das Tor offengelassen!”
  Als er versuchte, die Zügel am Zaun zu befestigen, riss sich sein Pferd los und stob davon. Wendys Pferd machte kehrt und folgte ihm.
  “Wendy!” Fluchend blickte Jack den Pferden nach, sah, wie das Mädchen vergeblich versuchte, sein Pferd in eine langsamere Gangart zu zwingen, dann waren sie nicht mehr zu sehen.
  Schimpfend rannte Jack durch das Tor, durch den Eingang in das Innere des Gebäudes. Am Ende des Korridors stand eine Tür offen. Vorsichtig blickte er in den Saal. Vor einem der Monitore saß Al, hämmerte wild auf einer Tastatur und redete vor sich hin.
  “Zweitausend Meter. Es kommt immer näher.”
  Jack trat heran und blickte ihm über die Schulter. 
  “Was, Al? Was kommt immer näher?”
  Al blickte überrascht hoch, dann starrte er wieder auf den Bildschirm.
  “Die Störung, von der ich dir erzählt habe. Eintausend fünfhundert Meter. Irgendetwas kommt auf uns zu!”
  “Was ist es?”
  “Es könnte eine Strahlung sein. Unsere Instrumente sind nicht in der Lage, sie zu analysieren. Doch eines ist sicher.” Der Alte trommelte nervös mit den Fingern. “Sie ist nicht von dieser Welt! Sie kommt immer schneller heran, und sieh hier!”, ächzte er. “Jetzt ist sie nur noch einen Kilometer entfernt!”
  Voller Panik sahen die beiden, wie der Zähler rückwärts raste.
  “Mach, was du willst. Ich verschwinde.” Al sprang von seinem Sitz hoch und lief aus dem Raum. Jack rannte hinter ihm her und sah, wie Al auf den Parkplatz hetzte und in seinen Wagen sprang.
  Der fahlgelbe Himmel, die brennendgelben Tannen, die Umgebung schien nicht real. Schwefelstinkende Schwaden waberten auf dem Platz. Jack blickte auf die gekrümmte Gestalt im Inneren des Autos. Der Wagen setzte sich nicht in Bewegung. Durch den Nebel sah Jack, dass Al aus dem Wagen kletterte und hustend durch das Tor nach draußen lief.
  Dort, wo eine der Röhren in den Wald hineinragte, näherte sich eine dunkle, glasig dunstige und durchsichtige Wand. Voller Schrecken sah Jack, wie die Barriere einen Ring um das Gebäude bildete, auf es zu raste, wie die Landschaft sich hinter ihr auflöste und durch Formen ersetzt wurde, die sich jeder Beschreibung entzogen. Formen, die Quadern, Würfeln, Vielecken, konischen Gebilden ähnelten, schienen wie zusammen geschweißt und bewegten sich durch eine gelblich grüne, von sich bewegenden, bläulichen Linien unterbrochene Landschaft. Die Farben dieser Gebilde waren fremd. Nie hatte Jack etwas derartiges gesehen. Gebannt starrte Jack auf das Schauspiel, als jemand seinen Namen rief. Eine Gestalt taumelte durch den schwefligen Dunst auf ihn zu. 
  “Wendy!” schrie er und lief ihr entgegen, als sich ihre Umrisse aus dem Nebel schälten. Ihre Stirn blutete, sie hatte eine Platzwunde auf der Wange. Besorgt legte Jack seinen Arm um sie. 
  “Jack, was ist hier los? Was kommt dort auf uns zu?” Wendy keuchte. Mit weit aufgerissenen Augen starrte sie auf die Barriere, deren Ausläufer wie Fühler nach vorn schnellten und sich wieder zurückzogen. Sie hatten sich bis auf wenige hundert Meter dem Gebäude genähert. Wendy stiess einen spitzen Schrei aus.
  “Jack, sieh doch!” Verängstigt klammerte sich Wendy an ihn, als sie auf Al deutete, der die Zufahrtsstraße entlang lief und den Ausläufern vergeblich zu entkommen versuchte. War es Gas? Strahlung? Sie züngelten, dehnten sich aus, dann legten sie sich über Al und zogen sich mit ihm in die Barriere zurück. Sie sahen ihn nicht mehr.
  “Wir kommen hier nicht raus!”, schrie Jack. “Gehen wir in Deckung!” Jack ergriff Wendys Hand und rannte mit ihr in das Gebäude zurück. Im Computersaal warf er einen flüchtigen Blick auf den Monitor. Einhundert Meter, und die Zahl raste weiter rückwärts. Nervös folgte Jacks Blick den Kabeln, die vom Computer wegführten. Sie mündeten in einer Wand. Dann sah er die Luke, die mit einem Dreh Rad verschlossen war.
  “Komm Wendy,” rief er und lief zur Wand hinüber.
  “Hilf mir, die Luke aufzubekommen.”
  Gemeinsam drehten sie das Rad herum und öffneten die metallene Absperrung. Es war der Zugang zu den beiden Röhren. Generatoren brummten. Laserstrahlen jagten hindurch und verschwanden in der Dunkelheit.
  “Wir kriechen durch die Röhre unter dem Laserstrahl hindurch bis zu ihrem Ende. Vielleicht schaffen wir es. Wendy, mache es so wie ich. Immer auf dem Bauch, sonst verschmorst du dir den Hintern.”
  Ihr war das Lachen vergangen. Sie sah so hilflos aus. Jack wollte sie in den Arm nehmen, doch dies war nicht der richtige Moment. Sie kletterten in die Luke, warfen sich auf den Bauch und robbten in eine der Röhren. Der Laserstrahl jagte über sie hinweg.
  Langsam arbeiteten sie sich vor. Vorwärts! Vorwärts! Jack verdrängte jeden anderen Gedanken. Unaufhaltsam krochen sie voran. Wie lange waren sie schon in der Röhre? Wie viele Meter hatten sie bereits zurückgelegt? 
  Ein lauter Knall hallte über sie hinweg. Staub hüllte sie ein, als sie eine heftige Druckwelle vorwärts schleuderte. Wie betäubt blieb Jack in der Röhre liegen, dann sah er es: der Laserstrahl war erloschen. 
  Jack hatte das Zeitgefühl verloren. Auf Händen und Knien bewegten sie sich weiter.
  Es war Nacht, als sie die Luke am Ende der Röhre verließen. Erschöpft ließen sie sich auf den Boden fallen. Heftiges Schluchzen erschütterte Wendys Körper. Jack legte seinen Arm um sie und zog sie näher an sich heran. Für eine Weile umklammerten sie sich, gaben sich gegenseitig Halt. Dann drehten sie sich auf den Rücken. Zerschunden. Die Haut brannte, jeder Muskel schmerzte. In heftigen Zügen sog Jack die Waldluft in die Lunge. Er blickte empor, sah die dunklen Formen der Tannen, dann gewann Müdigkeit die Oberhand.
  Knattern von Hubschraubern, die mit aufgeblendeten Scheinwerfern über sie hinwegflogen, riss sie aus dem Schlaf. Wenig später stolperten und humpelten sie an der Röhre entlang.
  Blaulicht von Polizeifahrzeugen, Militärlastwagen, sie sahen sie von weitem, waren um das Areal gruppiert, auf dem das Observatorium gestanden hatte, nunmehr verglaste und verbrannte Erde.

    Monate vergingen, bevor Wendy ihr Lachen wieder gefunden hatte und mit Jack und anderen den Watermelon Crawl tanzte. Jack erwischte sich dabei, dass er von der Tanzfläche immer wieder auf die Bar blickte, als ob Al jeden Augenblick dort auftauchen könnte.
  Es war viel Getöse um Nichts gewesen. Niemand wusste, wer oder was das LIGO plattgemacht hatte. Jack und Wendy hatten nichts von ihrem Abenteuer erzählt. Wer hätte es ihnen geglaubt?
  Wenn sie in die Richtung ritten, in der das LIGO einst gestanden hatte, kamen sie nur bis zu einem bestimmten Punkt, dann streikten die Pferde und weigerten sich weiterzulaufen. Jack und Wendy sahen das Gitter, welches nunmehr nur noch eine leere kahle Fläche umschloss.
  Ein Jahr darauf hörten sie Lärm aus jener Richtung. Wie Käfer liefen gelbe Transportfahrzeuge und  Erdbewegungsmaschinen über das Terrain. Baukräne hoben sich vom Blau des Himmels ab. 
  “Wir kommen nicht dichter heran, die Pferde streiken immer noch,” meinte Jack.
  “Jack,” rief Wendy. “Da ist ein Schild am Zaun.” Er zog den Feldstecher aus der Satteltasche.
  Jack schluckte und schnappte nach Luft. “Wendy, ich glaube, mir wird schlecht. Auf dem Schild steht: Hier baut die National Science Foundation ein neues Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory (LIGO).”
  “Bloß weg hier!” , rief Wendy mit sich überschlagender Stimme und riss das Pferd herum. Jack folgte ihr; denn irgendetwas war da draussen.




mercoledì, febbraio 10, 2016

New Hampshire

Eine weitere Vorwahl fand letztes Wochenende in New Hampshire statt. Netter Staat, aber vom Klima her windig und trüb. Ich wohnte in Portsmouth am Atlantik, wo ich meinen Pick-Up Ford Ranger kaufte. Zu der Zeit hatten sie nur grüne auf dem Hof. New Hampshire wird wegen seiner Steinbrüche auch Granite State genannt. Auf den Nummernschildern New Hampshires steht Live free or die. Wir hatten das in Live, freeze and die umbenannt. Im Winter war es verdammt kalt.

Jeden Tag nach Rochester zur Arbeit bei Cabletron. Auf der Mautstraße wirft man eine 50 Cent Münze in einen Trichter, die Schranke hebt sich. Simpel. Im Winter liegt hin und wieder mal ein Meter Schnee auf der Straße. Auf der Rückfahrt um neun Uhr Abend von Rochester nach Portsmouth warteten wir auf einen Schneeflug. Ein Monstrum in der Farbe gewaltiger Erdbewegungsmaschinen, das seine Pflüge ausbreitete und dann vor uns fuhr. Ich zuckelte gemütlich in meinem Pickup hinter dem Schneepflug, schob eine Kassette von Bruce Cockburn ins Radio und hörte Nighttrain.

An den Ausfahrten New Hampshires des Highway 95, der sich von Maine bis nach Florida zieht, stehen Liquor-Stores. Vermutlich wollen sie der Polizei Gutes tun. Striptease ist in New Hampshire untersagt, wir mussten nach Massachusetts fahren. (Das war auch in Arkansas so. Da mussten wir nach Oklahoma). Die Supermärkte hatten nur bis neun Uhr abends auf. Dafür gibt es in Portsmouth ein tolles Gymn von YMCA mit Schwimmbad, was wir jeden Abend frequentierten. Und preiswerte Austern, Fischgerichte. Ich kann den Schwertfisch empfehlen.

 Ein Zimmer im meinen Hotel kostete nur 25 Dollar pro Nacht. Nichtsdestotrotz nahm ich mir eine heruntergekommene Wohnung. Bevor ich einziehen durfte, musste ich das Ergebnis einer Auskunft abwarten, die über mich bei denen angestrengt wurde, die mir eine Wohnung vermietet hatten. Die Flecken wurden auf dem Teppich gezählt und auf einem Formular beschrieben und festgehalten, um beim Auszug verglichen werden zu können. Und die Gardinen. Ich war gehalten die Windows zu covern, also Gardinen anzubringen. Das System habe ich nicht durchschaut. Im Kaufhaus versuchte ich mich schlau zu machen. Mir wurde angeboten, einen Dekorateur vorbeizuschicken. Nö, dachte ich. Ich kaufte zwei Gardinen, zwei einfache Stangen und ein paar Nägel, einen Hammer. Das war es dann.

Trump und Sanders haben gewonnen. Mal sehen, wie es weiter geht.

Und hier noch ein paar Aufnahmen von mir aus dem Granitstaat: