Coversong Roads

sabato, dicembre 24, 2011



Interzone, Nov/Dez 2011

Die Stories dieser Ausgabe sind out-of-the world. Doch dann wiederum so abartig doch nicht. „Insect Joy“ z.B.. In einem Petshop kümmert sich Amy um Insekten, Grillen. Währenddessen hängt Luis, ihr Freund im Rollstuhl zu Haus herum. Sie bringt ein paar Grillen mit nach Haus, um sie frei zu lassen und per Zufall kommt Luis mit ihnen in Berührung, seine Beine fangen an zu zucken. Amy kauft alle Grillen des Shops (vermutlich bekommt sie Personalrabatt, lol).

Heute las ich einen Artikel in der „Business Week“ über einige College-Studenten, die in ihrer Bude Grillen züchten, um sie zu verkaufen. Sieht so aus, als dienten sie zur Anreicherung des Speisezettels. 40 Dollars das Pfund. Im Grunde nichts Neues. Ameisen in Dosen hatte ich schon vor zwanzig Jahren in einem Deli-Geschäft in der Nähe des Hamburger Jungfernstiegs gesehen.

Die Story „Digital Rites“ von Jim Hawkins ist ein Krimi. Der Autor kommt aus dem Filmgeschäft, ist Drehbuchautor. Eine kleine Filmproduktionsgesellschaft setzt auf Hi-Tec. Sie dotiert Hirne ihrer Schauspieler mit Nanoteilchen mit dem Ergebnis, dass die Gehirne der Zuschauer im Kino direkt stimuliert werden. Ist natürlich Quatsch. Wenn die Heroine im Film denkt, „hoffentlich gibt es bald was zu futtern“, und dieser Gedanke auf die Zuschauer projiziert wird, kann man wohl nicht von einem stimulierenden Kinoerlebnis sprechen.

Zur Story. Eine Konkurrenzfirma bringt die Schauspieler der Hi-Tec Firma der Reihe nach um. Doch Ende gut, alles gut. Nachdem die Mörder und die Konkurrenzfirma aus dem Feld geschlagen wurden, bekommt die Hic-Tec Firma, deren Ersatzschauspieler, die auf konventionelle Weise agieren, eine Reihe von Oskars. Es gibt ein Happy End der Technologen. Was will man noch mehr.

martedì, dicembre 20, 2011




Die Story, die bei mir hängen blieb, ist die von Elizabeth Bear: „In the House of Aryaman, a lonely Signal Burns“. Ein Krimi. Ich mag Krimis, und wenn sie in der Zukunft spielen, um so besser. Schauplatz ist Indien. Protag ist Police Sub-Inspector Ferron. Sie befaßt sich mit der Aufklärung eines Mordes. Der Tote liegt vor ihr: eine umgestülpte Leiche, von dem sie annimmt, es handele sich um Dexter Coffin. Schließlich ist es seine Wohnung. Er hatte nicht auf das Klingeln der Polizisten geantwortet, die sich mit ihm über einen Wohlfahrsscheck unterhalten wollten. Sie brachen die Tür auf. - Der Autor bringt dadurch etwas Farbe in die Story, dass eine Katze in der Wohnung gefunden wird, die der Sub-Inspektor später mit sich herum trägt. Darüber hinaus hat Ferron Probleme mit ihrer Mutter, die ihre Pension für virtuelle Spiele verbrät. Ferron schießt wider besseren Wissens Geld zu und macht sich hinterher Vorwürfe. Eine weitere Sideline: Zur Zeit der Untersuchung sichteten Astronomen einen Stern, der anfing Signale zu senden.

Das Opfer hatte bei Bioshell gearbeitet. Von Dr. Rao, seinem Chef, erfuhren Ferron und ihr Mitarbeiter, dass Coffin an einem 4-dimensionalen Projekt gearbeitet hatte. Mehr wurde dazu nicht gesagt. Etwas mager. Es gibt jedoch einen Überblick, was das Umfeld anging. Tiere wie Katzen und Füchse wurden mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, die ihnen und ihren Besitzern eine erfüllteres Leben versprach. Darüber hinaus waren Schönheitsoperationen nicht mehr mit denen unserer Zeit zu vergleichen. – Ferron fand heraus, dass sie nicht die einzige war, die diesen Fall aufklären wollte.Ein weiblicher US-Detektive war ebenfalls darum bemüht. Er brachte die Hintergrundinfos über, dass Coffin einmal weiblich gewesen war und sich von jedem Job, den er ausübte plötzlich und unerwartet verabschiedet hatte.

Am Schluß fand Ferron heraus, dass Coffin den echten Dr. Rao umgebracht und dessen Körper angenommen hatte. Ferron konnte Coffin festenehmen, bevor er sich wieder hätte in Sicherheit bringen können.

Ich hatte auch mal einen Zukunftkrimi geschrieben. Der sieht im Vergleich zu diesem ziemlich mickrig aus. Auf der anderen Seite, und das war auch mit den SF-Stories der 60er so, ging es bei denen eben ohne Brimborium ab. Der Leser folgte einem klaren Erzählstrang.

domenica, dicembre 18, 2011


Die letzte Business Week,

die ich bekam, stand unter dem Motto „Why Americans won´t do
dirty jobs“. Fische filettieren, Tomaten und Salat ernten, Hotelzimmer sauber machen, Teller waschen. So in der Art wie die Spargelstecher in Baden Würtemberg. In dem
Artikel wurde deutlich gemacht, wie gute Intentionen in die Hose
gehen. Der republikanische Governeur von Alabama Robert Bentley hatte
ein Gesetz durchgeboxt, mit dessen Hilfe illegale Immigranten
aufgespürt und ausgewiesen werden sollten. Nach dem Motto „Illegale
nehmen unseren Jungs die Arbeit weg.“ In Alabama waren es zumeist
Leute aus Guatemala, die sich als Billiglöhner verdingt hatten.
Nachdem im September das Gesetz verabschiedet worden war, haben sie
sich in andere Staaten verkrümelt. Nun fehlen einer Fischfabrik 158
Arbeiter. Amerikaner kommen nicht. Sie wollen nicht in einem feuchten
fensterlosen Raum für 10 Stunden Fische filettieren. In Alabama
gibt’s so um 211.000 Arbeitslose. Aber auf das, was die Latinos
machten, haben sie keinen Bock.

Keine Ahnung, warum dort Leute aus Guatemala arbeiteten und keine aus Mexico. Vielleicht hatte dort ein Guatemalteke angeheuert und seine Verwandschaft nachkommen
lassen, und die dann ihre etc. etc.

So eine verfahrene Kiste zeigt wieder einmal, dass Regierenden Flexibilität fehlen kann.
Nicht nur in Alabama, in Deutschland auch. Wenn ich daran denke, wie im High Tech qualifizierten Indern auferlegt worden war, zigtausende von Euros zu verdienen, bevor sie in Deutschland arbeiten durften. Eine Gehaltsschranke für qualifizierte Immigranten gibt es, so meine ich, immer noch.

martedì, dicembre 13, 2011


Analog Science Fiction and Fact, Jan/Feb 2012

Eine weitere Doppelausgabe. Ich muss zusehen, daß ich mit dem Lesen nicht ins Hintertreffen gerate. Robert J. Sawyer, der kanadische Autor, hatte kürzlich mal den Hugo gewonnen. In dieser Ausgabe startet eine vierteilige Serie von ihm, aus der sicher ein Roman gebacken wird. Ich musste trotzdem noch einmal nachlesen, um was es sich handelte. Wenn ich den Inhalt vergesse, kann es entweder an meinem Alter liegen oder daran, dass die Story doch kein Knüller wird, oder an beidem. Vermutlich trifft das letztere zu. Das SF-Element ist nicht die arabische Organisation, die sich in den U.S.A. daran macht, Terror zu säen, sondern dass ein auf Gedächtnis spezialisierter Neurologe einem Irak-Veteran versucht zu helfen, seine Angstträume loszuwerden. Das Experiment wurd just zu dem Zeitpunkt ausgeübt, an dem das Weisse Haus zerstört wird. Der freigesetzte magnetische Impuls der Bombe erweitert den Aktionsradius der Apparatur, so daß jede Person in seinem Bereich das Gedächtnis einer anderen Person innerhalb der Perimeter lesen kann. Wohin das führen soll, müssen die weiteren Kapitel der Geschichte zeigen.

„Ninety thousand Horses“ von Sean McMullen. Zu dieser Story kann ich ein abschließendes positives Urteil abgeben. Sie hat einen Steampunk-Touch und ist außerdem Alternative History. Hier Old England zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Eine für die Regierung an einem geheimen Ort arbeitende Mathematikprofessorin wird von einem Beamten des Kriegsministerium aufgesucht. Er zeigt ihr Bilder von deutschen Raketen auf Peenemünde und fragt sie, ob diese funktionieren würden. Die Protagonistin erzählt ihm, es habe in England schon eine Rakete dieser Art gegeben. Sie hätte funktionieren können und er solle alles daran setzen, Peenemünde zu zerstören. Und damit beginnt eine Story in der Story. Von einem jungen Mann, der sich von seinem dominierenden Vater abnabeln will, eine Fabrik baut, in der er eine bisher für unmöglich gehaltene Art der Fortbewegung entwickeln wird. Die Professorin war von dem Vater als Vertrauensperson in Form einer Buchhalterin in die Fabrik eingeschleust worden.

Mehr schreibe ich dazu nicht. Vielleicht kommt die Story als Buch heraus. Wie auch immer, einige seiner Stories sind im Internet zu finden. Diese hier zum Beispiel.


lunedì, dicembre 12, 2011

Fantasy & Science Fiction, Nov/Dez 2011

Die Novella „Quartet and Triptych“ von Matthew Hughes war wohl die beste Story. Jedenfalls für mich. Sie war SF. Das ist doch schon was; denn F & SF ist schwerlastig mit Fantasy befrachtet. Vor zig Jahren, also in den 60ern, als ich mir die Magazine in der Bahnhofsbuchhandlung besorgt hatte, war es anders. Die SF dominierte.

In dieser Story nun ist der Dieb Luff Imbry, den Hughes schon mehrere Male hat auftreten lassen, darauf aus, einen Triptych zu stehlen. Das Kunstwerk wurde von einem Sammler in einem unterirdischen Museum versteckt. – In dem Zeitabschnitt der Handlung gibt es gepflegte Erinnerungen an die Alte Erde. Nun herrscht wieder die Aristokratie, welche die Gepflogenheit der Bewohner der „Alten Erde“, Essenzen von Verstorbenen zu erhalten und auf einen Behälter zu ziehen, diesen auf ein Regal oder in einen Schrank zu stellen, und sich mit den Toten zu unterhalten, übernommen hatte. Die Usancen kamen später in Vergessenheit, die Behälter wurden eingebunkert. Luff Imbry gelang es, den einer Enkelin des Museumsbesitzers zu stehlen und benutzte die Essenz als Wegweiser Der Sammler selbst war aufgrund der Überheblichkeit seiner Familie von der Staatsgewalt des Archons aus dem Haus geblasen worden. Der Archon, eine KI, welche unbedingten Gehorsam verlangte und zur Vermeidung von Kriegen als höchste Instanz auf der Erde eingesetzt worden war. Imbry gelang es, mit Hilfe der Enkelinnen-Essenz in das Museum einzudringen. Robotwachen ließen ihn nicht zum Triptych vor. Eine Metallspinne, in der die Essenz des Sammlers steckte, trat gegen ihn an. Imbry erhielt unerwartete Hilfe von der Einsatzgruppe des Archons, Dadurch konnte er den Triptych aus dem Museum holen. Die Soldaten des Archons nehmen ihm das Kunstwerk ab und verschwanden. Imbry guckte in die Röhre, tröstete sich damit, dass er ein paar kleine aliene Statuen aus dem Museum hatte mitgehen lassen.

Hughes schreibt so, daß die aristokratische Lebensart auf der Erde der Zukunft glaubwürdig rüberkommt.

Gut waren auch Lucius Shepards Filmrezensionen. Shepard ist einer der profiliertesten SF-Autoren der U.S.A. Es lohnt sich, seine Geschichten zu lesen.



venerdì, dicembre 09, 2011

Fandom Observer 270

Etwas über den Muccon 2011, der von Münchner Phantastik Fans ins Leben gerufen worden war. 2013 soll er sogar der Jahres-Con des SFCDs sein. Na denn.

Dann ist wieder ein SF-Fan ins Jenseits entflohen. Viktor Farkas. Österreicher, und ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn mal auf einem Oldie-Con gesehen habe. Die beiden rechts und links von ihm auf dem Foto schon.

Es gibt einige Interviews. Wenn es nicht gerade Robert A. Heinlein ist, aber der ist ja nun auch tot, sehe ich mir Interviews nicht an.

Es wird das Ende eines Kleinverlages besungen. Dann wie üblich Rezensionen und noch die Mitteilung, dass Anne McCaffrey gestorben ist. Die Dame war auch eine, die sich auf Drachenphantasien spezialisiert hatte. Anscheinend tat sie es so gut, dass sie den Nebula Award hat erringen können und in die Science Fiction Hall of Fame aufgenommen wurde.

Ich lese gerade das Inhaltsverzeichnis: H.G. Francis ist auch tot. Hoffentlich wird das keine Epidemie. Ich düse auch schon durch die Ambulatorien.

Alles in Allem: immer wieder toll, dass die Jungs für den Fandom Observer Zeit aufbringen. Und irgendetwas ist sicher für jeden dabei.

sabato, dicembre 03, 2011

Über David Graeber

, einen der Promotoren der „Occupy Wallstreet“ Bewegung, gab es in der „Business Week“ einen ausführlichen Beitrag. Die Leute vom Zuccotti-Park. Es geht aber mehr darum, wie er dazu beiträgt, Treffen und Diskussionen zu organisieren, zu steuern, weniger um die Ziele. Ich meine, das ist bei den meisten Protesten so. Man ist gegen etwas. Nur ist es weitaus schwieriger, sich um Alternativen zu bemühen. Da kommt auch bei den Occupy-Leuten heiße Luft.

Heute las ich im Spiegel einen Artikel über die Piraten, die sich als Partei zumindest bemühen Vorschläge zu entwickeln und zu diskutieren. Klasse finde ich, dass diese so weit ab liegen von dem, was von den anderen Parteien kommt. Denn es ist für mich offensichtlich: Die Gesellschaft muss verändert werden. Jetzt geht es darum, die Bevölkerung mitzuziehen. Das wird schwer sein. Werden wir es schaffen? Vermutlich geht es nur über das Internet und mit jungen Leuten.



venerdì, novembre 25, 2011

Scientific American, January 2010

„Looking for Life in the Multiverse“. Ist schon etwas gewagt, in anderen Universen nach Leben zu suchen. Vor allem, wenn man im eigenen außer uns noch nichts gefunden hat. Physiker, die diesen Artikel geschrieben haben, gehen davon aus, daß die fundamentalen Kräfte wie die starke nukleare Kraft, die elektromagnetische, Gravitation und die schwache nukleare Kraft so kalkuliert sind, daß sie die Entstehung von Leben bei uns ermöglicht haben. Die starke nukleare Kraft z.B. verwandelt Quarks in Protonen und Neutronen und letztlich in Atomkerne, ohne die es keine Materie gäbe. Ohne Elektromagnetismus gäbe es kein Licht, keine Atome oder chemische Verbindungen. Ohne Gravitation gäbe es keine Galaxien, Sterne und Planeten. Und ohne die schwache nukleare Kraft gäbe es keine komplexe Chemie und sicher kein Leben.

Von der Multiversumstheorie ausgehend können die physikalischen Konstanten in anderen Universen sich von denen in unsereren unterscheiden. Die Autoren versuchen nun herauszufinden, unter welchen Umständen in anderen Universen trotzdem Leben entstehen könnte. Wenn es darum geht zu beschreiben, wie Protonen und Neutronen in Deuterium verschmelzen und dann in Helium-B, sträubt sich meine Feder. Ich lasse es mal dabei, daß geschrieben wird, unter bestimmten Umständen sei auch in anderen Universen Leben möglich.

Ich kann mich an einen Scientific American Artikel erinnern, der etwas über Parallel-Universen brachte, in denen theoretisch ein Klaus Eylmann auf der Couch saß und etwas über Scientific American für seinen Blog schrieb. Nur war es eine andere Ausgabe. Die physikalischen Konstanten müssen wie die in unserem Universum ausgesehen haben.

„The Rise and Fall of Nanobacteria“. Schon mal was davon gehört? Ich nicht. Kein Wunder. Darüber wurde wohl nur in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht. In den neunziger Jahren begann es. 1993 fand der Geologe Robert L. Folk in den heißen Quellen von Viterbo Felsbrocken, auf denen er mit seinem Elektronenmikroskop kleine Bläschen entdeckte, die versteinerten Bakterien glichen. Nur waren sie fünf mal kleiner. Folk nannte sie Nanobakterien. Dann wurde 1996 in der Antarktis ein 4,5 Milliarden alter Meteorit vom Mars gefunden mit Bläschen gleicher Art. In alle Welt wurde hinausposaunt, es seien Spuren außerirdischen Lebens. Es waren keine. – Es ging noch weiter. 1998 behauptete ein finnisches Team, es habe Nanobakterien gefunden. Ein Forscher der Uni Ulm deklarierte sie als globale Gefahr für die Gesundheit. In Wirklichkeit war es leblose kristallisierte Materie.

Und in „Violent Origin of Continents“ wird angenommen, dass in der Zeit zwischen 3,8 und 2,6 Milliarden Jahren in der Vergangenheit die Erde von neun größen Meteoreinschlägen heimgesucht wurde. Diese hatten zur Entstehung der Kontinente beigetragen. In dieser Epoche kühlte sich die Erde ab. Es bildete sich eine Kruste, die in Magma versank. Leichtere Magma trennte sich von schwerer und stieg an die Oberfläche, um dort eine permanente Kruste zu bilden. Ich mache es mir jetzt einfach: Die Struktur der Kontinente läßt darauf schließen, dass neben der tektönischen Tätigkeit auch Meteoranschläge zur Bildung der Kontinente beigetragen haben.

„Real Money from Virtual World“

Ich selbst verknalle nur Real Money und tausche es in Virtuelle Linden Dollars um, damit ich die Monatsmiete für meine beiden Inseln in Second Life bezahlen kann. Bei diesem Artikel jedoch geht es darum, wie man mit virtuellem Geld wirkliches verdienen kann. Es könnten die ersten Zuckungen eines weit in der Zukunft liegenden Finanzsystems sein. In Asien und hauptsächlich in China residieren sogenannte Gold Farmer, die in Cybercafes sitzen und sich in MMORGPGs (massively multiplayer online role-playing games) wie World of Warcraft und EverQuest II einloggen. Um auf einen höheren Level zu kommen wird Gold als virtuelles Zahlungsmittel eingesetzt, mit dem der Spieler Rüstung, Waffen, Medikamente, Nahrungsmittel, ein Raumschiff, ein Pferd etc kaufen kann. Um an das Gold zu kommen, braucht es Zeit oder Leute, Gold Farmer, welche die Drecksarbeit machen, um an das Gold zu gelangen. Alles im Spiel. Der Artikel geht nicht explizit darauf ein. Monster killen, zum Beispiel. Wie auch immer. Die Goldfarmer übergeben ihr zeitaufwändig verdientes Gold an einem ausgemachten Ort im Spiel an den Klienten, der sie über Paypal vorher mit Real World Geld (Kurs bei Erscheinen des Artikels: 1000 Goldeinheiten = 10 US Dollar) bezahlt hat.

Jetzt etwas über den Nuklearen Winter in „Local Nuclear War Global Suffering“. In diesem Fall wird ein nuklearer Waffengang zwischen Pakistan und Indien angenommen, ein regionaler Krieg also. Dies jedoch würde ausreichen, die Erdbevölkerung in eine Hungersnot zu stürzen. Rund eine Milliarde von Erdbewohnern würden verhungern, dadurch, dass der durch brennende Städte entstandene Rauch in den höheren Schichten der Atmosphäre verbleibt, die Sonne verdunkelt und damit die Erdtemperatur abkühlt. Das wäre für den ganzen Erdball in etwa 50 Tagen der Fall.

„The next 20 Years of Mikrochips“. Die von Gorden Moore 1975 gemachte Aussage, die Anzahl von Transistoren auf einem Chip würde sich alle alle zwei Jahre verdoppeln, wurde als Moore´s Law bekannt. Das Gesetz verliert dann seine Gültigkeit, wenn es an physikalische Grenzen stößt. Hier nun einige Vorschläge, wie die Komplexität und Geschwindigkeit trötzdem erhöht werden können. – Memristor (sich kreuzende Nanodrähte), Cooling Patch (Hitzeableitung), Multiple Cores (gibt es ja schon, bis zu 8 Stück), weiter miniaturisierte Materialien wie Nanoröhren und sich selbst regenerierende Moleküle; schnellere Transistoren mit ultradünnem Graphene (dem Stoff aus dem Bleistiffminen bestehen); optischer Computer; molekulares Computing ( Transistoren werden durch biologische Moleküle ersetzt); Quantum Computing (siehe auch unter Qubit).

„A plan to defeat Neglected Tropical Disease“. Hier geht es nicht um HIV/AIDS, Tuberkulose oder Malaria, sondern durch Parasiten erzeugte schwächende und verkrüppelnde Tropenkrankheiten mit klingenden Namen wie Ascariasis, Trichuriasis, Hakenwurm, Schistosomiasis, Lymphatic filariasis, Onchocerciasis, Trachoma. In Afrika sind über eine Milliarde Menschen davon betroffen. Dabei gibt es preiswerte Medikamente gegen die NTDs (Neglected Tropical Diseases). Meist reicht schon eine Pille, eine der vorgenannten Krankheiten zu heilen, kostet um 10 amerikanische Cents, ist also billig. Auf die Frage „Wieso wurden diese Krankheiten so vernachlässigt“, gibt der Artikel die dürftige Antwort, man habe sich so sehr auf lebendsbedrohende Krankheiten wie HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria konzentriert. Warum die Leute so etwas in Afrika nicht auf die Reihe bekommen ist mir ein Rätsel.



martedì, novembre 22, 2011

Urlaubs-Con und Meer
heißt der SFCD-Con, der vom 20. - 22. Juli in der Jugendherberge in Kiel-Gaarden stattfinden wird. Mehr unter http://www.facebook.com/pages/Der-Urlaubs-Con-und-Meer/174067005984900

lunedì, novembre 14, 2011

Andromeda SF Magazin 151

behandelt 50 Jahre Perry Rhodan. Das Vorwort von Ralf Boldt ist ausgewogen, läßt Raum für kritische Anmerkungen, die in diesen Jahren gemacht worden sind. In diesem Zusammenhang wird das, was früher als Schuldliteratur bezeichnet worden war, analysiert. Ich war auch jemand, der in den 60ern gegen Rhodan gewettert hat, lol. Heutzutage hat das einen Stellenwert von 0.0. Deswegen überschlage ich die Seiten, die mit Rhodan zusammenhängen, und schwups, bin ich am Ende der Ausgabe angelangt.



Andromeda Nachrichten 235

Ich lese einen Nachruf auf Maren Mewes. Die Dame kannte ich nicht.. Dann lese ich einen ausführlichen Conbericht Jürgen Lautners zum BuchmesseCon. Er gibt genug Info her, dass man sich ein Bild von der Veranstaltung machen kann. Danach zu urteilen, ist mir ein entspannter Oldie-Con lieber.

Über mehrere Seiten erstreckt sich dann die Vorstellung von Autoren und Verlegern, die als Gäste anwesend waren. Von denen kenne ich Mike Hillenbrand, weil ich vor Jahren mit meinen Kurzgeschichten in seinem Corona Magazin einige Preise abgeräumt hatte. Ach ja, und Uwe Post, in dessen Kurzgeschichten.de ich meine Geschichten ebenfalls untergebracht hatte.

Steampunkschmuck, das ist ja was. I like Steampunk. Jürgen Lautner interviewt die Herstellerin Captain Victoria Ute Müller anläßlich einer Steampunk Lesung. Muss mal sehen, ob es etwas darüber in Second Life gibt. – Dann gibt es einen Bericht über SF-Tage in Grünstadt. Es gibt Infos über den Deutschen SF-Preis, aber darüber hatte ich schon an anderer Stelle geschrieben. Dann mal wieder einen Artikel über Frauen in der SF. Das Thema kommt auch immer wieder mal hoch. Während SF selbst eine unerschöpfliche Quelle an Handlungen ist, ist das Gebiet doch recht limitiert, wenn man darüber schreibt. – Dann überfliege ich noch die üblichen Sparten.



domenica, novembre 13, 2011


Vector, the critical journal of the British Science Fiction Association

Der größte Teil der Ausgabe ist der Fantasy-Autorin Diana Wynne Jones gewidmet, die im März dieses Jahres starb. Sie muss im UK populär gewesen sein. Da ich von der Dame nichts gelesen habe und der geneigte Blog-Leser vermutlich auch nicht, belasse ich es bei den Überschriften wie „An exerpt from „a conversation with Diana Wynne Jones““, „A conversation with Diana Wynne Jones“, „Translating Diana Wynne Jones“, „Diana Wynne Jones in the context of Childrens Fantasy“, „The Mistress of Magic“, „Diana on Screen: Two filmed versions of books by Diana Wynne Jones“, „Diana Wynne Jones: A BSFA Discussion“.

Von diesem Kardinalthema einmal abgesehen gibt es einen Essay „Infertility in Science Fiction as a consequence of warfare“. – Stephen Baxter schreibt in „Resonances“ über Tie-ins, Bücher, in denen mehrere Autoren für eine Abenteuer Serie schreiben, so wie in Deutschland für Perry Rhodan. Baxter hat es vor allem der Autor John William Jennison angetan, dessen Lebenslauf Baxter versucht hat wieder herzustellen.

Diese Ausgabe enthält doch mehr Beiträge, als ich annahm. Paul Cincaid beschäftigt sich mit der 1967 in „New World“ 173 erschienenen Story Pamela Zolines „The heat death of the universe“. Es geht dabei um einen Tag im Leben einer kalifornischen Hausfrau, und Cincaid fragt: „Ist das SF?“, lol. – Andy Sawyer, der Hüter der SF-Foundation in Liverpool analysiert die Romanadaptation des Filmes „Forbidden Planet“, den doch wohl jeder von uns gesehen hat. Es ist der mit Robby, dem Roboter, der die Raumschiffbesatzung for dem Id-Monster warnt.

In „Picture this: Invisible words“ schreibt Terry Martin über Comics. Ich selbst lese keine, obwohl sich unser Kaffeetisch unter den Supermanheften meiner Frau biegt.

Vom 20.5. bis 25.9. fand in der British Library die Ausstellung „Out of this World: Science Fiction, but not as you know it” statt. Sandra Unerman, berichtet darüber. – Buchbesprechungen runden diese Ausgabe ab. Neben dem Thema Diana Wynne Jones, gab es doch noch weiteren interessanten Stoff zu lesen.


sabato, novembre 12, 2011


Focus, the British Science Fiction Association´s Magazine for Writers.

Vor einigen Jahren habe ich ja auch Stories verzapft. Ich meine, ganz schlecht war keine von ihnen. Autoreninterviews finde ich uninteressant, da ich doch in etwa weiß, wie man eine Story hinbekommt. Dafür gibt es Schreibgruppen. Nun tummle ich mich schon fünf Jahre im Online Spiel Second Life und habe dort, wo die Dynamik schneller ist, einiges über die weibliche Psyche erfahren. Könnte sicher zu einer literarischen Bereicherung führen, nur jetzt singe ich, lol. Karaoke.

Für Autorenaspiranten enthält Focus interessante Hinweise. Wenn Andreas Eschbach deutschen Neuautoren Ratschläge mit auf den Weg gibt, sind die Engländer doch besser dran. Es gibt einige Autoren mehr, die das Gleiche machen. Christopher Priest und Alistair Reynolds, um nur zwei bekannte zu nennen. Ein anderer, Adam Christopher berichtet, wie er über Twitter an einen Bücherdeal herangekommen ist. Dann finde ich einen Beitrag über die Middlesex University, bei der man einen Master of Arts für SF und Fantasy machen kann. Kostet allerdings 5100 £. Wohl etwas für Finanzyuppies, die an sich eine kreative Seite entdeckt haben.


venerdì, novembre 11, 2011

Fandom Observer 269

Tja, Impressionen vom Perry Rhodan Welt-Con. Müssig, dass ich darüber einen Kommentar abgebe. Ich hatte ja auch vor 40 Jahren mal einen Fimmel und was über Gucky den Mausbiber gelesen.

Die Phantasten e.V. Ein neuer Verein. Der Vorsitzende wird interviewt. Wie immer gibt es ausführliche Buch- und Filmbesprechungen. Ich sehe mir mit Winamp meistens was aus dem Mystery Science Theater 3000 an, und dann über Hulu Tales of Tomorrow, Outer Limits, Time Tunnel etc. etc. Der hellste Wahnsinn.

Die Schrift vom Fandom Observer ist ziemlich klein. Aber die Überschriften sind groß genug J. SF-Fans mit schärferen Augen finden sicher etwas interessantes.

Analog, Science Fiction and Fact, December 2011

Es lohnt sich über zwei Stories ein paar Worte zu verlieren. Stories, die von der Machart nicht unterschiedlicher sein könnten. „The Impossibles“ von Kristine Kathryn Rusch in dem behäbig langatmigen Stil, der Leser schläfrig macht. Und dennoch: Rusch hat ein Setting und Beziehungsgeflecht entwickelt, in dem man sich wiederfinden kann, auch wenn die Handlung in der Zukunft liegt. Um Juristen und Rechtssprechung im intergalaktischen Kontext geht es. Die Handlung spielt auf einer Raumstation voller Gerichtssäle und Unterkünfte für Juristen. Der Fall selbst: Eine schwangere Frau aus einer Gruppe interstellarer Rebellen wurde als Kindermädchen von einer extraterrestrischen Familie angeheuert und läßt bei ihrem Ausscheiden ein wertvolles Schmuckstück mitgehen. Sie wird erwischt und soll gemäß den Sitten dieses Planeten bestraft werden. Das wäre fatal. Es gibt einen Prozess, in dem eine frisch aus der Akademie auf die Raumstation kommandierte Juristin die Diebin zu verteidigen hat. Wie sie es macht mit dem ganzen Brimborium herum ist gut beschrieben. Die Lösung des Falles selbst ist dappig. Aber die Idee mit der Juristen-Raumstation zeigt, dass aus der SF-Quelle noch ein paar weitere Ideen sprudeln können.

Anders die Story „Not for ourselves alone“ von Charles E. Gannon. Sergei Andreiev wird mit einem Kontingent russische Kameraden in die Raumstation Hephaestos abkommandiert. Zusammen mit dort stationierten US-Amerikanern sollen sie die Arat kur daran hindern, die Erde zu erobern. Im offenen Kampf sind die Aliens nicht zu schlagen. Die Hephaestos läuft parallel zum Jupitermonde Io und wird von einem Plasmatunnel abgehalten, auf den Jupiter zu fallen. Durch vorangeganene Kämpfe im Sternensystem Barnard, in der alle irdischen Einrichtungen zerstört worden waren, weiß die Besatzung der Raumstation, dass die Arat kur ihre Schlachtschiffe ihre Energie von der Hülle eines Gasplaneten beziehen. Die Arat kur befinden sich auf dem Weg ins Sonnensystem und als Gasplanet kommt nur der Jupiter in Frage. Von der Zerstörungskraft des Feindes gibt es einige Videos. Ungeklärt sind die Eigenschaften der Disruptorstrahlen. Beim Einfall der gegnerischen Flotte sollen Sensoren mehr darüber herausfinden. Und dann kommen sie. Sergei ist der einzig Überlebende der Raumstation, der die Datenauswertung zur Erde übertragen kann. Sein amerikanischer Vorgesetzter hat sich, da nicht mehr genügend Sauerstoff in der abgesprengten Kapsel vorhanden war, für ihn geopfert. Die Schwachstelle der Arat kur ist, dass wie beim Pitstop der Formel 1, das Schlachtschiff auftanken muss. Hier an der Jupiterhülle. Damit ist es für einige Zeit inaktiv. Das nutzt die Erde aus und gewinnt schließlich.

Der Schluss ist flau. Irgendwie haben die Autoren es nicht mehr drauf, für ein überraschendes Ende zu sorgen. Das war in den sechziger Jahren anders.



martedì, novembre 08, 2011


· Steve Jobs 1955 – 2011

·

· Mit 56 Jahren starb er zu früh. Die „Business Week“ widmete ihm eine Ausgabe. Leute, die ihn kannten, schilderten seinen Werdegang. Davon abgesehen, legen folgende Statements Zeugnis davon ab, wie Jobs tickte. Hier einige auf englisch:

·

· Simple can be harder than complex. You have to work hard to get your thinking clean to make it simple.

· The only way to be satisfied is to do in what you believe is great work

· Don´t be trapped by Dogma

· Don´t let the noise of others´opinions drown out your own inner voice

· Don´t settle

· Its only by saying no that you can concentrate on the things that are really important

· A lot of times, people don´t know what they want until you show it to them

· Things don´t have to change the world to be important

· Creativity is about connecting things

· When you ask a creative person how they did something they may feel a little guilty because they didn´t really do it, they just saw something

· Stay hungry

· Stay foolish

Apple, die Firma, die Jobs mit Steve Wozniak gründete, hatte 1976 zwei Angestellte, Jobs und

Wozniak. Nun sind es 13.000. Bei den Events, auf denen Jobs neue Apple Produkte präsentierte, konnte er die Zuschauer so in den Bann schlagen, dass dieser Vorgang Reality-Distortion Field = Realitätsverzerrungsfeld genannt wurde. Wenn man das Feld verließ, fiel man wieder in die Realität zurück und fragte sich, wie der Mann einem ein X für ein U hatte vormachen können. Aber irgendetwas blieb hängen. Wieso hätten sonst so viele Produkte verkauft werden können?

Dann gab es den „Shithead-Hero Roller Coaster“, die Arschloch-Held Achterbahn. Das war, wenn Jobs im Apple-Lab ein Produkt sah und es einen Haufen Scheiße nannte und am nächsten Tag das tollste Ding, was er je gesehen hatte. Der Bruder war nicht einfach. Diejenigen, die es bei Apple ausgehalten haben, konnten sich über psychologische Wechselbäder nicht beklagen.

Ich selbst habe dem Apple Hype nichts abgewinnen können, habe zwei stinknormale PCs und einen schwächlichen Laptop mit XP und Windows 7. Mit meinem Handy kann ich telefonieren. Mir reicht das.


domenica, novembre 06, 2011

Asimov’s Science Fiction, December 2011

Die für mich beste Story dieser Ausgabe war Connie Willis „All about Emily“. Eine Broadway Story mit einem alternden Star, ihrem Agenten, einem Physiknobelpreisträger und seiner Nichte.

Diva Claire Havilland wird von ihrem Manager für einen Fernsehtermin mit einem Physikprofessor und dessen Nichte Emily gebucht. Die Geschichte ist lang, enthält viel Broadwayschmäh und ihr Inhalt läßt sich kurz beschreiben. Die Nichte des Physikers himmelt Claire an und besucht von da an jede ihrer Shows. Claire, lebenserfahren, findet heraus, dass Emily ein von dem Professor konstruierter Robot ist und wird neugierig. Clair fragt Emily nach ihren Wünschen. Diese möchte nichts sehnlicher, als Mitglied der Rockettes zu werden, eine Bein schwingendes populäres Ballett. Doch Robots sind nicht zugelassen. Jetzt wird es richtig kitschig. Claire stellt sich im strömenden Regen mit einem Plakat vor die Radio City Music Hall, um für Emily Stimmung zu machen. Doch die Menschen laufen an ihr vorbei bis die Rockettes aus der Halle kamen und sich zu Claire stellen. Es bildet sich eine Menschentraube, Reporter berichten und Emily bekommt die Chance sich den Rockettes anzuschließen.



sabato, ottobre 29, 2011

Phantastisch 4/2011

Horst Illmer legt sich mit UpDate, Nachrichten und Neuerscheinungen, wieder ins Zeug. Die Rezensionen sind überschaubar und die Titel gut gewählt. Hätte ich mehr Zeit, würde ich zuschlagen und mir einiges zusammenkaufen.

Phantastisch hat einen 2 Seiten starken Comic in sein Repertoir aufgenommen. Eine Bereicherung.

In „Geteilte Bücher, geteilte Freud“ schreibt Christian Endres über das Für und Wider von in mehrere Bände aufgeteilten Romanen, und er fragt Verlagsleiter dazu aus.

Es scheint wieder einige neue phantastische TV-Serien zu geben, die unter die Lupe genommen werden. Dann gibt es etwas über Kannibalen in Horrorfilmen. Mit solch neckischen Titeln wie „Tunnel der lebendigen Leichen“ werden makabre Geschmäcker angesprochen. Keine Ahnung, wie die Leute ticken.

Ich lese einen Beitrag über Michael Ende, dann wird über einen ins Deutsche übersetzten afrikanischen Roman berichtet. Ngugina Thiongos „Herr der Krähen“. Da die Jungs in Kenia, wo er her kommt, noch weniger lesen als bei uns, erzeugt allein das Schreiben eines Buches schon Respekt.

In einem weiteren Beitrag widerlegt Horst Illmer die Mär, dass es sich nicht lohnt Kurzgeschichten in Deutschland zu schreiben, da diese keinen Verlag finden würden.. Für seine gegenteilige Ansicht gibt er zahlreiche Beispiele an. Es lohnt sich auf jeden Fall zu schreiben. Ich selbst hätte auch Lust dazu, nur Singen macht mir zur Zeit mehr Spaß.

In „Große Bilder aus dem Wilden Westen“ beschreibt Christian Endres Westerncomics.

Unter „Klassiker der phantastischen Literatur“ skizziert Achim Schnurrer im 2. Teil ein Porträt von Karl Friedrich Bahrdt. Das war hochinteressant. Nicht so sehr das Buch „Zamor oder der Mann aus dem Monde“, dass 1787 in einer Berliner Buchhandlung erschien, obgleich es eines der ersten deutschen SF-Romane war. Es war der Lebensweg des Autors Bahrdts, der so interessant war. Scnurrer zeigt die damalige Struktur Deutschlands und die Schwierigkeiten eines intelligenten und aufmüpfigen Gelehrten wie Bahrdt, in den Universtitäten der Kleinstaaten Fuß zu fassen.. Verwoben war alles mit Bahrdts Zugehörigkeit zu einer Loge, deren Mitglieder sich Illuminaten nannten, so wie der Außerirdische seines Buches. Die Kirche war von diesen Logen nicht angetan und überhaupt war bei Bahrdt von Political Correctness nichts zu spüren. Das hat ihm für die letzten Jahre seines Lebens die Internierung in einer Festung eingebracht.

Zum Schluss gibt es noch eine Film-Kolumne mit dem Titel „Invasionen“ und Achim Schnurrer schreibt über Hansrudi Wäscher, einen Pionier der deutschen Comics. Die Ausgabe ist wieder gelungen. Lohnt sich.



giovedì, ottobre 27, 2011

Fantasy & Science Fiction, Sept/Oct 2011

Er war tot und konnte bumsen wie ein Weltmeister. Nun, das stimmt nicht ganz, er war wieder rekonstruiert. Cyborg, mann man die Apparate in ihm und die externen Anschlüsse einbezieht. Seine Frau Anise, die glücklich war, dass ihr Mann ein Leben hatte, und noch glücklicher, dass er so viel besser bumsen konnte als vorher (oder war es umgekehrt?), fühlte sich jedoch durch seine Gefühlskälte abgestossen. Das haben Halbautomaten eben so an sich, meine ich. Paul ein Arbeitskollege war ein verständnisvoller Zuhörer, der das ersetzte, was sie an ihrem Mann vermisste: Emphatie. Robert, ihr Mann umgab sich mit Freunden aus dem Kreis der Rekonstruierten. Zu einer Party, die ihr Mann gab, lud sie Paul ein, um sich während der Party nicht einsam zu fühlen. Der verschwand und Anise war ausser sich als sie ihn im Bad fand, wo er sich an eine Biokontrolleinheit angeschlossen hat. Paul überzeugte sie, dass er sich nicht verändert hatte. – Bevor ich es vergesse: Die Story heisst „Anise“ und stamm von Chris de Vito.

Anise trennte sich von Robert. Der stalked sie und versucht Anise zu überreden sich umzubringen und rekonstruieren zu lassen, damit sie auf gleicher Ebene kommunizieren konnten. Anise vertraut sich Paul an. Am darauffolgenden Tag fand sie eine Packung Schlaftabletten in ihrem Briefkasten. Sie kommt nicht von dem Gedanken los, wie es sein würde, wäre sie rekonstruiert. Sie schluckt die Pillen.

Der Schluss ist etwas mager. Anise ersticht Robert mit einer Schere beim Sex, zieht mit Paul zusammen und versucht ihr neues Selbst zu erforschen.



martedì, ottobre 25, 2011





Scientific American, December 2009

1909 wollte ein deutscher Ingenieur diese „Flying Railway“ bauen. Antrieb: Elektrischer Strom. Es gab jedoch einige technische und finanzielle Einwände. Aber da sieht man wieder: Deutscher Erfindergeist.

Und schon wieder gibt es mit „Portrait of a Black Hole“ etwas über Schwarze Löcher. Man kann sie nicht direkt beobachten, sondern nur anhand ihrer Schwerkraft, die sie auf Sterne ausüben und anhand des heißen Gases, das in sie hinein fällt.

Theoretiker sagen, dass Einsteins Relativitätstheorie nicht zur Quantenmechanik passt. Nur was passt schon dazu? Quantenmechanik erlaubt Umkehrprozesse, in denen zum Beispiel Zeit rückwärts läuft, oder wenn aus einem Schwarzen Loch wieder etwas herauskommt. Weiter ist unbekannt, wie es abläuft, wenn Gas in ein Schwarzes Loch stürzt. – Mit welchen Mitteln soll versucht werden, Schwarze Löcher sichtbar zu machen, oder wenigstens den Ereignishorizont? Mit mehreren Radioteleskop Arrays, die tausende von Kilometern auseinander liegen. Ein Array umfasst bereits mehrere Teleskope.

Unter „World Changing Ideas“ werden einige vorgestellt. Die meisten sind bei ihrer Transformation in reale Anwendungen stecken geblieben. Immerhin, es wird noch nachgedacht.

„Expanding the Limits of Life“. Das liest sich schön. Es geht jedoch um Ökosysteme der Meerestiefen. Im Jahr 2000 entdeckten Forscher ein Hydrothermosystem auf dem Boden des Ozeans, das sie „Lost City“, verlorene Stadt“ nannten. Ist zwar nicht Atlantis, sieht jedoch bizarr aus.Ein Feld mit Schornsteinen auf dem Atlantis Massif. Wasser zirkuliert durch den warmen Felsboden, kommt mit einer Temperatur von ca. 90 Grad an die Meeresbodenoberfläche. Das Wasser ist reich an Kalzium, dass sich in Form dieser Schornsteine ablagert. Diese können eine Höhe von 60 Metern erreichen. Der Erdmantel des Atlantis Massifs besteht einem Fels, der Peridotite genannt wird. Ein Gestein, dass maßgebend ist für die seltsame chemische Zusammensetzung der Umgebung. Lassen wir die chemischen Prozesse beiseite. Nur eins sei gesagt: Das Wasser wird durch den Kontakt mit Peridotite seines Sauerstoffs beraubt, mit Wasserstoff, Methan und Schwefel angereichert. Forscher sind der Meinung, daß auf der frühen Erde die Atmosphäre aus diesen Gasen bestand. Hat es auf der Erde so ausgesehen wie auf dem Ozenbodens des Atlantis Massifs? Der Clou ist, dass es dort Mikroorganismen gibt, die ohne Sauerstoff auskommen und damit ein Besipiel dafür sein könnten, wie die ersten Lebensformen auf unserem Planeten ausgesehen haben.

Methan als Gas ist ein Kontributor zur Erderwärmung. In „Methane: A menace surfaces“ wird darüber berichtet, wie der Permafrost aufweicht und Methan in die Athmosphäre freisetzt. Arktischer Permafrost findet man in Sibirien, Alaska, Canada. Dieser gefrorene Boden bedeckt rund 20 Prozent der Erdoberfläche, unter der sich um 950 Milliarden Tonnen organisches Material aus Kohnenstoff befinden. Sobald der Permafrost taut, wirken Mikroben auf die Tier- und Pflanzenreste ein und setzen Gase frei, die zum großen Teil aus Methan bestehen. Und nun taut er, der Permafrost. Es beginnt damit, dass der gefrorene Boden schmilzt, Tümpel bildet, die sich später zu Teichen und Seen ausweiten. Das Wasser trägt zusätzlich zum Tauprozess bei. Methan steigt in Blasen an die Wasseroberfläche empor. Der Prozess läßt sich nicht mehr aufhalten.

Und wenn man „Decoding an acient Computer“ gelesen hat, fragt man sich: Warum haben die Menschen das Wissen damals wieder verschütt gehen lassen, nach dem sie vor 200 Jahre vor Christi solche Apparate entwickelt haben wie die Antikythera. Sie wurde 1900 mit anderen Objekten von Schwammtauchern aus einem gesunkenen römischen Handelsschiff geborgen. Ein versteinerter Klumpen in Größe eines Telefonbuches, der nach einigen Monaten auseinanderfiel und verrostete bronzene Zahnräder, Metallplatten mit Maßeinheiten und griechischen Inschriften freisetzte. Daß Griechen feinmechanische Arbeit zu leisten imstande waren, bei der Zahnräder mit Zähnen von nur einem halben Millimeter Länge herauskamen, war nicht bekannt gewesen. So um 1905 war der deutsche Philologe Albert Rehm der Ansicht, bei der Antikythera handele es sich um einen astronomischen Kalkulator. So ist es. An seiner Seite befindet sich eine Kurbel, mit der die Skalen eingestellt werden konnten. Anzeigescheiben unterschiedlicher Größe waren übereinander gelagert. Sie zeigten den ägyptischen Kalender, die 12 Konstellationen zur Sonne, die Positionen des Mondes sowie den Auf- und Untergang bekannter Sterne an. Der Apparat besteht aus 30 Teilen, aus hauptsächlich miteinander verbundenen Zahnrädern. Ein Wahnsinnsapparat. Wenn wir damals an das Wissen angeknüpft hätten, wären lebensbedrohende Krankheiten sicher schon besiegt.

Wenn hier steht, dass eines der ersten Dinge, die man in der Biologiestunde lernt, ATP ist. Dann bin ich einer von jenen Ignoranten, die sich von ihrem Biologielehrer auf dem Ohlsdorfer Friedhof Vogelstimmen haben erklären lassen. Ich bin sicher, zu der Zeit wusste auch Herr Stiller, der Biolehrer nichts über ATP, obwohl es schon 1929 entdeckt wurde, aber was über den Zilpzalp oder Weidenlaubsänger. – Nun also ATP; Adenosin Triphosphat, von dem bekannt ist, dass es Säugerzellen mit Energie versorgt. Jetzt fand man heraus, dass dies Molekül auch eine Signalfunktion besitzt, um das Verhalten von Körperzellen zu steuern. Die Entdeckung von ATP fand im Kaiser Wilhelm Institut statt. Der guten Ordnung halber: Es gab noch eine Gruppe im Ausland, die es zeitgleich entdeckte. Der Vorgang der Signalgebung ist simpel. Neuronen und andere Zellen stoßen ATP aus ihren Bläschen. Enzyme zerlegen ATP, so daß am Schluss nur noch Adenosine Monophosphat oder Adenosine übrig bleibt. Das nun kann an bestimmten Zellrezeptoren andocken und das Signal abgeben. ATP wird z.B. von Nervenzellen in das Muskelgewebe gesandt, um für Kontraktion und Entspannung zu sorgen. Das Gleiche passiert bei Blutgefäßen. ATP und seine Derivate landen noch auf Rezeptoren anderer Organe, um die Arbeit derer Zellen zu beeinflussen. Diese Untersuchungsergebnisse dienen letztlich dazu, Medikamente zu entwickeln, um Fehlfunktionen von Organen zu beseitigen.