giovedì, maggio 24, 2018

Der Spiegel v. 19.5.2018




Es hätte ebenso gut ein Beitrag über Sri Lanka sein können, das, was über die Rockgruppe Frei.Wild geschrieben wurde. Für mich ist es exotisch. Die Band stammt aus Süd-Tirol, scheint in Deutschland Hallen zu füllen. Dass sie so gut ankommt, sagt doch nur, dass Nation und Heimat für viele Deutsche einen hohen Stellenwert haben. Ich kann das verstehen, mich aber damit nicht identifizieren. Meine Einstellung ist eher, wie es die Amerikaner sagten: „Where I hang my hat, there is my home“. Das scheint, wie ich heute in „Business Week online“ gelesen hatte, für die U.S.A auch nicht mehr zu gelten.

Vor nicht ganz dreissig Jahren bekam ich dort meinen ersten Job. Zu dem Zeitpunkt war es normal, sich ständig bessere Jobs zu suchen, auch wenn die Unternehmen in einem anderen Staat lagen. Man besorgte sich ein Haus, verkaufte das alte, mietete sich einen Laster und zog um. Wer erst einmal auf Probe arbeitete, bezog eine unmöblierte Wohnung, ging in einen Showroom und mietete die Möbel. So ging es mit dem American Dream. Sich weiter zu bilden, dafür gibt es die Community Colleges.
Dieses Vorgehen, von einem Staat innerhalb der U.S.A in einen anderen zu ziehen, hat nachgelassen. Die Leute legen jetzt Wert darauf, in ihrem Bekanntenkreis zu bleiben.

Ausnahmen gibt es sicherlich: Hi-Tech Worker, die dort hingehen, wo Digitalisierung stattfindet: Kalifornien, Massachussets, Kanada. Dinge, mit denen klassisch ausgebildete Arbeiter wenig anfangen können.

Aber so ein Text wie „Ich scheiß auf Gutmenschen, Moralapostel; selbst ernannt, political correct; Der die Schwachen in die Ecke stellt; Und dem Rest die Ärsche leckt“

hat etwas. Nur, dass Gutmenschen Schwache in die Ecke stellen, damit kann ich nichts anfangen. Wie auch immer: Das von der Gruppe Frei.Wild vorgebrachte Heimatgedöns ist mir unverständlich. Man könnte mich in die tiefste Pampa stecken, ich würde dort zurechtkommen. Nur, Internet sollte es schon geben.

Interessant war der Artikel über China mit einer verdeckten Warnung, dass Deutschland noch nicht die richtige Antwort auf das wirtschaftliche Expansionsbestreben Chinas gefunden hat. Ein Photo des Flughafens in Shenzhen ist abgebildet. Da denke ich doch gleich an BER, lol.



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