Coversong Roads

mercoledì, agosto 22, 2007

Fantasy & Science Fiction, July 2007

Wenn eine Story von Lucius Shepard auftaucht, kann jedermann sicher sein, dass ich mich dieser Geschichte annehmen werde. ‘Stars Seen Through Stone’ handelt von Vernon, einem Plattenproduzenten, der sich auf unbekannte und neue Bands spezialisiert und sie herauszubringen versucht. Das Setting die Industriestadt Black William, eine Stahl- und Bergarbeiterstadt, der die Industrie abhanden kommt. Leerstehende Fabrikgebäude, verkehrslose Strassen. Vernon, der Protag, hört eine Demo von Joseph Stanky und bemerkt dessen Talent. Um es sich zu sichern, holt er den Mann zu sich und macht mit ihm Aufnahmen, arrangiert kleine Konzerte. Stanky, Sänger, Gitarrist, Minustype. Ungewaschen, nachlässig, Lügner, Trinker, schwach und charakterlos. Ausser, dass er phänomenal singt und spielt.

Eigenartige Lichterscheinungen manifestieren sich in der Stadt, deren Einwohner ungewöhnliche Talente entwickeln. Stahlarbeiter entwickeln ein neues Kaltgussverfahren. Vernons Bekannte beginnt einen Roman zu schreiben, eine Polizistin klärt zurückliegende Fälle auf, jemand entwickelt neue Gartengeräte.

Ausgezeichnete Charakterisierung der Personen, gute Dialoge, und Beschreibungen der Umgebung, und eine Handlung die Seite für Seite an Dichte gewinnt. Vernon und seine Exfrau verlieben sich erneut ineinander. Schon das ein Wunder. Und schließlich kulminiert die Handlung in der Nacht auf dem Messeplatz der Stadt, auf dem die Bürger sich versammeln und von den Lichterscheinungen heimgesucht werden, die von ihren freigesetzte Talente in sich aufsaugen. Parasiten aus einer anderen Dimension.

sabato, agosto 18, 2007

Der Spiegel, 13.08.2007

Wie bekannt, ist Science Fiction eines meiner Hobbies. Wenigstens das Lesen. Im SPIEGEL gab es einen Artikel über Waffentechnik: ‘Krieg der Roboter’. Ein alter Hut für SF-Leser, doch langsam rüeckt das Thema aus der SF in die Realität, wenn man sich die in den U.S.A. entwickelten Waffen und Hilfsgeräte ansieht.

Predator: Ferngesteuerte Aufklärungs- und Kampfdrohne
Swords: Kettengetriebener Minikampfroboter
Gladiator: Kampfroboter
Fire Scout: Unbemannter Kampfhubschrauber
Micro Air Vehicle: 30cm langer Aufklärer
X-47: Unbemannter Tarnkappenkampfjet
Big Dog: Gehroboter als Lastenträger.

lunedì, agosto 13, 2007

Phantastisch, 3/2007

In seinen Werkstattnotizen behandelt Andreas Eschbach das Thema, in welcher Form sich manche Autorenaspiranten vom Schreiben abhalten. Ich zähle die Ausreden auf:

Warten, bis man Zeit zum Schreiben hat.
Auf Inspiration warten.
Nach dem perfekten Tool suchen
Versuchen, von einem erfolgreichen Autor das Geheimnis zu erfahren
Auf das Schreibseminar hoffen, das den Durchbruch bringt
Massives Selbstmarketing
Kurse geben

Interviews gibt es mit Carsten Polzin, Alma Alexander und Wolfgang Jeschke. Polzin ist Lektor und Programmleiter für das Fantasy Program beim Piper Verlag. Er schreibt jetzt für ´Phantastisch´. In dieser Ausgabe unter ´Meilensteine des phantastischen Films´ über den Film ´Phase IV´ von Saul Bass.

Alma Alexander hat mit ‘Die Drachenkaiserin’ ihren ersten Fantasy-Roman veröffentlicht, vorher jedoch etliches an Mainstream geschrieben. Und Wolfgang Jeschke ist SF-Urgestein. Er war Lektor im Heyne-Verlag und SF-Autor. Im SF-Fandom kein Unbekannter.

Robin Haseler beschreibt ein Seminar über ‘Parahistorische Literatur’ an der Uni in Stuttgart. Johannes Rüster schreibt zum Thema SF-Studium in Deutschland den Artikel ‘Phantastik-Forschung – Unendliche Welten’. Er kommt zu dem Schluss, dass es damit wohl nicht sehr weit her ist.

Hans Eschborn gratuliert Herbert W. Franke zum achtzigsten Geburtstag. Franke war neben Walter Ernsting und Karl Herbert Scheer einer der ersten deutschen SF-Autoren der Nachkriegszeit.

Achim Schnurrer berichtet von dem Buch ‘Madame Lai’ von Marlon Brando und Donald Cammell, das auf Betreiben von China Kong, der Tochter einer Geliebten Brandos zum Frühjahr 2007 auf dem Markt erschienen ist.

Schnurrer bringt den zweiten Teil voln ‘William Beckford’, einen Autoren der ‘Phantastischen Literatur’ aus dem 18. Jahrhundert.

Ulrich Blode nimmt sich John Wyndhams ‘The Day of the Triffids’ vor. Der Roman erschien in drei deutschen Verlagen. Und Horst Illmer gibt einen Nachruf auf Kurt Vonnegut.

sabato, agosto 11, 2007

Fantasy & Science Fiction, September 2007

Die Stories ‘Wrong Number’ von Alexander Jablokov und ‘The Merchant and the Alchemist’s Gate’ von Ted Chiang haben mir am besten gefallen. ‘Wrong Number’ ist es. Es fing damit an, dass Stephanie einen hartnäckigen Verehrer während einer Party abwimmelte. Sie gab ihm eine falsche Telefonnummer, die, wie sie später feststellte, mit einem Fluch behaftet war, denn sie schwirrte ihr ständig im Kopf herum.

Stephanies Freundin Marlene, die von sich sagte: “You know I like ‘em big and stupid. I’ll accept complexity in a Cabernet, but never in a man,” hilft weiter, indem sie Stephanie mit einem Automechaniker bekannt macht. Ein Mago nicht nur mit Autos, sondern er bekommt es auch hin, dass diese verfluchte Telefonnummer aus Stephanies Kopf verschwindet, indem er sie mit der richtigen austauscht, als der Bursche, dem sie die Nummer gab, in seiner Werkstatt auftauchte.
Eine Story mit vielen Einzelheiten und ein paar Nebenfiguren, spielerisch, doch nie langweilig.


mercoledì, agosto 08, 2007

Der Spiegel 31/2007

Ich habe die vorletzte Ausgabe aufbewahrt, um über den Artikel “Die Grammatik des Guten” zu schreiben. OK.Jetzt habe ich dazu etwas Zeit. Was war es, das mich derart fasziniert hatte? Im Grunde zwei Dinge: Erstens die Erkenntnis, dass der Mensch mit einer moralischen Verdrahtung auf die Welt kommt. Zweitens die Auffassung, dass der Mensch eine Straftat begeht, weil dies von seinem Gehirn bereits vorgeplant ist. Der Mensch als willenloses Werkzeug, Spielball seines Gehirns?

Wenn ein Mensch fuer sein Verbrechen nicht verantwortlich ist, muss er dafür in das Gefängnis? Nun, diese Frage stellt sich seit Jahren. Ich schrieb damals meine Story ‘Freier Wille’. Es ist dann unverständlich, warum jemand seinen Nachbarn tötet, dann kann es mit der Moralgenetik nicht weit her sein. Ah, lt. Prof. Markowitsch im Spiegel Gespräch ist mit deren Gehirnen etwas nicht in Ordnung. Zum Beispiel eine Mutation am Gen für das Enzym Monoaminooxidase A. Ach so. Am besten gehe ich zum Test in die nächste Apotheke.

Den Beitrag über Bambus fand ich ebenfalls interessant. Es gibt um die 1300 Arten, von denen einige bis 30 m hoch wachsen. Ich habe einen kleinen Gemüsegarten auf dem Land meiner Frau. Wegen meines Schlüsselbeinbruches kam ich nicht dazu etwas zu pflanzen. Sollte ich es mit Bambus versuchen?

martedì, agosto 07, 2007

Asimov's Science Fiction, August 2007

Im Editorial steht etwas ueber '2007 Dell Magazines Award' und wenn man weiter liest, 'for undergraduate Excellence in Science Fiction and Fantasy Writing', bekommt man heraus, dass die Wettbewerber Undergraduate Studenten waren, also Studienfrischlinge. Zu SF gehoert eine Portion Intelligenz, Liebesgeschichten kann jeder schreiben. (oops, ich uebertreibe mal wieder :-))

Robert Silverberg gibt in seinen 'Reflections' Auskunft darueber, wie assyrische und babylonische Schriften entziffert wurden. 'Decoding Cuneiform'. In Felsen gehauene Lettern wurden um das Ende des 19. Jahrhunderts entschluesselt.

James Patrick Kelly zeigt in 'On the Net' Adressen von Websites, die sich mit dem Mars beschaeftigen. Hier sind einige:

http://en.wikipedia.org/wiki/Kim_Stanley_Robinson
http://sse.jpl.nasa.gov/missions/profile.cfm?Sort=Alpha&Letter=M&Alias=Mariner%2004
http://www.nasa.gov/mission_pages/viking
http://www.iki.rssi.ru/IPL/phobos.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Mars_Observer
http://marsrovers.jpl.nasa.gov/home/index.html
http://www.giss.nasa.gov/tools/mars24
http://mars.jpl.nasa.gov/mgs
http://mars.jpl.nasa.gov/odyssey/index.html


'Hormiga Canyon' von RudyRucker und Bruce Sterling ist eine Story, an der beide Autoren ihren Spass gehabt haben muessen. Sie ist mit der Realitaet nicht zu vereinbaren, auch in Zukunft nicht, doch ist sie unterhaltsam..

Stefan Ooertel hat aus Innereien von tausend Handys einen Supercomputer gebastelt mit dem Ziel, die korrekte Version der Stringtheorie zu ergruenden.Was ihn dabei aufhaelt, sind Ameisen, die ihre Groesse veraendern, in Monitor und Computer wandern und diese unbrauchbar machen. Adios Stringtheorie. Oertel und sein Freund Janyson folgen den Ameisen zur einer Erdspalte, von der sie annehmen, dass sie in eine Unterwelt fuehrt, und da Janyson von der Polizei gesucht wird, schwingen sie sich auf ein Oldtimer Indian Motorrad und brausen in das Erdloch. Dort finden sie eine andere Welt und Hyperio, der jede Woche vor Oertels Haus den Rasen maeht. Hyperio kam aus Liebe zu Lola in die Unterwelt. Er hatte Lola bei den Tongva Indianern gekidnapt, dieAmeisen anbeten, wohl aus dem Grunde, weil diese ihre Groesse veraendern konnten.

Hyperio laesst Oertel und Janyson ziehen, nachdem diese zugesagt hatten, sich um seine kranke Frau Lola zu kuemmern, die den Wunsch geaeusserte hatte, in das Land ihrer Vaeter zurueckzukehren zu wollen.

Was an dieser Welt auffaellt ist, dass die Sonne an ihnen vorbeisaust. Eine Minute, so hat Oertel ausgerechnet, ist wie eine Stunde in der Aussenwelt. Mit anderen Worten, die Aussenwelt altert schneller. Ameisen besitzen die Eingenschaft, ihre Groesse von der eines Elefanten zu der eines Nanoteils zu veraendern und Janyson fragt sich, wieso Oertel und er die Ameisen nicht emulieren konnten. Oertel hat die Antwort parat: Subdimensionale kosmische Saiten.
(Nun wird es bizarr). Janyson gelingt es, eine Saite aus dem Gewebe der Raumzeit zu loesen und wirkt ein Armband daraus. Nun, er macht zwei, so dass Oertel und Janyson ihre Groesse ebenfalls veraendern koennen.

Der Ort, in dem sich die Ameisen aufhalten, wo die Cellphone Innereien liegen, erzeugt bei Oertel und Janyson die Gewissheit, dass es Ameisen gewesen waren, welche die Welt erschaffen hatten.aufgrund von Oertels Supercomputerteilen.Eine geschlossene kausale Schleife. Hier schwingt etwas von Jule Vernes 'Reise zum Mittelpunkt der Erde' mit, denn je weiter sie in den Kern des Gebietes eindringen, desto schneller flimmert der Tag und Nachtrhythmus der Aussenwelt. Lola, die Hyperio dem Stamm der Tongva entrissen hatte, wird wieder gesund und kehrt zu ihrem ersten Mann zurueck.

Oertel und Janison machen sich auf den Weg zurueck in die Aussenwelt,.indem sie eine Riesenameise besteigen, die auf dem Weg zur Aussenwelt ist. Die Zukunft hat die beiden im Griff. Segmentierte Fahrzeuge, Ameisen aehnlich, fahren die Autobahn entlang. Ameisen, die dominante Rasse, leben mit Menschen in Eintracht. Oertel und Janyson sehen die kalifornischen Babes und richten sich in der Zukunft ein.

sabato, agosto 04, 2007

Vector, Critical Journal of the British Science Fiction Association, March/April 2007

“Fantastic Cities”, eine Panel Discussion von 2005. Nun, dass sie erst jetzt in ‘Vector’ erschienen ist, macht nichts. Phantastische Städte sind zeitlos. Diskutanten waren Jeffrey Ford, Ian R. MacLeod und Michael Swanwick. Moderatorin: Claire Weaver. Die Namen der Städte zogen an mir vorbei, ohne dass ich Anteil haben konnte. Ich kannte sie nicht. Doch das was hängenblieb, war, die Autoren mochten keine glitzernden, glattverchromten Städte, die wie abgeleckt aussahen. Dann gab es einige Autoren, die sich einen Stadplan anlegten, bevor sie mit der Geschichte loslegten, andere hatten ihn im Kopf.

Stephen Baxter brachte einen Artikel über ‘The Science Fiction of Nevil Shute’. Von Shute habe ich nie etwas gelesen, obwohl mir sein Name geläufig ist. Baxter, der Hard SF schreibt, ist produktiv. Er schreibt einen Roman nach dem anderen und findet Zeit, zwischendurch gut recherchierte Artikel zu schreiben, und dann las er noch die Shute Romane. Wann schläft der Mann?

Ken MacLeod versucht in seinem Beitrag ‘The human as alien’ zwischen SF und Mainstreamliteratur zu unterscheiden.

Adam Roberts schreibt über Stephen Baxters Destiny’s Children Trilogy und behandelt dessen Kurzgeschichten, die in Buchform erscheinen. Handlungen stammen aus Epochen der Trilogie.

Es gibt ein Interview mit dem mir unbekannten James Bacon. Darüber hinaus behandelt Vector eine Liste empfohlener NonFiction Literatur über Science Fiction. Zum Schluss stellt Nial Harrison englische SF-Magazine vor.



lunedì, luglio 30, 2007

Business Week, July 30

Death Bonds, Inside Wall Street’s most macabre investment scheme yet. Wall Streets neue Masche um Geld zu machen.

Was passiert? 90 Millionen USA-Bürger haben eine Versicherungspolice abgeschlossen. Eine Anzahl von ihnen kann oder will später die Prämien nicht mehr zahlen oder die Police aus anderen Gründen zurückgeben. Wallstreet Unternehmen kaufen Policen auf, zahlen die Prämien weiter, fassen die Policen zusammen, bilden sogenannte Death-Bonds (Todesobligationen), die an Investoren weitergegeben werden. Für sie sollen um die 8 % Zinsen herausspringen. Wenn einer der Ex-Policen Inhaber stirbt, kassieren die Wallstreet Unternehmen die Auszahlung der Versicherungsunternehmen. Je älter die Person ist, um so günstiger. Makaber, oder nicht?


venerdì, luglio 27, 2007

Focus, the British Science Fiction Association Magazine for Writers.

For Writers, hum. Ich war einer, ein Writer. Siehe meine Homepage. Jetzt schaffe ich im Second Life. Habe gerade eine Vase gemacht, vorher einen Programmierungskurs besucht, etwas Reggae getanzt und wenn ich diesen Eintrag fertig habe, ist der Tag für mich zu Ende.

Martin McGrath, dessen Filmbesprechungen mich in ‘Matrix’ beeindruckt hatten, ist nun Redakteur dieses Writer-Magazines. Es enthält praktische Tips wie Brian Turners ‘How to market your book on-line’. Simon Morden versucht eine Antwort auf die Frage ‘What makes a good story?’ zu finden. Ich will hier nichts aufzählen. Reicht es doch, wenn ein Leser die Geschichte gut findet und nicht hinterfragt: Warum?

Jetse de Vries versucht in seinem Artikel ‘Lets face the future with a smile’ zu erklären, warum es leichter ist Geschichten mit einem fatalen oder pessimistischen Ausgang zu schreiben und fordert auf, endlich einmal positive Geschichten zu produzieren.

Christopher Priest, dessen Roman ‘The Prestige’ kürzlich verfilmt worden war, gibt eine Masterclass für Autoren. Lektion 1: Point of View. Ich habe mir das Lesen erspart, ich kenne das. Es ist die Perspektive, aus der erzählt wird. Habe es schon bei Damon Knight und Andreas Eschbach gelesen.

Einen Artikel über die Auswahl von Schreibkursen, einen über Scriptwriting (Drehbücher), eine Auflistung von Publikationen von Short Fiction: auf diesen wenigen Seiten hat Focus einen excellenten Service für angehende Autoren eingerichtet. Ich wünschte, der Science Fiction Club Deutschland (SFCD) würde sich auch noch einmal von Grund auf neu erfinden. Vielleicht brächte er dann auch so etwas heraus.

domenica, luglio 22, 2007

Matrix, the media magazine of the British Science Fiction Association

Sie liegt schon etwas länger auf meinem Schreibtisch. Von daher lohnt es nicht, die Bücher der Shortlist für den Arthur C. Clarke Award aufzuführen. Unter den vorgeschlagenen Büchern ist ‘Nova Swing’ von M. John Harrison zum empfehlen, ohne dass ich es kenne. Harrison ist einer meiner Lieblingsautoren. Mit ihm kann man nicht verkehrt liegen.

In seinem Artikel ‘Mars Unlocked’ stellt sich Stephen Baxter fünf Jahre auf dem Mars vor. Wenn schon, dann sollte auf einer Polarkappe gelandet werden. Allein wegen der Nähe zum Wasser. Marskappen sind um drei km dick. Aus ihnen können auch Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des zurückliegenden Wetters gezogen werden.

Es gibt Besprechungen der Filme Apocalypso und Sunshine. Darüber hinaus eine Rezension des Musicals ‘Lord of the Rings’. Es folgen Artikel über Comics. Und schon weiss ich, was in Großbrittanien so läuft.

venerdì, luglio 20, 2007

Asimov’s Science Fiction, July 2007

In dieser Ausgabe liefert Nancy Kress eines ihrer Meisterstücke ab. „Fountain of Age“ ist eine bizarre Liebesgeschichte. Protagonist ist Max Feder, ein Mann über 80, immer noch auf der Suche nach seiner verloren gegangenen Liebe, der Prostituierten Daria, die er in jungen Jahren auf Zypern kennen und lieben gelernt hatte.

Eine Zeitungsnotiz brachte Max auf Darias Spur. Inzwischen mit einem britischen Milliardär verheiratet, war ihr ein Gehirntumor entfernt worden. Im Krankenhaus wechselte Max mit ihr nur wenige Worte, da ihr Mann auftauchte. Sie gab ihm eine Adresse mit, an der einige Tage später ein Bote ihm einen Kreditchip über 500 Millionen Kredits mit einer Nachricht in die Hand drückte. „Lifelong Inc.“ Max kaufte Aktien dieser Gesellschaft. Dann erschien eine Nachricht in den Medien, dass Darias Tumor Zellen mit Proteinen enthielt, die ihr Alter gestoppt, und in andere Personen implantiert, bei ihnen den gleichen Effekt auslösen würden.

Max wurde reich. Das Geld nutzte er, um Daria, inzwischen auf einem Planetoiden abgeschirmt, erneut ausfindig zu machen. Am Ende der Geschichte geling es ihm. Einige Zeit, nachdem heraus kam, dass alle behandelten Personen nach zwanzig weiteren Jahren plötzlich starben. Nancy Kress versteht es, die Spannung in dieser Story aufrecht zu erhalten. Das Ende jedoch fällt ab. Daria wird von einem Attentäter getötet, und Max der inzwischen 86 Jahre alt ist, macht sich daran noch fuer 20 Jahre länger zu leben.

mercoledì, luglio 18, 2007

Noch einen kurzen Überblick auf weitere Artikel der vorgenannten Ausgabe:

Paleontology: ‘Tracking an ancient killer’.
Vor 70 Millionen Jahren fanden Dinosaurier auf Madagaskar in Gondwana ein jähes Ende. Forscher stellten eine verheerende Dürre als Ursache fest.

Atmosphere Science: ‘Methane, Plants and Climate Change’.
Die Entdeckung, daß Pflanzen Methan produzieren und damit zum Treibhauseffekt beitragen, wirft neue Fragen des globalen Managements dieses Phänomens auf.

Information Technology: Making Silicon lase.
Erstmalig gelang es nun, mit Hilfe von Silicon Laserstrahlen zu erzeugen.

Innovation: Spice Healer
Hier geht es um Curry, von dem gesagt wird, dass es gegen Krebs hilft. Genauer, das Curamin. Es soll auch Rheuma und Alzheimer stoppen können. Pharmaziefirmen sind nicht daran interessiert klinische Tests durchzuführen, da sie mit Curry kein Geld machen können.

Consumer Elektronics: ‘Digital TV at last?
In den U.S.A. wird am 17.2.2009 der Schalter umgelegt. Von analog auf digital TV. High definition (HDTV). Es gibt ungefähr 21 Millionen Haushalte mit 45 Millionen Fernsehern, die über eine normale Hausantenne empfangen.. Sollten sich diese zu diesem Datum nicht eine neue Kabelbox oder einen neuen Apparat zugelegt haben, bleibt der Bildschirm leer.

Nanotechnology: Molecular Lego.
Unser Körper enthält ca. 20000 unterschiedliche Proteine. Wissenschaftler versuchen nun, aus ihnen Bausätze zu erstellen, die in der Entwicklung von Enzymen und molekularen Apparaten nützlich sein können.




lunedì, luglio 16, 2007

Scientific American, 02/07

Einen Jahrgang habe ich hier schon sicher ungelesen herumliegen. Eine Ausgabe habe ich wahllos herausgegriffen und durchgeackert. Ich lesen den Artikel 'The Universe's Invisible Hand'. 'Invisible Hand', ich denke an Adam Smith' 'An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations' 1776. Hier jedoch ist es die Dark Energy, aus der das Universum zu 75 % bestehen soll. Man weiss nicht, woraus sie sich zusammensetzt, obwohl sie selbst bei uns in der Kueche sein soll. Wieso wissen wir sowenig von der wirklichen Welt? Die Expansion des Universums sieht danach so aus, dass Galaxien nicht von selbst auseinander driften, sonder das Gewebe, die Dark Energy, in das Galaxiencluster, Galaxien und Schwarze Loecher eingebettet sind. Ebenso die Dark Matter, Materie, die man ebenfalls nicht sieht, aus der das Universum zu 85 % bestehen soll. Zusammen mit der wahrnehmbaren, der baryonischen hat Dark Matter mit Hilfe der Schwerkraft Galaxienhaufen und Galaxien entstehen lassen. Dieses Pulver scheint jedoch verschossen zu sein. Die Bildung von Galaxien und Schwarzen Loechern hat merklich nachgelassen. Die Dark Energy hat leichteres Spiel in ihrem Expansionsdrang mit dem Ergebnis, dass Nachbargalaxien aus dem Bereich von Teleskopen verschwinden werden.

venerdì, luglio 13, 2007

Vor einer Woche habe ich mir eine kleine Insel zugelegt,
Sea Breeze Island und sie soweit bestückt und dekoriert wie es die Anzahl der Prims für 3000 qm erlaubte. Prims? Primitives. Bauformen, aus denen Second Life besteht. Würfel, Quader, Kugeln, Zylinder, Prismen und weitere geometrische Elemente. Aus ihnen bestehen Pflanzen, Steine, Häuser, Möbel, Textilien, Haare usw. Sowie die Möwen, die über meine Insel fliegen, die Schildkröte am Strand, Delphine, die im Küstenwasser spielen, das Krokodil nahe dem Lagerfeuer. Gestern nacht hatte es meine Freundin Souza gefressen und wieder ausgespien. Souza aus Holland, sie hat ihre Bilder in meiner Wintergallerie ausgestellt. Und schon sind wir bei meinen Freundinnen in SL.
Artemisia Delpaso aus Südfrankreich, sie hat sich in den Urlaub abgemeldet, hin zur Camargue, der Zone mit den Wildpferden am Mittelmeer. Aika Pera und Lilly Lane aus Deutschland. Aika ist ab nach Dänemark, und Lilly fährt am Sonnabend weg. Dann Annabella Audina aus Porto Alegre, Brasilien. Sie fährt in die argentinischen Anden zum Skilaufen. Bleiben noch Anske Beattle aus Holland und Polly Portsmouth aus Cambridge in Grossbrittanien.

Ist doch schön wieder etwas mehr Zeit für sich zu haben.

lunedì, luglio 09, 2007

In der Business Week vom 9.7.
gab es einen interessanten Artikel unter ‘A celluloid hero goes digital’.

Technicolor, die Firma, 1915 gegründet, welche Filmen ihre Farbe gab, hat sich im Laufe der Jahre zu einem Unternehmen entwickelt, das Filme technisch verarbeitet. Nun setzt es zum großen Sprung an. Weg vom Celluloid und Filmrollen, hin zum download von Filmen über einen Satelliten auf den Server eines Filmtheaters, das Filme über digitale Projektorsysteme auf die Leinwand bringt.

Früher wäre so etwas Science Fiction gewesen.

sabato, luglio 07, 2007

Margarete Mitscherlich, Medizinerin und Psychoanalytikerin feiert im Juli ihren 90. Geburtstag. Ein Grund für den SPIEGEL, sie zu interviewen. Köstlich. Hier ein Zitat:

SPIEGEL: In den Achtzigern formierten sich neue Bewegungen, diesmal für Umwelt und Frieden, mit Teestube und Sitzblockade. Brauchten die Deutschen eine sanfte Phase nach den Jahren der Aggression?

Mitscherlich: Diese Zeit erscheint nur an der Oberfläche sanft. Die Verbissenheit, mit der in Deutschland Glas, Korken, Papier und Metall getrennt wurden, war auch aggressiv. Eine typisch deutsche Raktion. Man empfindet Schuld – zu Recht, denn der Mensch darf seine Umwelt nicht zerstören -, und dann agiert man im Dienst der guten Sache mit lustfeindlicher Hysterie……



martedì, giugno 26, 2007

Analog, June 2007

In dieser Ausgabe endet Karl Schroeders 'Queen of Candescence'. Ein Space Opera Epos. Es fiel mir schwer da durchzusteigen. In diesem Metallzylinder der Kleinstaaten wechselten Allianzen schneller als Hemden. Zeitweilig verlor ich den Überblick und es ist zu begrüßen, dass die Heroine der Story, Verena Fanning, da durch sah.

Unter Probability Zero läuft pro Ausgabe jeweils eine Short Short Story. Wie kopiert man Bewusstsein? Auf nur zwei Seiten beantwortet Geoffrey A. Landis diese Frage. Nicht mit Nanotechnologie, schließlich enthält ein Gehirn rund 100 Trillionen Synapsen. Eine Biologin, Amanda Quinn, fand eine bessere Antwort mit dem Bazillus Neisseria Meningitidis. Eines, das in der Originalversion Gehirnhautentzündung hervor ruft. Amanda änderte es derart, dass die Bakterien in Zusammenarbeit ihr Gehirn mit allen Neuronen und Synapsen frassen, es in ihre DNA integrierten und damit andere Personen ansteckten. Amanda merkte, dass sie nicht mehr lange zu leben hatte und versuchte in der Zeit die Bazillen dahingehend zu modifizieren, dass sie nicht so schnell zum Tode führten. Dies setzen nun die Personen fort, die sich mit Amandas Gehirn infiziert haben.


Zum Glück ist dies nur eine Story. Doch auf diese Idee muss erst mal jemand kommen.eriH

giovedì, giugno 21, 2007

Phantastisch, 2/2007

Es ist heiß in Italien und ich penne im Liegestuhl auf der Terrasse. Zwischendurch lese ich 'Phantastisch', kann es nicht überfliegen. Die Artikel sind zu interessant. Sie wollen gelesen werden.


Interviews von Greg Bear, Brian Keene, Nick Mamatas und Samit Basu.

Andreas Eschbach schreibt in seinen Werkstatt Notizen über 'Die Kunst der Perspektiven'. Bartholomäus Figatowski beklagt sich über den Mangel an SF in deutschen Schulbüchern.

Kurt S. Denkena behandelt den 'Tantalus Zyklus' aus der Terra-Astra-Heftreihe.

Ulrich Blode bringt etwas über die 'Hard boiled SF des Richard Morgan' und schreibt außerdem über die 'Phantastische Bibliothek Wetzlar'.

Achim Schnurrer schreibt über einen Klassiker der phantastischen Literatur: William Beckford.

Klaus N. Frick über die Heftserie des Zaubermond Verlages 'Professor Zamorra'.

Frick ist auch für Comics zuständig. Hier erzählt er von den französichen 'Estra Muros'.

Am Schluss gibt es von Heiko Langhans einen Nachruf auf Jack Williamson (1908 - 2006).
Alles hiervon mag nicht jeden interessieren, doch etwas ist sicher dabei.

domenica, giugno 17, 2007


Vorbereitung auf einen SL Poetry Slam


Ich hatte die Idee, in Second Life in der Oasis einen Poetry Slam zu veranstalten. Mit anderen Worten, Gedichte auf der Tanzfläche einem Publikum vorzutragen. Nova, die Clubchefin wird versuchen Poeten anzuschreiben und für dieses Event zu gewinnen.

Als Dilettant werde ich mich auch daran beteiligen. Drei Gedichte habe ich bereits verzapft. Sie sind auf Englisch, ein Handicap. Nur was solls, dabei sein ist alles.

Me and you

My heart so large
encompasses all those nations
listens to reggae, whose vibrations
let it feel to be in charge

I command MY second life
and that’s enough
truthfulness, no bluff
harmony, no strife

let me let you go with the flow
let me, let me feel you well
and even when first life is hell
here you got a life to grow

my heart yes yearns to be your guide
In this confusion find your way
holding your first live at bay
I am the angel at your side.


In the morning

the morning sun that winks at me
and I think ‘shit what was her name’
and then ‘this is a game’
feel like a drunken bumblebee

Slowly starts the life again
the sub she gets her handcuffs on
I go to smoke the second bong
waitin for the first rain in vain

When I get up you go to bed
Wonder Woman is that you?
the only love that could be true
I never see you though, how sad

I smoke a joint and feel at ease
I chill and see the morning sun
a griefer comes and draws his gun
like shoot me into orbit please

Then love hits I am thunderstruck
breakfast is ready shouts my wife
I got a call from real life
bad morning this I’m out of luck.




Downtime

My avatar is on vacation
can’t teleport, cant change the light.
That is so wrong, that is not right,
I go to the United Nations.

You have been here and now are gone,
off the screen which now is grey
I love you girls, what can I say
six hours off, that is too long.

Forever it’s in Real Life
downtime to eternity
in Second Life its not to be
down time is from one to five.

mercoledì, giugno 13, 2007

Fantasy & Science Fiction, May 2007

enthält einige gute Geschichten, von denen mir ‘Kaleidoscope’ von K.D. Wentworth am besten gefiel.

Ally Coelho, pensionierte Buchhändlerin, 51 Jahre alt, hatte sich auf ein monotones Leben eingerichtet, zumal sie unglücklich verlaufende Beziehungen hinter sich hatte. Auf einmal merkte sie jedoch, nichts würde mehr sein wie früher.

Zum einen kündigte Allys beste Freundin Melinda an, sie würde heiraten und die Flitterwochen in Schottland verbringen. Danach hörte Ally, dass Melinda ihren Verlobten in einer Bingohalle mit einer anderen erwischt und ihm den Laufpass gegeben hatte. Danach ging es Schlag auf Schlag: Lynn und Carl, andere Freunde Allys, gingen mit ihr Essen und brachten einen Freund mit. Barry, so hieß er, erschien am nächsten Tag vor Allys Haustür und war plötzlich kahl. Er war auch kein Zoowärter mehr, sondern Versicherungsagent. Und so ging es weiter: Die Barrys wechselten in einem fort. Das Universum spielte Ally einen Streich, oder waren es mehrere Universen.

Gut fand ich, dass nichts erklärt wurde. Es war einfach so wie es war. Und der Leser wird konfus wie Ally selbst, bis sie sich für ihren Barrys entscheidet und damit für eines der Universen.


Parallel-Universen sind gar nicht so abwegig. Es gab einen Artikel im ‘Scientific American’ darüber. Nehmen wir an, der Weltraum ist unendlich gross, dann kann es unendlich viele Universen geben mit Planeten, die wie die Erde aussehen. Und mit Menschen, die das Gleiche tun wie auf der Erde, oder auch nicht. Ich spiele auf die Barrys an und für Ally war es sicher eine Qual, sich von diesen Universums-Barrys hofieren zu lassen.