lunedì, novembre 27, 2017

Business Week v. 23. October

Ein Blick auf Italien von außen.
Wenn man über Italien etwas in italienischen Zeitungen liest, geht man wie selbstverständlich darüber hinweg. Nicht, dass die Informationen falsch sind, aber es geht um eine sich wiederholende Nabelschau.
Lese ich in der “Business Week” über Italien, sehe ich genauer hin, denn so sieht uns das Ausland. Der Journalist wundert sich, dass Italien trotz der immensen Schulden nicht in Krisenmodus läuft. Er meint Italien “kicks the can down the road”. Wenn es zum Beispiel von der EU ermahnt wird, schafft es Italien noch immer, schmerzhafte Reformen aufzuschieben und die EU zu vertrösten, so wie es am Anfang das Registrieren von Flüchtlingen übersehen und diese weiter nach Norden hat ziehen lassen. So lange das gut ging. In der Krise hat Italien nichts unternommen, um dagegen anzukämpfen sondern gewartet, bis sie vorbei ging.
Und es gibt genug, was man ändern müsste. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit, die bereits erwähnten hohen Staatsschulden, die Armut, in der mehr als vier Millionen Personen leben. Und doch werkeln Italiener vor sich hin ohne zu rebellieren. Es gibt freie Krankenversicherung, freie Universitäten. Ein Zustand, von dem US-Amerikaner nur träumen. Und eine Flasche Wein, für die man im italienischen Supermarkt weniger als 3.50 Euro bezahlt, kostet in der gleichen Qualität 20 USD in Amerika.
Gute Kleidung kostet in Italien ebenfalls nicht viel. Als ich meine Mutter vor Jahren in Hamburg besuchte, flog ich nach Berlin, und fuhr von dort mit der Bundesbahn nach Hamburg. Ich brauchte ein paar Unterhosen. Bei Karstadt Hamburg kostete eine um 37 Euro. In dieser Preislage waren sie in allen Geschäften dort zu kaufen. Billigere fand ich nur bei C & A in Berlin. Deutschland ist empfindlich teuer, in allen Dingen. Mit meiner deutschen Rente komme ich daher in Italien weitaus besser hin. Zumal ich auch keine Miete bezahlen muss. Und dann das Essen, der Cappuccino. Da übersieht man doch glatt ein paar Löcher in den Strassen.

Baby-Influencer in den U.S.A.
Inzwischen ist es schon soweit, dass Kinder auf YouTube Spielzeug empfehlen und deren Marketing-Power so gewachsen ist, dass Spielzeugunternehmen die Hälfte ihres Budgets aus dem Fernsehen abziehen und in YouTube-Kanäle und deren Influencer investieren. Das wird auch irgendwann in Europa geschehen.

Raketen aus dem 3-D Drucker.
Zwei junge Ingenieure versuchen es. Sie entwickelten und bauten erst einmal den Drucker mit dem sie weltraumtüchtige Raketen herstellen wollen. Ihr Unternehmen heißt Relativityspace.
Und Frankfurt hat keinen Bock auf Londoner Financeboys.
Wohnungen würden teurer, es müssten neue Restaurants hinzukommen und überhaupt, was soll das alles. Ich will jetzt nicht schon wieder herummotzen. Aber zukunftsoffenes Verhalten sieht anders aus.

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