Coversong Roads

domenica, aprile 23, 2017

Nightstand, Minutennovellen und andere Literatur

Ende der 90er, als ich mich noch in den U.S.A. aufhielt, sah ich Dick Dietricks Show “Nightstand” auf dem E!-Channel. Es war die Zeit, zu der man über politisch Unkorrektes noch lachen durfte. Dafür ist You Tube noch gut. Lohnt sich.
Ich erinnere mich an die Sprüche wie: Are you a deaf mute? Give us a call. - Are you interested in coming to TV to get thoroughly humiliated and have your home life destroyed? Give us a call. - Are you Siamese twins joined at the mouth? If so, give us a call. Und so weiter, Bolzen dieser Natur.
Gestern sang ich mal wieder in der Karaoke O-Lounge im Second Life und wurde doch glatt, da ich in meinem Profil erwähnte, dass ich Kurzgeschichten schreibe (ist zwar schon etwas her), eingeladen, ein paar von ihnen in Bell´s Kultur Café am 27.April um 20 Uhr für eine Stunde vorzutragen. Ich habe noch einen ganzen Sack davon. Die meisten befinden sich auf meiner Web-Seite. Werde mich in den nächsten Tagen heranmachen, einige heraus zu klauben.
Aus dem Anlass heraus habe ich ein paar ausgedruckte Internet-Einträge heraus geflöht, die ich irgendwo als monatliche Blogeinträge unter “vom Hundertsten ins Tausendste” im Internet untergebracht hatte. Hols der Geier, wo das war. Es muss so vor 14 Jahren gewesen sein, einer Zeit, in der ich viele Bücher gelesen und rezensiert hatte. Es kam allerhand zusammen:
Jonathan Franzen: Die Korrekturen - Barrington J. Bayley: The Soul of the Robot - Barrington J. Bayley: Collision with Cronos - Judith Herrmann: Sommerhaus später - Kim Wilkins: Fallen Angel - M.John Harrison: Viriconium - István Örkény: Minutennovellen -
Zugabe! Zugabe: Ich habe noch eine Minutennovelle von mir gefunden.
Die Wolldecke
Der Mann war sehr alt, als er mit seiner Frau bei Alcor in Scottsdale, Arizona eintraf. Sie hatten eine Reisetasche mit. Es sollte in die Zukunft gehen. Die Formalitäten waren erledigt. War die Wissenschaft so weit, dass sie Individuen verjüngen konnte, sollte das Paar aufgeweckt werden.

Er friert so leicht, dachte die Frau, als sie sah, wie ihr Mann eingeschläfert und in den Behälter mit dem Helium gelegt wurde. Zu Hause hatte sie ihm eine Wolldecke auf die Beine gelegt. Als die Techniker weg sahen, öffnete sie Reisetasche und Heliumbehälter. Sie holte eine Wolldecke hervor, legte sie über die Beine ihres Mannes und klappte den Deckel sachte zu.

“Sie haben dreihundert Jahre überdauert, gnädige Frau. Wir können Sie verjüngen. Kommen Sie”, strahlte der Mann im weißen Kittel, zog sie aus dem Heliumsarg und ging mit ihr zu dem anderen Behälter. “Sie wollen doch sicher dabei sein, wenn wir Ihren Mann aufwecken. Öffnen Sie bitte.”

Gleich konnte sie ihren geliebten Mann in ihre Arme schließen. Nach dreihundert Jahren, und sie riss den Deckel hoch. Der Schrei blieb ihr im Hals stecken. Der Mann im weißen Kittel zog eine Wolldecke aus der glibberigen Masse.
 “Ein Grad wärmer, und der Körper löst sich auf”, meinte er bedauernd. “Doch die Wolldecke ist noch gut erhalten.”

Weiter mit den gelesenen Büchern:

Jorge Luis Borges: Das Handwerk des Dichters - Jorge Luis Borges: Fiktionen - Oscar Wilde: Lezioni di Stile - Michael Crichton: Timeline - Flann O´Brian: The Third Policeman - M. John Harrison: Light - Clife Cussler: Sahara

Noch ne Minutennovelle

Hirny
 
Es war kein schöner Anblick. Seine Haare standen zu Berg. Aus seinem Mund tropfte Speichel. Mit weit aufgerissenen Augen rannte der Mann im Zickzack und wirren Figuren auf der Spitalerstrasse umher und verstörte dahin schlendernde Passanten, als er seinen Kopf gegen das Mauerwerk des Kundenzentrums der Hamburgischen Elektrizitätswerke rammte, so dass er halb bewußtlos auf das Straßenpflaster fiel. Dann rappelte er sich wieder auf. Schrecklich war er anzusehen, wie sein Gesicht zuckte, während er sich um sich selbst drehte und die Passanten legten die Hände auf die Ohren, als er nicht aufhörte zu schreien: “Hört auf damit! Hört doch auf!”
Vor einem Monat hatte alles vielversprechend angefangen. In der Bild-Zeitung stand: “Telefonimplantat für uns alle. Nopia und Telekom suchen Testperson. Es winkt ein lebenslanges kostenloses Abonnement.”
Drei Wochen später: “Test mit Telefonimplantat erfolgreich beendet. Es heißt “Hirny” und befindet sich im Kopf von Horst Lammer. Wie wählt er eine Nummer? Er denkt sie. Wird er angerufen, klingelt es in seinem Gehirn. Ruft doch mal an. Erreichbar ist er unter der Nummer 040 12 29 38.”

Und nun zurück zu den gelesenen Büchern.
Edith Wharton: Die Zeit der Unschuld - Wilbur Smith: La spiaggia infuocata - Maurice Walsh: Un uomo tranquillo - John Dos Passos: Manhattan Transfer - Raymond Radiguet: Il Diavolo in Corpo - Henry James: Ritratto di Signora - Jane Austen: Stolz und Vorurteil - E.M. Forster: Howard´s End - Natalia Ginzburg: Caro Michele - Charlotte Bronté: Jane Eyre - Joseph Conrad: Herz der Finsternis - Edgar Allan Poe: Erzählungen

So, das war es, was ich in meinen schriftlichen Unterlagen gefunden habe. Sicher habe ich danach weitere Bücher gelesen, von denen ich aber nicht mehr weiß, dass ich sie gelesen habe, lol. Einige waren auf deutsch, englisch, italienisch. Ach ja, einige Perry Mason auf portugiesisch, wobei ich dort noch immer nur 20 Prozent verstehe, wenn sich die Leute etwas erzählen. Aber ich bleibe dran. Und dann die Urania-SF Taschenbücher auf italienisch mit klassischen Autoren. Ich komme selten dazu. Zur Zeit attackiere ich John Brunners “Il Telepate”. Zeitschriften haben Vorrang, da einige von ihnen jede Woche erscheinen. Ist Arbeit, Leute. Macht aber Spass.

giovedì, aprile 20, 2017

Anwendungen zuhauf

Augmented Reality wird auch von Facebooks Zuckerberg angepeilt. An diesem Thema wird man sein Leben lang kodieren können, und jemals fertig zu werden. Vor allem auch, weil alle möglichen Arten von Fehlern auftreten können. Ein gutes Beispiel dafür ist die elektronische Fußfessel. In Deutschland soll sie bei Gefährdern eingesetzt werden. Wie auch immer. Sie wird von 3M in etwa 200 Ländern vertrieben. Das Gerät funktioniert auch hin und wieder. Es soll die Gefängnisse entlasten, ist jedoch fehleranfällig, und das verträgt sich nicht. Verbindungen brechen ab, die Batterie ist manchmal erschöpft, die interne Antenne funktioniert nicht in jedem Raum oder unter jeder Kleidung. Und die Frage stellt sich: Wo steckt der verurteilte Verbrecher? Gab es eine Fehlfunktion des Gerätes, oder hat der Träger sich seiner entledigt und verübt gerade eine weitere Straftat?
Für das Gebiet der Digitalisierung sind noch Stellen frei.
Nicht alle guten Kodierer sind jedoch an einem Fulltime-Job interessiert. Einigen der besten von ihnen reichen Preise, die sie in Hackathons gewinnen können. Von Hackathons gibt es hunderte in den U.S.A. In Deutschland kommen sie auch vor. Ich hörte von einem, das von Intel ausgerichtet wurde. Nur wird in deutschen Medien zu wenig darüber berichtet.
Hackathons, Kodierer-Maratone werden von Großunternehmen gesponsert. Ihre IT-Leiter nehmen als Beobachter teil, um Gewinnern Jobs anzubieten. Viele von ihnen reisen jedoch lieber von Veranstaltung zu Veranstaltung mit Computer, Isomatte, Smartphones, einem Internet-Chipboard, so wie meinem Snapdragon, und einigen Sensoren. Preise gibt es auch in Form von Fernsehern, Home-Theater, Wohnungseinrichtungen. Isomatten deshalb, weil Hackathons bis tief in die Nacht ablaufen. Programmierer schließen sich auch zu Teams zusammen, dessen Mitglieder sich beim Kodieren und Schlafen ablösen.

Drohnen-Sprühgeräte in der Landwirtschaft
Die DJI Agras-MG1 ist eines davon. Damit könnte man ein lukratives Geschäft aufbauen. Es lohnte sich, einzusteigen.




martedì, aprile 18, 2017

Augmented Reality u.a.

Wieder etwas Neues gelernt. Ein kanadisches Einwanderungsgesetz gibt es seit 1967 und in Deutschland haben wir bis jetzt nichts auf die Reihe gebracht. Warum eigentlich? Einwanderer werden in Kanada auf folgende Kriterien geprüft: Professionalität, Erziehung, Sprachkenntnisse, Alter, Jobzusage und Anpassungsfähigkeit. Diese Kriterien werden bepunktet. Ist doch gar nicht so schwer.
Das war aus der “Business Week”. Interessant auch ein Beitrag über Tim Cook, den Apple-Boss, der auf Augmented Reality setzt. AR? Ich stutzte, wieder schwappt etwas aus der Science Fiction in unser tägliches Leben. Nicht jetzt, aber irgendwann. Stellen wir uns ein I-Phone mit Kamera vor, die wir auf ein Gebäude richten. Auf dem Bild erscheinen Angaben über das Unternehmen in dem Gebäude, Name, ob es Arbeitskräfte welcher Art sucht, der Umsatz, Gewinn, Börsenkurs usw. Ich richte die Kamera auf einen Autobus und bekomme auf das Bild Stationen, Abfahrtszeiten etc. Googelt nach Augmented Reality: Da tut sich ein Milliarden-Geschäft auf.
Klar dass Apple daran interessiert ist, denn die Zuwachsrate für Smartphones flacht ab. Mit Layar gibt es eine App, die ich jedoch noch nicht untersucht habe.
In Japan wurden Bestäubungsdrohnen entwickelt, forciert durch das Bienensterben der letzten Jahre. Zur Zeit müssen sie noch ferngesteuert werden. Es wird daran gearbeitet, dass sie von sich aus von Blüte zu Blüte fliegen.
Es gibt einen Artikel über Blockchain, das über unzählige Computer verteilte Buchhaltungs-Register, popularisiert durch Bitcoin. Großunternehmen wie BP, Microsoft, IBM und ING, sowie JPMorgan experimentieren damit. Und ich habe ein Buch darüber schon seit Monaten ungelesen auf dem Nachttissch liegen. Da liegt es gut, lol.


domenica, aprile 16, 2017

BW, Spiegel und Atlas Shrugged

Gut, dass Deutschland im globalen Kontext nicht mehr so wichtig ist. So wird ein erneuter Artikel der “Business Week” über den Berliner Flughafen BER, von dem man noch immer nicht weiß, wann er fertig wird, den Leser müde gähnen lassen. Und überhaupt, diesmal steht nichts Weltbewegendes in dem Magazin. OK, wenn man davon absieht, dass gekochte Eselshaut e´jiao in China als Gelatine gegen Blutarmut eingesetzt wird und der Bedarf an Eseln immens gestiegen ist. Und dass Trumps Forderung an die amerikanischen Unternehmen, nicht im Ausland zu produzieren, auf halb taube Ohren stößt, und er unberücksichtigt lässt, dass in den U.S.A. produzierende Unternehmen ihre Produktivität durch Maschinen und KI steigern lassen, was einen negativen Einfluss auf den Zustrom ungelernter Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt haben wird.
“Gute Frau, cool, phänomenal”, um es mit Trump zu sagen. Das “Spiegel”-Interview mit Elke Holinski-Feder, der Leiterin des Medizinisch Genetischen Zentrums (MGZ) in München, hat mir eine Erkenntnis nahe gebracht, auf die ich Dussel auch selbst hätte kommen können. Der größte Anteil genetischer Veränderung im Menschen rührt nicht von den Eltern her, sondern von einer Spielerei der Natur, die von sich aus im Rahmen der Evolution an den Genen bastelt. Von da aus ist es unmöglich, in einer Prä-Implantationsdiagnostik (PID) zu erkennen, welche genetisch bedingten Krankheiten ein Individuum befallen können. Für den geringen Anteil von Fällen, die über eine PID geklärt werden können, ist die Genehmigungs-Schwelle in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. So wird in den norddeutschen genehmigt, was in den süddeutschen nicht erlaubt ist. Der hellste Wahnsinn.
Dann noch etwas, was ich in einem vorherigen Eintrag angedeutet hatte: Dass sich Nerds eine politikfreie Zone wünschen, das Verlangen spiegelte sich bereits in Ayn Rands “Atlas Shrugged” wider. Es waren keine Nerds, sondern Macher, Unternehmer, die sich den von der Politik erlassenen Verordnungen widersetzen und hinter die Berge flüchten, um eine neue Gesellschaft aufzubauen. Dieser Traum findet sich auch bei den Personen des Silicon-Valley, und auch ich meine, es muss eine neue Gesellschaftsordnung her, welche die Digitalisierung unterstützt und abfedert.


venerdì, aprile 14, 2017

Counterclock 28, Waldemar Kumming

Counterclock 28, April 2017

Online SF-Fanzine von Wolf von Witting, eng geschriebene 36 Seiten. Abgesehen, dass es als PDF-Datei herunter geladen werden kann, hat es den Charme von Fanzines der 60er, die in meinem Briefkasten landeten, als ich in Hamburg-Winterhude wohnte. Ich hatte sie enthusiastisch verschlungen. Jetzt interessierten mich nur noch die Zeichnungen von Bill Rotsler 1926 - 1987, der unzählige englischsprachige Fanzines, wie dieses hier, mit seinen Vignetten verziert hat. Das liegt nicht am Fanzine. Sicher wird es gern gelesen von denen, die es sich in einem Ohrensessel bei Kaminfeuer und einer Tasse Tee gemütlich machen und die gute alte Zeit an sich vorüber ziehen lassen. Und davon gibt es einige. Man braucht gar nicht an Schrebergärtner und an die AfD zu denken.
Ist schon eigenartig, dass ich kein Interesse mehr an alten Fanzines habe und Counterclock belehrt mich auch nicht eines Besseren. Es ist doch irre, was es in dieser Zeit an Erfindungen, neuen Ideen und Entwicklungen gibt. Da, wo jetzt die Musik gemacht wird, sollte man sich reinhängen.


Waldemar Kumming (1924-2017)

Am 5. dieses Monats starb Waldemar Kumming. Er hatte das Fanzine Munich Roundup herausgebracht. Sein Hektographier-Apparat hatte schön bunte Seiten erzeugt. Er betreute die Phonothek des SFCD und war bis in die späten Jahre emsiger Con-Besucher. Ein weiteres Urgestein verließ das SF-Fandom. Fans in Süddeutschland können sicher mehr über ihn erzählen. Ich hatte ihn ein oder zwei Mal beim Oldie-Con in Unterwössen getroffen.

mercoledì, aprile 12, 2017

Seasteading und Snowcrash


Seasteading: How Floating Nations will restore the Environment, Enrich the Poor, Cure the Sick, and liberate Humanity from Politicians.
Befreie die Menschheit von Politikern. Genau das, was ich sagte, dachte ich und bestellte das Buch bei Amazon.
Paypal-Co Gründer Peter Thiel findet die Idee gut, einen eigenen Staat auf dem Meer zu bauen. Er bedachte Patri Friedman mit einer halben Million Dollar, um das Seasteading Institute zu gründen, das diese Idee weiter ausbauen soll.
Tim Draper, ein anderer Wagniskapital-Investor verfolgte eine ähnliche Idee. Er startete ein Referendum, in dem entschieden werden sollte, Kalifornien zu sechsteln. Ein Teil sollte Nerds vorbehalten bleiben. Damit kam er nicht durch.
Nun, er gründete die Draper University, die University of Heroes, welche 7-wöchige Entrepreneur-Kurse abhält, um jungen Menschen das Start-uppen zu erleichtern. Kurs: 12000 Dollar.
Und soeben bestellte ich mir Neal Stephensons “Snow Crash”. Soweit ich weiß, stammt die Idee von Second Life von diesem Buch.


Scientific American, April 2017



“A rare success against Alzheimer’s”
Etwas hilflos, denn man weiss noch immer nicht, wie das Leiden zustande kommt. Die klinische Studie, Finnish Geriatric Intervention Study to prevent Cognitive Impairment and Disability (FINGER), über die berichtet wird, beinhaltet das, was man ohnehin machen sollte: Diät, Bewegung, und (shit, wie heisst das auf deutsch: active social life, aktives soziales Leben? Da muss es einen anderen Ausdruck für geben).
OK: Jetzt wissen wir es. Gesund leben. Machen wir doch ohnehin, oder? Es liegt auch nahe, dass diejenigen, die dement werden, nach ihrer Pensionierung nur wenig Neuronen feuern lassen. Ein Leben lang lernen hat seine Vorteile.

“How to swallow a Sun”.
Ganz einfach, man setzt sie vor ein Schwarzes Loch. Diese supermassiven schwarzen Löcher befinden sich im Mittelpunkt einer Galaxie, mit einer millionen bis zu einer milliardenfachen Masse unserer Sonne. Interessant ist, dass diese schwarzen Löcher nur dann rotieren, wenn sie Futter bekommen. Sie zerreissen Sterne, bevor sie einen Teil davon verschlingen. Das andere Teil wird in den Weltraum geschleudert. Die Aktivität eines schwarzen Loches wird Tidal Disruption Event (TDE) genannt. Es entstehen Temperaturen bis zu 250000 Grad Celsius und eine Helligkeit, welche das Leuchten benachbarter Sterne überlagert.

“Transformers”
Läuft unter Future of Medicine. Escherichia Coli ist eine Bazille der Gegenwart, der Vergangenheit und meistens harmlos, hält sich in menschlichen Innereien auf. Nun soll sie für eine seltene Krankheit als Medizin herangezogen werden. Die Krankheit heißt Urea Recycle Disorder. Bei den Patienten fehlt ein Enzym der Leber . Das ist für Kleinkinder tödlich und für Ältere gefährlich. Nitrogen, Stickstoff also, wird durch das Enzym in Urea, also Harnstoff umgesetzt. Wenn das Enzym fehlt, verwandelt sich der Stickstoff in Ammoniak, das, wenn es über das Blut das Hirn erreicht, dieses zerstört, Koma und Tod verursacht.
Forscher haben in das Escherichia Coli einen genetischen Schaltkreis eingebaut, mit Ein-Aus und Volume-Schalter, der das überschüssige Ammoniak aufsaugt. Die bakterielle Lösung, täglich eingenommen, führt zur Symptomfreiheit.
In diesem Kontext: Am Montagmorgen voriger Woche kratzte mich unsere Katze am Handgelenk, als ich sie im Schlafzimmer hoch nahm, dass das Blut durch die Gegend spritzte. Dank meiner Frau, die Essig über die Wunde goss, was schön brannte und diese mit einem großen Pflaster abdeckte, konnte die Blutung gestillt werden. In der Notaufnahme bekam ich dann einen professionellen Verband, der alle zwei Tage von meinem Hausarzt erneuert wurde.
Ich wusste, eine Wundheilung läuft in Phasen ab und googelte noch einmal. Es gibt Exsudationsphase, Granulationsphase und Epithelisierungsphase, in der Lymphozyten, Neutrophile Granulozyten, Monozyten und Makrophagen tätig sein. - Wenn ich mich erinnere, läuft in SF-Filmen teilweise die Wundheilung in Minuten ab, meistens bei Aliens oder Menschen aus der Zukunft. Da die Zukunft schon so dicht an unsere Gegenwart gerückt ist, sehe ich keinen Grund, warum man die vorab erwähnten *zyten nicht boosten könnte, um diesen minutenlangen Wundheilungsprozess zu replizieren. Vermutlich müsste bei embryonalen Chromosomen angesetzt werden. Die Instrumente dafür sollten vorhanden sein.
Gestern saß ich im Wartezimmer, um den Verband wechseln zu lassen und las die “Business Week”. In dem Artikel ging es um Arbeitslose in den U.S.A, die einen Upgrade brauchten, da in Fabriken laufende Maschinen nur noch von qualifizierten Arbeitern bedient werden können. In den U.S.A. werden Workshops angeboten, welche die nötigen Kenntnisse vermitteln, wie Mechatronic Fähigkeiten. “What the hell is Mechatronic?” fragte ich mich, hatte zwar mein Smartphone zur Hand aber kein Wifi (WLan). Und ich dachte an meine Psychologie-Lehrerin aus Michigan, die uns riet, alle Definitionen in ein Spiral-Notizbuch zu schreiben, in dem man die Karten umflippen konnte und dies so bereit zu halten, dass man im Wartezimmer, vor Ampeln, beim Anstehen die ungenutzte Zeit zum Lernen verwenden konnte. Da sass ich im Wartezimmer, es gab Google aber kein WiFi. Ich verlange, dass es in jedem Wartezimmer WiFi gibt. Sollte ich jetzt noch weiter gehen und fordern, dass jeder Patient im Wartezimmer lernen muss? Vielleicht sollte ich bei den Grünen antichambrieren, damit die im Europa-Parlament eine Eingabe machen. Aber so wie ich das sehe, hätte die Partei bei der nächsten Bundestagswahl ganz versch…. - Heute habe ich den neuen “Spiegel” mit der Aussage Adenauers erhalten: “Der Bürger ist entsetzlich dumm.” Mir fällt ein Stein vom Herzen. War also damals schon so, lol. Und Mechatronics ist natürlich, wie der Name schon sagt, eine Kombination von Mechanik und Elektronik.

“Evolution at the Limits”
Schwefelhaltiges Wasser ist toxisch. Es gibt jedoch Fischarten, die sich in Tümpeln an dieses Wasser angepasst haben. Sie gehören zur gleichen Gattung, die in sauberem Wasser lebt, haben jedoch ihrer Form verändert, die es ihnen nun erlaubt, in schwefelhaltigen Wasser fort zu bestehen.

“Inside the Echo Chamber”
Soziale Netzwerke bilden, wie wir alles wissen, Echo-Kammern. Individuen gleichen Gedankengutes bestärken sich in Gerüchten, Konspirations-Theorien. Das geschieht häufig, wenn sie dazu unfähig sind, Sachverhalte geistig zu erfassen und zu verarbeiten. Selbst Trump hat nicht den Durchblick, wenn er das Gerücht, dass Obama ihn hat abhören lassen, zur Tatsache erklärt. Einfache Lösungen, Echo Kammern verschwinden zu lassen, gibt es nicht.

“Don’t drink that water”
In Portsmouth, N.H. habe ich mal gewohnt. Zuerst in einem preiswerten Hotel, 25 $ das Zimmer, später hatte ich mir in einem heruntergekommenen Wohnblock eine Wohnung gemietet. Ich hatte einen Kontrakt mit Cabletron, Rochester, das über eine Freeway zu erreichen war.
Nun gut. Dieser Artikel handelt auch von Portsmouth, New Hampshire, und erwähnt den Pease International Tradeport Office Park, in dem um die 10.000 Personen beschäftigt sind. Der Office Park war vorher ein Luftwaffenstützpunkt gewesen, auf dem die Feuerwehr zu Übungszwecken verschrottete Flieger abfackelte, den Brand mit Schaum löschte. Der wiederum sickerte in den Boden und reicherte das Trinkwasser mit Perfluor-Chemicalien (PFC) an. Portsmouth ist ein Hotspot, in dem die PFC-Menge im Blut über die erlaubte hinaus geht. Von diesen Hotspots gibt es eine ganze Reihe. Und es existieren einige Studien, die darauf hindeuten, dass PFC das Immunsystem schädigt, die Leber vergrößert. PFC wurde in den Vierzigern des vorigen Jahrhunderts von der Firma 3M (Minnesota Mining and Manufacturing Company) erfunden. 3M hat auch die gelben Post-It Blöcke ins Leben gerufen. PFC wird bei Regen abweisenden Jacken, in Mikrochips, Teflonpfannen etc. eingesetzt. Gefährlich sind PFCs mit langen Ketten von 8 Kohlenstoffatomen. Dies wurde erkannt. Die langkettigen verschwinden daher vom Markt. Schwierig ist es heraus zu bekommen, inwieweit und in welchem Grade sie in Kombination mit anderen Schadstoffen und ungesundem Verhalten zum körperlichen Verfall beitragen. Mit anderen Worten, es werden Angst und Unsicherheit erzeugt, so daß im Grunde nur eines hilft. Entweder umziehen, oder den Einsatz schon bei der Planung nicht zulassen.

“Time to worry about Anthrax again”
Sverdlovsk, 1400 km von Moskau entfernt, heißt jetzt Yekaterinburg. Dort wurde 1979 Anthrax produziert. An einem schönen Tag wurden einige Entlüftungsfilter gewartet und die Produktion nicht davon in Kenntnis gesetzt. Die produzierte lustig weiter mit dem Ergebnis, dass das Zeug in die Umgebung geblasen wurde und 68 Einwohnern den Tod brachte.
Es ist der Bacillus anthracis. Dass er krank machen und tödlich ist, wurde übrigens von Robert Koch (1843-1910) festgestellt. Er befiel ursprünglich, da er in freier Natur vorkam, Schafhirten, Wollverarbeiter, und Färber. Militärs entdeckten ihn später, um ihn für ihre Zwecke zu nutzen. Der Bacillus kommt auch als Spore vor. Trocken und kühl gelagert, hält sich diese mehrere Jahre, kann in industriellem Maßstab produziert und gelagert werden. Inhaliert bringen sie den Tod.
Warum Scientific American diesen Artikel jetzt heraus bringt, liegt wohl daran, dass die U.S.A. den Russen zutrauen, weiterhin diesen Stoff zu produzieren. Von Anthrax gibt es zwei weitere Varianten, die entweder die Haut befallen oder über eingenommene Speisen in den Darmtrakt gelangen. Dann guten Appetit.






sabato, aprile 08, 2017

Perfekte Zukunft?


“Sind wir bereit für die perfekte Zukunft?” So das Titelblatt des letzten “Spiegel”. Perfekte Zukunft gibt es nicht, ebenso wenig wie eine perfekte Gegenwart, dachte ich und las. Der Artikel selbst hieß “Zuckerbergs Zweifel”.
Ich glaube nicht, dass der zweifelt. Sicher ist er nachdenklicher geworden, wenn er fragt: “Was können wir tun, um die Welt wieder enger zusammenzubringen?”
Der Spiegel beschreibt an Facebook gerichtete Vorwürfe: “Facebook trage Mitschuld an der Wahl von Donald Trump, sei mitverantwortlich für die aktuelle Krise der Demokratie.”
Ist natürlich Quatsch und die Demokratie ist ein Auslaufmodell. Die Politik hechelt hinter der Digitalisierung her, obwohl diese, wie ich es so schön bei Bloomberg gelesen hatte, kurzfristig überschätzt wird. Bei ihr dauert es länger, als man denkt. Langfristig jedoch wird sie unterschätzt. Langfristig wird die Gesellschaft eine andere sein, und dafür haben die Politiker kein Rezept. Das alles haben wir schon in SF-Filmen gesehen. Politiker sind nur noch Platzhalter, die von großen Elektronikunternehmen gesteuert werden. Und die Macht der Unternehmen hat die Künstliche Intelligenz. Menschen haben ein Implantat im Kopf als Schnittstelle zur Maschine und werden von der gesteuert. Müssen sie auch, denn allein wissen sie nicht mehr, wo es lang geht.
Wie gesagt, m.E. dauert Digitalisierung von Verfahren, Geräten, ihr Zusammenspiel, länger, als gemeinhin angenommen wird. Aber es wird an allen Ecken gewuselt. Man übersieht, dass Facebook mit seinen zwei Milliarden Usern in diesem Kontext nur eine geringe Rolle spielt, genau wie Google, Amazon und Konsorten. Der Fortschritt wird durch lernwillige Kodierer, Hackathons, Seminare, Treffen, Makergroups, der Kommunikation über das Internet erzeugt und von denen, die sich auf eines der zahlreichen Gebiete der Digitalisierung wie Medizin, smart City, smart Home, Flugverkehr, Autos spezialisieren. Eine Wahnsinns-Chance für junge Leute, sich eines dieser Gebiete anzunehmen und es voranzutreiben.

giovedì, aprile 06, 2017

Vernor Vinge: I Naufraghi del Tempo (Marooned in Realtime)


Ein starker SF-Roman. Doch man kommt schlecht hinein. Das liegt an dem Vorgänger Roman “La Guerra della Pace” (The Peace War). Wenn man den nicht kennt, wie ich, muss man einhundert Seiten lesen, um den Überblick zu bekommen.
So war im Buch, das ich las, von einer in Stasis versetzten Friedens-Autorität die Rede, welche in einer Blase eingeschlossen war. Diese Blasen wurden im ersten Roman von Wissenschaftlern des Lawrence Livermore National Laboratory als Waffe entwickelt. Erst im Nachhinein fand man heraus, dass sie für die Eingeschlossenen die Zeit anhielt.
Da die, wie sie im italienischen heißen: Pacificatori, bevor sie in Stasis versetzt wurden, noch eine weltweite Epidemie auf den Weg gebracht hatten, benutzten alle Gruppen, soweit sie dazu fähig waren, die Blasen, um dort die Zeit anzuhalten. Es sollten nur ein paar tausend Jahre sein. Irgendjemand hatte es wohl verkehrt eingetippt: Es wurden 50 Millionen.
Nachdem sie sich aus der Stasis gelöst hatten, bildeten sich drei Gruppen: Die noch eingeschlossenen Pacificatori, die Menschen von New-Mexico und die Korolevs.
Eine weitere Unterscheidung waren die Tecnoalti und die Tecnobassi, die technologische Elite und das Fussvolk. Die Korolevs, von den Geschwistern mit gleichem Namen angeführt, besassen den größten Hitech-Maschinenpark und übten damit ihren Einfluss aus. Es waren nur wenige hunderte Menschen aus der Stasis herausgekommen und die Geschwister Korolev wollten die Pacificatori aus der Blase holen, um eine kritische Masse für die Bevölkerung zu erlangen, damit die fortbestehen konnte.
Die Frage stellte sich: Was ist aus den Milliarden von Menschen der Restbevölkerung geworden? Es gab einige Theorien: 1. Sie fielen der Epidemie zum Opfer, 2. Sie wurden von Aliens vernichtet, 3. Sie wandelten sich zu einer Singularität. Aufgrund ihres fortgesetzten technischen Fortschritts wurden sie Einheiten, die sich menschlichem Vorstellungsvermögen entzogen.
Der Technobasso Wil Brierson ist der Protagonist dieses Romans. Er war Polizist. Tragisch war, dass er von einem Verbrecher, den er hinter Gitter gebracht hatte, aus Rache in Stasis versetzt worden war und damit seine Familie verlor.
Die Korolevs hatten vor, sich und ihre Leute für 40 Jahre zu dem Zeitpunkt in Stasis zu versetzen, zu dem die Pacificatori aus ihrer Blase kommen würden. Es ging nach Plan, mit einer Ausnahme: Marta, eine der Schwestern Korolev, war nicht dabei. Sie war zurückgeblieben und inzwischen gestorben.
Es wurde Sabotage vermutet und Brierson wurde mit ihrer Aufklärung beauftragt.
Der Roman stammt aus 1986. Die beschriebene Maschinerie war interessant. Die Autons zum Beispiel. Eine Art intelligenter Drohnen, die Menschen, Gebiete überwachten und mit Menschen kommunizieren konnten. Sie besaßen medizinische Geräte, Kamera, Mikrofon, Lautsprecher und Vernor Vinge hatte den Durchbruch des Smartphones noch nicht im Blick. Doch der war auf die Trennung von digitaler Elite und den Abgehängten gerichtet. Die letzteren, Tecnobassi verrichteten jedoch noch Tätigkeiten, die in unserer realen Welt wegfallen werden. Bei ihm gab es noch Leute, die Traktoren fuhren. Bei uns gibt es die bald nicht mehr.
Vinge war auch klar, dass sich der technologische Fortschritt exponenziell verbreitet. Ich weiß nun nicht: Hat er sich das bei Ray Kurzweil abgesehen oder war es umgekehrt.
Brierson bekam einen Sidekick, eine Begleiterin, die sich während der Stasiszeit im Weltraum aufgehalten und fremde Sonnensysteme erforscht hatte. Ihr Verhalten schien Brierson alien, aber am Ende der Story war sie es, die für ein Happy End mit Brierson gut war. Zuvor war sie Brierson mit ihren Implantaten eine wertvolle Hilfe. Mir kommt Elon Musk in den Sinn, der dazu riet, jedem Menschen ein Implantat zu verpassen, das mit dem menschlichen Gehirn verbunden, die Mensch-Maschine-Kommunikation verbessert, um zu verhindern, dass intelligente Maschinen an uns vorbeiziehen und die Menschen unterjochen.
Wir sehen: So oder so, die Zukunft rückt näher an uns heran.  

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giovedì, marzo 30, 2017

der letzte Spiegel

Bevor ich den letzten “Spiegel” weg lege, noch ein paar Bemerkungen dazu.
Es gibt einen Abgesang auf die “Piraten”, eine Partei, die sich vorgenommen hatte, Politik über das Internet zu gestalten. Ich fand die Idee gut. Es blieb bei den Vorsätzen. Die Leute standen sich selbst im Weg und haben nichts auf die Reihe bekommen. Es war ein unstrukturierter Haufen, der eine Schwarm-Demokratie errichten wollte. Haben sie sich von den Insekten abgeguckt. Nur funktioniert es bei Insekten, bei den Piraten nicht.
Dass die Digitalisierung die menschliche Gesellschaft verändern wird, ist m.E. unbestreitbar. Die U.S.A. müssen sich zum Beispiel, so wie es aus einem weiteren Beitrag hervorgeht, mit knappen Ressourcen auf eine Volkszählung im Jahr 2020 vorbereiten. Da hilft Digitalisierung. Die Volkszählung ist erforderlich, da es in den U.S.A. kein Meldesystem gibt. Ich musste mich dort mit meinem Führerschein ausweisen, auf dem die Anschrift angegeben ist.
Irgendwann wird es, so sehe ich es, dazu kommen, dass jeder Mensch bei den Behörden die gültige e-mail adresse hinterlegen muss. Meine können sie haben, ich habe genug davon, lol.
Es gab einen Nachruf auf Chuck Berry. Dessen Songs hatten wir als “Crying Wolf and the Allstars” im Programm. Die singe ich u.a. (Johnny B. Good, Sweet little Sixteen, Reelin and Rockin, Maybelline) In der Karaoke O-Lounge von Second Life. Holger Fricke, unser Lead-Gitarrist, imitierte Berrys Duckwalk, spielte die Gitarre hinter seinem Rücken. In Sauensiek bei Stade hatten wir ihn in einer Mülltonne auf die Bühne gerollt. Er hatte schon einen in der Krone, als er heraus kroch, lol. Waren das coole Zeiten.

martedì, marzo 28, 2017

Retroactive


Gestern sah ich den Wahnsinns-Film “Retroactive”.
Eine Polizei-Beamtin (Kylie Travis) wird von einer Zeitmaschine unterstützt, einen Psychopathen (James Belushi) unschädlich zu machen.
Da ich mir den Streifen auf You Tube in portugiesisch ansah, habe ich nur 10 % davon verstanden. Sollten es mal 20 % werden, sage ich Bescheid (lol)
Hier ist jedoch ein Link für die englischsprachige Version.

Aufgabe für Europa

Pubblica amministrazione
Vergleichbar mit Beamten in Deutschland. Unsere Zeitung “Il Resto del Carlino” brachte gestern einen Beitrag darüber, dass staatliche Angestellte auf ihrem Posten altern und keinen Raum für junge Neuzugänge bereitstellen. Nur 3 % der Menschen unter 30 Jahren arbeiten für den Staat. Das Durchschnittsalter beträgt 53 Jahre.
Für Italien ist das besorgniserregend, denn die Privatwirtschaft ist nicht robust genug, Arbeitswillige zu absorbieren. Schließlich liegen um die 40 Prozent der Jugendlichen den Eltern auf der Tasche. Und eine Lösung ist nicht in Sicht. In anderen Ländern stellt sich das gleiche Problem verdeckter, weil die Wirtschaft brummt.
Bei den Behörden kommt ein Weiteres hinzu: Die Arbeitsabläufe. Selten werden sie verbessert, verkrusten in Syntonie mit der Mannschaft, die sie beherrscht. Aufgrund der Altersstruktur in den Behörden entstehen zu wenig Impulse zur Verbesserung von Abläufen und Service.
Meine Anregung: Gesellschaftswissenschaftler sollten daran gehen, länderübergreifend das Problem zu lösen. Eine Aufgabe für Europa.

domenica, marzo 26, 2017

Fiber und Hustensaft

Kansas City here I come

Kansas City wurde von Google mit Fiberglas-Kabeln versorgt. Daten rauschen in Gigabit-Geschwindigkeit durch das Netz. Viele versprachen sich den Aufbau einer Startup-Gemeinschaft, welche die Stadt prosperieren lassen würden.
War wohl nichts, meinte die “Business Week” und berichtete von einem Startup-Unternehmer, der nach Kansas City gezogen war, um von dem Glaskabel-Network zu profitieren. Bis auf einige wenige Zugänge hat sich kein Startup-Biotop gebildet. Lehre: Schnelle Internet-Geschwindigkeiten reichen nicht.

Hip-Hop mit Hustensaft.

Inner City-Subculture. Afro-Amerikaner der Innenstädte haben ihre eigene Kultur. Wir Europäer haben damit nichts am Hut, aber trotzdem ist es nicht uninteressant, mehr darüber zu wissen. Was die Musik angeht, reißen mich Hip-Hop und R & B nicht vom Hocker. Jedoch gibt es populäre Hip-Hopper, die ordentlich Geld machen und inklusive ihrer Anhängerschaft Hustensaft trinken. Mit Promethazine und Codeine. Die Abgehängten der unteren Gehaltsklassen dröhnen sich voll: Mit Opioiden und diesen speziellen Hustensäften. Geht jedoch nicht nur diesen so, die sich unkontrollierte Substanzen reinwerfen. Mit Elvis fing es an, setzte sich mit Michael Jackson, Prince fort. Bei Wal-Mart kostet einer dieser Hustensäfte auf Rezept 8.50 Dollar. Ein pint auf dem freien Markt, illegal also, 750 bis 1000 Dollar. Die “Business Week” brachte einen interessanten Artikel darüber.
Wirksam ist er ja. Als ich noch in Deutschland lebte, hatte ich auch  Hustensaft mit Codein eingenommen. Wirkt sofort. Hier in Italien wird er ungern verschrieben.
Das durchschnittliche Lebensalter U.S.-Amerikaner hat sich in den letzten Jahren wieder verringert. Lt. Auskunft der Gesundheitsbehörden spielt der Drogenkonsum (Opioide, Promethazine) eine Rolle.

New York 2140

Und zu guter Letzt, tata-tata, wird der SF-Autor KimStanley Robinson vorgestellt, der in seinem Buch “New York 2140” beschreibt, wie die Stadt im Wasser versinkt und die Bewohner sich mit Erfindungsgeist anpassen.
Science Fiction wandelt sich mit der Zeit, und wir ebenfalls.


Drifting away

Was braucht ein amerikanischer Haushalt unter anderem?
  1. Oculus
  2. Amazon Echo
  3. Peloton
Eine Freundin, die in Florida wohnt, ist damit ausgerüstet. Wenn ich bei mir im Dorf nach diesen Objekten frage, also, das brauche ich gar nicht.
Oculus rift, die Brille für Virtuelle Realität, kostet um die 600 Dollar und ist im Moment im Privathaushalt nur für Computerspiele interessant.
Amazon Echo, das an die KI Alexa gekoppelt ist, ist ausbaufähig, da die KI dazu lernt. Als die Freundin auf Facebook berichtete, dass sie sich Echo zugelegt hatte, schrieb ich ihr, sie solle sagen “Play Burning Down the House”, und sie antwortete mir, Echo machte es sofort und dann hörte sie den Talking Head Song noch einmal im Auto durch das Sirius Satelliten Radio.
Sie konnte nicht darauf kommen, was mir durch den Kopf ging. Und es war ja auch albern. Doch stellen wir uns vor, im Haushalt gäbe es eine KI als Butler und wenn ich sage “Play Burning down the House” zündet sie das Haus an. SF-Fan denkt um Ecken, oder?
Es ist ja auch nicht so, dass einem das bewusst ist. Jemand, der ständig SF liest, ist anders verdrahtet.  
Peloton. Es ist ein stationäres Rad mit Bildschirm. Für die U.S.A., in denen es selten Fahrradwege gibt und die wenigen Radfahrer, die auf den Strassen herumkurven, von Autofahrern umgenietet werden, mag so ein Gerät für den Privathaushalt von Vorteil sein. Und über den Bildschirm kannst du mit anderen in die Pedalen treten.
Ich selbst ziehe es vor, wie andere auch hier, durch die Landschaft zu fahren.
Frage: Setzt sich die Hi-Tec Community von uns Normalos ab?

sabato, marzo 25, 2017

Leicht übertrieben

Die ENEL hatte uns vorgestern von 9 bis 16 Uhr den Strom gekappt. Ich konnte nicht am PC kaspern, dafür mehr lesen. Den “Spiegel” zum Beispiel. Ich lache mich schlapp, wenn ich dort lese “Das Wirtschaftsministerium will die Dominanz von Internetgiganten wie Google brechen.” Die spielen doch in einer ganz anderen Liga. Bei denen funktioniert das Gehirn noch.
Was mir gefallen hat, war das Interview mit dem französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron. Allein schon, weil er sagt: “Wir brauchen eine Erneuerung.” Ich glaube, das hat in Deutschland noch kein Politiker von sich gegeben. Sollte Macron gewinnen, wird vermutlich alles beim alten bleiben, aber das Interview war wenigstens gut.
Unter “wir werden Götter sein”, wird der israelische Historiker Yuval Noah Harari interviewt. Er brachte soeben das Buch “Homo Deus” heraus. Etwas hoch gegriffen, den künftigen Menschen mit einem Gott zu vergleichen. Meine Frau betet mich doch schon heute an. (just kidding). Was sagt er interessantes?
  • Wir sterben, weil wir zu viel essen anstatt zu wenig. Da ist etwas dran.
  • Der Mensch braucht Visionen. Helmut Schmidt meinte, wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen. Und ich meine: Visionen sind Quatsch, weil die Technologie so schnell nach vorn drängt, dass Visionen von heute nicht mehr die von morgen sind.
  • Wir irren auf kurze Sicht im Weltnebel herum. Eben.
  • Ich glaube, dass die wichtigsten Produkte der Ökonomie des 21. Jahrhunderts nicht mehr Autos, Textilien und Esswaren sein werden, sondern Körper und Gehirn und Bewußtsein, also künstliches Leben. Und es gibt drei Wege, wie sich der Mensch zum Homo Deus “upgraden” kann: erstens Bioengineering, zweitens Cyborgs, drittens anorganisches Leben. Wenn das gelingt, werden wir Götter sein. Ok. Und dann kommen Aliens und nennen uns Götterspeise, lol.
  • Das 21. Jahrhundert könnte zur Geburt einer neuen sozialen Klasse führen: der Klasse der Nutzlosen. - Das sollte man im Auge behalten. Eintreten könnte, dass die Kluft zwischen Arm und Reich noch tiefer wird. Man sollte auf den nach vorn donnernden Zug springen. Wer zurück bleibt, bekommt ein Riesenproblem.
  • Wer wissen will, wie es sein wird, wenn wir einmal nicht mehr die dominante Spezies auf dem Planeten sein sollten, muss nur unseren eigenen heutigen Umgang mit anderen, minderkomplexen Tieren betrachten, mit Schweinen, Rindern und Hühnern.
Nun, zur Zeit läuft es ja noch ganz gut, und ich sehe durch das Fenster: Das Wetter ist schön.


venerdì, marzo 24, 2017

Scientific American, March 2017


Amazon Echo gibt es noch nicht in Italien. Ich versuchte es aus den U.S.A. zu bekommen, dann aus Deutschland. Nichts zu machen. Wie auch immer: Kommen wir zum ersten Artikel.

“Near light-speed Mission to Alpha Centauri.” 

Sogenannte StarChips sollen dorthin fliegen. 15 mm Länge und Breite, sollen sie mit Hilfe von Lichtsegeln und Lasern angetrieben werden. Freeman Dyson, Mathematiker und Physiker findet die Idee “silly”, aber das “Raumschiff ist interessant”. Das Vorhaben wird “Starshot Mission” genannt.
Alpha Centauri, ein binäres System, ist 4,37 Lichtjahre entfernt und würde mit den schnellsten Raketen in 30000 Jahren erreichbar sein. Ein StarChip soll es in 20 Jahren schaffen.
Die Chips sollen Alpha Centauri umrunden, Photos machen und diese zur Erde senden. Inzwischen haben europäische Astronomen einen Planeten in der Nähe von Proxima Centauri, die sich ein Zehntel Lichtjahre näher aufhält, entdeckt.
Yuri Milner, ein russischer Unternehmer, Gründer von Digital Sky Technologies, konzentriert sich darauf, in russische Internetfirmen zu investieren. Geld machte er wohl auch dadurch, dass er rechtzeitig in Facebook investierte. So konnte er 100 Millionen Dollar locker machen, um die Starshot Mission zu finanzieren.
Milner setzte den Breakthrough Prize aus, der für Leistungen in Physik, Mathe und Biowissenschaften vergeben wird. Ihm haben sich Sergey Brin, Priscilla Chan, Anne Wojcicki und Mark Zuckerberg angeschlossen. Um das auseinander zu sortieren: Sergey Brin ist Gründungsmitglied von Google, Priscilla Chan die Frau Zuckerbergs, Anne Wojcicki war einmal Sergey Brins Frau und ist jetzt Boss eines Unternehmens, das Gentests durchführt. Ihre Schwester Susan leitet YouTube.
Die Chips sollen außerhalb der Atmosphäre aus einem Launcher purzeln und durch einen Laser auf zwanzig Prozent Lichtgeschwindigkeit gebracht werden.  
Wahrscheinlich klappt es nicht. Doch daran zu arbeiten, bringt uns auf jeden Fall weiter. Ist ja das gleiche mit der Kernfusion. An ihr wird ja auch weiter gewerkelt.


“Cancer Killers”.

Es geht um Blutkrebs wie Leukemie und Lymphoma. Der Bericht beschreibt, wie mit Hilfe von künstlichen Immunzellen, das Immunsystem so geboostet werden kann, dass es die außer Kontrolle geratenen Zellen dezimiert. Es wird daran gearbeitet, Nebenwirkungen zu vermindern. Einen Antrag an die Food and Drug Administration (FDA) gibt es bereits, die sogenannten CAR-T Zellen zur Behandlung zuzulassen.


“Brain Trust”

Kinder aus ärmeren Schichten haben ein kleineres Gehirn. Ist also nichts mit Chancengleichheit. Forscher sind von zwei Seiten an das Thema gegangen. Zum einen haben sie die kognitiven Fähigkeiten der Kinder gemessen, wie zum Beispiel Perzeption von räumlichen Darstellungen, Sprachfähigkeiten, Erinnerungsvermögen. Sie haben sich die Hirnrinde angesehen, deren Oberfläche und Dicke. Bei Kindern aus ärmeren Verhältnissen ist die Hirnoberfläche kleiner, die Hirnrinde dünner. Die Korrelationen sagen jedoch nichts über die Ursache aus. Das ist nun das nächste Forschungsziel. Sicher ist, dass die Plastizität des Gehirns von Kindern armer Familien geringer ist.
Nun, wenn die Interaktion im Haushalt daraus besteht, dass der Mann die Frau verprügelt und “bring mal ein Bier” ruft, dann gibt es für ein Kindergehirn ja auch nicht viel zu tun. Da braucht aus meiner Sicht gar nicht so viel untersucht werden.


“The true colors of Dinosaurs”

Melanin-Pigmente auf Dinosaurier-Fossilien brachten Farben zu Tage, mit denen sich die Tiere vor Millionen von Jahren tarnten, Partner anlockten. Besonders aufschlussreich waren die Federn. Die Farben komplettieren das Bild, dass sich Forscher über die unterschiedlichen Dino-Arten gemacht haben. Nun, gut. Vielleicht können wir uns auch mit Melanozyten, Melanin produzierenden Zellen anreichern, um uns etwas farbenfroher zu machen. Nur mit den Federn wird es wohl nicht so recht klappen.


“Am I human?”

1950 hatte Alan Turing seinen Test entwickelt, mit dem durch Fragen herausgefunden werden sollte, ob das unsichtbare Gegenüber eine Maschine oder ein Mensch sei. Die Maschine musste lügen, wenn sie glaubhaft machen wollte, sie sei ein Mensch. Doch irgendwann merkte es der Fragesteller.
Gary Marcus, director of Uber AI Labs, stellt modernere Turing-Tests vor. Alan Turing selbst konnte sie nicht weiter entwickeln, da er 1954 Selbstmord verübte.
Übrigens sucht Uber AI Labs Mitarbeiter. Ich sah mir die Webseite an. Anscheinend wurde Marcus inzwischen abgelöst, denn als Direktor taucht ein anderer Name auf. Hitec ist schnell, auch im Personalwechsel. Uber versucht die Autos intelligenter zu machen, ein fliegendes Fahrzeug zu entwickeln und hat lt. Google ein paar Patente von dessen Tochterfirma Waymo geklaut. Das nur am Rande.
Es werden vier neue Turing Tests vorgestellt: Winograd Schema Challenge, Standardized Testing for Machines, Physically Embodied Turing Tests, I-Athlon.

Winograd Schema Challenge

Das Schema ist eine zweideutige Frage, die von einer Maschine nicht so einfach beantwortet werden kann. “The City Councilmen refused the demonstrators a permit because they feared violence.” Die Frage ist: “Who feared violence?” Klar, dass ein Mensch sofort die richtige Antwort weiß. Durch die Substituierung eines einzelnen Wortes muss die Antwort eine andere sein: “The City Councilmen refused the demonstrators a permit because they advocated violence.”


Standardized Testing for Machines

Hier werden Fragen gestellt, die durch Multiple Choice beantwortet werden müssen.


Physically embodied Turing Test

Die Maschine hat aus einer Handvoll von Einzelteilen etwas Sinnvolles zu konstruieren, sowie Ziel und Methode zu erklären.


I-Athlon

Die Künstliche Intelligenz hat ein Audio-File zusammenzufassen, die Handlung eines Videos zu erzählen, eine Fremdsprache zu übersetzen etc.
In dem Beitrag werden die Pros und Cons der Tests dargestellt. So wie es aussieht gibt es keinen optimalen Test. Und wann die KI so weit ist, dass man sie nicht von der eines Menschen unterscheiden kann, ist nicht abzusehen.


“Cornboy vs. the billion-dollar Bug”

“Corn Rootworm” ist der Maiswurzelbohrer, Diabrotica virgifera virgifera. Das amerikanische “Corn” ist der deutsche “Mais”. Darüber hatte ich mich schon gewundert, als ich in den U.S.A. wohnte. Den Korn kenne ich in Deutschland vom Schützenfest und dann gibt es noch die generelle Bezeichnung für Getreide. In South Carolina hatte ich sogar noch ein paar Baumwollfelder gesehen mit ein paar herrlichen “Vom Winde verweht”-Kolonialhäusern. Aber das nur nebenbei.
Der Maiswurzelbohrer bedroht die U.S.-Landwirtschaft mit Monokulturen. Auch die Farmer, die abwechselnd Mais und Soja anbauen, bekommen den Bohrer nicht mehr weg. Dabei hat Monsanto sich solche Mühe gegeben. Mais besitzt die größten Anbauflächen in den U.S.A. Für 50 Milliarden Dollar wird davon im Jahr verkauft. Jetzt gibt es ein Wettrennen zwischen der Chemischen Industrie und dem Bohrer. Die Chemiker ändern die Zusammensetzung des Insektizides und die Bohrer stellen sich mit ihrer Resistenz darauf ein. Und der Bohrer wird gewinnen.


"Should Babies be sequenced?"

Die Frage stammt noch aus der Obama-Zeit. Unter Trump sollen, wie ich gelesen habe, Ärzte dazu verdonnert werden, bei Schwangerschaftsuntersuchungen Eltern nichts über etwaige Deformationen des zu erwartenden Kindes mitzuteilen. Sicher werden die ihm was husten, wenn sie sehen, wie Trump mit seinen Anordnungen gegen die Wand fährt.
In diesem Bericht geht es um einen Test nach der Geburt. Das Baby wurde auf 30 Krankheiten geprüft. SCTD war nicht darunter. Fatal. SCTD = Severe Combined Immunodeficiency. Das Leiden, wo das Kind in einer Blase von allen möglichen Krankheitskeimen geschützt werden muss. Klar, dass die Eltern sauer waren. Es stellte sich die Frage: Wie viel soll man testen, was soll man den Eltern mitteilen. Unter der neuen Regierung ist die Antwort wohl klar: Gar nichts. Davor gab es unterschiedliche Meinungen, ob auch Gene getestet werden sollten, die erst in späteren Jahren Krankheiten erzeugen könnten. Ich nehme an, die Frage stellt sich wieder in den U.S.A., wenn die Trump-Regierung nicht mehr an der Macht ist. In anderen Ländern ist sie nicht relevant, da diese Ressourcen auf andere Ziele richten.
In diesem Zusammenhang fällt mir das Interview der FAZ mit Jeroen Dijsselbloem ein, in dem der die Südstaaten Europas zusammenstauchte: “Man kann nicht das Geld für Frauen und Alkohol ausgeben und dann finanzielle Hilfe anfordern.”
Jetzt ist mir klar, warum im Süden Europas weniger Besoffene auf den Straßen herumliegen. Die Nord-Staaten können sich das eher leisten.




sabato, marzo 18, 2017

Zu optimiere gibt es genug Stoff.

Im letzten “Spiegel” las ich einen Beitrag über den Restaurantbetrieb der Deutschen Bundesbahn. Anscheinend nehmen Kellner dort die Bestellungen noch mit Bleistift und Block auf. Dazu fällt mir McDonald ein, wo wir einmal die Woche einkehren, wenn wir in das Einkaufszentrum von Cento gehen. Die Bestellung tippe ich in einen Automaten, gebe die Nummer einer Pappe ein, die ich mir auf den Tisch stelle, nachdem ich an der Kasse bezahlt habe. Bar. Geht natürlich auch mit Kredit- oder Debitkarte. Anhand der Nummer erkennt der Kellner, wo er das Essen absetzen kann. Das System wäre auch für den Speisewagen geeignet.
Es gibt Verfahren im täglichen Leben, über die man den Kopf schüttelt. Bei uns in Italien muss man zum Arzt, um ein Rezept für ein Blutdruckmittel zu bekommen. Das Mittel nimmt man täglich. Warum kann man mit seiner Gesundheitskarte nicht einfach zur Apotheke, um die Pillen abzuholen. Es reicht doch, wenn Name von Patienten und Medikament in der Cloud gespeichert werden, um sicherzustellen, dass der Patient das Sanitäts-System nicht hintergeht. Ist doch machbar.
In den U.S.A. ist es auch irre. Dort werden die Pillen in der Apotheke abgezählt. Das Etikett sowie Beipackzettel werden gedruckt. Dafür muss man in der Apotheke eine Viertelstunde warten. Wenn die Prozedur erledigt ist, wird der Name des Patienten per Lautsprecher aufgerufen und man bekommt das Medikament gegen Bezahlung ausgehändigt. In Italien bekomme ich es umsonst. Das kann man nicht verallgemeinern. Integratoren sind kostenpflichtig. Jedoch kann man über das Gesundheitssystem in Italien nicht meckern.

Ich las in Facebook die Notiz einer Freundin, die ich in Second Life kennengelernt hatte, die mit ihrem Mann in Florida lebt, den sie auch in Second Life gefunden hat. Sie schrieb, dass sie Alexa von Amazon hat. Alexa ist die Software für Amazon Echo, dem intelligenten Lautsprecher. Der wird jetzt auch in Deutschland angeboten. Ich wollte ihn auch haben, bestellte in den U.S.A., in Deutschland. Amazon schickt ihn nicht. Im italienischen Amazon befindet er sich nicht im Angebot. Und stellen wir uns dann vor, die Rechtspopulisten kämen an die Macht. Europa würde noch weiter auseinander gerissen. Dann hilft nur noch eines: Im Schrebergarten Polka tanzen.