Ich habe mal ansatzweise die
Kommentare zum Spiegel-Artikel
über den neuesten
Reformvorschlag der Griechen durchgelesen. OK, nur 6 Seiten von 41, aber keiner
der Kommentatoren glaubt, dass die Griechen die der Eurogruppe zugesandten Reformvorschläge umsetzen würden. Tja. Ich
auch nicht. Und mit den Kommentatoren bin ich der Meinung, dass unsere
Politiker durch die Bank zu bescheuert sind, um in Ausnahmesituationen wie
dieser das Richtige zu tun. Es sind halt Schönwetterpolitiker.
venerdì, luglio 10, 2015
Asimov´s Science Fiction, July 2015
Derek Künskens “Pollen from a
Future Harvest” wäre eine Story, die bei Kollegen aus der Internet
Gruppe Schreib-Lust deshalb auf Unverständnis stoßen würde, weil die von SF keine Ahnung haben, lol. Die
Story selbst wäre sicher in „Analog“ besser aufgehoben gewesen. Geht es doch um Wormholes, Retroviren, Unschärferelationen.
Hintergrund
ist die Lösung der „Sixth Expeditionary Force“ der Sub-Saharan Union von der venusischen
Congregation. Die Expedition wurde losgeschickt, um eine Revolte von
Kolonialisten zu zerschlagen mit dem Ergebnis, dass sie auch von der
Congregation abfiel.
Die Namen
der Teilnehmer sind afrikanisch wie Okonkwo, Bantya, Tinashe, Tendekai. Wenn dazu
noch Gemüse-Intelligenzen
kommen, die über zwei
Mini-Wurmlöcher aus der
Zukunft in elf Jahren ihre Pollen schicken und der Pollenversand plötzlich aufhört, dann ist irgendwas im Busch und Major Okonkwo erhält als Prüfer alle Vollmachten, den Fall in der Station der „Sixth Expeditionary Force“ aufzuklären. Nicht einfach. Deshalb ist die Story auch ziemlich lang. Man benötigt einige Zeit sich einzulesen. Aber das Interesse
steigt mit der Lektüre.
mercoledì, luglio 08, 2015
Überall Chaos
Also
im Moment ist ja was los. Griechenland, Kursstürze
an Chinas Börse, Unterbrechung des Handels an der New York Stock
Exchange aufgrund eines Computerfehlers, Lucke verläßt die AfD,
Computerfehler bei United Airlines läßt Flüge ausfallen, und mein
Adsl fällt auch für Stunden aus.
giovedì, luglio 02, 2015
Analog, Science Fiction and Fact, July/August 2015
Beeindruckend war
Adam-Troy Castros “Sleeping Dogs”. Eine Geschichte, in der ein alter Mann sich als Beach
Bum auf einem fernen Planeten aufhält,
um so weit wie möglich entfernt von den Leuten des
Geheimdienstes zu sein, dem er angehörte
und in dessen Ungnade er gefallen war. Er war verhört, gefoltert worden. Man versuchte Informationen aus ihm
herauszupressen, die er nicht besaß.
An ihm wandte man alle Methoden an, die zur Zeit beim Geheimdienst üblich waren.
Und nun kam einer
dieser Folterer auf seinen Planeten. Der Protag wollte nicht glauben, dass
dieser in Pension gegangen war und legte ihn mit Hilfe einer älteren Prostituierten erst mal lahm.
Dann kamen Leute,
die hinter dem Pensionär her waren.
Das alles wird in
einem trägen Ton erzählt, in dem man alles, was sich auf dem heißen, langweiligen Wasserplaneten abspielt, wieder erkennt.
Der Autor lebt in
Florida. Die Inspirationen hat er sicher von dort.
mercoledì, luglio 01, 2015
Büromäuse und ein Gummibaum
„soul-crushing ceilings, and crappy grey
carpets, and draining environments with fluorescent lights – like, no one wants
to work that way anymore“
„Business Week“ v. 31. Mai
Zeit für müde Bürogurken sich
selbständig zu machen und im „shared workspace“ zu arbeiten. Für kurze Zeit
Büros anmieten, gibt es schon lange, auch in Deutschland, oder nur einen
Schreibtisch, PC und Telefon nutzen ist nichts neues. Doch bei WeWork
gibt es Bier so viel wie man trinken kann. Yayyyy und man kann ungehindert
seine vierundzwanzig Stunden durcharbeiten. Hightlight jedoch ist, dass man
sich mit Gleichgesinnten austauschen kann, was Ideen und Tipps angeht. Wäre ich nicht durch das Alter angenagt, würde ich mich auch noch mal da reinschmeißen. Gooo with the flooow.
Von 16 Stories hat
mein „Gummibaum“
mit einer anderen Story den 3. Platz besetzt. Besser als den Monat zuvor, wo
meine Geschichte den letzten Platz erobert hatte, lol. Im „Gummibaum“
hatte ich einen Schachkumpel das Wort „Jingles“ in den Mund gelegt. In der letzten „Business Week“
gab es einen Artikel über die Jingle Punks. Ein Start-Up, der Musik für Werbung, TV erstellt. Das Gute ist, dass jeder mit
Synthesizern für Jingle Punk Musik erstellen und in
einer Datenbank ablegen kann. Dort flöhen
Unternehmen die Songs durch und zahlen für
die Benutzung, einen Anteil für
den Songwriter, einen für Jingle
Punks. Jingles gab es schon in den 20ern des vorigen Jahrhunderts, als das
Radio aufkam. Später verschwanden sie von der Bildfläche. Jetzt sind sie wieder da.
domenica, giugno 28, 2015
Puff
Schade. Wie man
sieht, muss noch dran gearbeitet werden. Frachtrakete von SpaceX explodierte
nach drei Minuten auf dem Weg zur Internationalen Raumstation.
Sieht man selten
Juni-Story
In
diesen Tagen werden bei Schreib-Lust wieder eingesandte Stories
bewertet. Es gibr ein paar gute Schreiber darunter. Die meisten
Stories jedoch empfinde ich als lahm. Ist auch klar, wenn man SF-Fan
ist.... Bei Geschichten von Frauen kommen meistens ein oder zwei
Personen vor. Wenn die Leute meine Stories mit mehreren Personen
lesen, ist das für sie nicht mehr verkraftbar.
Ich
komme auch ins Schleudern, wenn ich SF lese und der Autor fängt an,
extraterrestrische Verben in die Story einzuflechten, die nicht im
klingonischen Wörterbuch enthalten sind. Aber bei dödeliger
Belletristik sollte man schon über zwei Personen hinauslesen können.
Hier
mein letzter Erguss:
Gummibaum
Klaus Eylmann
Udo Schmitz,
Kriminalbeamter, mittelgroß, blond, mit blassem Teint und
wasserblauen Augen, konnte sich seine Wohnung ohne Gummibaum nicht
vorstellen. Dessen Präsenz erzeugte, so hatte Udo schon vor Jahren
festgestellt, eine beruhigende Atmosphäre, obwohl der Baum nichts
tat, als zu wachsen, Staub einzufangen, Blätter fallen zu lassen.
Die Altbauwohnung lag
in Hamburg-Winterhude, in einer Seitenstraße, die so wenig befahren
war, dass Tauben auf ihr spazieren gingen. Hier schien die Zeit
langsamer abzulaufen und Udo meinte, das läge an seinem Gummibaum.
Ficus Elastica, um die ein Meter fünfzig hoch mit einer
durchschnittlichen Blattlänge von fünfunddreißig Zentimetern. Udo
genoss die Ruhe, die von ihm ausging und die nur von dem hin und
wieder zu vernehmenden Brummen des Kühlschrankes, dem Rasseln der
Kette einer Standuhr, dem gluckernden Geräusch einer Kaffeemaschine
unterbrochen wurde. Wohnung, Gummibaum und Standuhr hatte Udo von
seinen Eltern übernommen. Die Kaffeemaschine vor einigen Tagen
gekauft. Das Lächeln der Verkäuferin, schlank, Größe um die 1,60
m, kastanienbraune, kurzgeschnittene Haare, vermutlich unverheiratet.
Ein reizendes Mädchen. Udo würde gern eine wie diese zu einem
Kaffee in seine Wohnung einladen.
Außer die Erde mit
Sauerstoff zu versorgen, hatten Bäume sicher noch andere Aufgaben,
die der Menschheit bisher verborgen geblieben waren. Sie waren nicht
dafür geschaffen, nur herum zu stehen. Für Udo wäre es nicht
abwegig, wenn alle Bäume miteinander in Verbindung stünden,
vermutlich über Partikel, die in einem Teilchenbeschleuniger wie dem
Hadron Collider bisher noch nicht aufgespürt worden waren. Dark
Matter, zum Beispiel. Und es war, so dachte Udo, nicht
auszuschließen, wenn sie mit Bäumen in anderen Galaxien und
Paralleluniversen kommunizieren würden. Udo hütete sich, seine
Theorie mit anderen Personen zu erörtern. Die Welt war nicht reif
dafür. So genoss er die Ruhe in dem Bewusstsein, dass es der
Gummibaum war, der dafür sorgte, dass er abends Schachpartien der
Meister ungestört am Küchentisch nachspielen konnte.
Schach spielte er im
Club, dann mit den großen Figuren im Stadtpark. Einem Freund hatte
er bei einer Schachpartie von seinem Gummibaum erzählt.
„Ich wusste gar
nicht, dass es die noch gibt,“ hatte sich der Mann gewundert. „Die
waren doch in den 60er Jahren in. Zur Zeit der Nierentische und
Tütenlampen.“
„Schon vorher,“
hatte Udo erwidert. „Zur Zeit der Volksempfänger, Drahtfunk,
Lautsprechern an den Stränden und grölenden Horden in Uniform.“
„Gummibäume…“.
Der Mann sah vom Schachbrett hoch. „Gummibäume waren ein Fad, eine
Marotte, eine Modeerscheinung. Soweit mir bekannt ist, hatte jeder
einen bei sich zu Haus stehen. Im Zeitalter des Internets und der
Social Networks, der Meme, Jingles, könnte man Gummibäume wieder
populär machen. Wir haben den E-Commerce und das wäre eine neue
Geschäftsidee.“ Er redete weiter. Udo hörte nicht hin. Auch
wusste er nicht, was Meme und Jingles waren. Er analysierte die
Stellung des Gegners und setzte ihn nach einigen Zügen matt. Dann
stand er auf und verabschiedete sich.
Um Gedanken an Beruf
und Schach hinter sich zu lassen, ging Udo hin und wieder tanzen. So
wie an diesem Abend. Für das Damenwahl-Lokal, eine tropisch warme
von Veilchenduft, Bierdunst und deutschen Schlagern geschwängerte
Vorhölle, war Ladies Night angesagt mit Frauen in der Überzahl. Udo
störte das nicht. Als Kriminalbeamter hatte er gefährlichere
Situationen überstanden. Doch nun saß er mit dem Rücken zur
Tanzfläche an der Bar, und es kam ihm vor wie Russisches Roulette.
Der Jockey legte eine
Scheibe auf. Udo starrte in sein Bier und wurde von hinten angetickt.
Udo drehte sich um, erstarrte, fing sich wieder. Sekunden später
quetschte sich eine korpulente ältere Frau an ihn. Der Discjockey
brachte seinen Spruch: „Haben Sie Ihrer Dame schon gesagt, wie gut
sie heute Abend wieder aussieht?“ Das bekam Udo nun doch nicht über
die Lippen. Er redete über die Standuhr seiner Mutter und den
Gummibaum. Die Frau schreckte das nicht ab, stürzte sich beim
nächsten Tanz wieder auf ihre Beute. Es gab für Udo zwei Fluchtorte
zur Auswahl: Ausgang oder Herrentoilette. Udo entschied sich für den
letzteren.
Dort ließ er die Luft
aus der Lunge und blickte in den Spiegel, strich eine Strähne
zurück, hielt die Hände unter den Wasserstrahl, benetzte sein
Gesicht und versuchte an nichts zu denken. Als er sich nach zehn
Minuten wieder hinaus traute, lauerte die Frau in fünf Meter
Entfernung. „Kommen Sie“, hörte er neben sich eine Stimme, die
ihm bekannt vorkam. Eine junge Frau lächelte ihn an, ergriff seine
Hand und zog ihn auf die Tanzfläche. Das Mädchen aus der
Innenstadt, das ihm die Kaffeemaschine verkauft hatte.
„Sie haben mich
gerettet“, seufzte er erleichtert und versuchte seine Gedanken zu
ordnen. Sollte er ihr sagen, wie gut sie heute wieder aussah? Das
wusste sie wohl selbst. Und überhaupt musste man Abstriche machen.
Schummrige Beleuchtung und Biere konnten seine kognitiven Fähigkeiten
herabsetzen. Aber soweit er sich erinnern konnte, war sie auch bei
Tageslicht hübsch, wenn er nüchtern war.
„Ich habe Sie mit
Ihrem markanten Gesicht gleich wieder erkannt und dann abgefangen.“
Die Frau kicherte und schmiegte sich an ihn. ´Was? Markantes
Gesicht?´ Er sah das blasse Oval aus dem Spiegel vor sich und musste
grinsen. ´Ich versuch es mal´, dachte er und sagte: „Ich kann
nicht mehr allzu lange bleiben. Habe vergessen, meinen Gummibaum zu
gießen.“
„Was!“, rief sie
aus. „Sie haben auch einen?“ Udo musste sich beherrschen.
Markantes Gesicht, Gummibaum. Sprüche klopfen hatte sie drauf.
Interessant. Was für ein Kontrast zu ihrem unschuldigen Aussehen!
Dann jedoch sagte sie:
„Bäume sind Poesie“. Und Udo drückte das Mädchen fester an
sich.
Volksbefragung in Griechenland
Vermeintlich
cleverer Schachzug von Tsipras. Er verteilte die Last der
Entscheidung auf viele Schultern und kaschiert damit, dass er es war,
der das Land in die Sch... geritten hat.
Es
zeigt aber auch, dass die Mehrheit der Griechen, vermutlich auch der
Menschheit, aus Idioten besteht, die Konsequenzen, wie sie jetzt
anstehen, nicht einkalkulieren können, wenn sie mehrheitlich eine
Partei wie Syriza wählen..
Solange
die im Denkarsenal befindliche Logik dieser Leute so schwach
ausgebildet ist, und sich die Leute auich nichts sagen lassen wollen,
sollte man sie nicht daran hindern sich ihr Grab zu schaufeln.
giovedì, giugno 25, 2015
Google Express
Ich bekam eine E-Mail auf meinen Gmail-account. Overnight
Delivery in ausgewàhlten Bezirken. „Enjoy $20 off your first
purchase and 3 month free delivery.“ Komisch, unser Supermarkt ist
nicht dabei, lol. Selbst in den U.S.A gibt es nur einige Regionen in
Kalifornien, Washington, New York. Es ist jedoch eine stattliche
Anzahl von Geschäften, die mitmachen.
mercoledì, giugno 24, 2015
Businessweek June 15 - June 28, 2015
Diese Ausgabe werde ich aufbewahren. Code: An Essay, ein
Aufsatz über Programmiersprachen, Kodierer und
das, was sich in Silicon Valley so tut. In dieser Ausgabe lese ich nichts
anderes. Es geht über 112 Seiten. Warum tut die BW das dem
Leser an? Kodieren wird wichtiger, explodiert geradezu. In der Zukunft fallen
die durchs Rost, die es nicht beherrschen. Kann natürlich noch etwas dauern und irgendwann wird Kodierern das kodieren durch
Maschinen abgenommen.
Ich selbst habe noch etwas Ahnung davon,
aber nicht mehr viel. Die letzten Programme hatte ich in Second Life
geschrieben, dem online Computerspiel. Ich hatte mir mit LSL, der Linden
Scripting Language ein Internet Radio programmiert, dass ich auf meinem Stück
Land deponiert habe, wo Avatars tanzen. Radio-Stationen habe ich über Shoutcast
bekommen. Nur fehlt bei vielen Programmen das intuitive. Die ganze
Internetchose ist stark verbesserungswürdig. Die Prozedur war so versteckt,
dass es mich so um den halben Tag gekostet hat, bevor ich herausbekam, wie man
an die URL der Radiostationen herankommt. Die Optionen müssten durch das
Programm angeboten werden, wenn man eine Radiostation aufruft.
Jeder Besucher meines Landes in SL kann
mit meinem Radio Stationen nach Musikarten anwählen und auf seinem Computer
hören. Ist doch schon was. Doch zurück zum Artikel. Er ist eine gute Einführung
für Nichteingeweihte. Ich
greife ein paar Titel heraus: What is the Relationship between Code and Data?,
From Hardware to Software, How does Code become Software?, Liquid Infrastructure,
What is an Algorithm?, What about Javascript?, The Beauty of the Standard
Library, What do different Languages do?, Look how big and weird Things get
with just Python, Why are Coders angry, How do you pick a Programming
Language?, Why are there so many Languages? Managing Programmers, Should you
learn to code?
Es gibt um 1700 verschiedene
Programmiersprachen. Man sollte erst mal nur eine lernen, lol. Am Anfang der
Computerei gab es Assembler und Cobol. Später kamen Fortran und PL1 hinzu. Ich
hatte noch Cobol gelernt, nachdem unsere Organisationsabteilung mit der Datenverarbeitung
zusammengelegt worden war. Zu der Zeit arbeitete ich bei Reemtsma Cigaretten in
Hamburg. Big Iron, Mainframes wurden mit Minicomputer von IBM ergänzt. Die
hatten ihre eigene Sprache. War schon interessant. Dann kaufte die Firma Unternehmenssoftwarepakete
von SAP, die zu der Zeit aus Assembler bestanden. Eine low-level Sprache, die
dicht an der Maschine war. Allerdings besaß sie schon Makros, die Funktionen
wie Öffnen, Schließen, Lesen, Updaten, Drucken von Dateien enthielten und die
Programmierung vereinfachten.
Was
SAP zur Zeit anbietet, weiß ich nicht. Ich bin nicht mehr am Ball. Eines ist
klar. Geschäftsvorfälle können nun via PCs, Tablets und Smartphones über die
Cloud abgewickelt werden. Und irgendwann läuft alles über das Internet of
Things automatisch ab.
Klar, dass man da nicht mithalten kann.
Ich fuhr heute mit meiner Frau in verschiedene Supermärkte zum Einkaufen. Ein
Codierer hat keine Zeit dafür. Er lässt sich eine Pizza ins Büro liefern und
ackert seine zwölf bis vierzehn Stunden. Er ist in seiner eigenen Welt. Politik
interessiert nicht. Er hat einen Termin, an dem die Software versandt werden
soll. Und die Dokumentation. Man kommt mit dem Dokumentieren nicht nach, denn
in zwei Wochen steht schon wieder ein neues Update an. Die Industrie steht und
fällt mit ihrer Schnelligkeit. Lahmärsche haben keine Chance.
Auf jeden Fall werde ich diese Ausgabe
aufheben. Man weiß ja nie, vielleicht gibt es ja, wenn ich neunzig bin, einen
Turboimplant für mich.
domenica, giugno 21, 2015
Scientific American, June 2015
Beim nochmaligen Durchblättern fiel mir die Präsentation
von drei Brillen auf, die die Arbeit von Medizinern und Krankenschwestern
erleichtern sollen. Eine davon schärft den
Kontrast von Verletzungen. Eine andere lässt
Venen visuell hervortreten. Sollte ich mir zulegen, für den Fall, dass mir mal wieder Blut abgezapft wird. Nur kostet das Objekt
um die 10.000 Dollar. Dann lieber ein paar Capuccini mehr trinken. Die dritte,
auch um die 10.000 Dollar unterscheidet mit Hilfe eines Kontrastmittels gesunde
von Krebszellen.
Mir wurde gestern mal wieder ein TAC gemacht, eine
Computer Tomografie. Da hätte ich
die Venenbrille gut gebrauchen können. Für die Vergabe des Kontrastmittels musste die Erlaubnis meines Arztes
eingeholt werden; denn bei Allergien kann so ein gespritztes Mittel zum Tod führen. Spannend, nicht wahr? Aber ich hatte es schon mal überstanden, und mir wurde erzählt,
dass es sich nach der Injektion in den Flebo warm anfühlen würde. Die Schwester hatte
Schwierigkeiten, eine vernünftige
Vene zu finden; denn meine sind sehr dünn. Und
prompt platzte sie beim Spritzen. Nicht die Schwester. Von Wärme spürte ich nichts, nur dass es kalt über meinen Arm lief. Ich hoffe nur, dass genügend in meinen Blutkreislauf gesickert ist, so dass ein paar vernünftige Aufnahmen entstanden sind.
Interessant fand ich auch einen Kurzbeitrag über das Low-Density Supersonic Decelerator Projekt LDSD, über den Mars-Lander, der einer fliegenden Untertasse gleicht. Nun zu den
Artikeln.
„The Amazing Teen Brain“. Hört sich nach B-Movie an. „The Brain that couldn´t die“,
lol. Das limbische System, in dem Emotionen gebildet werden, verstärkt sich auffallend während
der Pubertät, während der Präfrontale Cortex mit seiner Logik und den
Kontrollfunktionen erst später
nachzieht. Sieht man gerade wieder bei dem Killer in South Carolina. Ich hatte
da meine Basis-Wohnung, und zwar in Greenville. Ein stark von Baptisten
beeinflusster Staat, in dem Remmi-Demmi in der Nacht von Sonnabend zum Sonntag
ab zwölf Uhr verboten war. Es standen überall Polizisten zur Kontrolle herum. South Carolina ist konservativ. Die
Republikaner stellen den Gouverneur und die Kirchen sind sonntags mit festlich
angezogenen Leuten gefüllt, die sich
mit der ganzen Familie nach dem Kirchgang bei Burger King oder McDonalds
anstellen. Bei dem Killer war der Präfrontal
Cortex noch nicht ausgereift. Und der Vater schenkte ihm ein Schießeisen zum einundzwanzigsten Geburtstag. Bescheuerter geht’s wohl nicht.
„All the Light there ever was.” Im Grunde komprimiert es sich auf den Fakt, dass es Licht im Dunkel gibt,
welches man so nicht sehen kann. Extragalaktisches Licht, welches uns vom
Beginn des Universums erreicht. Beinahe, so um 200 Millionen von Jahren nach
dem Big Bang. Eine Art Hintergrundstrahlung, die vom Licht naher Galaxien und
Sterne überlagert wird. Indirekt kann es jedoch
gemessen werden mit Hilfe von Gammastrahlen, die von Galaxien mit Riesen
Schwarzen Löchern erzeugt und dann durch die
Hintergrundstrahlung geschwächt
werden. Die dabei entstehende Cherenkov-Strahlung ist ein Faktor in der
Berechnung der Stärke des Extragalaktischen Lichtes.
„Cells
on Fire“. Rötung, Schwellung, Schmerz und Wärme sind Zeichen einer Entzündung. Vorher läuft eine Kette molekularer Prozesse im Körper eines Menschen ab. Ausgelöst durch Gewebeschäden oder durch Krankheits erreger werden sogenannte Flammasome erzeugt, die
Cytokine freisetzen, welche die vorgenannten Symptome verursachen. Die
Voraussetzungen sind unterschiedlich, die molekularen Prozesse bleiben unverändert. Diese nun geklärt, lassen auf neue Medikamente gegen Krankheiten wie
Leberleiden, Alzheimer etc. hoffen. Nach Ansicht des Autoren dieses Artikels
werden diese erst in zehn Jahren auf dem Markt auftauchen.
„The
networked Animal“. Tiere sind schlauer als angenommen. Am Beispiel von Primaten, Delphinen
und Elefanten zeigt der Autor dieses Artikels soziale Netzwerke auf, die
unseren wie Facebook ähnlich sind. Delphine bringen sogar Fischer mit ins Team ein, damit sie
ihnen Fische zutreiben können. Netzwerke werden von Tieren genutzt, um Wissen zu vermitteln, ihre
sozialen Bedürfnisse
zu befriedigen. Ist ja bei uns auch nicht anders.
„Birth
of a Rocket“.
Elon Musk will auch ein Raumschiff für den Mars bauen. Die NASA ist jedoch ein Stück weiter. Sie baut das Space Launch System, eine Rakete,
die Mensch und Material zugleich in den Raum befördern soll. Vermutlich werden die Chinesen auch ein
Raumfahrzeug bauen und als erste auf dem Mars landen, während die USA das Projekt aus Kostengründen einstampfen werden, so wie es mit dem Projekt
Constellation gemacht haben.
„The Mystery of Case 0425“. In Texas
werden Mexikaner, die dort eingedrungen und dann in der Wüste verdurstet sind, eingesammelt und auf irgendeinem
Friedhof verscharrt. Einige Forscher haben nun Leichen ausgegraben und
versucht, sie einem Namen, einem Land und wenn es ihnen gelingt, ihrer Familie
zuzuordnen, um diese zu benachrichtigen. In diesem Artikel wird das anhand
eines Beispiels dargestellt.
„The
Dengue Stopper“.
Dengue Fever, unbehandelbar, muss von selbst wieder weggehen. Kommt dort vor,
wo sich der Mosquito Aedes Aegypti vermehren kann, dort wo brackiges und
stagnierendes Wasser vorkommt. Die Mücke überträgt das Virus von einem Menschen auf den anderen. Eine
Bazille, die Wolbachia, soll verhindern, dass die Mücke sich vermehrt. Wolbachia verhindert, dass sich das
Virus in den Eiern des Mückenweibchens repliziert. Das Bakterium wird an neue Mückengenerationen weitergegeben und mit der Zeit wird
erwartet, dass sich die mit Wolbachia infizierten Mosquitos in der Mückenpopulation durchsetzen.
giovedì, giugno 18, 2015
Powerwall
So cool ich
Elon Musks Vorhaben auch finde, (er ist einer der wenigen, die SF in Realität umzuwandeln versuchen), so geht die von Tesla
entwickelte Powerwall anscheinend am Bedarf vorbei.
Powerwall ist
ein stromlinienförmiges Batteriepacket, dass sich gut an einer Garagenwand macht und seine
Energie von Solar-Panels bezieht und speichert. Die „Business Week“ zitiert einige, die meinen, dass sich so ein Gadget nicht lohnt, da der
Strom von Solarzellen in das öffentliche Netz geleitet werden kann und von den Elektrizitätswerken bezahlt wird.
Es gibt noch
einige andere Gründe dagegen, sich so ein Ding ins Haus zu hängen. Aber Musk mag Recht haben wenn er meint: Die Powerwall,
die 3000 USD und mehr kosten soll, wird auch so verkauft. Es ist der
cool-Faktor Stupid.
martedì, giugno 16, 2015
Teure Pille
Gilead
Science entwickelte das Medikament Harvoni, das in 12 Wochen
Patienten mit Hapatitis C kuriert. Das ist neu. Harvoni ersetzt
Interferon, das über lange Zeit verabreicht schwerere Nebenwirkungen
aufweist.
Es
muss täglich nur eine Pille Havoni eingenommen werden. Die jedoch
kostet 1000 'Dollar, die Behandlung 84000 Dollar. Versicherungen
sträuben sich, das zu zahlen.
Könnte
es darauf hinauslaufen, dass nur Leute mit Geld Zugang zur modernen
Medizin bekommen?
Den
Artikel darüber las ich in der „Business Week“.
Lagerfeld & Co.
Ich las in einem der letzten „Spiegel“ ein Interview mit Karl Lagerfeld.
Interessant wie der Mann tickt. Er hat sich seine Phantasiewelt
zusammengebastelt, in der er sich wohlfühlt.
Alles was ahnungslose Politiker in der Realität anrichten, ist ihm wurscht. Er macht sein Ding, entwirft seit Jahrzehnten
Kleidung für Channel, Fendi, sein Haus. Dabei, so
gibt er selbst zu, sind um die 98 Prozent reif für die Tonne. Die restlichen 2 Prozent der Entwürfe jedoch erlauben ihm, unbeschadet der in der Welt stattfindenden
Verwerfungen, weiter in seinem Hobby zu arbeiten und Geld zu machen.
Ich bin sicher, so kann man auch als Schriftsteller
arbeiten. Jeden Tag am Manuskript, von
dem 98 Prozent nicht zu gebrauchen sind. Die restlichen 2 Prozent jedoch machen
einen Bestsellerautoren.
sabato, giugno 13, 2015
Mutant - Forbidden World
Nachdem ich mir noch diesen glibberigen Film angesehen habe, gehe ich schlafen und werde im Traum gegen diese Monster weiterkämpfen.
venerdì, giugno 12, 2015
Oldie-Con 2015 in Unterwössen
Das schon mal vorweg: Ich bin der zweite von rechts in kurzen Hosen. Wenn man genauer hinguckt, sehe ich so aus, als sei ich einem B-Movie entsprungen. Also schön Abstand halten.
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