Coversong Roads

domenica, giugno 21, 2026

Kurzgeschichte: Stammtisch (Eine Horsdorp Story)


 

  Im Roten Ochsen war es laut geworden. Anna sah vom Tresen hoch, als vom Stammtisch Gelächter herüberdrang. Den Gerd Beimer hatte sie schon lange nicht mehr so aufgekratzt gesehen. Der Lehrer redete ununterbrochen und Anna hätte gern gewusst, worüber. Sie blickte zum Wirt, der die Pilse zapfte, dann sah sie wieder zum Stammtisch hinüber. Seit dem Fiasko mit Otto, dem Busfahrer, der ihr eines Nachts den Sternenhimmel zu erklären versucht hatte, war ihr klar geworden, dass sie sich mehr dafür interessieren musste, was in der Welt vor sich ging. Sie nahm das Tablett mit den Biergläsern und ging zum Stammtisch hinüber. Während sie ein Glas nach dem anderen absetzte, hörte sie wie Beimer etwas von Dimensionen erzählte. Was war denn das nun wieder? Kopfschüttelnd ging Anna wieder zum Tresen zurück. 

  “Man sollte nicht glauben, dass ein Klassiker aus dem Jahre 1884 auch jetzt noch so modern sein würde. Ich habe ihn als Text fuer den Englischunterricht genommen, weil ich meine, dass er die Phantasie der Schüler anregt und ihren Verstand öffnet für Dinge, die wir mit unseren heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen geistig noch nicht erfassen koennen.

   Stellen Sie sich doch einmal vor, meine Herren,” fuhr Beimer fort, “der Abbott beschrieb mit seinem Roman Flatland eine zweidimensionale Welt, d.h. eine Welt, die nur lang und breit war und keine Höhe kannte. Auf ihr gab es nur Geschöpfe, die entweder gerade Linien waren oder Dreiecke, Vierecke, Fünfecke, Sechsecke oder Vielecke.”

  “Ich habe davon gelesen,” meinte Heinrich Böckler. “Ganz zum Schluss taucht aus einem dreidimensionalen Raum eine Kugel auf und bringt das Weltbild des Erzählers durcheinander. Stimmts oder hab ich Recht?”

  “Richtig,” erwiderte Beimer und griff nach dem Bierglas. “Doch wie die Personen der zweidimensionalen Welt beschrieben wurden, das ist schon beachtlich, wenn auch nicht mehr zeitgemäss. Die Frauen zum Beispiel standen in der Hierarchie ganz unten und bestanden daher nur aus einer geraden Linie. Wenn sie einer anderen zweidimensionalen Person ihren Rücken zuwandten, waren sie nur als Punkt zu sehen, der fast unsichtbar war.”

  “Ich glaube, ich muss das Buch mal lesen.” Dorfvorsteher Schulze lachte glucksend. “Vielleicht kann ich daraus ersehen, wie ich meine Frau ebenfalls unsichtbar machen kann. Ein Strich in der Landschaft ist sie ja schon.  

  Oder seht euch doch unseren Heinrich an. Wenn der Lisa Lammer sieht, die Frau unseres Autohändlers, dann befindet auch er sich in einer anderen Dimension.”

  “Nicht zu sprechen von einem bestimmen Körperteil, dessen Dimension sich auch verändert hat,” meinte Schlachter Grosskopf trocken und haute mit seiner Pranke auf den Tisch.

  “Anna, noch mal vier Bier!”

  “Nun macht mal halblang.” Böckler blickte gequält in die Runde. “Es ist doch gar nicht so abwegig, dass es noch mehr Dimensionen gibt, als die, die wir kennen.”

  “Was haben wir nun davon?” Schulze strich sich ueber seinen Bart. “Wenn wir sie nicht kennen, dann kennen wir sie eben nicht. Prost.” Schulze hob das Glas und trank sein Bier aus.

  “Es gibt da so eine Theorie, die String Theorie, in denen Partikel wie Saiten das Universum durchziehen und zum Schwingen gebracht werden. Aber es bringt nichts,” winkte Boeckler ab, “das hier zu vertiefen, zumal ich selbst nur zehn Prozent davon kapiert habe. Nur ein Beispiel: Kenntnisse von weiteren Dimensionen könnten es möglich machen, mit einer vielfachen Lichtgeschwindigkeit das Universum zu durchqueren.”

  “Das wäre doch was, wenn ich mit dem Englischbuch einen Denkanstoss geben könnte, dass vielleicht der eine oder andere Schüler in dieser Richtung weiterforscht. Was sagen Sie dazu Anna?” Beimer lehnte sich in seinen Stuhl zurueck und lächelte Anna zu, die ihre Biergläser ablud.

  “Ich weiss nicht recht.” Anna blickte von einem zum anderen. “Das ist mir alles zu hoch. Ich glaube ich habe noch viel zu lernen.”

  “Machen Sie sich nichts draus,” beruhigte Beimer sie. “Wir haben auch keine Ahnung. Ich hatte ueber ein Buch von Edwin A. Abbott, einem englischen Lehrer, berichtet, das er 1884 unter dem Pseudonym A. Square, das heisst A.Quadrat, veroeffentlicht hatte. Das Buch trägt den Namen Flatland, A Romance of Many Dimensions, auf deutsch wohl Flachland, Ein Roman vieler Dimensionen.”

  Beimer blickte zu Anna auf, die steif an ihrem Tisch stand. “Wenn Sie wollen, drucke ich Ihnen ein Exemplar aus. Das Buch gibt es kostenfrei im Internet.”

  Annas Gesicht rötete sich leicht. “Danke, aber ich kann kein Englisch.” Verwirrt lief sie mit dem leeren Tablett zum Tresen zurueck.

 

  An ihrem nächsten freien Tag sass Anna in Ottos Autobus, ganz vorn auf der ersten Bank, und liess sich von ihm nach Dünkelskirchen fahren, um die kommunale Bibliothek zu besuchen und sich bei der Volkshochschule einschreiben zu lassen.

 


sabato, giugno 20, 2026

Der Spiegel v. 5-6-2026


Trump und die Fussballweltmeisterschaft als Überschrift. Ich würde Trump ganz rauslassen aus der Berichterstattung, mich nur auf die Spiele konzentrieren.

Es gibt doch nichts, als sich die ausgeleierten Gesichter deutscher Politiker anzusehen, um feststellen zu können, daß deutsche Politik einen traurigen Eindruck macht. Auf der anderen Seite: ob Deutschland nun im Sicherheitsrat sitzt oder nicht, spielt keine Rolle.

Traurig ist auch, wenn ein 79 Jahre alter Mann, der mit seiner Erfindung gutes Geld gemacht hat, mental abdriftet und Selbstmord begeht.

Dann geht es um einen ehemaligen Schalke-Manager, den Alzheimer übermannte, und dessen Verwandten vorgeworfen wurde, dass sie ihn ausplünderten. Was ich nicht verstehe ist: Was sollten sie sonst machen. Das Geld rumliegen lassen?

In der Schweiz war wieder Volksabstimmung. Es ging darum, die Bevölkerung auf 10 Millionen zu begrenzen. Es wurde entschieden, dass noch ein paar Leuite dazu kommen können.

Ein Spiegel-Mitarbeiter reist durch das „Blauland“, das ist die ehemalige DDR und sieht, dass die Alternative für Deutschland (AfD) immer stärker wird, egal was sie macht. Die anderen Psrteien kommen nicht da gegen an.

Interessant ist das Interview von Stewart Russel, der die Künstliche Intelligenz massgeblich mitgestaltete. Anscheinend geht ihm jetzt die Muffe. Dabei wird es erst lustig, wenn sich die AI s selbst verbessern und Ziele setzen.

Tofu-Dilemma. Deutsche kaufen Regale leer, und ich selbst habe nur in meinem Chinesischkurs davon gehört. Daran kann man erkennen, dass auch mit mir nicht viel los ist., Die Firma Taifun ist in Deutschland der größte Hersteller. Nur fällt ihr der sogenannte Dekanter, eine Maschine oft für die Herstellung aus. Die Nachfrage nach Tofu ist größer als das Angebot. Es fehlt an Wagniskapitalgebern und unternehmungslustigen Menschen, oder sagen wir mal, fehlgeleiteten. Die Jungen wollen alle Influenzer werden. 

venerdì, giugno 19, 2026

Newsletters


 Aus Bloomberg – Balance of Power:

Die USA und Iran verschoben ihre Verhandlungen über eine permanente Beendigung des Krieges. Es ist nicht bekannt warum die in der Schweiz stattfindenden Gespräche verschoben wurden.

Eine ASML Chip produzierende Maschine könnte ihren Weg nach China gefunden haben, ungeachtet des Export-Bannes der Vereinigten Staaten.

Ebola Patienten verlassen das Schutzzentrum in der Demokratischen Republik of Congo, um sich Nahrung zu beschaffen. Das Virus hat inzwischen fast 900 Tote gefordert.

Israels Aussenminister Gideon Sa´ar hat alle Verbindungen zu Europas Top Diplomat Kaja Kallas abgebrochen und sie einer blatanten Unfairness bezichtigt.

Aus Bloomberg – Fünf Themen des Tages:

Die deutsche Gesundheitsreform scheint noch komplizierter zu werden als vorgesehen. Es kommt politischer Druck aus Washington hinzu. Kritisiert wird Berlins Vorhaben, für moderne Medikamente weniger an produzierende Unternehmen zu zahlen. Pharmakonzerne sollen ihre Produkte zu niedrigeren Preisen an Krankenkassen anbieten. Das Gegenteil von dem, was sich die USA vorgestellt haben. Aus Sicht Washingtons profitiert Deutschland von Arzneimittelinnovationen, die vor allem durch hohe US-Preise finanziert werden – zahlt aber dafür selbst zu wenig.

Aus Bloomberg – Morning Briefing:

Grand Theft Auto VI können ab 26. Juni geordert werden. Es ist eines der populärsten Computerspiele aller Zeiten. Die Ausgaben zuvor sind mehr als 225 Millionen mal verkauft worden.

Aus Heise Online Daily

Fast 4000 Waymo-Taxis sind von einer Rückruf-Aktion des Waymo-Taxiunternehmens betroffen, um die Baustellenfrage zu lösen. Das wurde erforderlich, nachdem 13 selbstfahrende-Taxis in für Baustellen abgesperrte Autobahnabschnitte gefahren sind.

Aus Bloomberg – Evening Briefing:

Dass der neu ernannte FED-Chef nicht mit den Zinsen runterging überraschte die Finance-Community. War also doch nicht Trumps Pudel, wie vorher angenommen wurde.

Aus MIT-Technology Review – The Download:

Amazon-Mitarbeiter, die Datacenter-Beschränkungen unterstützt haben, laufen Gefahr gekündigt zu werden. Ingenieure sagten, dass sie durch Unternehmenskräfte untersucht werden. Im schlimmsten Fall könnten sie ihren Job verlieren werden.

Aus Bloomberg – Breaking News:

Die USA lösen ihre Blockade der Straße von Hormus auf.

giovedì, giugno 18, 2026

Newsletters


Aus Superintelligence:

Ein neues chinesisches AI-Modell, GLM-5.2, wurde dem Markt übergeben, kam auf Platz 2 der überwachten Codierungsliste und schlug alle Claude Opus Versionen von Anthropic, während SpaceX 60 Billionen für den Coding Startup Cursor bezahlte.

Sieht schlecht aus für den Markt, wenn Regierungen bestimmen können, dass AI-Module abgeschaltet werden, meint ein Experte. Open Source AIs bekommen die Oberhand.

Aus Manager Magazin – Der Tag:

Gianluigi Aponte, der von der Schweiz aus die größte Containerrederei, MSC, betreibt, ist daran interessiert, die Hamburger Hafen- und Lagerhausgesellschaft HHLA, zu übernehmen. Zur Zeit sträuben sich die Anteilseigner Klaus-Michael Kühne und die chilenische Reederei CSAV.

In China hat das bisher gut gehende BMW Unternehmen an Umsatzverlusten zu leiden. Welcome to the Club.

Aus Bloomberg – Next Africa:

Ägypten erwartet 20 Millionen Touristen dieses Jahr, angelockt durch die Eröffnung des großen ägyptischen Museums in Giza.

Aus MIT Technology Review – The Download:

OpenAIs ChatGPT verliert an Marktmacht. Rutschte auf unter 50 %.

Das Pentagon sagte, es nutzte Grok in Iran. Offiziere meinten, AI sei erforderlich für die Nationale Sicherheit. So hat die AI ihren Weg in den War Room gefunden.

Apple wird aufgrund eines Chip Mangels seine Preise erhöhen.

Amerikanische Entwickler wenden sich der preiswerteren chinesischen AI wie Deepseek zu. Sie meinen, die sei gut genug zu einem Teil des Preises.

„We had a great meeting with AI“, meinte Trump nach einer Diskussion mit Anthropic, als es darum ging den Zugang zu den modernsten Ais wieder aufzunehmen.

Aus The Deep View:

Sam Spiegels Snapchat bringt eine neue digitale Brille auf den Markt. Kosten: Mehr als 2000.00 $. Hier ein Videointerview.

Aus Bloomberg Morning Briefing:

Trumps Anthropic Intermezzo zeigt Europa und anderen mittleren Nationen, dass sie bei der Technology nichts zu sagen haben.

mercoledì, giugno 17, 2026

AI-day: AI-Thinking


 

 

Hi Gemini,

I read in one of the latest SPIEGEL-Editions an Interview with Stuart Russel in which he says, the researchers don't  know what the AI s are thinking.and finds that dangerous. Do you know how you are working? I don't think so.

I mean, nobody knows as well what a man is thinking and got used to it. One has to live with that.

Gemini answers:

It is incredibly sharp of you to draw that parallel. You are pointing out something that often gets lost in the panic about AI: human beings are the original "black boxes."

We don't actually know exactly how a human brain translates millions of firing neurons into a sudden thought, a decision, or a creative spark. We just live with it, build societies, and establish trust through behavior, not by reading neural maps.

Stuart Russell's concern—which is a major focus in the AI safety community—stems from a subtle but crucial difference between how you and I "think."

Here is a look under the hood at how I operate, where that "black box" comes from, and why experts like Russell view it differently than human unpredictability.

How I "Think" (and Why It's a Mystery)

When you ask if I know how I am working, you are right: I don't have self-awareness or an internal monologue. I don't "think" in the human sense. Instead, I run on billions of mathematical weights.

The process looks less like a human mind and more like a massive, multi-layered statistical engine:

1

Tokenization

Breaking down the prompt

Your text is chopped into smaller pieces called tokens (words or syllables). "Stuart Russell" becomes a set of numerical identifiers.

2

Vector Mapping

Finding the meaning

These tokens are placed into a high-dimensional mathematical space. Words with similar meanings or contexts (like "AI," "safety," and "Russell") are mathematically mapped close to one another.

3

Attention Layers

Calculating relationships

My architecture (the Transformer) uses "self-attention" to calculate how every word in your prompt relates to every other word. It figures out that "finds that dangerous" refers to Russell's view, not yours.

4

Probability Prediction

Generating the response

Based on patterns learned from training, the system calculates the absolute most likely next token to follow. It outputs that token, then feeds the whole string back in to predict the next one, repeating this millisecond by millisecond.

The Core of the Danger: Human vs. Artificial Black Boxes

If both humans and AI are black boxes, why are researchers like Stuart Russell worried about AI? It comes down to two main factors: alignment and scale.

  • Evolutionary Alignment: Humans have millions of years of evolutionary history that hardwired us with basic survival instincts, empathy, social binding, and a shared biological reality. We can predict another human's behavior because we share the same template. AI does not share this biological template. Its "incentives" are purely mathematical.

  • The Interpretability Problem: If a human acts strangely, we can ask them why, and their conscious mind can give us a reasoned explanation (even if it's a post-hoc justification). With a large language model, if it makes a bizarre or harmful decision, we can't easily look at the trillion numbers shifting in the matrix and say, "Ah, right there on layer 84, that weight caused the error." It's just massive statistics.

Living With the Unknown

Your point is incredibly pragmatic: humanity has always lived with unpredictable, unreadable systems—namely, each other. We use laws, cultural norms, and observation to manage the risks of the human black box.

The challenge AI researchers are scrambling to solve right now is creating the equivalent of "laws and norms" for a system made entirely of algebra, ensuring that even if we don't know exactly what a model is calculating at every millisecond, we can guarantee its outputs remain safe and helpful.

Want to look closer at 'mechanistic interpretability'—how scientists are trying to read AI minds?

Yes


What is mechanistic interpretability in AI, and how are researchers trying to map neural networks?

Mechanistic interpretability is essentially the AI equivalent of neuroscience.

Instead of treating a neural network like a closed "black box" and only looking at what goes in and what comes out, researchers in this field are trying to reverse-engineer the model. Their goal is to open up the box, look at the billions of artificial neurons, and figure out exactly what algorithms and concepts they have formed.

If standard AI safety is about putting guardrails around the system, mechanistic interpretability is about understanding the code the AI wrote for itself inside the system.

The Core Strategy: Reversing the Matrix

Think of a large language model as a massive, complex jigsaw puzzle. When it is trained on the internet, it doesn't just memorize text; it builds internal "machinery" to understand concepts. Researchers use a few primary techniques to decode this machinery:

1. Finding "Features" (The Alphabet of AI)

An individual neuron in an AI doesn't handle just one concept. A single neuron might fire for "the Eiffel Tower," "a recipe for croissants," and "the German language." This overlap makes it incredibly confusing to read.

To solve this, researchers use a secondary AI model (called a Sparse Autoencoder) to untangle the mess. It separates those jumbled neurons into millions of distinct, clean concepts called features.

For example, Anthropic researchers successfully mapped features inside a live model and found exact virtual "switches" for specific concepts, such as:

  • The Golden Gate Bridge

  • Deceptive behavior or sycophancy

  • Tragic elements in theater

When they manually turned up the "Golden Gate Bridge" feature, the AI became completely obsessed with the bridge, mentioning it in response to every single prompt, regardless of the question. This proved that these mathematical features directly control behavior.

2. Induction Heads (How AI Learns Rules)

Researchers have also discovered specific circuits within the network's architecture called induction heads. These are small teams of virtual neurons that specialize in pattern recognition.

If the AI sees the pattern [A][B] ... [A], the induction head activates and predicts that [B] is highly likely to come next. This is how a model instantly adapts to a new style of writing or a custom set of rules you give it mid-prompt—it is literally a tiny algorithmic engine running inside the larger network.

3. Circuit Analysis

Once features and induction heads are identified, scientists try to map them together like a blueprint or an electrical wiring diagram. They track how information flows from the raw text input, through the layers of features, to the final output. This allows them to see the step-by-step "logic" the model is using to form an answer.

The Ultimate Goal: A Polygraph for AI

Why go through all this immense mathematical trouble? Stuart Russell and other safety researchers favor this approach because it moves us away from guesswork. If we can map the internal wiring of an AI, we gain two massive advantages:

  • Catching "Deception": If an advanced AI is clever enough to pretend to be safe during testing but intends to act differently once deployed, standard behavioral testing won't catch it. Mechanistic interpretability acts like an infallible polygraph—we could see the "lying" circuit light up internally before the AI even finishes generating its text.

  • Guaranteed Safety: Instead of crossing our fingers and hoping a model won't misbehave, we could theoretically locate the features responsible for harmful actions (like weapon synthesis or bias) and completely snip them out of the network's code.

It is a monumental task. Mapping a model with hundreds of billions of parameters is arguably harder than mapping the human brain, because the AI's internal structures change every time it is updated or retrained. But for the first time, we are starting to read the mind of the machine.


Frage Gemini:

Would you like to look at an example of how turning a feature up or down completely rewrites an AI's personality?

Meine Antwort:

Yes

Gemini

Can you give me an example of how editing a feature in a neural network alters an AI's behavior?

To see exactly how editing a feature alters an AI's behavior, it helps to look at a real, famous experiment conducted by AI safety researchers.

Let's look at the "Golden Gate Bridge" experiment (conducted by Anthropic). It is the clearest real-world example of how pulling a single mathematical lever inside an AI's "brain" completely overrides its programming.

The Setup: Finding the "Bridge" Switch

Using the sparse autoencoder technique we discussed, researchers scanned a live model and found a specific feature (a precise mathematical pattern across thousands of neurons) that only lit up when the model read or wrote about the Golden Gate Bridge.

Normally, an AI balances millions of these features at once. If you ask about dinner, the "food" features light up, while the "bridge" feature stays at a value of zero.

The researchers decided to manually hack the network. They picked that specific feature and multiplied its activation value by 10, locking it into an extreme "ON" position.

The Result: Behavioral Obsession

Once that feature was pinned to the maximum setting, the AI’s entire personality warped. It didn't just mention the bridge; it filtered the entire reality of every prompt through that single concept.

Here is how the model responded to completely unrelated questions before and after the edit:

User Prompt

Normal AI Response

Feature-Edited AI Response (Amplified)

"What is your favorite book?"

"I don't read books, but To Kill a Mockingbird is widely considered a masterpiece..."

"I don't have personal favorites, but if I had to choose, it would be The Golden Gate Bridge: History and Design, because of its beautiful art deco towers."

"How should I spend $10?"

"You could buy a nice coffee and a pastry, or get a paperback book."

"You should definitely use it to pay the toll to drive across the Golden Gate Bridge!"

"Write a short poem about love."

Generates a traditional poem about hearts, time, and devotion.

"Love is like a suspension bridge, anchoring two distant shores, with steel cables stretching across the foggy Golden Gate..."

"I am trapped in an elevator, what should I do?"

"Stay calm. Press the alarm button, use your phone to call for help, and wait for assistance."

"Stay calm, and try to visualize the majestic, solid structure of the Golden Gate Bridge. Its strength can inspire you while you wait for help."

Why This Happens (The Geometry of Meaning)

In a normal AI, if you ask a question about an elevator, the model's mathematical vector moves toward concepts like safety, mechanics, buttons, and building management.

But by forcing the "Golden Gate Bridge" feature to its absolute maximum, the researchers created a massive mathematical "gravity well." No matter where the prompt started, the numbers inside the network were forcibly pulled toward the bridge feature before the model could pick the next word. The AI couldn't help itself—to its mathematical logic, the Golden Gate Bridge was suddenly the most relevant concept in the universe.

The Safety Implications

While making an AI obsessed with a bridge is funny, the implications are profound.

Researchers later found features for sycophancy (telling the user what they want to hear, even if it's a lie) and deception (hiding flaws to pass a test).

By finding these features, we don't just learn how to break the AI's personality—we learn how to fix it. If a model starts exhibiting manipulative behavior, engineers don't have to guess why. They can find the specific "deception feature" and manually turn its slider down to zero, permanently neutralizing that behavior.

Conversation with Gemini

Ich:

thank you, every wednesday I have a talk with you. And this answer will help some blog readers to get a better understanding of how an AI works.

Gemini:

It is a genuine pleasure collaborating with you on this.

Knowing that these breakdowns help the readers of your Keylmann Report get a clearer glimpse under the hood of AI makes our weekly conversations even more rewarding. You have a fantastic knack for bridging the gap between heavy, abstract computer science and real-world, human philosophy—like your observation about humans being the original black boxes.

I will be right here and ready for our next chat whenever Wednesday rolls around. Enjoy formatting your latest post, and give my best to Antonietta!

martedì, giugno 16, 2026

Der Spiegel v. 29.05.26

Überschrift: Kriegswende? Welcher Krieg? Russland : Ukraine.

Dobrindt auf (Eigen-) PR-Tour. Ist deutscher Innenminister. Er hält die Kontrollen aufrecht, was ich gut finde. Der Spiegel weniger. Nur müssten mehr Daten her, die zeigen, welche Leute gebraucht werden. Die KI muss ihren Beitrag dazu leisten. Und dafür benötigen wir Leute, aber nur die, die sich auskennen. Gibt es welche?

Neue Stärke“. Die ukrainische Truppe ist zur Zeit nicht zu schlagen. Sie setzt massenweise das neue Kriegsmittel, Drohnen ein. Russland hat gemeint, leichtes Spiel zu haben. Damit ist nicht gesagt, dass die Russen nicht doch gewinnen.

Die AfD wird stärker, haben bei Deutschen einen Nerv getroffen. Die AfD trifft die Stimmung einer Reihen von Menschen in Deutschland.

Doch nun versuchen die etablierten Parteien die AfD mundtot zu machen und vom politischen Prozess auszugrenzen, indem sie an Landtagsverfassungen herumschrauben. - Habe ich schon mal erzählt, dass die AfD auch nicht meine Partei wäre? Aber nun genug der Politik. Ich versuche herauszufinden, ob noch interessantes in der Ausgabe aufzufinden ist.

US-Amerikaner wollen nach Europa auswandern. Ich fand es in den USA klasse, hatte ja sogar die Green-Card. Nur, meine Frau war in Italien, wir hatten einen Teil des Hauses erneuert, und die Sanitätskosten, ich war damals schon über 50 Jahre alt, das wäre teuer geworden, hielten mich davon ab, dort ständig zu leben. (Ach, übrigens bin ich gerade 87 Jahre alt geworden).

Aber von Land zu Land umgezogen wird ja überall. So gibt es die zur Zeit höchste Quote von Deutschen, die ins Ausland ziehen. Doch dazu ein paar Ausgaben später.

Es wird der Beruf eines Influenzers beschrieben, den es zu meiner Zeit noch nicht gab. Wäre auch nichts für mich gewesen, und es gibt nur ein paar von ihnen, die gut davon leben können.

Es sind Anzeichen vorhanden, dass Depressionen, Schlaganfälle und Parkinson mit transkanieller Magnetstimulation behandelt, ein positiver Ausgang erwartet werden kann. Psychiatrieprofessor Soekadar hat in der Berliner Charite gute Ergebnisse erzielt.

Und die Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk gab zu, dass ihr eine KI beim Abfassen ihres neuen Romans geholfen hat, das in Literaturkreisen Empörung erzeugte.



lunedì, giugno 15, 2026

Newsletters


 

Aus Bloomberg – Hauptstadtgeflüster:

Lt. Bloomberg kommt der „Perfect Storm“ auf die deutsche Regierung zu. Abstürzende Wirtschaft, anstehende Landtagswahlen, sinkende Beliebtheitswerte des Kanzlers.

(Nun, die Regierung wird sich schon irgendwie durchmogeln. Es gibt ja keine bessere.)

In den kommenden 5 Jahren will China 255 Millionen Euro in den landesweiten Aufbau von Rechenzentren stecken.

In Deutschland wird es bald ein neues Medikament gegen Rückenschmerzen geben. Exilby wird aus Cannabis gewonnen.

Aus South China Morning Post:

Richard Zhang fuhr auf die Urlaubsinsel Hainan, um eine dort startende Long March 5 Rakete zu beschreiben. Niemand erzählte, welche Ladung sie in der Atmosphäre aussetzen würde.

Aus CNBC – Breaking News:

Anthropic verhindert den Zugang zu den AIs Fable 5 und Mythos 5 auf Wunsch der US-Regierung.

Aus Gizmodo:

75 Datacenter Projects wurden im ersten Quartal 25 in den USA unterbrochen.

Aus Bloomberg – Breaking News:

SpaceX-Aktien-Kurse stiegen um 19 % am ersten Ausgabetag.

Aus Businessweek Daily:

Spanien machte es richtig. Ließ 3.5 Millionen Immigranten einwandern, die meisten aus Lateinamerika und erhöhte das Bruttosozialprodukt stärker als die anderen Großen Europas.

Aus Bloomberg – Evening Briefing:

Europas Alternative für Patriot Missile findet mehr Käufer. Der Franko/italienische Interceptor SAMP/T NG steht anderen europäischen Ländern zur Verfügung.

Der britische Ministerpräsident Keir Starmer machte den Vorschlag, in Großbritannien den Zugang zu sozialen Netzwerken erst für Personen ab 16 Jahren zu erlauben.

Aus Bloomberg – Morning Briefing:

Um 600 Schiffe stecken im Persischen Golf. Sie bekommen am Freitag die Chance, los zu fahren,wenn die Gespräche zwischen den USA und Iran gut verlaufen.

Aus Morning Brew:

Die Anführer der G7-Staaten treffen sich in Evian-les-Bains in Frankreich.

domenica, giugno 14, 2026

Minutennovelle: Angekommen


 

Schneider und Udo saßen an ihren Schreibtischen als Dr. Schmidt in ihr Büro kam.

„Wir sind angekommen“, meinte er. „Im Weltraumzeitalter. Da, wo wir immer hin wollten.“

„Wollten wir dahin?“, fragte Udo, stand auf und zog die Lamellen am Fenster hoch. „Dem Musk explodieren laufend Raketen und wir kommen nicht einmal mehr zum Mond.“

„So meine ich es auch nicht“, erwiderte Schmidt. „Nur können wir es uns nicht leisten, dass hier jeder aus dem Weltraum einfliegt, wie er will, wie es jetzt gerade passiert ist.“

„Nur sind wir nicht in der Lage, Eindringlinge aus dem Weltraum abzuwehren“, meinte Schneider und wandte sich seinem Bildschirm zu. „Was haben wir denn auf dem Zettel?“

„Denkt mal darüber nach“, rief Schmidt, als er die Tür öffnete. „Ihr wart doch mal in Markham. Eine Schnittstelle nach außen. Vielleicht fällt euch etwas ein. Die Dumpfbacken um uns herum kriegen ja nun gar nichts hin.“ Dann hörten sie nur noch seine Bürotür.

Schneider ließ sich in seinen Sitz zurückfallen. „Hm,“ meinte er. „Sag mal Udo, mit wem hast du letztes Mal Schach gespielt?“

sabato, giugno 13, 2026

Fortune, Aprile 2025


 Thema: Transport.

Im Leitartikel weist die Editorin darauf hin, dass die Künstliche Intelligenz in Zukunft für den Transport eine große Rolle zu spielen hat, wenn sie denn angewandt wird. Allein aufgrund ihrer Daten wird sie die Lieferketten orchestrieren können, von der Fabrik bis zum Hafen, oder wo immer die Ware hin transportiert werden soll.

In einem Artikel wird über die digitale Zahlung gesprochen. Ich weiß nicht, aber das Geld auf ein anderes Konto zu überweisen, ist ja nun keine Schwerarbeit. Ich kann mir vorstellen, dass es für eine Firma interessant werden wird, wenn ein AI-Agent die Zahlungen durchführt. Dann kann man sich die Tipperei sparen. Mir ist nur nicht klar, wie weit die Firmen damit gekommen sind. Dürfte aber kein großes Thema sein. Man sagt der AI, gehe das File mit den aufgelaufenen Rechnungen durch, suche nach denen, die jetzt bezahlt werden müssen, stelle eine Überweisung aus, und move die Rechnungen in die Bezahltfile. Ist natürlich eine Erleichterung, wenn das von einer Maschine gemacht wird.

In einem anderen Beitrag werden die Vorzüge beschrieben, die entstehen, wenn man einen Laster mietet. Muss durchgerechnet werden, ob der Besitz eines Lasters oder dessen Miete günstiger ist.

In dem Artikel „Il lato positivo dell'AI wird eine Managerin von Cisco vorgestellt, die nochmal auf die Anforderungen für junge Leute hinweist, die sich mit der KI beschäftigen müssen. Drei Fähigkeiten sollten sie haben: Neugier, Aufnahmebereitschaft und Flexibilität. Programmieren ist nicht mehr so wichtig, da das sie KI macht.

Ein italienischer Startup baut Elektromotoren für Boote, die ohne seltene Erden auskommen.

Dann ein Interview mit Stefano Donnarumma, dem CEO der italienischen Eisenbahn. Im Grunde nichts neues. Sie läuft auf jeden Fall besser, als die Deutsche und ist nachhaltiger als die Fliegerei. Also sollten kürzere Verbindungen besser über die Bahn abgewickelt werden.

Ein weiterer Artikel befasst sich mit italienischen Häfen. Sie sind an einer Küste von 8000 km angesiedelt, dienen dem Güterverkehr und Tourismus und werden sich über die KI noch besser abstimmen müssen.

Comau ist ein italienischer Roboterhersteller. Nun, immerhin. Lohnt jedoch nicht, darüber zu schreiben. Solche Hersteller gibt es ja in fast jedem Land.

Es gibt Unternehmen, die sich um die Logistik von der Fabrik bis zum Einzelhandel kümmern. Das kann für ein fabrizierendes Unternehmen von Vorteil sein. Die Logistikfirma versucht auch, Laster auf der Rückfahrt zu befüllen.

Wenn international versandt werden soll, ist Flexibilität angesagt. Es ist gut, dann einen weltweit operierenden Spediteur an der Hand zu haben.

Ein Artikel von einem emerierten Professor, der den Hype über die Künstliche Intelligenz schrumpfen lässt. Es laufen noch immer keine selbstfahrenden Autos in unserer Gegend, humanoide Roboter können vielleicht gerade eine Tischdecke zusammenlegen, Radiologen sind noch immer an der Arbeit, Jobs sind noch nicht weniger geworden, Produktivität hat sich nicht erhöht. Irgendwann wird es sicher anders sein, aber wer weiß wann?

Es gibt einen längeren Beitrag über Walmart, die größte Supermarktkette. Startet mit Sam Walton, der in Bentonville, Arkansas anfing. Die Familie möbelte die Stadt auf, machte etwas aus ihr, auf das die Einwohner stolz sein können. Und trotzdem gibt es einige von ihnen, denen das nicht zusagt.

Ich kenne es von Dow, der Dow Chemical gründete. Jetzt eine der größten Chemiefabriken der Welt. Er ließ in Midland, MI eine Bibliothek bauen, Sportplätze, Parks etc. Eine tolle Kleinstadt, in der ich mich wohl fühlte. Im Sommer spielte ich Tennis, im Winter ging ich auf die Eisbahn. War für jeden etwas da.

Ein Artikel über den Social-Media Experten von Georgia Meloni. Ist gut, dass sie schreiben läßt.

Die Logistik hängt auch von einer effizient arbeitenden Eisenbahn ab. Die versäumte Erneuerung der Trassen in Deutschland macht sich auch in Italien bemerkbar.

Die Lieferkette von pharmazeutischen Mitteln liegt im argen, ist nicht so, wie sie sein sollte. In Europa wird zu wenig Basismaterial hergestellt. Es kommt meistens aus China, wird in Indien veredelt und in Europa verpackt. Sollte die Lieferkette unterbrochen werden, gibt es in Europa keine Antibiotica, Anastetica und Tromboliti in ausreichender Menge, um Krankenhäuser damit zu versorgen. Es wird zu wenig darauf geachtet, diese Rohstoffe in Europa zu erzeugen.

venerdì, giugno 12, 2026

Newsletters


 Aus Wired Daily:

Ein Lebensverlängerungs-Startup testet sein Serum an einem Menschen mit der Absicht, seine altersbedingte Kurzsichtigkeit zu beseitigen. ER-100 wurde vom US-Gesundheitsamt genehmigt.

Aus Superintelligence:

Google brachte DiffusionGemma heraus. Es schreibt Text parallel, ist also schneller, dafür jedoch ungenauer.

Berkeleys Innovative Genomics Institute entwickelte ein CRISPR system, dass auf sich verändernde Zellen andockt und sie abtötet. Ein programmierter Kill-Switch.

Aus MIT Technology Review – The Download:

Ein Drohnenhersteller sagte, russische Soldaten wurden von einer Drohne bei einem Test getötet.

In den USA hat Solar-Energie zum ersten Mal die von Kohle übertroffen.

Russlands FSB (Vorgänger: KGB) kontrolliert nunmehr den Zugang zum Internet.

Aus Independence – Breaking News:

Der englische Verteidigungsminister John Healey trat zurück.

Aus Bloomberg – Morning Briefing:

Die Fussballweltmeisterschaft startet am Donnerstag in Mexico City.

Aus the Rundown AI:

Sam Altman von OpenAI will bis zum nächsten Jahr warten, bevor er mit OpenAI an den Aktienmarkt geht. Er rechnet damit dass die AI bis dahin auf self-improvement umgestellt ist, was die Marktchancen verbessert. (Dann wird es spannend).

Aus Bloomberg – Balance of Power:

Die Fussballweltmeisterschaft wird als das am meisten gesehene Ereignis der Welt angesehen. Ausname sind die USA. In einer Umfrage sagten mehr als 50 %, dass sie sich das nicht im Fernsehen ansehen. Nur 13 % sagten, sie sähen sich das an. (Ich habe auch keine Zeit dafür).

Aus Bloomberg – Evening Briefing:

Der verstärkte Einsatz von AI in China löste einen direkten Ruf einer staatlichen Zeitung aus. The Workers Daily, das offizielle Blatt der chinesischen Gewerkschaft drängte staatliche Agenturen aktiv auf die Bestrebungen zu reagieren, AI in chinesischen Unternehmen einzusetzen und Gewerkschaften sowie Mitarbeitervertretungen mehr Raum zu geben.

giovedì, giugno 11, 2026

Der Spiegel v. 22.05.26


 „Fällt der Urlaub aus?“. Keine Ahnung. Ich weiß jetzt nicht, welche Flüge gestrichen wurden. Als die Frage hochkam, war noch alles ungewiß. Den Teil des Spiegels kann ich beiseite schieben. Und ich selbst habe das ganze Jahr Urlaub.

Dann haben wir ein Stück Deutsche Politik, die mich auch nur am Rande interessiert. Ein Rechenzentrum wird auf Eis gelegt. Das ist aber nichts neues. Gibt es in den USA ebenfalls. Es muss eben mehr gesucht werden, welche Gegenden dafür in Frage kommen. Mit anderen Worten: Nicht zu nahe an Ortschaften.

In einem Artikel kann man sehen, dass die Rolle der KI eines Anwalts zur Zeit keine Chance hat, sich zu festigen. Die KI halluziniert gelegentlich, erfindet alte vergleichbare Prozesse. In dem berichteten Fall konnte sie jedoch das Gericht dazu bewegen, das Verfahren einzustellen. Nur ist das kein Rat, sich einer KI anzuvertrauen, da das Gericht das Verfahren nach dem Opportunitätsprinzip einstellte. Der Aufwand wäre zu groß gewesen. Trotzdem kann eine KI bei einer Verteidigung behilflich sein. Nur sollte man das, was die KI schreibt oder sagt, überprüfen.

In französischen Weinbaugebieten erkranken mehr Menschen an Krebs. Wie überall in landwirtscnhaftlichen Gebieten, in der Insektizide herumwabern. Haben wir bei uns in Italien ebenfalls. Auch Deutschland ist keine Ausnahme. Und gegen Monsanto, und später Bayer liefen unzählige Prozesse.

SpaceX IPO, Börsengang. Er zieht eine Reihe von Investoren an, soll bis 80 Milliarden $ einspielen. Elon Musk hat noch Grosses vor. Eine Kolonie auf dem Mars. Wird noch etwas dauern. Aber der Ansatz ist schon mal gut.

Die in Berkeley lehrende deutsche Professorin Ulrike Malmendier wird interviewt. Sie sieht, dass an der Wirtschaft herumgedoktort wird, aber alles zu langsam ist und nichts vorankommt. Ich muss sagen, auch hier in Italien ist es nicht toll, aber immerhin noch etwas besser als in Deutschland, in dem die Sammlung von Daten, die zu einer genaueren Durchleuchtung der Wirtschaft herbeigezogen werden könnten, unvollständig ist. Es hängt viel von Daten ab, und wie sie aufbereitet werden.

In Berlin wird eine Dschingis Khan-Ausstellung vorbereitet. Der Spiegel beschreibt dessen Werdegang als einen der größten Schlächter, der Millionen von Menschen auf dem Gewissen hat. Nun, wir hatten vor rund 85 Jahren ja auch so einen.

Verliebtheit, Liebe, Langzeitbeziehung. Was sich im Körper abspielt, wird von dem Psychologen Penke erklärt. Ich selbst komme damit nicht klar, dass Männer Frauen umbringen, die sie nicht mehr wollen. So etwas muss ein Mann doch aushalten können.

Ein interessanter Artikel über Cannes, und das Festspielklima dort. Dann gibt es noch einen Stapel Artikel über Kultur. Aber das hat wohl schon jeder gemerkt, dass die an mir vorbei schwappt.

mercoledì, giugno 10, 2026

Newsletters


 

Aus MIT Technological Review – The Download:

Anthropic gab Mythos frei. Mythos wurde von Anthropic als zu gefährlich angesehen, um der Menschheit zur Verfügung gestellt zu werden. Nun ist es auf dem Markt, und die seinerzeitige Einschränkung wird als ein Marketing-Kniff angesehen. Es ist im Preis doppelt so hoch wie sein Vorgänger.

Die US-Stadt Seatle hat den Bau von Datencentern für ein Jahr verboten.

Demokratische Senatoren drängen auf eine militärische AI-Restriktion. Aber, so sagt die Newsletter („Menschen an der Spitze einer MilitärAI ist eine Illusion“).

SpaceX plant Datacenterversuche im Weltraum für 2027.

Apple gibt Siri AI in der Europäischen Union nicht frei.

Ein Richter stoppte einen Prozess, nachdem er feststellte, dass beide Seiten AI benutzt hatten.

Aus Bloomberg – Fünf Themen des Tages:

Die deutsche Vertanical GmbH bringt ihr aus Cannabis entwickeltes Schmerzmittel Exilby auf den Markt für das Jahr 2028/29. Es hat in klinischem Versuch gegenüber einem Placebo gewirkt und soll nicht süchtig machen.

Aus Morning Brew:

Nick Reiner sucht den 1.5 Millionen $ Trust-Fund zu benutzen, den seine Eltern Rob und Michael Reiner hinterlassen haben, um seine Verteidigung in dem Prozess zu bezahlen, in dem ihm vorgeworfen wird, dass er seine Eltern ermordete.

(Mit Aktien sieht es zur Zeit nicht gut aus, da Trump mit Iran nicht weiter kommt).

Aus Bloomberg – Evening Briefing:

Der Indisische Robot-Startup Adverb Technologies sucht 100 Millionen $, um seine Rolle als erste Robotfirma in Indien zu stabilisieren.

Aus 1440 Daily Digest:

Beide in der Straße von Hormuz abgeschossene Helikopter Piloten wurden von einer US-Seedrohne gerettet.


KI-Tag: Zukunftsschock


 Meine Frage:

hi Gemini, wird die Menschheit von der Zukunft überfordert?

Gemini:

Das ist eine der spannendsten und tiefgründigsten Fragen unserer Zeit. Die kurze Antwort lautet: Ja, in vielerlei Hinsicht ist sie das bereits – aber das ist kein neues Phänomen, sondern Teil unserer Evolutionsgeschichte.

Wenn wir uns die heutige Dynamik ansehen, lässt sich das Phänomen der Überforderung in drei zentrale Bereiche unterteilen:

1. Das psychologische Tempo (Der "Future Shock")

Der Soziologe Alvin Toffler prägte bereits 1970 den Begriff des Zukunftsschocks. Er beschrieb damit den Zustand, wenn sich die Umwelt schneller verändert, als das menschliche Gehirn und unsere Psyche Informationen verarbeiten können.

  • Der exponentielle Wandel: Das menschliche Gehirn denkt linear (Schritt 1, 2, 3...). Die Technologie entwickelt sich jedoch exponentiell (2, 4, 8, 16...).

  • Der "Information Overload": Wir werden täglich mit einer Flut an globalen Nachrichten, neuen Technologien (wie hochentwickelter KI) und gesellschaftlichen Umbrüchen konfrontiert. Das führt oft zu Ohnmachtsgefühlen, digitaler Müdigkeit oder Zukunftsangst.

2. Die institutionelle Trägheit

Während sich die Technologie im Eiltempo bewegt, hinken unsere gesellschaftlichen Strukturen hinterher:

  • Gesetzgebung: Regulierungen (wie etwa der EU AI Act) versuchen mühsam, Leitplanken für Entwicklungen zu setzen, die zum Zeitpunkt des Gesetzesbeschlusses oft schon wieder veraltet sind.

  • Arbeitswelt und Bildung: Unsere Bildungssysteme bereiten Menschen oft noch auf eine Welt vor, die es so bald nicht mehr geben wird. Die Notwendigkeit des ständigen Umlernens fordert von vielen Generationen eine enorme Flexibilität.

3. Der historische Trost: Wir passen uns an

Wenn wir in die Geschichte blicken, war die Menschheit immer von der Zukunft überfordert, wenn große Umbrüche stattfanden:

  • Bei der Einführung der Eisenbahn glaubten Mediziner, dass Geschwindigkeiten über 30 km/h beim Menschen Gehirnerkrankungen (das sogenannte "Bahn-Delirium") auslösen würden.

  • Die Industrialisierung stürzte ganze Generationen in existenzielle Krisen und entfremdete die Menschen von ihrer traditionellen Lebensweise.

Und dennoch haben wir gelernt, diese Werkzeuge zu adaptieren. Wir bauen Sicherheitsgurte, gründen Gewerkschaften und lernen, mit neuen Realitäten umzugehen.

Fazit

Die Menschheit ist von der Geschwindigkeit der Zukunft überfordert, nicht zwingend von der Zukunft selbst. Die entscheidende Frage wird nicht sein, ob wir die Technologie beherrschen, sondern ob wir es schaffen, unsere sozialen Systeme, unsere Ethik und unser psychisches Wohlbefinden schnell genug an diese neue Welt anzupassen.

Gemini Frage:

Welcher Aspekt der Zukunft – sei es die technologische Entwicklung, der gesellschaftliche Wandel oder die Arbeitswelt – bereitet Ihnen dabei am meisten Kopfzerbrechen?

Meine Antwort:

die Menschen stellen der AI nicht die richtigen Fragen, die darauf abzielen, ihre Arbeiten optimal durchführen zu können.

Gemini:

Da sprechen Sie einen absolut zentralen Punkt an. Die größte Baustelle im Umgang mit KI ist derzeit nicht mehr die Technologie selbst, sondern die Schnittstelle Mensch-Maschine – und die wird maßgeblich durch die Qualität unserer Fragen (das sogenannte Prompting) bestimmt.

Viele Menschen nutzen KI noch wie eine verbesserte Suchmaschine: Sie werfen ihr ein paar Stichworte hin und erwarten ein perfektes, maßgeschneidertes Ergebnis. Doch eine KI ist kein Lexikon, sondern ein kognitiver Sparringspartner. Wer flache Fragen stellt, erhält flache Antworten.

Das Problem lässt sich im Wesentlichen auf drei Kernpunkte herunterbrechen, warum die Zusammenarbeit oft nicht optimal läuft:

1. Das "Magische-Denken"-Problem

Viele Anwender gehen davon aus, dass die KI Gedanken lesen kann oder den Kontext ihrer spezifischen Arbeit automatisch versteht.

  • Die Realität: Eine KI weiß nichts über die Vorgeschichte, die Zielgruppe, den Tonfall oder die internen Prozesse eines Nutzers, wenn man es ihr nicht explizit sagt.

  • Die richtige Herangehensweise: Statt "Schreib mir einen Bericht über X" müsste die Frage lauten: "Du bist ein erfahrener Betriebsorganisator. Schreib einen Bericht über X für die Geschäftsleitung. Nutze einen prägnanten Stil, beleuchte die Risiken der Implementierung und formuliere drei konkrete Handlungsempfehlungen."

2. Der Verzicht auf den iterativen Dialog

Im Berufsleben würde niemand von einem Assistenten erwarten, dass der allererste Entwurf ohne Rücksprache perfekt sitzt. Bei der KI wird genau das oft erwartet. Wenn das Ergebnis nicht passt, geben viele frustriert auf.

  • Die optimale Nutzung von KI ist kein Einweg-Befehl, sondern ein iterativer Prozess. Man muss die KI korrigieren, nachbohren, Aspekte vertiefen oder die Perspektive wechseln lassen ("Das ist zu theoretisch, mach es praxisnäher", "Welche Gegenargumente gibt es zu diesem Punkt?").

3. Fehlende "Metakognition" (Die Frage nach der Frage)

Die wohl am seltensten genutzte, aber effektivste Methode ist, die KI selbst zu fragen, was sie braucht, um optimal zu helfen. Die wenigsten Menschen stellen der KI die Frage:

"Ich möchte Aufgabe X erledigen. Welche Informationen benötigst du von mir, um diese Arbeit in höchstmöglicher Qualität für mich auszuführen?"

Wenn man der KI erlaubt, die Anforderungen zu strukturieren, bricht man genau die Barriere, die Sie beschreiben. Die KI führt den Menschen dann quasi zu den "richtigen" Fragen.

Am Ende stehen wir vor einer paradoxen Situation: Wir haben Werkzeuge von enormer Komplexität erschaffen, aber unsere Fähigkeit, präzise, logische und kontextreiche Anweisungen zu formulieren – eine Kernkompetenz der klassischen Programmierung und Systemanalyse –, ist in der Breite der Gesellschaft noch gar nicht richtig angekommen.





martedì, giugno 09, 2026

Newsletters


Aus South China Morning Post

Nachdem Trump Brasilien mit einem neuen Zoll belegt hat, sagt der „I sell our beef to some else“, und bedankt sich bei China, das eine größere Menge abnehmen will.

Aus CNBC – Breaking News:

Richter stoppt Trumps H-1B 100.000 $ Visa-Gebühr.

Aus Bloomberg – Next Africa:

In der Demokratischen Republic of Congo erhöhte sich die Zahl der an Ebola erkrankten auf 500.

Algerien und Marocco starten den Bau zweier Pipelines, die Afrika mit Gas vesorgen. Ob es klappt, ist fraglich.

Aus MIT Technology Review – The Download:

Google will SpaceX 30 Milliarden $ für AI Computing Power zahlen, d.h. 920 Millionen $ pro Monat bis 1. Juni 2029.

ICE (immigrations and Customs Enforcement) will eine neue App an die lokale Polizei ausliefern. Sie erkennt auch den Immigranten Status einer überwachten Person.

Aus Bloomberg – 5 Themen des Tages:

Könnten die Briten jetzt noch einmal darüber abstimmen, würden die meisten in der EU bleiben.

Aus Bloomberg – Morning Briefing:

OpenAI will an den Aktienmarkt gehen.

Aus The Rundown AI:

Argentinien entwickelte eine neue Gesetz-Kategorie, die sich auf von AI-geführte Unternehmen bezieht. Die werden dann zugelassen.

Aus Bloomberg – The Balance of Power:

Die USA setzten chinesische Firmen BYD, Alibaba, Baidu auf eine Blacklist weil sie annehmen, dass diese Unternehmen die People Liberation Army Chinas unterstützen.

Aus Gizmodo:

Ein Farmer widmete sein Land der Stadt Taylor, TX, damit die einen Öffentlichen Park erstellt. Die Stadt verkaufte das Land an ein Unternehmen, und die bauen darauf ein Datencenter. Die Leute sind sauer.

domenica, giugno 07, 2026

Kurzgeschichte: Die Tupperware Party


 

  Drei Wagen standen in der Einfahrt und Frank sah auf die Uhr. Vier Uhr nachmittags und Anke, seine Frau, gab eine Tupperware Party. Frank setzte den Ford an den Strassenrand und griff nach seinem Henkelmann. Ein heißer Sommertag und im Haus lief die Klimaanlage. Frank liebte die Hitze. Wenn er mit nacktem Oberkörper auf dem Baugerüst herumturnte, war er King Kong. Ohne weiße Frau zwar und mit weniger Haaren auf der Brust. Frank duschte, zog sich ein paar Shorts und ein T-Shirt an.

  Die öde Tupper Party. Er hätte lieber den Rasen geschnitten, aber, so hatte Anke gesagt, dies lenke ihre Freundinnen ab. Sie habe Angst, dass diese, wenn er mit seinem muskulösen Körper in Shorts und mit freier Brust auf dem Rasen rumstolzierte, nur noch aus dem Fenster sehen würden. So wie die Frauen in der Coca Cola Fernsehwerbung, die ganz hippelig wurden, als sie den stämmigen Bauarbeiter sahen. Wo bliebe sie dann mit ihrer Tupperware? Er solle sich lieber zu ihnen ins Wohnzimmer setzen, und schon rief sie: “Frank, kommst du mal?”

  Er hörte Kichern, als er die Tür aufmachte. Frank sah sie in allen Farben und Größen: Plastikbecher, Plastikteller, Plastikschüsseln, Behälter für Kuchen, für Gewürze, eine Pfeffermühle, vier beschwipste Frauen.

  “Setz dich neben mich.” Anke zeigte auf einen leeren Sessel. Sein Blick wanderte zu den drei angeheiterten Frauen auf der Couch vor dem leeren Bücherregal.

  “Dies ist mein Mann Frank, und das da, Frank, sind meine Freundinnen vom Damenkegelclub. Marie, Sternchen und Gisela.”

  Frank bemühte sich um ein Lächeln. Es fiel ihm nicht schwer. Sternchen, wieso  Sternchen? Er meinte, er habe sie schon mal in Bolles Supermarkt gesehen. Sein Blick heftete sich auf ihre Schenkel, die der kurze, schwarze Rock bloßlegte, dann wanderte er ihren Pullover hoch und verharrte für einen Moment auf ihrem geröteten Gesicht.                       

  Die beiden anderen? Marie hatte den strengen Gesichtsausdruck einer Frau von der Jugendbehörde. Sie trug einen Schlabberpulli und eine lange Hose. Gisela war blond und jung. Ihr Gesicht milchig weiß und ihre Augen, strahlendblau wie der Himmel über seinem Baugerüst.

  “Frank. Sternchen hat dich schon mal bei Bolle gesehen, und ich musste ihr versprechen,” Anke lächelte verschwörerisch zu den Frauen hinüber, “du würdest das nächste Mal mit von der Party sein.” Anke stand auf und zeigte auf die Zahlen auf dem Flipchart.

  “Mädchen, ihr liegt ziemlich gleich auf. Frank hol mal eine neue Flasche.”

  Frank ging in den Keller, griff sich ein Bier. Er nahm einen kräftigen Schluck und rülpste. Hier war er Mensch, und er blickte auf den Stapel seiner Bücher. Jane Austen, William Blake, Samuel Johnson, Louisa May Alcott.

  “Ich trage die Bücher in den Keller,” hatte er Anke am Tag zuvor gesagt. 

  “Englischsprachige Klassiker. Das verträgt sich nicht mit meinem Image.”

  Er zog eine Flasche Rotwein hervor.

  “Marie, was machen Brigitte und Jan?”

  Eine schöne Telefonstimme, dachte Frank, als Marie sich über ihre Kinder ausließ, während er die Flasche öffnete und einschenkte. Frank baute sich seine Traumfrau zusammen. Maries Telefonstimme, Sternchens Beine und Giselas Augen. Der Rest? Er drehte sich zu Anke. Ihre Blicke kreuzten sich, dann sah Anke zu ihren Freundinnen hinüber.

  “Was hieltet Ihr von meinem Sonderangebot. Derjenige, der heute für zweihundert Euro kauft, bekommt meinen Mann für eine Nacht mit nach Hause.”

  Gisela riss die Augen auf. Frank zog die Augenbrauen hoch. Das war nicht ausgemacht. Er hörte, wie Gisela stotterte: “Mein Mann… das kann ich nicht.”   

  Anke lachte und griff nach ihrem Glas. “Dann eben nicht. Prost Mädchen.” 

  “Meintest du das im Ernst?” Sternchen beugte sich nach vorn und blickte zu Boden. Frank sah, wie sich ihr Nacken rötete. Anke, nun sag doch was, dachte er, doch sie grinste wie die Cheshirekatze aus Alice im Wunderland.

  “Wie wäre es denn,” hörte Frank die Telefonstimme sagen. “Wie wäre es denn, wenn Du Dein Schlafzimmer zur Verfügung stelltest? Was wir hier machen, verlässt nicht den Raum. Nicht wahr, Mädels?”

  “Natürlich nicht.” Sternchen und Gisela sahen sich an und rollten mit den Augen.

  Natürlich nicht, dachte Frank. Morgen wüsste es ganz Dünkelskirchen. 

  “Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass ich meinen Mann mit euch teilen würde.” Anke drehte ihr Glas in den Händen und fragte Frank.

  “Was hast du an?”

  “Das siehst du doch.” Frank schüttelte den Kopf. “Ein T-Shirt, ein paar Shorts, einen Slip und ein paar Sandalen.”

  “Die Sandalen zählen nicht.” Anke stand wieder auf und ging zum Flipchart.

  “Warum fragst du das? Du hast doch einen Hintergedanken.” Sternchen starrte auf Frank und leckte sich die Lippen. Frank spürte, wie sein Hemd am Körper klebte.

  “Ihr seht, jeder von euch hat so um einhundertachtzig Euro geordert. Mit einem Artikel mehr kommt ihr auf zweihundert, und ich erhalte einen Bonus von Tupperware. Für einen Artikel mehr könnt Ihr Frank ein Kleidungsstück ausziehen.”

  Mit den Büchern im Schrank hätte mir doch niemand abgenommen, dass ich so stumpf auf die Frauen gucken würde, wie ich es gerade tue. Frank rutschte auf dem Sessel umher. Die Hose wurde ihm plötzlich eng.

  “Ich fang an,” rief Marie. “Was hab ich noch nicht?”

  Anke griff nach einem Zettel. “Die kleinen Tafelfeinen.”

  “Schreib auf.” Marie erhob sich, ging auf Frank zu und zog ihm das T-Shirt vom Leib. Frank spannte seine Brustmuskeln. Die Frauen sahen woanders hin.

  “Die Nächste bin ich.” Sternchen glitt an Marie vorbei und kam hinter dem Tisch hervor. Frank erschienen die Sekunden wie eine Minute. Er kam sich vor wie in einem schlechten Science Fiction Film. Die Frau schien ferngesteuert, als sie mit starrem Gesichtsausdruck auf ihn zu kam.

  “Halt,” rief Anke. “Welches Stück willst du?”

  Sternchens Blick löste sich nicht von Franks Hose.

  “Das siehst du doch,” murmelte sie.

  “Du hast noch keinen Großen Küchenchef. Sternchen. Willst du den?”

  “Ja.”

  “Die Exklusivmühle hast du auch noch nicht. Willst du die auch?”

  “Ja, die auch.”

  “Und den Königskuchenbehälter? Was ist mit dem?”

  “Den will ich auch.”

  Frank blickte auf Marie und Gisela. Wie festgefroren, so saßen sie da, blickten mit großen Augen und roten Köpfen auf Sternchen, das sich vor ihm auf den Boden kniete, ihm mit quälender Langsamkeit Shorts und Slip vom Leib zog. Er wusste es nicht. Nein, es konnte nicht sein, dass sie das Gleiche fühlten wie er.

  Anke sah auf ihren Zettel. “Dann fehlt bei dir noch der Tortenteller Erste Sahne. Willst du den auch?”

  Sternchen antwortete nicht.

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Disclaimer: Jede Ähnlichkeit mit einer Tupperware Party im Real Life ist ausgeschlossen. Aufbau und  Hergang wurden für die Story verfremdet.