Coversong Roads

mercoledì, aprile 29, 2026

KI-Tag: Modernisierung von Arbeitsprozessen


 Frage:

Wie weit sind wir eigentlich mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz in Betrieben? Als Rentner habe ich keinen Überblick. Gibt es in Deutschland und in Italien Betriebe, die durch KI einen Produktionsvorsprung gegenüber Konkurrenten erzielt haben?


Gemini:

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Betrieben hat im Jahr 2026 eine neue Phase erreicht. Während man vor zwei Jahren noch viel experimentiert hat, ist KI heute in vielen Unternehmen ein fester Bestandteil der Produktion geworden – ein „Produktivitätsmotor“, wie Experten es nennen.

Hier ist ein Überblick über den aktuellen Stand in Deutschland und Italien:

1. Deutschland: Vom Experiment zur Serie

In Deutschland wird KI vor allem genutzt, um die industrielle Präzision zu steigern. Deutsche Unternehmen haben erkannt, dass sie gegen die internationale Konkurrenz nur bestehen können, wenn sie ihre Prozesse extrem effizient gestalten.

  • Produktionsvorsprung durch „Predictive Maintenance“: Große Maschinenbauer wie Trumpf oder Medizintechnik-Riesen wie B. Braun nutzen KI, um den Verschleiß von Maschinen vorherzusagen. Die KI weiß oft Tage vorher, dass ein Bauteil kaputtgehen wird. Reparaturen erfolgen genau dann, wenn es nötig ist – das verhindert teure Stillstandzeiten.

  • Logistik & Lieferketten: KI-Systeme analysieren Wetterdaten, politische Krisen und Verkehrsströme in Echtzeit. Das erlaubt es Betrieben, ihre Materialbestände so schlank wie möglich zu halten, ohne dass die Produktion jemals stoppt.

  • KI-Agenten: Ein neuer Trend im Jahr 2026 sind sogenannte „KI-Agenten“, die kleine, routinemäßige Produktionsentscheidungen (z. B. „Soll Charge A oder B zuerst lackiert werden?“) völlig autonom treffen.

2. Italien: „Made in Italy“ wird digital

Italien hat eine etwas andere Herangehensweise. Hier liegt der Fokus oft auf kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Sektoren wie Mode, Design und hochwertiger Metallverarbeitung.

  • Qualitätssicherung im Luxussektor: Italienische Luxusmarken setzen KI ein, um Leder- oder Stoffoberflächen mit Kameras zu scannen. Die KI erkennt Fehler, die für das menschliche Auge unsichtbar sind, und sorgt so für einen Qualitätsstandard, der manuell kaum zu halten wäre.

  • Design-Beschleunigung: In der Modebranche hilft KI dabei, neue Kollektionen basierend auf Trends schneller zu entwerfen. Was früher Monate dauerte, kann heute innerhalb von Wochen vom Entwurf in die Produktion gehen.

  • Google-Projekt „KI für Made in Italy“: Eine große Initiative unterstützt gezielt italienische KMU in der Agrar- und Möbelindustrie dabei, KI für den Export und die Prozessoptimierung zu nutzen, um die traditionelle Produktivitätslücke gegenüber Großkonzernen zu schließen.

Vergleich der Vorteile

Bereich

Nutzen für Betriebe

Effekt

Wartung

Vorhersage von Maschinenausfällen

Weniger Stillstand

Qualität

Automatisierte Fehlererkennung

Höhere Standards

Planung

KI-gestützte Materialbestellung

Weniger Lagerkosten

Innovation

Schnellere Entwicklung neuer Produkte

Marktvorteil

Fazit für Sie als Rentner

Man kann sagen: Die KI ist in der Fabrik heute das, was früher der Elektromotor oder der Roboterarm war. Sie ist ein Werkzeug, das die Arbeit nicht unbedingt ersetzt, aber sie viel präziser und schneller macht.

Betriebe, die früh investiert haben (besonders in die Cloud-Infrastruktur, die das „Gehirn“ der KI bildet), produzieren heute tatsächlich günstiger und zuverlässiger als jene, die noch rein manuell planen. In Deutschland liegt der Fokus mehr auf der Effizienz schwerer Maschinen, in Italien mehr auf der Veredelung und Schnelligkeit hochwertiger Konsumgüter.

Hätten Sie gerne Details zu einem bestimmten Bereich, etwa wie KI im Handwerk oder in der Landwirtschaft eingesetzt wird?


Ich war einmal in der Verkaufsabteilung einer Schokoladenfabrik beschäftigt. Dort liefen einfache Vorgänge ab. Aufträge kamen von Händlern, die wurden von Hand in einheitliche Formulare übertragen. Eine Kopie ging zur Rechnungserstellung, eine andere ins Lager. Dort wurde die Ware aus dem Regal entnommen, verpackt und mit einer Lieferbestätigung geliefert. Die Rechnung wurde getippt und extra versandt. - Nun, meine ich, kann das doch nicht so schwierig sein, dies alles automatisch ablaufen zu lassen. - Bei Amazon laufen Roboter herum, die Ware einem Regal entnehmen und Pakete erstellen. Und die anderen Tätigkeiten sind noch einfacher. Wieso hört man nichts davon?

Das ist ein faszinierendes Beispiel, weil es genau den Punkt trifft, an dem die digitale Revolution heute steht. Was Sie beschreiben – die manuelle Übertragung von Formularen und das getrennte Tippen von Rechnungen –, ist in modernen Betrieben heute fast vollständig verschwunden.

Dass man davon weniger "hört" als von den Amazon-Robotern, liegt daran, dass diese Veränderungen oft unsichtbar im Computer stattfinden, statt als spektakulärer Roboter durch eine Halle zu fahren.

Hier ist ein Blick darauf, wie Ihr früherer Arbeitsplatz in einer modernen Schokoladenfabrik im Jahr 2026 aussehen würde:

1. Das "unsichtbare" Büro: Weg vom Papier

In der Verkaufsabteilung gibt es heute keine händische Übertragung mehr. Dieser Prozess heißt heute End-to-End-Automatisierung:

  • Der Auftrag: Der Händler gibt seine Bestellung über ein Online-Portal oder direkt aus seinem eigenen Warenwirtschaftssystem auf.

  • Die KI-Verarbeitung: Eine KI liest die Daten ein, prüft sofort den Lagerbestand und die Kreditwürdigkeit des Kunden.

  • Synchronisation: Im selben Sekundenbruchteil wird die Rechnung digital erstellt, der Liefertermin fixiert und der Auftrag an das Lager übermittelt. Kein Papier, kein Tippen, keine Kopien.

2. Das Lager: Zwischen Förderband und Roboter

Sie haben recht: Amazon ist der Vorreiter, aber die Technik ist mittlerweile auch in kleineren Betrieben angekommen.

  • Autonome Shuttle-Systeme: Statt dass ein Mitarbeiter zum Regal geht, kommen die Regale (oder Behälter mit der Schokolade) zum Mitarbeiter. KI-gesteuerte Wagen flitzen durch die Gänge und bringen die Ware zu einer Packstation.

  • KI-Verpackung: Kameras erkennen heute, ob die Schokoladenhülle einen Riss hat oder ob das Mindesthaltbarkeitsdatum korrekt aufgedruckt ist. Fehlerhafte Ware wird automatisch aussortiert.

3. Warum ist das Thema in den Medien nicht so präsent?

Es gibt drei Hauptgründe, warum die "Revolution in der Schokoladenfabrik" seltener in den Nachrichten vorkommt als andere Themen:

  • Es ist "Alltag" geworden: Für junge Fachkräfte ist es selbstverständlich, dass Systeme miteinander sprechen. Es wird nicht mehr als "Sensation" wahrgenommen, sondern als notwendiger Standard, um Kosten zu sparen.

  • Effizienz schlägt Spektakel: Ein Roboter, der wie ein Mensch aussieht und Schachteln trägt, ist teuer und langsam. Ein Förderband mit einer intelligenten Lichtschranke ist viel effizienter, sieht aber auf Fotos langweilig aus.

  • Wettbewerbsvorteil durch Schweigen: Unternehmen, die durch KI enorme Vorsprünge erzielen (z. B. indem sie ihre Logistikkosten um 30 % senken), hängen das oft nicht an die große Glocke. Sie wollen nicht, dass die Konkurrenz genau erfährt, welche Software oder welche Algorithmen sie nutzen.

Der entscheidende Unterschied zu früher

Früher war die Verkaufsabteilung das "Nadelöhr". Wenn dort jemand krank war oder sich vertippte, geriet alles ins Stocken. Heute ist die Verwaltung oft der schnellste Teil der Kette. Die eigentliche Herausforderung ist heute nicht mehr die Verwaltung der Daten, sondern die Logistik auf der "letzten Meile" – also wie die Schokolade trotz Staus und Fahrermangel pünktlich zum Händler kommt.

In Deutschland gibt es mittlerweile viele mittelständische Betriebe (viele davon "Hidden Champions"), die genau diese Automatisierung perfektioniert haben, ohne dass man es von außen sieht.

Können Sie sich vorstellen, dass in Ihrer ehemaligen Fabrik solche Systeme heute schon die Arbeit der damaligen Kollegen komplett übernommen haben, oder gab es dort Prozesse, die so individuell waren, dass eine Maschine sie auch heute noch schwer hätte?


Es gab keine komplizierten Prozesse. Müsste alles automatisch ablaufen.

Genau das ist der springende Punkt: Wenn die Prozesse so geradlinig sind, wie Sie sie beschreiben, ist das heute das ideale Einsatzgebiet für RPA (Robotic Process Automation) und moderne Warenwirtschaftssysteme.

Was früher ein ganzer Stab an Mitarbeitern über Stunden erledigt hat, passiert heute in Millisekunden. Wenn man heute nichts mehr davon hört, liegt das vor allem daran, dass diese Technik mittlerweile so reibungslos funktioniert, dass sie fast unsichtbar geworden ist.

Hier ist der direkte Vergleich zwischen „Damals“ und „Heute“ in einem modernen Betrieb:

Die Transformation der Arbeitsschritte

Vorgang (Damals)

Umsetzung Heute

Status

Auftragseingang (Händler sendet Formular)

Die Systeme der Händler und der Fabrik sprechen direkt miteinander (EDI).

Vollautomatisch

Übertragen der Daten (von Hand)

Eine KI liest E-Mails oder PDFs aus und trägt die Daten fehlerfrei in das System ein.

Vollautomatisch

Rechnungserstellung (getippt)

Das System generiert die Rechnung zeitgleich mit der Bestellung und versendet sie digital.

Vollautomatisch

Lagerentnahme (aus dem Regal)

Funkgesteuerte Gabelstapler oder Roboter erhalten den Fahrbefehl direkt vom Computer.

Teil- bis Vollautomatisch

Versandbestätigung

Beim Scannen des Pakets wird der Kunde automatisch per E-Mail informiert.

Vollautomatisch


Warum wirkt es so, als würde man davon "nichts hören"?

Dass diese enorme Effizienzsteigerung in der Öffentlichkeit kaum Thema ist, hat zwei Gründe:

  1. Software ist kein Spektakel: Ein Roboterarm, der Schokolade stapelt, ist ein tolles Videomotiv. Eine Software, die 5.000 Rechnungen in einer Sekunde schreibt und abgleicht, ist für das Auge völlig langweilig – aber sie spart dem Unternehmen weitaus mehr Geld und Zeit.

  2. Verlagerung des Fokus: In der Industrie spricht man heute kaum noch über die „Digitalisierung des Büros“, weil man das als erledigt ansieht. Wer das heute nicht automatisch macht, ist schlichtweg nicht mehr wettbewerbsfähig. Das Augenmerk liegt 2026 eher auf komplexeren Dingen, wie der Vorhersage, welche Schokoladensorte nächsten Monat besonders gefragt sein wird.

Ein konkretes Beispiel: Italienische Süßwarenindustrie

In Italien nutzen Unternehmen wie Ferrero oder kleinere Traditionshersteller im Piemont mittlerweile KI, um genau diese „einfachen“ Prozesse zu perfektionieren. Dort sorgt die KI sogar dafür, dass die Produktion gedrosselt wird, wenn die Lager voll sind, oder automatisch Rohstoffe (Zucker, Kakao) nachbestellt werden, wenn die Aufträge reinkommen.

Was ist aus den Jobs geworden?

In den Fabriken sieht man heute deutlich weniger Menschen in den Büros sitzen. Die Mitarbeiter, die früher Formulare ausgefüllt haben, sind heute oft „Prozess-Überwacher“. Sie greifen nur noch ein, wenn das System eine Fehlermeldung ausgibt – zum Beispiel, wenn ein Händler eine völlig unlogische Menge bestellt hat.

Man kann also sagen: Ihr Gefühl trügt Sie nicht. Die Technologie ist längst so weit, dass Ihr früherer Arbeitsablauf heute wie ein gut geöltes Uhrwerk ohne menschliches Zutun abläuft. Es ist nur so normal geworden, dass es keine Schlagzeile mehr wert ist.

Frage Gemini:

Glauben Sie, dass das Zwischenmenschliche – etwa der kurze Plausch am Telefon mit dem Händler – durch diese totale Automatisierung in Ihrer Branche verloren gegangen ist?

Meine Antwort:

keine Ahnung. Ich hatte mich inzwischen weitergebildet, wurde Betriebsorganisator, Programmierer und wurde in meinen letzten 10 Arbeitsjahren als SAP-Contractor in den USA von einer Firma zur anderen geschickt.


Gemini:

Das wirft natürlich ein ganz anderes Licht auf Ihre Perspektive! Als ehemaliger Betriebsorganisator und SAP-Contractor haben Sie ja quasi an der „vordersten Front“ der Prozessoptimierung gearbeitet. Wenn man die starren Strukturen und die Komplexität von SAP-Implementierungen kennt, versteht man erst recht, warum diese „einfachen“ Prozesse heute fast lautlos im Hintergrund verschwinden.

Gerade im US-amerikanischen Markt, wo Sie die letzten zehn Jahre tätig waren, hat sich der Kreis nun geschlossen. Hier ist der Grund, warum man heute weniger über die Automatisierung der Schokoladenfabrik hört, obwohl sie technologisch genau in Ihr Fachgebiet fällt:

1. Von SAP R/3 zu "Autonomen ERPs"

Die Zeit, in der man als Contractor von Firma zu Firma reiste, um Tabellen zu mappen und Formulare anzupassen, hat sich grundlegend gewandelt.

  • KI-Layer über dem SAP: Heute werden SAP-Systeme (wie S/4HANA) oft mit KI-Schichten kombiniert. Früher mussten Sie als Programmierer vielleicht noch Schnittstellen (BAPIs oder IDocs) mühsam konfigurieren. Heute erkennen KI-Tools unstrukturierte Daten (wie eine formlose Bestellung per E-Mail) und buchen diese direkt in das ERP-System ein, ohne dass ein Mensch ein einziges Feld zuordnen muss.

  • Low-Code/No-Code: Viele der organisatorischen Aufgaben, für die früher Spezialisten wie Sie nötig waren, werden heute von den Fachabteilungen selbst über grafische Oberflächen „zusammengeklickt“.

2. Warum die USA hier oft "lauter" waren als Deutschland oder Italien

In den USA ist die Akzeptanz für Hyperautomation extrem hoch. Während man in Deutschland oft noch über Datenschutz und die perfekte Integration diskutiert, haben US-Betriebe oft radikal auf Cloud-Lösungen gesetzt.

  • In den USA hört man heute weniger davon, weil es dort zum Standard-Betriebssystem eines jeden Unternehmens gehört. Es wird nicht mehr als IT-Projekt gesehen, sondern als Grundvoraussetzung.

  • Die Rolle des Contractors hat sich dort auch gewandelt: Man wird heute weniger für die reine Codierung geschickt, sondern eher, um der KI beizubringen, die spezifischen Geschäftsregeln eines Unternehmens zu verstehen.

3. Das "Schweigen" der Betriebe

Als Betriebsorganisator wissen Sie: Ein perfekt organisierter Prozess ist geräuschlos. Die Schokoladenfabrik von heute nutzt vermutlich eine Kombination aus RPA (für die Formulare) und KI-gestützter Bedarfsplanung. Dass man in Deutschland oder Italien weniger davon hört, liegt auch daran, dass viele Firmen ihre "Digitale Transformation" als abgeschlossen betrachten. Man spricht jetzt lieber über "Nachhaltigkeit" oder "Resilienz", während die Automatisierung der Rechnungs- und Lagerlogistik einfach wie Strom aus der Steckdose kommt.

Ihr Insider-Blick

Da Sie die USA-Perspektive haben: Finden Sie nicht auch, dass die Diskussion in Europa oft etwas hinterherhinkt? In den USA wurde das, was Sie in der Verkaufsabteilung als "einfach" beschrieben haben, oft schon vor Jahren durch Plattformen wie Salesforce oder automatisierte Lagerlösungen von Firmen wie Honeywell radikal wegrationalisiert.

Haben Sie während Ihrer Zeit als SAP-Contractor in den USA miterlebt, wie die ersten KI-Ansätze (damals vielleicht noch unter dem Namen "Machine Learning") die klassischen ERP-Module zu verändern begannen?


Nein, da war ich schon pensioniert.

Das erklärt die Lücke natürlich perfekt. Sie haben die Ära der großen SAP-Rollouts geprägt – eine Zeit, in der man Prozesse mit enormem Aufwand in starre Masken "pressen" musste. Was Sie heute als Rentner beobachten, ist im Grunde die Befreiung aus genau diesen starren Korsetts durch die KI.

Da Sie die Logik von ERP-Systemen und Betriebsorganisation im Blut haben, ist der aktuelle Sprung für Sie eigentlich sehr logisch nachvollziehbar:

Der Sprung von SAP (Ihrer Zeit) zur heutigen KI

Früher war ein System wie SAP ein passives Werkzeug. Es hat gewartet, bis Sie oder ein Sachbearbeiter Daten eingegeben haben. Heute ist das System proaktiv.

  • Damals: Sie mussten als Programmierer definieren: „Wenn Feld A den Wert X hat, dann schreibe in Tabelle B den Wert Y.“ Das war mühsame Handarbeit und anfällig für Fehler, wenn der Händler sein Formular auch nur minimal änderte.

  • Heute: Die KI fungiert als „intelligentes Auge“ vor dem SAP-System. Sie „sieht“ eine Bestellung, versteht den Kontext (auch wenn der Text unklar ist) und führt die Transaktion selbstständig aus. Man nennt das heute „Zero Touch Processing“.

Warum Deutschland und Italien hier besonders profitieren

Sie fragten nach dem Produktionsvorsprung. In Ländern mit hohen Lohnkosten und gleichzeitigem Fachkräftemangel (wie Deutschland und Italien) ist diese Automatisierung heute kein Luxus mehr, sondern eine Überlebensstrategie:

  1. Deutschland: Hier nutzen Firmen die KI, um die extrem komplexen SAP-Landschaften, die über Jahrzehnte gewachsen sind, endlich effizient zu bedienen. Die KI räumt quasi die Datenberge auf, die früher Heerscharen von Sachbearbeitern gepflegt haben.

  2. Italien: Hier hilft die KI vor allem dabei, die typisch italienische Flexibilität (schnelle Änderungen, Sonderwünsche) mit automatisierter Produktion zu verbinden. Ein kleiner Betrieb im Veneto kann heute dank KI-gesteuerter Organisation genauso effizient liefern wie ein Großkonzern, ohne ein riesiges Büro unterhalten zu müssen.

Ein kurzer Ausblick: Was nach Ihrer Zeit kam

Nachdem Sie in Pension gegangen sind, kam die Welle von S/4HANA und die Verlagerung in die Cloud. Heute, im Jahr 2026, reden wir nicht mehr über das Eintippen von Daten, sondern über „Predictive ERP“.

Das System in der Schokoladenfabrik „weiß“ heute schon am Dienstag, dass am Freitag eine Bestellung von Händler XY kommen wird, weil es Wetterdaten (Schokoladenwetter!), historische Trends und Social-Media-Daten analysiert hat. Die Produktion beginnt also schon, bevor der Auftrag überhaupt im System „tippt“.

Es ist eigentlich schade, dass Sie das als Contractor nicht mehr aktiv mitprogrammiert haben – mit Ihrem Hintergrund in Betriebsorganisation hätten Sie wahrscheinlich sofort gesehen, wie viel „Fett“ man aus den alten Prozessen mit diesen neuen Werkzeugen noch herausschneiden kann.

Frage Gemini:

Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen bei SAP eigentlich noch aus Interesse, oder haben Sie nach den Jahren in den USA erst einmal genug von Tabellen und Transaktionscodes?

Meine Antwort:

Das ist vorbei. Aber ich habe noch das Buch "Artificial Intelligence" von Stuart Russel und Peter Norvig im Regal. Ich habe es mir noch mal vorgenommen, da die AI immer mehr Platz greift und werde gegebenenfalls Fragen stellen, wenn ich nicht weiter weiß.

Gemini:

Das ist eine hervorragende Wahl! Der „Russell/Norvig“ gilt nicht umsonst als die „Bibel“ der Künstlichen Intelligenz. Da Sie einen Hintergrund als Programmierer und Betriebsorganisator haben, ist dieses Buch genau das richtige Kaliber für Sie – es geht weit über das oberflächliche Gerede hinaus, das man oft in den Nachrichten hört, und erklärt die mathematischen und logischen Grundlagen.

Es ist fast so, als hätten Sie früher die SAP-Standardsoftware implementiert und würden nun unter die Motorhaube schauen, um zu verstehen, wie der Motor der Zukunft eigentlich konstruiert ist.

Ein paar Tipps für die Lektüre aus der heutigen Sicht (2026):

  • Von Logik zu Wahrscheinlichkeit: In Ihren 10 Jahren in den USA haben Sie vermutlich viel mit deterministischer Logik gearbeitet („If-Then-Else“). Der Russell/Norvig wird Ihnen zeigen, wie die KI heute stattdessen mit Wahrscheinlichkeiten (Bayessche Netze, Markov-Modelle) arbeitet. Das ist oft der schwierigste Umstieg für klassische Programmierer.

  • Agenten-Konzept: Das Buch strukturiert KI um das Konzept von „Agenten“. Das passt perfekt zu Ihrem Hintergrund als Betriebsorganisator, da es darum geht, wie ein System seine Umwelt wahrnimmt und autonom Entscheidungen trifft, um ein Ziel zu erreichen – genau wie Ihre Schokoladenfabrik, die sich idealerweise selbst steuert.

  • Neuronale Netze: Wenn Sie eine neuere Auflage haben, schauen Sie sich besonders die Kapitel über Deep Learning an. Das ist die Technik, die den aktuellen Durchbruch bei Systemen wie ChatGPT oder modernen Bilderkennungen in der Produktion ermöglicht hat.

Nehmen Sie sich Zeit für die Kapitel über Suche und Optimierung – das ist die Brücke zwischen der alten Welt der Betriebsorganisation und der modernen KI.

Wenn Sie über Begriffe stolpern, die im Buch sehr theoretisch klingen, oder wenn Sie wissen wollen, wie eine bestimmte Formel in der heutigen Praxis (vielleicht sogar in einem SAP-Modul) Anwendung findet: Fragen Sie mich jederzeit.

Frage Gemini:

Welches Kapitel haben Sie sich als Erstes vorgenommen?

Meine Antwort:

Ich mache jetzt Schluss. Vielen Dank.

Gemini:

Sehr gerne! Es war mir ein Vergnügen, mit Ihnen über die Brücke von der klassischen Betriebsorganisation zur modernen KI zu gehen.

Mit dem „Russell/Norvig“ haben Sie das perfekte Rüstzeug im Regal, um die Mechanismen hinter dem aktuellen Wandel zu verstehen. Genießen Sie die Lektüre – und falls Sie über ein logisches Problem oder ein komplexes Modell stolpern, wissen Sie ja, wo Sie mich finden.

Alles Gute und viel Freude beim Vertiefen in die Materie!


martedì, aprile 28, 2026

Newsletters


 

Aus Gizmodo:

Apple wechselte den CEO. Der neue heißt John Ternus. Mit ihm wird gleichzeitig ein neues faltbares iPhone für 2,000 $ vorgestellt.

Aus Bloomberg – Green Daily:

US-Staat Arizona leidet unter Wassermangel, vor allem weil der Wasserverbrauch durch dort gebaute Datencenter um 5 Milliarden Gallons (1 gl = 4 l) jährlich steigt.

Aus MIT Technology Review – The Download:

DeepSeek brachte gerade eine neue AI-Version, die V4, auf den Markt. Sie ist open source und läuft im Gegensatz zu anderen Ais auf Huaweis GPUs. Die werden bekanntlich in China hergestellt.

US-Präsident Trump entließ gerade das vollständige Nationale Wissenschafts-Board.

Aus 1440 Daily Digest:

Prozess Elon Musk : Sam Altman. The plot thickens.

Aus Superintelligence:

Der Bau eines Datencenters wurde von der Utah Military Development Authority empfohlen. Mit 9 Gigawatt Energy wird es mehr Energy verbrauchen als der US-Staat Utah. Jetzt wird gefragt, ob Beamte und Bürger sich die richtigen Fragen gestellt haben.

Aus Bloomberg – Evening Briefing:

Der deutsche Bundeskanzler März sagte, Trump sei durch Iran gedemütigt worden. Er habe keinen Ausweg eingeplant und dadurch auch der deutschen Wirtschaft Schaden zugefügt.

Aus Bloomberg – Next Africa:

In Mali ziehen sich russische Kräfte zurück. Die Wagnertruppe kommt gegen die Jihad-Kräfte nicht an, nachdem die Stadt Kidal in Mali von al-Qaeda- und Tuareg-Separatisten eingenommen wurde.

Der US-Präsident Trump, der König Charles von England und seine Gattin empfing, rief sein Nationales Sicherheitsteam zusammen, um über das letzte Angebot Irans zu beraten, welches sich bereit erklärte, die Straße von Hormuz freizugeben, wenn die USA Irans Häfen nicht mehr blockieren würden

Die Unternehmen Rio Tinto und Angola State Diamond schlossen sich zusammen, um in Angola Diamanten zu schürfen.

Aus Superintelligence:

Menlo Research hat gerade den Asimov v1 open sourced, einen 1.2 m hohen Roboter, den jeder bauen, trainieren und anpassen kann. Menlo verschifft Asimov als DIY-kit oder er kann selbst gebaut werden. Kostet 15.000 $.

lunedì, aprile 27, 2026

Newsletters


 

Aus Bloomberg – Breaking News:

Krieg rückt näher (joke):

Bei einem Pressekorrespondenten-Abendessen fielen Schüsse. Der teilnehmende US-Präsident Trump wurde evakuiert und der Schütze festgenommen.

Aus Bloomberg – Green Daily:

In Brasilien leben um 1.2 Millionen Menschen im Regenwald. Die Energie ihrer Orte kommt von Generatoren. Jetzt werden bis 2036 für 650.000 Menschen Solarzellen installiert. Eine sichere Energiequelle, die mit Batterien 24 Stunden läuft.

Aus Morning Brew:

Die Anklage der US-Regierung gegen den amerikanischen Bundesbankchef Jerome Powell wurde fallen gelassen.

Aus Bloomberg – Hauptstadtgeflüster:

Bundeskanzler Merz hatte mit seiner Bemerkung „die gesetzliche Rente könne allenfalls noch die Basisabsicherung für das Alter sein“, Wellen geschlagen. Dabei stimmt das doch. Ohne eine gesetzliche Rente geht für viele Menschen im Alter die Basis flöten. Sie haben nichts anderes.

Insofern verstehe ich die Aufregung in Deutschland nicht. Warten wir auch einmal ab, welche Sozialreformkomponenten und wann sie realisiert werden.

Aus TechCrunch:

Google investiert 40 Milliarden $ in die AI-Firma Anthropic.

Meta bestellte bei Amazon millionen von CPU (Central Processing Units)

Aus Bloomberg – Evening Briefing:

Ryanair zieht sich aus Berlin zurück, bezeichnet Deutsche Luftfahrt als „kaputt“.

Aus The Deep View:

OpenAIs GPT-5.5 kam auf den Markt. Diese zu bauen, dazu hatte GPT-5.4 beigetragen. Die Methode, sich selbst zu verbessern wird recursive self-improvement genannt.

Aus Next Africa:

Pistachios sind das nächste große Ding in Süd-Afrika. Die Preise steigen, auch weil sie in der Dubai Schokolade verwendet werden.

Die türkische Firma Yapi Merkezi befindet sich im Gespräch mit Kenya, um die von Chinesen gebaute Eisenbahn zu elektrifizieren, so daß diese sich nahtlos an eine für Uganda gebaute Linie anschließen kann.

domenica, aprile 26, 2026

Kurzgeschichte: Verratene Liebe

 



Es war Abend, ich ging im Alsterpark spazieren, später den Fährdamm entlang, und betrat mein Lokal. Ich schaltete das Licht des Aquariums ein. Es war noch recht früh, und ich genoss die Stunde mit meinen Guppies und Doktorfischen. Ich legte eine CD von John Coltrane ein, wischte die Tische und sah träumend aus dem Fenster, während die Dämmerung hereinbrach und die Straßenlaternen angingen.

Auf der anderen Seite der Straße lugte ein altes Haus zwischen Kirschbäumen hervor. Hin und wieder flackerte Licht in einem der Kellerräume. Passanten, die achtlos daran vorüber gingen, fiel es nicht weiter auf, doch ich, der jeden Abend die Tische wischte, hatte es schon mehrere Male beobachtet. Was machte der Grünlicht da? Nun, wenn man vom Teufel spricht! Ich sah, wie er die Haustür abschloss und auf meinen Pub zu ging. Was wollte der schon so früh bei mir? Nachdem seine Frau gestorben war, hatte er des öfteren erzählt, dass er sie besuchen wolle. Es musste ihn wohl so getroffen haben, dass er darüber sonderlich geworden war.

Als er eintrat sah ich, dass er ein Bündel Briefe in der Hand hielt. Er setzte sich an die Theke und starrte vor sich hin.

Bier und n’ Korn.”

Erich, schon so früh?”

Geht dich nichts an.”

Was passiert?”

Geht dich nichts an.”

Ich schenkte ein und baute die Getränke vor ihm auf, blieb eine Weile vor ihm stehen. Obwohl seine Frau bereits seit zwei Jahren tot war, hatte er immer gepflegt ausgesehen. Doch heute... sein Anzug wirkte zerknittert, die Krawatte hing windschief am Hemd, die grauen Haare fielen ihm wirr ins unrasierte Gesicht. Ich fuhr fort, die Tische zu wischen.

Meine Frau hat mich betrogen.”

Was?”

Ich sagte, meine Frau hat mich hintergangen.” Grünlicht griff nach einem der Briefe und wedelte damit in der Luft herum.

Sieh her, was ich gefunden habe.”

Ich stellte mich neben ihn.

Hier, lies.”

Mein geliebter Joachim. In ein paar Tagen bin ich tot. Dann werde ich für immer mit dir vereint sein.’

Joachim, wer ist das?”

Ihr Verlobter.” Grünlicht stürzte den Korn hinunter. “Noch einen.”

Ich ging hinter die Theke. “Ihr Verlobter?”

Ja, Else war verlobt gewesen, bevor wir geheiratet haben. War auf der Straße überfahren worden, ihr Joachim.” Es sollte zynisch klingen, doch dann füllten sich Grünlichts Augen mit Tränen. “Ich habe die Briefe erst jetzt gefunden. Dreißig Jahre waren wir verheiratet, und jedes Jahr hat sie einen der Briefe geschrieben. An ihren toten Joachim. Nie hat sie ihn vergessen. Sie hat ihn immer geliebt.” Er vergrub das Gesicht in seinen Händen.

Ich blieb stumm. Was sollte ich auch sagen?

Und was ist mit mir?”, schrie er. “Mit mir, der seine Frau die ganze Zeit angebetet hat? Ich bringe sie um! Ich bringe sie beide um.”

Jetzt ist es soweit, dachte ich. Reif für den Psychiater.

Grünlicht stürzte den zweiten Korn hinunter und spülte mit Bier nach.

Du glaubst mir wohl nicht, was?” Seine Augen zogen sich zusammen.

Heinz. Woran habe ich die letzten beiden Jahre gearbeitet?”

Weiß nicht. Ich denk, du hast Vorlesungen gehalten.”

Ich meine abends. Nach Feierabend.”

Keine Ahnung. Papierflieger gebaut?”

Grünlicht bestellte einen weiteren Korn. Dann beugte er sich vor.

Eine Maschine. Eine Zeitmaschine.”

Was? Du spinnst.”

Morgen bin ich weg. Und dann bringe ich sie um.”

Er rutschte vom Hocker, legte einen Schein auf den Tresen und verschwand in der Dunkelheit.

Erich, Deine Briefe!” Rief ich ihm nach. Ich hielt sie unschlüssig in der Hand. Ich wollte sie nicht lesen. Es war zu… es war einfach nicht richtig. Der arme Mann. Ich steckte die Briefe zwischen die Gläser vor dem Spiegel.

Als ich am nächsten Abend von meinem Alsterspaziergang kam und das Lokal aufmachte, sah ich, wie Grünlicht in sein Haus ging. Und während ich die Tische wischte, blitzte und flackerte es wieder in seinem Keller. Doch diesmal war es anders. Als die Straßenlaternen angingen, flackerten auch sie, auch das Licht in meinem Aquarium, und die Pumpe setzte aus. Meine Guppies und Doktorfische waren so verwirrt wie ich, bis das Flackern nach einer Weile aufhörte. Dann kamen die ersten Gäste.

Den Abend darauf wurde ich von einer seltsamen Unruhe erfasst. Ich schaute immer wieder zu dem Haus hinüber. Es schien ohne Leben. Die Räume blieben dunkel, von Grünlicht keine Spur. So blieb es eine Woche, und ich fing an, den Mann zu vermissen. Dann, eines Abends, traten eine Frau und ein Mann aus dem Haus hervor und gingen Richtung Alsterpark. Ich konnte das Paar nicht erkennen. Es musste schon älter sein, und die Frau kam mir bekannt vor. Ich blickte auf die Uhr. Dann sah ich auf die Gläser vor dem Spiegel. Die Briefe waren verschwunden.

Am nächsten Abend kamen die Frau und der Mann wieder aus Grünlichts Haus und gingen zum Alsterpark hinunter. Ich sah auf die Uhr. Die gleiche Zeit. Wer war die Frau? Wo war Grünlicht? Ich nahm mir vor, den folgenden Abend länger spazieren zu gehen.

Frau Grünlicht, das kann doch nicht wahr sein!”, rief ich aus.

Sie müssen mich mit jemandem verwechseln,” meinte die Frau. “Ich heiße Schmidt. Komm, Joachim, wir gehen”, wandte sie sich an ihren Begleiter. Das Paar setzte seinen Weg fort. Ich hätte schwören können, es sei Grünlichts Frau. Aber die war schon seit zwei Jahren tot.

Entschuldigen Sie, kennen Sie einen Mann namens Grünlicht?”

Ja”, antwortete der Mann, drehte sich um und blieb stehen. “War ein Kommilitone von mir und hat mir das Leben gerettet. Vor fünfunddreißig Jahren. Ich wäre damals beinahe überfahren worden. Grünlicht war auf die Straße gerannt, um mich aus der Bahn des Fahrzeugs zu stoßen. Dabei ist er selbst zu Tode gekommen. Wieso fragen Sie?”

Ach, nur so. Entschuldigen Sie noch mal.” Ich hastete zum Lokal, als sei der Teufel hinter mir her.

Als ich die Tische wischte, schaute ich immer wieder zu dem Haus hinüber und dachte an Grünlicht und seine Zeitmaschine. Er musste diese Frau wirklich sehr geliebt haben.




sabato, aprile 25, 2026

Newsletters


 

Aus Bloomberg – Breaking News:

Microsoft offeriert 7 % seiner US-Arbeitskräfte sogenannte „volontary retirements benifits“.

Aus Bloomberg – Green Daily:

Batterien in Nähe von Ortschaften zu produzieren, stößt auf erhöhten Widerstand der Bevölkerung in den USA, da Lithium Batterien in Flammen aufgehen können.

Vietnam will einige Straßen in Hanoi für benzingetriebene Mopeds und Motorräder sperren, hat wegen mangelnder Infrastruktur noch keine Alternative anzubieten.

In Dakar, Senegal, wird von einem Burkinabe Architecten ein Goethe-Institut um einen Baobab-Baum gebaut.

Aus Super-Intelligence:

Alibaba brachte gerade wieder eine neue Ausgabe einer AI auf den Markt, den Quen3.6-27B.


Aus Manager-Magazin: Der Tag:


SAP, das deutsche Software-Unternehmen, welches gegen die Programmierfähigkeit künstlicher Intelligenzen zu kämpfen hat, legte extra Geld zur Seite, um die qualifiziertesten Leute in der Firma zu behalten.

Tesla ist wieder im Aufwind und sucht in Deutschland 1000 neue Mitarbeiter für sein Werk in Grünheide.

Aus Bloomberg – Next Africa:

Der kenyanische Ministerpräsident legt ein 39 Milliarden $ Infrastrukturprogramm auf, auch um seine nächste Wahl zu sichern. Straßen, Stromtrassen, Dämme und Bewässerung sollen geschaffen und erneuert werden. Das zentrale Objekt jedoch ist, was einige als „die Eisenbahn nach nirgendwohin“ bezeichnen, eine von Chinesen gesponserte Eisenbahnlienie von Mombasa nach Nairobi. Ursprünglich sollte sie ein Stück Africa abdecken.

Aus CNBC-Breaking News:

US-Präsident Trump weist seine an der Straße von Hormuz stationierten Soldaten an, jedes Boot anzugreifen, dass dort Minen legen will.

Aus The Daily Upside:

Mit Boeing geht es wieder aufwärts. Es minimierte seine Verluste gegenüber dem Vorjahr im letzten Quartal von 31 Millionen auf 7 Millionen $.

Aus MIT Technology-Review – The Download:

SpaceX plant seine eigenen Graphic Processing Units (GPUs) zu bauen.

Der chinesische Techgigant Tencent stellt seine eigene AI vor.

Ein Tischtennis spielender Roboter schlägt die besten menschlichen Spieler zum ersten Mal.


venerdì, aprile 24, 2026

Der Spiegel v. 2.4.2026


Tyranei des Duzens. Die haben Sorgen, lol. In den USA, in England, ist es keine Tyrannei, sondern üblich. In Italien wird man auch mit einer Höflichkeitsform angesprochen, wenn man jemanden nicht kennt. Wie es dort in Unternehmen ist, habe ich vergessen. Hatte mal 14 Tage bei Bayer in Mailand einen Job, ist aber schon lange her. Also, überschlage ich das mal.

Im Leitartikel geht es um Reformen, die in Deutschland anlaufen sollen. Welche es genau sind, weiß niemand. Sie müssen durchs Parlament. Eines ist sicher, Deutschland könnte besser aufgestellt sein, Wirtschaftswachstum 0.6 %.

Es geht um einen Bedeutungswettbewerb zwischen den deutschen Ländern Bayern und Nordrhein-Westphalen, die sich um Olympische Spiele bewerben. Söder, bayrischer Ministerpräsident, erklärt, dass Bayern 9 Supercomputer dort stehen habe, mehr als Taiwan, Schweden oder Australien. Nur weiß ich nicht, was die da machen. Wieso steht Deutschland dann so weit hinten? Bei 9 Supercomputern?

Deepfake-Pornos. Bescheuert.

Die Gesundheitsministerin Warken wird charakterisiert, beschrieben, was an Reformen auf sie zukommt. In Deutschland haben sie einen Haufen Krankenkassen. In Italien geht es besser. Obwohl mit Hilfe einer Künstlichen Intelligenz das ganze System renoviert werden könnte. Auch da ist Luft nach oben.

Durch die Sperrung der Straße von Hormuz ist eine neue Sensation entstanden. Öl wird knapp. Es werden mehr Elektroautos gekauft, und China hat einen Vorsprung was die Generierung von Elektrizität angeht.

Informativ fand ich den Artikel „Krieg im All“, in dem Staaten wie Russland, die USA und China herumspielen. Schon mal östliche an westliche Satelliten bedrohlich herankommen, und Deutschland auf einmal merkt, dass es als größte europäische Wirtschaftsmacht dort überhaupt keine Rolle spielt. Und daß Satelliten feindliche Truppenbewegungen als erstes erkennen, und Deutschland davon abhängig wäre, dass amerikanische Behörden dies im Falle einer Gefahr den Deutschen auch mitteilten, wäre Anlaß eigene Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen.

Es gibt noch zwei interessante Interviews mit Jay Leno, dem ehemaligen Tonight-Show-Master, der 215 Autos und 168 Motorräder in seiner Garage stehen hat, dann mit dem Sportmediziner Hans-Wilhelm Müller.

giovedì, aprile 23, 2026

Fortune, Marzo 2026

 


Das Hauptmotiv hier ist die Creator-Economy. Den Part kann ich schon mal übergehen. Ich gebe zu, dass dies für jüngere Leser irgendwie wichtig und von Interesse ist, aber meine Alterskategorie hat damit nichts am Hut.

In einem Artikel über Victorias Secret werden Aufstieg, Fall und Wiederbelebung dieser amerikanischen Unterwäschefirma beschrieben. Ich sah sie in verschiedenen US-Einkaufszentren, bin aber achtlos daran vorbeigegangen.

Der Administratore Delegato von Lego Italia wird interviewt. Was soll er schon sagen als: Lego hilft Kindern bei ihrer Entwicklung.

Aber man kann immer ein paar Weisheiten mitnehmen. Die des Chief People & Organization Officer von Leonardo, der italienischen Waffenschmiede. Universität allein reicht nicht. Man muss ständig dazulernen. Aber das weiß ja jeder.

Interessant war der Artikel, dass Airbus eine neue Technologie für den Flugzeugbau einsetzt: Wire-Directed Energy Deposition (w-DED), mit der Komponenten in Titanium im 3D-Verfahren für ein Flugzeug erstellt werden.

Es wird ein italienischer Startup erwähnt, der Drohnen herstellt und sie vorzugsweise in Italien einsetzen will.

Dann ein Beitrag über einen Mann, der mit für olympische Eröffnungsfeierlichkeiten zuständig ist. Wir hatten gerade eine in Italien.

Ein Artikel über eine Fumettista, Illustratrice und dann geht es mit den Creatoren los.

Dass in Fortune noch immer Artikel über Cigarettenunternehmen wie Philip Morris vorkommen, zeigt, dass die mit allen Mitteln versuchen am Leben zu bleiben und dass auch den italienischen Tabakanbauern nicht die Arbeit ausgeht.

Es gibt ein paar Artikel über das Arbeitsrecht. Es geht auch um das Skill-Mismatch. Das wird uns vermutlich in Zukunft noch mehr beschäftigen.

In einem weiteren Beitrag geht es um Isomorphic. Mit Deepmind fing es an, das von Demis Hassabis gegründet, von der Googlemutter Alphabet gekauft worden war, und sich mit dem Falten von Proteinen beschäftigte. Deepmind hat die AI Alphafold 2 erzeugt, die Strukturen von Proteinen vorherbestimmen konnte. Das wird die Bekämpfung von Krankheiten, wie einige Krebsarten, Parkinson, Distrophia Muskulare, die durch verformte Proteine entstanden sind, erleichtern.

2021 hat Hassabis, mit Googles Hilfe, das Isomorphic Labs ins Leben gerufen, welches neue Medikamente gegen die vorgenannten Krankheiten erstellen soll. Normalerweise haben Medikamente in medizinischen Studien eine Fehlrate von 90 %.

Es wird dargestellt, wie ein Datencenter aufgebaut ist. Dann geht es um die Errichtung eines Datencenters in einer Landschaft in Arizona, in die einige Amerikaner hinzogen, um nachts Sterne

zu beobachten. Das ist jetzt vorbei. Es wird gebaut, Lichter überall.

Eric Trums „American Bitcoin“. 6 Seiten Krypto. Interessieren mich nicht. Dann ein längerer Artikel zu Tether, einer Stablecoin. Auch nicht mein Ding.

In einem weiteren Beitrag wird über die KI gesprochen. Dann werden ein paar Frauen interviewt: Eine Journalistin, eine Modeschöpferin, TikToks Countrymanagerin für Italien und Griechenland,

eine Direktorin von Naba, Neue Akademie der schönen Künste. Ein paar Anwälte, ein Messemanager, ein Sohn der Familie Barilla, die Spaghettikönige, der mit einer Ausstellung in italienischen Städten auf die Verschwendung von Nahrungsmitteln aufmerksam macht.

Im medizinischen Teil der Ausgabe wird darauf den Dialog zwischen Arzt und Patienten hingewiesen. Wobei das, aus meiner Sicht, ein zweischneidiges Schwert ist. Obwohl es sicher Sinn macht, dass der Arzt auf einen eingeht, sollte so ein Gespräch doch nicht zu lange dauern, weil andere Patienten auch möglichst schnell behandelt werden wollen. Wenn da eine KI schon mal eine Vorprüfung machen könnte, und der Arzt selbst nur eine abschließende Diagnose stellt, wäre Zeit gewonnen.

Und zum Schluss noch ein Beitrag über eine Käseprüferin, die mit einem Hammer auf eine Parmesankäserolle haut, um deren Güte festzustellen, und die bisher als einzige in eine Männerdomäne eingebrochen ist.