domenica, dicembre 10, 2017

Der Spiegel v. 2.12.2017


Verlierer an die Macht”

Unter diesem Motto steht die Ausgabe des letzten “Spiegel” mit zerknautschten Merkel und Schulz auf dem Titelblatt. Es sieht auch nach einer zerknautschten Großen Koalition aus. Politik, so wie sie sich darstellt, ist aus der Zeit gefallen, anachronistisch und daher zu langsam. Sie muss digitalisiert werden. Und wenn die Politiker nicht mithalten, in die Hofkolonne mit ihnen.
Im Beitrag “Die Vergessenen” beschreibt der “Spiegel”, wie vernachlässigt sich die Verletzten und Hinterbliebenen des Attentats auf dem Berliner Weihnachtsmarkt fühlen. Seltsam, dass die Bundeskanzlerin nicht zur Chefsache gemacht hat, sich um diesen Personenkreis zu kümmern. Aber auch die Behörden, an die sich die Personen gewendet hatten, gaben den Eindruck wider, dass so ein Attentat und dessen Auswirkungen zum Alltag gehören und  im Widerspruch dazu existieren noch keine behördlichen Abläufe. Eine unsägliche Dichotomie.
Was mich nicht stört wäre eine Unsensibilität gegenüber den Opfern. Empathie und Einfühlsamkeit kann man nicht aus dem Hut zaubern. Aber Prozeduren müssten das abfangen und dafür sorgen, dass die Betroffenen sich nicht allein gelassen fühlen. Und ich frage mich, wozu studieren Leute Gesellschaftswissenschaften wie Soziologie, wenn sie so etwas wie das Beschriebene nicht in den Griff bekommen?



Und Siemens hat vor, so gibt es ein anderer “Spiegel”-Beitrag wider, zumindest eine Fabrik in Görlitz zu schließen, ein Werk, das Gasturbinen für Kraftwerke produziert. Die Leute vom “Spiegel” werfen Joe Kaeser, dem Boss vor, keinen Plan B entwickelt zu haben. Ich will mir nicht anmaßen, Vorschläge zu unterbreiten, welche Produkte statt dessen in dem Werk von den gleichen Leuten hätten hergestellt werden können.





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