sabato, settembre 26, 2009

Surrogate,

In dem Film spielt Bruce Willis einmal als Operator und zum anderen als Surrogate in Szenarien der nahen Zukunft. Menschen haben sich zurückgezogen und lassen ihre Roboter-Doubles, die Surrogates, in das pulsierende Leben. Die Interaktion wird von diesen wahrgenommen.

mercoledì, settembre 23, 2009

Analog, Science Fiction and Fact, Nov 2009

Analog bleibt sich und seinem Gründer John W. Campbell jr treu. Nun, genau genommen dem Gründer von Astounding. Die Stories sind von Wissenschaftsenthusiasten verfasst. Es geht um die Umwandlung von Petroleum in Wasserstoff, es geht um einen Marsflug, es geht um einen Wettlauf mit der Zeit, Pflanzen und Tiere einer Kolonie auf einem fernen Planeten genießbar zu machen. Es hilft, sich in Biologie, Geologie, Astrophysik auszukennen. Ein Taschenmesser kann auch nicht schaden. Das sind dann McGyver ähnliche Stories im Weltraum. Campbell hätte an ihnen seine Freude gehabt.

lunedì, settembre 21, 2009

Joe Abercrombie

Vorgestern brachte mir meine Frau ein Päckchen. Es kam aus England und ich sagte: „Ah, die 3. Staffel von Dr. Who.“ Statt dessen waren es drei dicke Taschenbücher, die ich in einer Auslosung von „Interzone“ gewonnen hatte. Joe Abercrombies „The Blade itself“, „Before they are hanged“, „Last Argument of Kings”, bei Gollancz erschienen. Fantasy. Ich habe sie unter den Stapel von noch zu lesendem Material gelegt.

domenica, settembre 20, 2009

Quasi Quote 8, Sandra Bond, London

Da war doch noch eine Nummer in meinem Stapel. Mir fiel inzwischen auch ein, warum ich dieses Fanzine erhielt. Neben Bob Lichtman´s Trap Door wurde es als eines der besten angelsächsischen bezeichnet.

Sandra bespricht drei Bücher, von denen sie meint, dass sie woanders noch nicht reviewt worden waren. Mike Meara bringt einen Bericht vom NovaCon 2008 in Bentley, wo immer das ist. Taral schreibt einen Fake Speach als Fan Guest of Honour und Sandra beschreibt ein Phantasie-Gespräch mit Vincent Price. Dann wie immer Leserbriefe, das Belohnungssystem eines Fanzines.

sabato, settembre 19, 2009


Quasi Quote, Sandra Bond, London

Na endlich mal ein Fanzine. Esoterisch insofern, als ich die englischen Namen noch weniger kenne als deutsche. Englische Fans kannte ich noch von meiner NOVA-Zeit, als ich mich 1959 in einen Zug nach Hoek von Holland setzte und von dort mit der Fähre nach Harwich fuhr, dann Station in London machte, Allan Dodd in Hoddesdon, eine Party in Manchester, Don Allen in Gateshead und John Berry in Belfast besuchte. All das in einem Anzug, den ich nie gewechselt hatte. Ich sah aus wie jemand, der seinen Anzug nie gewechselt hatte, lol.

Ich, Bob Shaw, John Berry

Fanstories humoristischer Natur, wegen denen John Berry im Fandom bekannt wurde, haben sich bis heute erhalten. In dieser Ausgabe steht eine, aus der altbekannte Namen nur so herauskullern. Bob Shaw, Walt Willis, Forry Ackerman, Bruce Pelz. Legenden, die in Zeit, Raum und anderen Dimensionen erhalten bleiben.

Der größte Teil angelsächsischer Fanzines besteht aus LOCs, letters of comments, Leserbriefen also. Fanzines dieser Art werden kostenlos an Leserbriefschreiber versandt. Wieso habe ich es bekommen? Ich hatte glaube ich fünf Dollars rübergeschickt, oder waren es Euro? Diese Ausgabe wird wohl die letzte gewesen sein.

Postscripts. The A to Z of Fantastic Fiction. Special BSFA Members Sampler Edition.

Ein Magazin von PS Publishing, einem englischen Kleinverlag. Etwas größer als ein Taschenbuch, wurde eine Spezial-Ausgabe an die Mitglieder der BSFA verteilt. Gute Werbung.

Mehr Horror als SF. Ähnlich wie „Black Static“ von TTA-Press. Ich sehe Namen bekannter und weniger geläufiger Autoren: Stephen Baxter, Ray Bradbury, Ramsey Campbell, Peter Hamilton, Joe Hill, Stephen King, Paul McAuley, Lisa Tuttle, Gene Wolfe, Al Robertson.

Horror ist nicht einfach zu schreiben. Ich habe es versucht und es wurde nichts. Detailarbeit ist erforderlich bei Personen und Umfeldbeschreibungen. Die meisten Stories besitzen englisches Flavor. Ich mag das. „Footvote“ von Peter Hamilton gehört dazu. Und sie hat einen SF-Touch. Die Handlung spielt in der Zeit Tony Blairs und des Irak-Krieges.

Bradley Ethan Murrey hat ein Wormhole zum Planeten New Suffolk gebaut und lädt ein, innerhalb von zwei Jahren dort hin zu ziehen. Danach würde das Wormhole geschlossen. Murrey stellt neunundachtzig Punkte auf, wie Waffenverbot, Strafkolonien statt Gefängnis, kein metrisches System, Parteiverbot, Zugangsverbot für Tabloid Journalisten, EU-Bürokraten, Gewerkschaftsfunktionäre und KnöllchenVerteiler.

Vor diesem Hintergrund macht sich ein geschiedener Mann, der über das Wochenende die Kinder bei sich hat, mit ihnen und seiner Verlobten auf den Weg zum Wurmloch. Seine Ehefrau und ihre kämpferische Freundin kommen ebenfalls zum Sammelplatz, um gegen das Wormhole zu protestieren. Eine Art Honnecker-Syndrom, das ausbrach, als Einwohner der DDR über die offene Berliner Grenze in den Westen flüchteten.

Die Story endet damit, daß der Mann, nachdem seine Ex-Frau ihn, seine Kinder und Verlobte entdeckte, sie in seinen Wagen einsteigen lässt, um mit der Autokolonne in das Wurmloch hinein zu fahren.

martedì, settembre 15, 2009

Premiere Stargate Universe

Nach Stargate und Stargate Atlantis läuft in den U.S.A. Stargate Universe an. Weiteres in English bei Wired.

lunedì, settembre 14, 2009

Fandom Observer 243

Das Online Nachrichten Magazin bringt wieder eine bunte Mischung aus Fanzine-, Buch-, Film-, Comics- und Fernsehbesprechungen.

Apropos Fernsehserien: Ich besorgte mir die Staffeln 1,2,4 von Dr. Who und die dritte habe ich gerade bestellt. Sie stammen aus der in 2005 neu aufgelegten Serie. Wo bekommt man die älteren her? Dr. Who wurde ja schon 1963 ausgestrahlt. Ich erinnere mich noch an einige Episoden im dritten Programm des NDR.

Hugo Preisträger 2009

Auf dem diesjährigen WorldCon in Montreal wurden unter anderen folgende HUGOs vergeben:

Novel: Neil Gaiman: The Graveyard Book

Novella: Nancy Kress: The Erdmann Nexus

Novelette: Elizabeth Bear: Shoggoths in Bloom

Short Story Ted Chiang: Exhalation (siehe auch meine Notiz vom gleichen Tag)

2010 findet der WorldCon in Melbourne Australien statt, 2011 in Reno, NV, U.S.A.

Quelle: David Langford´s Ansible

BSFA Awards 2008, aus der Best Short Fiction Shortlist

Auch schon ein alter Hut. Habe einfach zu viele Interessen, alles rechtzeitig durchzuackern. Einige Stories aus der BSFA Shortlist. „Exhalation“ von Ted Chiang, „Crystal Nights“ von Greg Egan, „Little Lost Robot“ von Paul McAuley und „Evidence of Love in a Case of Abandonment“ von M. Rickert.

Chiang wurde der erste Preis auf dem Easter-Con in England im April zugesprochen. Ein fein gesponnenes Garn. Protag war ein Anatomie-Student, der nicht wusste, dass er und seine Mitbewohner Roboter waren, dass sie in einer künstlichen Hohlwelt lebten. Er kam einem Phänomen auf die Spur, das sich zuvor nie manifestiert hatte: Ein öffentlicher Herold machte ihn darauf aufmerksam. Als dieser wie gewöhnlich am Mittag des ersten Tages im neuen Jahr seine Verse rezitierte, fiel das Ende seiner Vorführung nicht mit dem Glockenschlag des Turmuhr zusammen. Dem Protag kam der Verdacht, es liege an ihnen und nicht an den Uhren, da diese Diskrepanz auch bei Turmuhren anderer Systeme aufgetreten war.

Er schloss sich ein und nahm seinen Kopf auseinander, Schraube für Schraube, Rad für Rad, Chip für Chip, in dem er sie auseinander schob, die Verbindungen aufrecht erhielt, um den Gedankenfluß nicht zu unterbrechen, und ihm wurde klar, dass die Atmosphäre sich innerhalb ihrer Hohlwelt verdichtete und ihre Denkprozesse verlangsamte, irreversibel und unaufhaltsam. - Chiang ist mehrfacher Preisträger (Hugo, Nebula).

Mir hatte M. Rickerts Story besser gefallen. Beklemmend. Ich las sie bereits in Fantasy & Science Fiction. Ich-Erzähler ist eine Tochter, deren Mutter das Weite gesucht hatte. Aus gutem Grund. Frauen, die abgetrieben haben, werden öffentlich von der Homeland Security exekutiert, der von Busch ins Leben gerufenen Sicherheitsorganisation.. Rickert beschreibt eine mögliche Zukunft, in der Republikaner und Abtreibungsgegner über einen längeren Zeitraum die Macht in den U.S.A. ausüben. Sie schildert die Seelennöte der Tochter, die sich zum einen zu den Exekutionen bekennt und ihnen mit ihrem Vater beiwohnt. Zum anderen vermisst sie ihre Mutter. Dieser Zwiespalt ist nicht aufzulösen.

venerdì, settembre 11, 2009

Focus, the British Science Fiction Association Magazin vor writers. Fiction Special.

Die Ausgabe enthält Stories der Sieger des Wettbewerbes zum fünfzigjährigen Bestehen der BSFA.

Die Top Story „Nestbuster“ von Roderick Gladwish hätte in jedem hochwertigen SF-Magazin Bestand.

Abraham, Frau und Sohn hatten sich nach dem großen Krieg auf einem dünnbesiedelten Planeten niedergelassen, weit von der nächsten Siedlung entfernt. Dann kam Doktor Chanti vom Gesundheitsministerium, das sich auf dem Planeten eines anderen Sonnensystems befindet, zu Besuch, um den Nestbuster Abraham und seine Familie zu untersuchen. Der Krieg war vorbei, doch die Nestbuster waren zur Legende geworden.

Neste glichen Bienenstöcken, in denen die Jungen der Feinde produziert wurden, denen Abraham und seine Kameraden im Krieg gegenüberstanden. Abrahams Team hatte dort eine Bombe abzulegen. Mit seinen Kameraden drang er dort ein. Ein anderes Team zündete später den Sprengkörper. Wieso lebte Abrahams Team noch, während andere Nestbuster nach dem Krieg Krankheiten, Unfällen, Morden, Selbstmorden oder dem Wahnsinn anheimgefallen waren? Das herauszufinden, war die Aufgabe Doktor Chantis. Abraham sagte, er lebe für seine Familie. Im Nest gab es einen Ort für den Ausschuss, für produzierte Kinder mit kleinen und großen Fehlern. Abrahams Sohn war einer von ihnen. Er hinkte.

„Es reicht“.

Der Essay von Matthias Matussek ist lesenswert. Er steht im SPIEGEL 37/2009 und ist allein schon des Spiegels Geld wert. Matussek bringt einige Dinge auf den Punkt, die in unserer Gesellschaft aus dem Ruder gelaufen sind. Hier ein Auszug:

´Die Abwrackprämie hat die Konsumenten einstweilen bei Laune gehalten. Mich erinnert das an die Wahlkämpfe, die ich in Peru oder Amazonien erlebt habe, wo den Hüttenbewohner vor dem Urnengang ein Sack Maniok und ein paar Flaschen Milch vor die Tür gestellt wurden, was ökologisch immerhin noch sinnvoller ist als ein Opel Corsar. Doch die großen Umbauthemen finden nicht statt.´

Jetzt noch etwas anderes. Ein SF-Fan ist jemand, der gern SF liest. Für einige von ihnen ist es Eskapismus, für andere Inspiration. Dies findet jedoch mehr auf technisch wissenschaftlicher Ebene statt, wie bei Bereichen wie Robotik, KI. Inspiration für Neuordnung gesellschaftlicher Bereiche kommt nicht zum Tragen, obwohl es einen Haufen von SF-Romanen gibt, die Gesellschaftsformen der Zukunft beschreiben. Wieso finden die keinen Platz in der politischen Auseinandersetzung? Weil Menschen nicht mitziehen würden? Veränderungen sind des Teufels? Denkbar. Besonders, wenn man den Widerstand der amerikanischen Republikaner verfolgt, die jeden Ansatz des Umbaus der dortigen Krankenversicherung zunichte machen wollen.

Doch gibt es erste Stimmen, welche die Weichspülung des Wahlkampfes in Deutschland kritisieren. Das Pendel wird in die andere Richtung schlagen, auch mit Hilfe des Internets.

SF-Fans sind Konsumenten, keine politischen Gestalter. Doch wäre es meiner Meinung nach sinnvoll, Gesellschaftssysteme der nahen Zukunft zu entwerfen und in das politische Gedankengut einzubringen. Das Internet wäre die geeignete Diskussionsplattform. Es sollte etwas geschehen. Die Lahmarschigkeit der Politik muss einer Dynamik weichen, welche Politik schneller auf die Probleme unserer Gesellschaft reagieren läßt.

Unter der italienischen Flagge

werde ich hin und wieder über Dinge berichten, die Ausländer wohl den Kopf schütteln lassen J

Napoli, Neapel. Schon immer eine Stadt, gegen die menschliche Logik vergeblich anbrandete. Gestern streikten dort die Busfahrer und ließen tausende von Passagieren stehen.. Warum? Plötzlich waren den Fahrern die Busse zu schmutzig und sie fürchteten sich mit dem Virus H1N1 anzustecken. Dabei würden die Fahrzeuge, wie die Busgesellschaft versicherte, jeden Tag gewaschen und desinfiziert. Das mag stimmen, oder auch nicht.

Es wird frisch bei uns.

Die Saison des Liegestuhls ist vorbei. Es ist 9:35 Uhr und wir haben zwanzig Grad. Der Himmel ist bewölkt und ich sitze auf der Terrasse. Habe allerhand Zeug zu lesen. Gestern übte ich an einem Sculptie Programm. Mein SL-Avatar Sandy besitzt zwei Schuhgeschäfte in Second Life. Es kommen Leute, aber keiner kauft. Die Konkurrenz ist zu mächtig. Man braucht einen langen Atem. Den habe ich. Prim-Schuhe sind nicht mehr wettbewerbsfähig. Vor Jahren wären sie ein Renner gewesen. Heute muss man skulpten können. Zuerst hatte ich es mit dem Program Rokuro versucht. Das ist jedoch nur für symmetrische Objekte geeignet, wie Schalen, Vasen, usw. Ich habe mir jetzt Wings 3D runtergeladen. Es wird noch etwas dauern, bevor ich weiß, wie damit Schuhe gemacht werden. Sie werden besser aussehen und ein weiterer Vorteil ist, der Schuh wird aus weniger Prims bestehen. Da die Anzahl von Prims, Primitives, aus denen Second Life besteht, von der Größe des Landpaketes abhängt, auf dem sie residieren, können mehr Sculptie Schuhe ausgestellt werden.

mercoledì, settembre 09, 2009

A Health-Care Trap for Small Business

Es stand in der letzten Business Week. Wird ein Mitarbeiter schwer krank, steigen Krankenversicherungsbeiträge bei Unternehmen bis zu fünfzig Mitarbeitern so stark an, daß die Firma es sich häufig nicht mehr leisten kann, diese Beiträge zu zahlen.

Obama wird seine Schwierigkeiten haben, diesen Murks zu beheben. Hier nun, was ich selbst dazu beisteuern kann: In amerikanischen Städten gibt es Walk-Ins, Praxen mit Allgemeinmedizinern, wo man ohne Voranmeldung reingehen kann. Das ist nicht schlecht. Doch geschieht es auch, dass deine Krankenversicherung nur mit bestimmten Ärzten vertraglich verbunden ist. Dann heißt es, im Internet nachsehen unter Stadt und Spezialfach. Co-Opting. Du selbst hast mit der Versicherung einen Vertrag abgeschlossen, bei dem du vereinbarst, bis zu welchem Beitrag du die Rechnung selbst bezahlst, bevor die Versicherung einspringt. Sagen wir, dreißig Dollar pro Besuch.

In der Apotheke gibt es auf Rezept keine abgepackten Medikamente. Du gibst dein Rezept ab, wartest eine halbe Stunde, während die Pillen abgezählt und in eine orangene Dose geschüttet werden. Über einen Lautsprecher hörst du deinen Namen, wenn sie fertig sind und du nimmst sie entgegen. Kostet auch noch mal dreißig bis fünfzig Dollar. Gut ist nun wieder, dass du nächstes Mal nicht wieder wegen eines neuen Rezeptes zum Arzt rennen muss. Mann kann die Apotheke wegen eines Refills anrufen. Die packt dein Medikament dann ab.

Im Emergency Room. Kommst du dort an, wirst du von hinten und vorn untersucht. Meistens sind es Contractors, also Leute, die keine Angestellten des Krankenhauses sind, sondern mit ihnen Verträge abgeschlossen haben. Radiologen zum Beispiel, die Nachts den Dienst versehen. In den Tagen darauf bekommst du gesalzene Rechnungen von verschiedenen Stellen. Laboranten, Radiologen, Hämatologen, Kardiologen usw.

Versicherungsbeiträge wurden in den letzten Jahren stark erhöht. Sie waren schon happig, als ich in den U.S.A. arbeitete. Jetzt sind sie so teuer wie eine Wohnungsmiete.

domenica, settembre 06, 2009


SF Writers on SF Films from Akira to Zardoz


Eine Special Edition der British Science Fiction Association,Summer 2009


Die Idee ist gut. Britische Sf-Autoren schreiben Film-Rezensionen. Ich fotografierte das Inhaltsverzeichnis. So erspare ich mir das Abkupfern mit der Hand.


sabato, settembre 05, 2009

Focus, the british Science Fiction Association Magazine for writers, Summer 2009

Als erstes werden Editoren von Kleinverlagen in “What are they thinking” hinterfragt, wie sie mit Manuskripten umgehen, die ihnen zugesandt werden.

Es gibt einen Rückblick auf die britische SF-Serie „Blake´s 7“.

Christopher Priest schreibt in seiner Kolumne „Masterclass“ über narrativen Sex und teilt diesen in

Kategorien ein wie Pornography, Obscenity, Indecency, Erotica.. Er bringt Beispiele, wie man über Sex in Geschichten, Romanen lieber nicht schreiben sollte und gibt die Empfehlung, wenn man es nicht kann, sich darauf zu beschränken zu schreiben: „Sie legten sich ins Bett und liebten sich.“

In „Tag, your it“, writing Speach gibt Gillian Rooke Ratschläge, was man anstelle von “sagte er”, “sagte sie” schreiben könnte.

Emma Hemmings gibt Tipps darüber, wie glaubhafte Charaktere beschrieben werden können und Martin McGrath stellt zwei Bücher vor, die bei der Entwicklung des Schreibstils helfen.

Italien: Anzahl von Morden in Familien übertrifft die der Kriminalität

Bin gerade aufgestanden, und schalte wie gewohnt den Fernseher an. Was sehe ich? Famiglia, crimini di casa.

Interview mit dem Presidente dei avocati, der Anwälte also. Er meint, es sei ein kulturelles Problem. Italienische Ehemänner können es einfach nicht verknusen, dass ihre Frau sie verläßt und einige greifen dann zum Küchenmesser. Jeden zweiten Tag gibt es in Italien einen Mord in der Familie. Und was interessant ist, überwiegend im Norden. Im Süden, wo mafiöse Strukturen vorherrschen und Familienbande dichter geknüpft sind, passiert es weniger.

venerdì, settembre 04, 2009

Focus, the british Science Fiction Association Magazine for writers.

Ich erinnere mich an Eschbachs Ratschläge für Autoren, die in „Phantastisch“ standen. Hier ist es ähnlich. Auch diese Tips sind brauchbar.

Martin McGrath überredet seinen Inneren Schweinehund und nimmt sich vor, jeden Tag 500 Wörter zu Papier zu bringen. Ich sollte das auch machen.

Nina Allan empfiehlt Autoren ein Notizbuch mitzunehmen, in denen sie ihre Ideen aufzeichnen.

Christopher Priest bringt einen Beitrag über die Beschreibung.

Gillian Rooke warnt vor Infodump. Mit anderen Worten, man sollte einen Leser nicht mit Erklärungen langweilen.

Martin McGrath gibt Rat, einen lahmen Anfang zu vermeiden, Zeit in ihn zu investieren und eine Geschichte mit knalligem Ende zu schreiben..

Jetse de Vries empfiehlt neuen Autoren SF-Cons zu besuchen, um Verbindungen mit Fans, Autoren und Verlagen zu knüpfen.

Insgesamt eine lehrreiche Ausgabe. Ich frage mich, welche SF-Autoren im SFCD sind. Andromeda würde es gut anstehen, jungen Autoren mit Ratschlägen zur Seite zu stehen.


Fritz Leiber

Im Spiegel Online vom 4. September steht ein interessanter Artikel über Fritz Leiber, der Phantasie, Horror und SF schrieb. In dem Artikel wird wenig Bezug auf SF genommen, doch wie auch immer, er war einer und hatte zahlreiche Hugos gewonnen.

giovedì, settembre 03, 2009

Vector, the Critical Journal of the British Science Fiction Association, Spring 2009

Das Hauptanliegen dieser Ausgabe ist die Besprechung von Büchern, Filmen, TV-Serien des vergangenen Jahres. Rezensenten geben Auskunft über die von ihnen besprochenen Bücher. Ich gehe darauf nicht ein, da ich so gut wie nichts über die Rezensionsobjekte weiß. Eine Ausnahme bildet Battlestar Galactica. Nur habe ich von meinem Tabakhändler gerade mal die ersten beiden DVDs bekommen.

Wo ich gerade bei DVDs bin. Ich beziehe außerdem Abbott and Costello, um mich hin und wieder schief lachen zu können; dann Sherlock Holmes mit Basil Rathbone. Vor zwei Tagen hatte ich bei Amazon die ersten beiden Staffeln von Dr. Who geordert. Dann kaufte ich Rex Stouts Nero Wolfe, nur bei der ersten Platte funktionierte der Ton nicht. Ich nehme an, alle Platten sind so. Die hatten wohl Affen als Qualitätskontrolle weil die billiger waren.

Eines der interessantesten besprochenen Bücher ist sicher Michael Houellebecqs „H.P. Lovecraft: Against the World, against Life“ mit einem Vorwort von Stephen King. Ich sollte es mir zulegen. Es erschien im Gollancz Verlag: ISBN 9780575084018.

Elastic Press, a Sampler. British Science Fiction Association. Special Edition, Autumn 2008

Mein Fundus ist schier unerschöpflich. Ich habe doch noch einige Magazine entdeckt.

Elastic Press ist Small Press, ein Kleinverlag, der über die BSFA in einer Broschüre drei SF-Stories zu lesen bereit stellt, die in Anthalogien veröffentlicht werden. Die Geschichten sind lesenswert. Am Anfang wird der Verleger interviewt. Na ja, das Übliche: Neuen Autoren, die ihren Weg nicht zu einem großen Verlag finden, eine Chance geben.

mercoledì, settembre 02, 2009


Neue Story von mir.

Ich reichte sie bei Schreib-Lust.de für September ein. Hier ist sie.

Tauziehen

Es war heiß. Die Luft über dem sandigen Platz flirrte unter der zwölf-Uhr Sonne. Mary stand mit einem geblümten Kleid vor ihrem Kuchenbuffet, Arme in die Hüften gestemmt, den Blick auf ihren Max gerichtet, der sich mit acht weiteren Kumpeln von der Müllabfuhr beim Tauziehen abrackerte.

Sommerfest der Müllmänner. Kinder kreischten. Orgelmusik wehte von dem Karussel herüber. Neun ausgesuchte Briefträger zogen am anderen Ende des Taues. Stämmige Burschen, deren Beinen man die Kilometer ansah, die sie zurückgelegt hatten.

Stiefel schrammten über die Linie hinweg. Max und seine Kollegen schlugen den Gegnern gönnerhaft auf die Schulter und luden sie auf ein Bier ein. Getränkestand und Kuchenbuffet wurden umlagert. Frauen zerteilten Kuchen auf Papptellern und und tauschten Neuigkeiten aus.

Von den kahlen Hängen löste sich eine Staubwolke, aus der ein Müllfahrzeug hervorkam. Es hielt auf den Platz zu und stoppte. Türen wurden aufgerissen. Aus der einen flog ein Mann und blieb bewegungslos auf dem Boden liegen. Aus der anderen kletterte etwas Metallenes. Eine humanoide Form. Klingte, klongte, klangte, als sie sich auf die Menschen zubewegte. Rotes Licht waberte in ihrem Kopf.

„In mir seht ihr das neue Müllmann-Modell.“ Karussellmusik verwehte, Gespräche verstummten. „Ab sofort wird das alte durch meine Kopien und mich abgelöst. “ Ein Roboter? Er ging auf den Wagen zu, näherte sich dem am Boden Liegenden und zog ihn am Kragen empor. Mary erkannte Frank Mosenbach, den Chef der Müllarbeitergewerkschaft. „Lohnfortzahlung,“ rief der Stahlmensch. „Frank hat sie für das alte Modell durchgesetzt.“ Er ließ ihn zu Boden fallen stieg in den Müll-Laster und fuhr davon.

Hitze kennt kein Erbarmen. Kein Windhauch stört sie. Menschen schienen gelähmt. Dann fassten sich zwei Männer, legten Franks Leiche in den Kofferraum ihres Autos und fuhren davon. Mary packte den Rest ihres Gebäcks sowie den Tisch in den Wagen und setzte sich hinein. Max kam dazu. Er schien schockgefroren.

„Nimm ein Stück Apfelkuchen“ Max blieb stumm. Schweigend fuhren sie eine Weile. Dann sagte er: „Heute Nacht hole ich mir den Müllwagen aus der Deponie und morgen fahre ich meine Tour.“

Mary ergriff seine Hand. „Ich gehe mit dir.“

Auf der Deponie standen die Fahrzeuge aufgereiht unter gelbem Natriumlicht. Dahinter zeichnete sich die dunkle Silhouette einer Baracke ab, dann die einer Trafostation.

„Die Baracke“, sagte Max. „Die Baracke ist neu.“ Max und Mary stiegen aus dem Fahrzeug. Das Licht des Mondes brach sich in dem Metalldach des Schuppens. Mary hörte ein Summen. Die Tür war unverschlossen. Sie traten ein. Es war dunkel, bis auf das rote Licht, das über den Köpfen der Roboter flimmerte. Marys Blick wanderte an ihrer Reihe entlang, heftete sich auf ein armdickes Kabel.

„Die Trafostation.“ Max suchte nach einem Schalter. „Sie lädt die Roboter auf.“

Mary schmiegte sich an ihren Mann. „Ziehen wir doch das Kabel aus der Wand.“ Es gelang ihnen nicht. „Da gibt es nur eines“, meinte Mary. Sie sahen sich an. Max nickte und zog das Handy hervor.

Mary, Max und weitere acht Müllmänner stemmten die Füße gegen den Boden. Das Kabel löste sich nicht von der Wand.

Mary, Max, acht weitere Müllmänner und neun Briefträger fielen mit dem Kabel zu Boden, standen auf und klopften sich gegenseitig auf die Schulter.

Auf dem Heimweg kam Mary und Max ein Polizeiwagen entgegen. Metallen blinkte der Fahrer unter dem Licht der Autolampen. Für den nächsten Tag war die Tour gesichert. Doch hatte der Kampf gerade erst begonnen.

Scientific American, December 2006

Neben den Artikeln listet die Zeitschrift 50 Technology Leaders des Jahres 2006 auf. Angela Belcher, über die ich vorher berichtet hatte, gehört zu ihnen. Die Frau hatte Viren wie das M13 mit Metallpartikeln verbunden und das Virus sich vermehren lassen. Ich habe mal nachgesehen, was sie heute macht. Ihr Unternehmen Cambrios Technologies gibt es noch. Es stellt das Beschichtungsmaterial ClearOhm aus Nanopartikeln her. Es enthält transparente Elektroden für Touch Screens und Flüssigkristall Displays.

Dann sehe ich Al Gore, Warren Buffet darunter. Der erste wurde für seinen Öko-Dokumentarfilm, der andere für seine Milliardenspende an die Bill und Melinda Gates Foundation prämiert.

„The Red Planet´s watery Past“. Hier wird aufgrund von Rovern durchgeführten Messungen berichtet, dass der Mars für ein Drittel seiner Historie ein erdähnliches Klima besaß und Wasser einen Teil seiner Oberfläche bedeckte.

Bei „Seeking the Neuralcode“ ging es um den Versuch, den Code des Gehirns an einem Beispiel zu entschlüsseln. Bartfühler von Ratten, deren Impulse vom Gehirn in Umgebungsbestimmungen umgewandelt werden können, wurden auf betroffene Neuronen überprüft. Ursprünglich nahm man an, dass es eine 1:1-Verbindung von Barthaaren zu Neuronen gäbe. Doch ist es ein dynamisches Ensemble, dessen aktive Neuronen fluktuieren.

Mit „Lucy´s Baby“ kommt in Äthopien ein 3,3 Millionen altes gut erhaltenes Babyskelett zutage, welches Aufschluss darüber gibt, wie sich die ersten Menschen fortbewegt haben. Aufrecht. Lange gebogene Finger lassen vermuten, dass sich erwachsene Artgenossen an Zweigen und Ästen hochgezogen haben. Interessant ist ebenfalls, dass zu einer bestimmten Zeit sich nur Segmente des Körpers fortentwickelt haben.

„Ultimate White Light“ kommt durch Senden eines einfarbigen Laserstrahls in Kristalle, Fiberoptik-Kabel usw. Zustande. Das farbige Licht zerfällt in ein Spektrum, dessen Summe weißes Licht ergibt, dass für Anwendungen wie Messen von Wellenlängen, Zeit; oder Boosting von Telekommunikationsgeschwindigkeit, Entdeckung chemischer Verunreinigungen und Bildgebung in der Medizin von Interesse ist.

„Cancer Clues from Pet Dogs“. Da ein Prozentsatz von Hunden unter den gleichen Krebsarten leidet wie die Menschen, geht man daran, an diesen Hunden klinische Tests durchzuführen bevor sie bei Menschen ausprobiert werden. Tests wurden vorher an Mäusen und Ratten durchgeführt, und hatten bei Menschen nicht die gleichen Ergebnisse gezeigt. Man hofft, dieses sei bei Hunden anders.

Der letzte Artikel behandelt das Messen. 117 Jahre steht nun schon das Kilo in der Nähe von Paris herum, im International Bureau of Weights and Measures. Es geht darum, das International System of Units (SI) mit noch genaueren Messungen an die Erfordernisse unserer Zeit anzupassen. 1983 z.B. wurde das Meter als die Länge eines Weges definiert, den Licht in 1/299.792.958 Sekunden im Vakuum zurücklegt.