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giovedì, giugno 04, 2026

Der Spiegel v. 15.5.2026

 

 Jetzt führt der Spiegel eine Nazi-Kartei, in die jeder Interessierte sich ansehen kann, ob einer seiner Vorfahren in der NSDAP war. Das war Hitlers Partei.

Mich interessiert es nicht weiter. Ich weiß nur, dass meine näheren Verwandten in dieser Zeit gut zu tun hatten. Mein Opa war Schokoladenvertreter und Blockwart, der abends um einen Häuserblock lief und „Licht aus“ rief. Meine Mutter sang Seemannslieder vor Soldaten auf der Bühne und hielt sich in Russland auf, nahm Gesangsunterricht bei Frau Ahlers. Meine beiden Tanten, tanzten auf der Bühne, waren Funkerinnen und arbeiteten in einer Munitionsfabrik. Mein Vater kämpfte in Frankreich, mein Onkel in Russland, und meine Oma fuhr in einem Kleinlaster Geld von Sparkasse zur Sparkasse. Ich wurde herumgehüsert, wohnte bei meinen Tanten oder bei meiner Mutter, wenn sie im Land war. Mal war ich in Hamburg, dann in Lübeck, in Berlin, in Bayern. Reicht doch.

Es gibt einen Artikel über diese Zeit, ist für mich aber uninteressant. Dann ein Beitrag über die Sozialreform in Deutschland, die bisher nicht stattfand. Von der Krankenreform einmal abgesehen.

Ich überschlage mal einen Haufen davon, der für mich aus Nichtigkeiten besteht, für andere interssant sein mögen.

Ein Beitrag über eine neue Chipfabrik von Infineon in Dresden ist da schon interessanter. Irgendwann muss ja auch aus Deutschland mal ein Chip kommen. Zwar keine KI-Halbleiter, doch diese, die irgendwann einmal in dieser Fabrik hergestellt werden, sind auch gesucht. Das noch im Bau befindliche Werk wird von Bund und Ländern mit 200 Millionen Euro finanziert.

Dann hat jemand ein Buch verfasst, in dem er beschreibt, wie er von 15.000 $ durch Aktienzocken auf 1.2 Millionen $ hochgekommen ist und die danach wieder verloren hat. Nun, gezockt habe ich auch, als ich in den USA war. Meistens mit Verlust, da zum Schluss die dot.com Blase geplatzt war. Nur hatte ich einen großen Teil meines Gehalts ins Haus in Italien gesteckt und einen Teil in italienische Staatsverschreibungen angelegt. Wir machen keine großen Sprünge, leben gemütlich vor uns hin. Reicht ja.

Es gibt noch einen Bericht über einen deutschen Laser-Startup, der kleine Drohnen beschädigt. Für Inleap Photonics interessiert sich deshalb auch das deutsche Militär.





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