Coversong Roads

domenica, dicembre 18, 2011


Die letzte Business Week,

die ich bekam, stand unter dem Motto „Why Americans won´t do
dirty jobs“. Fische filettieren, Tomaten und Salat ernten, Hotelzimmer sauber machen, Teller waschen. So in der Art wie die Spargelstecher in Baden Würtemberg. In dem
Artikel wurde deutlich gemacht, wie gute Intentionen in die Hose
gehen. Der republikanische Governeur von Alabama Robert Bentley hatte
ein Gesetz durchgeboxt, mit dessen Hilfe illegale Immigranten
aufgespürt und ausgewiesen werden sollten. Nach dem Motto „Illegale
nehmen unseren Jungs die Arbeit weg.“ In Alabama waren es zumeist
Leute aus Guatemala, die sich als Billiglöhner verdingt hatten.
Nachdem im September das Gesetz verabschiedet worden war, haben sie
sich in andere Staaten verkrümelt. Nun fehlen einer Fischfabrik 158
Arbeiter. Amerikaner kommen nicht. Sie wollen nicht in einem feuchten
fensterlosen Raum für 10 Stunden Fische filettieren. In Alabama
gibt’s so um 211.000 Arbeitslose. Aber auf das, was die Latinos
machten, haben sie keinen Bock.

Keine Ahnung, warum dort Leute aus Guatemala arbeiteten und keine aus Mexico. Vielleicht hatte dort ein Guatemalteke angeheuert und seine Verwandschaft nachkommen
lassen, und die dann ihre etc. etc.

So eine verfahrene Kiste zeigt wieder einmal, dass Regierenden Flexibilität fehlen kann.
Nicht nur in Alabama, in Deutschland auch. Wenn ich daran denke, wie im High Tech qualifizierten Indern auferlegt worden war, zigtausende von Euros zu verdienen, bevor sie in Deutschland arbeiten durften. Eine Gehaltsschranke für qualifizierte Immigranten gibt es, so meine ich, immer noch.

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