domenica, agosto 21, 2016

Presseschau: Der Spiegel 33, 13.8.2016

 Es ist Sonntag Morgen. Habe Johnny, unseren Norfolk-Terrier heute zum ersten Mal an der Leine auf meinem Power-Walk mitgenommen. Den ersten Menschen, der uns begegnete, hatte er angebellt, danach verhielt er sich angemessen. Mit ihm ging ich noch schneller als sonst. Beim Tabakhändler holte ich die Zeitung, hatte Johnny ans Gitter gebunden. Kein Problem. Also das nächste Mal geht es wieder los mit ihm.
Den letzten “Spiegel” blättere ich auf kommentarwürdige Begebenheiten durch wie:
Einige Grüne regen sich über ihr Mitglied Palmer auf, dem Oberbürgermeister von Tübingen, der meinte, straffällige Flüchtlinge sollten in sichere Teile des Landes, aus dem sie geflüchtet waren, abgeschoben werden.
Diese Meinung ist auch in unserem Dorf populär. Es gibt schon genug eigene Landsleute, die klauen. Da benötigt man nicht noch Ausländer für.
Das mag sich lesen wie von einem sklerotischen Wutbürger und Pegida-Anhänger geschrieben, aber was steht als Alternative zur Verfügung? Ein christlicher Pfarrer mit seinen zehn Geboten. Eine richterliche Ermahnung. Langeweile ohne Ende, da der Flüchtling keine Arbeitserlaubnis erhält, so lange sein Status nicht geklärt ist. Mühen bei der Aneignung von Sprachkenntnissen des Gastgeberlandes. Bizarre Religion. Wenig Voraussetzung für ein gesellschaftskonformes Leben in Europa. Lohnte es sich nicht zu sagen, er sollte helfen, sein Heimatland wieder wohnlich einzurichten?
Der “Spiegel” berichtet über einen Harvard-Ernährungsforscher, der meint, man solle Fett essen, um weniger fett zu sein. Fettarme Nahrung würde zu Übergewicht führen.
So ein Quatsch. Wenn ich zwei Scheiben Brot und einen Salatteller am Tag esse, wie sollte ich da fett werden? Im Sommer essen wir weniger Spaghetti und Tortellini, mehr Obst, Salate sowie Schwarzbrot, das es neuerdings auch in einigen Supermärkten bei uns gibt. Ich habe immer noch keine ideale Strandfigur. Es sieht aber schon viel besser aus. Fazit: Weniger essen. Das ist alles.
Interessant war auch der Abdruck des Textes, den Ulrike Meinhof, Element der Baader-Meinhof Bande, 1962 geschrieben hat. Hätte mich zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht interessiert. Da kreiste bei mir alles um Science Fiction, danach um Rock n´Roll.
Einige Dinge, die sie in ihrem Text beanstandete, sind inzwischen korrigiert. Damals ging es noch um Gesundheitsschäden durch Akkordarbeit. Die ist inzwischen in Schwellenländer ausgelagert worden und wird irgendwann vollständig robotisiert. Finstere rußige Wohnungen in Hagen und Bochum. Da weniger Kohle gefördert und verheizt wird, sind diese wohl luftiger. Preisanstieg für zehn Pfund Kartoffeln. Die werden nicht mehr teurer. Ob das gut für die Bauern ist? Atomare Rüstung der Bundeswehr? Gab es nie. Bergbaukrisen. Bergbau ist passé. Nichtanerkennung der Oder-Neiße-Grenze. Redet man auch nicht mehr drüber. Nichtanerkennung der DDR. Kommentar überflüssig.
Geblieben sind: Überstunden und das Einschlafen vor dem Fernseher. Nehme ich mal an. Ich schlafe mit dem Tablett ein. Starfighterkäufe. OK, keine Starfighter. Die meisten sind abgestürzt. Jetzt geht es um den Transporter A300, der Risse bekommen hat, bevor er überhaupt in die Luft geht.
Im Grunde genommen wenig und noch weniger Grund, eine Bande zu gründen und herum zu ballern.




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