Coversong Roads

venerdì, giugno 27, 2008


Interzone, Science Fiction and Fantasy, June 2008-06-27

Aus David Langfords ‘Ansible’ erfahren wir von Terry Pratchetts Million Dollar Spende zur Bekämpfung von Alzheimer, der bei ihm festgestellt wurde. Seine Fans versuchen nun, den gleichen Betrag zusammen zu bekommen.

Die Stories sind lala, intellektualisiert und keine von ihnen blieb in meinem Gedächtnis haften. Nicht gut, so was. Es ist, als hätten die Autoren den Ehrgeiz gehabt, so unverständlich wie möglich zu schreiben. Der Story-Inhalt entfernt sich damit von der nahen Zukunft, die heutzutage meistens als Hintergrund dient, hat aber auch nichts mit ferner Zukunft zu tun. Wenn überhaupt, dann vielleicht mit Parallelwelten, in der Geschichten wie diese irgendeinen Sinn machen. Es lohnt sich nicht für mich, diese Stories zu referieren. Es dauerte zu viel Zeit, die Absicht der Autoren zu hinterfragen.

Alister Reynolds und Greg Egan werden interviewt. Für Autoren des UK und Irlands wird ein Kurzgeschichtenwettbewerb ausgerufen, dessen Gewinner auf der Geburtstagsparty der BSFA, der Britisch Science Fiction Association zu derem fünfzigjährigen Bestehen 500 englische Pfund erhält. - Das erinnert mich daran, dass ich bei PayPal mein Abonnement kündige, da die BSFA Fanzines nur noch online erscheinen. Ich bin nunmal ein Anhänger des auf Papier gedruckten Wortes.

martedì, giugno 24, 2008



La Spagna ci batte anche nel PIL

PIL ist Prodotto Interno Lordo = Bruttosozialprodukt und Italien stellt schockiert fest, dass sich die Schere zwischen Spanien und Italien noch weiter zu Ungunsten Italiens geöffnet hat. Waren die Kennzahlen 2006 noch 105 (Spanien) und 103 (Italien), so sind sie heute 107 zu 101.
Vorgestern bekamen sie eins aufs Dach durch die Strafstöße in Wien. Heute lese ich die Schlagzeile “Spanien schlägt uns auch im Bruttosozialprodukt” in meiner Zeitung ´Il Resto del Carlino´. Was sind die Gründe dafür? Guiseppe Roma vom Umfrageinstitut Censis meint:
Die organisierte Kriminalität im Süden, 2. Der aufgeblähte bürokratische Apparat des Staates. Die langsame Justiz inbegriffen.

Ich selbst würde es so sagen: In Italien wird alles zerredet. Nur Griechenland und Portugal sind noch schlechter dran.

Aber es ist nicht alles von Übel. Hat einer beobachtet? Die italienische Mannschaft hat die Nationalhymne gesungen, die Spanier haben den Mund nicht aufgemacht. In Italien wird gesungen. Angefangen bei meiner Frau :-). Und das ist gut.

sabato, giugno 21, 2008

Monsanto, GMO Erzeugnisse


Die Burschen haben den Bogen raus. Sie produzieren genetisch modifizierte Samen. Nicht für Produkte, die bei Otto Normalverbraucher landen, sondern für Tierfutter,
Ethanol und Textilien verwendet werden. Damit umgingen sie Proteste von Umweltschützern. Nun jedoch, so meinen sie, sei für sie die Zeit gekommen, Samen für Getreide, Reis usw anzubieten, weil diese Produkte knapp und teuer geworden sind. Einige Länder horten sie bereits, und werden, so spekuliert Monsanto, der Frage ob genetisch modifiziert oder nicht, weniger Bedeutung beimessen. Monsantos Aktien sind seit 2003 um 1200 % gestiegen. Das Unternehmen fährt einen jährlichen Gewinn von 20 % ein.
Business Week, June 23, 2008

martedì, giugno 17, 2008



Via la toga al giudice lumaca.

Das ist doch schon mal was. In Italien haben sie einen Schnecken-Richter vor die Tür gesetzt. Edi Pinatto hatte acht Jahre dazu gebraucht, eine schriftliche Urteilsbegründung zu erstellen, und zwar gegen den Mafia-Can Madonia. Der wurde wegen dieser Verspätung vorzeitig wegen Verjährung aus dem Gefängnis entlassen und kann seinen Geschäften nachgehen. Edi Pinatto kann jedoch an seinem Schreibtisch weiterschlafen, solange die Begründung der Entlassung nicht schriftlich vorliegt. Hoffentlich dauert das keine weiteren acht Jahre.

lunedì, giugno 16, 2008


American Dream,

der amerikanische Traum. Diesen Begriff hört man doch öfter. Hier ist die Definition: Die Möglichkeit, ein nettes Haus, finanzielle Sicherheit für dich und deine Familie und eine Hoffnung für die Zukunft zu haben. Business Week, June 16, 2008

Wie lautet die Definition eines deutschen Traumes?

domenica, giugno 15, 2008


Grey Goo

Eric Drexler, Guru der Nanotechnology verstand darunter sich selbst replizierende Nanobots, die alle Objekte auf der Erde verschlingen.
Nun wűnscht er sich, diesen Begriff nie geprägt zu haben.

Nanotechnology. Kurt Vonnegut schrieb in ‚Cat’s Cradle’ von der ‚Seed’
‚tiny grain of undesired crystal pattern. The seed, which had come from God-only-knows-where, taught the atoms the novel way in which to stack and lock, to crystallize, to freeze.In Vonneguts Buch friert die ganze Welt ein.

Kleine Teilchen, grosses Risiko. Der Spiegel 24/2008 bringt einen Artikel űber potentielle Gefahren von Nanoteilchen in Alltagsprodukten wie Sonnencreme, Zahnpasta, Antifaltencreme und Kaugummi, Socken und Wandfarbe. Niemand kann abschätzen, welchen Einfluβ die darin verarbeiteten Nanoteilchen langfristig auf den menschlichen Organismus ausűben kőnnten. Erste Bedenken werden erhoben. Warten wir ab, wie es weiter geht.

martedì, giugno 10, 2008

Clinica Omicidi – Die Mörderklinik
Ich glaube, ich muss öfter einmal berichten, was in Italien passiert. Heute fand ich unter dieser Überschrift einen Artikel auf der ersten Seite des ´Il Resto del Carlino´, unserer Tageszeitung. Dreizehn Ärzte einer Privatklinik wurden unter dem Verdacht festgenommen, dass sie ungerechtfertigte Eingriffe an ihren Patienten durchgeführt haben, um vom nationalen Gesundheitsdienst Geld abzuzocken. - So wurden Brüste wegoperiert, wo eine Biopsie genügt hätte. Fünf Patienten sind aufgrund dieser Eingriffe zu Tode gekommen.
“Es sind 44000 Euro angekommen”, so wurde die Ankunft von vier Patienten kommentiert. - Das ganze flog durch Abhören von Telefongesprächen auf. Dieses Thema wird von den Politikern hier diskutiert. In Italien ist es wohl erforderlich, Gespräche abzuhören, um Praktiken wie die oben geschilderte zu unberbinden.



Gewohnheitsänderungen durch hohen Ölpreis?

Mandel, Chef-Volkswirt der Business-Week, wagt einen Blick in die Zukunft. Menschen werden ihre Autos weniger fűr Vergnűgungsfahren benutzen und noch mehr in die Virtuelle Welt eintauchen. Manager werden mehr űber Videokonferenzen kommunizieren anstatt in ein Flugzeug zu steigen. Da gedruckte Zeitungen ausgefahren werden műssen, werden einige nur noch online zu sehen sein. Kurz und gut, physische Aktivität wird durch digitale ersetzt.

giovedì, giugno 05, 2008


Scientific American August 2004

Mit dem Lesen hinke ich noch einige Jahrgänge hinterher, aber wird schon werden. In dem Leitartikel ging es um die grüne Genrevolution. In Zambia und Zimbabwe protestierten Einwohner gegen GM, also genetisch modifizierte Ernten. Jetzt, wo Getreidepreise in die Höhe getrieben werden, wird wohl jeder froh sein, wenn er Getreide, Brot usw zum moderaten Preisen einkaufen kann, genmodifiziert oder nicht. In diesen Tagen kommt die FAO, die U.N. Food and Agricultural Organization, zusammen und bespricht die düstere Situation der Getreideknappheit.

Es gab eine Beschreibung von RFIDs, den Radio Frequency Identification Schildern, die sich jedoch nur begrenzt durchsetzen konnten, da sie 30 bis 50 US cent noch zu teuer sind. Für die Lagerhaltung sind sie geeignet bei Identifizierung ein- und ausgehender Waren. An Paletten befestigt, kann ein Radioempfänger den Inhalt erkennen und an den Computer weiterleiten. Sie wären auch für Warenpositionen in den Supermärkten geeignet, doch der hohe Preis spricht gegen die Anwendung.

In ”Back to the future of cereals” geht es darum, wie man am besten die Gene von Getreide erkennt und klassifiziert, um auf dieser Grundlage krankheitsresistentere und ergiebigere Getreidearten zu erzeugen. Ich las, dass Reis um die 30000 bis 50000 Gene besitzt. Wäre interessant zu wissen, das die Pflanzen damit machen.

Bei “Electrodynamic Tethers in Space” wird ein Seil konzipiert, das in einer Länge von 20 kilometern für Strom in Satelliten sorgt. In dem Artikel stellt man es sich so vor, dass zwei Satelliten durch ein Seil miteinander verbunden sind. Das Seil liefert Strom, den es aus der elektrisch leitenden Ionosphäre holt. Man hält es auch für denkbar, dass Raumschiffe spägter so ein Seil hinter sich herziehen.

In “Virtual – Reality Therapy” wird beschrieben, wie Eintauchen in Virtuelle Spiele Schmerzen verdrängen kann. Man hat dies an Patienten mit Verbrennungen der Haut getestet. Es ging darum, Gedanken von Schmerzen abzulenken. MRI-Scans zeigten auf, wie Hirnaktivität in mit Schmerzen assoziierten Regionen durch Aktivität in Virtuellen Spielen reduziert wird. - Es ist, so wie ich denke, auch bei häuslichen Problemen wirksam. Viele Frauen, sicher auch Männer, tauchen in Second Life auf, die im realen Leben gegen häusliche Schwierigkeiten ankämpfen (sehr oft der Ehemann) und sie versuchen in ihrer virtuellen Welt einen Zipfel Glück zu ergreifen.

Es dauert doch alles länger als die Autoren annehmen. Wie oft las ich schon etwas über neue Fortschritte zur Krebsbekämpfung, und es wird noch hundert Jahre dauern, bevor da ein Durchbruch geschafft wird. Im Artikel “Next Stretch for Plastic Electrons” geht es nicht um diese Volkskrankheit, sondern um Organische Halbleiter. Sie könnten helfen, RFIDs so preiswert zu machen, dass sie auf jeden Warenposten befestigt werden könnten, da RFIDs aus Plastik viel billiger sein würden. Doch nun sind wir schon vier Jahre weiter und in Supermärkten ist davon nichts zu sehen.

Es gibt ein Interview mit dem Physiker Lawrence M. Krauss, der sich darüber aufregt, dass sich Befürworter des “Intelligent Designs” in die Schulkommitees einschmuggeln, um ihre Linie im Unterricht durchzusetzen. Seiner Ansicht nach hatte sich die Wissenschaft in den Nachkriegsjahren zu sehr von der Öffentlichkeit abgekapselt, so dass diese jegliches Interesse daran verloren hat. Dadurch haben sie diesen Blödmännern mit ihrem Intelligent Design Türen und Tore geöffnet.

Der Artikel Arsenic Crisis in Bangladesh war hochinteressant. Man kann sehen, was für Folgen es hat, wenn man in seinen Tests nicht gründlich genug ist. Vor den 70ern hatten die Einwohner ihr Wasser aus Flüssen, Seen und Teichen geholt und sich damit eine Reihe von Krankheiterregern eingefangen. Dann hatte man damit begonnen, tiefer nach Wasser zu bohren. Das Wasser war sicher, so dachte man. Doch die Dorfbewohner wurden plötzlich wieder krank und es stellte sich heraus, dass in dem Wasser der Tiefe Arsen war, das aus dem Mineral herausgewaschen war. Es bildeten sich Geschwüre auf der Haut, Menschen starben. Jetzt wird es Jahre dauern, bevor man dieses Problem in den Griff bekommt.

sabato, maggio 24, 2008


Phantastisch, neues aus anderen Welten, 2 - 2008

Es gibt Nachrufe, Nachrichten über Neuerscheinungen, SF + Fantasy in den Medien, Interviews mit Jim C. Hines, Nicole Rensmann, Stephan R. Bellem u. Christian Marmonnier. Wenn ich so etwas lese, kommt es mir eigenartig vor, dass ich die meisten Leute nicht kenne, aber dann: Ich lese ja wenig SF-Bücher. Ausnahme hier Nicole Rensmann, da ihre Interviews in dieser Zeitschrift veröffentlicht werden.

Carsten Polzin bespricht Alain Resnais Film ‘Letztes Jahr in Marienbad’.
Hermann Ibendorf-Rosenhof erzählt davon, welche Literatur-Nobelpreisträger auch SF oder Fantasy geschrieben haben.
Bartholomäus Figatowski erinnert uns an Robert A. Heinlein und dessen Titel ‘Das neue Buch Hiob!
Helmut W. Mommers würdigt das Computer Magazin c’t anlässlich seines zwanzigjährigen Bestehens. In c’t sind auch SF-Geschichten zu finden.
Max Pechmann schreibt über Horrorfilme aus Südkorea.
Tommi Brem berichtet aus der Master Class in Science Fiction Criticism 2007 in Liverpool.
Horst Illmer schreibt über den Bibliothekar Hermke Eibach, der in Würzburg eine SF Fantsy Bücherei betreibt.
Achim Schnurrer beschreibt unter ‘Klassiker der phantastischen Literatur’ das Leben von Michail Bulgakow.
Dirk van den Boom beschäftigt sich mit Militäry Science Fiction.
Alles in allem 70 Seiten mit interessanten Beiträgen. Zu empfehlen.

domenica, maggio 18, 2008


Stammtisch-Bote, Ausgabe 17

Lag unter einem Stapel auf meinem Schreibtisch. Die Ausgabe muss um Ostern erschienen sein. Herausgeber Hope Schwagenscheidt ist der Organisator des SF-Oldie-Kons, der alle zwei Jahre stattfindet. Dieses Jahr ist er in Wetzlar, vom 27. bis 29. Juni im Hotel Bűrgerhof. Fűr mich zu weit. Unterwőssen in Bayern war noch zumutbar.

Die Ausgabe enthält die Geschichte ‚Ostern im Jahre 3000’aus dem Jahre 1928. Sie stammt aus der Blauband Woche, die von 1925 bis 1931 erschien und beim Kauf von einem Pfund Feinkostmargarine ‚Schwan im Blauband’ dem Kunden mitgegeben wurde. Das waren noch Zeiten.

venerdì, maggio 16, 2008


Ein Wahnsinn.
Ich lese gerade in der Businessweek von einem Vater, der für seinen studierenden Sohn eine Krankenversicherung abgeschlossen hat. Sie leben in den U.S.A. und der informierte Leser ahnt was kommt. Der Junge wurde mit einer Nervenkrankheit, dem Guillain-Barre’s Syndrom ins Krankenhaus eingeliefert. Die Versicherung bezahlte gerade mal 22.800 Dollar von 206.325, die dem Vater für 14 Tage Intensivbehandlung in Rechnung gestellt worden waren.

Ein anderer Student fiel hin und brach sich das Kinn, blieb 48 Stunden im Hospital und nahm eine Rechnung über 24.098 Dollar mit nach Haus. Die Versicherung bezahlte 6.260 Dollars. Toll, was?
Fantasy & Science Fiction, June 2008

Diesmal gibt es unter anderem eine hardboiled SF-Story von Ted Kosmatka die gefiel. In ‘The Art of Alchemy’ geht es um einen Metallurgen, der in der größten Stahlküche der Welt Metalle entwickelt, die bei einer bestimmten Temperatur eine gewünschte Form annehmen. Ihm und seiner im Management dieser Gesellschaft arbeitenden Freundin wird von einem obskuren Russen ein Nanodraht und dessen Herstellungsverfahren angeboten. Der Draht kann für jede gewünschte Länge hergestellt werden. Als die Beiden in einem zweiten Treffen den Verkauf abschließen wollen, begegnet ihnen anstelle des Russen ein Sicherheitsmann ihrer Firma, der von ihnen das Drahtmuster zurückfordert. Er zeigte ihnen den Chip mit der Herstellungsmethode, den er dem Russen abgenommen hatte, der nun tot ist. Die beiden fliehen und es entwickelt sich eine Hatz, an deren Ende der Sicherheitsbulle durch den Draht ums Leben kommt und das Herstellungsverfahren ins Internet gestellt wird.

Wir kennen ja die Gerüchte, in denen Erfindungen von Großunternehmen aufgekauft und totgeschwiegen werden, um die eigenen Produkte nicht unverkäuflich werden zu lassen.

martedì, maggio 13, 2008


Interzone, Science Fiction & Fantasy, April 2008

David Langfords Ansible enthält Neuigkeiten, Tratsch und auch Bestürzendes. Terry Pratchett gab bekannt, dass er an Alzheimer erkrankt ist. Hoffentlich findet mal jemand einen Weg, diese progressive Demenz beseitigen zu können.

Es gibt ein Interview mit Mike Carey, Autor und Comic Texter. Eines ist schon mal gut. Man findet keine aufgezuckerte Fantasy in dem britischen SF und Fantasy Magazin. Die Stories sind nicht so slick und rund wie in den amerikanischen SF-Zeitschriften. Z,B Jamie Barras ‘The Endling’. So nach acht engbedruckten Seiten klamüserte ich die Konfiguaration heraus, in der sich die Figuren befanden. Nicht einfach, da die Perspektive ständig wechselte und ein roter Faden in der Geschichte nicht zu erkennen war.

Patrick Samphires ‘Dragonfly Summer’ erzählt von vier Personen, einem gemischten Doppel, die sich nach einigen Jahren dort wieder treffen, wo sie einen phantastischen Sommer verbracht hatten. Nur die Windmühle, unter der sie sich geliebt hatten, war nicht mehr da. Es habe dort noch nie eine gegeben, wie Leute im Pub des Ortes behaupteten. Es werden die Gefühle der einzelnen beschrieben, und wie sie sich im Laufe der Jahre verändert hatten. Eine psychologische Fantasy, die sich wohltuend von dem Schmalz dieses Genres abhebt.

Stark war Jay Marchands ‘Holding Pattern’, mit dem die fast endlosen Schleifen über dem Flughafen vor dem Landeanflug beschrieben werden. In diesem Falle wird die Maschine abstürzen. Das ist immer so, wie der Alien auf A1 in der Business Class der Stewardess Nanette erzählt. Denn Holding Pattern ist auch, dass sie in einer Zeitblase gefangen sind, welche die Situation mit kleinen Abweichungen von neuem hervorbringt. Dem Alien ist es egal, er hat sich in Nanette verliebt und nicht daran interessiert aus der Zeitschleife herauszubrechen. Er gibt Nanette einen Stift, der ihr wieder eine normales Leben ermöglichen würde. Doch nachdem der Alien ihr erzählte, dass sie in einer der Episoden heißen Sex im Flugzeugkorridor gehabt hatten, gibt sie ihm das Gerät
zurück.

Dark SF, Dark Fantasy. Die Redakteure von Interzone haben ein Händchen dafür.

venerdì, maggio 09, 2008


Das Böse nebenan, Spiegel 19, 5.5.08

Der Fritzl, so ein Idiot. Er hat das Leben nicht verstanden. Ich meine, man sollte doch versuchen, seine Kinder so ins Leben zu schicken, dass sie dort bestehen und möglichst noch erfolgreicher werden, als man selbst es ist. Sie einzumauern und sich an ihnen ständig zu vergehen zeigt, wie beschränkt der Mann in seiner Lebensführung war.

Und damit stellt sich wieder die Frage, welche schon häufiger diskutiert wurde: Begeht der Mensch aus freien Stücken Verbrechen, oder kann er gar nichts dafür?

Einige Neurologen behaupten, es gäbe keinen freien Willen. Alles sei schon vorher vom Gehirn festgelegt, bevor im Bewusstsein die Entscheidung getroffen wird. Im Grunde ist es dann ja keine Entscheidung mehr. Jetzt wird gescannt was das Zeug hält, in welchen Hirnregionen werden die Entscheidungen vorbereitet und unbewusst getroffen? Und was ist der Auslöser dafür?

Eine rein biologische Deutung würde das ganze Strafrecht umkrempeln. Besonders dann, wenn es Verhaltenskorrekturen gäbe.

Im Second Life gibt es Rollenspiele, bei denen es auch nicht zimperlich zugeht. Nur, wenn sich jemand aus seiner Zelle teleportiert oder den Computer abschaltet, dann hat er sich befreit. Und das fehlt im wirklichen Leben.


Fantasy & Science Fiction, May 2008

Das Schwergewicht liegt doch mehr auf Fantasy. Sollte ich mal ein Abonnement nicht verlängern, dann ist F & SF der erste Kandidat. Ich ziehe SF vor. Aber auch die SF war schon einmal spannender.

Robert Reed, Vielschreiber, hat mit ´Reunion´ eine seiner schwächeren Geschichten vorgestellt. Es geht um ein Klassentreffen, an dem eine Gruppe teilnimmt, deren Mitglieder im Leben besonders erfolgreich waren. Die Tochter eines der Klassenkameraden macht sich daran herauszubekommen wie er ums Leben kam. Sie stört die angenehme Atmosphäre mit ihren Fragen, aber mehr gibt die Geschichte im Grunde nicht her, da sie sich in Vermutungen ergeht und keine Antwort erhält.

´Immortal Snake´von Rachel Pollack ist eine Fantasy. Sie hat doch mit Märchen eine starke Ähnlichkeit. Priester deuten Wolken und leiten ihre Anleitungen für die Bevölkerung daraus ab. Einer aus dem Volk wird zur Immortal Snake, zur unsterblichen Schlange auserwählt. Er ist der uneingeschränkte Herrscher solange es die Wolken und mit ihnen die Priester erlauben. Irgendwann kommen diese und häuten ihn. Seine Haut wird auf einen Pfahl gespiesst und ein neuer Herrscher gekürt. Vor diesem Hintergrund spielt sich die Liebe seiner Schwester zu einem Sklaven ab, der ein talentierter Geschichtenerzähler ist. Er bringt es sogar fertig, mit seinen Geschichten die Priester von ihrer Wolkeninterpretation abzulenken.
Usw. Usw. Kurz und gut, auch die anderen Geschichten rissen mich nicht vom Hocker.

mercoledì, maggio 07, 2008


Den Clarke Award 2008 gewann Richard Morgan fuer seinen Roman Black Man. Also ran Leute und lesen :-)
Fandom Observer 227

Startet mit einem Nachruf. Enrst Vlcek starb im April. Er war eine zeitlang Perry Rhodan Chefautor. Ich hatte mal mit ihm auf einem Oldie Con gesprochen. Er war so um die 2 Jahre jünger als ich und wenn ich mir sein Bild ansehe, hatte er Ähnlichkeit mit Giovanni Agnelli, dem verstorbenen Chef des Fiat-Clans.

Es gibt einen interessanten Beitrag über den Eastercon, der in Heathrow stattfand. Charles Stross, China Mièville, Neil Gaiman, Tanith Lee, Cory Doctorow waren Ehrengäste. Wenn ich nur wüsste, wer den Beitrag geschrieben hat? .

Dann die üblichen Fanzine-, Buch-, Hörspiel-, Film-, Fernseh-, Comicbesprechungen. Mit einem Conkalender schliesst das informative Onlinemagazin ab.



sabato, maggio 03, 2008


Die Ölkrise hat uns erfasst,

eine Lebensmittelkrise lauert hinter der Ecke. Chinesen und Inder haben das gute Leben entdeckt. 1,3 Milliarden Chinesen und 1,1 Milliarden
Inder haben Appetit auf Fleisch. Viehfutter wird benötigt. China kauft Brasilien das Soja ab. Obwohl Reis Grundnahrungsmittel in China ist und dort auch angebaut wird, muss er für 130 Millionen Menschen eingeführt werden. Wer kann verdenken, dass unsere asiatischen Freunde besser leben wollen. So etwas nennt man Konvergenz.
Analog, Science Fiction and Fact, May 2008

Autoren lassen sich schon was einfallen. Die Story 'Test Signals' von David Bartell zum Beispiel. Der Ich-Erzähler X arbeitet in einem Unternehmen, in dem ein Supercomputer Genome millionenfach kombiniert und an ein Subsystem weitergibt, das diese Kombinationen virtuell nachbaut. Diese werden auf ihre wissenschaftliche Nutzbarkeit hin überprüft. Mitarbeiterin Tina hat eine neue Kombination entdeckt. Bevor sie die Entdeckung bekannt gibt, erzählt sie es X, denn die im Untersystem nachgebaute auf dem Bildschirm dargestellte Konfiguration gleicht ihm. Beide besitzen vier Arme, von denen zwei überflüssig sind. Tina sagt X, dass sie mit ihm schlafen werde, sobald er seine Surplusarme entfernt hat. X geht darauf ein und lässt sich operieren, nicht wissend, dass Tina im Auftrage der Firma arbeitet, und dass die Arme wieder nachwachsen. Der Firma ging es darum, an die Arme von X heranzukommen, um sie wissenschaftlich zu verwerten. Der Protag erfährt zu spät davon. Tina nimmt sich das Leben, X reicht eine Sammelklage ein.

Dies ist wieder eine Geschichte, die aus der nahen Zukunft stammen könnte. BEMs, bug eyed monster und Aliens haben häufig ausgedient.

In ´The Night of the RFID´, der Titel ist angelehnt an die “Night of the Triffids´, geht es um Radio Frequenz Identification Ships, welche von der Regierung zur Überwachung ihrer Bürger hergezogen werden. Homeland Security, die aufgrund des Anschlages vom 11. September gegründet worden war, machte sich zunutze, dass sie RFIDs inzwischen allgegenwärtig waren und persönliche Daten täglich ausgewertet wurden, bis ein Student in den Computer hackte und in South Carolina die Nutzer revoltierten, bis die Revolte in alle Staaten schwappte. Auch dieses könnte in naher Zukunft spielen. Wenn die Garanten persönlicher Freiheit versagen könnten Situationen wie diese entstehen.