domenica, agosto 21, 2016

KI auf leisen Sohlen



Big Data wird von einem Algorithmus als Entscheidungshilfe für die Rechtssprechung verwandt.
In unserer italienischen Tageszeitung wird unter der reißerischen Überschrift “Usa, condannato dal computer. Il giudice si affida an un algoritmo” (“U.S.A. Verurteilt durch einen Computer. Der Richter vertraut sich einem Algorithmus an”).
Der Oberste Gerichtshof von Wisconsin hat den Ein spruch eines Anwalts abgelehnt, der das Urteil eines unter geordneten Gerichts angefochten hat, weil sich dieses auf den vorschlag einer Künstlichen Intelligenz stützt, den ein Richter für sein Urteil herangezogen hat.
In diesem Falle ging es auch darum zu entscheiden, ob der Beschuldigte gegen Kaution freigelassen werden könnte. Das System hatte die Ablehnung empfohlen.
Der Algorithmus wurde von dem Unternehmen Northpointe entwickelt.
Ich war schon immer der Auffassung, dass Computer Anwälten und Richtern viel Arbeit abnehmen können. In der Science Fiction Gemeinschaft Hamburg hatten wir mit Karl-Heinz Jakubeit einen Jurastudenten, der seinerzeit meinte, “Gewusst wo” sei schon die halbe Miete. Bei vielen Fällen gibt es Urteile aufgrund ähnlicher Sachverhalte, die in der juristischen Literatur beschrieben sind. Für Computer ist es einfach, diese Vorgänge herauszufiltern und auf zubereiten.
Ich googelte Karl-Heinz Jakubeit. Es gibt einen Rechtsanwalt gleichen Namens in Hamburg. Zwei Bilder stammen aus meinem Blog. Aber die hat sich das System vermutlich selbst heraus gefischt.
Würde ich dem Rechtschreibprogram trauen, würde aus gefischt ge fischt, aus Rechtssprechung Rechts Sprechung, aus herauszufiltern heraus zu filtern.
Aber irgendwann bekommen die Technologen auch das hin und in einer fernen Zukunft wird das Leben der Menschheit durch Algorithmen bestimmt.

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