Coversong Roads

venerdì, maggio 29, 2009


Vector, The Critical Journal of the Britsh Science Fiction Associaton, Autumn 2008

Schon ein halbes Jahr her, aber ich arbeite meine Zeitschriften langsam auf.
Adam Roberts schreibt über „Doris Lessing and SF“. Sie wird neunzig Jahre alt und hatte 2007 den Nobelpreis für Literatur erhalten. Mit ihren Zukunftsromanen können SF-Fans jedoch nicht warm werden. Roberts begründet, warum. Sie wuchs in Zimbabwe, dem früheren Rhodesien auf und rührte afrikanische Spökenkiekerei in ihren Büchern unter, dass sie für SF-Fans ungenießbar wurden.

In „And the Law won“ beschreibt Jonathan McCalmot das Zusammenspiel physikalischer Gesetze mit der SF. Es fängt mit Aristoteles an, der Feuer, Wasser, Luft und Erde als Elemente ansah, leitet zu Einsteins Relativitätstheorie über, zu Feynmans Quanten Elektrodynamics, endet mit der Stringtheorie. Da die Gleichungen zur Weltformel nicht aufgehen, geht es mit der dunklen Materie weiter, welche die Beschleunigung des Universums nach dem Big Bang erklaert und wir sind an der vordersten Front, an der Wissenschaftler mit der Stange im Nebel herumstochern.
McCalmot erwähnt einige SF-Autoren, die in ihren Romanen die zur Zeit gültigen physikalischen Gesetze außer Kraft gesetzt haben, so dass Ereignisse für die Protags nicht vorausschaubar sind.

Frank Ludlow behandelt in „on the Art of Reviewing“ unterschiedliche Stile von Buchbesprechungen und rennt offene Türen ein, wenn er sagt, dass sie konstruktiv sein sollten. Und dann finden wir sie: Besprechungen. Nur vermisse ich das Vektor Gütesiegel.

Andy Sawyer beschreibt die erste Vector-Ausgabe von 1958. Die BSFA hat Stehvermögen. In jener Zeit war ich schon einmal Mitglied, bevor die Rock n´ Roll-Welle mich mit riss.

martedì, maggio 26, 2009


Analog, Science Fiction and Fact, July/August 2009-05-26

In dieser Doppelausgabe von rund 200 Seiten ist Daniel Hatchs Story „Seed of Revolution“die längste Geschichte, eine Detectiv-Story mit dem Schauplatz Chamal. Ein Planet, auf dem die Natur den Bewohnern einen umfassenden Gen-Pool bereitstellt. Chamals Bewohner sind intelligente Tiere. Dr. Wu hingegen ist einer der Engel, die auf diesen Planeten hinabgestiegen waren. Sie rücken die falsche Einschätzung zurecht und stellen sich als Menschen vor, die gekommen sind, auf Chamal zu lernen. Dr. Wu wird ermordet, und sein Diener Pog, eine große Spitzmaus, macht sich daran, den Mörder zu finden und das Verbrechen aufzuklären. Seine Bemühungen lassen ihn in Sackgassen und auf Irrwegen laufen. Es stellt sich heraus, dass Pog nicht nur Diener, sondern auch Verkünder Wus Weisheiten ist mit dem Ziel, aus einer kriegerischen und sich bekämpfenden Gesellschaft eine friedfertige und merkantile zu machen.

Wer war der Mörder? Nicht die Miliz, die in Wus Haus eingebrochen war und ihm eine Kugel in den Kopf geschossen hatte. Wu war schon tot, als dies geschah. Es war ein Brieffreund von der Erde, der nicht wusste, dass Pog auf Wus Mindpad mit ihm philosofische Argumente ausgetauscht hatte. Der Wissenschaftler von der Erde gab widerstrebend seinen Irrtum zu, nahm sich aus Schmach das Leben, nachdem er mit einem Attachment Wus Nahrungsmanipulator so eingestellt hatte, dass dieser Wu vergiftete.

Diese Ausgabe für Juli und August enthält einen Beitrag über den mit viel Brimborium angekündigten Large Hadron Collider (LHC). Doch der funktioniert schon seit Monaten nicht mehr. Es wurde still um ihn. Ich googelte und fand heraus, dass Magnete kaputt sind und Protonen wer weiss wohin geschossen waren. Und es wird noch Monate dauern, bis diese Magnete ausgetauscht sind. Dann kann damit bekommen werden, die für Wissenschaftler noch immer rätselhafte Schwerkraft näher zu untersuchen. Sie ist zu schwach, um in eine Weltgleichung eingepasst zu werden. Manche gehen davon aus, dass sie in andere Dimensionen sickert. Ist das Quark? Den kennen die meisten von uns nur aus der Tiefkühltruhe. Dabei gibt es mehrere davon. Partikel, meine ich. Down, up, strange, charm, bottom und top. Dann Leptonen wie muon und Tau.
Die Wissenschaft kennt noch einen Haufen weiterer Partikel. Wenn der LHC wieder funktioniert, wird nach dem Higgs Boson gesucht werden.

Die Wissenschaft tappt im Dunkeln. Schwarze Materie, Schwerkraft, Strings, Higgs Boson. Viele Fragen und unterschiedliche Antworten. Ich nahme an, unser Hirn ist nicht dazu gebaut, gültige Antworten darauf zu liefern. Und die Maschinen, als Hirnverstärker, gehen zu schnell kaputt.

giovedì, maggio 21, 2009



Scientific American, Oct. 2005

Ich habe es wieder geschafft, eine Ausgabe durchzuackern. Harte Arbeit, aber ich werde dadurch ja nicht dümmer :-). Zu jener Zeit hatte der Hurricane Katrina New Orleans verwüstet und die Zeitschrift machte darauf aufmerksam, dass Mark Fischetti schon 2001 in Scientific American auf die Wahrscheinlichkeit einer derartigen Katastrophe hingewiesen hatte. In dieser Ausgabe nun gibt es den Beitrag von W. Wayt Gibbs und Christine Soares "Preparing for a Pandemic". Man ist sich noch nicht sicher, ob die jetzige Schweinegrippe eine Pandemie ist, es sieht jedoch so aus. Zum Glück ist es, obwohl Menschen gestorben sind, eine der harmloseren. Es hätte schlimm kommen können. Dieser Artikel beschreibt die zuständigen internationalen Organisationen, ihre Vorgehensweise und dass die Impfstofferzeugung mit Eiern eine Vorlaufzeit von sechs oder mehr Monaten benötigt. Die Erzeugung von Impfstoffen durch Zellkulturen hat sich noch nicht durchsetzen können.http://www.pandemicflu.gov/

Juan Maldacena bringt einen Artikel über die Schwerkraft, die aufgrund ihrer Schwäche nicht in die Gleichungen passt, mit denen das Universum erklärt werden soll. Wissenschaftler zaubern nun einige Theorien aus dem Hut, von denen eine beschrieben wird: Eine Quantum-Theorie der Schwerkraft. Dazu bedient man sich der Erklärung, dass ein zweidimensionales Universum ohne Schwerkraft einem dreidimensionalen mit Schwerkraft gleicht. Die Grenze zwischen beiden sind interagierende Quarks und Gluonen. Schwierig dort hindurchzusteigen. Ich müsste den Artikel wiederholt durchlesen. Wer will, kann sich des Internets bedienen. http://en.wikipedia.org/wiki/Anti_de_Sitter_space

Did Life come from another world? David Warmflash und Benjamin Weiss schließen diese Möglichkeit nicht aus. Es gibt einige Meteoriten des Mars, die für die Reise zur Erde fünfzehn Millionen von Jahren benötigt hatten. Die Mehrzahl jedoch schafft es in einem Jahr. Da das Innere eines Meteoriten nicht durch die Atmosphäre erhitzt wird, könnten in ihm bestimmte Bakterien überleben.

In dem nächsten Beitrag geht es um Nanocomputer, welche einer der nächsten Schritte sind, wenn Moore`s Law weiter sene Gültigkeit behalten soll. Hewlett Packard arbeitet an diesem Vorhaben, die Defense Advanced Resarch Projects Agency (DARPA) hat Regierungsgeld hineingesteckt. Es geht darum, von den auf Silikon basierenden integrierten Schaltkreisen wegzukommen. Bei der Crossbar Architektur werden Nanostäbe kreuzweise übereinander gelegt und fungieren als Schalter. Die üblichen also, wie OR, XOR, AND usw. Bevor diese Technik in Praxis umgesetzt werden kann, werden Jahre vergehen, da abgesehen von der Lernkurve, Fabriken für Massenproduktion gebaut werden müssten.

Alex P. Meshik berichtet in "The Workings of an ancient Nuclear Reactor" über ein afrikanisches Uranvorkommen, dass sich vor zwei Milliarden Jahren einer Atomspaltung unterzogen hat. Hierbei handelte es sich um die Uranmine in Gabun. Entdeckt wurde dies 1972, als ein Arbeiter in der französischen Uranaufbereitungsanlage feststellte, dass seine Analyse das Uran235 einen Schwund an Isotopen aufwies. Uran235 hätte einen Anteil von 0.720 Prozent haben müssen, es waren aber nur 0.717 Prozent. Es wurde festgestellt, dass sich das Uran in Oklo durch Eindringen von Grundwasser selbst entzündet und den Spaltungsprozess eingeleitet hatte. Nach einer halben Stunde verdampfte das Grundwasser, der natürliche Reaktor stoppte für ein paar Stunden, bis wieder genügend Grundwasser vorhanden war, um den Zyklus wieder zu starten.
http://www.ocrwm.doe.gov/factsheets/doeymp0010.shtml

Interessant war auch Carl Zimmers "The Neurobiology of the Self". Wie vermag das Gehirn eines Menschen feststellen, dass er sich als Selbst erkennt und nicht als jemand anders? Verschiedene Teile des Hirns sind daran beteiligt. Medial Prefrontal Cortex, Precuneus, Anterior Insula. Mirror Neurons, Spiegelneuronen machen emphatisch. Wird jemand verprügelt, versetzen sie den beobachtenden Menschen in die Rolle des Verprügelten und lassen ihn mitempfinden. http://www.scn.ucla.edu/pdf/rt4053_c004lieberman.pdf

Dann noch ein letzter Artikel: "TheLand of Milk & Money" von Gary Styxs. Ziegenmilch, die Medikamente enthält, da die Ziegen genetisch verändert worden waren. Der Tierembryo wird mit einem genetischen Konstrukt geimpft.Transgenische Ziegen kommen auf die Welt, welche später gemolken. Das Medikament wird aus der Milch extrahiert. http://www.transgenics.com/

domenica, maggio 10, 2009

Andromeda Nachrichten 225, Science Fiction Club Deutschland

wurde der European Award als „Best Fanzine“ verliehen.. Nun, das war auf dem EuroCon 2009 in Fiuggi, Italien. Die meisten Italiener haben mit Fremdsprachen nichts am Hut, so konnten sie sich nur anhand der Fotos und Bilder an den Inhalt herantasten. Immerhin: Die Aufmachung ist Klasse. Michael Hailte is de man.

Jürgen Lautner berichtet von der Ausstellung H.R. Giger im Filmmuseum Frankfurt. Giger hatte die Monsterfiguren der Alien- und Species-Filme erschaffen. Er erschuf auch bizarre Non-SF Figuren.

Erich Schreiber behandelte die Buchmesse Leipzig. Lautner besuchte ausserdem den DortCon. Der SFCD-Con findet dieses Jahr im Juni in Schwerin statt.

Es geht mit den Buchbesprechungen weiter, Hörbücher eingeschlossen, dann folgen die Verlagsprogramme. Eine Menge von Seiten, die ich überschlagen konnte, da ich mit Asimov´s, Analog, F & SF sowie Interzone, Albedo genug zu lesen habe. Weiterhin gibt es Besprechungen von Filmen und Computerspielen.

Robert Hektor bringt den Leser auf den neusten Stand der Wissenschaft. Andromeda ist mehr für Hard-Core SF-Leser. Und ein Lob der Aufmachung.

sabato, maggio 09, 2009

Skurril

Die Lega Nord ist mehr als eine skurrile italienische Volkspartei. Ihre Hemden sind grün und ihre Gesinnung ist heimatverbunden mit einem Schuss NPD, was Zugewanderte aus Nicht-EU-Staaten betrifft.

Matteo Salvini, Gruppenleiter der Mailand-Fraktion schlug nun vor, einen Waggon der U-Bahn für Mailänder zu reservieren. Nun fragt sich jeder, auch ein Waggon für die Restitaliener und einen für Personen aus dem Ausland? Berlusconi meint, das sei ein Witz gewesen. Er stand hier in allen Zeitungen.
Mondfinsternis

Mit dem NASA Mondprojekt wird es wohl erst einmal nichts. Ich las heute im "Resto del Carlino", unserer Zeitung, dass Obama es auf unbestimmte Zeit zurückgestellt hat. Die Banker haben nicht nur unzählige Arbeitslose erzeugt, sondern hemmen gleichfalls den technischen Fortschritt.

venerdì, maggio 08, 2009

Asimov’s Science Fiction, Junie 2009

Hebt den Autoren James Patrick Kelly hervor, der fünfundzwanzig Jahre lang im Juni eine Story bei Asimov´s veröffentlicht hat. So auch diesmal. Kelly betreut außerdem die Kolumne „On the Net“, in der er SF-Urls aufstöbert.

Eric Browns Geschichten habe ich in „Interzone“ gelesen, nun auch hier. Mit „Cold Testing“ setzt er seinen Schwerpunkt auf das Verhältnis des Space Captains zu dem Androiden Ella, der wie Commander Data aus der Enterprise nach dem Menschlichen strebt. Ingenieur Kerry hasst Ella, ist eifersüchtig und begleitet die Story mit ihren Hassausbrüchen.

Auf Nova Charon wird das Schiff einem Kältetest unterzogen. Ella macht mit sich das Gleiche, sie verschwindet aus der Kuppel. Nachdem sie zurückgekommen ist, löscht sie ihre Erinnerungen. Nur eine Nachricht ist erhalten geblieben. Sie hat herausgefunden, dass ihr der Captain etwas bedeutet und dass Menschsein Schmerz einschliesst.

Mit „Dieter“ hatte ich ein Android-Mensch Verhältnis beschrieben. Nur dort kam es zum Happy End.

lunedì, maggio 04, 2009

Analog Science Fiction and Fact, June 2009-05-04

Dies Magazin, auch “Astounding”, der Vorgänger, ist oder war eine Domäne von SF-Autoren, die der Physik nahestehen. Richard A.Lovett ist einer von ihnen. Seine Geschichte heißt „Attack of the Grub-Eaters“. Im Internet-Forum „Rasen und Garten“ bittet Garden Warrior um Rat. Maulwürfe hätten seinen Garten unterwandert. Was könnte er dagegen unternehmen? Er habe gegraben und parallel zueinander verlaufende aus einem harten Material bestehende Röhren gefunden. Könnten Maulwürfe so etwas machen?

Es fehlte nicht an Hinweisen aus dem Forum. Jemand stellte fest, dass in der Nähe Garden Warriors ein Meteorit eingeschlagen sei. Ein anderer sah in den Nachrichten, wie im nächsten Ort Gas aus den Sielen strömte, Mensch und Tier umbrachte. Das Forum suchte nach Erklärungen, dann nach Maßnahmen, dies abzustellen. Erstaunlich, wieviel physikalische Kenntnisse das Gartenforum offenbarte. Die letzte Hypothese war, es seien keine Maulwürfe, sondern eine Invasionsgruppe, die Terraforming betrieb, indem sie versuchte die Atmosphäre zu verändern und dass Sauerstoff für diese Röhren legenden Wesen tödlich war.

Garden Warrior fuhr in den toten Nachbarort und lud so viel Sauerstoff-Flaschen wie möglich auf seinen Pick-Up Truck. Mit Hilfe seiner Forum-Buddies gelang es ihm, die Invasionstruppe zu vernichten.

Editor Stanley Schmidt, übrigens auch Physiker, stellt unter der Überschrift „Sign of Respect“ die These auf, dass sich die Vorschrift, den Hut beim Betreten einer Wohnung abzunehmen,. verselbständigt habe. Schmidt nennt den Vorgang „Phantom Tyrant“, weil niemand weiß, wo diese Sitte entstanden ist und warum sie fortgeführt wird.

Den Science Fact behandelt Michael Carroll „Futuropolis: How NASA plans to create a permanent presence on the moon“. Der Plan heißt “Constellation Architecture”. Der Nachfolger der Spaceshuttle wird entworfen. Der Launcher heißt Ares. Im Huckepack reitet das Raumschiff Orion (das kennen wir doch, lol). Dieser Orion fasst 4-6 Astronauten und wird von der Erde zum Mond fliegen. Ein anderer Shuttle wird die Crew von der Mondumlaufbahn auf die Oberfläche bringen. Weiterhin befasst sich der Artikel mit der Architektur von Modulen zur Unterbringung der Astronauten auf dem Mond, darüber hinaus mit dem Design von Mondfahrzeugen. Bevor es zum Mars geht, soll erst einmal auf dem Mond ein Stützpunkt angelegt werden. Jahre wurden nicht genannt.

Jeffery D. Kooistra schreibt in seiner Kolumne „The Alternative View“ etwas, was auch auf mich zutrifft. „A great many Analog readers grow up as self-educating individuals.“ Sie sind interessierter als der Mainstream-Mensch, bringen sich ständig selbst etwas bei und genießen es.


domenica, maggio 03, 2009

Scientific American, Oct. 2005

Inzwischen ist eine Menge Wasser die Wümme hinuntergeflossen. Mehr als drei Jahrgänge muss ich noch durchackern.
Grinsen musste ich bei dem Anblick des Ejektor-Beds, das 1855 patentiert worden war. Wenn der Schläfer über eine festgelegte Zeit im Bett bleibt, dreht sich das Bett wie eine Kipplore auf die Seite und lässt den Schläfer auf den Boden plumpsen.
Francois Combes schreibt über galaktische Ringe in "Ripples in a Galactic Pond". Es geht um durch Gravitation verursachte galaktische Wellen, welche die Konfiguration innerhalb der Galaxis verändern. Hier eine interessante URL über extragalaktische Astronomie: http://nedwww.ipac.caltech.edu/level5/

Terry Kenakin berichtet über die Zellrezeptoren GPCRs, G-Protein Coupled Receptors, an denen über die Hälfte von Medizinmolekülen andocken. The Theorie läuft darauf hinaus, GPCRs zu bewegen, bestimmte Signale zu unterdrücken, die zu Krankheiten führen können.
John W. Valley meint in "A cool early Earth" aufgrund von Mineralienfunden in Australien, daß die über vier Milliarden Jahre alte Erde etwa vierhundert Millionen Jahre eher abkühlte als angenommen.

Nun wird es interessant. "The forgotten Era of Brain Chips." John Horgan stellt den neunzigjährigen José Manuel Rodriguez Delgado vor, einen Physiologie Professor der Yale Universität. Er hatte sich an dem großen spanischen Neurowissenschaftler Santiago Ramon y Cajal orientiert. 1946 begann sein Schaffen in der Yale Universität, er stellte sich gegen die damals vorherrschende Lobotomie und befürwortete elektrische Stimulation mit Hilfe von im Gehirn implantierter Elektroden. Delgado bastelte Geräte, die es ihm erlaubten, Epileptiker und Schizophrene mit diesen Elektroden zu kurieren. In Experimenten konnte er Angst, Wut, Lust, Fröhlichkeit, Depression hervorrufen und in der limbischen Region Depressionen entgegenwirken. Sein bekanntestes Experiment fand in einer Bullenzuchtstation statt, in der er einen auf ihn zulaufenden Stier mit dem Knopfdruck eines Handtransmitters nur einen Meter vor ihm zum Stehen brachte. 1969 veröffentlicht er ein Papier: "Physische Kontrolle des Gemüts: Auf dem Wege zu einer psychozivilisierten Gesellschaft".

Es ist anders gekommen. Medikamente haben die Hirnstimulation abgelöst, obwohl die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) weiterhin Forschung in dieser Richtung unterstützt mit dem Ziel, die kognitive Kapazität von Soldaten zu verbessern.

In diesem Zusammenhang ist das Interview im letzten Spiegel "Weltformel der Seele" mit dem Psychiater Florian Holsboer interessant. Er ist seit zwanzig Jahren Leiter des Max Planck-Instituts für Psychiatrie und führt psychische Störungen, auch wenn Umwelteinflüsse eine Rolle spielen, letztendlich auf die Expression von Genen zurück. Ist ja auch logisch. Die Arbeit der Gene verändert sich auch durch die Umwelt, in der ein Mensch lebt. Dafür das richtige Heilmittel zu finden... Der Mensch besitzt um die 21000 Gene mit über drei Milliarden Basenpaaren. Sich da durchzuackern, braucht wohl noch ein Weilchen.
Ich finde das Gehirn faszinierend, besaß ein Computerspiel "Life and Death the Brain". Es lief noch unter Dos, aber als Arzt verlieh es mir ausreichende Möglichkeiten, Gehirne zu operieren und Patienten in die Leichenhalle zu schicken, lol. Es hatte mich auch inspiriert eine Kurzgeschichte über Hirnchirurgen zu schreiben: Bachkantaten.

Gene selbst können schon vor langer Zeit mutiert sein. Dennis Drayna beschreibt "Founder Mutations". Zwei Männer, zum Beispiel, wohnen zigtausend Kilometer von einander entfernt und haben die gleiche seltene Krankheit. Es kann mehrere tausend Jahre her sein, dass ihr Stammvater eine genetische Mutation erfuhr, die sich über die Jahre hinweg in einem Teil der Menschheit verbreitet hat. Man kann herausfinden, zu welcher Zeit sich ein Gen verändert hat, indem man den Haplotypen misst, einen Genabschnitt, der sich von Generation zu Generation verkürzt. Ein Beispiel dafür ist die Sichelzellenanemie, die auf einer Founder Mutation beruht.

Es gibt noch einen Artikel über Smart-WiFi. Den übergehe ich mal. WiFi ist inzwischen smarter.

venerdì, maggio 01, 2009


Phantastisch 34

Es gibt einige Beiträge, die es wert sind, näher betrachtet zu werden. Zum Beispiel der über Edgar Allan Poe. Der von Christian Endres: „Eine Reise durch die Wirren Träume des Edgar Allan Poe“. Er hätte diesen Januar seinen zweihundertsten Geburtstag feiern können, wenn ihm nicht nach vierzig Jahren der Tod im Weg gestanden hätte. Ich habe 4 Bücher von ihm und auf italienisch. In diesem Zusammenhang fällt mir Vincent Price, der Altmeister des Horrors ein, der in Youtube mit „The Cask of Montillado“ zu sehen ist. Nicht nur das, es gibt Weiteres von Poe mit ihm: ein trailer des „The Fall of the House of Usher“ von Roger Corman, „The Tell-Tale Heart“, ein Trailer des „The Masque of the Red Death“, ein Trailer des „The Raven“ ect.

Ich las noch einmal „Il barile di Amontillado“ = „The Cask of Montillado“ , in der der Protag seinen Freund, der ihn wiederholt gekränkt hatte, mit der Bitte herauszufinden, ob es sich bei dem gekauften Wein wirklich um einen Amontillado handelt, in seinen Weinkeller lockt und dort einmauert. Doch zurück zu Phantastisch. Endres geht zu einem Comic über Poe über, das auf einer Comic-Website zu finden ist. Die Zeichnungen sind großartig.

Max Pechmann schreibt über den postmodernen Horrorfilm der 70er Jahre, über die Filme der Hammer Productions, die Roger Cormans, die auch wieder Edgar Allan Poe mit einschließen, dann die Zombiefilme wie „Night of the Living Death“, spanische Filme wie „La Noche de Walpurgis“.

Ich erinnere mich an „Das Grauen schleicht durch Tokio“, lol, wo eine glibberige Masse die Toilette hochkam. Glibberig? Dann kann „Blob“ nicht fehlen. „Dracula“ war ein Klassiker, „Frankenstein“ ebenfalls. „Night of the Living Death“ war ein gutgemachter Zombiefilm, den ich in den USA sah. Als Junge sah ich mit meinem Freund „Dr. Fu Man Chu“. Im Vorfilm gab es „Roboter des Grauens“. Sie bestanden aus Blechbüchsen, lol.
Olaf Kemmler fragt in seinem Beitrag „Wie viel Science verträgt die Fiction“.
Er startet mit Hugo Gernsback, der den Begriff „Science Fiction“ prägte und mit „Ralph 124C 41+“ selbst einen SF-Roman schrieb. Hier ist „The New Science and Invention in Pictures“ aus dem Jahr 1924 von ihm.


Das Titelbild bezieht sich auf den Artikel „Scientific Mating (wissenschaftliche Paarung)“. Die Ausgabe enthält neben einer Reihe von technischen Beiträgen den vierten Abschnitt einer SF-Story von Ray Cummings „The Man on the Meteor“. Eine Wahnsinnsausgabe voller Zeichnungen und anderen Abbildungen. Ich kaufte sie für wenig Geld vor über 40 Jahren in einem Londoner Antiquariat.

Hermann Ibendorf-Rosenhof stellt eine Reihe von Nachschlagewerken über Science Fiction vor.
Dann gibt es wie üblich Buchbesprechungen. R. Scott Bakker, Dmitry Glukhovsky, Keith Donohue und Daniela Knor werden interviewt.

Rundherum wieder eine interessante Ausgabe

martedì, aprile 28, 2009

Quatermass

Gestern und heute habe ich mir aus dem Internet "Quatermass 2" sowie "Quatermass and the Pit" angesehen. Quatermass 2 war eine BBC Fernsehserie, Quatermass and the Pit ein Film der Hammer Production. Die Leute haben es verstanden, mit wenig Geld spannende Filme zu drehen. Dracula war auch von ihnen. Während der BBC Quatermass von 1955 noch etwas holprig war, fand ich "Quatermass and the Pit" mitreissend. Science Fiction mit Horror gepaart. Dazu fällt mir nur ein anderer Film ein: "Das Ding aus einer anderen Welt". Der Film brachte mich um den Schlaf.
Black Static 2

Horror kommt oft nicht von außen, sondern aus dem Inneren. Aber nicht nur das, wie die Geschichte "In the Hole" von Lisa Tuttel und Steven Utley zeigt. Heath kommt aus der Kriegsgefangenschaft in seinen Heitmatort zurück. Er war in einem Loch gefangen gehalten worden und konnte die Entbehrungen sowie Erniedrigungen nur ertragen, in dem er sich ausmalte, mit seiner Cara zusammen zu sein. Die hat auf ihn gewartet und nimmt ihn in ihr Haus auf. Doch irgendetwas stimmt mit der Stadt nicht. Viele Häuser sind verlassen, die Leute sind nur zu bestimmten Zeiten zu sehen. Heath spürt eine unwirkliche Atmosphäre im Ort, die ihn nachts im Bett mit Cara fast impotent werden läßt. Heath wartet bis Cara eingeschlafen ist, legt sich in die Küche und träumt von seiner Cara, die er in dem Loch geliebt hat. Es ist kein Wunder, dass die reale, als sie das merkt, ihm den Laufpass gibt.

"Holding Pattern" von Andrew Humphrey war eine Story mit einem Twist. Douglas ist mit Gayle, einer Frau in den Anfang fünfzig, glücklich verheiratet. Er spielt mit seinem Freund Richard Squash, obwohl er weiß, dass sie sich beide nicht mögen. So winkt Douglas auch ab, als Richard über Gayle zu sprechen beginnt. Er weiß, dass Richard Gayle geliebt hat und wohl immer noch eifersüchtig ist. Beim nächsten Mal erzählt es Richard doch: Er habe Gayles Foto in einer Single WebSite gesehen, sie suche jüngere Männer für den Tag. Douglas glaubt es nicht und sieht Gayle am Abend mit einem blauen Auge, das ihr Richard verpasst haben soll. Douglas sucht diesen auf und schreit: "Wir haben keinen Computer". Dann rammt er ihm ein Küchenmesser in den Leib. Gayle sagt, als Douglas heimkommt, dass sie ihrer Freundin Clarissa, die sie täglich besucht, mit ihrem Computer geholfen hat.

domenica, aprile 26, 2009

Fandom Observer

Drei ungelesene Online-Ausgaben in meinem Eingangskorb. Irgendwann muss ich ja mal ran. Und das ist jetzt.

Fo236

Buch-, Film- und Fanzinebesprechungen übergehe ich. Das artete sonst in eine Besprechung der Besprechung aus und führte zu einer Besprechung der Besprechung der Besprechung. Wehret den Anfängen. Das Gleiche mit Interviews. Der Interviewte Bern Perplies ähnelt unserem ehemaligen Nova Co-Redakteur Horst Margeit, der sich vor Jahrzehnten in Luft aufgelöst hat. Ist auch im Internet nicht aufzuspüren, obwohl SF-Größen doch Schatten werfen (grins):

Redakteur Mampf berichtet über das monströse deutsche in einem tropischen Regenwald eingebettete Freizeitbad und über das übliche deutsche Gemecker, dass damit EU-Subventionen verschwendet werden. Das Objekt steht auf einem ehemaligen Sowjetflughafen. Aber wem sage ich das. In Deutschland lebende kennen es wohl besser als ich. Meine Meinung: Klasse. Hier wird mal sinnvoll Geld verpulvert (lol). Das Foto ist beeindruckend.


Fo237

Nichts erwähnenswertes. Es gibt noch Hörspielrezensionen. Aber mit denen kann ich auch nichts anfangen.


Fo238

Auch hier die üblichen Rezensionen. Der Vollständigkeit halber sollte ich anführen, dass es Con- und Stammtischtermine gibt, so dass der interessierte SF-Fan von einem Termin zum anderen flitzen kann.
Als Schwerpunkt ist die Fantasy an der Reihe. Darüber gab es in einer der letzten Spiegelausgaben einen Beitrag. Frauen mögen Fantasy lieber als SF. Nun ja, und ich stehe zur Zeit auf Horror. Damit schließt sich der Kreis (grins). Just Kidding.
Mit „Villa Hammerstein“ hatte ich vor Jahren eine Fantasy Story verfasst, die bei Corona einen Preis abbekommen hat. Viel Spaß beim Lesen.
Auf dem Horrortrip Ich lese die zweite Ausgabe von ´Black Static´. Horror ist schon was feines. Wie angedeutet, hatte ich versucht Horror zu schreiben. Es kamen nur dünne Stories zum Vorschein. Aber durch üben sollte es besser werden, oder?

 Eine kleine Geschichte hatte ich vor ein paar Tagen geschrieben und wollte sie bei Schreib-Lust einsenden. Nur war deren Abgabetermin verstrichen. Es gibt eine Menge anderer Webseiten, inclusive meiner, wo ich Stories unterbringen kann. Aber erst einmal hier auf dem Blog: 

 Die Heimkehr

 Sie sahen sich mit blutunterlaufenden Augen an. ´Mein Spiegelbild´, dachte Tim, ´Fett, aufgedunsen und am Ende`. Fünf Tage fehlten noch, dann wurden Jan und er fünfundreißig, doch Tim fühlte sich wie achtzig. Seit zwanzig Tagen nahmen sie den Pilz und verließen die Wohnung nur, um Essen zu besorgen. "Hier nimm!". Die beiden Männer sahen sich wieder an, als sie ein Stück in den Mund steckten. Die Droge löste die Umgebung auf und Tim versuchte mit seinen Gedanken in das Gebiet vorzustoßen, in dem sich seine Freunde aufhielten, die vor ihm gegangen waren. Er wusste nicht, wann er aufgab. 

Wie von weitem hörte er Jans Stimme: "Das Zeug wirkt nicht." Der fleckige Teppich, durchgesessene Möbel, die nackte Glühlampe, zugezogene Vorhänge, der Schnellkocher und die Bierflaschen am Boden, dann Jan und der Abreißkalender. Die Luft war stickig unter der wärmenden Nachmittagssonne. "5 Tage noch, dann müssen wir da durch." 

Tim dachte an den Ring, an das Quantentor. Auf der einen Seite Menschen, auf der anderen Seite... Das versuchten sie herauszufinden. Vergeblich. "Mit den Pilzen klappt es nicht." Jan warf den Rest neben die Bierflaschen. "Unser Gehirn ist nicht für Quantensprünge konstruiert." "Mit fünfunddreißig bist du hinüber." Die Droge ließ ihn lachen. "So oder so". Metallbänder, die sich unlösbar um ihre Hälse wickelten, ließen nicht erahnen, dass sie einen Tag später ihre Körper zerfetzen würden, wenn sie an ihrem Geburtstag nicht durch das Tor gingen. Zu einem anderen Planeten, zu dem sich Kolonisten mit einem überlichtschnellen Raumschiff aufgemacht hatten. Jetzt war es einfacher: Kenntnisse auf der Erde erwerben, durch das Tor gehen und sie auf dem neuen Planeten anwenden. 

Tim und Jan konnten den Platz, auf dem das Tor stand, von ihrem Fenster aus einsehen und beobachten, wie sich jeden Tag eine schier endlose Menschenreihe vor ihm auf- und dann abbaute. Eine monströse Schlange, die in den Ring kroch. Hin und wieder brach jemand heraus. Sein zerfetzter Körper wurden am darauffolgenden Tag geborgen. Tim zog die Vorhänge zur Seite, die Sonne spiegelte sich im Metall des Ringes, der ausgeschaltet war. Tim sah durch ihn hindurch. 

 Sie aßen den Pilz am nächsten Tag, dem übernächsten, an jedem Tag, der ihnen blieb. An ihrem Geburtstag versuchten sie es ein letztes Mal. Sie bekamen keinen Kontakt. Dann standen sie auf dem Platz mit anderen und schoben sich in quälender Langsamkeit auf den Platz zu. Tim sah, wie sie vor ihm in den Ring traten und auf der anderen Seite nicht mehr auftauchten. Dann war der Letzte verschwunden und er ging auf den Ring zu, als ein Mann heraus torkelte und vor ihm zu Boden fiel. Er war alt. Seine Lippen bewegten sich und Tim hörte Tausende von Stimmen in seinem Gehirn. Menschen hinter ihm hielten sich die Ohren zu. Tim kniete auf den Boden und hörte über die Stimmen hinweg, wie der Mann sagte: "Ihr habt uns gerufen." 

Die Menschenmenge bewegte sich weiter. Jan zog Tim hoch und drückte ihn gegen das Tor. Es war solide geworden. Tim sprang zur Seite und zog Jan mit sich. Sie beobachten, wie Menschen gegen das Tor gequetscht wurden und zu Boden fielen. Die Stimmen schwollen an, hallten in seinem Hirn wider. Tim meinte die eines Freundes zu erkennen, der vor Monaten im Ring verschwunden war, dann die eines anderen. Sie gingen unter in dem Gewirr. Schreiend zerstob die Menge. Noch dachte niemand daran, dass sie den nächsten Tag nicht überleben würden. Sie pressten die Hände auf die Ohren. Doch nützte es nicht. Die Kolonisten waren zurückgekehrt.

mercoledì, aprile 22, 2009


Black Static

Ich hatte noch zwei Ausgaben von 2007 in meinem ungelesenen Stapel. Sie waren eingetrudelt, nachdem ich das Abo gekündigt hatte, weil ich keine Hefte mehr erhielt. Überlege jetzt, ob ich das Horrormagazin wieder bestelle, denn die Geschichten sind der Hammer. Horror hatte ich versucht zu schreiben, doch die Stories waren schwach, das las sogar ich, lol. Man muss das drauf haben, auf die Psyche des Lesers einwirken können. Mir fällt das schwer. In Second Life bekomme ich nur hin, dass Frauen sich in mich verlieben. Aber das ist ungewollt und ein anderes Thema.

Simon Averys "Bury the Carnival" zum Beispiel. Die Protagonistin, eine Reporterin, wurde von ihrer Zeitschrift zu einem Holzschnitzer geschickt, der, soviel sie wusste, von den regierenden Puritanern für Jahre ins Gefängnis gesteckt worden war. Mannshohe Holzfiguren saßen und standen in dem Zimmer Charouseks, der ihr erzählte, er sei Künstler und Magier und dass die Puritaner seine Frau aus diesem Grunde hatten verschwinden lassen. So habe er seinen Sohn zur Sicherheit in die Wälder geschickt.

Die Reporterin machte sich daran, den Sohn zu suchen. Sie fand ihn in einer dunklen Wohnung als er im Begriff war, sich an einem Deckenhaken zu erhängen. Sie erfährt bei einem zweiten Besuch, dass auch er aus Holz war und sich nach und nach wie viele andere auch in einen Menschen verwandelte.

Charousek gab eine Abschiedsvorstellung in einem Theater, alt wie er selbst. Die Protag stieg zu ihm auf die Bühne für ein neues Interview, doch Charousek bedeutete ihr in dem Foyer auf ihn zu warten. Sie versteckte sich hinter einem Pfeiler als die Precisemen, Abgesandte der Puritaner kommen. Diese befahlen Charousek die Verwandlung der Holzfiguren rückgängig zu machen. Im Gegenzug würde er seine Frau zurückbekommen. Charousek gab ihn einen Hinweis auf die Reporterin, die Precisemen stachen auf sie ein, doch sie konnte entkommen, sieht, sah Sägespäne aus ihr rann und versuchte Jaromirs Wohnung zu erreichen. Der war fort. Sie dichtete sich ab und ging zum Theater zurück, merkte, wie ihre Glieder steifer wurden, wie Theaterbesucher von den Sitzen fielen und erkannte, dass Charousek sie auf Geheiß der Precisemen wieder zurückverwandeln versuchte. Dann erkanntet sie Jaromir wie er zur Bühne hochkletterte und seinen Vater erstach. Die Rückverwandlung war abgewendet.

Dann M.K. Hobsons "Votary"

Eine Wahnsinnsgeschichte. Votary´s father was very fat. So beginnt sie. Das war er ja auch. Sein Körper nahm die ganze Couch ein und floss über sie hinweg. Nackt, und nur mit einem Handtuch bedeckt, murmelte er Werbesprüche des Fernsehens vor sich hin. Votary liebte ihren Vater. Jeden Tag fuhr sie mit ihrer Mutter zum Essen kaufen. Sie brachten viele Hamburger nach Hause, die sie in den Schlund von Votary´s Vater fallen ließen. Sie schütteten einen Eimer Coca Cola sowie den Inhalt einer Whiskyflasche hinterher.

Votary beobachtete, wie sich ihre Mutter immer öfter mit dem Briefträger unterhielt. Dann blieb Votarys Mutter manchmal weg, kaufte hin und wieder ein. So dass Votary immer mehr für ihren Vater allein sorgen musste. Sie stellte den Briefträger zur Rede und sagte ihm, ihr Vater erlaube es nicht, dass der Briefträger sich mit ihrer Mutter unterhielte. Der wusste nichts von ihrem Vater und Votary ging mit dem Briefträger in den Keller und stellte ihn ihrem Vater vor, dessen Körper immer mehr aufquoll, dessen Mund immer größer wurde. Der Mund, aus dem nach einigen Sekunden nur noch die zappelnden Beine des Briefträgers ragten. Als die Mutter heimkam, ging sie in den Keller hinab, sah Votary nackt, gewärmt in den Körperfalten ihres Vaters und setzte die Burger sowie die Cola vor ihr ab und verschwand in ihrem Zimmer.
"Sie verdient uns nicht", meinte der Vater als Votary die Flasche Whisky aufmachte und er öffnete seinen Mund.

martedì, aprile 21, 2009

James Ballard RIP

In unserer Espressobar liegt die UNITÁ aus, eine rot angehauchte Zeitung und gerade deshalb interessant. Emilia Romagna, die Region in der ich lebe, war kommunistisch. Kommunisten sind aus dem Parlament geflogen. Die Zeitung hat sich auf Berlusconi eingeschossen. Abgesehen davon ist der Kulturteil interessanter als der unserer italienischen Zeitung Resto del Carlino. Heute las ich einen Beitrag über James Ballard, der am 19. dieses Monats gestorben ist.

martedì, aprile 14, 2009

Focus, The British Science Fiction Association Magazine for Writers, Summer 2008

war vergraben unter den Zeitschriften meiner Frau auf dem Salontisch. Aber irgendwann kommt alles ans Licht. Auf den Innenseiten steht "Autumn 2007". Wahrscheinlich haben die Druckvorlagen schon zig Monate vor sich hingedämmert, bevor das Magazin versandt wurde. Zu der Zeit muss Arthur C. Clarke gestorben sein, denn Martin McGrath erinnert sich, wie er Clarke zum ersten Mal gelesen hat. Ich selbst war auch von seinen Geschichten begeistert und von dem Film 2001, der viel später herauskam, erst recht. Ich meine, als junge Person ist man empfänglicher für SF, aber es mag auch daran liegen, dass die SF-Autoren damals besser waren. Mir fallen Robert Sheckley, Murrey Leinster, Isaac Asimov, Alfred Bester, Theodore Sturgeon, Robert A. Heinlein, Eric Frank Russel, Frederik Pohl, Jack Williamson, John Wyndham, C.M. Kornbluth, Hal Clement auf die Schnelle ein. Ich hatte ihre Taschenbücher verschlungen und sie dann später weiterverkauft. Das war zu der Zeit, als wir NOVA herausgaben, unser literarisches SF-Fanzine. Ich bestellte die Taschenbücher bei den Distributoren und verlangte 30 % Verlagsrabatt. Ich hatte schließlich den NOVA-Verlag (grins). Es wurde hektografiert. Die Trommel mit Druckerschwärze aufgefüllt, die Seiten herausgenudelt. Dann wurden sie auf dem Wohnzimmertisch ausgelegt. Zwei Freunde und ich liefen um den Tisch herum, um die Seiten zur Ausgabe zusammenzufügen, zu heften, einzubinden. Die NOVA Ausgaben haben jetzt Seltenheitswert und werden über E-Bay versteigert. Doch zurück zu Focus.

Geoff Nelder, der mit "Escape Velocity" ein Print on Demand-SF-Magazin verlegt, berichtet darüber, wie es ihm anfänglich an Autorenmanuskripten mangelte.
Michael Amos schlägt vor, was man zu beachten hat, wenn man plant, einen Roman zu schreiben. - Das erinnert mich an mein Roman-Manuskript. Es war 1988 und ich arbeitete in Kassel bei den Hannover-Westfälischen Nachrichten als Leihprogrammierer für 2 Jahre. Hatte mir für diese Zeit eine Wohnung in einem 2 Familienhaus gemietet. Über mir schmetterte ein amerikanischer Tenor seine Arien und ich schrieb ein Roman-Manuskript auf meinem Toshiba Laptop mit Plasmabildschirm. Den habe ich noch irgendwo stehen. "B-Movie in einer komplexen Welt" war der Roman-Titel. Ich sandte das Manuskript später an zig Verlage und bekam es mit nichtssagenden Bemerkungen zurück. Die Lektorin vom Aufbau-Verlag fand es gut, nur es passte nicht in das Verlagsprogram. Ich habe es noch auf meinem Laptop, sollte es mal überarbeiten und hier vorstellen. Ich schrieb es, bevor ich an Kurzgeschichten Wettbewerben teilnahm, also vor meiner produktiven Periode. Die ist allerdings durch das Frauengedöns in brasilianischen Chaträumen und danach im Second Life abhanden gekommen. Aber dadurch, dass ich meine Verführungskünste auf Sparflamme setze, habe ich vielleicht wieder mehr Zeit und Energie zum schreiben. Vermutlich werde ich einmal die Woche mein überarbeitetes Manuskript in Fortsetzungen in den Blog stellen. Es ist ganz lustig, soweit ich mich erinnern kann. Zurück zu Focus.

Christopher Priest, einer der zur Zeit bekanntesten britischen SF-Autoren, gibt Ratschläge für angehende Autoren. In dieser Folge geht es ums Geld.
Jetse de Vries denkt über Autorenblogs und die Interaktion von Lesern und Autoren im Internet nach.
Paul Raven gibt Autoren Tipps, wie sie ihre Romane im Internet bekannt machen können und Dev Algar meint, schreibe über etwas von dem du keine Ahnung hast. Das läuft konträr zu den meisten Ratschlägen aber er hat Recht, wenn es darum geht, der Phantasie freien Lauf zu lassen.

Focus ist interessant zu lesen und ich halte es für gut, dass die BSFA ihre Magazine nach Zielgruppen aufgeteilt hat.
Focus, The British Science Fiction Association Magazine for Writers, Summer 2008

war vergraben unter den Zeitschriften meiner Frau auf dem Salontisch. Aber irgendwann kommt alles ans Licht. Auf den Innenseiten steht "Autumn 2007". Wahrscheinlich haben die Druckvorlagen schon zig Monate vor sich hingedämmert, bevor das Magazin versandt wurde. Zu der Zeit muss Arthur C. Clarke gestorben sein, denn Martin McGrath erinnert sich, wie er Clarke zum ersten Mal gelesen hat. Ich selbst war auch von seinen Geschichten begeistert und von dem Film 2001, der viel später herauskam, erst recht. Ich meine, als junge Person ist man empfänglicher für SF, aber es mag auch daran liegen, dass die SF-Autoren damals besser waren. Mir fallen Robert Sheckley, Murrey Leinster, Isaac Asimov, Alfred Bester, Theodore Sturgeon, Robert A. Heinlein, Eric Frank Russel, Frederik Pohl, Jack Williamson, John Wyndham, C.M. Kornbluth, Hal Clement auf die Schnelle ein. Ich hatte ihre Taschenbücher verschlungen und sie dann später weiterverkauft. Das war zu der Zeit, als wir NOVA herausgaben, unser literarisches SF-Fanzine. Ich bestellte die Taschenbücher bei den Distributoren und verlangte 30 % Verlagsrabatt. Ich hatte schließlich den NOVA-Verlag (grins). Es wurde hektografiert. Die Trommel mit Druckerschwärze aufgefüllt, die Seiten herausgenudelt. Dann wurden sie auf dem Wohnzimmertisch ausgelegt. Zwei Freunde und ich liefen um den Tisch herum, um die Seiten zur Ausgabe zusammenzufügen, zu heften, einzubinden. Die NOVA Ausgaben haben jetzt Seltenheitswert und werden über E-Bay versteigert. Doch zurück zu Focus.

Geoff Nelder, der mit "Escape Velocity" ein Print on Demand-SF-Magazin verlegt, berichtet darüber, wie es ihm anfänglich an Autorenmanuskripten mangelte.
Michael Amos schlägt vor, was man zu beachten hat, wenn man plant, einen Roman zu schreiben. - Das erinnert mich an mein Roman-Manuskript. Es war 1988 und ich arbeitete in Kassel bei den Hannover-Westfälischen Nachrichten als Leihprogrammierer für 2 Jahre. Hatte mir für diese Zeit eine Wohnung in einem 2 Familienhaus gemietet. Über mir schmetterte ein amerikanischer Tenor seine Arien und ich schrieb ein Roman-Manuskript auf meinem Toshiba Laptop mit Plasmabildschirm. Den habe ich noch irgendwo stehen. "B-Movie in einer komplexen Welt" war der Roman-Titel. Ich sandte das Manuskript später an zig Verlage und bekam es mit nichtssagenden Bemerkungen zurück. Die Lektorin vom Aufbau-Verlag fand es gut, nur es passte nicht in das Verlagsprogram. Ich habe es noch auf meinem Laptop, sollte es mal überarbeiten und hier vorstellen. Ich schrieb es, bevor ich an Kurzgeschichten Wettbewerben teilnahm, also vor meiner produktiven Periode. Die ist allerdings durch das Frauengedöns in brasilianischen Chaträumen und danach im Second Life abhanden gekommen. Aber dadurch, dass ich meine Verführungskünste auf Sparflamme setze, habe ich vielleicht wieder mehr Zeit und Energie zum schreiben. Vermutlich werde ich einmal die Woche mein überarbeitetes Manuskript in Fortsetzungen in den Blog stellen. Es ist ganz lustig, soweit ich mich erinnern kann. Zurück zu Focus.

Christopher Priest, einer der zur Zeit bekanntesten britischen SF-Autoren, gibt Ratschläge für angehende Autoren. In dieser Folge geht es ums Geld.
Jetse de Vries denkt über Autorenblogs und die Interaktion von Lesern und Autoren im Internet nach.
Paul Raven gibt Autoren Tipps, wie sie ihre Romane im Internet bekannt machen können und Dev Algar meint, schreibe über etwas von dem du keine Ahnung hast. Das läuft konträr zu den meisten Ratschlägen aber er hat Recht, wenn es darum geht, der Phantasie freien Lauf zu lassen.

Focus ist interessant zu lesen und ich halte es für gut, dass die BSFA ihre Magazine nach Zielgruppen aufgeteilt hat.
Phantastisch 33

bringt Interviews mit Wolfgang Hohlbein, Frank Schweizer, Martin Clauß und Oliver Scholl. Habe nie von denen etwas gelesen. Mir reichen meine englischsprachigen SF-Magazine. Es gibt eine Besprechung René Clairs Film "Paris qui dort" von 1923, in dem ein Nachwächter des Eiffelturmes am Morgen ein Paris vorfindet, in dem alle Menschen bewegungslos geworden sind.
Jochen Adam beschreibt Gail Martins Zyklus "Die Chroniken des Beschwörers". Christian Endres stellt dem Leser den Bildroman Shaun Tans "Ein neues Land" vor. Olaf Kemmler frag in seinem Beitrag "Wie viel Science verträgt die Fiction?" Und Heiko Langhans hat eine SF-Anthologie aus dem Jahre 1946 erworben. Die meisten Geschichten stammten aus John W. Campbells "Astounding", das ich jetzt als "Anlalog" beziehe. Horst Illmer schreibt über die Überwindung des Biedermeiers durch die Science Fiction. Es geht dabei um die Romane Kurd Lasswitz, Mathematikers und Dr. der Philosophie, der von 1848 bis 1910 gelebt und neben seiner Tätigkeit als Lehrer eine stattliche Anzahl von Zukunftsromanen schrieb. Fast am Ende dieser Ausgabe sehe ich ein Portrait von Achim Schnurrer über L. Frank Baum, dem Autoren der bekannten Erzählung "The Wonderful Wizard of Oz". Und ganz am Schluss gibt es eine Besprechung des phantastischen Romans "Der verwunschene Zwilling" von Lynn Flewelling.

domenica, aprile 12, 2009



Scientific American, March 2004

Das Magazin lag zuunterst in meinem ungelesenen Stapel. Zum Glück das einzige des Jahres. Einige Beiträge sind sicher überholt, jedoch nicht der kurze über den Grippe-Impfstoff. Einhundert Millionen Eier benötigt man für ein Serum in den U.S.A. Grippeviren werden in Eier injiziert, der Embrio angesteckt, das resultierende Virus geerntet, gesäubert und fuer den neuen Impfstoff benutzt. Nur ist das sogar mit Robothilfe ein langwieriges Verfahren. Forscher meinten damals, das Serum auch mit Hilfe von Zellkulturen entwickeln zu können. Ich habe mal gegoogelt. Es blieb beim alten Verfahren.

Es gibt einen Bericht über den Marsrover Spirit, der sich am 3. Januar 2004 vom Mutterschiff löste, um auf die Oberfläche des Mars niederzugehen.

Dann lese ich einen Bericht über ein 200 Meilen Rennen in der Mojave Wüste, das von Robotfahrzeugen ausgetragen werden sollte und über die Schwierigkeiten, so etwas zustande zu bringen. Das Rennen wurde von der DARPA gesponsert, die eine Million US Dollar als Preisgeld ausgesetzt hatte. DARPA = Defense Advanced Research Project Agency. U.S.-Militärs also. Ich habe nicht herausgefunden, ob 2004 jemand gewonnen hat. In 2007 war es das Team von Stanford.

Weitere Artikel: Defusing the Global Warming Timebomb, es geht dabei um die globale Erwärmung, welche Komponenten dazu beitragen usw.; The Addicted Brain, wie das Gehirn auf Drogen reagiert; The Threat of Silent Earth Quakes. Erdbeben, die nicht vorher rumpeln; The Fairest Vote of All, in dem die gängigen Wahlverfahren optimiert werden.