mercoledì, agosto 17, 2016

Jo, so war er


Hin und wieder ist die Internet-Verbindung da. In das Fenster muss man hineinjumpen, um etwas auf die Reihe zu bekommen, wie zum Beispiel Videos des Kurses ansehen. Heute Morgen hatte ich eine der Telekomdamen angerufen. Sie fand wohl durch meinen Akzent heraus, dass ich kein Italiener bin und bat mich mein Problem auf englisch zu schildern. Mein Italienisch ist besser, als ihr Englisch, aber sie ließ sich nicht davon abhalten, auf englisch zu radebrechen. Nachdem sie ein paar mal herumgestöpselt hatte und trotzdem nichts lief, bat sie mich, mal eine Woche zu warten und wenn das Internet dann immer noch nicht ginge, solle ich noch mal anrufen. Jo, so läufts in Italien, lol. Zum Glück hat unsere Bar am Platz WiFi und ich Laptop und Tablet.

Das Kinoprogramm von Gestern, auch aus 1955 beschreibt den Film: „So war der deutsche Landser“. Auf YouTube steht, „So war der deutsche Lanzer“. Es war aber der Streifen, sogar auf deutsch.

So bescheuert der Krieg auch war, cool fand ich die Geschütze, die in allen Rohrgrößen gezeigt wurden. Und die Marine hätte mich auch gereitzt. Ist aber wohl doch ganz gut, dass ich den Krieg nur von 0 bis 5 Jahren miterlebte. Es gibt einige Erinnerungsfetzen, wie wir bei Fliegeralarm runter in den Keller mussten. Der Drahtfunk war eine technische Leistung. Das Radio, wohl ein Volksempfänger, war über einen Draht mit dem Telefon verbunden. Über diesen blendeten sich in die laufende Radiosendung Meldungen über heranfliegende feindliche Flugzeuge.

Ich kann mich daran erinnern, dass an den Stränden der Ostsee wie Timmendorfer Strand, Lautsprecher standen, über welche die neuesten Sondermeldungen mit einem Marsch angekündigt wurden. Tagsüber kletterten wir über die Trümmer und sammelten Granatsplitter. Das Haus, in dem wir wohnten, in der Fuhlsbütteler Straße, wurde durch eine Brandbombe zerstört. Zum Glück schafften wir es alle, aus dem Keller zu flüchten. Was danach passierte, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Was passiert sein muss ist, dass wir nach Fuhlsbüttel umgezogen waren, in eine ruhige Seitenstrasse, in der ich eine flotte Kindheit erlebte: Mit Katapulten und Zwillen durch geöffnete Wohnungsfenster schiessen, Räucherlaternen mit Teerpappe schwenken, Bandengegner in Siele sperren, Frösche fangen, Stichlinge, Singen im Chor, Rohrstock auf Lederhosen, Laternenpfähle hochklettern, auf Kanälen Schlittschuhlaufen mit Hodora-Schlittschuhen, Schwimmen lernen, Kletterbäume besteigen, Blasrohre mit Kartoffeln, Fussball auf der Strasse (einmal berühren). Der Teamgeist entwickelte sich früh.

Der Krieg war unnütz. Verschwendung von Geld, Material und Menschen. Aber Idioten gibt es immer.

Ach so: Internet läuft wieder, Jedoch nicht gleich, obwohl alle Lampen im Modem leuchteten. Nur, die des Ethernet blinkte nicht und ich bekam keine Verbindung. Nachdem ich es ohne Router versuchte, funzte einer meiner PCs. Die Leitung war es also nicht, und auch nicht das Modem. Blieben nur die Kabel und der Router übrig. Ein re-boot des Routers war die Lösung.



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