sabato, luglio 27, 2013

Shoplifter in Japan


Es ist ja kein Geheimnis, dass westliche Staaten vergreisen.  (Sieht man ja an mir, lol)
 
Ich meine westlich im politischen Sinne, denn Japan macht den Vorreiter, und das was sich dort abspielt, wird vermutlich auch auf Länder in Europa zukommen. Auf die U.S.A wohl weniger; denn dort halten Latinos das Gleichgewicht.

In Japan kommen viele Pensionäre nicht mit ihrem Geld aus und eine erhebliche Anzahl holt sich gratis aus den Läden, was sie benötigt. Um 50.000 Ältere begingen 2012 kriminelle Handlungen. Davon 60 Prozent Ladendiebstähle. Da Pensionen weiter gekürzt werden, müssen die betagten Personen an ihre Ersparnisse. Und wenn die aufgebraucht sind? Bleibt nur der Weg in die Kriminalität. 2035 wird ein Drittel der japanischen Bevölkerung aus Alten bestehen.

Auf den Staat kommen erhebliche Kosten zu, wenn es darum geht, Gefängnisse mit Fahrstühlen, Rollstuhlrampen und Treppengeländern auszustatten.

Bei uns in Italien liegt die Durchschnittspension bei 881 Euro. Das ist auch nicht gerade berauschend. Dann stelle man sich vor: Sohn ist ohne Arbeit und Enkel ebenfalls. Das einzig Postive ist, dass die meisten Italiener ein Haus besitzen. Übrigens: Die Daten über Japan habe ich aus der „Business Week“.




martedì, luglio 23, 2013

Asimov´s August 2013


Heute Morgen, es ist Dienstag,
 
 musste ich einen neuen Anrufbeantworter konfigurieren. Der alte war ausgefallen. Und dann funktionierte der Router nicht mehr. Nach endloser Fummelei, Stecker entfernen, wieder reinstecken warf ich die Disk an. Der Router wurde konfiguiert und das Internet flutscht wieder.
 

Asimov´s Science Fiction, August 2013

Robert Silverberg schreibt in seiner Kolumne „Reflections“ über Clifford D. Simak. Er lebte von 1904 bis 1988. Wenn er Zeitungen der Gegenwart lesen würde, wäre er noch pessimistischer als er ohnehin war. In seinen City-Stories drückte er seine negative Bewertung der Welt mit deren Bevölkerung von Hunden und Robotern aus, welche die Nachfolge der Menschen angetreten hatten.
Es gab sie auch auf deutsch. Ich kann mich schwach an die Geschichten erinnern.

Die Themen der Geschichten sind abgelutscht: Parallelwelten, Übernahme einer Person, und diplomatische und militärische Verwicklungen. Kristine Kathryn Rusch hat mit „The Application if Hope“ eine Story verfasst, die sicher von ihr in einem Buch verwurstet werden wird. Man merkt so etwas. Sie hat kein vernünftiges Ende. Man spürt, die Handlung wird in einer anderen Geschichte fortgesetzt.

In den goldenen 60er SF-Jahren hatten die Stories Pfiff. Man wartete mit Spannung darauf, wie sie endeten. Man denke nur an die Geschichten von Robert Sheckley. Ich habe gerade einen Roman von ihm auf italienisch erwischt. Oder an die Story, wo in der Vergangenheit bei den Dinosauriern ein Schmetterling vom Touristen totgetrampelt wurde und diese bei Rückkehr in die Gegenwart feststellten, dass sie einen anderen Präsidenten hatten.

In den Geschichten unserer Zeit sind die Handlungen oft lahm und der Sense of Wonder bleibt auch deswegen fern, weil man schon so viel SF gelesen hat und Überraschungen am Ende rar geworden sind.








domenica, luglio 21, 2013

Analog, September 2013


Analog, Science Fiction and Fact, September 2013

Da soll noch einer sagen, SF-Autoren hätten keine Ideen. Hier etwas zu Kenneth Schneyers Story
„Life of the Author plus Seventy“.

Der Protag und Ich-Erzähler Eric Weiss findet einen guten Job bei der Firma Catskill Features. Er arbeitet im Creative Cartoon Department. Davor hat er ein paar Kurzgeschichten und seinen Roman „Harriman´s Loophole“ verkauft. Für seinen Roman hat Weiss einen Vorschuss von 14.000 Dollar erhalten, den er bei der Neighbourhood Bank anlegte. Um sich ein Bild darüber zu machen, wie oft sein Roman gelesen wurde, suchte er die Öffentliche Bücherhalle in seinem Ort auf und lieh sich seinen Roman aus.

Von seinem neuen Arbeitgeber erhält Weiss einen Arbeitsvertrag, in dem verklausuliert steht, dass er das Copyright auf alles geschriebene behalten wird, Erträge aus Lizenzen jedoch Catskill zugute kommen. Darüber hinaus würde Weiss in Hibernation versetzt, wenn er so verunglückte oder erkrankte, dass er nicht mehr lange zu leben hätte oder er nur 90 Prozent seiner statistisch ermittelten Lebensspanne erreichen würde. Dadurch würden das Copyright und damit die Lizensvergaben nicht verfallen.

Sechs Jahre später erhält er einen Brief von der öffentlichen Bücherhalle, dass er „Harriman´s Loophole“ noch nicht zurückgegeben und er eine Gebür incl. Verspätungszuschläge von 102.400 Dollars zu entrichten habe.

Nach etlichen fruchtlosen Briefwechseln mit J3, der künstlichen Intelligenz der Bücherhalle, lässt Weiss sich einfrieren in der Gewißheit, dass J3 auf diese Weise nicht an sein Geld heran kommt. Nur, die ebenfalls ihr Geld nicht an die Bürokratie verschwenden wollen, bekamen mit, was Weiss machte und ließen sich ebenfalls einfrieren. Ein Gesetz, welches diesen Trick verbot, wurde erlassen, und als Weiss aufgeweckt wurde, bekam er eine Mahnung von J5. Die Künstliche Intelligenz hatte sich weiter entwickelt. Der zu zahlende Betrag betrug nun 3.072.000 Dollars. In dem neuen Gesetz gibt es ein Schlupfloch. Wenn man krank wird und sich aus diesem Grund einfrieren läßt, gilt die neue Klausel in dem Gesetz nicht. Weiß schleicht sich in eine Isolierstation und steckt sich dort an. Danach läßt er sich wieder einfrieren. Als er aufwacht, ist die Krankheit heilbar, J7 auf dem Markt, der ihm sagt, dass Weiß nun Schulden in Höhe von 76.466.558,00 Dollar habe.

Weiss wird gewahr, dass sein Konto auf der Neihbourhood Bank einen ähnlich hohen Betrag ausweist. Der stammt von seinem Vorschuss, den er nicht angerührt hatte. Weiss bezahlt seine Gebühr.

Ich fand die Verbindung von Leihgebühr, Copyright, Künstlicher Intelligenz in Bücherhalle interessant.

giovedì, luglio 18, 2013

Andromeda Nachrichten 242


Andromeda Nachrichten 242

Klasse Titelbild und schön bunt auf den ersten Seiten. Wie ich sehe, findet der SFCD-JahresCon 2014 am 18.-20. Juli in Schwerin statt. Im Osten Deutschlands war ich mal als Kind während des Krieges, als meine Mutter mit Akkordeon den Soldaten auf der Bühne Matrosenlieder vorgesungen hat. Meine Tanten haben zu der Zeit da auch rumgetanzt, in einer Munitionsfabrik gewerkelt und waren Funkerinnen in einem Fliegerhorst, während meine Oma mit einem Sparkassentransporter Geld von Filiale zu Filiale transportierte. Soll keiner sagen, unsere Familie sei nicht aktiv gewesen, lol.

Zwei Persönlichkeiten, die sich über das deutsche SF-Fandom hinaus für die SF im deutschsprachigen Raum stark gemacht haben, werden vorgestellt: Helmuth W. Mommers und Wolfgang Jeschke. Dazwischen sehe ich einen Hinweis auf den MucCon, den SFCD-JahresCon dieses Jahr am 25.-27.10 in Garching. Ich meine, da ist der Flughafen, oder? Dann könnte man da mal kurz von Bologna rüber jumpen. Ich werde das checken.

Birgit Fischer berichtet über eine „Tolkiens Welt“ in Otzberg. Nun mit Tolkien habe ich nichts am Hut. Sehr interessant hingegen fand ich den Bericht Nina Horvaths über den EuroCon in Kiew. Der Hindernisparcour, den sie dort durchlaufen hat, kam sehr schön rüber. Ich meine, das macht so einen Besuch spannender, wenn man herumeiern muss. Das fand ich auch in den USA so gut, wo ich mich auch ständig neu kalibrieren musste.

Jürgen Lautner erzählt von der Ausstellung „Science Fiction in Deutschland“ aus dem Haus der Geschichte in Bonn. Stark, dass er fast alle SF-Veranstaltungen besucht. Nun, diese Ausstellung kam bei ihm nicht gut weg. Lautner bemängelt, dass nichts über die Szene, die sich auf den Cons abspielt gesagt wurde, nichts über AndromedaNachrichten. Es sei nur eine mickrige Ecke in dem großen Bau für die Ausstellung reserviert worden. Aber auf der anderen Seit ist SF in Deutschland im Vergleich zu anderen Literaturgattungen und auch intellektuell unterbelichtet. Artikel über SF, die es in die Feuilletons bekannter deutscher Zeitungen schaffen, findet man nicht. Bringt jedoch nichts zu klagen. Gut finde ich, dass der SFCD in Facebook aktiv ist. Es macht Spaß zu sehen, dass der Club über dieses Medium Resonanz findet.

Lautner besuchte noch einige Rollenspiel Conventions, darunter Steampunk. Diese Dampfmaschinen SF hat auch ihren besonderen Reiz. Kann ich nachvollziehen. Neben den üblichen Sparten läuft Birgit Fischer mit ihren Beiträgen zu großer Form auf. Sie berichtet über den Rodgauer Literaturkreis, der sich mit den Werken der Autorin Ju Honisch befasste, dann gibt es von ihr etwas über „Star Trek und den SFCD“. Im Kinofoyer, als „Into Darkness“ lief, gab es allerhand Exponate, die vom SFCD ausgestellt wurden, zu besichtigen mit Hinweis auf den SFCD. Klasse Aktion.

Alles in allem, eine interessante Ausgabe, welche die gewachsene Dynamik des SFCD reflektiert.




mercoledì, luglio 17, 2013

Ixquick

Ixquick

Im vorletzten Spiegel, der erst gestern bei mir eintraf, gab es einen Hinweis auf Ixquick, eine Suchmaschine, die ohne Cookies arbeitet und die IP-Adresse nicht an alle möglichen und unmöglichen Werber weitergibt. Und mein Name, der in der Versenkung verschwindet, wenn ich mich nicht aufraffe neue Stories zu schreiben, kommt im Vergleich zu Chrome häufiger vor. Dabei hat mich noch keiner singen gehört, lol. Vielleicht sollte ich mal ein Video reinstellen, aber dazu brauchte ich erst mal ne Kamera, die mich jünger macht. Wieso gibt es das eigentlich noch nicht?

martedì, luglio 16, 2013

Atlas Shrugged


Das Buch „Atlas Shrugged“ habe ich durch.

Es hat sogar ein Happy End und besitzt SF-Elemente.

Die Besprechung werde ich im Laufe dieses Jahres posten. Ist doch allerhand Stoff, über den man sich auslassen kann. Daher wird es noch dauern.

sabato, luglio 13, 2013

NSA schleicht sich ein

NSA Code in Android.

Interessant. NSA, die National Security Agency hat Code mit Kenntnis von Google den neuesten Android Versionen hinzugefügt, um Android vor Hackern zu schützen (hehe). Der Code kann wie der übrige auf http://source.android.com eingesehen werden. Die Version läuft auf Sonys Xperia Z, HTCs One und Samsung Electronics Galaxy S4.

mercoledì, luglio 10, 2013

5-Minuten Novelle Hippocampus

Eine weitere meiner berüchtigten 5-Minuten Novellen:

Hippocampus

“Herr Gottlieb, wie geht es Ihnen?”

“Ich weiß nicht, Herr Doktor. Doch ich fühle mich ganz wohl. Sie wollten aus meinem Gehirn, dem Hippocampus, ein Stück rausschneiden. Haben Sie das gemacht und gehen meine epileptischen Anfälle nun weg?”

“Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, Herr Gottlieb. Die Operation ist gut verlaufen.”

Gottlieb dachte nach. Ein Brummer flog wiederholt gegen das Fenster. Der Arzt sah nervös auf seine Uhr.
“Ist noch irgendetwas, Herr Gottlieb?”
“Herr Doktor. Sie wollten aus meinem Gehirn, dem Hippocampus, ein Stück rausschneiden. Haben Sie das gemacht und gehen meine epileptischen Anfälle nun weg?”
“Sagte ich doch gerade. Sie sind geheilt. Und jetzt schlafen Sie erst mal.”

Gottlieb legte sich ins Bett zurück, während sich seine Frau zu ihm setzte und seine Hand hielt.
 
“Lisa. Ich wollte den Doktor noch fragen. Er wollte aus meinem Gehirn, dem Hippocampus, ein Stück rausschneiden. Hat er das gemacht und gehen meine epileptischen Anfälle nun weg?”




domenica, luglio 07, 2013

5-Minuten Novelle Durchbruch


Da ich im Moment nichts anderes zu posten habe, präsentiere ich eine meiner berüchtigten Minuten-Novellen. Ta-daaaa:


Klaus Eylmann


Durchbruch

“Mergentheimer!” Der sah hoch. Dr. Stillers Gesicht war so ausdruckslos, wie es dessen Falten zuließen. “Ich hatte Sie doch gestern darum gebeten, Ihren Platz auszuräumen und zu gehen.” Stiller nickte dem Sicherheitsbeamten zu. “Tom, Doktor Mergentheimer wurde fristlos gekündigt. Der Mann hat genug Institutsgelder verschleudert. Sorgen Sie dafür, dass ich diesen Menschen nicht mehr sehe, wenn ich in einer Viertelstunde wieder komme.”

Die Äffin Viola hüpfte über die Labortische, sprang auf einen Schrank.

“Tom.” Mergentheimer reckte seinen Hals und sah zu dem Mann hoch, der sich den Kragen unter der Uniform lockerte und von einem Bein aufs andere trat.

“Tom, lassen Sie mich wenigstens die Viertelstunde weitermachen.”

“In Ordnung, Doktor. Aber bevor Dr. Stiller hier auftaucht, sind Sie draußen.”

Mergentheimer deutete auf zwei Bilder auf dem Tisch. Schwarze Kleckse auf weißem Papier?
“Tom, sehen Sie. Ein Klecks hat Rundungen, der andere Zacken. “Nun sage ich zwei Wörter: Bouba, Kiki. Welches Wort passt zu welchem Klecks?”

Tom kratzte sich am Kopf. “Also, ich würde sagen. Bouba ist der runde, Kiki der kantige.”

Mergentheimer nickte aufgeregt. “Sie gehören zu den achtundneunzig Prozent, die das so sehen. So hat sich Sprache entwickelt. Sensorische Areale unseres Gehirns, vor allem der Gyrus Angularis, sie sind mit dem Sprachzentrum verbunden und assoziieren ‘Bouba’ mit einer runden, weichen Form und ‘Kiki’ mit einer kantigen, scharfen. Menschen fingen an, auf diese Weise Wörter zu bilden. Und Tom”, Mergentheimer zeigte auf Viola, die sie vom Schrank herab beobachtete. “Das Affenhirn besitzt die gleiche Struktur, die wir in jener Zeit hatten. ”

“Viola”, rief Mergentheimer und streckte ihr die Bilder entgegen. “Bouba! Kiki! – Viola!”, Mergentheimers Stimme wurde schrill. “Was ist Bouba!, Was ist Kiki? Nun sag schon.”

“Doktor.” Toms Gesicht legte sich in mitleidige Falten. “Affen können nicht sprechen.”

“Aber sie kann doch mit der Hand darauf deuten. Viola, Bouba! Kiki!” Viola sah von einem zum anderen.

“Und sie versteht auch nicht, was Sie sagen.” Tom schnallte seinen Waffengürtel ab und legte ihn auf den Tisch.

“Ich geh mal austreten. Wenn ich wiederkomme, muss ich Sie vor die Tür setzen.”

“Bouba! Kiki!” Viola starrte auf den kleinen Mann, der sich kopfschüttelnd hinsetzte. Dann griff Mergentheimer nach Toms Pistolengurt, zog die Waffe hervor und legte sie vor sich auf den Tisch. Aus Violas Perspektive sah sie eher kantig aus, dachte er und zeigte mit dem Finger darauf: “Viola, Kiki!”

Wie ein Blitz sprang die Äffin vom Schrank, griff nach der Pistole, zielte auf Mergentheimers Kopf und drückte ab.

Als Tom ins Labor zurückkehrte, lag Mergentheimer auf dem Boden und hörte, dass Viola einen zweiten Schuss abfeuerte. Er sah, wie die Äffin die Pistole an ihrem Fell abwischte. Dann beugte sie sich zu Mergentheimer hinab. Erstaunen war das Letzte, was dessen Bewusstsein ausfüllte, als Viola ihm die Pistole in die erkaltende Hand drückte, ihre Zähne fletschte und grunzte: “Bang-bang.” Dann sprang Viola auf den Schrank zurück und sagte kein Wort. Und das blieb auch so.

venerdì, luglio 05, 2013

Atlas Shrugged

Ziemlich heiß heute: 30 Grad und viel zu posten habe ich nicht.

Ich habe wieder Ayn Rands „Atlas Shrugged“ vor mir liegen mit 1070 eng bedruckten Seiten. Ein Wahnsinnsbuch. Kann ich jedem empfehlen. Ich bin jetzt bei Seite 409, habe also noch mächtig zu ackern. Es lohnt sich. Das Buch enthält so viel Interessantes, dass ich eine mehrjährige Doktorarbeit drüber schreiben könnte. Auf jeden Fall wird es ein Research Paper, obwohl meine akademische Ausbildung zum Dipl. Betriebswirt in den 70er Jahren doch recht mager war und ich vermutlich die Universitätsbibliothek von Ferrara aufsuchen müsste. Auf jeden Fall wäre es eine interessante Aufgabe, meine Gedanken über den Inhalt des Buches vorzustellen.


mercoledì, luglio 03, 2013

heute gelesen

Von der Leyen Kanzlerin!!

Nachdem ich eine Spiegel-Notiz gelesen habe, meine ich, Von der Leyen sollte Kanzlerin werden, wenn Mutti keinen Bock mehr darauf hat. Alle anderen sind doch Nulpen.

Setting: Amerikanische Botschaft in Berlin. Anlass: Henry Kissingers 90. Geburtstag. Kissinger wollte nun von den Gästen wissen, wie sie die Lage in Syrien einschätzen und welches für sie die Top-Prioritäten in der Weltpolitik seien.

Von der Leyen meldet sich: „Unser wichtigstes Problem ist die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit.“ Kissinger meint sich verhört zu haben. Von der Leyen wiederholt es. Andere Gäste, darunter Gesundheitsminister Bahr und andere Bundestagsabgeordnete schienen peinlich berührt.

Warum eigentlich? Sie hat doch Recht. Ob sich die Syrier die Köpfe einschlagen ist doch irrelevant. Brauchen sie ja nicht. Jugendarbeitslosigkeit ist vertrackter, systemisch, Wirklichkeit gewordene SF,

länderübergreifend. Dort, wo Unternehmen vom internationalen Wettbewerb abgehängt wurden, bekommen sie kein Bein mehr an die Erde. Lohnt doch nicht, dass alle Aluminiumleitern herstellen. Irgendeiner ist eben der billigste. Die anderen nehmen keine Jugendlichen auf, wenn sie vor der Pleite stehen. Und Klempner will kein Jugendlicher werden. Geopolitsche Fragen, wie sie Kissinger durch den Kopf gehen, schrumpfen unter der Wucht der Wirtschaftskrise in südeuropäischen und arabischen Staaten zu Randnotizen.

Global Financial Insight.

Der Name eines Prospekts, den ich heute aus den U.S.A bekam. Wahrscheinlich dachten sie, ich sei ein Mover and Shaker, weil ich die „Business Week“ beziehe. Wenn die wüßten, dass ich – hallelujah – dieses Jahr 3 € mehr an Pension bekomme, hätten sie mir wohl nichts geschickt.

Wie auch immer. Sie hatten einen heißen Tipp: „Innovative Technology Company Invents Real
„Star Trek“ Medical Scanner that diagnoses Patient Health in Seconds“.

Ohne Blutabnahme zeigt er im Moment - noch gar nix. Aber bald soll es losgehen und kauft Aktien Leute, das wird ein Blockbuster. Wir kennen doch den Tri-Corder aus Star Trek. In diesem Fall hält man das Gerät gegen die Haut und auf dem Handy erscheint, also im Moment noch nix. Aber später, lol. Das Gerät heißt Biozoom und kann natürlich gegoogelt werden.

Habe ich gemacht. Von Bloomberg gibt es eine Notiz mit Grafik. Die Aktie schoss in die Höhe. Nun ist der Handel ausgesetzt. Und keiner weiß warum. Im Prospekt steht, dass das Gerät einen Lichtstrahl benutzt um Antioxydant Level, Vitamine und Cytochrom Oxydase zu messen.

Die „Scientific American“ schrieb ja einmal, das mit den Antioxydanten ist sowieso alles Quatsch. Würmer, die zuviel davon hatten, lebten genau so lang wie die anderen. Das erinnert mich an die New Economy des Jahres 2000, wo alle möglichen und unmöglichen Aktien gepusht wurden und dann mit einem Wimmern in sich zusammen fielen.

Fandomobserver

Fandom Observer 289

Ich lese eine Besprechung der letzten Phantastisch-Ausgabe. Die hatten wir hier schon.. Es werden die Kurt-Lasswitz Preisträger bekannt gegeben. Bester deutschsprachiger Roman: Dietmar Dath: Pulsarnacht. Beste deutschsprachige SF-Erzählung: Klaus N. Frick: Im Käfig. Bestes ausländisches Werk zur SF: Ted Chiang: Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes. Etwas sperrig, der Titel. Aber was solls.

Ich lese einen Nachruf auf Ray Harryhausen, etwas über Alfonz, den Comic Reporter. Ein Beitrag über „Evil Dead, wie man hirnlosen Splatter als Comic verkauft“. Dann kommen weitere Film- und Buchbesprechungen.




martedì, luglio 02, 2013

Scientific American, July 2013

 
Scientific American, July 2013

„The Dawn of distant Skies“. 1995 und 1996 wurden die ersten Exoplaneten entdeckt. Die Helligkeit ihrer Sterne, die sie umkreisen fluktuiert. Indiz für die Existenz eines Planeten, den man selbt nicht sehen kann. Bis 2020 sollen eine Reihe von Satelliten-Fernrohren „, Terrestrial Planet Finder Interferometer“ genannt, diese Planeten unter die Lupe nehmen, wenn die USA nicht inzwischen pleite sind. Ein weiteres Indiz ist der Wobble-Effekt, die Auswirkung der Gravitation der Sterne, um die Planeten kreisen. Sterne mit Planeten wackeln. Wenn Licht der Sonne die Atmosphäre eines Planeten durchdringt, kann man die Wellenlänge bestimmen. Elemente geben unterschiedliche Wellenlängen ab. Auf diese Weise entdeckte man Sodium, Methan, Kohlendioxyd, Kohlenmonoxyd, Wasser in der Atmosphäre von Exoplaneten.

Eine große Anzahl sind Jupiter ähnliche Gasplaneten, dann gibt es sogenannte Super-Erden, zwei bis 10 mal so massiv wie unser Planet.

Interessante Anmerkungen: Es gibt Wasserplaneten. Aber das stand schon in einer meiner Stories, lol. Dann Planeten aus Kohlenstoff, Diamantplaneten. Was habe ich sonst noch gelernt? Saturn und Jupiter weisen Temperatur-Umkehrungen auf. Je höher man kommt, desto heißer wird es.

Astronomen haben die Atmosphäre von rund 50 Exoplaneten analysiert. Sie nehmen an, daß sie in naher Zukunft Planeten finden werden, deren Atmosphäre der der Erde gleicht.

„Once blind and now they see“. Ein indischer Augenarzt, der in den USA studierte, versucht Blinden in Indien zu helfen. Von denen gibt es dort um die 400 000. Sie sind arm und leben nicht lange. 40 Prozent der Blinden kann eine Behandlung und/oder Operation helfen, das Sehvermögen zu erlangen. Je jünger die Patienten sind, desto schneller sehen sie. Das Gehirn muß die Verbindungen schalten. Im jüngeren Alter geht es rascher. Zuerst sehen alle nicht ein vollständiges Objekt, sondern nur deren Teile, und daher können sie das Objekt nicht bestimmen. Später erkennen sie es für eine Zeit, wenn es sich bewegt, aber nicht, wenn es statisch ist.

Der Autor erhielt einen Zuschuss vom amerikanischen National Health Institute NIH und konnte sein Projekt in einer indischen Augenklinik durchziehen.

„Greenhouse Goo“

Tja, Teersand in Alberta. Wäre doch ein schöner Text für einen romantischen Song. Alberta ist eine kanadische Provinz, reichlich mit dem Zeug ausgestattet. Man muss nur das Bitumen davon trennen, ein teerartiges Öl, welches in konventionelles Rohöl raffiniert werden kann. In 2012 hat Alberta Öl mit einem Wert von 55 Milliarden Dollar exportiert. Hauptsächlich in die USA. Um das Bitumen zu extrahieren und zu raffinieren, wird mehr Energie verbraucht als bei der herkömmlichen Rohölgewinnung. Klimaschützer laufen Sturm und versuchen die geplante Pipeline Keystone SL, die das Öl bis nach Texas befördern soll, zu stoppen. Die amerikanische Regierung hat sich eine Entscheidung darüber vorbehalten. In Alberta gibt es genügend Jobs. Ich könnte da wohl für 100.000 Bucks im Jahr als Truckdriver anfangen, würde ich mich 20 Jahre jünger machen, lol. Sie fahren dort die Caterpillar 797Fs, welche 400 metrische Tonnen Teersand transportieren können. Wahnsinnsgefährte.

Das Bitumen wird durch heißen Wasserdampf getrennt. Die Erhitzung geht mit der Erzeugung von Kohlendioxyd einher, das zur Klimaerwärmung beiträgt. Aber dafür gibt es reichlich Öl, was als Treibstoff verwendet wird und dann Kohlendioxyd erzeugt, das zur Klimaerwärmung beiträgt. Nun ja. Immer noch besser als ein starkes Erdbeben. Zur Zeit rummst es in Italien in der Toskana.

Den nächsten Beitrag kann ich schnell abhandeln. „When Animals mourn“. Wenn Tiere trauern. Ich meine, das ist ja nichts neues. Es gibt doch mehr als genug Berichte über Hunde, die ihrem Herrchen nachtrauern. Nun hat eine Anthropologin herausgefunden, dass auch Delphine, Elefanten, Enten, Affen, Katzen das gleiche Verhalten an den Tag legen und von ihren Artgenossen getröstet werden.

„A Nobel Gathering“. In Lindau am Bodensee kommen jedes Jahr Nobelpreisträger eines bestimmten Studienfaches zusammen. In diesem Jahr sind es Chemiker. In der Schule habe ich mich nie für Chemie interessiert. Deshalb habe ich die Auszüge aus Artikeln, welche von Nobelpreisträgern verfasst worden waren, auch nur diagonal gelesen. Es ging mit Madame Curie los, die ihren Beitrag 1908 veröffentlichte und 1911 den Nobelpreis erhielt und hörte mit Ahmed H. Zewahl auf, der über „Filming the Invisible“ im August 2010 veröffentlichte und den Nobelpreis 1999 bekam.

„The diabolical Genius of an ancient Scourge“. Tuberkulose. In dem Gebiet kenne ich mich ja etwas aus. 2011 erkrankten 9 Millionen Menschen, von denen 1,4 Millionen starben. Man fand inzwischen heraus, dass es 6 Familien dieses Bacillus gibt. Einige verhalten sich still. Nisten sich im Menschen ein und werden durch das Immunsystem in Schach gehalten. Andere, besonders der Peking-Typ verhalten sich aggressiv und tödlich. Die Pharmaceutik hinkt hinter der Entwicklung her und hat gegen die nun zum Vorschein gekommenen Mikroben noch kein adequates Mittel. Man beschränkt sich auf Ratschläge wie Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen, die unterernährt sind und daher ein schwaches Immunsystem besitzen.

Dann gibt es Forscher, die sagen, man solle das Immunsystem nicht stimulieren, da die weißen Blutkörperchen Löcher in der Lunge erzeugen, in denen die Tuberkelbazillen eingekesselt und gefangengehalten werden. Dieser Artikel zeigt, dass an diesem Gebiet Chaotiker arbeiten, denen man kein Gehör schenken sollte. Zum Glück machen das die Ärzte auch nicht. Die haben ihre Protokolle und arbeiten sie ab. Und das ist auch gut so.

„Walls of Water“. Mitten im Meer gibt es Transportbarrieren, Wände aus Wasser. Auf einer Seite fließt es in eine Richtung, auf der anderen in die entgegengesetzte. Das ist der Grund, warum das Bohrunglück von Deepwater Horizon in Lousiana weniger Schaden angerichtet hat als ursprünglich angenommen worden war. Transportbarrieren wurden von einem Mathematiker „Langrangian coherent structures“ genannt. Das läßt mich an den Langrangschen Punkt denken, wo die Schwerkraft von Erde, Mond und Sonne auf Null fällt und wo ein Objekt wie eine Raumstation platziert werden kann, ohne dass es abwandert. So etwas ähnliches passiert auch im Meer. Es gibt dort Punkte, wo entweder Wasser angezogen oder abgestoßen wird. Diese Strukturen sind Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Nun gibt es Computermodelle für turbulente Flüssigkeiten und Lagrangsche Strukturen. Sie werden sich auch für Wettervorhersagen und die Berechnung vom Verhalten des Blutflusses nutzen lassen können.

Dann noch etwas. Auch im „Scientific American“ gab es etwas über tragbare Computer. Meines Erachtens ist es reine Spielerei wenn es nicht über das Messen von Herzfrequenz und Körpertemperatur hinausgeht. Das ist analog zur Entdeckung der Künstlichen Intelligenz, die in den 60ern hochgejubelt und dann in sich zusammen gefallen ist. Oder denken wir an die Kernfusion im Tauchsieder, lol.