Coversong Roads

mercoledì, novembre 28, 2012

Scientific American, March 2012

 
"What makes a Brain unique?". Das kann auch bei identischen Zwillingen der Fall sein. Es gab einige Ausgaben vorher einen Beitrag über epigenetische Substanzen, welche Gene, obwohl es bei den Zwillingen die gleichen sind, anders arbeiten lassen. Ein Zwilling fiel Drogen zum Opfer, der andere nicht, obwohl sie beide gekifft hatten; also bei gleicher Ausgangsposition.

In diesem Artikel geht es wieder um Hirnzellen und um die Individualität des Gehirns. Doch diesmal sind es springende Gene, die den Unterschied ausmachen. Springende Gene sind bei Pflanzen ein alter Hut. Es handelt sich um Genabschnitte aus dem Junk-Gene Anteil. Dem Bereich also, von dem man annahm, er sei für die Programmierung von Zellen nicht relevant. In der letzten Zeit sind jedoch Zweifel aufgekommen. Dass diese Genabschnitte mit Copy und Paste in andere relevante Genbereiche geschrieben werden, war neu. Diese springenden Gene oder Retrotransposons können an ihrem neuen Ort benachbarte Gene an und ausknipsen. Bei Embryonen im Vorderhirn, bei Erwachsenen im Hippocampus. Auch dadurch wird die Einzigartigkeit eines Hirnes sichergestellt.


"The far, far Future of the Stars". In einem zurückliegenden Beitrag hatte ich gelesen, dass es in ferner Zukunft am Himmel ziemlich düster aussehen wird. Durch die Expansion des Weltalls würden Galaxien, Sterne aus dem von uns einzusehenden Bereich verschwinden. Dieser Artikel ist optimistischer. Der Autor meint, dass sich innerhalb von 100 Trillionen von Jahren (10.000 x das jetzige Alter unseres Universums) weitere Sterne bilden werden. Na, da bin ich aber beruhigt, lol. Außerdem wird in einigen Milliarden Jahren der Andromedanebel mit der Milchstraße kollidieren. Das ist nun weniger schön; denn meine Atome werden das mitbekommen. Dann kann es recht staubig werden, was natürlich wiederum die Entstehung von Sonnen begünstigt. In diesem Artikel sehe ich noch einmal die Palette an Sonnentypen: Supergiants, Sunlike Stars, Red Dwarfs, Brown Dwarfs. Doch später ist es dann doch irgendwann einmal soweit: Dann gibt es nur noch Schwarze Löcher, Neutronensterne, Weiße Zwerge und schwach rotleuchtende Sterne.


"Dinosaurs of the Lost Continent". Piraten, damit meine ich die Partei in Deutschland, haben sich auf ihrem Parteitag den Antrag geleistet, sich mit Zeitreisen zu beschäftigen. Der Antrag ist nicht durchgekommen. Schade; denn er hätte ihre Energien gebündelt auf dieses interessante Thema gerichtet, anstatt auf Wirtschaft und Aussenpolitik, von denen sie genau so wenig Ahnung haben und den Wissensvorsprung der anderen Parteien erst einmal einholen müßten. Was nun den Artikel in der "Scientific American" angeht, hätten sich die Piraten 80 Millionen Jahre in die Vergangenheit begeben müssen, um Dinosaurier zu beobachten, die auf einigen Kleinkontinenten lebten, die später zu Amerika zusammenwuchsen. Auf den relativ kleinen Kontinenten lebte eine erhebliche Anzahl dieser Urgetüme. Im Verhältnis zu ihrer Körpergröße verbrauchten sie anscheinend wenig Nahrung. Riesentiere gibt es heutzutage nur noch in Afrika und/oder Indien. Nilpferde, Giraffen, Elefanten, Rhinozerosse. Die Frage ist, wie konnten sich so viele Tiere auf den kleinen Landmassen tummeln? Wärme, viel Wasser, üppige Vegetation. Viel Wasser haben wir auch. Es gießt in Strömen.


"Gather the Wind". Sicher auch für Norddeutschland interessant. Hier geht es um das Thema: Wie speichere ich überschüssige Energie für künftige Nutzung? Das Thema ist für Deutschland nicht neu und auch die Antworten reflektieren zum Teil in Europa Altbewährtes.

"Pumped Hydro" = Wasser in einen Stausee pumpen und wenn die Energiepreise anstiegen es aus dem Stausee ablassen, um Turbinen anzutreiben.

"Compressed Air" = Das Gleiche wie Punkt 1, nur mit komprimierter Luft und mit Kavernen anstatt von Staudämmen.

"Advanced Batteries". Überschussenergie lädt Batterien, die bei Bedarf angezapft werden.

"Thermal Storage". Solarzellen erhitzen in Röhren gelagertes Öl. Die Hitze des Öls dient später dazu Turbinen anzutreiben.

"Home Hydrogen". Ziemlich weit hergeholt. Hydrogen ist Wasserstoff, richtig? Das Verfahren ist zweihundert Jahre alt und immer noch zu teuer. Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu splitten, um den gewonnenen Wasserstoff als Energiequelle anzuzapfen. Nur, der Splitvorgang benötigt bereits Energie. Es gibt weitere Kosten wie katalytische Materialien wie z.B. Platin, dann die Speicherung des explosiven Wasserstoffs.


"Blocking HIV´s Attack". Heute las ich in SPON (Spiegel Online), dass die Zahl der Aidserkrankten in Deutschland die bisher höchste ist. Die Aids-Forschung hatte zuletzt Auftrieb bekommen, als in Berlin einem HIV-positivem an Leukämie Erkrankten Rückenmarkzellen eines Aids-Resistenten Patienten transplantiert wurden. Danach wurden bei dem Empfänger keine Aids-Viren mehr gefunden. Danach versuchte man, diesen bisher nur einmal nachgewiesenen Tatbestand zu replizieren. Ein Protein, CCR5, hilft dem Aids-Virus T-Helferzellen des Immunsystems zu befallen und zu vernichten. Man fand heraus, welches Gen CCR5 produzierte und konnte den Herstellungsprozess mit Zink-Finger Nukleasen unterbinden. Die Zinkfinger schneiden ein wichtiges Teil aus dem Herstellungsgen. Damit stehen Aids-Viren vor verschlossenen Türen. Doch ein Jahr später, wo ich es nun lese, habe ich darüber nichts mehr gehört. Ist es noch in der Erprobung?


"The Shadow Web". Auslöser für diesen Artikel waren die Bemühungen, neben dem bestehenden Internet ein weiteres aufzubauen. Grund: Der Einfluss von Regierungen auf das Internet, wie es in Ägypten passiert war, als der Protest gegen Mubarak lief. ISPs waren aufgefordert, sich zu deaktivieren. Damit war das Internet, dass an den Internet Service Providern hing, lahmgelegt. Bei einem Parallel-Netzwerk werden Router auf Dächern von Hochhäusern montiert. Das funktioniert, jedoch letztendlich müssen diese Verbindungen an das Internet geklinkt werden.Regierungen werden so ein "Mesh Network" in großem Stil nicht zulassen, mit der Begründung, dass kriminelle Elemente außerhalb ihrer Reichweite operieren könnten.


Mit "Lifting the Black Cloud" werden Depressionen angesprochen, oder besser die Methode, jene zu beseitigen. Bei manchen Betroffenen wirken Medikamente wie SSRIs (Selective Seretonin Reuptake Inhibitors) oder SNRIs (Serotonin and Norepinephrine Reuptake Inhibitors). In den U.S.A. sind es Paxil, Xanax, Lexapro, Pristiq, Zoloft, Wellbutrin. Das Zeug kommt nur langsam in die Gänge und treibt in den ersten Monaten vor allem einige Ältere über 65 zu Selbstmorden. Ist ja nicht gerade das gewünschte Ziel dieser Medikamente.

Nun kommt wieder mTOR ins Spiel. Über dieses Enzym in Neuronen hatte ich im Zusammenhang mit Lebensverlängerung berichtet. Nach der Reifung des Menschen ist es das Enzym. welches zur Verkürzung menschlichen Lebens seinen Beitrag leistet. Klar; denn die Natur ist nur daran interessiert, dass Gene an die nächste Generation weiter gegeben werden. Sie will experimentieren, und je kürzer man lebt, desto schneller erhält sie Resultate. Logisch, oder? Für eine lange Lebensdauer des Menschen hingegen wäre es von Nutzen, mTOR zu deaktivieren. Dem widerum steht entgegen, dass Medikamente wie Ketamin gegen Depressionen nur dann wirken, wenn mTOR tätig ist.

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