Coversong Roads

martedì, giugno 30, 2009

Scientific American, May 2006

Nur noch drei Jahre aufzuarbeiten, lol. Ein Klacks, wenn nur nicht immer neue Ausgaben kämen. 2006. In dieser Zeit versuchte die Bush Administration die Wissenschaft in ihrem Sinne zurechtzubiegen und zu beeinflussen. So sollte in dem Bericht der Umweltbehörde entfernt werden, dass Menschen an Klimaveränderungen schuldig sind. Zwei Wissenschaftler wurden aus dem Bioethikrat entfernt, die sich für Stammzellforschung ausgesprochen hatten. Hoffentlich ist Obama etwas aufgeschlossener.

Michael Riordan und William A. Zajc spekulieren über die ersten Mikrosekunden nach dem Big Bang und beschreiben die Arbeit am Atomzertrümmerer in Brookhaven National Laboratory. Nun, nachdem der Large Hadron Collider seine haushohen Magnete zerdetscht hat, kommt dem amerikanischen Collider wieder die Augabe zu, die Partikelforschung voranzutreiben. In den ersten Sekunden nach dem Big Bang war die Temperatur hunderttausendmal größer als die unserer Sonne. Es entstanden neue Elementarteilchen wie Quarks und Gluonen. Diesen Vorgang versucht man im Beschleuniger nachzuvollziehen. Weiteres findet man im folgenden URL. www.slac.stanford.edu

Ehud Shapiro und Yaakaov Benenson berichten über DNA-Computer und beziehen sich auf die von Alan Turing 1936 ersonnene Maschine um sie als DNA mit dem Ziel zu replizieren, sie später als Diagnoseinstrument einzusetzen.
Carina Hoorn beschreibt die Geburt des Amazonas, die so um 16 Millionen Jahre früher eingeleitet worden sein soll. Der Strom in seiner jetzigen Form formierte sich etwa 10 Millionen von Jahren in der Vergangenheit.

Gary Stix berichtet von den Anstrengungen der pharmazeutischen Unternehmen, ein Krebsmittel zu entwickeln. Ausser Herceptin, das 1998 von Genentech entwickelt wurde, war Dimercept im Gespräch. Google ich jetzt danach, finde ich nur alte Webseiten mit dem Begriff. War also ein Schuss ein den Ofen.

Roberto Gilmozzi beschreibt Bemühungen, immer größere Teleskope zu bauen. Zu der Zeit stand das größte (Very Large Teleskopes) VLT in Chile mit seinen 4 Viermeter Spiegeln. Als nächstes ist ein 100m Spiegelteleskop geplant. OWL = Overwhelmingly Large. Preis 1,2 Milliarden USDollar. Nur hat Busch mit seinem Krieg und der mangelnden Finanzaufsicht das Geld bereits verbraten.

Michael S. Wolfe berichtet in „Shutting down Alzheimer´s“ über die Bemühungen, diese Krankheit in den Griff zu bekommen. Alois hatte sie schon vor einhundert Jahren entdeckt. Ich meine, es wird langsam Zeit, dass Wissenschaftler in die Gänge kommen.

Zum Schluss gibt es einen Bericht über den guten alten Rechenschieber, das Handwerkszeug eines jeden Ingenieurs von damals. Wo ist meine Logarithmentafel?

lunedì, giugno 22, 2009


„Notions Unlimited“ by Robert Sheckley, Bantam Books

Dies Buch hatte ich auf dem Oldie-Con in Unterwössen für 1 Euro gekauft. Es hat diesen Pulp-Geruch aus 1968 in diese Zeit hinüber gerettet. Ich kenne ihn von meiner Jugendzeit her, als ich „Amazing Stories“ mit leichtbekleideten Frauen auf dem Cover am Hamburger Hauptbahnhof gekauft hatte. Ich erinnere mich an einige von Sheckleys Geschichten. Die des Saugers, der aus allem seine Energie bezieht und immer weiter wächst, oder die Story mit den Überwachungsvögeln, konstruiert um Personen unschädlich zu machen, die ein Verbrechen begehen wollen. Oft lässt Sheckley die Handlungen seiner Stories auf einen Punkt zutreiben, an dem es für die Menschheit zu spät ist. Diese Art zu schreiben, verstand er meisterhaft.

venerdì, giugno 19, 2009

Fandom Observer 239

Highlights: Nachruf auf James Graham Ballard und ein Bericht über den DortCon 2009. Des weiteren Nominierungen für den Deutschen Science Fiction Preis 2009, den Kurt Laßwitz Preis 2009 und für den Hugo.

Fandom Observer 240

Ein Bericht über das Magazin Starlog, das sein Erscheinen eingestellt hat. Ein Bericht über James Cameron.

In beiden Ausgaben wie immer reichlich Buch-, Fanzine-, Hörspiel-, Film-, Spiel-, Fernsehserienbesprechungen.

giovedì, giugno 18, 2009

Fantasy & Science Fiction, June/July 2009

Doppelausgabe, 250 Seiten. „Economancer“ von Carolyn Ives Gilman. Sie erklärt, wie sich eine kleine Nation in der Weltwirtschaftskrise behauptet.
Es beginnt damit, dass Simon sich von seiner Freundin Jane dazu verleiten lässt, nach Nanonesia zu einem Vorstellungsgespräch zu fliegen. Simon, der auf der London School of Economics studierte und danach in der Barlay´s Bank angestellt war, findet sich am Ziel in der Penthouse-Suite eines Luxushotels. Am nächsten Tag, in der Sinoa Bank, wird Simon klar, dass man von ihm erwartet den Dollarkurs abstürzen zu lassen. Die Leute von der Bank glauben, er sei auf der London School of Economancy gewesen, auf einer Schule, die, wie er später herausfindet, lehrt, Weltwirtschaft durch Magie zu beeinflussen.

Simon lernt die Mitglieder der Zentralbank kennen, deren Vorstandsvorsitzender es durch jahrzehntelange Erfahrung dazu gebracht hat, den Wirtschaftskreislauf mit seinen Kapitalströmen, der Allokation von Resourcen als organisches System zu betrachten. Mitglieder des Vorstandes besitzen spezifische Talente, dieses System zu beeinflussen. Simon lernt die kultivierten Talente einzelner Vorstandsmitglieder anhand von CDOs, Collaterized debt obligations, welche die Wirtschaftskrise heraufbeschworen hatten, kennen. Einer ist auf Gift spezialisiert, auf diese toxischen Papiere wie CDOs, Derivate; ein anderer auf Stabilisierung und ein dritter kann den Risikodämon heraufbeschwören. Während Simon anhand seines Blackberrys ein CDO als Triple-A einstuft, beschwört der Risikospezialist den Dämon herbei, der aussagt, der CDO wird in der Finanzwelt als wertvoll und dann als wertlos angesehen werden. Eine Risikobombe, wie der Mann sagt. Ein Merrill Lynch oder Lehman Brothers-Fluch liegt auf den Papieren.

Am nächsten Tag wird Simon verhaftet mit der Begründung, er habe sich unter falschem Namen das Vertrauen der Banker erschlichen. Der wahre Simon sei ein anderer, der gerade eingetroffen ist. Es stellt sich heraus, dass es zwei von ihnen mit gleichem Namen gibt.
Am Schluss der Geschichte lässt sich Simon von seinem Namensvetter, der die London School of Economancy besucht hat, anheuern, um gegen die hartherzigen Massachuseti, die mit ihrer Numerologie das Finanzsystem der Insel zu Boden werfen wollen, vorzugehen.

Gilman liegt gar nicht falsch mit ihrer Geschichte. Ich las eben einen Business Week Artikel, in dem versucht wurde, hinter die Erhöhung des Ölpreises zu kommen. Februar kostete ein Barrel Öl noch 34 USD, jetzt um die 70. Die Tanks sind gefüllt, der Verbrauch gefallen. Nach der Logik sollte der Preis nicht höher als 50 Dollars liegen. Der Rest beruht auf Perzeption. – Preisfluktuationen basieren auf Annahmen. Dämonen auch.

mercoledì, giugno 17, 2009

World-Con dieses Jahr in Montreal
(Quelle Dave Langfords „Ansible“)

6-10 Aug [] ANTICIPATION (67th Worldcon), Palais des congres de Montreal,Montreal, Canada. Membership rates _until 15 July_: $Can240/$US210/Pounds135/Euro150/Yen20,000 reg; upgrade supporting to full membership,$Can185/$US160/Pounds105/Euro115/Yen15,000; supporting $Can55/$US50/Pounds30/Euro35/Yen5,000. _Hugo voting (online or mail) closes 3 July._Contact PO Box 105, Station NDG, Montreal, QC, H4A 3P4, Canada.

lunedì, giugno 15, 2009

Innovation interrupted

ist der Titel der letzten „Business Week“. Es stimmt ja auch. Es kommt nicht mehr viel Neues, und überhaupt nichts bahnbrechendes. Evolution, keine Revolution, keine disruptive Technology. Nehmen wir Microsoft, das letzte Mal wo das Unternehmen innovativ war, fand statt, als es von Windows 3.1 zu Windows 95 überging. Danach wurde es lahm. Wir bewegten uns von Bulletin Boards und langsamen Modems, die gegen Telephonhörer gepresst wurden zum Internet, zu Routern und WiFi. Aber dann war Schluss. Die Entwicklung von Handies ist auch schon eine Weile her.

Die „Business Week“ listet Felder auf, die 1998 innovativ erschienen, viel versprachen und heute enttäuschen. Krebsbehandlung, Klonen, mit Treibstoffzellen angetriebene Fahrzeuge, Gentherapie, schnellere Entwicklung von Medikamenten, miniaturisierte Maschinen auf Silikonbasis, schnelles Internet über Satelliten, Spracherkennung, Entwicklung organischen Gewebes.

In diesen Feldern wird gearbeitet, doch gestaltet sich alles komplizierter als angenommen. Messbare Erfolge stellen sich nur langsam ein. Ich frage mich, ob die Allokation menschlicher Resourcen und die Organisation optimal ist.

domenica, giugno 14, 2009



Oldie-Con in Unterwössen

Meine Neuronen verdampften. War es die Hitze oder das Alter? Auf meinem Weg zum SF-Oldie Con in Unterwössen/Oberbayern erwischte ich die falsche Autobahnauffahrt. Sie hatten sie verändert und die Beschilderung war chaotisch. Ich fuhr Richtung Modena und wollte doch zum Brenner. Ich nahm die nächste Ausfahrt und kehrte um. Dann wurde mein Pick-Up auf den Steigungen so langsam, dass ich mich zwischen die Lastwagen einreihen musste. Nachdem ich auf dem nächsten Rastplatz eine Pause gemacht hatte, fuhr der Wagen schneller und mir drängte sich der Verdacht auf, ich sei mit angezogener Handbremse gefahren, im diesem Falle eine, die mit dem Fuß zu betätigen und mit der Hand wieder zu lösen ist. Nur hatte ich keine rote Lampe leuchten sehen. Mir blieb nur übrig, es auf der Rückfahrt zu testen.
Als ich abends im Hotel Gabriele ankam, gab es nichts mehr zu essen, dafür reichlich Bier. Ich beschränkte mich auf einen halben Liter. Hope, der Vater des Cons und Organisator, hatte sich wieder die Knochen gebrochen und fehlte. Wolfgang T., der Jule Verne Experte, den ich noch aus meiner Jugend her kenne, konnte aus Krankheitsgründen auch nicht mehr kommen. Waldemar Kumming vom geschätzten Munich Round Up tauchte ebenfalls nicht auf. Es brechen ein paar Stützen weg und werden nicht ersetzt. Wir brauchen frische Oldies. Fragen wurden aufgeworfen wie „Wo bleiben die Bücher- und Fanzinesammlungen, wenn ein Oldie nach dem anderen den Löffel abgibt?“ Es bietet sich die Bibliothek in Wetzlar an. Der nächste Con soll dort stattfinden und dieses Thema wird dort sicher zur Sprache kommen.
Hope war nicht da, und es gab keine Namensschilder. Einige Leute kannte ich, Dieter Braeg, Franz Rottensteiner und Juergen vom Scheidt zum Beispiel, doch hatte ich keine Lust all die anderen nach ihrem Namen zu fragen. Dahingenuscheltes hätte ich ohnehin wieder vergessen. Namen sind Schall, sind Rauch und es war auch so gemütlich.

Am nächsten Tag wurden zu Mittag Second Hand Taschenbücher und Poster verkauft. Für einen Euro erstand ich Robert Sheckleys „Notions Unlimited“. Ein Autoren Favorit, der meine Jugend bereichert hatte. Zum Essen gingen wir in den Ort hinab, vorbei an Weiden, Kühen, rustikalen bayerischen Häusern, von deren Balkonen knallrote Geranien zu uns herabwinkten. Das Essen war gut und preisgünstig. Wir unterhielten uns über Themen wie „Die Welt der festgeschraubten Stühle“, verschroben wie wir waren. – Zu Abend saßen wir an mehreren Tischen bei einem Glas Wein oder Bier oder Apfelschorle zusammen. Aus Norddeutschland war niemand anwesend, dafür jedoch Österreicher, von denen mir einer mit lauter Stimme das Trommelfell malträtierte. Mir steht nicht an zu behaupten, er redete Stuß, da ich ihn nicht verstand. Nur lachte er nach jedem dritten Satz und als er sich darüber mokierte, dass Jürgen vom Scheidt sich das letzte Mal von ihm mit der Bemerkung abgesetzt hatte: „Ich kann das nicht mehr hören!“, fand ich es gut, dass unserer österreichischer Freund gut daran getan hatte, seine Mundart beizubehalten, obwohl ich aufgrund meiner über dreußigjährigen Ehe gelernt habe, mir den größten Scheiss anzuhören ohne mit der Wimper zu zucken. Und- „ich kann das nicht mehr hören“. Vielleicht hatte vom Scheidt auch nur ausdrücken wollen, dass die Batterien seiner Hörgeräte entladen waren.

Das Paar, das Mittags die Ein-Euro-Bücher verkauft hatte, führte am Abend einen ausdrucksvollen Tango vor. Neben SF ihre zweite Leidenschaft.

Die Leute waren interessant, nicht nur dass uns gemeinsame Interessen verbanden. Astronomen, Psychologen, Sinologen, Literaten, erzählten über die SF hinausgehend aus ihren Gebieten. Über Wetter, Unterkunft, Essen konnte ich mich nicht beklagen und mein Pick-Up kriecht wirklich so langsam die Steigungen empor, ohne angezogene Handbremse. Ich musste bis in den dritten Gang zurückschalten. Eine Möglichkeit, ihm mehr Fahrt zu geben, sehe ich noch. Den Luftfilter. Ich hätte ihn vor der Fahrt erneuern lassen sollen. Das werde ich mir für nächste Woche vornehmen.

mercoledì, giugno 10, 2009

Interzone 222

Dieses britische SF-Magazin ist empfehlenswert, habe ich es richtig geschrieben? Mein Deutsch degradiert langsam, dafür wird mein Italienisch besser. Raccomandabile.
Im Gegensatz zu denen in amerikanischen SF-Magazinen, haben diese Stories teilweise einen düsteren Touch. Nehmen wir „Johnny and Emmie-Lou get married“ von Kim Lakin-Smith. Es geht um zwei Banden, ein Autorennen mit Johnny und Emmie-Lou in dessen Chevy und Billy, dem Rivalen im Daimler Dart. Aufgemotzte Karren. Johnny von den Flies, Emmie-Lou von den Rocketeers. Das konnte nicht gutgehen. Billy von den Rocketeers versucht ihm das Mädchen mit dem Rennen wieder abzujagen. Es wird mörderisch und Johnny gewinnt. Billy rammt Emmie-Lou ein Messer in den Leib, Johnny schneidet Billy die Kehle durch. Johnny ergreift den Priester und heiratet sein Mädchen. Die Rocketeers umzingeln Johnny. Die Flies stürzen vom Himmel herab und stellen sich vor ihn, und die Schlacht beginne, während Johnny das Mädchen an sich drückt und die Blutung zu stillen sucht. Spannung, Drama, düstere Atmosphäre.

Paul de Filippo wird interviewt. Dann wie üblich Buch- und Filmbesprechungen. A propo Film. Wir hatten uns letzte Woche den neuen Star-Trek im Kino angesehen. Was für ein Unterschied zu den original TV-Episoden. Die Serie lief gestern in Italia 7 an. Allein die Geräusche, wenn teleportiert wurde. Zu der Zeit war es noch neu, die Spannung wurde mit Geräuschen und Geflimmer unterlegt. Tja, die Apparatur war ja auch etwas älter, lol.

domenica, giugno 07, 2009

Asimov’s Science Fiction, July 2009

Kit Reed wirft mit „Camp Nowhere“ neues Licht auf die Kaste der Psychologen. In dieser Geschichte geht es um eine Familine,um Vater, Mutter, Tochter Chazz, aus deren Perspektive die Story abläuft. Die Familie quartiert sich auf einer Ferieninsel in einem Camp ein. Der Tochter wird klar, dieser Urlaub ist für die Eltern gedacht. Diese werden abends zu einer Gruppensitzung abgeholt, während die Tochter in dem Blockhaus des Camps zurückgelassen wird.
Am nächsten Tag, schleicht Chazz durch den Wald zum Sitzungsort und erlebt, wie einem Mann von den Psychologen des Camps das Innerste nach Außen gekehrt und wie er weinend an dem Ort gelassen wird. Chazuz freundet sich mit dem Mann an und versucht ihn aufzubauen.
Als ihre Eltern wieder zu einer dieser Sitzungen abgeholt werden, geht Chazz ihnen nach und verbirgt sich hinter den Bäumen. Sie beobachtet das Spiel, das die Psychologen mit ihnen treiben, hört, wie sie herausbekommen, dass deren Zwistigkeiten, ihr Zang und Streit begann, als Chazz auf die Welt kam. Diese fällt aus allen Wolken, und als sie die Psychologen in dem Wald entdecken und auf die Plattform schleppen, die Psychologen rufen: „Chazz, wir wollen deinen Schmerz spüren!“, die Eltern dann verbal auf sie eindreschen, bricht für sie eine Welt zusammen.
Plötzlich geht das Licht aus. Ihr Freund hat die Leitung gekappt und nutzt die Dunkelheit und Verwirrung um Chazz von der Plattform zu ziehen. Sie halten sich im Wald versteckt und hören die Psychologen rufen: „Chazz, komm zurück. Wir wollen deinen Schmerz spüren!“ Ihnen wird klar, dass die Psychologen aus den seelischen Schmerzen der Opfer ihre Energie ziehen. Ihr Freund läuft mit Chazz zu einem gefundenen Ruderboot, mit dem sie das Festland erreichen. Beide suchen das Weite, so weit wie möglich von Chazz Elternhaus entfernt.

Eine boshafte Story, die Shrinks, Psychologen nicht gefallen wird.

venerdì, giugno 05, 2009


Scientific American, January 2006

Vor mehr als 150 Jahren wurde über die Vor- und Nachteile der Arbeitsteilung philosophiert. Am Beispiel einer Nadel, zu deren Herstellung um die zwanzig Teile nötig waren. Der Autor schrieb über die Perfektion, wenn der Arbeiter immer das gleiche Teil zu fertigen hätte, wie zum Beispiel den Nadelkopf. Aber auch darüber, dass bei dieser Tätigkeit, der Kopf dieses Arbeiters über Generationen hinweg in Größe und Substanz diesem Nadelkopf immer ähnlicher werden würde.

Subhanjoy Mohanty und Ray Yazawardhana nahmen sich mit „The Mystery of Brown Dwarf Origins“ die braunen Zwerge vor. Eine Kreuzung von Mini-Sternen und Mega-Planeten. Zu Beginn entwickeln sie sich wie andere Sterne, doch nach rund 100.000 Jahren hört ihr Wachstum plötzlich auf. Dazu gibt es zwei Theorien. 1. Der Himmelskörper wird von anderen aus der Gaswolke geworfen. Dadurch wird ihm die Substanz für das Wachstum entzogen. 2. Turbolenzen schütteln benachbarte Himmelskörper durcheinander. Braune Zwerge fallen in die unterste Größenskala.

Georg M. Church meint in „Gene for All“, dass die Kenntnis der Gene zu einer personalisierten medizinischen Behandlung führen wird. Nun sind ein paar Jahre vergangen und in einem der letzten Spiegel las ich, das sei Unsinn und mit Lesen im Kaffeesatz vergleichbar.

Erich L. Geist, Vasily V. Titov und Costas E. Synolakis nahmen sich den Tsunami von 2004 vor, der um die 225.000 Menschen das Leben gekostet hatte. Andere Zahlen sind ebenfalls beeindruckend. Tektonische Platten in einer Länge von 1200 km klebten zusammen. Die aufkommende Spannung ließ eine davon über acht Meter in die Höhe schnappen und löste damit den Tsunami aus, der sich in zwei Richtungen ausbreitete, auf das offene Meer und auf die Küste zu. Dort erreichten Wellen eine Höhe von dreißig Metern. – Die Autoren befürworteten ein umfassendes Bojen-Warnsystem.

Das hatten wir schon mal: Die von der DARPA gesponserte Robot-Rally. Ein Jahr später gab es also wieder eine. 2004 hatte es kein Robotfahrzeug geschafft, das Ziel zu erreichen. Diesmal war es anders. Fünf Fahrzeuge schafften es, die 132 Meilen lange Strecke zu bewältigen. Teilnehmer kamen aus sieben Nationen und zweiundvierzig Staaten der U.S.A. Sieger wurde das Fahrzeug Stanley der Stanford University.

The Maternal Brain. Craig Howard Kinsley und Kelly G. Lambert, zwei Neurowissenschaftler, fanden heraus, dass sich das Gehirn von Frauen während der Schwangerschaft verändert. Estrogen und Progesterone, Prolactin, Oxytocin, Endorphine, sind Hormone, die während der Schwangerschaft verstärkt ausgeschüttet werden und in Teilen des weiblichen Hirnes, wie z.B. Amygdala, Nucleus Acumbens, dem Hypothalamus, Veränderungen hervorrufen, die Bindungs- und Lernfähigkeit von Frauen steigern. – Nun lernen, wie man liest, Mädchen ohnehin besser aus Jungen. Würden Mädchen in den Schulen schwanger, würde der Abstand noch größer werden.

Gary Styx schreibt in „Recognition Engines“ über Spam erkennende Software und beschreibt die Prozessoren dafür als Finit-State-Machines, die im Gegensatz zu den konventionellen Von-Neumann Maschinen Aufgaben nicht sequentiell, sondern parallel anpacken können. Die Finit-State-Maschine basiert auf Turings Theorien.

Zum Schluss gibt es noch einen Artikel, dessen Thema den meisten von uns wohl am Herzen liegt. Mit „Protecting more than Animals“ beschreiben Alan M. Goldberg sowie Thomas Hartung die Möglichkeiten, Test an Tieren weiter zu reduzieren. Tests an Tieren sind ohnehin eine Sauerei. Über 100.000 chemische Substanzen werden an ihnen ausprobiert. Millionen von Tieren werden benutzt, um die Sicherheit dieser Substanzen zu bestimmen, und es kommen jährlich tausende von neuen Chemikalien hinzu.

giovedì, giugno 04, 2009


Der deprimierte Mafia Boss

Giacomo Ieni, mutmaßlicher Boss des Pillera Clans in Catania auf Sizilien, braucht nicht ins Gefängnis. Depressione Malinconica, tja nun, da bleibt, nach der Auffassung des Gerichts, nur das Hausarrest.
Auf Reisen

lese ich mehr, und das ist kein Wunder. Second Life ist fern und ich kann nicht die ganze Zugfahrt aus dem Fenster sehen.

Am Montag Nachmittag flog ich von Bologna nach Köln und setzte mich dann in den Zug, um nach Hamburg zu kommen. Ich hatte alles im Internet gebucht: Flug, Zug, Hotel. Cool. Jetzt sitze ich im Ibis Hotel und sehe mir einen Tatort im Fernsehen an.

Dienstag. Der Besuch bei meiner Mutter ist beendet, Hacken sind abgelaufen. Burlington Socken gekauft. Morgen geht es wieder nach Italien zurück.


Das Wetter war phantastisch und ich machte es mir am Hafen bequem, sah den Schiffen zu und las den Spiegel. In dem stand, dass German Wings ab Ende Oktober fünf Flüge von Köln nach Hamburg unterhalten wird. So lange werde ich warten, bevor ich wieder nach Hamburg komme.

Mittwoch. Ich liege auf meinem Hotelbett und warte darauf, dass ich geweckt werde. Frühstück ist um 6:30. Danach muss ich mich sputen, um zum Bahnhof zu kommen. Ich las den KulturSpiegel. Bewundere die Leute, welche Romane schreiben. Ich sollte mir zum Schreiben auch wieder mehr Zeit nehmen. Ist nur eine Frage der Disziplin.

Nun sitze ich auf dem Flughafen Köln/Bonn. Wirtschaftskrise. Die Wirtschaftswissenschaftler reden von Deflation. Solange Brötchen und kleines Kölsch 8.50 Euro kosten, glaube ich es nicht.

venerdì, maggio 29, 2009


Vector, The Critical Journal of the Britsh Science Fiction Associaton, Autumn 2008

Schon ein halbes Jahr her, aber ich arbeite meine Zeitschriften langsam auf.
Adam Roberts schreibt über „Doris Lessing and SF“. Sie wird neunzig Jahre alt und hatte 2007 den Nobelpreis für Literatur erhalten. Mit ihren Zukunftsromanen können SF-Fans jedoch nicht warm werden. Roberts begründet, warum. Sie wuchs in Zimbabwe, dem früheren Rhodesien auf und rührte afrikanische Spökenkiekerei in ihren Büchern unter, dass sie für SF-Fans ungenießbar wurden.

In „And the Law won“ beschreibt Jonathan McCalmot das Zusammenspiel physikalischer Gesetze mit der SF. Es fängt mit Aristoteles an, der Feuer, Wasser, Luft und Erde als Elemente ansah, leitet zu Einsteins Relativitätstheorie über, zu Feynmans Quanten Elektrodynamics, endet mit der Stringtheorie. Da die Gleichungen zur Weltformel nicht aufgehen, geht es mit der dunklen Materie weiter, welche die Beschleunigung des Universums nach dem Big Bang erklaert und wir sind an der vordersten Front, an der Wissenschaftler mit der Stange im Nebel herumstochern.
McCalmot erwähnt einige SF-Autoren, die in ihren Romanen die zur Zeit gültigen physikalischen Gesetze außer Kraft gesetzt haben, so dass Ereignisse für die Protags nicht vorausschaubar sind.

Frank Ludlow behandelt in „on the Art of Reviewing“ unterschiedliche Stile von Buchbesprechungen und rennt offene Türen ein, wenn er sagt, dass sie konstruktiv sein sollten. Und dann finden wir sie: Besprechungen. Nur vermisse ich das Vektor Gütesiegel.

Andy Sawyer beschreibt die erste Vector-Ausgabe von 1958. Die BSFA hat Stehvermögen. In jener Zeit war ich schon einmal Mitglied, bevor die Rock n´ Roll-Welle mich mit riss.

martedì, maggio 26, 2009


Analog, Science Fiction and Fact, July/August 2009-05-26

In dieser Doppelausgabe von rund 200 Seiten ist Daniel Hatchs Story „Seed of Revolution“die längste Geschichte, eine Detectiv-Story mit dem Schauplatz Chamal. Ein Planet, auf dem die Natur den Bewohnern einen umfassenden Gen-Pool bereitstellt. Chamals Bewohner sind intelligente Tiere. Dr. Wu hingegen ist einer der Engel, die auf diesen Planeten hinabgestiegen waren. Sie rücken die falsche Einschätzung zurecht und stellen sich als Menschen vor, die gekommen sind, auf Chamal zu lernen. Dr. Wu wird ermordet, und sein Diener Pog, eine große Spitzmaus, macht sich daran, den Mörder zu finden und das Verbrechen aufzuklären. Seine Bemühungen lassen ihn in Sackgassen und auf Irrwegen laufen. Es stellt sich heraus, dass Pog nicht nur Diener, sondern auch Verkünder Wus Weisheiten ist mit dem Ziel, aus einer kriegerischen und sich bekämpfenden Gesellschaft eine friedfertige und merkantile zu machen.

Wer war der Mörder? Nicht die Miliz, die in Wus Haus eingebrochen war und ihm eine Kugel in den Kopf geschossen hatte. Wu war schon tot, als dies geschah. Es war ein Brieffreund von der Erde, der nicht wusste, dass Pog auf Wus Mindpad mit ihm philosofische Argumente ausgetauscht hatte. Der Wissenschaftler von der Erde gab widerstrebend seinen Irrtum zu, nahm sich aus Schmach das Leben, nachdem er mit einem Attachment Wus Nahrungsmanipulator so eingestellt hatte, dass dieser Wu vergiftete.

Diese Ausgabe für Juli und August enthält einen Beitrag über den mit viel Brimborium angekündigten Large Hadron Collider (LHC). Doch der funktioniert schon seit Monaten nicht mehr. Es wurde still um ihn. Ich googelte und fand heraus, dass Magnete kaputt sind und Protonen wer weiss wohin geschossen waren. Und es wird noch Monate dauern, bis diese Magnete ausgetauscht sind. Dann kann damit bekommen werden, die für Wissenschaftler noch immer rätselhafte Schwerkraft näher zu untersuchen. Sie ist zu schwach, um in eine Weltgleichung eingepasst zu werden. Manche gehen davon aus, dass sie in andere Dimensionen sickert. Ist das Quark? Den kennen die meisten von uns nur aus der Tiefkühltruhe. Dabei gibt es mehrere davon. Partikel, meine ich. Down, up, strange, charm, bottom und top. Dann Leptonen wie muon und Tau.
Die Wissenschaft kennt noch einen Haufen weiterer Partikel. Wenn der LHC wieder funktioniert, wird nach dem Higgs Boson gesucht werden.

Die Wissenschaft tappt im Dunkeln. Schwarze Materie, Schwerkraft, Strings, Higgs Boson. Viele Fragen und unterschiedliche Antworten. Ich nahme an, unser Hirn ist nicht dazu gebaut, gültige Antworten darauf zu liefern. Und die Maschinen, als Hirnverstärker, gehen zu schnell kaputt.

giovedì, maggio 21, 2009



Scientific American, Oct. 2005

Ich habe es wieder geschafft, eine Ausgabe durchzuackern. Harte Arbeit, aber ich werde dadurch ja nicht dümmer :-). Zu jener Zeit hatte der Hurricane Katrina New Orleans verwüstet und die Zeitschrift machte darauf aufmerksam, dass Mark Fischetti schon 2001 in Scientific American auf die Wahrscheinlichkeit einer derartigen Katastrophe hingewiesen hatte. In dieser Ausgabe nun gibt es den Beitrag von W. Wayt Gibbs und Christine Soares "Preparing for a Pandemic". Man ist sich noch nicht sicher, ob die jetzige Schweinegrippe eine Pandemie ist, es sieht jedoch so aus. Zum Glück ist es, obwohl Menschen gestorben sind, eine der harmloseren. Es hätte schlimm kommen können. Dieser Artikel beschreibt die zuständigen internationalen Organisationen, ihre Vorgehensweise und dass die Impfstofferzeugung mit Eiern eine Vorlaufzeit von sechs oder mehr Monaten benötigt. Die Erzeugung von Impfstoffen durch Zellkulturen hat sich noch nicht durchsetzen können.http://www.pandemicflu.gov/

Juan Maldacena bringt einen Artikel über die Schwerkraft, die aufgrund ihrer Schwäche nicht in die Gleichungen passt, mit denen das Universum erklärt werden soll. Wissenschaftler zaubern nun einige Theorien aus dem Hut, von denen eine beschrieben wird: Eine Quantum-Theorie der Schwerkraft. Dazu bedient man sich der Erklärung, dass ein zweidimensionales Universum ohne Schwerkraft einem dreidimensionalen mit Schwerkraft gleicht. Die Grenze zwischen beiden sind interagierende Quarks und Gluonen. Schwierig dort hindurchzusteigen. Ich müsste den Artikel wiederholt durchlesen. Wer will, kann sich des Internets bedienen. http://en.wikipedia.org/wiki/Anti_de_Sitter_space

Did Life come from another world? David Warmflash und Benjamin Weiss schließen diese Möglichkeit nicht aus. Es gibt einige Meteoriten des Mars, die für die Reise zur Erde fünfzehn Millionen von Jahren benötigt hatten. Die Mehrzahl jedoch schafft es in einem Jahr. Da das Innere eines Meteoriten nicht durch die Atmosphäre erhitzt wird, könnten in ihm bestimmte Bakterien überleben.

In dem nächsten Beitrag geht es um Nanocomputer, welche einer der nächsten Schritte sind, wenn Moore`s Law weiter sene Gültigkeit behalten soll. Hewlett Packard arbeitet an diesem Vorhaben, die Defense Advanced Resarch Projects Agency (DARPA) hat Regierungsgeld hineingesteckt. Es geht darum, von den auf Silikon basierenden integrierten Schaltkreisen wegzukommen. Bei der Crossbar Architektur werden Nanostäbe kreuzweise übereinander gelegt und fungieren als Schalter. Die üblichen also, wie OR, XOR, AND usw. Bevor diese Technik in Praxis umgesetzt werden kann, werden Jahre vergehen, da abgesehen von der Lernkurve, Fabriken für Massenproduktion gebaut werden müssten.

Alex P. Meshik berichtet in "The Workings of an ancient Nuclear Reactor" über ein afrikanisches Uranvorkommen, dass sich vor zwei Milliarden Jahren einer Atomspaltung unterzogen hat. Hierbei handelte es sich um die Uranmine in Gabun. Entdeckt wurde dies 1972, als ein Arbeiter in der französischen Uranaufbereitungsanlage feststellte, dass seine Analyse das Uran235 einen Schwund an Isotopen aufwies. Uran235 hätte einen Anteil von 0.720 Prozent haben müssen, es waren aber nur 0.717 Prozent. Es wurde festgestellt, dass sich das Uran in Oklo durch Eindringen von Grundwasser selbst entzündet und den Spaltungsprozess eingeleitet hatte. Nach einer halben Stunde verdampfte das Grundwasser, der natürliche Reaktor stoppte für ein paar Stunden, bis wieder genügend Grundwasser vorhanden war, um den Zyklus wieder zu starten.
http://www.ocrwm.doe.gov/factsheets/doeymp0010.shtml

Interessant war auch Carl Zimmers "The Neurobiology of the Self". Wie vermag das Gehirn eines Menschen feststellen, dass er sich als Selbst erkennt und nicht als jemand anders? Verschiedene Teile des Hirns sind daran beteiligt. Medial Prefrontal Cortex, Precuneus, Anterior Insula. Mirror Neurons, Spiegelneuronen machen emphatisch. Wird jemand verprügelt, versetzen sie den beobachtenden Menschen in die Rolle des Verprügelten und lassen ihn mitempfinden. http://www.scn.ucla.edu/pdf/rt4053_c004lieberman.pdf

Dann noch ein letzter Artikel: "TheLand of Milk & Money" von Gary Styxs. Ziegenmilch, die Medikamente enthält, da die Ziegen genetisch verändert worden waren. Der Tierembryo wird mit einem genetischen Konstrukt geimpft.Transgenische Ziegen kommen auf die Welt, welche später gemolken. Das Medikament wird aus der Milch extrahiert. http://www.transgenics.com/

domenica, maggio 10, 2009

Andromeda Nachrichten 225, Science Fiction Club Deutschland

wurde der European Award als „Best Fanzine“ verliehen.. Nun, das war auf dem EuroCon 2009 in Fiuggi, Italien. Die meisten Italiener haben mit Fremdsprachen nichts am Hut, so konnten sie sich nur anhand der Fotos und Bilder an den Inhalt herantasten. Immerhin: Die Aufmachung ist Klasse. Michael Hailte is de man.

Jürgen Lautner berichtet von der Ausstellung H.R. Giger im Filmmuseum Frankfurt. Giger hatte die Monsterfiguren der Alien- und Species-Filme erschaffen. Er erschuf auch bizarre Non-SF Figuren.

Erich Schreiber behandelte die Buchmesse Leipzig. Lautner besuchte ausserdem den DortCon. Der SFCD-Con findet dieses Jahr im Juni in Schwerin statt.

Es geht mit den Buchbesprechungen weiter, Hörbücher eingeschlossen, dann folgen die Verlagsprogramme. Eine Menge von Seiten, die ich überschlagen konnte, da ich mit Asimov´s, Analog, F & SF sowie Interzone, Albedo genug zu lesen habe. Weiterhin gibt es Besprechungen von Filmen und Computerspielen.

Robert Hektor bringt den Leser auf den neusten Stand der Wissenschaft. Andromeda ist mehr für Hard-Core SF-Leser. Und ein Lob der Aufmachung.

sabato, maggio 09, 2009

Skurril

Die Lega Nord ist mehr als eine skurrile italienische Volkspartei. Ihre Hemden sind grün und ihre Gesinnung ist heimatverbunden mit einem Schuss NPD, was Zugewanderte aus Nicht-EU-Staaten betrifft.

Matteo Salvini, Gruppenleiter der Mailand-Fraktion schlug nun vor, einen Waggon der U-Bahn für Mailänder zu reservieren. Nun fragt sich jeder, auch ein Waggon für die Restitaliener und einen für Personen aus dem Ausland? Berlusconi meint, das sei ein Witz gewesen. Er stand hier in allen Zeitungen.
Mondfinsternis

Mit dem NASA Mondprojekt wird es wohl erst einmal nichts. Ich las heute im "Resto del Carlino", unserer Zeitung, dass Obama es auf unbestimmte Zeit zurückgestellt hat. Die Banker haben nicht nur unzählige Arbeitslose erzeugt, sondern hemmen gleichfalls den technischen Fortschritt.

venerdì, maggio 08, 2009

Asimov’s Science Fiction, Junie 2009

Hebt den Autoren James Patrick Kelly hervor, der fünfundzwanzig Jahre lang im Juni eine Story bei Asimov´s veröffentlicht hat. So auch diesmal. Kelly betreut außerdem die Kolumne „On the Net“, in der er SF-Urls aufstöbert.

Eric Browns Geschichten habe ich in „Interzone“ gelesen, nun auch hier. Mit „Cold Testing“ setzt er seinen Schwerpunkt auf das Verhältnis des Space Captains zu dem Androiden Ella, der wie Commander Data aus der Enterprise nach dem Menschlichen strebt. Ingenieur Kerry hasst Ella, ist eifersüchtig und begleitet die Story mit ihren Hassausbrüchen.

Auf Nova Charon wird das Schiff einem Kältetest unterzogen. Ella macht mit sich das Gleiche, sie verschwindet aus der Kuppel. Nachdem sie zurückgekommen ist, löscht sie ihre Erinnerungen. Nur eine Nachricht ist erhalten geblieben. Sie hat herausgefunden, dass ihr der Captain etwas bedeutet und dass Menschsein Schmerz einschliesst.

Mit „Dieter“ hatte ich ein Android-Mensch Verhältnis beschrieben. Nur dort kam es zum Happy End.

lunedì, maggio 04, 2009

Analog Science Fiction and Fact, June 2009-05-04

Dies Magazin, auch “Astounding”, der Vorgänger, ist oder war eine Domäne von SF-Autoren, die der Physik nahestehen. Richard A.Lovett ist einer von ihnen. Seine Geschichte heißt „Attack of the Grub-Eaters“. Im Internet-Forum „Rasen und Garten“ bittet Garden Warrior um Rat. Maulwürfe hätten seinen Garten unterwandert. Was könnte er dagegen unternehmen? Er habe gegraben und parallel zueinander verlaufende aus einem harten Material bestehende Röhren gefunden. Könnten Maulwürfe so etwas machen?

Es fehlte nicht an Hinweisen aus dem Forum. Jemand stellte fest, dass in der Nähe Garden Warriors ein Meteorit eingeschlagen sei. Ein anderer sah in den Nachrichten, wie im nächsten Ort Gas aus den Sielen strömte, Mensch und Tier umbrachte. Das Forum suchte nach Erklärungen, dann nach Maßnahmen, dies abzustellen. Erstaunlich, wieviel physikalische Kenntnisse das Gartenforum offenbarte. Die letzte Hypothese war, es seien keine Maulwürfe, sondern eine Invasionsgruppe, die Terraforming betrieb, indem sie versuchte die Atmosphäre zu verändern und dass Sauerstoff für diese Röhren legenden Wesen tödlich war.

Garden Warrior fuhr in den toten Nachbarort und lud so viel Sauerstoff-Flaschen wie möglich auf seinen Pick-Up Truck. Mit Hilfe seiner Forum-Buddies gelang es ihm, die Invasionstruppe zu vernichten.

Editor Stanley Schmidt, übrigens auch Physiker, stellt unter der Überschrift „Sign of Respect“ die These auf, dass sich die Vorschrift, den Hut beim Betreten einer Wohnung abzunehmen,. verselbständigt habe. Schmidt nennt den Vorgang „Phantom Tyrant“, weil niemand weiß, wo diese Sitte entstanden ist und warum sie fortgeführt wird.

Den Science Fact behandelt Michael Carroll „Futuropolis: How NASA plans to create a permanent presence on the moon“. Der Plan heißt “Constellation Architecture”. Der Nachfolger der Spaceshuttle wird entworfen. Der Launcher heißt Ares. Im Huckepack reitet das Raumschiff Orion (das kennen wir doch, lol). Dieser Orion fasst 4-6 Astronauten und wird von der Erde zum Mond fliegen. Ein anderer Shuttle wird die Crew von der Mondumlaufbahn auf die Oberfläche bringen. Weiterhin befasst sich der Artikel mit der Architektur von Modulen zur Unterbringung der Astronauten auf dem Mond, darüber hinaus mit dem Design von Mondfahrzeugen. Bevor es zum Mars geht, soll erst einmal auf dem Mond ein Stützpunkt angelegt werden. Jahre wurden nicht genannt.

Jeffery D. Kooistra schreibt in seiner Kolumne „The Alternative View“ etwas, was auch auf mich zutrifft. „A great many Analog readers grow up as self-educating individuals.“ Sie sind interessierter als der Mainstream-Mensch, bringen sich ständig selbst etwas bei und genießen es.