giovedì, settembre 18, 2008

In Portugal (Fotos werden nachgeliefert)

15.09.08
So, jetzt bin ich in Lissabon auf Erkundungstour. Der Flug von Bologna lief gut, nur als ich aus der Taxi stieg und im gebuchten Ibis-Hotel vorsprach, fanden sie meine Reservierung nicht. Ich hatte sie zum Glück ausgedruckt, tja, sie war für 2009. Da muss ich doch glatt die falsche Jahreszahl angeklickt haben. Zum Glück hatten sie noch ein Zimmer für 5 Nächte, denn am Sonnabend duese ich wieder zurück.

Das Wetter ist bombig, der Himmel blau und vom Mehr her weht eine Brise. Die Frauen sind schön, besonders die brasilianischen Mulattinnen. Ich habe mir einen Perry Mason Krimi in portugiesisch besorgt, dann ein T-Shirt. Morgen brauche ich noch eines für meine Frau und dann geht es darum, meine Besichtigungen zu organisieren. Es gibt Busse und U-Bahnen. Wenn ich die nicht benutze, habe ich am Sonnabend keine Hacken mehr.

Gut ist, dass sie im Hotel Schuko-Steckdosen installiert haben. Mit meinem italienischen Stecker hätte ich meinen Laptop nicht anschliessen können. Das Problem hatte ich in Hamburg. Zum Glück konnte ich dort eine Laptopschnur mit Schukostecker an Land ziehen. Das kommt mir nun auch in Portugal gelegen.

Die Sehenswürdigkeiten von Lissabon waren nicht mein eigentliches Ziel. Ich wollte mein angelesenes Portugiesisch praktizieren. Im Flugzeug verstand ich nur Bahnhof. Mit dem Taxifahrer geht es besser. Im Hotel hatte ich wieder Schwierigkeiten und nun sehe ich mir eine dödelige Telenovela an und verstehe kein Wort. Ich glaube, ich muss mir tausend von ihnen reinziehen, damit ich kapiere, was dort gesagt wird. Und ich habe doch nur 6 Tage Zeit.

16.09.08
Heute war ich mit dem Doppeldeckerbus auf Sightseeing Tour. Viel geknipst. Ich werde Bilder hochladen, wenn ich wieder zu Hause bin. Lissabon hat eine seltsame Atmosphäre. Die Leute gehen alle langsam, einige Seitenstrassen sind zugemüllt, es stinkt nach Pisse, wie in den Seitenstrassen der Reeperbahn oder in Sternschanze. Doch auf den Hauptarterien ist die Welt in Ordnung. Junge Polizisten drehen ihre Runden zu Fuss. Sie sind keine italienischen Carabinieri, die sich nur bei Wagenkontrollen herablassen, aus ihren Wagen zu steigen. Die Strassenschilder sind gut sichtbar angebracht, während dies in Italien dem Zufall überlassen bleibt. Kurz und gut, weniger Chaos im Strassenbild und keine zerbeulten Fiat Pandas wie bei uns in Italien. Ich will heute abend noch in die Altstadt, ins Bairro Alto. Die U-Bahn habe ich benutzt. Interessant, die Tickets werden vor den Eingangsschranken auf einen Scanner gelegt. Beim Hinausgehen ebenfalls. In Paris und London werden sie in einen Schlitz geschoben. Was bin ich doch für ein Weltreisender :-) Nächstes Jahr gehts nach Barcelona, mal sehen wie es da ist.

In einer der Fußgängerzonen hörte ich einen Fado, diesen eigentümlich schwermütigen Gesang, der in Portugal heimisch ist. Daneben gab es ´Discotecas Festival´, man musste eine Treppe raufsteigen, um da hinzukommen. Ein Mann wuselte zwischen Stoffresten, Zeitungen und Schallplatten herum und ich sagte ihm, ich wolle die CD mit dem Lied, das ich gerade hörte. Er gab sie mir, nun, ich hoffe sie ist es. ´Para Além Da Saudade´, jenseits der Sehnsucht mit Ana Moura. Ich stelle mir vor, dass ich in Second Life auf meinem Winterland einen Praça da Namorados, einen Platz der Verliebten einrichte und dort Fados spiele. Mit Slowdance und romantischen Animationen natürlich. Vielleicht klappts.

Ich war am Abend mit der Tram, die den Berg hochfährt, zum Bairro Alto gefahren. War sehr wenig los, kein Vergleich zur Düsseldorfer Altstadt oder zu der Fussgängerzone in Heidelberg. #

17.09.2008
Heute ist es bedeckt, und wenn ich aus dem Hotelfenster sehe, habe ich den Eindruck als regnete es. Dann kann ich meinen Bomber anziehen, den mir meine Frau mitgegeben hat. Ich lasse den Fernseher laufen, RAI 1, italienisches Fernsehen um zu sehen, ob das Desaster mit Alitalia gelöst ist. Was für ein Kontrast. Im portugiesischen reden die Leute normal, und ich verstehe schon etwas besser, was die Leute erzählen, obwohl es sicher noch Monate dauern würde, bis ich mich an die Aussprache gewöhnt hätte, dass ich alles kapiere. Im italienischen Fernsehen nun macht sich einer wichtig und quasselt und quasselt über irgendwelche medizinische Pflanzen und scheint das für das wichtigste der Welt zu halten. Typisch ist, dass sie in Diskussionen einander nicht ausreden lassen, weil sie sich im Besitz der allein seligmachenden Wahrheit sehen. Nun, es gibt andere, die normal ticken, nur die fallen nicht auf. Doch nun zu Fantasy & Science Fiction.

Fantasy & Science Fiction, Oct/Nov 2008



Wenn man SF mit Horror kombiniert, ist das Ergebnis beunruhigend. Steven Utley hat mit `Sleepless Years`eine jener Stories verfasst.

Der Protag hatte für den Fall seines Ablebens den Körper an die Wissenschaft vermacht. Das war sein Fehler, denn Wissenschaftlern gelang es, ihn nach einem tödlichen Verkehrsunfall wieder zu beleben, sein Gehirn fast wieder herzustellen. Sein Schlafzentrum blieb zerstört und sein Unterbewusstsein verschwunden. Seine Erinnerungen sind intakt, auch die vorher verdrängten. Und das treibt ihn in den Selbstmord. Nun wird er 24 Stunden lang überwacht, darf das Gebäude nicht verlassen und ist, wenn es nach den Wissenschaftlern geht, dazu verdammt, auf ewig zu leben, ohne Schlaf, den er sich herbeiwünscht, mit den Gespenstern seiner Erinnerungen.

Zurück nach Portugal.

Das mit dem Bomber war wohl nichts. Ich bin nicht in Deutschland, sondern in Portugal. Das Klima ist subtropisch nah am Grenzwert zum tropischen. Ich schwitze schon, wenn ich vom Stuhl aufstehe und Lissabon ist hügelig. Wenn ich von der Bahnstation zum Hotel trabe, sind meine Hemden durchgeschwitzt. Man stelle sich das jetzt mit einer Bomberjacke vor. Niemand trägt hier so etwas. Ich kaufte mir zwei Tropenhemden, halb Leinen, halb Synthetik. Sie werden nicht so leicht nass und haben große Taschen. Ideal.

18.09.2008
Inzwischen habe ich mein Portugiesisch bei Verkäuferinnen, Kellnerinnen und Barfrauen angebracht. So fängt es an, wo hört es auf? Das hatte ich vor zig Jahren auch mit einer italienischen Barfrau so gemacht. Sie konnte sich nicht wehren und vom Tresen weglaufen. Ich weiß nur nicht, ob ich noch einmal nach Lissabon komme. Das hätte vierzig Jahre früher passieren müssen. Die Algarve wäre noch eine Möglichkeit. Im Winter, wenn es bei mir in Italien nebelt.

Heute war ich im Oceanário. War schon stark, Haie, Mantas, Rochen und ein fast drei Meter langer Sonnenfisch. Durch das viele Knipsen, ist der Akku meiner Kamera down und ich habe das Ladegerät nicht mitgenommen. Ich hoffe, daß einige der Aufnahmen gut geworden sind. Ich habe mir einen Internet Voucher gegönnt. In Hamburg habe ich im Hotel Ibis nur 7 Euro bezahlt, hier löhne ich 20. Es sind mehr Stunden, aber nichtsdestotrotz bin ich froh, das nur für einen Tag gemacht zu haben.

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