Coversong Roads

venerdì, settembre 04, 2009


Fritz Leiber

Im Spiegel Online vom 4. September steht ein interessanter Artikel über Fritz Leiber, der Phantasie, Horror und SF schrieb. In dem Artikel wird wenig Bezug auf SF genommen, doch wie auch immer, er war einer und hatte zahlreiche Hugos gewonnen.

giovedì, settembre 03, 2009

Vector, the Critical Journal of the British Science Fiction Association, Spring 2009

Das Hauptanliegen dieser Ausgabe ist die Besprechung von Büchern, Filmen, TV-Serien des vergangenen Jahres. Rezensenten geben Auskunft über die von ihnen besprochenen Bücher. Ich gehe darauf nicht ein, da ich so gut wie nichts über die Rezensionsobjekte weiß. Eine Ausnahme bildet Battlestar Galactica. Nur habe ich von meinem Tabakhändler gerade mal die ersten beiden DVDs bekommen.

Wo ich gerade bei DVDs bin. Ich beziehe außerdem Abbott and Costello, um mich hin und wieder schief lachen zu können; dann Sherlock Holmes mit Basil Rathbone. Vor zwei Tagen hatte ich bei Amazon die ersten beiden Staffeln von Dr. Who geordert. Dann kaufte ich Rex Stouts Nero Wolfe, nur bei der ersten Platte funktionierte der Ton nicht. Ich nehme an, alle Platten sind so. Die hatten wohl Affen als Qualitätskontrolle weil die billiger waren.

Eines der interessantesten besprochenen Bücher ist sicher Michael Houellebecqs „H.P. Lovecraft: Against the World, against Life“ mit einem Vorwort von Stephen King. Ich sollte es mir zulegen. Es erschien im Gollancz Verlag: ISBN 9780575084018.

Elastic Press, a Sampler. British Science Fiction Association. Special Edition, Autumn 2008

Mein Fundus ist schier unerschöpflich. Ich habe doch noch einige Magazine entdeckt.

Elastic Press ist Small Press, ein Kleinverlag, der über die BSFA in einer Broschüre drei SF-Stories zu lesen bereit stellt, die in Anthalogien veröffentlicht werden. Die Geschichten sind lesenswert. Am Anfang wird der Verleger interviewt. Na ja, das Übliche: Neuen Autoren, die ihren Weg nicht zu einem großen Verlag finden, eine Chance geben.

mercoledì, settembre 02, 2009


Neue Story von mir.

Ich reichte sie bei Schreib-Lust.de für September ein. Hier ist sie.

Tauziehen

Es war heiß. Die Luft über dem sandigen Platz flirrte unter der zwölf-Uhr Sonne. Mary stand mit einem geblümten Kleid vor ihrem Kuchenbuffet, Arme in die Hüften gestemmt, den Blick auf ihren Max gerichtet, der sich mit acht weiteren Kumpeln von der Müllabfuhr beim Tauziehen abrackerte.

Sommerfest der Müllmänner. Kinder kreischten. Orgelmusik wehte von dem Karussel herüber. Neun ausgesuchte Briefträger zogen am anderen Ende des Taues. Stämmige Burschen, deren Beinen man die Kilometer ansah, die sie zurückgelegt hatten.

Stiefel schrammten über die Linie hinweg. Max und seine Kollegen schlugen den Gegnern gönnerhaft auf die Schulter und luden sie auf ein Bier ein. Getränkestand und Kuchenbuffet wurden umlagert. Frauen zerteilten Kuchen auf Papptellern und und tauschten Neuigkeiten aus.

Von den kahlen Hängen löste sich eine Staubwolke, aus der ein Müllfahrzeug hervorkam. Es hielt auf den Platz zu und stoppte. Türen wurden aufgerissen. Aus der einen flog ein Mann und blieb bewegungslos auf dem Boden liegen. Aus der anderen kletterte etwas Metallenes. Eine humanoide Form. Klingte, klongte, klangte, als sie sich auf die Menschen zubewegte. Rotes Licht waberte in ihrem Kopf.

„In mir seht ihr das neue Müllmann-Modell.“ Karussellmusik verwehte, Gespräche verstummten. „Ab sofort wird das alte durch meine Kopien und mich abgelöst. “ Ein Roboter? Er ging auf den Wagen zu, näherte sich dem am Boden Liegenden und zog ihn am Kragen empor. Mary erkannte Frank Mosenbach, den Chef der Müllarbeitergewerkschaft. „Lohnfortzahlung,“ rief der Stahlmensch. „Frank hat sie für das alte Modell durchgesetzt.“ Er ließ ihn zu Boden fallen stieg in den Müll-Laster und fuhr davon.

Hitze kennt kein Erbarmen. Kein Windhauch stört sie. Menschen schienen gelähmt. Dann fassten sich zwei Männer, legten Franks Leiche in den Kofferraum ihres Autos und fuhren davon. Mary packte den Rest ihres Gebäcks sowie den Tisch in den Wagen und setzte sich hinein. Max kam dazu. Er schien schockgefroren.

„Nimm ein Stück Apfelkuchen“ Max blieb stumm. Schweigend fuhren sie eine Weile. Dann sagte er: „Heute Nacht hole ich mir den Müllwagen aus der Deponie und morgen fahre ich meine Tour.“

Mary ergriff seine Hand. „Ich gehe mit dir.“

Auf der Deponie standen die Fahrzeuge aufgereiht unter gelbem Natriumlicht. Dahinter zeichnete sich die dunkle Silhouette einer Baracke ab, dann die einer Trafostation.

„Die Baracke“, sagte Max. „Die Baracke ist neu.“ Max und Mary stiegen aus dem Fahrzeug. Das Licht des Mondes brach sich in dem Metalldach des Schuppens. Mary hörte ein Summen. Die Tür war unverschlossen. Sie traten ein. Es war dunkel, bis auf das rote Licht, das über den Köpfen der Roboter flimmerte. Marys Blick wanderte an ihrer Reihe entlang, heftete sich auf ein armdickes Kabel.

„Die Trafostation.“ Max suchte nach einem Schalter. „Sie lädt die Roboter auf.“

Mary schmiegte sich an ihren Mann. „Ziehen wir doch das Kabel aus der Wand.“ Es gelang ihnen nicht. „Da gibt es nur eines“, meinte Mary. Sie sahen sich an. Max nickte und zog das Handy hervor.

Mary, Max und weitere acht Müllmänner stemmten die Füße gegen den Boden. Das Kabel löste sich nicht von der Wand.

Mary, Max, acht weitere Müllmänner und neun Briefträger fielen mit dem Kabel zu Boden, standen auf und klopften sich gegenseitig auf die Schulter.

Auf dem Heimweg kam Mary und Max ein Polizeiwagen entgegen. Metallen blinkte der Fahrer unter dem Licht der Autolampen. Für den nächsten Tag war die Tour gesichert. Doch hatte der Kampf gerade erst begonnen.

Scientific American, December 2006

Neben den Artikeln listet die Zeitschrift 50 Technology Leaders des Jahres 2006 auf. Angela Belcher, über die ich vorher berichtet hatte, gehört zu ihnen. Die Frau hatte Viren wie das M13 mit Metallpartikeln verbunden und das Virus sich vermehren lassen. Ich habe mal nachgesehen, was sie heute macht. Ihr Unternehmen Cambrios Technologies gibt es noch. Es stellt das Beschichtungsmaterial ClearOhm aus Nanopartikeln her. Es enthält transparente Elektroden für Touch Screens und Flüssigkristall Displays.

Dann sehe ich Al Gore, Warren Buffet darunter. Der erste wurde für seinen Öko-Dokumentarfilm, der andere für seine Milliardenspende an die Bill und Melinda Gates Foundation prämiert.

„The Red Planet´s watery Past“. Hier wird aufgrund von Rovern durchgeführten Messungen berichtet, dass der Mars für ein Drittel seiner Historie ein erdähnliches Klima besaß und Wasser einen Teil seiner Oberfläche bedeckte.

Bei „Seeking the Neuralcode“ ging es um den Versuch, den Code des Gehirns an einem Beispiel zu entschlüsseln. Bartfühler von Ratten, deren Impulse vom Gehirn in Umgebungsbestimmungen umgewandelt werden können, wurden auf betroffene Neuronen überprüft. Ursprünglich nahm man an, dass es eine 1:1-Verbindung von Barthaaren zu Neuronen gäbe. Doch ist es ein dynamisches Ensemble, dessen aktive Neuronen fluktuieren.

Mit „Lucy´s Baby“ kommt in Äthopien ein 3,3 Millionen altes gut erhaltenes Babyskelett zutage, welches Aufschluss darüber gibt, wie sich die ersten Menschen fortbewegt haben. Aufrecht. Lange gebogene Finger lassen vermuten, dass sich erwachsene Artgenossen an Zweigen und Ästen hochgezogen haben. Interessant ist ebenfalls, dass zu einer bestimmten Zeit sich nur Segmente des Körpers fortentwickelt haben.

„Ultimate White Light“ kommt durch Senden eines einfarbigen Laserstrahls in Kristalle, Fiberoptik-Kabel usw. Zustande. Das farbige Licht zerfällt in ein Spektrum, dessen Summe weißes Licht ergibt, dass für Anwendungen wie Messen von Wellenlängen, Zeit; oder Boosting von Telekommunikationsgeschwindigkeit, Entdeckung chemischer Verunreinigungen und Bildgebung in der Medizin von Interesse ist.

„Cancer Clues from Pet Dogs“. Da ein Prozentsatz von Hunden unter den gleichen Krebsarten leidet wie die Menschen, geht man daran, an diesen Hunden klinische Tests durchzuführen bevor sie bei Menschen ausprobiert werden. Tests wurden vorher an Mäusen und Ratten durchgeführt, und hatten bei Menschen nicht die gleichen Ergebnisse gezeigt. Man hofft, dieses sei bei Hunden anders.

Der letzte Artikel behandelt das Messen. 117 Jahre steht nun schon das Kilo in der Nähe von Paris herum, im International Bureau of Weights and Measures. Es geht darum, das International System of Units (SI) mit noch genaueren Messungen an die Erfordernisse unserer Zeit anzupassen. 1983 z.B. wurde das Meter als die Länge eines Weges definiert, den Licht in 1/299.792.958 Sekunden im Vakuum zurücklegt.

sabato, agosto 29, 2009

Vector, the critical journal of the Britsh Science Fiction Association, Summer 2009

Ich lese Essays von Paul Kincaid, Tony Keen, Stephen Baxter.

Kincaid nimmt sich Robert Holdstocks Bücher vor und referiert, wie dieser die Zeit als oszillierend darstellt. Nun, Zeit ist ein seltsames Phänomen. Als Dimension ist sie nicht in Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft einteilbar. Sie ist einfach da und unser Gehirn sieht das anders. Wo habe ich bloß meinen Hirnverstärker gelassen?

Keen interviewt Hal Duncan, von dem ich auch noch nie etwas gehört habe. Das spricht wohl gegen mich. Danach vermittelt Keen in „Euripides Bound: Hal Duncan´s use of the Greek tragedy“, wie Duncan griechische, römische und andere Mythen mit seinen Texten verwebt.

Gwyneth Jones, eine britische SF-Ikone wird von Tanya Brown interviewt. Es geht um ihren Roman „Spirit“.

„First Impressions“ von Kari Sperring enthält Buchbesprechungen von Vector-Mitarbeitern.

Abigail Nussbaum behandelt die BBC Fernsehserie „Being Human“.

Andy Sawyer, der die gigantische SF-Bibliothek der Universität Liverpool verwaltet, bespricht das SF-Buch „De Bracy´s Drug“ von Volsted Gridban aus dem Jahr 1953.

Stephen Baxter macht sich Gedanken, wie Außerirdische, die auf der Erde landen, wohl mit Menschen umgehen würden.

martedì, agosto 25, 2009

Christopher Lee

wurde zum Ritter geschlagen. (Quelle: David Langfords Ansible)
Fandom Observer 242

bringt die wie gewohnt bunte Mischung an SF-Neuigkeiten. Perry Rhodans zweitausendfünfhundertste Ausgabe. Stolze Leistung oder lobenswertes Beharrungsvermögen der Leser. Ich sehe die üblichen Fanzinebesprechungen, eine Liste mit Gewinnern des Deutschen Kurt Laßwitz Preises 2009, Buchbesprechungen, Comics. Dann einen Bericht vom Garching-Con, der sich, wie ich herauslaß, mit Perry Rhodan befasste. Es folgt ein Bericht über die SF-Fernseh Serie "Die Mädchen aus dem Weltraum". Ein Rückblick auf alte Filme mit Harry Piel und Hans Albers.

domenica, agosto 23, 2009

You can observe a lot by watching

Das war einer der berühmten Yogi Berra-Sprüche. Ich las diesen in der Scientific American, die ich mir als nächstes vorgenommen habe und googelte. Yogi, 1925 geboren, war einer der besten Catcher der Mets, einem New Yorker Baseball team. Seine Sprüche sind legendär. Hier einige seiner bekanntesten.

I really didn't say everything I said.

It ain't over till it's over

90% of the game is half mental

Nobody goes there anymore. It's too crowded.

When you come to a fork in the road, take it

You can observe a lot by watching

Always go to other people's funerals, otherwise they won't go to yours.


Vector, The Critical Journal of the British Science Fiction Association, Winter 2008

Auch bei diesen Veröffentlichungen komme ich langsam auf den neuesten Stand. Eine weitere Ausgabe noch und ich bin auf der Höhe meiner Zeit J. Die vor mir liegende hat „War in SF“ zum Thema.

Stephen Baxter, der neben seinen SF-Romanen am laufenden Band Artikel produziert, befaßt sich in diesem Essay mit „H.G. Wells´s The War of the Worlds as a Controlling Metaphor for the Twentieth Century.“

James Holden behandelt in „The Menace of War: Einstein, Freud and SF“ einen kurzen Briefwechsel zwischen Einstein und Freud, der in den dreißiger Jahren durch das International Institute of Intellectual Cooperation zustande kam. Einstein warf die Frage auf: „This is the problem: Is there any way of delivering mankind from the menace of war?“ Freud gibt eine Antwort, dass eine internationale Institution das Beste sei, aber unter den gegebenen politischen Umständen nicht effizient wäre. Und das gilt noch heute.

Martin Mc Grath schreibt einen Essay über „After Heinlein: Politics in Scalzi´s Green Soldier Universe“. Es geht um die Kritik an Scalzi´s ersten Roman in diesem von ihm konstruierten Kosmos `Old man´s war´, in dem ihm faschistoide Tendenzen nachgesagt werden. Scalzi verteidigt sich mit dem Hinweis auf die nachfolgenden Bücher dieses Settings, die der Kritiker noch nicht hätte lesen können und ihn seine Meinung ändern ließen. Mc Grath bemüht sich, Differenzen zwischen Heinleins und Scalzis Büchern aufzuzeigen.

Nick Hubble beschreibt in „The Flowers of War“, wie Sarah Hall in ihrem Roman „The Carhullan Army“ den Weg einer Frau aus einer von Männern dominierten Gesellschaft in eine Gruppierung aufzeigt, die den Frauen ihre Würde und Selbstrespekt zurückgibt. Hier sind die Differenzen eindeutiger, in unserer Welt nicht mehr. Und das ist, so meine ich, viel interessanter.

Die Arbeiten, sowie die nachfolgenden Buchbesprechungen, sind vom gewohnten intellektuellen Kaliber.

sabato, agosto 22, 2009

Hier der erste "Avatar"-Trailer.

Ich finde, in Second Life sehe ich besser aus, lol.

venerdì, agosto 21, 2009

Les Paul ist tot

Es stand im letzten Spiegel. Ich erinnere mich an das Duo Les Paul & Mary Ford und an ihr „How high the Moon“. Hörte damals zum ersten Mal eine elektrische Guitarre. Les Paul hatte sie erfunden. Seine Gibson ist neben der Fender ist immer noch eine der populärsten. Les Paul manipulierte am Tonband und legte einige Spuren übereinander, so dass es sich nach einer Vielzahl von Guitarren anhörte. Dann kamen die Shadows und dann kam ich (grins).
Hier stehe ich mit einer italienischen, einer Eco, die mir meine Mutter geschenkt hatte. Ich nahm Unterricht im Musikhaus Zinngrebe und saß in der ersten Reihe, da ich mein Kabel am Verstärker anschliessen musste. Ein weißes Blatt Papier, eine Heftzwecke und meine Message:
„Anfänger Guitarrist sucht Anschluss an eine Band“. Schon war ich bei den Black Dominoes.

Ich spielte Rhythm Guitar, sang was von den Yardbirds. Wir spielten Gerry and the Pacemakers, Johnny Kidd and the Pirates, Rolling Stones. Ich war gut mit langsamen Songs wie „Seven golden daffodils“, „As tears go by“ und gewann an Erfahrung und die Band löste sich auf. In einer anderen Band wurde ein Bassman gesucht. Der Drummer drückte mir eine Burns Bison in die Hand und sagte mir: „Du kannst das.“

Ich war Bassist bei Crying Wolf and the All-Stars, die auch einen Auftritt im Hamburger Star-Club hatten. Wir waren Vorband bei den Rattles und spielten u.a. Rolling Stones, Chuck Berry und später Wilson Picket. Unser „Mustang Sally“ war einsame Spitze, an der unser Sänger Wolf Rimmler, begnadeter Kampftrinker, den der Koks dahinraffte, den größten Anteil hatte. Hier ein Link zu Hannes Bauers Orchester Gnadenlos, in dem die damalige Szene authentisch beschrieben wird.

giovedì, agosto 20, 2009

Scientific American, October 2006

In den fünfziger Jahren schien alles möglich: Es gab den Dokumentarfilm „Unser Freund, das Atom“, die Vorbereitungen zur Mondlandung, den Zukunftsforscher Robert Jungk mit seinen Büchern „Die Zukunft hat schon begonnen“ und „Heller als tausend Sonnen“. Es herrschte Aufbruchstimmung. Es verwundert nicht, daß „50 Years ago“ die Idee einer sich selbst erzeugenden Maschine vorgestellt wurde, die Objekte aus Elementen der Umgebung konstruieren konnte.

In dem Beitrag „Far-out Physics“ wurde geschildert, womit sich das U.S. Militär auch beschäftigte:

Psychische Teleportation, „Die Stimme Gottes“ Microwellen, welche Reden in die Köpfe von Feinden senden, nukleare Handgranaten. Googelt unter Hafnium Bomb. Das Startrek Beamen wurde ebenfalls vom Militär untersucht. Nach dem Motto, vielleicht geht es ja doch. Millionen wurde für diese Späße ausgegeben. Alles unter einem Schleier der Geheimhaltung.

In dem Artikel „How to blow up a star“ geht es um Supernovae. 1572 sah sich Tycho Brahe eine an. Für ihn war es ein neuer Stern. Es gibt unterschiedliche Klassen. Eine davon wird Sternen zugeordnet, die in einer plötzlichen nuklearen Explosion zerfallen. Eine andere bezieht sich auf die Implosion eines Sternes zu einem Neutronenstern mit einer mindest achtfachen Masse unserer Sonne. Es wird ein Schock erzeugt, der Material danach auseinanderfliegen lässt.

In „Viral Nano Electronics“ geht es um die Idee, eine Phage, in diesem Fall die M13, zu veranlassen, sich mit anorganischem Material zu verbinden und es zu kopieren. Es wäre ein neuer Prozess, um Nanodrähte, Flüssigkristalle und Elektroden herzustellen.

„Peace Keepers of the Immune System”. Damit sind bestimmte T-Zellen gemeint, die durch das Blut zirkulieren. T-Reg Zellen regulieren, dass sich das Immunsystem nicht gegen den eigenen Körper richtet. Krankheiten zeugen jedoch davon, dass es nicht immer funktioniert. Hier wird behandelt, wie weitere T-Regzellen zugeführt werden könnten, um ihren Effekt zu verstärken.

Auf der Erde gab es mehrere Episoden, in denen der größte Teil des Lebens vernichtet worden war. Bei den Sauriern, mag es ein Asteroid gewesen sein, bei den anderen Episoden eher eine Vergiftung der Atmosphähre durch den Treibhaus Effekt. Es begann mit einer erhöhten vulkanischen Aktivität, die unsere Luft erhitzte, in dem sie Kohlendioxyd und Methan freisetzte und dadurch dem Meer Sauerstoff entzog. Es bildeten sich giftige Sulfide, die Leben auslöschten.

Das Robotics Institute der Carnegie Mellon University gibt es schon seit 1979. Ich meine, es kommen auch ein paar SF-Autoren von dort. Es ist eine Art Muppet-Labor, wo die Zukunft schon heute gemacht wird. In diesem Falle den Ball-Bot, einen Roboter, der sich auf einer Kugel fortbewegt. Sein Vorteil ist, daß er Hindernisse elegant umfahren kann. Ihm Gleichgewicht, Richtungsänderungen mitzugeben, war ein schwieriges Unterfangen und wurde mit Hilfe von Fiberoptik-Gyroskopen erreicht.

„Hydraulic Engineering in prehistoric Mexico“. Der Titel lässt ahnen, um was es geht. Um Bewässerung und landwirschaftlichen Terrassenbau. Die älteste bekannte Anlage ist um die zehntausend Jahre alt. Anlaß war eine regelmäßig wiederkehrende Dürre von sechs Monaten. Der Purrón Damm in Tehuacán, gebaut um 750 vor Christi Geburt ist vierhundert Meter lang, einhundert Meter breit und fünfundzwanzig Meter hoch. Arbeiter transportierten Erdreich mit den Händen. So um 2,6 Millionen Kubikmeter. Bis in das achtzehnte Jahrhundert war der Damm Teil des größten Rückhaltebeckens in Amerika.

„The Promise of molecular Imprinting“. Diese Ausgabe ist drei Jahre alt und daher ist überprüfbar, was sich an Ideen gehalten hat, im Versuchsstadium ist oder den Weg in die Produktion gefunden hat. Molekular Imprinting gibts in Wikipedia, und ist wie ich es sehe, noch immer im Versuchsstadium. In diesem Beitrag geht es um gestanzte Mikobehälter aus Plastik, in die Moleküle sortiert werden können, die in die Behälter passen. Interessant für die Pharmaindustrie. Das Verfahren ist simpel. Vermische ein reines Medikament mit Monomern, Baublöcken aus Plastik. Die bilden sich um das Molekül. Dies wird entfernt, die Schablone bleibt erhalten. So können in einem Reinigungsverfahren Moleküle eines Medikaments von Verunreinugungen getrennt werden.

On the (Rail) Road again

Ich sitze im Wartesaal des Bahnhofs Bologna.

Es ist 8:30 und ich schwitze. Für heute haben sie fünfunddreißig Grad im Schatten angesagt. Mein Zug nach Florenz fährt in fünfzig Minuten.Florenz? Ich bekam eine E-Mail vom amerikanischen Konsulat. Wenn ich meine Greencard zurückgeben wolle, müsse ich dort persönlich erscheinen, ein Formal ausfüllen, einen Eid ablegen. Soweit zu meinem Versuch, die Karte mit Einschreibebrief loszuwerden. Solange ich die habe, muss ich jedes Jahr eine amerikanische Einkommensteuer-Erklärung abgeben, obwohl ich schon seit über neun Jahren in Italien lebe. Zu Anfang dachte ich: Vielleicht gehst du noch mal zurück, doch dieser Gedanke hat sich verflüchtigt.




Nun sitze ich woanders: Im Konsulat. Draußen hatte mich ein Wachmann zu einem gelben Strich bugsiert, vor dem ich stehenbleiben durfte. Militärjeeps sicherten die Zone ab. Der Wachmann kontrollierte: Namen, Ausweis, Grund meines Erscheinens. Dann wurden Tasche und ich gefilzt. Kamera, Handy und Toröffner wurden weggeschlossen, ich durfte in den Warteraum. Er war voller Ausländer, die vermutlich die U.S.A. als Endstation ansahen und Visa beantragen wollten. Ich bekam ein Formular in die Hand gedrückt, mit dem ich bescheinigen sollte, dass ich meinen Status als gesetzmäßiger ständiger Bürger der Vereinigten Staaten aufgeben wolle. – Ich füllte es aus. Danach ging alles schnell. Ich unterschrieb das Formular im Beisein eines Konsularbeamten, schwor, dass ich die Bedeutung des Formulares verstanden hatte, ließ meine Greencard zurück und ging raus in die Hitze. – Wenn ich wieder in den U.S.A. leben wollte, kann ich zur Not mit ein paar Mexikanern durch den Rio Grande schwimmen, aber als Ausland interessiert mich jetzt Brasilien mehr.

Auf dem Bahnhof Florenz wartete ich auf meinen Zug, der mich nach Bologna brachte. Dort fand ich am Anfang die Bushaltestelle nicht und schlurfte der nächsten entgegen, als mir der Bus vorbeifuhr. Ich wusste, er fuhr jede Stunde, so trank ich etwas am Bahnhof und dann sah ich sie, die Haltestelle, unter der Gallerie. Dahinter gab es Saldi in den Geschäften.

Sommerschlussverkauf und ich kaufte mir ein paar weiße Shorts, hüpfte in den Bus, fuhr bis Cento, stieg in meinen Wagen um und das ist das Ende meiner letzten Reise.

Ich sah am Florenzer Bahnhof einen Sightseeing Bus, einen Doppeldecker, Hop on and off. Wenn es kälter wird, werde ich noch mal dort hinfahren. Einfache Fahrt = achtzehn Euro fünfzig Cents für eine Stunde Bahnfahrt mit dem Eurostar inklusive Platzreservierung. Kann ich nicht meckern.

Interessant, dass ich über Google Chrome die Bilder nicht positionieren kann. Mit I.E. geht es.

martedì, agosto 18, 2009

Asimov’s Science Fiction, September 2009

Altmeister Robert Silverberg erinnert in seinem Beitrag „Building Worlds, Part I“ an zwei Essays von Poul Anderson und Hal Clement. Beide hat es dahin gerafft, aber ihre Ratschläge haben nach wie vor Gewicht. Anderson mahnt die Konsistenz und Plausibilität der geschilderten Umgebung, des Settings, an. Leben kann zum Beispiel nur auf Planeten existieren, die Sterne bestimmter Typen umkreisen. Clement geht es darum, dass Lebensformen sich nur unter bestimmten Bedingungen entwickeln können. Gute alte Zeit. Neuere Geschichten beschäftigen sich häufiger mit der näheren Zukunft auf der Erde.

„Broken Windchimes“ von Kristine Kathryn Rusch gehört nicht dazu. Ihren Schreibstil finde ich dappig, doch die Auswahl ihrer Themen hat sie populär gemacht.

Protag ist ein kastrierter Sänger, ein männlicher Sopran. Er sang auf dem Planeten Djapé. Männliche Soprane werden gut bezahlt. Das Volk der Pané liebt ihren Gesang, doch muss er fehlerfrei sein. Eine falsche Note, und der Sänger hat seine Karriere verwirkt. Dies widerfuhr dem Protag, als er auf offener Bühne beim hohen C aussetzte.

Er sammelte sich und flog zu einer gigantischen Außenstation, auf dem Aliens mit Menschen zusammenarbeiteten. Unser Protag besaß genügend Geld, um sich dort einzumieten. Jeden Abend saß er in einem Jazzclub, in dem er zum ersten Mal mit Improvisationen konfrontiert wurde. Pané-Musik war vorgegeben. Neugier und Wissensdurst trieben ihn, sich in das Konservatorium der Aussenstation einzuschreiben. Er hatte im Gegenzug junge Männer auf Tauglichkeit für den Gesang auf Djapé zu überprüfen. Die Story endet damit, daß der Protag einen neuen Musikstil entwickelte, der sich an Pané Musik und Blues orientiert. Er hatte erneut Erfolg.


Bei der Schreib-Lust.de

habe ich wieder einmal eine Geschichte hinterlegt. Allzu viel Second Life ist nicht gut fürs Gehirn. Ich musste meine Neuronen mal wieder rotieren lassen, obwohl die Story sehr kurz ist.
Das Thema für August stand unter "Die letzte Chance".

Schreiblust

Schreiben: Geschichten, deren aneinander gereihte Wörter eine Resonanz erzeugen. Ich weiß, ich kann es, war doch mein letzter Blog-Eintrag genial. Und das, was andere mit einem Buch ausdrücken, kommt bei mir mit einer Twitter Message einher. Doch die Ablenkungen im Internet... Ich zermartere mein Gehirn auf der Suche nach einem abgeschirmten Ort, an dem ich meiner Passion nachgehen könnte.

Ich sitze in meinem Wohnzimmer, meinen Kopf in beide Hände gestützt, meinen Blick schweigend auf die Frau am Boden gerichtet. Sie sagt auch nichts. Sie ist tot. Wundersame Waffen, diese Hände. Ich drehe sie vor meinen Augen hin und her. Sollte die Polizei anrufen; im Gefängnis hätte ich genügend Muße. Doch was ist mit den Zellen? Haben die ADSL? Oder zumindest WiFi? Geben die mir einen Laptop? Es gibt doch so viele Frauen im Internet, die nach meiner Zuwendung verlangen. Diese vor mir zum Beispiel war auch so eine.

Mit meinem Handkoffer schleppe ich am nächsten Tag Mauersteine in die Wohnung. Zement muss her, eine Kühltruhe. Mauern, verputzen, streichen, tapezieren.

Geschafft. Die Frau hat ihre letzte Ruhe gefunden. Mir fällt Edgar Allan Poe ein und ich drücke ein Ohr gegen die Wand. Ihr Herz klopft nicht. Ich brauche eine größere Wohnung.

Ein altes Paar sieht sich diese an. „Klein, aber gemütlich“, meint die Frau. „Die nehmen wir.“

Ich blicke auf die Straße hinab. Es regnet. Eine Frau stöckelt an den Geschäften vorbei. Ein paar Straßen weiter wartet mein neues Heim. Ich gebe mir eine letzte Chance. Das Gefängnis kann warten.

domenica, agosto 16, 2009

District 9

Hier ist der Link zu einem Video. Der SF-Film kommt in Deutschland am 22. Oktober in die Kionos.

sabato, agosto 15, 2009

Neue Regeln fürs Internet?

Dieser Frage widmete sich der Spiegel der letzten Ausgabe. Im Spiegel Forum wurde eifrig drüber mit dem Tenor diskutiert, man solle nicht versuchen, das Internet durch neue Regeln einzugrenzen, es würde ohnehin nicht klappen. Meine Meinung dazu ist: Aus dem Internet werden eigene Regeln erwachsen, bestehende Gesetze überlagern und schließlich ablösen, mit dem Ziel, eine globale Internetdemokratie zu etablieren. Selbst totalitäre Staaten werden nicht dagegen an kontrollieren können.

In der letzten Business Week waren einige Anmerkungen von Google Boss Eric Schmidt zu lesen. Google versucht mit dem Betriebssystem Android den Handymarkt aufzumischen. Schmidt brachte ein Anwendungsbeispiel:

„Man sendet eine Nachricht auf das Handy einer Person wie „Wir wissen, dass du gestern einen Hamburger verdrückt hast. Willst du heute eine Pizza, dann liegt die nächste Pizzeria 4 Strassen weiter.“ Blödes Beispiel, als ob der User das nicht selbst wüsste. Aber die Richtung ist vorgegeben.

So versucht Business das Internet auszunutzen. Könnte es darauf hinaus laufen, dass dem User der Rest des Denkens abgenommen wird, zu dem er noch fähig ist?

Hier in Italien stehen Schüler im Pisa-Vergleich an sechunddreißigster Stelle. Italien besitzt die meisten Handys. Gibt es eine Korrelation?

venerdì, agosto 14, 2009

Ich sitze im Zug “Freccia Rossa”,

dem roten Pfeil, der mich in einer Stunde von Bologna nach Mailand bringen soll. Ein oller Intercity braucht noch über zwei Stunden dafür. Noch ist der Zug nicht abgefahren. Ich war überrascht, dass es so schnell gehen soll. So werde ich gemütlich zum deutschen Generalkonsulat spazieren können, um meinen Reisepass zu erneuern. Doch nun zu


Analog, Science Fiction and Fact, Oct 2009

In der Story “An idea whose time had come” entfaltet Robert Grossbach eine mögliche nahe Zukunft vor unseren Augen, in der einige Trends aus der Gegenwart fortgeschrieben werden:
Im Jahr 2115 sind die US auf den Status einer drittrangigen Nation zurückgefallen. Asien hat einen Handelsüberschuss von etwa vier Trillionen Dollars und zwingt den U.S.A. von Zeit zu Zeit seinen willen auf, indem es droht, deren Schatzbriefe nicht mehr zu kaufen. Und die UNO hat die U.S.A. von der Benutzung des Space Elevators ausgeschlossen, weil diese ihre Beiträge nicht mehr zahlen konnten.

In diesem Umfeld hat ein politischer Berater, der Protag, eine Idee. Die U.S.A. brauchen einen HI-Präsidenten. HI = Hybrid Intelligenz = Künstliche Intelligenz mit humangenetischen Einsprengseln. Der Protag, ein Demokrat, versucht seine Partei darauf einzustimmen. Einige Staaten der U.S.A. besitzen bereits einen HI-Governeur und fahren gut damit, doch eine Maschine als Präsidenten vorzuschlagen... Sie sehen in dem Governeur von Oregon, John Stanford76, einen geeigneten Kandidaten. Bill Gates und Steve Jobs, die sich schon mehrfach das Leben haben verlängern lassen, bewerben sich mit ihren Betriebssystemen.

Der Wahlkampf beginnt. In den Meinungsumfragen stehen die Chancen gut. Dann gibt es einen Rückschlag: Stanford76 hat seine Sekretärin geheiratet. Umfragewerte fallen ins Bodenlose, dann fielen Stanford und seine Frau einem Anschlag zum Opfer. Während Stanford mehrere Kopien von sich besitzt, ist seine Frau für immer tot. Durch den Mitleidseffekt steigen Stanfords Umfrageergebnisse wieder an. So wird er Präsident der U.S.A. und holt die U.S.A. aus ihrem Tief. Der Protag wird zum Chief of Staff ernannt. Er ist einer der ersten, der erfährt, dass der Präsident sich plötzlich nicht mehr bewegt. Re-boot hilft nicht. Das Betriebssystem ist abgestürzt. Der Protag ruft die Hotline an und befindet sich in einer Warteschleife, bis er jemanden in einem indischen Callcenter an den Apparat bekommt. Fragen wie: „Können Sie mir die zwanzigstellige Nummer vorlesen, die auf der Packung steht?“ führen zur Frustration.

Ein Virus war es, der den Präsidenten erstarren ließ. Während seiner „Auszeit“ wurden alle wichtigen Systeme wie die militärischen, nationale Sicherheit, Luftraumüberwachung, Rentenversicherung, GPS, Lebensverlängerung, Elektrizitätsnetz, Flug- und Hotelbuchung infiltriert und unbrauchbar gemacht.

Der Protag, Chief of Staff, zieht sich aus der Politik zurück und wenn immer ihm eine zündende Idee einfällt, behält er sie für sich.


Jetzt gammle ich noch vier Stunden

auf dem Mailänder Bahnhof herum. Außerhalb der Halle ist es einfach zu heiß, noch mit der U-Bahn woanders hinzufahren und dann auf den Straßen herumzulaufen.

Das Konsulat war leicht gefunden. Ich war schon zwei mal dort, nur weiß ich nicht mehr wozu.
Mir wurde erzählt, ich habe nicht alle Unterlagen mitgebracht. Hum, ich habe es noch mal später im Internet nachgeprüft, sie hatte Recht. Geburtsurkunde und Wohnsitzbescheinigung der Kommune. In der Bahnhofshalle wimmelt es von Leuten. Drei steinerne Bänke für alle. Auf einigen Bahnsteigen sind auch noch welche, aber nicht auf meinem. Auf jeder vorspringenden Kante sitzt ein Hintern. Meiner auch. Herrlich aussehende Frauen. Erinnert mich an Second Life.
Eine stattliche Anzahl von Chinesinnen. Als ich das letzte Mal hier war, waren sie so gut wie nicht vorhanden gewesen. In unserem Dorf haben wir auch ein paar. Sie betreiben die Bar. Nun muss ich auch noch chinesisch lernen, lol. In unserer Bar trinke ich Ginger, ein rotes bitteres erfrischendes Getränk, das es auch im Supermarkt gibt.

Vorhin streifte ich für eine Viertelstunde

auf der Schattenseite einer Straße auf der Suche nach einer geöffneten Bar herum. Viele Geschäfte, Restaurants und Bars haben im August, der italienischen Ferienzeit geschlossen. Ich fand eine. Ginger gab es nicht, dafür ein „San Bitteerr“, ein Glas für zwei Euro. Aufschlag von einhundert Prozent. Ich kaufe mir ein Brötchen mit Salami und setze mich auf eine Bank von Bahnsteig 16. 15, von dem ich später abfahre, hat keine. Ich schreibe meinen Blog, lese die Scientific American. Ein Schwarzer liegt bei mir auf der Bank, eine Sackkarre neben sich. Selbsternannter Dienstmann.


Die Fahrt verlief nach Plan, eine Stunde und ein italienisches Mirakel. Hightech.

Nun sitze ich auf dem Busbahnhof in Bologna.

Auf dem Weg dorthin nahm ich wieder einen San Bitteerr zu mir, diesmal mit zweihundert Prozent Aufschlag. Mich erinnert das an die Story mit dem japanischen Paar, das ein Essen in einem römischen Restaurant eingenommen hatte und dafür über fünfhundert Euro zahlen musste. Nachdem das bekannt wurde, schloss man das Restaurant. Doch solche Abzockerei ist nicht neu. Im Fernsehen beschwerte sich jemand, der für die Reinigung von fünf Oberhemden einhundertfünfzig Euro zu zahlen hatte. Dieses Geschäft hatte jedoch eine Preisliste aushängen. Anscheinend gibt es genug, die sich damit brüsten, ihre Klamotten in diese Reinigung gebracht zu haben.

Dann kam ich auf dem Weg zur Busstation an der Buchhandlung vorbei, wo ich vor Jahren für dreitausend Lire die Geschichten H.P. Lovecrafts auf italienisch erstanden hatte. Der Preis war ökonomisch und die Geschichten vom Altmeister des Horrors.

Im Autobus ist schlecht zu schreiben. Schlaglöcher und Federung verhindern es. Deswegen höre ich jetzt auf. Formel 1 ist gar nichts dagegen. Schuhmacher bleibt angeraten auch nicht in einen unserer Busse zu steigen.