sabato, agosto 29, 2009

Vector, the critical journal of the Britsh Science Fiction Association, Summer 2009

Ich lese Essays von Paul Kincaid, Tony Keen, Stephen Baxter.

Kincaid nimmt sich Robert Holdstocks Bücher vor und referiert, wie dieser die Zeit als oszillierend darstellt. Nun, Zeit ist ein seltsames Phänomen. Als Dimension ist sie nicht in Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft einteilbar. Sie ist einfach da und unser Gehirn sieht das anders. Wo habe ich bloß meinen Hirnverstärker gelassen?

Keen interviewt Hal Duncan, von dem ich auch noch nie etwas gehört habe. Das spricht wohl gegen mich. Danach vermittelt Keen in „Euripides Bound: Hal Duncan´s use of the Greek tragedy“, wie Duncan griechische, römische und andere Mythen mit seinen Texten verwebt.

Gwyneth Jones, eine britische SF-Ikone wird von Tanya Brown interviewt. Es geht um ihren Roman „Spirit“.

„First Impressions“ von Kari Sperring enthält Buchbesprechungen von Vector-Mitarbeitern.

Abigail Nussbaum behandelt die BBC Fernsehserie „Being Human“.

Andy Sawyer, der die gigantische SF-Bibliothek der Universität Liverpool verwaltet, bespricht das SF-Buch „De Bracy´s Drug“ von Volsted Gridban aus dem Jahr 1953.

Stephen Baxter macht sich Gedanken, wie Außerirdische, die auf der Erde landen, wohl mit Menschen umgehen würden.

martedì, agosto 25, 2009

Christopher Lee

wurde zum Ritter geschlagen. (Quelle: David Langfords Ansible)
Fandom Observer 242

bringt die wie gewohnt bunte Mischung an SF-Neuigkeiten. Perry Rhodans zweitausendfünfhundertste Ausgabe. Stolze Leistung oder lobenswertes Beharrungsvermögen der Leser. Ich sehe die üblichen Fanzinebesprechungen, eine Liste mit Gewinnern des Deutschen Kurt Laßwitz Preises 2009, Buchbesprechungen, Comics. Dann einen Bericht vom Garching-Con, der sich, wie ich herauslaß, mit Perry Rhodan befasste. Es folgt ein Bericht über die SF-Fernseh Serie "Die Mädchen aus dem Weltraum". Ein Rückblick auf alte Filme mit Harry Piel und Hans Albers.

domenica, agosto 23, 2009

You can observe a lot by watching

Das war einer der berühmten Yogi Berra-Sprüche. Ich las diesen in der Scientific American, die ich mir als nächstes vorgenommen habe und googelte. Yogi, 1925 geboren, war einer der besten Catcher der Mets, einem New Yorker Baseball team. Seine Sprüche sind legendär. Hier einige seiner bekanntesten.

I really didn't say everything I said.

It ain't over till it's over

90% of the game is half mental

Nobody goes there anymore. It's too crowded.

When you come to a fork in the road, take it

You can observe a lot by watching

Always go to other people's funerals, otherwise they won't go to yours.


Vector, The Critical Journal of the British Science Fiction Association, Winter 2008

Auch bei diesen Veröffentlichungen komme ich langsam auf den neuesten Stand. Eine weitere Ausgabe noch und ich bin auf der Höhe meiner Zeit J. Die vor mir liegende hat „War in SF“ zum Thema.

Stephen Baxter, der neben seinen SF-Romanen am laufenden Band Artikel produziert, befaßt sich in diesem Essay mit „H.G. Wells´s The War of the Worlds as a Controlling Metaphor for the Twentieth Century.“

James Holden behandelt in „The Menace of War: Einstein, Freud and SF“ einen kurzen Briefwechsel zwischen Einstein und Freud, der in den dreißiger Jahren durch das International Institute of Intellectual Cooperation zustande kam. Einstein warf die Frage auf: „This is the problem: Is there any way of delivering mankind from the menace of war?“ Freud gibt eine Antwort, dass eine internationale Institution das Beste sei, aber unter den gegebenen politischen Umständen nicht effizient wäre. Und das gilt noch heute.

Martin Mc Grath schreibt einen Essay über „After Heinlein: Politics in Scalzi´s Green Soldier Universe“. Es geht um die Kritik an Scalzi´s ersten Roman in diesem von ihm konstruierten Kosmos `Old man´s war´, in dem ihm faschistoide Tendenzen nachgesagt werden. Scalzi verteidigt sich mit dem Hinweis auf die nachfolgenden Bücher dieses Settings, die der Kritiker noch nicht hätte lesen können und ihn seine Meinung ändern ließen. Mc Grath bemüht sich, Differenzen zwischen Heinleins und Scalzis Büchern aufzuzeigen.

Nick Hubble beschreibt in „The Flowers of War“, wie Sarah Hall in ihrem Roman „The Carhullan Army“ den Weg einer Frau aus einer von Männern dominierten Gesellschaft in eine Gruppierung aufzeigt, die den Frauen ihre Würde und Selbstrespekt zurückgibt. Hier sind die Differenzen eindeutiger, in unserer Welt nicht mehr. Und das ist, so meine ich, viel interessanter.

Die Arbeiten, sowie die nachfolgenden Buchbesprechungen, sind vom gewohnten intellektuellen Kaliber.

sabato, agosto 22, 2009

venerdì, agosto 21, 2009

Les Paul ist tot

Es stand im letzten Spiegel. Ich erinnere mich an das Duo Les Paul & Mary Ford und an ihr „How high the Moon“. Hörte damals zum ersten Mal eine elektrische Guitarre. Les Paul hatte sie erfunden. Seine Gibson ist neben der Fender ist immer noch eine der populärsten. Les Paul manipulierte am Tonband und legte einige Spuren übereinander, so dass es sich nach einer Vielzahl von Guitarren anhörte. Dann kamen die Shadows und dann kam ich (grins).
Hier stehe ich mit einer italienischen, einer Eco, die mir meine Mutter geschenkt hatte. Ich nahm Unterricht im Musikhaus Zinngrebe und saß in der ersten Reihe, da ich mein Kabel am Verstärker anschliessen musste. Ein weißes Blatt Papier, eine Heftzwecke und meine Message:
„Anfänger Guitarrist sucht Anschluss an eine Band“. Schon war ich bei den Black Dominoes.

Ich spielte Rhythm Guitar, sang was von den Yardbirds. Wir spielten Gerry and the Pacemakers, Johnny Kidd and the Pirates, Rolling Stones. Ich war gut mit langsamen Songs wie „Seven golden daffodils“, „As tears go by“ und gewann an Erfahrung und die Band löste sich auf. In einer anderen Band wurde ein Bassman gesucht. Der Drummer drückte mir eine Burns Bison in die Hand und sagte mir: „Du kannst das.“

Ich war Bassist bei Crying Wolf and the All-Stars, die auch einen Auftritt im Hamburger Star-Club hatten. Wir waren Vorband bei den Rattles und spielten u.a. Rolling Stones, Chuck Berry und später Wilson Picket. Unser „Mustang Sally“ war einsame Spitze, an der unser Sänger Wolf Rimmler, begnadeter Kampftrinker, den der Koks dahinraffte, den größten Anteil hatte. Hier ein Link zu Hannes Bauers Orchester Gnadenlos, in dem die damalige Szene authentisch beschrieben wird.

giovedì, agosto 20, 2009

Scientific American, October 2006

In den fünfziger Jahren schien alles möglich: Es gab den Dokumentarfilm „Unser Freund, das Atom“, die Vorbereitungen zur Mondlandung, den Zukunftsforscher Robert Jungk mit seinen Büchern „Die Zukunft hat schon begonnen“ und „Heller als tausend Sonnen“. Es herrschte Aufbruchstimmung. Es verwundert nicht, daß „50 Years ago“ die Idee einer sich selbst erzeugenden Maschine vorgestellt wurde, die Objekte aus Elementen der Umgebung konstruieren konnte.

In dem Beitrag „Far-out Physics“ wurde geschildert, womit sich das U.S. Militär auch beschäftigte:

Psychische Teleportation, „Die Stimme Gottes“ Microwellen, welche Reden in die Köpfe von Feinden senden, nukleare Handgranaten. Googelt unter Hafnium Bomb. Das Startrek Beamen wurde ebenfalls vom Militär untersucht. Nach dem Motto, vielleicht geht es ja doch. Millionen wurde für diese Späße ausgegeben. Alles unter einem Schleier der Geheimhaltung.

In dem Artikel „How to blow up a star“ geht es um Supernovae. 1572 sah sich Tycho Brahe eine an. Für ihn war es ein neuer Stern. Es gibt unterschiedliche Klassen. Eine davon wird Sternen zugeordnet, die in einer plötzlichen nuklearen Explosion zerfallen. Eine andere bezieht sich auf die Implosion eines Sternes zu einem Neutronenstern mit einer mindest achtfachen Masse unserer Sonne. Es wird ein Schock erzeugt, der Material danach auseinanderfliegen lässt.

In „Viral Nano Electronics“ geht es um die Idee, eine Phage, in diesem Fall die M13, zu veranlassen, sich mit anorganischem Material zu verbinden und es zu kopieren. Es wäre ein neuer Prozess, um Nanodrähte, Flüssigkristalle und Elektroden herzustellen.

„Peace Keepers of the Immune System”. Damit sind bestimmte T-Zellen gemeint, die durch das Blut zirkulieren. T-Reg Zellen regulieren, dass sich das Immunsystem nicht gegen den eigenen Körper richtet. Krankheiten zeugen jedoch davon, dass es nicht immer funktioniert. Hier wird behandelt, wie weitere T-Regzellen zugeführt werden könnten, um ihren Effekt zu verstärken.

Auf der Erde gab es mehrere Episoden, in denen der größte Teil des Lebens vernichtet worden war. Bei den Sauriern, mag es ein Asteroid gewesen sein, bei den anderen Episoden eher eine Vergiftung der Atmosphähre durch den Treibhaus Effekt. Es begann mit einer erhöhten vulkanischen Aktivität, die unsere Luft erhitzte, in dem sie Kohlendioxyd und Methan freisetzte und dadurch dem Meer Sauerstoff entzog. Es bildeten sich giftige Sulfide, die Leben auslöschten.

Das Robotics Institute der Carnegie Mellon University gibt es schon seit 1979. Ich meine, es kommen auch ein paar SF-Autoren von dort. Es ist eine Art Muppet-Labor, wo die Zukunft schon heute gemacht wird. In diesem Falle den Ball-Bot, einen Roboter, der sich auf einer Kugel fortbewegt. Sein Vorteil ist, daß er Hindernisse elegant umfahren kann. Ihm Gleichgewicht, Richtungsänderungen mitzugeben, war ein schwieriges Unterfangen und wurde mit Hilfe von Fiberoptik-Gyroskopen erreicht.

„Hydraulic Engineering in prehistoric Mexico“. Der Titel lässt ahnen, um was es geht. Um Bewässerung und landwirschaftlichen Terrassenbau. Die älteste bekannte Anlage ist um die zehntausend Jahre alt. Anlaß war eine regelmäßig wiederkehrende Dürre von sechs Monaten. Der Purrón Damm in Tehuacán, gebaut um 750 vor Christi Geburt ist vierhundert Meter lang, einhundert Meter breit und fünfundzwanzig Meter hoch. Arbeiter transportierten Erdreich mit den Händen. So um 2,6 Millionen Kubikmeter. Bis in das achtzehnte Jahrhundert war der Damm Teil des größten Rückhaltebeckens in Amerika.

„The Promise of molecular Imprinting“. Diese Ausgabe ist drei Jahre alt und daher ist überprüfbar, was sich an Ideen gehalten hat, im Versuchsstadium ist oder den Weg in die Produktion gefunden hat. Molekular Imprinting gibts in Wikipedia, und ist wie ich es sehe, noch immer im Versuchsstadium. In diesem Beitrag geht es um gestanzte Mikobehälter aus Plastik, in die Moleküle sortiert werden können, die in die Behälter passen. Interessant für die Pharmaindustrie. Das Verfahren ist simpel. Vermische ein reines Medikament mit Monomern, Baublöcken aus Plastik. Die bilden sich um das Molekül. Dies wird entfernt, die Schablone bleibt erhalten. So können in einem Reinigungsverfahren Moleküle eines Medikaments von Verunreinugungen getrennt werden.

On the (Rail) Road again

Ich sitze im Wartesaal des Bahnhofs Bologna.

Es ist 8:30 und ich schwitze. Für heute haben sie fünfunddreißig Grad im Schatten angesagt. Mein Zug nach Florenz fährt in fünfzig Minuten.Florenz? Ich bekam eine E-Mail vom amerikanischen Konsulat. Wenn ich meine Greencard zurückgeben wolle, müsse ich dort persönlich erscheinen, ein Formal ausfüllen, einen Eid ablegen. Soweit zu meinem Versuch, die Karte mit Einschreibebrief loszuwerden. Solange ich die habe, muss ich jedes Jahr eine amerikanische Einkommensteuer-Erklärung abgeben, obwohl ich schon seit über neun Jahren in Italien lebe. Zu Anfang dachte ich: Vielleicht gehst du noch mal zurück, doch dieser Gedanke hat sich verflüchtigt.




Nun sitze ich woanders: Im Konsulat. Draußen hatte mich ein Wachmann zu einem gelben Strich bugsiert, vor dem ich stehenbleiben durfte. Militärjeeps sicherten die Zone ab. Der Wachmann kontrollierte: Namen, Ausweis, Grund meines Erscheinens. Dann wurden Tasche und ich gefilzt. Kamera, Handy und Toröffner wurden weggeschlossen, ich durfte in den Warteraum. Er war voller Ausländer, die vermutlich die U.S.A. als Endstation ansahen und Visa beantragen wollten. Ich bekam ein Formular in die Hand gedrückt, mit dem ich bescheinigen sollte, dass ich meinen Status als gesetzmäßiger ständiger Bürger der Vereinigten Staaten aufgeben wolle. – Ich füllte es aus. Danach ging alles schnell. Ich unterschrieb das Formular im Beisein eines Konsularbeamten, schwor, dass ich die Bedeutung des Formulares verstanden hatte, ließ meine Greencard zurück und ging raus in die Hitze. – Wenn ich wieder in den U.S.A. leben wollte, kann ich zur Not mit ein paar Mexikanern durch den Rio Grande schwimmen, aber als Ausland interessiert mich jetzt Brasilien mehr.

Auf dem Bahnhof Florenz wartete ich auf meinen Zug, der mich nach Bologna brachte. Dort fand ich am Anfang die Bushaltestelle nicht und schlurfte der nächsten entgegen, als mir der Bus vorbeifuhr. Ich wusste, er fuhr jede Stunde, so trank ich etwas am Bahnhof und dann sah ich sie, die Haltestelle, unter der Gallerie. Dahinter gab es Saldi in den Geschäften.

Sommerschlussverkauf und ich kaufte mir ein paar weiße Shorts, hüpfte in den Bus, fuhr bis Cento, stieg in meinen Wagen um und das ist das Ende meiner letzten Reise.

Ich sah am Florenzer Bahnhof einen Sightseeing Bus, einen Doppeldecker, Hop on and off. Wenn es kälter wird, werde ich noch mal dort hinfahren. Einfache Fahrt = achtzehn Euro fünfzig Cents für eine Stunde Bahnfahrt mit dem Eurostar inklusive Platzreservierung. Kann ich nicht meckern.

Interessant, dass ich über Google Chrome die Bilder nicht positionieren kann. Mit I.E. geht es.

martedì, agosto 18, 2009

Asimov’s Science Fiction, September 2009

Altmeister Robert Silverberg erinnert in seinem Beitrag „Building Worlds, Part I“ an zwei Essays von Poul Anderson und Hal Clement. Beide hat es dahin gerafft, aber ihre Ratschläge haben nach wie vor Gewicht. Anderson mahnt die Konsistenz und Plausibilität der geschilderten Umgebung, des Settings, an. Leben kann zum Beispiel nur auf Planeten existieren, die Sterne bestimmter Typen umkreisen. Clement geht es darum, dass Lebensformen sich nur unter bestimmten Bedingungen entwickeln können. Gute alte Zeit. Neuere Geschichten beschäftigen sich häufiger mit der näheren Zukunft auf der Erde.

„Broken Windchimes“ von Kristine Kathryn Rusch gehört nicht dazu. Ihren Schreibstil finde ich dappig, doch die Auswahl ihrer Themen hat sie populär gemacht.

Protag ist ein kastrierter Sänger, ein männlicher Sopran. Er sang auf dem Planeten Djapé. Männliche Soprane werden gut bezahlt. Das Volk der Pané liebt ihren Gesang, doch muss er fehlerfrei sein. Eine falsche Note, und der Sänger hat seine Karriere verwirkt. Dies widerfuhr dem Protag, als er auf offener Bühne beim hohen C aussetzte.

Er sammelte sich und flog zu einer gigantischen Außenstation, auf dem Aliens mit Menschen zusammenarbeiteten. Unser Protag besaß genügend Geld, um sich dort einzumieten. Jeden Abend saß er in einem Jazzclub, in dem er zum ersten Mal mit Improvisationen konfrontiert wurde. Pané-Musik war vorgegeben. Neugier und Wissensdurst trieben ihn, sich in das Konservatorium der Aussenstation einzuschreiben. Er hatte im Gegenzug junge Männer auf Tauglichkeit für den Gesang auf Djapé zu überprüfen. Die Story endet damit, daß der Protag einen neuen Musikstil entwickelte, der sich an Pané Musik und Blues orientiert. Er hatte erneut Erfolg.


Bei der Schreib-Lust.de

habe ich wieder einmal eine Geschichte hinterlegt. Allzu viel Second Life ist nicht gut fürs Gehirn. Ich musste meine Neuronen mal wieder rotieren lassen, obwohl die Story sehr kurz ist.
Das Thema für August stand unter "Die letzte Chance".

Schreiblust

Schreiben: Geschichten, deren aneinander gereihte Wörter eine Resonanz erzeugen. Ich weiß, ich kann es, war doch mein letzter Blog-Eintrag genial. Und das, was andere mit einem Buch ausdrücken, kommt bei mir mit einer Twitter Message einher. Doch die Ablenkungen im Internet... Ich zermartere mein Gehirn auf der Suche nach einem abgeschirmten Ort, an dem ich meiner Passion nachgehen könnte.

Ich sitze in meinem Wohnzimmer, meinen Kopf in beide Hände gestützt, meinen Blick schweigend auf die Frau am Boden gerichtet. Sie sagt auch nichts. Sie ist tot. Wundersame Waffen, diese Hände. Ich drehe sie vor meinen Augen hin und her. Sollte die Polizei anrufen; im Gefängnis hätte ich genügend Muße. Doch was ist mit den Zellen? Haben die ADSL? Oder zumindest WiFi? Geben die mir einen Laptop? Es gibt doch so viele Frauen im Internet, die nach meiner Zuwendung verlangen. Diese vor mir zum Beispiel war auch so eine.

Mit meinem Handkoffer schleppe ich am nächsten Tag Mauersteine in die Wohnung. Zement muss her, eine Kühltruhe. Mauern, verputzen, streichen, tapezieren.

Geschafft. Die Frau hat ihre letzte Ruhe gefunden. Mir fällt Edgar Allan Poe ein und ich drücke ein Ohr gegen die Wand. Ihr Herz klopft nicht. Ich brauche eine größere Wohnung.

Ein altes Paar sieht sich diese an. „Klein, aber gemütlich“, meint die Frau. „Die nehmen wir.“

Ich blicke auf die Straße hinab. Es regnet. Eine Frau stöckelt an den Geschäften vorbei. Ein paar Straßen weiter wartet mein neues Heim. Ich gebe mir eine letzte Chance. Das Gefängnis kann warten.

domenica, agosto 16, 2009

District 9

Hier ist der Link zu einem Video. Der SF-Film kommt in Deutschland am 22. Oktober in die Kionos.

sabato, agosto 15, 2009

Neue Regeln fürs Internet?

Dieser Frage widmete sich der Spiegel der letzten Ausgabe. Im Spiegel Forum wurde eifrig drüber mit dem Tenor diskutiert, man solle nicht versuchen, das Internet durch neue Regeln einzugrenzen, es würde ohnehin nicht klappen. Meine Meinung dazu ist: Aus dem Internet werden eigene Regeln erwachsen, bestehende Gesetze überlagern und schließlich ablösen, mit dem Ziel, eine globale Internetdemokratie zu etablieren. Selbst totalitäre Staaten werden nicht dagegen an kontrollieren können.

In der letzten Business Week waren einige Anmerkungen von Google Boss Eric Schmidt zu lesen. Google versucht mit dem Betriebssystem Android den Handymarkt aufzumischen. Schmidt brachte ein Anwendungsbeispiel:

„Man sendet eine Nachricht auf das Handy einer Person wie „Wir wissen, dass du gestern einen Hamburger verdrückt hast. Willst du heute eine Pizza, dann liegt die nächste Pizzeria 4 Strassen weiter.“ Blödes Beispiel, als ob der User das nicht selbst wüsste. Aber die Richtung ist vorgegeben.

So versucht Business das Internet auszunutzen. Könnte es darauf hinaus laufen, dass dem User der Rest des Denkens abgenommen wird, zu dem er noch fähig ist?

Hier in Italien stehen Schüler im Pisa-Vergleich an sechunddreißigster Stelle. Italien besitzt die meisten Handys. Gibt es eine Korrelation?

venerdì, agosto 14, 2009

Ich sitze im Zug “Freccia Rossa”,

dem roten Pfeil, der mich in einer Stunde von Bologna nach Mailand bringen soll. Ein oller Intercity braucht noch über zwei Stunden dafür. Noch ist der Zug nicht abgefahren. Ich war überrascht, dass es so schnell gehen soll. So werde ich gemütlich zum deutschen Generalkonsulat spazieren können, um meinen Reisepass zu erneuern. Doch nun zu


Analog, Science Fiction and Fact, Oct 2009

In der Story “An idea whose time had come” entfaltet Robert Grossbach eine mögliche nahe Zukunft vor unseren Augen, in der einige Trends aus der Gegenwart fortgeschrieben werden:
Im Jahr 2115 sind die US auf den Status einer drittrangigen Nation zurückgefallen. Asien hat einen Handelsüberschuss von etwa vier Trillionen Dollars und zwingt den U.S.A. von Zeit zu Zeit seinen willen auf, indem es droht, deren Schatzbriefe nicht mehr zu kaufen. Und die UNO hat die U.S.A. von der Benutzung des Space Elevators ausgeschlossen, weil diese ihre Beiträge nicht mehr zahlen konnten.

In diesem Umfeld hat ein politischer Berater, der Protag, eine Idee. Die U.S.A. brauchen einen HI-Präsidenten. HI = Hybrid Intelligenz = Künstliche Intelligenz mit humangenetischen Einsprengseln. Der Protag, ein Demokrat, versucht seine Partei darauf einzustimmen. Einige Staaten der U.S.A. besitzen bereits einen HI-Governeur und fahren gut damit, doch eine Maschine als Präsidenten vorzuschlagen... Sie sehen in dem Governeur von Oregon, John Stanford76, einen geeigneten Kandidaten. Bill Gates und Steve Jobs, die sich schon mehrfach das Leben haben verlängern lassen, bewerben sich mit ihren Betriebssystemen.

Der Wahlkampf beginnt. In den Meinungsumfragen stehen die Chancen gut. Dann gibt es einen Rückschlag: Stanford76 hat seine Sekretärin geheiratet. Umfragewerte fallen ins Bodenlose, dann fielen Stanford und seine Frau einem Anschlag zum Opfer. Während Stanford mehrere Kopien von sich besitzt, ist seine Frau für immer tot. Durch den Mitleidseffekt steigen Stanfords Umfrageergebnisse wieder an. So wird er Präsident der U.S.A. und holt die U.S.A. aus ihrem Tief. Der Protag wird zum Chief of Staff ernannt. Er ist einer der ersten, der erfährt, dass der Präsident sich plötzlich nicht mehr bewegt. Re-boot hilft nicht. Das Betriebssystem ist abgestürzt. Der Protag ruft die Hotline an und befindet sich in einer Warteschleife, bis er jemanden in einem indischen Callcenter an den Apparat bekommt. Fragen wie: „Können Sie mir die zwanzigstellige Nummer vorlesen, die auf der Packung steht?“ führen zur Frustration.

Ein Virus war es, der den Präsidenten erstarren ließ. Während seiner „Auszeit“ wurden alle wichtigen Systeme wie die militärischen, nationale Sicherheit, Luftraumüberwachung, Rentenversicherung, GPS, Lebensverlängerung, Elektrizitätsnetz, Flug- und Hotelbuchung infiltriert und unbrauchbar gemacht.

Der Protag, Chief of Staff, zieht sich aus der Politik zurück und wenn immer ihm eine zündende Idee einfällt, behält er sie für sich.


Jetzt gammle ich noch vier Stunden

auf dem Mailänder Bahnhof herum. Außerhalb der Halle ist es einfach zu heiß, noch mit der U-Bahn woanders hinzufahren und dann auf den Straßen herumzulaufen.

Das Konsulat war leicht gefunden. Ich war schon zwei mal dort, nur weiß ich nicht mehr wozu.
Mir wurde erzählt, ich habe nicht alle Unterlagen mitgebracht. Hum, ich habe es noch mal später im Internet nachgeprüft, sie hatte Recht. Geburtsurkunde und Wohnsitzbescheinigung der Kommune. In der Bahnhofshalle wimmelt es von Leuten. Drei steinerne Bänke für alle. Auf einigen Bahnsteigen sind auch noch welche, aber nicht auf meinem. Auf jeder vorspringenden Kante sitzt ein Hintern. Meiner auch. Herrlich aussehende Frauen. Erinnert mich an Second Life.
Eine stattliche Anzahl von Chinesinnen. Als ich das letzte Mal hier war, waren sie so gut wie nicht vorhanden gewesen. In unserem Dorf haben wir auch ein paar. Sie betreiben die Bar. Nun muss ich auch noch chinesisch lernen, lol. In unserer Bar trinke ich Ginger, ein rotes bitteres erfrischendes Getränk, das es auch im Supermarkt gibt.

Vorhin streifte ich für eine Viertelstunde

auf der Schattenseite einer Straße auf der Suche nach einer geöffneten Bar herum. Viele Geschäfte, Restaurants und Bars haben im August, der italienischen Ferienzeit geschlossen. Ich fand eine. Ginger gab es nicht, dafür ein „San Bitteerr“, ein Glas für zwei Euro. Aufschlag von einhundert Prozent. Ich kaufe mir ein Brötchen mit Salami und setze mich auf eine Bank von Bahnsteig 16. 15, von dem ich später abfahre, hat keine. Ich schreibe meinen Blog, lese die Scientific American. Ein Schwarzer liegt bei mir auf der Bank, eine Sackkarre neben sich. Selbsternannter Dienstmann.


Die Fahrt verlief nach Plan, eine Stunde und ein italienisches Mirakel. Hightech.

Nun sitze ich auf dem Busbahnhof in Bologna.

Auf dem Weg dorthin nahm ich wieder einen San Bitteerr zu mir, diesmal mit zweihundert Prozent Aufschlag. Mich erinnert das an die Story mit dem japanischen Paar, das ein Essen in einem römischen Restaurant eingenommen hatte und dafür über fünfhundert Euro zahlen musste. Nachdem das bekannt wurde, schloss man das Restaurant. Doch solche Abzockerei ist nicht neu. Im Fernsehen beschwerte sich jemand, der für die Reinigung von fünf Oberhemden einhundertfünfzig Euro zu zahlen hatte. Dieses Geschäft hatte jedoch eine Preisliste aushängen. Anscheinend gibt es genug, die sich damit brüsten, ihre Klamotten in diese Reinigung gebracht zu haben.

Dann kam ich auf dem Weg zur Busstation an der Buchhandlung vorbei, wo ich vor Jahren für dreitausend Lire die Geschichten H.P. Lovecrafts auf italienisch erstanden hatte. Der Preis war ökonomisch und die Geschichten vom Altmeister des Horrors.

Im Autobus ist schlecht zu schreiben. Schlaglöcher und Federung verhindern es. Deswegen höre ich jetzt auf. Formel 1 ist gar nichts dagegen. Schuhmacher bleibt angeraten auch nicht in einen unserer Busse zu steigen.

martedì, agosto 11, 2009

Filme in denen Aliens auf der Erde landeten


1. They live
2. Cocoon
3. The Man who fell to Earth
4. The Hidden
5. Starman
6. Alien Nation
7. ET
8. The Day the Earth stood still
9. The Thing
10. Invasion of the Body Snatchers

Ich kenne 2, 5, 6, 7, 8, 9, 10

Wer kennt die anderen?

lunedì, agosto 10, 2009


Scientifc American, September 2006

Diese Ausgabe widmete sich dem Treibhaus Effekt und versuchte eine Antwort auf die Frage zu finden, wie man damit umgeht. Diese sind Hauptverursacher der Kohlenstoffemissionen, die den Treibhauseffekt verursachen, die Gefahrenquelle der Erwärmung unserer Atmosphäre mit katastrophalen Folgen.

Die U.S.A. mit etwa fünf Prozent der Erdbevölkerung verursacht rund fünfundzwanzig Prozent der Emissionen. Die gegenwärtige Menge an ausgestossenem Kohlendioxyd erreicht knapp 400 ppm (parts pro million) der Erdatmosphäre. Im Jahr 2050 könnten es ohne radikale Gegensteuerung um die 500 ppm werden, und das ist, wie uns erzählt wird, bei weitem zu viel. Die folgenden Artikel behandeln Maßnahmen, die ergriffen werden können, um den Zuwachs abzubremsen und wenn möglich zu stoppen.

Robert H. Socolow und Stephen W. Pascala haben einen „Plan to keep Carbon in Check“. Um die Kohlendioxyd-Emissionen konstant zu halten, müssen vorhandene Technologien besser nutzbar gemacht werden. 1952 war der Anteil am Ausstoß in den U.S.A. noch 39 Prozent, 2002 23 Prozent und wird in dem Maß sinken, in dem China und Indien ihren Kfz-Bestand vermehren.

Manche Vorschläge mögen auf den ersten Blick blauäugig erscheinen, doch bei näherem Hinsehen doch machbar.

Fahre nur die Hälfte an Kilometern.
Verbrauche fünfundzwanzig Prozent weniger Strom
Erhöhe die Wirtschaftlichkeit von Fahrzeugen
Erhöhe die Effizienz von Kohlekraftwerken von vierzig auf sechzig Prozent
Ersetze einen Teil der Kohlekraftwerke durch Gaskraftwerke
Installiere Tanks in der Erde zur Speicherung von Kohlendioxyd
Stop die Entwaldung
Konserviere den Ackerboden durch neue Pflugverfahren
Treibe Fahrzeuge mit Ethanol an
Erhöhe vom Wind erzeugte Energie um das achtzigfache
Erhöhe die Solarenergie um das siebenhundertfache
Baue nukleare Anlagen

Weitere Artikel gehen ins Detail

„Fueling our Transportation Future“. Verbesserung von Kfz-Technologie, Reduzierung der Fahrzeuggröße, Erstellung anderer Treibstoffe und Änderung der Fahrzeugnutzung.

In „An efficient Solution“ geht es um Energieeinsparung in Gebäuden.

„What to do about Coal“ beschreibt die Speicherung von Kohlendioxyd in der Erde.

„The Nuclear Option“ schlägt Hunderte von neuen Reaktoren vor. Dem steht, wie auch im Artikel zugegeben wird, das ungeklärte Problem der Endlagerung sowie die Fehleranfälligkeit der Reaktoren gegenüber. – In Italien quatschen Politiker vollmundig davon, neue Meiler zu konstruieren ohne zu sagen, wo der Abfall hin soll.

In „The Rise of Renewable Energy“ werden Windturbinen, Solarzellen und Biotreibstoff angesprochen. Saubere Energie,die ich zusammen mit einer Gebäudeisolierung für am geignetsten halte, um den Treibhauseffekt zumindest konstant zu halten.

„High Hopes for Hydrogen“. Mit Wasserstoff angetriebene Fahrzeuge sind eine Option, die jedoch Jahrzehnte an Entwicklung und Organisation in Anspruch nehmen wird.

„Plan B for Energy“ behandelt mögliche in der Zukunft liegende Technologien wie Nukleare Fusion, Windturbinen in dreitausend Meter Höhe, Solarzellen der Nanotechnologie, ein globales Elektrizitätsnetz, Gezeitenkraftwerke, Treibstoff erzeugende Mikroorganismen.

Der ganze Komplex ist faszinierend. Meiner Ansicht nach sollte ein jeder darüber nachdenken, was für einen Beitrag er zur Energieeinsparung leisten kann und vielleicht fällt ihm etwas ein, auf das die Autoren dieser Artikel noch gekommen sind.

venerdì, agosto 07, 2009




Stammtisch-Bote 18

Kam heute ins Haus geflattert. War ja schnell durchzulesen. Ich sehe gerade, wie Kirk aus einem Berg von Tribbles heraussieht. Ist eben alles SF, auch Second Life, wo mein Rasta Bruder auf seiner Insel herumhängt. Und dann sagt man, Männer können nicht multitasken.

Auf der Rückseite sieht man Werbung für den 7. SF-Oldie-Kon vom 12 bis 14 Juni 2008 in Unterwössen. Was sagt mein interner Kalender? Vor der Produktion des Fanzines wurde die Zeitmaschine eingesetzt.Es gibt einen Rückblick von Heinz Zwack über seine nebenberufliche Übersetzertätigkeit von SF-Romanen. Übrigens ein netter Bursche. Das erinnert mich daran, ich hatte auch mal übersetzt. Porno für Wolfgang M. Biehler, ein Mitglied der Science Fiction Gemeinschaft Hamburg, der für einige Zeit Herausgeber der St. Pauli Nachrichten war und dann Comics herausgab.

Ich hatte eintausend Mark fuer eine Übersetzung bekommen und war in zwei Wochen damit fertig. Biehlers Lektor meckerte, dass ich Zeitsprünge wie A.E. Van Vogt eingebaut hätte, lol. Aber ich wollte mit dem Zeug schnell fertig werden. Dann übersetzte ich noch einen Jack Williamson und verlängerte die Story auf Wunsch, weil sie Biehler zu kurz vorkam. Ich strickte noch ein Abenteuer dazu.

Hier bin ich mit Biehler, der seine Pfeife nie ausgehen ließ, zu sehen.

Wieder zum Stammtisch-Boten zurück. Hope, der Herausgeber wollte von einer Mauer springen. Danach hat er die Rehab-Klinik zum zweiten Mal kennengelernt. Gute Besserung.

P.S. Der SF-Fan, der mit seiner Frau die Tango-Einlage gegeben hatte, heißt Peter Ripota.

giovedì, agosto 06, 2009

Phantastisch 3/2009

Es gibt Nachrufe auf John Updike und James Graham Ballard, etwas über Hörbücher, neue Sekundärliteratur, Interviews mit Matthew Reilly, Claudia Kern, Bernd Rümmelein.

Ich lese über Thomas Pynchon, Jochen Adam, Ernst Wurdack, in dessen Verlag eine meiner Geschichten in einer Anthologie untergekommen war. Der phantastische Film Rainer Erlers „Die Delegation“ wird von Carsten Polzin vorgestellt. Olaf Kemmler fragt „Wieviel Science verträgt die Fiction?“ Hier wird auf harte Wissenschaften wie Physik, Chemie, Astronomie abgestellt. Social Sciences gehören eben auch dazu.

Es gibt einen Haufen Buchbesprechungen und ein Porträt der Autorin Juli Zeh und von Jean Paul, einem Klassiker der phantastischen Literatur.

Das Magazin ist Top, wie immer zu empfehlen.


Web 2.0 macht es möglich

Online Aktivisten wie die Piraten Partei mischen sich in den Wahlkampf ein. So stand es im Spiegel der letzten Ausgabe. Nur ist das zu kurz gegriffen.

Ich meine, das Internet bietet Möglichkeiten, die Gesellschaft an den politischen Parteien vorbei zu verändern. Leute, die SF kennen, sollten in der Lage sein, ihren Beitrag zu leisten und sind aufgerufen eine Webseite aufzumachen, in der Ideen für eine neue Gesellschaft bepunktet werden. Vorausdenken ist angezeigt.

Was mir gerade so einfällt:

Religiöse Fanatiker auf den Mond schießen und solange das nicht geht, auf einen Kontinent abschieben
Menschen nach ihrem Schulabschluss kategorisieren und jeweils auf einem eigenen Kontinent unterbringen
Beschlossene Projekte kontinentübergreifend realisieren

Das mag hirnrissig klingen, aber es sollte out-of-the-box gedacht werden, sich das Unvorstellbare vorstellen. Ein Brainstorming muss her, in dem auch die hirnrissigsten Ideen zugelassen sind. Ideen sollten im Internet bewertet werden und die besten sollten durch eine immer stärker werdende und die alten Parteien ablösende Bewegung realisiert werden können.

Werte, Industrie, Handel, Kultur werden sich grundlegend ändern. Es läuft ohnehin darauf hinaus. Das Internet gibt Impulse, und politische Parteien in ihrer jetzigen Form gehören abgeschafft, denn Politik bringt es nicht. Es müssen andere Kapazitäten her, denn Politiker denken nicht, sie furzen.
Sie sollten auf den Proleten Kontinent abgeschoben werden.

Proleten aller Länder vereinigt euch. Bezieht euren Kontinent und macht euren Scheiβ allein. Damit ist eine der größten Entwicklungsbremsen für den Rest der Menschheit beiseite geräumt.
Sie muss einen Sprung nach vorn machen, und wenn ein Teil der Menschheit davon abgekoppelt wird, so sei es drum

mercoledì, agosto 05, 2009


Interzone 223, Science Fiction & Fantasy July/August 2009

Enthält drei Geschichten von Dominic Green: Butterfly Bomb, Coat of many Colours, Glister. Er stellt vier Stories auf der Homepage http://homepage.ntlworld.com/lumfylomax/ zum Download zur Verfügung. Eine von Greens Stories toppte 2005 als beste Interzone-Geschichte. Er lässt seine Phantasie Amok laufen, und ich hatte Schwierigkeiten ihm zu folgen. Das mag daran liegen, dass mir die Haarwurzeln der englischen Sprache, obwohl ich zehn Jahre mit Unterbrechungen in den U.S.A. tätig war, in ihrer Vielfalt nicht alle bekannt sind. Angelsachsen, wenigstens, die gut lesen und schreiben können, haben es einfacher mit ihm.

Dass Intelligenz aus allen seinen Poren spritzt, kann man seiner zweiten Story entnehmen, die im Amazonasgebiet Brasiliens spielt. Brasilien fasziniert mich, am liebsten würde ich den ganzen Amazonas mal rauf und runterfahren. Das Dumme ist, meine Frau ist dagegen. So bleiben es wohl die fünf Kilometer zum nächsten Supermarkt. Doch zurück zur Geschichte. Allein die Namen sind lesenswert, wie Doctor Diogenes Brum De Santana, Regimento do Martir Chico Mendes. Green füllt die Story mit allem Möglichen, mit Genexperimenten für eine Hamburger Food Kette. Angeblich aus Dino-DNA, in Wirklichkeit aus der DNA eines primitiven Vogels aus dem Regenwald. Der unerwartete Effekt, sind die Farben auf dessen Haut, die sich ständig ändern, so dass die Experimenter Kontakte zu Mailänder Modehäusern geknüpft haben.

Die Protagonistin soll nun, bevor Verträge abgeschlossen werden, herausfinden, dass das genetisch veränderte Tier nicht intelligent ist. Dann läßt sie ihren Papageien Nummern sagen, und die Summe erscheint auf der Haut des Versuchstieres, dann andere Zeichen, die Zahl 46, die Buchstaben der Nucleotiden GATCU; was darauf schliessen läßt, dass sich die Zahl 46 auf die Anzahl der menschlichen Chromosomen bezieht und weiter, dass genetische Elemente von Menschen in das Tier eingebaut worden waren. Dann zeigt sich auf der Haut die Schrift „Department of Defense United States of America“. Damit ist der Traum einer geschäftlichen Nutzung des Experiments ausgeträumt.

Gradliniger und einfacher zu verstehen ist „Silence and Roses“ von Suzanne Palmer.

In einem von der Gesellschaft abgeschotteten Altenpflegeheim fahren Roboter die Insassen im Park spazieren. Die Pensionäre sind schweigsam geworden, reden und bewegen sich nicht. Tag für Tag gehen die Roboter ihrer Arbeit nach, bis Button-4-Circle-Peach auf eine junge Frau stößt, die mit Hilfe eines Baumes über die Mauer geklettert war. Erst durch sie und später durch den Zugriff auf die medizinische Online-Bibliothek erfahren die Roboter, dass die Insassen tot sind und in die Erde gehören. Die Reaktion der Roboter lässt nicht auf sich warten. Einer stürzt sich in einen Teich und wird funktionsunfähig, ein anderer lässt sich mit seinem Pflegling begraben, ein dritter zündet einen Flügel des Altenheimes an und verbrennt mit den dort liegenden Toten.

Button-4-Circle-Peach liest dem Mädchen seine Gedichte vor und versucht Freundschaft mit ihr zu schließen, doch ist der die Umgebung nicht geheuer. Sie ist schwanger und bekommt bald darauf ein Kind, das sie dem Roboter überlässt, der frustriert für sich nach einer neuen Aufgabe gesucht hatte. Die Frau, die sich in einer durch Kriege zerrütteten Gesellschaft nicht mit einem Kind der Sünde, wie sie es nennt, hätte zeigen dürfen, wird von Button über die Mauer zurückgeschleust und macht sich davon.

Diese Story erinnert mich an Clifford D. Simaks Geschichten, dessen Stories, soweit ich mich erinnern kann, ähnlich gestrickt waren.

lunedì, agosto 03, 2009

Digg interviewt Marissa Mayer

Marissa sieht aus wie das amerikanische girl next door, ist Google Vice President of Search Products & User Experience. Kevin Rose, der Gründer von Digg interviewte Marissa. Die Fragen konzipierten Digg User. Nun, es kam wenig dabei heraus, aber trotzdem war das Interview interessant. Das Neuste von Google ist Google Waves, ein Collaboration Tool, ein Mittel der Zusammenarbeit, mit dem man eine Welle erzeugt und Personen hinzufügt. Jeder dieser Leute kann RTF Texte, Abbildungen und Dinge vom Web hinzufügen und innerhalb des Teams editieren.

Ich meine es ist nicht neu, ein neuer Anlauf, aber vielleicht setzt es sich durch.

Hier nun das Interview.