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domenica, giugno 23, 2019

Änderungsbedarf




This is my last free article, meint Bloomberg Online. Gemach, denke ich mir, nächsten Monat gibt es wieder einige. Obwohl, ich bin doch Business Week Abonnent, und das schon über 40 Jahre. Ich versuche dahinter zu steigen und zu ergründen, wieso ich die online-artikel nicht umsonst bekomme, aber schon habe ich es vergessen. Wie auch immer, dieser ist interessant. Es geht um das amerikanische MENTAL HEALTH Problem.

Ich finde die USA gut. So kostet ein Kleinflugzeug wie eine gebrauchte Cessna soviel wie ein Neuwagen. Man kann überall seinen Pilotenschein machen. Zwei deutsche Kollegen, die mit mir in Michigan gearbeitet hatten, machten das. Plausibel, denn sie wollten in Amerika bleiben. Sie kauften gemeinsam eine Cessna. Dass einer von ihnen mit seinem dicken Bauch später herausfand, dass er nicht unter den Steuerknüppel passte, ist eine andere Geschichte.

Oder die Natur, die Organisation in den Kommunen und in den Unternehmen. Wenn du deinen Führerschein abholst, wirst du an Ort und Stelle photographiert, brauchst kein Photo mitzubringen. Die Strassen, die Hausauffahrten. Country Music. Autos sind preiswerter als in Europa, ebenfalls der Treibstoff.

Alles gut und schön. Dann eine der Schattenseiten, und es gibt eine Menge von diesen:
2017 haben sich 47000 Menschen in den USA umgebracht, und 1,4 Millionen haben es versucht. Seit dem 2. Weltkrieg ist die Selbstmordrate auf dem höchsten Stand und es wird schlimmer. Stieg die Rate von 2000 bis 2006 noch um 1 % an, wurden es danach 2 %.

2017 = 70.000 Rauschgift Tote. Sieben Prozent der Bevölkerung, 17.3 Millionen hatten im vergangenen Jahr eine depressive Episode. Die Lebenserwartung fiel in den vergangenen drei Jahren. Das zum ersten Mal. Bloomberg online bezeichnet dies als eine Mental Health Epidemie. Ein Konglomerat von Rauschgift-Einnahmen, Angstanfällen, Schizophrenie und Selbsttötungsverlangen, bedingt durch genetische, soziale und Umwelts-Faktoren. Dazu zählen stagnierende Löhne, steigende Gesundheits- und Pflegekosten, die Verbreitung süchtig machender Drogen inklusive Schmerzmitteln, das Verschwinden gut bezahlter manueller Tätigkeiten und die sich ausbreitende Gig-Ökonomie. Gig kommt ja von dem her, was Bands machen. Sie spielen an unterschiedlichen Orten. Machte ich ja auch zehn Jahre, bevor ich in Pension ging. Ich hüpfte von einem Unternehmen zum anderen und machte mein Ding. Vorher war ich in verschiedenen Unternehmen in Hamburg festangestellt. Dann ging es nach Köln, Kassel, Hamburg, Mailand, Midland, Michigan; Stamford, Connecticut; Greer, South Carolina; Dallas, Texas; Fort Smith, Arkansas; Rochester, New Hampshire, Elmira, New York. Noch was vergessen? Lol.

Also, das ist Gig-Ökonomie. Ich fand es stark. Aber es ist nicht jedermanns Sache und kann zu geistigen Verwerfungen führen, wenn einen die Verhältnisse dazu zwingen. Und diese Leute sind auf sich allein gestellt. Es gibt wenig Hilfe.

Ich sehe nun, dass auch in Deutschland etwas gärt. Obwohl das Land wirtschaftlich gut aufgestellt ist, sind viele Leute dort unzufrieden. Wie der Spiegel schreibt, breitet sich an einigen Ecken Hass aus. Politiker werden umgebracht, bedroht. Mentale Deformationen. Und die Gesellschaft besitzt kein Mittel, dem entgegenzuwirken. Psychologie und Soziologen sollten sich daran machen, ein Modell zu entwerfen.



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