Coversong Roads

mercoledì, settembre 26, 2007

Asimov’s Science Fiction. Oct/Nov 2007

30 Jahre Asimov’s, erstaunlich. Es gab vorher schon einige gute SF-Magazine wie Galaxy und Astounding, sowie Amazing Stories. Astounding hat sich zu Analog gemorpht. Ich halte die früheren Autoren für besser, obwohl sie es vermutlich nicht sind. Denn es mag an meiner jugendlichen Begeisterung gelegen haben, mit der ich ihre Stories verschlang, während jetzt doch eine gewisse Abgestumpftheit gegenueber außerweltlichen hypothetischen Geschehnissen bei mir Platz gegriffen hat.

Wie auch immer. In dieser Ausgabe gibt es mit ‘Nightfall’ den Reprint einer Isaac Asimov Story, welche Geschichten um Längen schlägt, die von neuen Autoren über das gleiche Thema geschrieben wurden und in dieser Ausgabe zu finden sind. Robert Reed und Carl Frederick kommen nicht an den Meister heran.

Bewohner eines Systems mit sechs Sonnen werden auf das zyklische Ereignis einer Sonnenfinsternis vorbereitet, die alle 2050 Jahre vorkommt und wie die Fundamentalisten predigen, von einer Feuerkatastrophe heimgesucht werden. Der Ablauf: Sonnenfinsternis, Erscheinen von Sternen, Wahnsinn.

Das Umfeld ist ein Observatorium, in dem Wissenschaftler infrage stellen, was die Geschichtsbücher über diesen Zyklus berichten. Sie stellen Experimente mit verdunkelten Räumen an, um herauszubekommen, ob ihr Verstand dadurch geschädigt werden könnte. Doch erst, nachdem das Ereignis eingetreten ist und tausende von Sternen auf sie hinableuchten, fallen auch sie dem Wahnsinn zum Opfer.

lunedì, settembre 17, 2007

Der Spiegel 37/2007

Richard Dawkins wird interviewt. Ich lese das zweite Mal über ihn im Spiegel. Er muss dort Eindruck gemacht haben. Antireligiös, kämpft er in seinen Büchern und Vorträgen um Akzeptanz für seinen Standpunkt. Und es ist komisch. Wieso muss er das? Menschen sind bescheuert.
Es kann doch nicht jede Religion anders und trotzdem richtig sein. Diesen Widerspruch fand Dawkins in jungen Jahren heraus. Und so ist es doch. Nicht alle können richtig sein, aber falsch. Und nun?

Alles Humbug? Logisch. Dawkins, der als Biologe mit seinem Buch ‘Das egoistische Gen’ vor Jahren Furore machte, versucht in seinem neuesten Werk ‘Der Gotteswahn’ davon zu überzeugen, dass der Glaube an Religionen und das was sie darstellen, nicht mit dem Stand der Forschung in Einklang gebracht werden kann.


domenica, settembre 16, 2007

Fantasy & Science Fiction, August 2007

‘Murder in the Flying Vatican’ von Albert E. Cowdrey

Robert Rogers Kohn, pensionierter Oberst der Sicherheitskräfte befand sich in einer ausgedienten Raumstation, nun von Weißen Mönchen bewohnt, eine um die Erde kreisende spirituelle Stätte, in
der Manager ihr Geld zurückließen, um zu meditieren.

Leiter dieses fliegenden Klosters waren der Master, ein in die Jahre gekommener Guru, sowie der Abt, der sich um das Operative kümmerte. Und dann gabe es einen Toten. Vor Kohn, der angefordert wurde, dessen Mord aufzuklären, entfaltete sich ein verwickeltes Szenario.

Die Mönche waren auf der Erde gesuchte Verbrecher, gedeckt durch den Abt. Der Master war durch den Abt mattgesetzt und gefangengehalten. Die mit dem Master verbündete Bordärztin hatte in der Dunkelheit der Abendandacht anstatt der Sicherheitsperson den falschen Mönch umgebracht, einen auf der Erde gesuchten Investmentbetrüger. Dennoch schlug sich Kohn auf die Seite des Masters, und kämpfte mit ihm, der Ärztin und einigen Gästen der Station gegen die Verbrecherbande.

Spannend.

martedì, settembre 11, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, September 2007

Eine weitere Story von C. Sanford Lowe and G. David Nordley. HiTec-Junk, aber die spannendste dieser Ausgabe. ‘Vertex’ baut mit Personen und Handlung auf vergangenen Geschichten auf, in denen es darum ging, mit vier Milliarden Tonnen schweren Impaktoren aus Eisenstäben aus vier Richtungen auf den Mond eines im Raum umher irrenden Planeten zu schießen, um ein Mini-Schwarzes Loch zu erzeugen, dessen Energie für ultralichtschnelle Antriebe ausgenutzt werden könnte.

Zwei Parteien versuchten das Projekt zu sabotieren oder an sich zu reißen, während die Betreiber des Black Hole Projects mit Mühen dagegen hielten und zum Schluss die Partie für sich entschieden.

Eines der Forschungsschiffe hatte das schwarze Loch nach seiner Entstehung eingefangen. Es konnte sich jedoch nicht von ihm lösen, als der megalomane Kapitän eines Kampfraumers das Forschungsschiff zur Aufgabe des schwarzen Loches zwingen wollte und es unter Beschuss nahm.
Die Lösung war zum Lachen. Zuführung von Energie in Form von Wasser aus dem Tank des Raumschiffes. Auf diese Weise wurde das schwarze Loch freigesetzt und dem Verfolger ausgeliefert, der in die vom schwarzen Loch freigesetzte Hawkings Strahlung geriet, zerbarst und in Flammen aufging.

Wie ich das sehe, werden sich die Geschichten über das Black Hole Project in einem Buch wiederfinden.

venerdì, settembre 07, 2007

Der Tod Luciano Pavarottis
hat uns mitgenommen. Meine Frau und ich saßen uns erschüttert am Küchentisch gegenüber und versuchten die Nachricht zu verarbeiten. Niemand ist unsterblich, doch Menschen wie er verdienten es zu sein. Er war von Wert, brachte unzähligen Menschen Freude und seine Werke werden die Zeit überdauern.

martedì, settembre 04, 2007

Im vorletzten Spiegel (35/2007) las ich ein interessantes Gespräch mit dem Hirnforscher Gerhard Roth. In ‘Das Ich ist eine Einbahnstraße’ kristallisierte sich für mich folgendes an wissenswertem heraus:

Es ist unmöglich das Grundgerüst seiner Persönlichkeit zu verändern. Gegenüber stehen sich Verstand, Emotion und unbewusster Antrieb. Der letztere gewinnt.

Roth machte das an einem Beispiel deutlich: “Immer wieder nehme ich mir vor, weniger Termine anzunehmen. Und dann erreicht mich die freundliche Anfrage: “Herr Roth, kommen Sie kurzfristig für einen Vortrag nach München?” Und bald darauf bin ich dort.”

Der unbewusste Antrieb ist wie Roth meint “eine Urform unseres Selbst, die psychische Grundausrüstung, mit der wir auf die Welt kommen.” Gene bestimmen zwischen 20 und 50 Prozent die Persönlichkeit eines Menschen. Später das, was eine Frau während der Schwangerschaft erlebt. Danach die ersten drei Jahre.

Ein weitere Erkenntnis aus dem Gespräch: Wir sehen uns immer positiver als die anderen es tun.

Was ergibt sich daraus? Ich fand mich schon immer gut, und wenn die anderen mich auch so finden, um so besser, und wenn nicht, was soll’s? – Und mein Verstand sagt mir: Eigentlich müsste ich den Schreibtisch aufräumen. Ich schalte dann doch lieber meine PCs ein und versuche im Second Life mit einer Frau zu flirten.

domenica, settembre 02, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, July/August 2007

Eine Doppelausgabe von 240 Seiten. Ziemlich viel Lesestoff, vor allem, wenn ich bei über 30 Grad im Schatten im Liegestuhl einschlafe. Zehn Geschichten, einige pseudotechnisch. Wie die von C. Sanford Love G. David Nordley: ‘Loki’s Realm’. Es geht wieder um das Black Hole Projekt (BHP), in dem aus vier Sternensystemen Impaktoren von vier milliarden Tonnen Schwere aufeinander zurasen sollen, um ein künstliches schwarzes Loch zu erzeugen. Ich meine, das geht sicher einfacher, aber wie auch immer....

Die für mich beste Story dieser Ausgabe ist “The Test” von Kyle Kirkland. Das Thema ist nicht neu. Professor Bartholow Niblet wird auf seinem Heimweg von einem jungen Mann aufgehalten, der eine Riesenfledermaus hochhält, die zu ihm sagt, die Erde sei in Gefahr. Sie, die Fledermaus könne sie, die Erde, und damit Niblet retten, wenn er einen Test bestehen würde. Der Test bestünde darin herauszufinden, ob er frei von Vorurteilen sei.

Prof. Niblet gibt die richtige Antwort, der junge Mann sagt, Niblet habe den Test bestanden und er entschuldigt sich für die hässliche Fledermaus und sagt, diese sei nur eine Attrappe.

“Das war mir klar”, meint der Professor, ein über uns stehendes Wesen kann nur so aussehen wie wir. Plötzlich verschwindet der junge Mann.

mercoledì, agosto 22, 2007

Fantasy & Science Fiction, July 2007

Wenn eine Story von Lucius Shepard auftaucht, kann jedermann sicher sein, dass ich mich dieser Geschichte annehmen werde. ‘Stars Seen Through Stone’ handelt von Vernon, einem Plattenproduzenten, der sich auf unbekannte und neue Bands spezialisiert und sie herauszubringen versucht. Das Setting die Industriestadt Black William, eine Stahl- und Bergarbeiterstadt, der die Industrie abhanden kommt. Leerstehende Fabrikgebäude, verkehrslose Strassen. Vernon, der Protag, hört eine Demo von Joseph Stanky und bemerkt dessen Talent. Um es sich zu sichern, holt er den Mann zu sich und macht mit ihm Aufnahmen, arrangiert kleine Konzerte. Stanky, Sänger, Gitarrist, Minustype. Ungewaschen, nachlässig, Lügner, Trinker, schwach und charakterlos. Ausser, dass er phänomenal singt und spielt.

Eigenartige Lichterscheinungen manifestieren sich in der Stadt, deren Einwohner ungewöhnliche Talente entwickeln. Stahlarbeiter entwickeln ein neues Kaltgussverfahren. Vernons Bekannte beginnt einen Roman zu schreiben, eine Polizistin klärt zurückliegende Fälle auf, jemand entwickelt neue Gartengeräte.

Ausgezeichnete Charakterisierung der Personen, gute Dialoge, und Beschreibungen der Umgebung, und eine Handlung die Seite für Seite an Dichte gewinnt. Vernon und seine Exfrau verlieben sich erneut ineinander. Schon das ein Wunder. Und schließlich kulminiert die Handlung in der Nacht auf dem Messeplatz der Stadt, auf dem die Bürger sich versammeln und von den Lichterscheinungen heimgesucht werden, die von ihren freigesetzte Talente in sich aufsaugen. Parasiten aus einer anderen Dimension.

sabato, agosto 18, 2007

Der Spiegel, 13.08.2007

Wie bekannt, ist Science Fiction eines meiner Hobbies. Wenigstens das Lesen. Im SPIEGEL gab es einen Artikel über Waffentechnik: ‘Krieg der Roboter’. Ein alter Hut für SF-Leser, doch langsam rüeckt das Thema aus der SF in die Realität, wenn man sich die in den U.S.A. entwickelten Waffen und Hilfsgeräte ansieht.

Predator: Ferngesteuerte Aufklärungs- und Kampfdrohne
Swords: Kettengetriebener Minikampfroboter
Gladiator: Kampfroboter
Fire Scout: Unbemannter Kampfhubschrauber
Micro Air Vehicle: 30cm langer Aufklärer
X-47: Unbemannter Tarnkappenkampfjet
Big Dog: Gehroboter als Lastenträger.

lunedì, agosto 13, 2007

Phantastisch, 3/2007

In seinen Werkstattnotizen behandelt Andreas Eschbach das Thema, in welcher Form sich manche Autorenaspiranten vom Schreiben abhalten. Ich zähle die Ausreden auf:

Warten, bis man Zeit zum Schreiben hat.
Auf Inspiration warten.
Nach dem perfekten Tool suchen
Versuchen, von einem erfolgreichen Autor das Geheimnis zu erfahren
Auf das Schreibseminar hoffen, das den Durchbruch bringt
Massives Selbstmarketing
Kurse geben

Interviews gibt es mit Carsten Polzin, Alma Alexander und Wolfgang Jeschke. Polzin ist Lektor und Programmleiter für das Fantasy Program beim Piper Verlag. Er schreibt jetzt für ´Phantastisch´. In dieser Ausgabe unter ´Meilensteine des phantastischen Films´ über den Film ´Phase IV´ von Saul Bass.

Alma Alexander hat mit ‘Die Drachenkaiserin’ ihren ersten Fantasy-Roman veröffentlicht, vorher jedoch etliches an Mainstream geschrieben. Und Wolfgang Jeschke ist SF-Urgestein. Er war Lektor im Heyne-Verlag und SF-Autor. Im SF-Fandom kein Unbekannter.

Robin Haseler beschreibt ein Seminar über ‘Parahistorische Literatur’ an der Uni in Stuttgart. Johannes Rüster schreibt zum Thema SF-Studium in Deutschland den Artikel ‘Phantastik-Forschung – Unendliche Welten’. Er kommt zu dem Schluss, dass es damit wohl nicht sehr weit her ist.

Hans Eschborn gratuliert Herbert W. Franke zum achtzigsten Geburtstag. Franke war neben Walter Ernsting und Karl Herbert Scheer einer der ersten deutschen SF-Autoren der Nachkriegszeit.

Achim Schnurrer berichtet von dem Buch ‘Madame Lai’ von Marlon Brando und Donald Cammell, das auf Betreiben von China Kong, der Tochter einer Geliebten Brandos zum Frühjahr 2007 auf dem Markt erschienen ist.

Schnurrer bringt den zweiten Teil voln ‘William Beckford’, einen Autoren der ‘Phantastischen Literatur’ aus dem 18. Jahrhundert.

Ulrich Blode nimmt sich John Wyndhams ‘The Day of the Triffids’ vor. Der Roman erschien in drei deutschen Verlagen. Und Horst Illmer gibt einen Nachruf auf Kurt Vonnegut.

sabato, agosto 11, 2007

Fantasy & Science Fiction, September 2007

Die Stories ‘Wrong Number’ von Alexander Jablokov und ‘The Merchant and the Alchemist’s Gate’ von Ted Chiang haben mir am besten gefallen. ‘Wrong Number’ ist es. Es fing damit an, dass Stephanie einen hartnäckigen Verehrer während einer Party abwimmelte. Sie gab ihm eine falsche Telefonnummer, die, wie sie später feststellte, mit einem Fluch behaftet war, denn sie schwirrte ihr ständig im Kopf herum.

Stephanies Freundin Marlene, die von sich sagte: “You know I like ‘em big and stupid. I’ll accept complexity in a Cabernet, but never in a man,” hilft weiter, indem sie Stephanie mit einem Automechaniker bekannt macht. Ein Mago nicht nur mit Autos, sondern er bekommt es auch hin, dass diese verfluchte Telefonnummer aus Stephanies Kopf verschwindet, indem er sie mit der richtigen austauscht, als der Bursche, dem sie die Nummer gab, in seiner Werkstatt auftauchte.
Eine Story mit vielen Einzelheiten und ein paar Nebenfiguren, spielerisch, doch nie langweilig.


mercoledì, agosto 08, 2007

Der Spiegel 31/2007

Ich habe die vorletzte Ausgabe aufbewahrt, um über den Artikel “Die Grammatik des Guten” zu schreiben. OK.Jetzt habe ich dazu etwas Zeit. Was war es, das mich derart fasziniert hatte? Im Grunde zwei Dinge: Erstens die Erkenntnis, dass der Mensch mit einer moralischen Verdrahtung auf die Welt kommt. Zweitens die Auffassung, dass der Mensch eine Straftat begeht, weil dies von seinem Gehirn bereits vorgeplant ist. Der Mensch als willenloses Werkzeug, Spielball seines Gehirns?

Wenn ein Mensch fuer sein Verbrechen nicht verantwortlich ist, muss er dafür in das Gefängnis? Nun, diese Frage stellt sich seit Jahren. Ich schrieb damals meine Story ‘Freier Wille’. Es ist dann unverständlich, warum jemand seinen Nachbarn tötet, dann kann es mit der Moralgenetik nicht weit her sein. Ah, lt. Prof. Markowitsch im Spiegel Gespräch ist mit deren Gehirnen etwas nicht in Ordnung. Zum Beispiel eine Mutation am Gen für das Enzym Monoaminooxidase A. Ach so. Am besten gehe ich zum Test in die nächste Apotheke.

Den Beitrag über Bambus fand ich ebenfalls interessant. Es gibt um die 1300 Arten, von denen einige bis 30 m hoch wachsen. Ich habe einen kleinen Gemüsegarten auf dem Land meiner Frau. Wegen meines Schlüsselbeinbruches kam ich nicht dazu etwas zu pflanzen. Sollte ich es mit Bambus versuchen?

martedì, agosto 07, 2007

Asimov's Science Fiction, August 2007

Im Editorial steht etwas ueber '2007 Dell Magazines Award' und wenn man weiter liest, 'for undergraduate Excellence in Science Fiction and Fantasy Writing', bekommt man heraus, dass die Wettbewerber Undergraduate Studenten waren, also Studienfrischlinge. Zu SF gehoert eine Portion Intelligenz, Liebesgeschichten kann jeder schreiben. (oops, ich uebertreibe mal wieder :-))

Robert Silverberg gibt in seinen 'Reflections' Auskunft darueber, wie assyrische und babylonische Schriften entziffert wurden. 'Decoding Cuneiform'. In Felsen gehauene Lettern wurden um das Ende des 19. Jahrhunderts entschluesselt.

James Patrick Kelly zeigt in 'On the Net' Adressen von Websites, die sich mit dem Mars beschaeftigen. Hier sind einige:

http://en.wikipedia.org/wiki/Kim_Stanley_Robinson
http://sse.jpl.nasa.gov/missions/profile.cfm?Sort=Alpha&Letter=M&Alias=Mariner%2004
http://www.nasa.gov/mission_pages/viking
http://www.iki.rssi.ru/IPL/phobos.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Mars_Observer
http://marsrovers.jpl.nasa.gov/home/index.html
http://www.giss.nasa.gov/tools/mars24
http://mars.jpl.nasa.gov/mgs
http://mars.jpl.nasa.gov/odyssey/index.html


'Hormiga Canyon' von RudyRucker und Bruce Sterling ist eine Story, an der beide Autoren ihren Spass gehabt haben muessen. Sie ist mit der Realitaet nicht zu vereinbaren, auch in Zukunft nicht, doch ist sie unterhaltsam..

Stefan Ooertel hat aus Innereien von tausend Handys einen Supercomputer gebastelt mit dem Ziel, die korrekte Version der Stringtheorie zu ergruenden.Was ihn dabei aufhaelt, sind Ameisen, die ihre Groesse veraendern, in Monitor und Computer wandern und diese unbrauchbar machen. Adios Stringtheorie. Oertel und sein Freund Janyson folgen den Ameisen zur einer Erdspalte, von der sie annehmen, dass sie in eine Unterwelt fuehrt, und da Janyson von der Polizei gesucht wird, schwingen sie sich auf ein Oldtimer Indian Motorrad und brausen in das Erdloch. Dort finden sie eine andere Welt und Hyperio, der jede Woche vor Oertels Haus den Rasen maeht. Hyperio kam aus Liebe zu Lola in die Unterwelt. Er hatte Lola bei den Tongva Indianern gekidnapt, dieAmeisen anbeten, wohl aus dem Grunde, weil diese ihre Groesse veraendern konnten.

Hyperio laesst Oertel und Janyson ziehen, nachdem diese zugesagt hatten, sich um seine kranke Frau Lola zu kuemmern, die den Wunsch geaeusserte hatte, in das Land ihrer Vaeter zurueckzukehren zu wollen.

Was an dieser Welt auffaellt ist, dass die Sonne an ihnen vorbeisaust. Eine Minute, so hat Oertel ausgerechnet, ist wie eine Stunde in der Aussenwelt. Mit anderen Worten, die Aussenwelt altert schneller. Ameisen besitzen die Eingenschaft, ihre Groesse von der eines Elefanten zu der eines Nanoteils zu veraendern und Janyson fragt sich, wieso Oertel und er die Ameisen nicht emulieren konnten. Oertel hat die Antwort parat: Subdimensionale kosmische Saiten.
(Nun wird es bizarr). Janyson gelingt es, eine Saite aus dem Gewebe der Raumzeit zu loesen und wirkt ein Armband daraus. Nun, er macht zwei, so dass Oertel und Janyson ihre Groesse ebenfalls veraendern koennen.

Der Ort, in dem sich die Ameisen aufhalten, wo die Cellphone Innereien liegen, erzeugt bei Oertel und Janyson die Gewissheit, dass es Ameisen gewesen waren, welche die Welt erschaffen hatten.aufgrund von Oertels Supercomputerteilen.Eine geschlossene kausale Schleife. Hier schwingt etwas von Jule Vernes 'Reise zum Mittelpunkt der Erde' mit, denn je weiter sie in den Kern des Gebietes eindringen, desto schneller flimmert der Tag und Nachtrhythmus der Aussenwelt. Lola, die Hyperio dem Stamm der Tongva entrissen hatte, wird wieder gesund und kehrt zu ihrem ersten Mann zurueck.

Oertel und Janison machen sich auf den Weg zurueck in die Aussenwelt,.indem sie eine Riesenameise besteigen, die auf dem Weg zur Aussenwelt ist. Die Zukunft hat die beiden im Griff. Segmentierte Fahrzeuge, Ameisen aehnlich, fahren die Autobahn entlang. Ameisen, die dominante Rasse, leben mit Menschen in Eintracht. Oertel und Janyson sehen die kalifornischen Babes und richten sich in der Zukunft ein.

sabato, agosto 04, 2007

Vector, Critical Journal of the British Science Fiction Association, March/April 2007

“Fantastic Cities”, eine Panel Discussion von 2005. Nun, dass sie erst jetzt in ‘Vector’ erschienen ist, macht nichts. Phantastische Städte sind zeitlos. Diskutanten waren Jeffrey Ford, Ian R. MacLeod und Michael Swanwick. Moderatorin: Claire Weaver. Die Namen der Städte zogen an mir vorbei, ohne dass ich Anteil haben konnte. Ich kannte sie nicht. Doch das was hängenblieb, war, die Autoren mochten keine glitzernden, glattverchromten Städte, die wie abgeleckt aussahen. Dann gab es einige Autoren, die sich einen Stadplan anlegten, bevor sie mit der Geschichte loslegten, andere hatten ihn im Kopf.

Stephen Baxter brachte einen Artikel über ‘The Science Fiction of Nevil Shute’. Von Shute habe ich nie etwas gelesen, obwohl mir sein Name geläufig ist. Baxter, der Hard SF schreibt, ist produktiv. Er schreibt einen Roman nach dem anderen und findet Zeit, zwischendurch gut recherchierte Artikel zu schreiben, und dann las er noch die Shute Romane. Wann schläft der Mann?

Ken MacLeod versucht in seinem Beitrag ‘The human as alien’ zwischen SF und Mainstreamliteratur zu unterscheiden.

Adam Roberts schreibt über Stephen Baxters Destiny’s Children Trilogy und behandelt dessen Kurzgeschichten, die in Buchform erscheinen. Handlungen stammen aus Epochen der Trilogie.

Es gibt ein Interview mit dem mir unbekannten James Bacon. Darüber hinaus behandelt Vector eine Liste empfohlener NonFiction Literatur über Science Fiction. Zum Schluss stellt Nial Harrison englische SF-Magazine vor.



lunedì, luglio 30, 2007

Business Week, July 30

Death Bonds, Inside Wall Street’s most macabre investment scheme yet. Wall Streets neue Masche um Geld zu machen.

Was passiert? 90 Millionen USA-Bürger haben eine Versicherungspolice abgeschlossen. Eine Anzahl von ihnen kann oder will später die Prämien nicht mehr zahlen oder die Police aus anderen Gründen zurückgeben. Wallstreet Unternehmen kaufen Policen auf, zahlen die Prämien weiter, fassen die Policen zusammen, bilden sogenannte Death-Bonds (Todesobligationen), die an Investoren weitergegeben werden. Für sie sollen um die 8 % Zinsen herausspringen. Wenn einer der Ex-Policen Inhaber stirbt, kassieren die Wallstreet Unternehmen die Auszahlung der Versicherungsunternehmen. Je älter die Person ist, um so günstiger. Makaber, oder nicht?


venerdì, luglio 27, 2007

Focus, the British Science Fiction Association Magazine for Writers.

For Writers, hum. Ich war einer, ein Writer. Siehe meine Homepage. Jetzt schaffe ich im Second Life. Habe gerade eine Vase gemacht, vorher einen Programmierungskurs besucht, etwas Reggae getanzt und wenn ich diesen Eintrag fertig habe, ist der Tag für mich zu Ende.

Martin McGrath, dessen Filmbesprechungen mich in ‘Matrix’ beeindruckt hatten, ist nun Redakteur dieses Writer-Magazines. Es enthält praktische Tips wie Brian Turners ‘How to market your book on-line’. Simon Morden versucht eine Antwort auf die Frage ‘What makes a good story?’ zu finden. Ich will hier nichts aufzählen. Reicht es doch, wenn ein Leser die Geschichte gut findet und nicht hinterfragt: Warum?

Jetse de Vries versucht in seinem Artikel ‘Lets face the future with a smile’ zu erklären, warum es leichter ist Geschichten mit einem fatalen oder pessimistischen Ausgang zu schreiben und fordert auf, endlich einmal positive Geschichten zu produzieren.

Christopher Priest, dessen Roman ‘The Prestige’ kürzlich verfilmt worden war, gibt eine Masterclass für Autoren. Lektion 1: Point of View. Ich habe mir das Lesen erspart, ich kenne das. Es ist die Perspektive, aus der erzählt wird. Habe es schon bei Damon Knight und Andreas Eschbach gelesen.

Einen Artikel über die Auswahl von Schreibkursen, einen über Scriptwriting (Drehbücher), eine Auflistung von Publikationen von Short Fiction: auf diesen wenigen Seiten hat Focus einen excellenten Service für angehende Autoren eingerichtet. Ich wünschte, der Science Fiction Club Deutschland (SFCD) würde sich auch noch einmal von Grund auf neu erfinden. Vielleicht brächte er dann auch so etwas heraus.

domenica, luglio 22, 2007

Matrix, the media magazine of the British Science Fiction Association

Sie liegt schon etwas länger auf meinem Schreibtisch. Von daher lohnt es nicht, die Bücher der Shortlist für den Arthur C. Clarke Award aufzuführen. Unter den vorgeschlagenen Büchern ist ‘Nova Swing’ von M. John Harrison zum empfehlen, ohne dass ich es kenne. Harrison ist einer meiner Lieblingsautoren. Mit ihm kann man nicht verkehrt liegen.

In seinem Artikel ‘Mars Unlocked’ stellt sich Stephen Baxter fünf Jahre auf dem Mars vor. Wenn schon, dann sollte auf einer Polarkappe gelandet werden. Allein wegen der Nähe zum Wasser. Marskappen sind um drei km dick. Aus ihnen können auch Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des zurückliegenden Wetters gezogen werden.

Es gibt Besprechungen der Filme Apocalypso und Sunshine. Darüber hinaus eine Rezension des Musicals ‘Lord of the Rings’. Es folgen Artikel über Comics. Und schon weiss ich, was in Großbrittanien so läuft.

venerdì, luglio 20, 2007

Asimov’s Science Fiction, July 2007

In dieser Ausgabe liefert Nancy Kress eines ihrer Meisterstücke ab. „Fountain of Age“ ist eine bizarre Liebesgeschichte. Protagonist ist Max Feder, ein Mann über 80, immer noch auf der Suche nach seiner verloren gegangenen Liebe, der Prostituierten Daria, die er in jungen Jahren auf Zypern kennen und lieben gelernt hatte.

Eine Zeitungsnotiz brachte Max auf Darias Spur. Inzwischen mit einem britischen Milliardär verheiratet, war ihr ein Gehirntumor entfernt worden. Im Krankenhaus wechselte Max mit ihr nur wenige Worte, da ihr Mann auftauchte. Sie gab ihm eine Adresse mit, an der einige Tage später ein Bote ihm einen Kreditchip über 500 Millionen Kredits mit einer Nachricht in die Hand drückte. „Lifelong Inc.“ Max kaufte Aktien dieser Gesellschaft. Dann erschien eine Nachricht in den Medien, dass Darias Tumor Zellen mit Proteinen enthielt, die ihr Alter gestoppt, und in andere Personen implantiert, bei ihnen den gleichen Effekt auslösen würden.

Max wurde reich. Das Geld nutzte er, um Daria, inzwischen auf einem Planetoiden abgeschirmt, erneut ausfindig zu machen. Am Ende der Geschichte geling es ihm. Einige Zeit, nachdem heraus kam, dass alle behandelten Personen nach zwanzig weiteren Jahren plötzlich starben. Nancy Kress versteht es, die Spannung in dieser Story aufrecht zu erhalten. Das Ende jedoch fällt ab. Daria wird von einem Attentäter getötet, und Max der inzwischen 86 Jahre alt ist, macht sich daran noch fuer 20 Jahre länger zu leben.

mercoledì, luglio 18, 2007

Noch einen kurzen Überblick auf weitere Artikel der vorgenannten Ausgabe:

Paleontology: ‘Tracking an ancient killer’.
Vor 70 Millionen Jahren fanden Dinosaurier auf Madagaskar in Gondwana ein jähes Ende. Forscher stellten eine verheerende Dürre als Ursache fest.

Atmosphere Science: ‘Methane, Plants and Climate Change’.
Die Entdeckung, daß Pflanzen Methan produzieren und damit zum Treibhauseffekt beitragen, wirft neue Fragen des globalen Managements dieses Phänomens auf.

Information Technology: Making Silicon lase.
Erstmalig gelang es nun, mit Hilfe von Silicon Laserstrahlen zu erzeugen.

Innovation: Spice Healer
Hier geht es um Curry, von dem gesagt wird, dass es gegen Krebs hilft. Genauer, das Curamin. Es soll auch Rheuma und Alzheimer stoppen können. Pharmaziefirmen sind nicht daran interessiert klinische Tests durchzuführen, da sie mit Curry kein Geld machen können.

Consumer Elektronics: ‘Digital TV at last?
In den U.S.A. wird am 17.2.2009 der Schalter umgelegt. Von analog auf digital TV. High definition (HDTV). Es gibt ungefähr 21 Millionen Haushalte mit 45 Millionen Fernsehern, die über eine normale Hausantenne empfangen.. Sollten sich diese zu diesem Datum nicht eine neue Kabelbox oder einen neuen Apparat zugelegt haben, bleibt der Bildschirm leer.

Nanotechnology: Molecular Lego.
Unser Körper enthält ca. 20000 unterschiedliche Proteine. Wissenschaftler versuchen nun, aus ihnen Bausätze zu erstellen, die in der Entwicklung von Enzymen und molekularen Apparaten nützlich sein können.




lunedì, luglio 16, 2007

Scientific American, 02/07

Einen Jahrgang habe ich hier schon sicher ungelesen herumliegen. Eine Ausgabe habe ich wahllos herausgegriffen und durchgeackert. Ich lesen den Artikel 'The Universe's Invisible Hand'. 'Invisible Hand', ich denke an Adam Smith' 'An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations' 1776. Hier jedoch ist es die Dark Energy, aus der das Universum zu 75 % bestehen soll. Man weiss nicht, woraus sie sich zusammensetzt, obwohl sie selbst bei uns in der Kueche sein soll. Wieso wissen wir sowenig von der wirklichen Welt? Die Expansion des Universums sieht danach so aus, dass Galaxien nicht von selbst auseinander driften, sonder das Gewebe, die Dark Energy, in das Galaxiencluster, Galaxien und Schwarze Loecher eingebettet sind. Ebenso die Dark Matter, Materie, die man ebenfalls nicht sieht, aus der das Universum zu 85 % bestehen soll. Zusammen mit der wahrnehmbaren, der baryonischen hat Dark Matter mit Hilfe der Schwerkraft Galaxienhaufen und Galaxien entstehen lassen. Dieses Pulver scheint jedoch verschossen zu sein. Die Bildung von Galaxien und Schwarzen Loechern hat merklich nachgelassen. Die Dark Energy hat leichteres Spiel in ihrem Expansionsdrang mit dem Ergebnis, dass Nachbargalaxien aus dem Bereich von Teleskopen verschwinden werden.