sabato, marzo 31, 2018

Der Spiegel v. 24.3.2018


In den letzten „Spiegel“-Ausgaben kamen Philosophen zu Wort. Akademiker, die so unterschiedlicher Meinung sein können wie Volkswirtschaftler. Also gibt es doch Leute, die sich mit der Frage beschäftigen, wie es gesellschaftlich weiter geht. Mit ihren Antworten finden sie in der Politik wenig Gehör. Die wurde in ihrer Unfähigkeit allein gelassen mit der Flüchtlingswelle fertig zu werden, die über das Land hinweg schwappte. Lag das an den Philosophen? Sicher nicht. Es lag an der mangelnden Aufnahmefähigkeit der Politiker.für neue Ideen.

Hätten Flüchtlinge in der Art hereingelassen werden sollen, wie es geschehen ist? Sicher nicht. Wäre es machbar gewesen, sie in ihr Ursprungsland zurückzuschicken? Sicher nicht. Ein Dilemma.
Das was der Regierung fehlte, waren Einfälle.Wie wäre es mit der Errichtung einer Pufferzone gewesen, gebilligt und erstellt von allen Mitgliedern der Europäischen Union? Buffer kennen wir aus der Informations-Technologie, in der Daten vor der Verarbeitung zwischengespeichert werden. Das gleiche Prinzip hätte auch für Flüchtlinge angewandt werden können. Leute heulen auf: Flüchtlinge sind Menschen, keine Daten. Menschen sind Daten und sie enthalten Daten. Doch die Datenverarbeitung bei der Flüchtlingsaufnahme funktionierte nicht. Hätte es einen Puffer gegeben, wäre es ein Leichtes gewesen, die Menschen so lange dort zu lassen, bis ihre wahre Identität ermittelt worden wäre. Dann die anderen Daten. Erinnerungen abzusaugen ist zur Zeit unmöglich. Doch wenn wir an Arthur C. Clarkes Ausspruch denken „Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic“, dann ist es nur eine Frage der Zeit.

Im vorletzten „Spiegel“ gab es unter der Überschrift „Es gibt keine Pflicht zur Fremdenfreundlichkeit“ ein Gespräch mit dem konservativen Philosophen Rüdiger Safranski. Er kritisierte die Einwanderungspolitik unter anderem. Man muss nicht unbedingt konservativ sein, um diese bescheuert zu finden. Der Mann hob, soweit ich mich erinnern kann, auch das Bedürfnis nach Identität in einem Volk hervor. Da kann ich nun überhaupt nichts mit anfangen. Denken wir mal an das Computer-Spiel „Second Life“, in dem sich zur Zeit um die 40000 Leute befinden. Die am häufigsten benutzte Umgangssprache ist englisch, egal ob es ein Deutscher oder Chinese ist, dessen Avatar dort herum macht. Was soll dort die Volksidentität? Denken wir mal an die Zukunft, wenn Maschinen intelligenter geworden sind. Was interessiert es die, zu welchem Land man gehört. Es sind Menschen, mit denen sie sich abgeben müssen. Und das reicht.

Denn eine Demokratie, wie wir sie kennen, ist zum Scheitern verurteilt. Das chinesische System der Ein-Parteien Regierung wird sich durchsetzen, bis es von einem Maschinensystem abgelöst wird.
Der letzte „Spiegel“ wurde unter dem Motto „Die Falle Facebook“ veröffentlicht, in dem Glauben, dass man den Konzern auf die Knie zwingen und die Nutzer schützen kann. Trump wettert gegen Amazon. Alles Rückzugsgefechte. Technologie entwickelte eine Eigendynamik und ist nicht mehr zu stoppen. Wo sie hinführt, siehe den Absatz zuvor.

Und schließlich Schulz, Markus Feldkirchen schrieb ein Buch über ihn. Vermutlich wird es in Deutschland später bei irgend jemandem im Bücherschrank stehen. Ich sehe nur, dass die deutsche Politik in ihrer jetzigen Form irrelevant geworden ist wie der Schulz es wurde. Deutschland kann es für eine Zeit aushalten. Es hat eine gute Infrastruktur. Auf Dauer aber hat es asiatischer Dynamik nichts entgegenzusetzen.

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