sabato, dicembre 24, 2011



Interzone, Nov/Dez 2011

Die Stories dieser Ausgabe sind out-of-the world. Doch dann wiederum so abartig doch nicht. „Insect Joy“ z.B.. In einem Petshop kümmert sich Amy um Insekten, Grillen. Währenddessen hängt Luis, ihr Freund im Rollstuhl zu Haus herum. Sie bringt ein paar Grillen mit nach Haus, um sie frei zu lassen und per Zufall kommt Luis mit ihnen in Berührung, seine Beine fangen an zu zucken. Amy kauft alle Grillen des Shops (vermutlich bekommt sie Personalrabatt, lol).

Heute las ich einen Artikel in der „Business Week“ über einige College-Studenten, die in ihrer Bude Grillen züchten, um sie zu verkaufen. Sieht so aus, als dienten sie zur Anreicherung des Speisezettels. 40 Dollars das Pfund. Im Grunde nichts Neues. Ameisen in Dosen hatte ich schon vor zwanzig Jahren in einem Deli-Geschäft in der Nähe des Hamburger Jungfernstiegs gesehen.

Die Story „Digital Rites“ von Jim Hawkins ist ein Krimi. Der Autor kommt aus dem Filmgeschäft, ist Drehbuchautor. Eine kleine Filmproduktionsgesellschaft setzt auf Hi-Tec. Sie dotiert Hirne ihrer Schauspieler mit Nanoteilchen mit dem Ergebnis, dass die Gehirne der Zuschauer im Kino direkt stimuliert werden. Ist natürlich Quatsch. Wenn die Heroine im Film denkt, „hoffentlich gibt es bald was zu futtern“, und dieser Gedanke auf die Zuschauer projiziert wird, kann man wohl nicht von einem stimulierenden Kinoerlebnis sprechen.

Zur Story. Eine Konkurrenzfirma bringt die Schauspieler der Hi-Tec Firma der Reihe nach um. Doch Ende gut, alles gut. Nachdem die Mörder und die Konkurrenzfirma aus dem Feld geschlagen wurden, bekommt die Hic-Tec Firma, deren Ersatzschauspieler, die auf konventionelle Weise agieren, eine Reihe von Oskars. Es gibt ein Happy End der Technologen. Was will man noch mehr.

martedì, dicembre 20, 2011




Die Story, die bei mir hängen blieb, ist die von Elizabeth Bear: „In the House of Aryaman, a lonely Signal Burns“. Ein Krimi. Ich mag Krimis, und wenn sie in der Zukunft spielen, um so besser. Schauplatz ist Indien. Protag ist Police Sub-Inspector Ferron. Sie befaßt sich mit der Aufklärung eines Mordes. Der Tote liegt vor ihr: eine umgestülpte Leiche, von dem sie annimmt, es handele sich um Dexter Coffin. Schließlich ist es seine Wohnung. Er hatte nicht auf das Klingeln der Polizisten geantwortet, die sich mit ihm über einen Wohlfahrsscheck unterhalten wollten. Sie brachen die Tür auf. - Der Autor bringt dadurch etwas Farbe in die Story, dass eine Katze in der Wohnung gefunden wird, die der Sub-Inspektor später mit sich herum trägt. Darüber hinaus hat Ferron Probleme mit ihrer Mutter, die ihre Pension für virtuelle Spiele verbrät. Ferron schießt wider besseren Wissens Geld zu und macht sich hinterher Vorwürfe. Eine weitere Sideline: Zur Zeit der Untersuchung sichteten Astronomen einen Stern, der anfing Signale zu senden.

Das Opfer hatte bei Bioshell gearbeitet. Von Dr. Rao, seinem Chef, erfuhren Ferron und ihr Mitarbeiter, dass Coffin an einem 4-dimensionalen Projekt gearbeitet hatte. Mehr wurde dazu nicht gesagt. Etwas mager. Es gibt jedoch einen Überblick, was das Umfeld anging. Tiere wie Katzen und Füchse wurden mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, die ihnen und ihren Besitzern eine erfüllteres Leben versprach. Darüber hinaus waren Schönheitsoperationen nicht mehr mit denen unserer Zeit zu vergleichen. – Ferron fand heraus, dass sie nicht die einzige war, die diesen Fall aufklären wollte.Ein weiblicher US-Detektive war ebenfalls darum bemüht. Er brachte die Hintergrundinfos über, dass Coffin einmal weiblich gewesen war und sich von jedem Job, den er ausübte plötzlich und unerwartet verabschiedet hatte.

Am Schluß fand Ferron heraus, dass Coffin den echten Dr. Rao umgebracht und dessen Körper angenommen hatte. Ferron konnte Coffin festenehmen, bevor er sich wieder hätte in Sicherheit bringen können.

Ich hatte auch mal einen Zukunftkrimi geschrieben. Der sieht im Vergleich zu diesem ziemlich mickrig aus. Auf der anderen Seite, und das war auch mit den SF-Stories der 60er so, ging es bei denen eben ohne Brimborium ab. Der Leser folgte einem klaren Erzählstrang.

domenica, dicembre 18, 2011


Die letzte Business Week,

die ich bekam, stand unter dem Motto „Why Americans won´t do
dirty jobs“. Fische filettieren, Tomaten und Salat ernten, Hotelzimmer sauber machen, Teller waschen. So in der Art wie die Spargelstecher in Baden Würtemberg. In dem
Artikel wurde deutlich gemacht, wie gute Intentionen in die Hose
gehen. Der republikanische Governeur von Alabama Robert Bentley hatte
ein Gesetz durchgeboxt, mit dessen Hilfe illegale Immigranten
aufgespürt und ausgewiesen werden sollten. Nach dem Motto „Illegale
nehmen unseren Jungs die Arbeit weg.“ In Alabama waren es zumeist
Leute aus Guatemala, die sich als Billiglöhner verdingt hatten.
Nachdem im September das Gesetz verabschiedet worden war, haben sie
sich in andere Staaten verkrümelt. Nun fehlen einer Fischfabrik 158
Arbeiter. Amerikaner kommen nicht. Sie wollen nicht in einem feuchten
fensterlosen Raum für 10 Stunden Fische filettieren. In Alabama
gibt’s so um 211.000 Arbeitslose. Aber auf das, was die Latinos
machten, haben sie keinen Bock.

Keine Ahnung, warum dort Leute aus Guatemala arbeiteten und keine aus Mexico. Vielleicht hatte dort ein Guatemalteke angeheuert und seine Verwandschaft nachkommen
lassen, und die dann ihre etc. etc.

So eine verfahrene Kiste zeigt wieder einmal, dass Regierenden Flexibilität fehlen kann.
Nicht nur in Alabama, in Deutschland auch. Wenn ich daran denke, wie im High Tech qualifizierten Indern auferlegt worden war, zigtausende von Euros zu verdienen, bevor sie in Deutschland arbeiten durften. Eine Gehaltsschranke für qualifizierte Immigranten gibt es, so meine ich, immer noch.

martedì, dicembre 13, 2011


Analog Science Fiction and Fact, Jan/Feb 2012

Eine weitere Doppelausgabe. Ich muss zusehen, daß ich mit dem Lesen nicht ins Hintertreffen gerate. Robert J. Sawyer, der kanadische Autor, hatte kürzlich mal den Hugo gewonnen. In dieser Ausgabe startet eine vierteilige Serie von ihm, aus der sicher ein Roman gebacken wird. Ich musste trotzdem noch einmal nachlesen, um was es sich handelte. Wenn ich den Inhalt vergesse, kann es entweder an meinem Alter liegen oder daran, dass die Story doch kein Knüller wird, oder an beidem. Vermutlich trifft das letztere zu. Das SF-Element ist nicht die arabische Organisation, die sich in den U.S.A. daran macht, Terror zu säen, sondern dass ein auf Gedächtnis spezialisierter Neurologe einem Irak-Veteran versucht zu helfen, seine Angstträume loszuwerden. Das Experiment wurd just zu dem Zeitpunkt ausgeübt, an dem das Weisse Haus zerstört wird. Der freigesetzte magnetische Impuls der Bombe erweitert den Aktionsradius der Apparatur, so daß jede Person in seinem Bereich das Gedächtnis einer anderen Person innerhalb der Perimeter lesen kann. Wohin das führen soll, müssen die weiteren Kapitel der Geschichte zeigen.

„Ninety thousand Horses“ von Sean McMullen. Zu dieser Story kann ich ein abschließendes positives Urteil abgeben. Sie hat einen Steampunk-Touch und ist außerdem Alternative History. Hier Old England zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Eine für die Regierung an einem geheimen Ort arbeitende Mathematikprofessorin wird von einem Beamten des Kriegsministerium aufgesucht. Er zeigt ihr Bilder von deutschen Raketen auf Peenemünde und fragt sie, ob diese funktionieren würden. Die Protagonistin erzählt ihm, es habe in England schon eine Rakete dieser Art gegeben. Sie hätte funktionieren können und er solle alles daran setzen, Peenemünde zu zerstören. Und damit beginnt eine Story in der Story. Von einem jungen Mann, der sich von seinem dominierenden Vater abnabeln will, eine Fabrik baut, in der er eine bisher für unmöglich gehaltene Art der Fortbewegung entwickeln wird. Die Professorin war von dem Vater als Vertrauensperson in Form einer Buchhalterin in die Fabrik eingeschleust worden.

Mehr schreibe ich dazu nicht. Vielleicht kommt die Story als Buch heraus. Wie auch immer, einige seiner Stories sind im Internet zu finden. Diese hier zum Beispiel.


lunedì, dicembre 12, 2011

Fantasy & Science Fiction, Nov/Dez 2011

Die Novella „Quartet and Triptych“ von Matthew Hughes war wohl die beste Story. Jedenfalls für mich. Sie war SF. Das ist doch schon was; denn F & SF ist schwerlastig mit Fantasy befrachtet. Vor zig Jahren, also in den 60ern, als ich mir die Magazine in der Bahnhofsbuchhandlung besorgt hatte, war es anders. Die SF dominierte.

In dieser Story nun ist der Dieb Luff Imbry, den Hughes schon mehrere Male hat auftreten lassen, darauf aus, einen Triptych zu stehlen. Das Kunstwerk wurde von einem Sammler in einem unterirdischen Museum versteckt. – In dem Zeitabschnitt der Handlung gibt es gepflegte Erinnerungen an die Alte Erde. Nun herrscht wieder die Aristokratie, welche die Gepflogenheit der Bewohner der „Alten Erde“, Essenzen von Verstorbenen zu erhalten und auf einen Behälter zu ziehen, diesen auf ein Regal oder in einen Schrank zu stellen, und sich mit den Toten zu unterhalten, übernommen hatte. Die Usancen kamen später in Vergessenheit, die Behälter wurden eingebunkert. Luff Imbry gelang es, den einer Enkelin des Museumsbesitzers zu stehlen und benutzte die Essenz als Wegweiser Der Sammler selbst war aufgrund der Überheblichkeit seiner Familie von der Staatsgewalt des Archons aus dem Haus geblasen worden. Der Archon, eine KI, welche unbedingten Gehorsam verlangte und zur Vermeidung von Kriegen als höchste Instanz auf der Erde eingesetzt worden war. Imbry gelang es, mit Hilfe der Enkelinnen-Essenz in das Museum einzudringen. Robotwachen ließen ihn nicht zum Triptych vor. Eine Metallspinne, in der die Essenz des Sammlers steckte, trat gegen ihn an. Imbry erhielt unerwartete Hilfe von der Einsatzgruppe des Archons, Dadurch konnte er den Triptych aus dem Museum holen. Die Soldaten des Archons nehmen ihm das Kunstwerk ab und verschwanden. Imbry guckte in die Röhre, tröstete sich damit, dass er ein paar kleine aliene Statuen aus dem Museum hatte mitgehen lassen.

Hughes schreibt so, daß die aristokratische Lebensart auf der Erde der Zukunft glaubwürdig rüberkommt.

Gut waren auch Lucius Shepards Filmrezensionen. Shepard ist einer der profiliertesten SF-Autoren der U.S.A. Es lohnt sich, seine Geschichten zu lesen.



venerdì, dicembre 09, 2011

Fandom Observer 270

Etwas über den Muccon 2011, der von Münchner Phantastik Fans ins Leben gerufen worden war. 2013 soll er sogar der Jahres-Con des SFCDs sein. Na denn.

Dann ist wieder ein SF-Fan ins Jenseits entflohen. Viktor Farkas. Österreicher, und ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn mal auf einem Oldie-Con gesehen habe. Die beiden rechts und links von ihm auf dem Foto schon.

Es gibt einige Interviews. Wenn es nicht gerade Robert A. Heinlein ist, aber der ist ja nun auch tot, sehe ich mir Interviews nicht an.

Es wird das Ende eines Kleinverlages besungen. Dann wie üblich Rezensionen und noch die Mitteilung, dass Anne McCaffrey gestorben ist. Die Dame war auch eine, die sich auf Drachenphantasien spezialisiert hatte. Anscheinend tat sie es so gut, dass sie den Nebula Award hat erringen können und in die Science Fiction Hall of Fame aufgenommen wurde.

Ich lese gerade das Inhaltsverzeichnis: H.G. Francis ist auch tot. Hoffentlich wird das keine Epidemie. Ich düse auch schon durch die Ambulatorien.

Alles in Allem: immer wieder toll, dass die Jungs für den Fandom Observer Zeit aufbringen. Und irgendetwas ist sicher für jeden dabei.

sabato, dicembre 03, 2011

Über David Graeber

, einen der Promotoren der „Occupy Wallstreet“ Bewegung, gab es in der „Business Week“ einen ausführlichen Beitrag. Die Leute vom Zuccotti-Park. Es geht aber mehr darum, wie er dazu beiträgt, Treffen und Diskussionen zu organisieren, zu steuern, weniger um die Ziele. Ich meine, das ist bei den meisten Protesten so. Man ist gegen etwas. Nur ist es weitaus schwieriger, sich um Alternativen zu bemühen. Da kommt auch bei den Occupy-Leuten heiße Luft.

Heute las ich im Spiegel einen Artikel über die Piraten, die sich als Partei zumindest bemühen Vorschläge zu entwickeln und zu diskutieren. Klasse finde ich, dass diese so weit ab liegen von dem, was von den anderen Parteien kommt. Denn es ist für mich offensichtlich: Die Gesellschaft muss verändert werden. Jetzt geht es darum, die Bevölkerung mitzuziehen. Das wird schwer sein. Werden wir es schaffen? Vermutlich geht es nur über das Internet und mit jungen Leuten.



venerdì, novembre 25, 2011

Scientific American, January 2010

„Looking for Life in the Multiverse“. Ist schon etwas gewagt, in anderen Universen nach Leben zu suchen. Vor allem, wenn man im eigenen außer uns noch nichts gefunden hat. Physiker, die diesen Artikel geschrieben haben, gehen davon aus, daß die fundamentalen Kräfte wie die starke nukleare Kraft, die elektromagnetische, Gravitation und die schwache nukleare Kraft so kalkuliert sind, daß sie die Entstehung von Leben bei uns ermöglicht haben. Die starke nukleare Kraft z.B. verwandelt Quarks in Protonen und Neutronen und letztlich in Atomkerne, ohne die es keine Materie gäbe. Ohne Elektromagnetismus gäbe es kein Licht, keine Atome oder chemische Verbindungen. Ohne Gravitation gäbe es keine Galaxien, Sterne und Planeten. Und ohne die schwache nukleare Kraft gäbe es keine komplexe Chemie und sicher kein Leben.

Von der Multiversumstheorie ausgehend können die physikalischen Konstanten in anderen Universen sich von denen in unsereren unterscheiden. Die Autoren versuchen nun herauszufinden, unter welchen Umständen in anderen Universen trotzdem Leben entstehen könnte. Wenn es darum geht zu beschreiben, wie Protonen und Neutronen in Deuterium verschmelzen und dann in Helium-B, sträubt sich meine Feder. Ich lasse es mal dabei, daß geschrieben wird, unter bestimmten Umständen sei auch in anderen Universen Leben möglich.

Ich kann mich an einen Scientific American Artikel erinnern, der etwas über Parallel-Universen brachte, in denen theoretisch ein Klaus Eylmann auf der Couch saß und etwas über Scientific American für seinen Blog schrieb. Nur war es eine andere Ausgabe. Die physikalischen Konstanten müssen wie die in unserem Universum ausgesehen haben.

„The Rise and Fall of Nanobacteria“. Schon mal was davon gehört? Ich nicht. Kein Wunder. Darüber wurde wohl nur in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht. In den neunziger Jahren begann es. 1993 fand der Geologe Robert L. Folk in den heißen Quellen von Viterbo Felsbrocken, auf denen er mit seinem Elektronenmikroskop kleine Bläschen entdeckte, die versteinerten Bakterien glichen. Nur waren sie fünf mal kleiner. Folk nannte sie Nanobakterien. Dann wurde 1996 in der Antarktis ein 4,5 Milliarden alter Meteorit vom Mars gefunden mit Bläschen gleicher Art. In alle Welt wurde hinausposaunt, es seien Spuren außerirdischen Lebens. Es waren keine. – Es ging noch weiter. 1998 behauptete ein finnisches Team, es habe Nanobakterien gefunden. Ein Forscher der Uni Ulm deklarierte sie als globale Gefahr für die Gesundheit. In Wirklichkeit war es leblose kristallisierte Materie.

Und in „Violent Origin of Continents“ wird angenommen, dass in der Zeit zwischen 3,8 und 2,6 Milliarden Jahren in der Vergangenheit die Erde von neun größen Meteoreinschlägen heimgesucht wurde. Diese hatten zur Entstehung der Kontinente beigetragen. In dieser Epoche kühlte sich die Erde ab. Es bildete sich eine Kruste, die in Magma versank. Leichtere Magma trennte sich von schwerer und stieg an die Oberfläche, um dort eine permanente Kruste zu bilden. Ich mache es mir jetzt einfach: Die Struktur der Kontinente läßt darauf schließen, dass neben der tektönischen Tätigkeit auch Meteoranschläge zur Bildung der Kontinente beigetragen haben.

„Real Money from Virtual World“

Ich selbst verknalle nur Real Money und tausche es in Virtuelle Linden Dollars um, damit ich die Monatsmiete für meine beiden Inseln in Second Life bezahlen kann. Bei diesem Artikel jedoch geht es darum, wie man mit virtuellem Geld wirkliches verdienen kann. Es könnten die ersten Zuckungen eines weit in der Zukunft liegenden Finanzsystems sein. In Asien und hauptsächlich in China residieren sogenannte Gold Farmer, die in Cybercafes sitzen und sich in MMORGPGs (massively multiplayer online role-playing games) wie World of Warcraft und EverQuest II einloggen. Um auf einen höheren Level zu kommen wird Gold als virtuelles Zahlungsmittel eingesetzt, mit dem der Spieler Rüstung, Waffen, Medikamente, Nahrungsmittel, ein Raumschiff, ein Pferd etc kaufen kann. Um an das Gold zu kommen, braucht es Zeit oder Leute, Gold Farmer, welche die Drecksarbeit machen, um an das Gold zu gelangen. Alles im Spiel. Der Artikel geht nicht explizit darauf ein. Monster killen, zum Beispiel. Wie auch immer. Die Goldfarmer übergeben ihr zeitaufwändig verdientes Gold an einem ausgemachten Ort im Spiel an den Klienten, der sie über Paypal vorher mit Real World Geld (Kurs bei Erscheinen des Artikels: 1000 Goldeinheiten = 10 US Dollar) bezahlt hat.

Jetzt etwas über den Nuklearen Winter in „Local Nuclear War Global Suffering“. In diesem Fall wird ein nuklearer Waffengang zwischen Pakistan und Indien angenommen, ein regionaler Krieg also. Dies jedoch würde ausreichen, die Erdbevölkerung in eine Hungersnot zu stürzen. Rund eine Milliarde von Erdbewohnern würden verhungern, dadurch, dass der durch brennende Städte entstandene Rauch in den höheren Schichten der Atmosphäre verbleibt, die Sonne verdunkelt und damit die Erdtemperatur abkühlt. Das wäre für den ganzen Erdball in etwa 50 Tagen der Fall.

„The next 20 Years of Mikrochips“. Die von Gorden Moore 1975 gemachte Aussage, die Anzahl von Transistoren auf einem Chip würde sich alle alle zwei Jahre verdoppeln, wurde als Moore´s Law bekannt. Das Gesetz verliert dann seine Gültigkeit, wenn es an physikalische Grenzen stößt. Hier nun einige Vorschläge, wie die Komplexität und Geschwindigkeit trötzdem erhöht werden können. – Memristor (sich kreuzende Nanodrähte), Cooling Patch (Hitzeableitung), Multiple Cores (gibt es ja schon, bis zu 8 Stück), weiter miniaturisierte Materialien wie Nanoröhren und sich selbst regenerierende Moleküle; schnellere Transistoren mit ultradünnem Graphene (dem Stoff aus dem Bleistiffminen bestehen); optischer Computer; molekulares Computing ( Transistoren werden durch biologische Moleküle ersetzt); Quantum Computing (siehe auch unter Qubit).

„A plan to defeat Neglected Tropical Disease“. Hier geht es nicht um HIV/AIDS, Tuberkulose oder Malaria, sondern durch Parasiten erzeugte schwächende und verkrüppelnde Tropenkrankheiten mit klingenden Namen wie Ascariasis, Trichuriasis, Hakenwurm, Schistosomiasis, Lymphatic filariasis, Onchocerciasis, Trachoma. In Afrika sind über eine Milliarde Menschen davon betroffen. Dabei gibt es preiswerte Medikamente gegen die NTDs (Neglected Tropical Diseases). Meist reicht schon eine Pille, eine der vorgenannten Krankheiten zu heilen, kostet um 10 amerikanische Cents, ist also billig. Auf die Frage „Wieso wurden diese Krankheiten so vernachlässigt“, gibt der Artikel die dürftige Antwort, man habe sich so sehr auf lebendsbedrohende Krankheiten wie HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria konzentriert. Warum die Leute so etwas in Afrika nicht auf die Reihe bekommen ist mir ein Rätsel.



martedì, novembre 22, 2011

Urlaubs-Con und Meer
heißt der SFCD-Con, der vom 20. - 22. Juli in der Jugendherberge in Kiel-Gaarden stattfinden wird. Mehr unter http://www.facebook.com/pages/Der-Urlaubs-Con-und-Meer/174067005984900

lunedì, novembre 14, 2011

Andromeda SF Magazin 151

behandelt 50 Jahre Perry Rhodan. Das Vorwort von Ralf Boldt ist ausgewogen, läßt Raum für kritische Anmerkungen, die in diesen Jahren gemacht worden sind. In diesem Zusammenhang wird das, was früher als Schuldliteratur bezeichnet worden war, analysiert. Ich war auch jemand, der in den 60ern gegen Rhodan gewettert hat, lol. Heutzutage hat das einen Stellenwert von 0.0. Deswegen überschlage ich die Seiten, die mit Rhodan zusammenhängen, und schwups, bin ich am Ende der Ausgabe angelangt.



Andromeda Nachrichten 235

Ich lese einen Nachruf auf Maren Mewes. Die Dame kannte ich nicht.. Dann lese ich einen ausführlichen Conbericht Jürgen Lautners zum BuchmesseCon. Er gibt genug Info her, dass man sich ein Bild von der Veranstaltung machen kann. Danach zu urteilen, ist mir ein entspannter Oldie-Con lieber.

Über mehrere Seiten erstreckt sich dann die Vorstellung von Autoren und Verlegern, die als Gäste anwesend waren. Von denen kenne ich Mike Hillenbrand, weil ich vor Jahren mit meinen Kurzgeschichten in seinem Corona Magazin einige Preise abgeräumt hatte. Ach ja, und Uwe Post, in dessen Kurzgeschichten.de ich meine Geschichten ebenfalls untergebracht hatte.

Steampunkschmuck, das ist ja was. I like Steampunk. Jürgen Lautner interviewt die Herstellerin Captain Victoria Ute Müller anläßlich einer Steampunk Lesung. Muss mal sehen, ob es etwas darüber in Second Life gibt. – Dann gibt es einen Bericht über SF-Tage in Grünstadt. Es gibt Infos über den Deutschen SF-Preis, aber darüber hatte ich schon an anderer Stelle geschrieben. Dann mal wieder einen Artikel über Frauen in der SF. Das Thema kommt auch immer wieder mal hoch. Während SF selbst eine unerschöpfliche Quelle an Handlungen ist, ist das Gebiet doch recht limitiert, wenn man darüber schreibt. – Dann überfliege ich noch die üblichen Sparten.



domenica, novembre 13, 2011


Vector, the critical journal of the British Science Fiction Association

Der größte Teil der Ausgabe ist der Fantasy-Autorin Diana Wynne Jones gewidmet, die im März dieses Jahres starb. Sie muss im UK populär gewesen sein. Da ich von der Dame nichts gelesen habe und der geneigte Blog-Leser vermutlich auch nicht, belasse ich es bei den Überschriften wie „An exerpt from „a conversation with Diana Wynne Jones““, „A conversation with Diana Wynne Jones“, „Translating Diana Wynne Jones“, „Diana Wynne Jones in the context of Childrens Fantasy“, „The Mistress of Magic“, „Diana on Screen: Two filmed versions of books by Diana Wynne Jones“, „Diana Wynne Jones: A BSFA Discussion“.

Von diesem Kardinalthema einmal abgesehen gibt es einen Essay „Infertility in Science Fiction as a consequence of warfare“. – Stephen Baxter schreibt in „Resonances“ über Tie-ins, Bücher, in denen mehrere Autoren für eine Abenteuer Serie schreiben, so wie in Deutschland für Perry Rhodan. Baxter hat es vor allem der Autor John William Jennison angetan, dessen Lebenslauf Baxter versucht hat wieder herzustellen.

Diese Ausgabe enthält doch mehr Beiträge, als ich annahm. Paul Cincaid beschäftigt sich mit der 1967 in „New World“ 173 erschienenen Story Pamela Zolines „The heat death of the universe“. Es geht dabei um einen Tag im Leben einer kalifornischen Hausfrau, und Cincaid fragt: „Ist das SF?“, lol. – Andy Sawyer, der Hüter der SF-Foundation in Liverpool analysiert die Romanadaptation des Filmes „Forbidden Planet“, den doch wohl jeder von uns gesehen hat. Es ist der mit Robby, dem Roboter, der die Raumschiffbesatzung for dem Id-Monster warnt.

In „Picture this: Invisible words“ schreibt Terry Martin über Comics. Ich selbst lese keine, obwohl sich unser Kaffeetisch unter den Supermanheften meiner Frau biegt.

Vom 20.5. bis 25.9. fand in der British Library die Ausstellung „Out of this World: Science Fiction, but not as you know it” statt. Sandra Unerman, berichtet darüber. – Buchbesprechungen runden diese Ausgabe ab. Neben dem Thema Diana Wynne Jones, gab es doch noch weiteren interessanten Stoff zu lesen.


sabato, novembre 12, 2011


Focus, the British Science Fiction Association´s Magazine for Writers.

Vor einigen Jahren habe ich ja auch Stories verzapft. Ich meine, ganz schlecht war keine von ihnen. Autoreninterviews finde ich uninteressant, da ich doch in etwa weiß, wie man eine Story hinbekommt. Dafür gibt es Schreibgruppen. Nun tummle ich mich schon fünf Jahre im Online Spiel Second Life und habe dort, wo die Dynamik schneller ist, einiges über die weibliche Psyche erfahren. Könnte sicher zu einer literarischen Bereicherung führen, nur jetzt singe ich, lol. Karaoke.

Für Autorenaspiranten enthält Focus interessante Hinweise. Wenn Andreas Eschbach deutschen Neuautoren Ratschläge mit auf den Weg gibt, sind die Engländer doch besser dran. Es gibt einige Autoren mehr, die das Gleiche machen. Christopher Priest und Alistair Reynolds, um nur zwei bekannte zu nennen. Ein anderer, Adam Christopher berichtet, wie er über Twitter an einen Bücherdeal herangekommen ist. Dann finde ich einen Beitrag über die Middlesex University, bei der man einen Master of Arts für SF und Fantasy machen kann. Kostet allerdings 5100 £. Wohl etwas für Finanzyuppies, die an sich eine kreative Seite entdeckt haben.


venerdì, novembre 11, 2011

Fandom Observer 269

Tja, Impressionen vom Perry Rhodan Welt-Con. Müssig, dass ich darüber einen Kommentar abgebe. Ich hatte ja auch vor 40 Jahren mal einen Fimmel und was über Gucky den Mausbiber gelesen.

Die Phantasten e.V. Ein neuer Verein. Der Vorsitzende wird interviewt. Wie immer gibt es ausführliche Buch- und Filmbesprechungen. Ich sehe mir mit Winamp meistens was aus dem Mystery Science Theater 3000 an, und dann über Hulu Tales of Tomorrow, Outer Limits, Time Tunnel etc. etc. Der hellste Wahnsinn.

Die Schrift vom Fandom Observer ist ziemlich klein. Aber die Überschriften sind groß genug J. SF-Fans mit schärferen Augen finden sicher etwas interessantes.

Analog, Science Fiction and Fact, December 2011

Es lohnt sich über zwei Stories ein paar Worte zu verlieren. Stories, die von der Machart nicht unterschiedlicher sein könnten. „The Impossibles“ von Kristine Kathryn Rusch in dem behäbig langatmigen Stil, der Leser schläfrig macht. Und dennoch: Rusch hat ein Setting und Beziehungsgeflecht entwickelt, in dem man sich wiederfinden kann, auch wenn die Handlung in der Zukunft liegt. Um Juristen und Rechtssprechung im intergalaktischen Kontext geht es. Die Handlung spielt auf einer Raumstation voller Gerichtssäle und Unterkünfte für Juristen. Der Fall selbst: Eine schwangere Frau aus einer Gruppe interstellarer Rebellen wurde als Kindermädchen von einer extraterrestrischen Familie angeheuert und läßt bei ihrem Ausscheiden ein wertvolles Schmuckstück mitgehen. Sie wird erwischt und soll gemäß den Sitten dieses Planeten bestraft werden. Das wäre fatal. Es gibt einen Prozess, in dem eine frisch aus der Akademie auf die Raumstation kommandierte Juristin die Diebin zu verteidigen hat. Wie sie es macht mit dem ganzen Brimborium herum ist gut beschrieben. Die Lösung des Falles selbst ist dappig. Aber die Idee mit der Juristen-Raumstation zeigt, dass aus der SF-Quelle noch ein paar weitere Ideen sprudeln können.

Anders die Story „Not for ourselves alone“ von Charles E. Gannon. Sergei Andreiev wird mit einem Kontingent russische Kameraden in die Raumstation Hephaestos abkommandiert. Zusammen mit dort stationierten US-Amerikanern sollen sie die Arat kur daran hindern, die Erde zu erobern. Im offenen Kampf sind die Aliens nicht zu schlagen. Die Hephaestos läuft parallel zum Jupitermonde Io und wird von einem Plasmatunnel abgehalten, auf den Jupiter zu fallen. Durch vorangeganene Kämpfe im Sternensystem Barnard, in der alle irdischen Einrichtungen zerstört worden waren, weiß die Besatzung der Raumstation, dass die Arat kur ihre Schlachtschiffe ihre Energie von der Hülle eines Gasplaneten beziehen. Die Arat kur befinden sich auf dem Weg ins Sonnensystem und als Gasplanet kommt nur der Jupiter in Frage. Von der Zerstörungskraft des Feindes gibt es einige Videos. Ungeklärt sind die Eigenschaften der Disruptorstrahlen. Beim Einfall der gegnerischen Flotte sollen Sensoren mehr darüber herausfinden. Und dann kommen sie. Sergei ist der einzig Überlebende der Raumstation, der die Datenauswertung zur Erde übertragen kann. Sein amerikanischer Vorgesetzter hat sich, da nicht mehr genügend Sauerstoff in der abgesprengten Kapsel vorhanden war, für ihn geopfert. Die Schwachstelle der Arat kur ist, dass wie beim Pitstop der Formel 1, das Schlachtschiff auftanken muss. Hier an der Jupiterhülle. Damit ist es für einige Zeit inaktiv. Das nutzt die Erde aus und gewinnt schließlich.

Der Schluss ist flau. Irgendwie haben die Autoren es nicht mehr drauf, für ein überraschendes Ende zu sorgen. Das war in den sechziger Jahren anders.



martedì, novembre 08, 2011


· Steve Jobs 1955 – 2011

·

· Mit 56 Jahren starb er zu früh. Die „Business Week“ widmete ihm eine Ausgabe. Leute, die ihn kannten, schilderten seinen Werdegang. Davon abgesehen, legen folgende Statements Zeugnis davon ab, wie Jobs tickte. Hier einige auf englisch:

·

· Simple can be harder than complex. You have to work hard to get your thinking clean to make it simple.

· The only way to be satisfied is to do in what you believe is great work

· Don´t be trapped by Dogma

· Don´t let the noise of others´opinions drown out your own inner voice

· Don´t settle

· Its only by saying no that you can concentrate on the things that are really important

· A lot of times, people don´t know what they want until you show it to them

· Things don´t have to change the world to be important

· Creativity is about connecting things

· When you ask a creative person how they did something they may feel a little guilty because they didn´t really do it, they just saw something

· Stay hungry

· Stay foolish

Apple, die Firma, die Jobs mit Steve Wozniak gründete, hatte 1976 zwei Angestellte, Jobs und

Wozniak. Nun sind es 13.000. Bei den Events, auf denen Jobs neue Apple Produkte präsentierte, konnte er die Zuschauer so in den Bann schlagen, dass dieser Vorgang Reality-Distortion Field = Realitätsverzerrungsfeld genannt wurde. Wenn man das Feld verließ, fiel man wieder in die Realität zurück und fragte sich, wie der Mann einem ein X für ein U hatte vormachen können. Aber irgendetwas blieb hängen. Wieso hätten sonst so viele Produkte verkauft werden können?

Dann gab es den „Shithead-Hero Roller Coaster“, die Arschloch-Held Achterbahn. Das war, wenn Jobs im Apple-Lab ein Produkt sah und es einen Haufen Scheiße nannte und am nächsten Tag das tollste Ding, was er je gesehen hatte. Der Bruder war nicht einfach. Diejenigen, die es bei Apple ausgehalten haben, konnten sich über psychologische Wechselbäder nicht beklagen.

Ich selbst habe dem Apple Hype nichts abgewinnen können, habe zwei stinknormale PCs und einen schwächlichen Laptop mit XP und Windows 7. Mit meinem Handy kann ich telefonieren. Mir reicht das.


domenica, novembre 06, 2011

Asimov’s Science Fiction, December 2011

Die für mich beste Story dieser Ausgabe war Connie Willis „All about Emily“. Eine Broadway Story mit einem alternden Star, ihrem Agenten, einem Physiknobelpreisträger und seiner Nichte.

Diva Claire Havilland wird von ihrem Manager für einen Fernsehtermin mit einem Physikprofessor und dessen Nichte Emily gebucht. Die Geschichte ist lang, enthält viel Broadwayschmäh und ihr Inhalt läßt sich kurz beschreiben. Die Nichte des Physikers himmelt Claire an und besucht von da an jede ihrer Shows. Claire, lebenserfahren, findet heraus, dass Emily ein von dem Professor konstruierter Robot ist und wird neugierig. Clair fragt Emily nach ihren Wünschen. Diese möchte nichts sehnlicher, als Mitglied der Rockettes zu werden, eine Bein schwingendes populäres Ballett. Doch Robots sind nicht zugelassen. Jetzt wird es richtig kitschig. Claire stellt sich im strömenden Regen mit einem Plakat vor die Radio City Music Hall, um für Emily Stimmung zu machen. Doch die Menschen laufen an ihr vorbei bis die Rockettes aus der Halle kamen und sich zu Claire stellen. Es bildet sich eine Menschentraube, Reporter berichten und Emily bekommt die Chance sich den Rockettes anzuschließen.



sabato, ottobre 29, 2011

Phantastisch 4/2011

Horst Illmer legt sich mit UpDate, Nachrichten und Neuerscheinungen, wieder ins Zeug. Die Rezensionen sind überschaubar und die Titel gut gewählt. Hätte ich mehr Zeit, würde ich zuschlagen und mir einiges zusammenkaufen.

Phantastisch hat einen 2 Seiten starken Comic in sein Repertoir aufgenommen. Eine Bereicherung.

In „Geteilte Bücher, geteilte Freud“ schreibt Christian Endres über das Für und Wider von in mehrere Bände aufgeteilten Romanen, und er fragt Verlagsleiter dazu aus.

Es scheint wieder einige neue phantastische TV-Serien zu geben, die unter die Lupe genommen werden. Dann gibt es etwas über Kannibalen in Horrorfilmen. Mit solch neckischen Titeln wie „Tunnel der lebendigen Leichen“ werden makabre Geschmäcker angesprochen. Keine Ahnung, wie die Leute ticken.

Ich lese einen Beitrag über Michael Ende, dann wird über einen ins Deutsche übersetzten afrikanischen Roman berichtet. Ngugina Thiongos „Herr der Krähen“. Da die Jungs in Kenia, wo er her kommt, noch weniger lesen als bei uns, erzeugt allein das Schreiben eines Buches schon Respekt.

In einem weiteren Beitrag widerlegt Horst Illmer die Mär, dass es sich nicht lohnt Kurzgeschichten in Deutschland zu schreiben, da diese keinen Verlag finden würden.. Für seine gegenteilige Ansicht gibt er zahlreiche Beispiele an. Es lohnt sich auf jeden Fall zu schreiben. Ich selbst hätte auch Lust dazu, nur Singen macht mir zur Zeit mehr Spaß.

In „Große Bilder aus dem Wilden Westen“ beschreibt Christian Endres Westerncomics.

Unter „Klassiker der phantastischen Literatur“ skizziert Achim Schnurrer im 2. Teil ein Porträt von Karl Friedrich Bahrdt. Das war hochinteressant. Nicht so sehr das Buch „Zamor oder der Mann aus dem Monde“, dass 1787 in einer Berliner Buchhandlung erschien, obgleich es eines der ersten deutschen SF-Romane war. Es war der Lebensweg des Autors Bahrdts, der so interessant war. Scnurrer zeigt die damalige Struktur Deutschlands und die Schwierigkeiten eines intelligenten und aufmüpfigen Gelehrten wie Bahrdt, in den Universtitäten der Kleinstaaten Fuß zu fassen.. Verwoben war alles mit Bahrdts Zugehörigkeit zu einer Loge, deren Mitglieder sich Illuminaten nannten, so wie der Außerirdische seines Buches. Die Kirche war von diesen Logen nicht angetan und überhaupt war bei Bahrdt von Political Correctness nichts zu spüren. Das hat ihm für die letzten Jahre seines Lebens die Internierung in einer Festung eingebracht.

Zum Schluss gibt es noch eine Film-Kolumne mit dem Titel „Invasionen“ und Achim Schnurrer schreibt über Hansrudi Wäscher, einen Pionier der deutschen Comics. Die Ausgabe ist wieder gelungen. Lohnt sich.



giovedì, ottobre 27, 2011

Fantasy & Science Fiction, Sept/Oct 2011

Er war tot und konnte bumsen wie ein Weltmeister. Nun, das stimmt nicht ganz, er war wieder rekonstruiert. Cyborg, mann man die Apparate in ihm und die externen Anschlüsse einbezieht. Seine Frau Anise, die glücklich war, dass ihr Mann ein Leben hatte, und noch glücklicher, dass er so viel besser bumsen konnte als vorher (oder war es umgekehrt?), fühlte sich jedoch durch seine Gefühlskälte abgestossen. Das haben Halbautomaten eben so an sich, meine ich. Paul ein Arbeitskollege war ein verständnisvoller Zuhörer, der das ersetzte, was sie an ihrem Mann vermisste: Emphatie. Robert, ihr Mann umgab sich mit Freunden aus dem Kreis der Rekonstruierten. Zu einer Party, die ihr Mann gab, lud sie Paul ein, um sich während der Party nicht einsam zu fühlen. Der verschwand und Anise war ausser sich als sie ihn im Bad fand, wo er sich an eine Biokontrolleinheit angeschlossen hat. Paul überzeugte sie, dass er sich nicht verändert hatte. – Bevor ich es vergesse: Die Story heisst „Anise“ und stamm von Chris de Vito.

Anise trennte sich von Robert. Der stalked sie und versucht Anise zu überreden sich umzubringen und rekonstruieren zu lassen, damit sie auf gleicher Ebene kommunizieren konnten. Anise vertraut sich Paul an. Am darauffolgenden Tag fand sie eine Packung Schlaftabletten in ihrem Briefkasten. Sie kommt nicht von dem Gedanken los, wie es sein würde, wäre sie rekonstruiert. Sie schluckt die Pillen.

Der Schluss ist etwas mager. Anise ersticht Robert mit einer Schere beim Sex, zieht mit Paul zusammen und versucht ihr neues Selbst zu erforschen.



martedì, ottobre 25, 2011





Scientific American, December 2009

1909 wollte ein deutscher Ingenieur diese „Flying Railway“ bauen. Antrieb: Elektrischer Strom. Es gab jedoch einige technische und finanzielle Einwände. Aber da sieht man wieder: Deutscher Erfindergeist.

Und schon wieder gibt es mit „Portrait of a Black Hole“ etwas über Schwarze Löcher. Man kann sie nicht direkt beobachten, sondern nur anhand ihrer Schwerkraft, die sie auf Sterne ausüben und anhand des heißen Gases, das in sie hinein fällt.

Theoretiker sagen, dass Einsteins Relativitätstheorie nicht zur Quantenmechanik passt. Nur was passt schon dazu? Quantenmechanik erlaubt Umkehrprozesse, in denen zum Beispiel Zeit rückwärts läuft, oder wenn aus einem Schwarzen Loch wieder etwas herauskommt. Weiter ist unbekannt, wie es abläuft, wenn Gas in ein Schwarzes Loch stürzt. – Mit welchen Mitteln soll versucht werden, Schwarze Löcher sichtbar zu machen, oder wenigstens den Ereignishorizont? Mit mehreren Radioteleskop Arrays, die tausende von Kilometern auseinander liegen. Ein Array umfasst bereits mehrere Teleskope.

Unter „World Changing Ideas“ werden einige vorgestellt. Die meisten sind bei ihrer Transformation in reale Anwendungen stecken geblieben. Immerhin, es wird noch nachgedacht.

„Expanding the Limits of Life“. Das liest sich schön. Es geht jedoch um Ökosysteme der Meerestiefen. Im Jahr 2000 entdeckten Forscher ein Hydrothermosystem auf dem Boden des Ozeans, das sie „Lost City“, verlorene Stadt“ nannten. Ist zwar nicht Atlantis, sieht jedoch bizarr aus.Ein Feld mit Schornsteinen auf dem Atlantis Massif. Wasser zirkuliert durch den warmen Felsboden, kommt mit einer Temperatur von ca. 90 Grad an die Meeresbodenoberfläche. Das Wasser ist reich an Kalzium, dass sich in Form dieser Schornsteine ablagert. Diese können eine Höhe von 60 Metern erreichen. Der Erdmantel des Atlantis Massifs besteht einem Fels, der Peridotite genannt wird. Ein Gestein, dass maßgebend ist für die seltsame chemische Zusammensetzung der Umgebung. Lassen wir die chemischen Prozesse beiseite. Nur eins sei gesagt: Das Wasser wird durch den Kontakt mit Peridotite seines Sauerstoffs beraubt, mit Wasserstoff, Methan und Schwefel angereichert. Forscher sind der Meinung, daß auf der frühen Erde die Atmosphäre aus diesen Gasen bestand. Hat es auf der Erde so ausgesehen wie auf dem Ozenbodens des Atlantis Massifs? Der Clou ist, dass es dort Mikroorganismen gibt, die ohne Sauerstoff auskommen und damit ein Besipiel dafür sein könnten, wie die ersten Lebensformen auf unserem Planeten ausgesehen haben.

Methan als Gas ist ein Kontributor zur Erderwärmung. In „Methane: A menace surfaces“ wird darüber berichtet, wie der Permafrost aufweicht und Methan in die Athmosphäre freisetzt. Arktischer Permafrost findet man in Sibirien, Alaska, Canada. Dieser gefrorene Boden bedeckt rund 20 Prozent der Erdoberfläche, unter der sich um 950 Milliarden Tonnen organisches Material aus Kohnenstoff befinden. Sobald der Permafrost taut, wirken Mikroben auf die Tier- und Pflanzenreste ein und setzen Gase frei, die zum großen Teil aus Methan bestehen. Und nun taut er, der Permafrost. Es beginnt damit, dass der gefrorene Boden schmilzt, Tümpel bildet, die sich später zu Teichen und Seen ausweiten. Das Wasser trägt zusätzlich zum Tauprozess bei. Methan steigt in Blasen an die Wasseroberfläche empor. Der Prozess läßt sich nicht mehr aufhalten.

Und wenn man „Decoding an acient Computer“ gelesen hat, fragt man sich: Warum haben die Menschen das Wissen damals wieder verschütt gehen lassen, nach dem sie vor 200 Jahre vor Christi solche Apparate entwickelt haben wie die Antikythera. Sie wurde 1900 mit anderen Objekten von Schwammtauchern aus einem gesunkenen römischen Handelsschiff geborgen. Ein versteinerter Klumpen in Größe eines Telefonbuches, der nach einigen Monaten auseinanderfiel und verrostete bronzene Zahnräder, Metallplatten mit Maßeinheiten und griechischen Inschriften freisetzte. Daß Griechen feinmechanische Arbeit zu leisten imstande waren, bei der Zahnräder mit Zähnen von nur einem halben Millimeter Länge herauskamen, war nicht bekannt gewesen. So um 1905 war der deutsche Philologe Albert Rehm der Ansicht, bei der Antikythera handele es sich um einen astronomischen Kalkulator. So ist es. An seiner Seite befindet sich eine Kurbel, mit der die Skalen eingestellt werden konnten. Anzeigescheiben unterschiedlicher Größe waren übereinander gelagert. Sie zeigten den ägyptischen Kalender, die 12 Konstellationen zur Sonne, die Positionen des Mondes sowie den Auf- und Untergang bekannter Sterne an. Der Apparat besteht aus 30 Teilen, aus hauptsächlich miteinander verbundenen Zahnrädern. Ein Wahnsinnsapparat. Wenn wir damals an das Wissen angeknüpft hätten, wären lebensbedrohende Krankheiten sicher schon besiegt.

Wenn hier steht, dass eines der ersten Dinge, die man in der Biologiestunde lernt, ATP ist. Dann bin ich einer von jenen Ignoranten, die sich von ihrem Biologielehrer auf dem Ohlsdorfer Friedhof Vogelstimmen haben erklären lassen. Ich bin sicher, zu der Zeit wusste auch Herr Stiller, der Biolehrer nichts über ATP, obwohl es schon 1929 entdeckt wurde, aber was über den Zilpzalp oder Weidenlaubsänger. – Nun also ATP; Adenosin Triphosphat, von dem bekannt ist, dass es Säugerzellen mit Energie versorgt. Jetzt fand man heraus, dass dies Molekül auch eine Signalfunktion besitzt, um das Verhalten von Körperzellen zu steuern. Die Entdeckung von ATP fand im Kaiser Wilhelm Institut statt. Der guten Ordnung halber: Es gab noch eine Gruppe im Ausland, die es zeitgleich entdeckte. Der Vorgang der Signalgebung ist simpel. Neuronen und andere Zellen stoßen ATP aus ihren Bläschen. Enzyme zerlegen ATP, so daß am Schluss nur noch Adenosine Monophosphat oder Adenosine übrig bleibt. Das nun kann an bestimmten Zellrezeptoren andocken und das Signal abgeben. ATP wird z.B. von Nervenzellen in das Muskelgewebe gesandt, um für Kontraktion und Entspannung zu sorgen. Das Gleiche passiert bei Blutgefäßen. ATP und seine Derivate landen noch auf Rezeptoren anderer Organe, um die Arbeit derer Zellen zu beeinflussen. Diese Untersuchungsergebnisse dienen letztlich dazu, Medikamente zu entwickeln, um Fehlfunktionen von Organen zu beseitigen.




domenica, ottobre 16, 2011

Scientific American, Nov 2009

„The long lost Siblings of the Sun“. – Ursprünglich nahm man an, unsere Sonne sei von Anfang an ein Einzelstern gewesen. Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass sie in einem Cluster mit 1.500 bis 3.500 anderen Sternen zur Welt gekommen ist.

Der Artikel beschäftigt sich mit Clustern. Eine Art sind Galaktische Cluster, die nur aus wenigen Sternen bestehen und auf der Galaktischen Ebene liegen. Globale Cluster hingegen hingegen sind dicht bevölkert, sehr alt und befinden sich nicht nur auf der Galaktischen Ebene. Es gibt auch Mischformen, aus denen anscheinend unsere Sonne herkommt. Massen wie die unserer Sonne, kommen im All am häufigsten vor. Für mich war es interessant zu wissen, dass unser Sonnensystem um die 30.000 Licht Jahre vom Zentrum der Galaxis entfernt und sich um die 15 Lichtjahre über der Galaktischen Ebene befindet, dass es mit 234 Kilometern pro Sekunde um das Zentrum kreist. Siebenundzwanzig Mal hat es das schon geschafft. Und ganz ruhig, es kommen noch ein paar Umdrehungen hinzu (lol).

Wo sind die Geschwistersterne abgeblieben? Auf der gleichen Umlaufspur abgedriftet.

Chronischer Schmerz ist das Thema des zweiten Artikels. Schlimme Sache. Bis jetzt ist er noch nicht über mich hergefallen. Forscher sind dabei zu entschlüsseln, wie er entsteht um ihn später einmal besser bekämpfen zu können. Einer der Verursacher sind Glia Zellen, im Gehirn und Rückenmark angesiedelt. Sie unterstützen Neuronen. Schmerz wandert etappenweise. Vom Ursprungsort, ausgehend von den Sensorzellen zu im Rückenmark befindlichen Ganglien, die das Schmerzsignal an den Hirnstamm weiterleiten. Wenn das Signal den zerebralen Kortex erreicht, wird es als Schmerz wahrgenommen.

Was Gliazellen normalerweise tun ist das Beliefern der Nervenzellen mit Energie und das Abräumen von gefeuerten Neurotransmittern. Dann wurde entdeckt, dass sie die Schmerzsignalstrecke überwachen. Sie tun noch mehr, schicken Cytokine auf die Reise. Eine Klasse von Molekülen, die wie Follow-me Autos auf Flughäfen dem Immunsystem den Weg zur Verletzung weisen, damit es die Reparatur einleiten kann. Cytokine verstärken den Schmerz, damit die Wunde in Ruhe gelassen wird. Bei chronischem Schmerz, wie Neuropathie, sind Gliazellen zu lange aktiv und bauen einen Loop auf, der permanent Schmerz produziert, auch wenn die Wunde schon lange verheilt ist.

Den nächsten Artikel kann ich überspringen. „A Path to Sustainable Energy by 2030“. Alles ökologisch? Wind, Solarzellen, Hydropower, Gezeitenkraftwerke usw? Right. Die U.S.A. sind pleite. Forget it.

„Rethinking the Hobbits of Indonesia“. 2004 fand man in Indonesien Knochen kleiner Menschen, die vor 1700 Jahren dort gelebt haben sollen. Neue Untersuchungen brachten zutage, dass das Skelett die Mischung eines Urtypen mit dem eines modernen Menschen ist. Einige Forscher nahmen an, die sogenannten Hobbits seinen ein moderner Menschentyp mit einer Knochenkrankheit gewesen. Diese Theorie ist durch die neuen Untersuchungen widerlegt. Nun wird darüber diskutiert, ob es nicht dieser Menschentyp gewesen ist, der der sich vor dem Homo Erectus auf den Weg von Afrika nach Asien aufgemacht hat.

„Scientific American“ bringt noch einen Artikel über das Fernsehen im Internet und eine Gesprächsrunde über die Zukunft des Autos. Klar ist, auch jetzt gurken wir mit Benzinkutschen herum und das wird noch lange so bleiben. Die Gesprächsrunde brachte nichts Neues, nur dass, Treibstoffzellen mit Sicherheit keine Chance haben, auch in weiterer Zukunft Autos anzutreiben.

Und Fernsehen im Internet. Google ist damit doch schon auf den Bauch gefallen. Da ich ohnehin nicht fernsehe, sondern mir tägliche Infos aus Zeitungen und dem Internet abrufe. Interessiert mich das Thema auch nicht. Übers Internet bekomme ich auch die SF-Episoden, die mal im Fernsehen gezeigt worden sind.



lunedì, ottobre 10, 2011

Ich lerne immer wieder etwas Neues

aus der Business Week. „Roundup“ heißt das in der Welt am meisten verkaufe Unkrautvernichtungsmittel. Die Firma Monsanto, die das herstellt, hat sich auch um die genetische Veränderung von Getreidesamensorten bemüht, so daß die von diesem Unkrautkiller verschont blieben, wenn so um einhundert verschiedene Arten Unkraut eingingen. So um die 15 Jahre ging das gut. Nun kommt das Unkraut zurück, stärker und resistenter. Johnsongrass, Italian Ryegrass, Horseweed, Pigweed, Common Ragweed. Auf Monsanto kommt zu, dass bevor es die genetische Konstruktion der Getreidesamen wieder verändert, erst mal sein Unkrautvernichtungsmittel modifizeren muss. Unterdessen muss der Farmer zur Hacke greifen.. Aber vielleicht springen andere Unternehmen wie Dow Chemical, DuPont, Bayer in die Bresche. Habe ich eigentlich schon mal erzählt, dass ich 1990 – 1991 in Midland, Michigan bei Dow Chemical gearbeitet hatte? Auch schon wieder zwanzig Jahre her.

Vor kurzem brachte ich eine kurze Notiz über den Rausschmiss des Vorstandsvorsitzenden von Hewlett Packard Leo Apotheker. Kurz darauf schickte die Vorstandsvorsitzende von Yahoo Carol Bartz eine E-Mail an die 13000 Angestellten: „Es tut mir Leid euch zu erzählen, dass ich gerade telefonisch vom Aufsichtsratvorsitzenden gefeuert wurde“. Nochmal zu Hewlett Packard. Eine Ausnahme in unserer schnelllebigen digitalen Zeit. Der 12c Finanzkalkulator, vor 30 Jahren auf den Markt gekommen, wird immer noch verkauft. Es gibt nichts besseres.

Dann gibt es in der Business Week einen Beitrag über Datamining. Die Firma SecureAlert z.B. besitzt Kontrakte mit U.S.-Strafverfolgungsbehörden, die sie beauftragt haben, Ex-Gefängnisinsassen zu überwachen. In Italien ist das zur Lachnummer verkommen. 3600 Euro Jahresleasing kostet so eine Fussfessel. Die Italienische Regierung hatte so vor zehn Jahren hunderte davon bestellt, und nie verwandt. War wohl zu kompliziert. Der Vertrag mit dem Lieferanten läuft dieses Jahr aus.

In einer anderen BW-Ausgabe wird über den Trend in den USA berichtet, dass die Anzahl der Zuschauer beim Kabelfernsehen zurückgeht. Zum einen die Wirtschaftskrise, zum anderen der Rückgang der Haushalte und dann die Jugend, die sich ihre Infos und Serien über das Internet reinzieht. – Ich selbst bin auch schon über das Fernsehzeitalter hinweg. Fernsehen ist was für Passive. Davon soll es noch einige geben.

domenica, ottobre 09, 2011

Fandom Observer 268

Mit neuem Layout, Illustriertenformat. Sieht gut aus, doch für den Bildschirm unpraktisch. Ich werde jetzt noch schneller drüber huschen. – Uwe Post hats geschafft. Er bekam den Deutschen Science Fiction Preis für den besten deutschsprachigen Roman „Walpar Tonnraffir und der Zeigefinger Gottes“.

Es gibt wieder jede Menge Buch-, Fanzine-, Filmbesprechungen, dann etwas über den PhantastikCon Rodgau, wo auch immer das ist. Was Neuigkeiten angeht, so hat der Observer gegenüber anderen Magazinen und Fanzines einen Informationsvorsprung.

sabato, ottobre 08, 2011

Analog Science Fiction and Fact, Nov 2011

Adam Troy-Castro ist mit “With unclean Hands” eine excellente Geschichte gelungen. Protag Counselor Adrea Cort wird als unzugängliche Diplomatin, die auf einem anderen Planeten mit anderen zusammen im Kollektivwahn Menschen umgebracht hatte, charakterisiert. Von der Zentralregierung wird sie auf den Planeten Zinn delegiert, wo sie die terrestrische Botschaft bei einem Vertragsabschluss beraten soll. Der Vertrag hat zum Inhalt, einen terrestrischen Serienkiller gegen technologisches Knowhow der überlegenen Zinn Zivilisation einzutauschen.

Die Zinns sind Aliens und haben sich trotz technologischer Überlegenheit auf diesen Planeten zurückgezogen, weil ihnen jeglicher Kampfgeist fehlt und sie es nicht verstanden haben, sich gegen aggressive Rassen zur Wehr zu setzen.

Cort trifft auf ein Zinn-Mädchen, die Tochter des Leiters der Verhandlungsdelegation, schließt Freundschaft mit ihr und findet heraus, dass das Mädchen sich vor etwas fürchtet. Unterdessen kommen die Verhandlungen zu einem Abschluss. Danach errichten die Zinn auf einer kleinen Insel eine komfortable Residenz für Simon Farr, den Serienkiller von der Erde. Farr wird schließlich in sein neues Heim überstellt. Damit wäre Corts Job zu Ende. Doch ist sie nicht überzeugt, spielt ihren höheren Rang aus und läßt sich von der Botschafterin auf die Insel fliegen, wo Farr sich gerade anschickt, dass kleine Zinn-Mädchen mit dem Messer ihres Vaters umzubringen. Cort attackiert Farr und tötet ihn. Der Vertrag ist außer Kraft, das Mädchen gerettet. Nach Ansicht des Diplomatischen Korp hatte Cort die Erde um ihre Chance beraubt, im Konzert der galaktischen Mächte mitzuspielen. Sie wird zum Raumflughaven expediert. Die Botschafterin ist nicht in der Lage Corts Handlung zu verstehen. Cort verabschiedet sich von ihr, erzählt, es ging nicht nur um das Mädchen, sondern darum, dass die Zinn vorhatten, mit dem Killer das Gleiche zu machen, was sie von der Erde mit einem gelieferten Zinn-Raumschiff machen würden. Reverse Engeneering. Studieren, studieren. Bau, Funktionsweise. Bei Carr die Gene, die ihn zu einem Mörder machten, um diese bei sich einzupflanzen, damit die Zinn sich endlich das zurückholen konnten, was sie aufgegeben hatten, und mehr noch, um den Weltraum brutal zu erobern.

Also, da wäre ich auch nicht drauf gekommen. Macht aber Sinn, nicht wahr?



martedì, ottobre 04, 2011

Andromeda-Nachrichten 234.

Habe ich schon drüber geschrieben? Ich meine nicht. Und wenn schon. Es steht nicht viel aufregendes drin. Abgesehen von Jürgen Lautners Beiträgen. Die Con-Berichte über den DortCon, über eine Steampunk Lesung in Frankfurt und eine Role Play Convention in Köln sind interessant. Danach gibt es die üblichen Sparten-Berichte. Wie wäre es denn, wenn Andro sich wie die Matrix der BSFA ins Internet verlegen würde?



Vector, the critical Journal, Summer 2011

habe ich noch gefunden, mit einer Andromeda. Sie lagen auf dem Kaffeetisch, vor dem ich aufgrund des konstant schönen Wetters und jetzt dem Herbst noch nicht gesessen hatte. Fantastisch. Sie stammten noch aus der Zeit bevor ich mein Gastspiel in den Krankenhäusern als Patient gab.

Nun, Vector ist das kritische Journal der British Science Fiction Association. Die BSFA gab auch „Matrix“, ein Nachrichtenmagazin heraus. Zuerst gedruckt, dann online, um Kosten zu sparen. Dann verschwand es aus Mangel an Beteiligung und andere waren mit Neuigkeiten schneller.

Vector bringt einen Rückblick auf das 10. Anniversary of the London International Festival of Science Fiction and Fantasy Film. Es dauerte 10 Tage und fand in mehreren Kinos statt.

“Against Utopia: Arthur C. Clarke & the heterotopian Impulse”. Wenn der Titel des Essays intellektuell aussieht. Er ist es und der Beitrag ebenfalls. Ich hatte Mühe mit meiner Aufmerksamkeitsspanne einer Taufliege zu folgen. Aber es wäre nicht von Übel, wenn man sich öfters mal zurücklehnen und philosophisch werden würde. Eine Frage könnte doch sein: Wäre es nicht mal an der Zeit, mal wieder über die gesellschaftliche Organisation nachzudenken und über Möglichkeiten zu ihrer positiven Veränderung zu diskutieren? Wäre doch was für die Piratenpartei. Die anderen Parteien haben sich doch eingegraben.

McGrath, der Autor dieses Essays, bezieht sich auf Tom Moylan, der das so ausdrückt: “Present time is provincial and empty, If humanitý becomes too much taken with the present, we lose the possibilitz of imagining a radicallz other future. We lose the ability to hope. We lose what Bloch identifies as the Novum: the unexpectedly new, that which pushes humanity out of the present toward the not zet realized future.” (Moylan, T. (1986), Demand the impossible: Science Fiction and the Utopian Imagination, Methuen, New York.

McGrath beschäftigt sich weiter mit Clarke und dessen Einstellung zu Utopia. Der hielt nicht so viel davon, ist eben Realist. McGrath zieht einige von Clarkes Werken heran und betrachtet deren Inhalt unter dem von Foucault kreirten Begriff Heterotopia, den er noch weiter klassifiziert: „Crisis Heterotopia: Heterotopias capable of juxtaposing in a single real space several spaces, several sites, that are themselves incompatible“; „Heterotopias of indefinitelz accumulating time“, und „heterotopias, that create another real space, as perfect, as meticulous, as well arranged as ours is messy, ill constructed and jumbled.“

Juliet E. McKennas Essaz lautet „ Homer´s Odysey: The World´s first Fantasy Novel.” – Dann wird Samuel R. Delany interviewt, der mit seiner Story “Aye and Gomorrah” den Nebula Preis gewonnen hat. – Es gibt noch etwas über „Avatar“, was mich schon deshalb nicht interessiert, weil ich den Film fad fand. – Terry Martin schreibt über Comics. Stephan Baxter in „Resonances“ über Giants, Riesen also. Andy Sawyer, der die SF-Bibliothek der Uni Liverpool verwaltet, kommt mit einigen Schmakazien, die so for 300 Jahren von Frauen geschrieben worden waren. Starke SF, erinnert etwas an den heutigen Steampunk. Zum Schluss wie üblich Buchbesprechungen.



domenica, ottobre 02, 2011

Interzone, New Science Fiction & Fantasy 236, Sep-Oct 2011

The beste Story stammt von Jason Sanford. Wenn er in Interzone veröffentlicht, ist seine Story die Beste. Der Mann ist gut. Auch wenn er mit der gleichen Figur arbeitet, mit Christina de Ane, die in einer post-apokalyptischen Welt aufwuchs, um schließlich von der Künstlichen Intelligenz (KI) ihres Dorfes mit Drohungen, Einschüchterungen und Versprechungen in die Rolle eines Vollstreckers gezwungen zu werden, die sie niemals angestrebt hatte. Nun war sie ein Plague Bird (Seuchenvogel) mit integriertem Blood AI (Blut KI), der sich Red Day nannte. Sie hatte in einem fremden Dorf eine Exekution durchzuführen, an Jennery Flats, der vorgeworfen wurde, ihr Baby in einen See geworfen zu haben. Christine zögert die Vollstreckung hinaus, weil ihr einige Elemente des Ablaufs suspekt waren. Ihre KI schloss sich ihr an.

Im Laufe der Handlung fanden sie heraus, dass Dawnbringer, die KI des Dorfes aus der Zeit vor der großen Katastrophe stammte, und eine Sternenmission begleitet hatte, die sie jedoch hatte abbrechen müssen, da die Mannschaft des Raumschiffes bei einer Kollision umgekommen war. Nach der Landung fand sie heraus, dass um die neunzig Prozent der Menschheit umgekommen waren. Die Menschen waren genetisch durch Linien aus dem Tierreich (Katzen, Hunde, Vögel) verstärkt. Auch Christina hatte Wolfsblut in ihren Adern. Dawnbringer versuchte an den Traum der Eroberung des Weltraumes wieder anzuknüpfen und Menschen zu züchten, die für die Exploration geeignet waren. Mit Jennerys Sohn misslang es ihm und er ließ ihn von dem Dorfvorsteher umbringen. Jennery war unschuldig. Auf Anordnung Dawnbringers begannen die Dorfbewohner eine Hatz auf Christina und Red Day. Denen es gelang es schließlich, Dawnbringer der Energiequelle zu berauben, die sich in seinem verborgenen Raumschiff befand. Mit dem geschwächten Dawnbringer hatte Red Day ein leichtes Spiel.



sabato, ottobre 01, 2011






Scientific American, October 2009


“Black Stars, not Holes”. Über Schwarze Löcher wurde unzählige Male geschrieben. Sie tauchen in Filmen, Fernsehserien auf. Klar, dass auch ich darüber gebloggt habe. Und nun „Schwarze Sterne“. Wie ich es sehe, ein theoretisches Produkt. Auch bei einem „Schwarzen Stern“ würde die Masse eines Sterns kollabieren, der Prozess jedoch verlangsamt und schließlich aufgehalten. Der entstandene Stern ist kompakt. Es gibt keinen Ereignishorizont. Wie gesagt, gesichtet worden sind sie noch nicht. Warten wir sie ab.


„Turbocharging the Brain“


2009 wurde Pillen über Amphetamine hinaus bekannt, von denen sich Studenten, Schichtarbeiter, Piloten Wunderdinge versprachen. Schärferes Denken, größere Wachsamkeit und Ausdauer wurden versprochen. Methylphenidate, Modafinil, Donepezil werden in unserer Leistungsgesellschaft immer häufiger genommen. Nur las ich in einer der letzten „Business Weeks“ hilft eine Tasse Kaffee genau so gut und hat keine Nebenwirkungen.


„Squeezing more Oil from the Ground“


Es gibt noch genügend Petroleum in der Erde. Zwar ist es mühevoller und komplizierter geworden, es aus der Erde herauszuholen, doch gibt es neue technische Verfahren und Hilfsmittel. Schon in den 60ern wurde Dampf ins Bohrloch geblasen. Es war bekannt, dass Öl sich in porösem Gestein befand. 10 bis 15 Prozent sprudeln von selbst, danach werden Wasser oder Gas ins Bohrloch gepumpt um das Öl auszutreiben und über eine Steigleitung an die Oberfläche zu bringen. Das wären bis zu 40 Prozent des Vorkommens. Der Rest ist dickflüssig und kommt nicht durch die Poren. Chemikalien verflüssigen das Petroleum. Danach bleiben noch so um die 40 Prozent in der Erde. Mit der Zeit wird auch der Rest nachkommen.


Wer kennt nicht diese sich auf und ab bewegenden Horse Head Pumpen. Ich hatte welche in der Lüneburger Heide gesehen. Da ist sicher auch noch was zu machen. Zum Schluss würde es dort so aussehen. Oops. Hoffentlich ist kein Treehugger unter meinen Lesern, lol. Just kidding.


http://3.bp.blogspot.com/-ogDR2Dx75HE/TodS3IzpazI/AAAAAAAABi4/clQN_cDnNiY/s1600/PA010100.JPG





Der Fortschritt bricht sich eben überall Bahn. Diese Aufnahme stammt von dem kalifornischen Kern River Oilfield, in dem um die 8000 dieser Pumpen arbeiten. 1899 wurde es entdeckt, und mit den ständig neu entwickelten technischen Verfahren wurde es möglich, dass dort noch immer Öl gefördert wird.


„Lost Cities of the Amazon“.


Die Essenz des Artikels ist: “Der Regenwald ist halb so wild”. Als so um 1490 die ersten Spanier den Amazonas hochruderten, paddelten und segelten, fanden sie dicht besiedelte Gebiete. Die Dörfer waren alle ähnlich konstruiert. Um einen großen runden Platz gruppierten sich die Häuser. Ein Dorf hatte ein paar hundert Einwohner, die ihre Gemüsegärten pflegten und ihre Felder bestellten. Es gab ein ausgedehntes Netzwerk, daß die Dörfer über breite Straßen miteinander verband. Das bekannteste Dörf ist Kuhikugu in der Xingu Region des Ämazonas. In ihm wohnten ca. 1000 Personen.


„Boosting Vaccine Power“.


Wie kann man die Effizienz von Impfstoffen verstärken? Wenn ich an einen früheren in meinem Blog beschriebenen Artikel erinnere, in dem optimistisch verkündet wurde, bald auf die hunderttausenden von Eiern verzichten zu können, mit deren Hilfe Grippe-Impfstoffe entwickelt werden. Das war wohl nix. Das Gleiche sehe ich mit neuen Adjuvants (keine Ahnung, ob es in deutsch Adjuvantien heisst). Ich bin Weltbürger, lol. Das sind Stimulanten des Immunsystems. 1881 begannen die ersten Experimente damit und noch immer wird daran herumgebastelt. Zut Zeit gibt es drei Impfstoff-Typen:


1. „Attenuated“ (gemildert). Ein lebendes Virus, dass seiner Fähigkeit beraubt wurde, Krankheiten zu erzeugen.


2. „Deaktiviertes“. Komplettes aber totes Virus oder Bakterium.


3. „Subunit“. Fragment des Pathogens wie genetisches Material oder eines seiner Proteine, das das Immunsystem anregt. Ich verzichte darauf auf Einzelheiten einzugehen. Nur soviel: In der Story kommen infizierte Zellen, Macrophagen, Dendriten, Cytokine, Virus Fragmente, Lympfknoten, B-Zellen, T-Zellen, Helfer T-Zellen vor. Der Interessierte kann sich den Plot der Story selbst zusammenbasteln.


Zum Schluss noch etwas über „Privacy and the Quantum Internet“.


Hier sehe ich für die nahe Zukunft auch keine praktischen Anwendungen. Es wird ein 30-Bit Quantum-Mikroprozessor mit einer neuen Speicherart benötigt, der Quantum Random Access Memory. Vielleicht machen sich die Chinesen daran. Die haben ja gerade das erste Element ihrer geplanten Raumstation in die Umlaufbahn gejubelt. Mit China wird es interessant. Wäre ich jünger, hätte ich schon ein paar Chinesisch Kurse absolviert. Die Autoren des Artikels sprachen mit den Googel Gründern über ihr Quantum Projekt, das vertrauliche Kommunikation im Internet zum Zielt hat. „Macht mal“, sagten sie. Wissend, dass dies zwar für Google schädlich wäre, aber in den nächsten Dekaden ohnehin nicht zum Erfolg führen wird.

















venerdì, settembre 30, 2011

Asimov’s Science Fiction Oct/Nov 2011

Ich glaube, wenn man so viel schreibt wie Kristine Kathryn Rusch, legt man sich eine Technik zu, die erleichtert, Geschichten einzeln zu veröffentlichen und später zu einem Roman zusammen zu bauen. Nichts dagegen zu sagen. Nur kommt der Story-Leser zu kurz. Unter „Stealth“ wird der Versuch des Empires beschrieben, auf einer entfernten Raumstation einen Antrieb zu entwickeln, von dem Artifakte aus der Vorzeit übriggeblieben sind. Es ist ein Cloaking Device, ein Antrieb, der Raumschiffe unsichtbar machen kann. Er stammt ursprünglich von der Erde. Protag Squishy weiß, die Forscher sind auf der falschen Fährte. Ihr Vorgehen läßt wieder und wieder Leute sterben. Der Antrieb existierte bereits auf einem anderen Planetensystem, dass sich von dem Empire gelöst hatte. Squishy hatte ihn dort untersucht. Rusch läßt dem Drama freien Raum. Squishy löst einen falschen Alarm aus, um die Leute von der Station zu entfernen und läßt diese dann explodieren. Sie macht sich mit einem kleinen Raumer davon, wird aber von einem Agenten des Empires abgefangen, der sie liebt. Tja, haben wir alles? Lol. – Die Geschichte enthält Rückblenden. Ich bin kein Freund davon. Dieser Cloak Antrieb kommt auch in anderen Geschichten Ruschs vor. In einer anderen Story wird er in einem Erdschiffderelikt gefunden.

Mich stört, wenn die Story keinen richtigen Anfang und kein vernünftiges Ende hat. Bei den ollen Stories aus der Utopia und Galaxy Zeit hatten wir das nicht. Die meisten Geschichten hatten ein knalliges Ende und der Anfang war sowieso meistens klar. Entweder ging es um ein anstehendes Experiment oder das Raumschiff kreiste um eine unbekannten Planeten und setzte zur Landung an. Da wußte man doch gleich, das wird spannend.

„The Man who bridged the Mist“ von Kij Johnson will ich auch kurz erwähnen. Die Story ist zäh, aber das passt zur Landschaft des Planeten, der vor undenklichen Zeiten kolonisiert worden war. Die Macht der Regierung ersteckt sich bis zu einem See und dann noch etwas darüber hinaus. Dieser See ist mit einer viskoseartigen Masse aufgefüllt, die sich zu bestimmten Zeiten zu höhen hügelartigen Wellen auftürmt, so dass dann keine Überfahrt zur anderen Seite möglich ist. – Beschrieben wird die Arbeit des Protags, eine Brücke über den See zu bauen. Und zwar in Details. Das macht die zähe Story interessant. Und der Brückenbauer verliebt sich. Eine Story für einen sonnigen Nachmittag, an dem man nicht viel zu tun hat.


giovedì, settembre 22, 2011

Schasst HP Leo?

Neueste Nachrichten berichten, dass der Aufsichtsrat von Hewlett Packard den CEO Leo Apotheker, der schon bei SAP Mist gebaut hat, aus dem Unternehmen pfeffern wird. Als Nachfolger ist die frühere Ebay-Chefin Meg Whitman im Gespräch. Apotheker war der Aufgabe nicht gewachsen.

domenica, settembre 18, 2011

Fantasy & Science Fiction, July/Aug 2011

“Bronsky´s Date with Death” von Peter David. Story mit einem Twist. – Bronsky redet gern und viel, im Gegensatz zu mir, lol. Handelsvertreter ist der geeignete Beruf. Das liegt aber auch an einer Kriegsverletzung. Ihm wurde eine Kugel aus dem Hirn entfernt. Seitdem sagt er immer die Wahrheit und was er dafür hält. Das ist zuweilen Fatal. Pensioniert, redet er im Alter über seinen bevorstehenden Tod. Nur der kommt nicht. Doch dann begegnet er ihm in einem Park. Eine Katze erzählt ihm, es sei an der Zeit. Doch würde sie ihn so lange nicht mitnehmen können, so lange er über den Tod redete, auf den er wartete. Er solle erst mal die Klappe halten. Doch das klappt natürlich nicht. Dann erzählt die Katze von einem anderen Tod, der viel schlimmer sei als sie.

Bronsky schildert die Begegnung seiner Frau, die ihn darauf bei einem Psychiater anmeldet. In der Praxis gibt sich dieser ihm als der frustrierte Tod zu erkennen, der ihn noch immer noch nicht zu sich nehmen kann, solange Bronsky über ihn redet. Der erzählt seiner Frau die Begebenheit. Die läßt ihre Tochter Penny anreisen. Penny legt ihm dar, wie seine Frau an seinem ständigen Gerede über den Tod leidet. Bronsky rennt davon und steigt in seinen Wagen. Dort sitzt der andere Tod, der sich als Enforcer, als Vollstrecker vorstellt. Er macht kurzen Prozess und steuert den Wagen direkt auf Penny zu. Bronsky gelingt es nur mit Mühe, das Steuer herumzureißen. Der Wagen rast auf eine Mauer zu. Bronsky schreit: Ich will noch nicht sterben. Dann stirbt er.

Als Penny später im hohen Alter stirbt, begegnet sie ihrem Vater, der ihr erzählt, dass er die Tour der Katze übernommen hat und seine Redseligkeit voll ausspielt. Dann nimmt er seine Tochter zu sich.


sabato, settembre 17, 2011


In der „Business Week“

gab es einen Beitrag über die Stadt Vallejo in Kalifornien. Sie ist pleite, Geschäfte haben dicht gemacht, nur ein Geschäft blüht, das mit Marihuana. Es gibt um die 15 Läden, die alles verkaufen, in das Marihuana eingearbeitet werden kann. Kekse, Getränke, Cornflakes.

Dann Apotheker, der Leo. Man hatte ihn als Vorstand bei SAP, dem Softwareunternehmen in Walldorf, abgelöst. Dann erhielt er den Vorstandsjob bei Hewlett Packard. Es sieht so aus, als ritte er das Unternehmen in die Sch..... . Er ist ein Software Guy, verkaufte die Hardware Sparte mit den PC, welche HP an die Spitze katapultiert hatte. Damit beraubt er sich einer wichtige Einnahmequelle. Mal sehen, wie lange Leo sich bei HP hält.

Mermaids sind im Kommen. Zumindest in den USA. Ein Silikonschwanz köstet bis an die 5000 USD. Über Second Life hatte ich schon herausgefunden, dass Frauen es lieben, eine Meerjungfrau zu sein. Eine japanische Freundin sprang mit den Delphinen vor meiner Insel um die Wette.


mercoledì, settembre 14, 2011


Albedo

Ist ein irisches SF-Magazin. Erscheint unregelmäßig, doch gibt es Albedo schon 18 Jahre. Ist ja auch schon was.

Vom Profi James Patrick Kelly gibt es den Nachdruck „Painting the Air“. Außerdem ein Interview und Werbung für seine Neuerscheinungen.

„Charles und Alice“ fand ich interessant. Die Totenfähre, welche Verstorbene über den Styx fuhr, wurde durch einen Zug abgelöst. Fortschritt macht eben vor nichts halt. Für den Bahnhof, haben sie einen langen Bahnsteig gebaut. Die frisch Verstorbenen warten dort auf den Zug, der sie über den Styx fährt.Die Figuren sind Charon, der Stationsvorsteher, Alice Liddl und Charles Lutwidge Dodgson, der unter dem Pseudonym Lewis Carrol „Alice´s Adventures in Wonderland“ schrieb. Dodgson hatten es kleine Mädchen angetan, die er fotografierte. 1898 stand er nun auf dem Bahnsteig der Story. Alice tat das gleiche 1934. Sie unterhielt sich wie Dodgson mit Charon und erzählte ihm, dass Charles bei ihren Eltern um ihre Hand angehalten hatte, als sie 12 Jahre alt war. Daraufhin unterbrachen die Eltern den Kontakt Alices zu ihm. Der Dussel hätte ja auch ein paar Jahre warten können, nur nach der Pubertät interessierten ihn die Mädchen nicht mehr. So verewigte er Alice als kleines Mädchen in seiner Geschichte. Diese heiratete und bekam zwei Söhne. Nun gut. Beide fahren mit dem Zug ins Totenreich. Dodgson 1898, Alice 1934. Dort warten bereits Ehemann und die Söhne auf sie und hinter ihnen sieht Alice Charles.

Das Magazin ist nicht ohne Appeal, obwohl es simpel gestrickt ist. Vermutlich, weil es aus Dublin kommt. Wie gern würde ich dort einen Pub Crawl machen und mich bis zur Halskrause mit Bier volllaufen lassen. Nur, im Alter muss man doch auf vieles verzichten. Immerhin gibts die Erinnerungen.