giovedì, dicembre 21, 2017

Sackgasse

Im vorletzten „Spiegel“ las ich einen Beitrag des Soziologieprofesssors Armin Nassehi. Er meint, für eine Demokratie benötigt man Alternativen. Ist ja auch was dran. Nur ist Demokratie für den Fortschritt die günstigste Staatsform?

Ist das meritokratische China, wie Nassehi es nennt, nicht besser geeignet, dem Fortschritt zu dienen? Und nun. Ist Fortschritt sinnvoll? Sicher ist er das. Er hilft Krankheit besiegen, das Alter des Individuums zu erhöhen, die Neugier auf alles zu befriedigen.

Die Kanzlerin propagierte oft die Alternativlosigkeit und damit, wie Nassehi meint, eine Abkehr von der Demokratie. Nur wurde der Input dafür von der Ingnoranz der Politiker gespeist, die weniger dem Fortschritt als der Beibehaltung des Status Quo huldigten. Und selbst das ging in die Hose. Ignoranz bekam die Oberhand, Stümperei ersetzte Sachverstand. Nassehi schreibt: „Geht das Risiko des Unterscheidens ein und holt die Konflikte in die Politik zurück.“

Ist das richtig? Zunehmende Globalisierung und Digitalisierung verlangen schnelles Handeln. Chinas Entscheider machen es unter sich aus und verkürzen den Weg von der Idee bis zur Ausführung. Für Deutschland und Europa wäre es fatal Politik zu treiben wie bisher. Demokratie führt in eine Sackgasse.



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