mercoledì, settembre 26, 2007

Asimov’s Science Fiction. Oct/Nov 2007

30 Jahre Asimov’s, erstaunlich. Es gab vorher schon einige gute SF-Magazine wie Galaxy und Astounding, sowie Amazing Stories. Astounding hat sich zu Analog gemorpht. Ich halte die früheren Autoren für besser, obwohl sie es vermutlich nicht sind. Denn es mag an meiner jugendlichen Begeisterung gelegen haben, mit der ich ihre Stories verschlang, während jetzt doch eine gewisse Abgestumpftheit gegenueber außerweltlichen hypothetischen Geschehnissen bei mir Platz gegriffen hat.

Wie auch immer. In dieser Ausgabe gibt es mit ‘Nightfall’ den Reprint einer Isaac Asimov Story, welche Geschichten um Längen schlägt, die von neuen Autoren über das gleiche Thema geschrieben wurden und in dieser Ausgabe zu finden sind. Robert Reed und Carl Frederick kommen nicht an den Meister heran.

Bewohner eines Systems mit sechs Sonnen werden auf das zyklische Ereignis einer Sonnenfinsternis vorbereitet, die alle 2050 Jahre vorkommt und wie die Fundamentalisten predigen, von einer Feuerkatastrophe heimgesucht werden. Der Ablauf: Sonnenfinsternis, Erscheinen von Sternen, Wahnsinn.

Das Umfeld ist ein Observatorium, in dem Wissenschaftler infrage stellen, was die Geschichtsbücher über diesen Zyklus berichten. Sie stellen Experimente mit verdunkelten Räumen an, um herauszubekommen, ob ihr Verstand dadurch geschädigt werden könnte. Doch erst, nachdem das Ereignis eingetreten ist und tausende von Sternen auf sie hinableuchten, fallen auch sie dem Wahnsinn zum Opfer.

lunedì, settembre 17, 2007

Der Spiegel 37/2007

Richard Dawkins wird interviewt. Ich lese das zweite Mal über ihn im Spiegel. Er muss dort Eindruck gemacht haben. Antireligiös, kämpft er in seinen Büchern und Vorträgen um Akzeptanz für seinen Standpunkt. Und es ist komisch. Wieso muss er das? Menschen sind bescheuert.
Es kann doch nicht jede Religion anders und trotzdem richtig sein. Diesen Widerspruch fand Dawkins in jungen Jahren heraus. Und so ist es doch. Nicht alle können richtig sein, aber falsch. Und nun?

Alles Humbug? Logisch. Dawkins, der als Biologe mit seinem Buch ‘Das egoistische Gen’ vor Jahren Furore machte, versucht in seinem neuesten Werk ‘Der Gotteswahn’ davon zu überzeugen, dass der Glaube an Religionen und das was sie darstellen, nicht mit dem Stand der Forschung in Einklang gebracht werden kann.


domenica, settembre 16, 2007

Fantasy & Science Fiction, August 2007

‘Murder in the Flying Vatican’ von Albert E. Cowdrey

Robert Rogers Kohn, pensionierter Oberst der Sicherheitskräfte befand sich in einer ausgedienten Raumstation, nun von Weißen Mönchen bewohnt, eine um die Erde kreisende spirituelle Stätte, in
der Manager ihr Geld zurückließen, um zu meditieren.

Leiter dieses fliegenden Klosters waren der Master, ein in die Jahre gekommener Guru, sowie der Abt, der sich um das Operative kümmerte. Und dann gabe es einen Toten. Vor Kohn, der angefordert wurde, dessen Mord aufzuklären, entfaltete sich ein verwickeltes Szenario.

Die Mönche waren auf der Erde gesuchte Verbrecher, gedeckt durch den Abt. Der Master war durch den Abt mattgesetzt und gefangengehalten. Die mit dem Master verbündete Bordärztin hatte in der Dunkelheit der Abendandacht anstatt der Sicherheitsperson den falschen Mönch umgebracht, einen auf der Erde gesuchten Investmentbetrüger. Dennoch schlug sich Kohn auf die Seite des Masters, und kämpfte mit ihm, der Ärztin und einigen Gästen der Station gegen die Verbrecherbande.

Spannend.

martedì, settembre 11, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, September 2007

Eine weitere Story von C. Sanford Lowe and G. David Nordley. HiTec-Junk, aber die spannendste dieser Ausgabe. ‘Vertex’ baut mit Personen und Handlung auf vergangenen Geschichten auf, in denen es darum ging, mit vier Milliarden Tonnen schweren Impaktoren aus Eisenstäben aus vier Richtungen auf den Mond eines im Raum umher irrenden Planeten zu schießen, um ein Mini-Schwarzes Loch zu erzeugen, dessen Energie für ultralichtschnelle Antriebe ausgenutzt werden könnte.

Zwei Parteien versuchten das Projekt zu sabotieren oder an sich zu reißen, während die Betreiber des Black Hole Projects mit Mühen dagegen hielten und zum Schluss die Partie für sich entschieden.

Eines der Forschungsschiffe hatte das schwarze Loch nach seiner Entstehung eingefangen. Es konnte sich jedoch nicht von ihm lösen, als der megalomane Kapitän eines Kampfraumers das Forschungsschiff zur Aufgabe des schwarzen Loches zwingen wollte und es unter Beschuss nahm.
Die Lösung war zum Lachen. Zuführung von Energie in Form von Wasser aus dem Tank des Raumschiffes. Auf diese Weise wurde das schwarze Loch freigesetzt und dem Verfolger ausgeliefert, der in die vom schwarzen Loch freigesetzte Hawkings Strahlung geriet, zerbarst und in Flammen aufging.

Wie ich das sehe, werden sich die Geschichten über das Black Hole Project in einem Buch wiederfinden.

venerdì, settembre 07, 2007

Der Tod Luciano Pavarottis
hat uns mitgenommen. Meine Frau und ich saßen uns erschüttert am Küchentisch gegenüber und versuchten die Nachricht zu verarbeiten. Niemand ist unsterblich, doch Menschen wie er verdienten es zu sein. Er war von Wert, brachte unzähligen Menschen Freude und seine Werke werden die Zeit überdauern.

martedì, settembre 04, 2007

Im vorletzten Spiegel (35/2007) las ich ein interessantes Gespräch mit dem Hirnforscher Gerhard Roth. In ‘Das Ich ist eine Einbahnstraße’ kristallisierte sich für mich folgendes an wissenswertem heraus:

Es ist unmöglich das Grundgerüst seiner Persönlichkeit zu verändern. Gegenüber stehen sich Verstand, Emotion und unbewusster Antrieb. Der letztere gewinnt.

Roth machte das an einem Beispiel deutlich: “Immer wieder nehme ich mir vor, weniger Termine anzunehmen. Und dann erreicht mich die freundliche Anfrage: “Herr Roth, kommen Sie kurzfristig für einen Vortrag nach München?” Und bald darauf bin ich dort.”

Der unbewusste Antrieb ist wie Roth meint “eine Urform unseres Selbst, die psychische Grundausrüstung, mit der wir auf die Welt kommen.” Gene bestimmen zwischen 20 und 50 Prozent die Persönlichkeit eines Menschen. Später das, was eine Frau während der Schwangerschaft erlebt. Danach die ersten drei Jahre.

Ein weitere Erkenntnis aus dem Gespräch: Wir sehen uns immer positiver als die anderen es tun.

Was ergibt sich daraus? Ich fand mich schon immer gut, und wenn die anderen mich auch so finden, um so besser, und wenn nicht, was soll’s? – Und mein Verstand sagt mir: Eigentlich müsste ich den Schreibtisch aufräumen. Ich schalte dann doch lieber meine PCs ein und versuche im Second Life mit einer Frau zu flirten.

domenica, settembre 02, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, July/August 2007

Eine Doppelausgabe von 240 Seiten. Ziemlich viel Lesestoff, vor allem, wenn ich bei über 30 Grad im Schatten im Liegestuhl einschlafe. Zehn Geschichten, einige pseudotechnisch. Wie die von C. Sanford Love G. David Nordley: ‘Loki’s Realm’. Es geht wieder um das Black Hole Projekt (BHP), in dem aus vier Sternensystemen Impaktoren von vier milliarden Tonnen Schwere aufeinander zurasen sollen, um ein künstliches schwarzes Loch zu erzeugen. Ich meine, das geht sicher einfacher, aber wie auch immer....

Die für mich beste Story dieser Ausgabe ist “The Test” von Kyle Kirkland. Das Thema ist nicht neu. Professor Bartholow Niblet wird auf seinem Heimweg von einem jungen Mann aufgehalten, der eine Riesenfledermaus hochhält, die zu ihm sagt, die Erde sei in Gefahr. Sie, die Fledermaus könne sie, die Erde, und damit Niblet retten, wenn er einen Test bestehen würde. Der Test bestünde darin herauszufinden, ob er frei von Vorurteilen sei.

Prof. Niblet gibt die richtige Antwort, der junge Mann sagt, Niblet habe den Test bestanden und er entschuldigt sich für die hässliche Fledermaus und sagt, diese sei nur eine Attrappe.

“Das war mir klar”, meint der Professor, ein über uns stehendes Wesen kann nur so aussehen wie wir. Plötzlich verschwindet der junge Mann.