venerdì, giugno 29, 2018

Heisse Luft oder?


Es kommt Leben in die Bude, und das lag an Italien. Es hat sich dafür stark gemacht, den Zustrom von Flüchtlingen auszubremsen. Die Vereinbarung der EU-Staaten ist mit Vorsicht zu geniessen. Es heisst so schön auf italienisch Fra dire e fare c'é in mezzo il mare. Zwischen sagen und machen liegt das Meer dazwischen. Doch wird die italienische Regierung auf den Putz hauen, wenn es nicht nach ihren Wünschen geht.

In „Spiegel-Online“ lese ich als Überschrift „Merkel dankt“. Gedanklich hatte ich doch glatt noch ein „ab“ dahintergesetzt.

Heute Morgen las ich in „Business Week Online“, dass Amazon eine amerikanische Medikamentenversand-Firma gekauft hat, um den Apotheken-Ketten wie Walgreen und CVS Konkurrenz zu machen. Deren Aktien fielen um 9%.

Medikamente in den U.S.A zu kaufen ist schon irre. Man geht in eine Apotheke, die zu einem großen Teil eher ein Supermarkt ist. Gibt sein Rezept ab und muss dann dort zwischen einer viertel und einer halben Stunde wieder erscheinen. Inzwischen werden die Pillen in eine rosa Röhrenschachtel gefüllt. Das Etikett wirde gedruckt, aufgeklebt. Gedruckt wird auch der Beipackzettel. Per Lautsprecher wird der Name gerufen, wenn die Röhre bereit steht. Man bezahlt, nimmt die Ware und geht nach Hause.
Das einzig Gute ist, dass man bei der Apotheke telefonisch ein Refill bestellen kann. Einem wird die Uhrzeit gesagt, wann die Schachtel abgeholt werden kann. In Italien muss man wegen jedem Rezept zum Arzt laufen, auch wenn man die Medizin ständig benötigt. Vollkommen bescheuert.

Idiotisch ist auch, was ich in der „Business Week“ über Italien las. Die Koalition von 5-Sternen und der Lega Nord wollen das Pensionsalter wieder herabsetzen. Das wird den Staat, der in Europa nach Griechenland den grössten Schuldenberg angehäuft hat, etwas kosten. Man sollte das Pensionsalter nach Arbeitskategorien gewichten. Personen mit Berufen, welche den Körper abgenutzt haben, sollten eher in Pension gehen können.

Trudeau, der kanadische Premier, wurde interviewt. Es kam das aus dem Interview heraus, was wir ohnehin schon wissen. Mir fällt in diesem Zusammenhang das kanadische Einwanderungsgesetz ein, in dem die Qualifikation des Migranten eine Rolle spielt. Das blieb bei den jetzten europäischen Verhandlungen aussen vor. Deutschland hat immer noch kein Einwanderungsgesetz. Ich meine Kanada hat seines schon seit den sechzigern vergangenen Jahrhunderts.

Unter den deutschen Politikern gibt es zu viele Penner. Und, wie ich schon schrieb, in Italien war es die geplante Herabsetzung des Pensionsalters. Und trotzem kann ich an der neuen italienischen Regierungskoalition etwas Gutes finden. Die Leute sind jung, nicht verknöchert, haben neue Ideen, wie zum Beispiel die den Senatoren das Ruhegeld zu kürzen. Sie haben vor, es auch mit den Abgeordneten zu machen. Warten wir ab, was ihnen sonst noch einfällt.

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